Montag, 29. Dezember 2014

Börsenweisheit der Woche 52/2014

"Erzähle mir die Vergangenheit und ich werde dir die Zukunft erkennen".
(Konfuzius)

Montag, 22. Dezember 2014

Balda fordert Schadensersatz in Millionenhöhe

Die Balda AG hat heute bekannt gegeben, dass sie gegen ehemalige Organmitglieder Schadensersatzansprüche geltend machen wird und zwar gegen die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Michael Naschke, Yu-Sheng Kai und Chun-Chen Chen und zugleich gegen den ehemaligen Alleinvorstands Rainer Mohr. Ihnen werden Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Verkauf von Aktien an der TPK Holding Co. im Juli 2011 vorgeworfen, aufgrund derer die TPK-Aktien erst zu einem späteren Zeitpunkt zu einem deutlich geringeren Preis veräußert werden konnten.

Das Schadenspotential soll sich nach derzeitiger Berechnung auf einen Wert im zweistelligen Millionenbereich belaufen. Inwieweit sich hieraus Mittelzuflüsse für die Gesellschaft erzielen lassen können, ist bisher nicht einzuschätzen. Die genannte Höhe würde aber eine signifikante Auswirkung auf das Ergebnis des Unternehmens haben; allerdings dürften sich die Rechtsstreitigkeiten eine geraume Zeit hinziehen.

Balda befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Börsenweisheit der Woche 51/2014

"Für jede Spekulationsblase liegt schon eine Nadel bereit. Jedes Mal, wenn es bumm macht, gibt es wieder ein paar Anleger, die eine alte Lektion neu lernen müssen".
(Warren Buffett)

Freitag, 19. Dezember 2014

Andere Ansichten zu Kalten Delistings an Deutsche Börsen

Gereon Kruse zeigt auf "boersengefluester" die Komplettübersicht der Delistings 2014 und immerhin gab 35 Unternehmen, die auf diese unsaubere Art und Weise ihre eigenen Anteilseigner um ihr Geld gebracht haben - mit Rückendeckung des Bundesgerichtshofs (BGH) wohlgemerkt, der in seinem Urteil vom November 2013 in eklatanter Verkennung der Lebensrealität die Rechte der Aktionäre kastriert hatte.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Andere Ansichten zu Baldas meilenweiter Unterbewertung

"Börse Online" meint, Balda würde "meilenweit unter Buchwert" notieren. Seit dem Verkauf der Anteile an TPK sitze man auf einem gigantischen Cash-Berg von 2,77 EUR je Aktie, so dass man das operative Geschäft mit angepeilten 73 bis 78 Mio. EUR Umsatz quasi umsonst bekomme. Der Aktienkurs notiere 40 Prozent unter dem Buchwert von 4,15 EUR und operativ schreibe man inzwischen wieder schwarze Zahlen, dank der vor zwei Jahren eingeleiteten Neuausrichtung. Bei einer Eigenkapitalquote von fast 92 Prozent sei zudem das Risiko überschaubar.

Balda befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zur Aktienkultur in Deutschland

"Die Aktienkultur in Deutschland und den USA" beleuchtet "Finanzen.net" und zeigt auf, dass es in Deutschland eine solche gar nicht wirklich gibt. Immerhin würden weniger als 14 Prozent der Über-14-jährigen in Aktien oder Aktienfonds investieren - die Deutschen setzten sogar noch verstärkt auf Sicherheit, also Sparbücher und Lebensversicherungen. Ganz anders die Amerikaner, wo breite Bevölkerungsschichten an den börsennotierten Unternehmen beteiligt seien und so am wirtschaftlichen Erfolg des Landes teilhätten.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Mein Gastbeitrag zum Value Investing im "Sachwert Magazin"

In der aktuellen Ausgabe 1/2015 des "Sachwert Magazin" ist ein Kommentar von mir zum Thema "Value Investing" abgedruckt worden - neben so illustren Experten wie Prof. Max Otte und Folker Hellmeyer (der übrigens wie ich aus der schönen Stadt Wedel im Westen Hamburgs stammt und ebenfalls am Johann-Rist-Gymnasium Abitur gemacht hat, wenn auch etwa 10 Jahre vor mir).

Intelligent investieren am Aktienmarkt: Value Investing

Value Investing ist simpel. Aber nicht einfach. Diese Wahrheit stammt von Investmentlegende Warren Buffett und sie bringt das Dilemma auf den Punkt: das Grundprinzip des Value Investings ist nicht schwer zu verstehen, aber es anzuwenden, seine Elemente richtig umzusetzen, hingegen schon. Denn sie prallen auf das menschliche Verhalten und das ist (leider) völlig anders konditioniert, als es für Langfristanleger gut ist.

"Good business, good management, good price".
(Warren Buffett)

Dies sind die drei Kernelemente, die passen müssen für ein gutes Investment. Im Prinzip ist das schon alles.

Good Business
Als Aktionär erwirbt man nicht bloß Aktien, man beteiligt sich an einem Unternehmen. Daher ist es entscheidend, dass dieses über ein erprobtes Geschäftsmodell verfügt, am besten über eine monopolartige Marktstellung und/oder eine Wettbewerbsposition, die Konkurrenten nicht oder nur schwer einnehmen könnten. Und es muss damit gute Geschäfte machen, also eine anständige Eigenkapitalrendite aufweisen, wobei stetig steigende Dividendenausschüttungen ebenfalls positiv zu werten sind.

Value Investoren setzen auf Fakten, auf Unternehmenszahlen, nicht auf Stimmungen und Meinungen, die an der Börse kursieren. Die Psychologie treibt die Kurse kurzfristig, aber langfristig machen die unternehmerischen Erfolge den Kurs(anstieg). Denn der innere, der faire Wert des Unternehmens liegt in seiner Substanz und seiner Ertragskraft begründet, nicht in seinen PR-Meldungen.

Daher ziehen Value Investoren Bewertungskennziffern zu Rate, um ein Unternehmen zu bewerten: Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Umsatz-Verhältnis, Kurs-Cashflow-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Eigenkapitalrendite und Eigenkapitalquote.

Good Management
Mit schlechten Leuten macht man keine guten Geschäfte! Wenn ein Unternehmen von windigen Leuten geführt wird, kann es durchaus erfolgreich sein. Aber wenn diese Manager bereit sind, Kunden über den Tisch zu ziehen, haben sie wohl auch keine Skrupel, dies mit ihren Aktionären zu machen. Die Presse ist voll von Abzockgeschichten an der Börse. Daher ist es unerlässlich, nur auf Unternehmen zu setzen, die von ehrlichen und fähigen Managern geführt werden.

"Ein gutes Unternehmen, zu teuer bezahlt, ist ein schlechtes Investment".
(Roland Könen)

Good PriceUnd zu guter Letzt muss der Preis stimmen, zu dem man die Aktien erwerben kann. Denn nur wenn man die Aktien deutlich unterhalb ihres fairen Werts kaufen kann, wird daraus ein gutes Investment. Manchmal muss man viele Monate warten, bis der Aktienkurs eines Unternehmens auf das gewünschte Niveau fällt, bevor man einsteigen kann. Dies kann durch eine vorübergehende Unternehmenskrise, eine schlechte Meldung, verhagelte Quartalszahlen oder eine allgemeine Marktpanik eintreten - wichtig ist, dass man geduldig auf den richtigen Moment zum Einstieg. wartet. Zuschlagen, wenn die "Sicherheitsmarge" zum fairen Wert groß genug ist, und das Risiko eines Fehlgriffs entsprechend gering. Denn Buffetts Regel Nummer eins lautet: "Niemals Geld verlieren!".

Der Autor Michael C. Kissig schreibt als Experte für Value Investing für intelligent-investieren.net.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Andere Ansichten zum Verkauf der britischen Telekom-Tochter EE

"Börse Online" wähnt den Telekom-Konzern "vor Milliardenverkauf von britischer Tochter" EE an die BT Group (Britsh Telekom). Man habe sich auf exklusive Verhandlungen geeinigt und am Ende könnte die Telekom Milliarden einnehmen und noch mit 12 Prozent größter Aktionär bei BT werden. Insgesamt belaufe sich die Kaufsumme auf 12,5 Mrd. Pfund und die Vertragsverhandlungen sollten im ersten Quartal nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Die Deutsche Telekom befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Montag, 15. Dezember 2014

Börsenweisheit der Woche 50/2014

"Wenn man für jeden ausgegebenen Dollar nur 90 Cents einnimmt, ist Wachstum keine Lösung".
(Jack Welch)

Buffett übernimmt Charter Brokerage

Value Investor Warren Buffett macht es vor, wie das so funktioniert mit dem antizyklischen Investieren. Aufgrund des aktuellen Ölpreisverfalls um mehr als 30% machen Investoren momentan einen großen Bogen um alles, was nur irgendwie mit Öl zu tun haben könnte. Für Buffett hingegen sind das Kaufgelegenheiten, denn er orientiert sich nicht am aktuellen Börsengeschehen, ja noch nicht einmal an volkswirtschaftlichen Prophezeiungen, sondern rein am Unternehmen, seinen Kennzahlen, seinem Management, seiner Fähigkeit, operative Cashflows zu generieren.

Und er hat ein Faible für den Finanzsektor. Konsequent kombiniert er dies mit seinem neusten Schachzug und erwirbt für seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway die in der Ölbranche tätige Charter Brokerage von Arsenal Capital Partners. Dem Vernehmen nach dürfte der Kaufpreis bei gut 500 Mio US-Dollar gelegen haben. Charter Brokerage organisiert Rückerstattungen von Steuern und Zoll in der Ölindustrie und Buffett ist überzeugt, bei "einem hochwertigen Unternehmen mit beständig starken Geschäftszahlen, das gut zu Berkshire Hathaway passt", zugegriffen zu haben.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Wie Anleger mit Sicherheit indirekt vom Ölpreisverfall profitieren

Der Ölpreis stürzt regelrecht ab, Gold verliert stetig an Glanz (und Wert), Rohstoffe fallen insgesamt. Und mit dem Absinken der Rohstoffpreise fallen auch die Aktienkurse der jeweiligen Rohstoffproduzenten auf immer neue Tiefs, seien es die Goldschürfer, die Ölförderer oder - Equipmentfirmen oder die Minenbetreiber. Je niedriger der Preis des jeweiligen Rohstoffs, desto geringer die Margen, die die Produzenten erzielen und umso größer der Kostendruck, den sie haben. Überkapazitäten sind eher die Regel als die Ausnahme und so werden die weniger rentierlichen Anlagen stillgelegt und es wird auf weniger neue Ausstattung gesetzt. Was wiederum den Zulieferern zusetzt und deren Kurse zum Einsturz bringt. Beschleunigt hat sich zuletzt insbesondere der Verfall des Ölpreises, der in nur wenigen Wochen um mehr als 40 Prozent kollabierte - WTI sank erstmals seit 5 Jahren wieder unter die Marke von 60 US-Dollar, nachdem es im Oktober noch bei über 100 US-Dollar notierte.

Was den deutschen Autofahrer freut, da die purzelnden Ölpreise sich auch auf seiner Tankrechnung bemerkbar machen, bringt den einen oder anderen in Bedrängnis: so sehen sich Russland (neben den Wirtschaftssanktionen des Westens aufgrund der Ukraine-Krise) und Venezuela einem drohenden Staatsbankrott gegenüber, weil ihre Haushalte von Ölpreisen von 100 US-Dollar und mehr abhängen. Und in den USA bekommt die aufstrebende Fracking-Industrie heftigen Gegenwind, weil sich ihre Projekte bei Ölpreisen von unter 70 US-Dollar auch kaum mehr tragen.

Die Auswirkungen werden auch in Anlegerkreisen zunehmend diskutiert. "Private-Equity-Firmen leiden unter Ölpreisabsturz" titelte das "Wallstreet Journal Deutschland" und beschreibt führende Private-Equity-Firmen wie KKR & Co. und den Wertverlust, den ihnen ihre Öl- und Gasförderbeteiligungen aufgrund des 30-prozentigen Ölpreisverfalls beschert haben. Und weshalb sie dennoch auf weitere Zukäufe in diesem Bereich setzen. Christian Kirchner fragt in seinem Blog "menschen.zahlen.sensationen": "Juckt ihnen auch der Finger in Sachen Öl?" und legt dar, weshalb Direktinvestments in Rohstoffe keine gute Idee sind und welche Auswirkungen der Preisverfall noch haben kann. "Die Börsenblogger" fragen sich, ob "bei Öl eine Preisstabilisierung in Sicht" sei und bei "Value Shares" wird der "Abschlag auf den Buchwert beim norwegischen Unternehmen Prosafe" thematisiert und ob dies ein guter Zeitpunkt sei, um dessen Aktien zu erwerben. Ins gleiche Horn stößt "Der Value Blog" mit seiner "Analyse von Subsea 7".

Diese Überlegungen kommen nicht von ungefähr, denn in dieser Gemengelage winkt antizyklischen Investoren die Gunst der Stunde. Wer genug Geld und einen langen Atem hat, für den dürfte jetzt die richtige Zeit sein, sich hier strategisch zu positionieren - es herrscht ein Käufermarkt, da viele Unternehmen händeringend auf der Suche nach frischem Kapital sind. Dennoch muss sich der Privatanleger selbstkritisch fragen, ob er diese beiden Voraussetzungen wirklich erfüllt. Denn der Preisverfall und damit die Kurseinbrüche können noch einige Zeit andauern und nicht viele Privatanleger kommen gut mit hohen Kursverlusten klar. Auch ist es schwierig, die Unternehmen herauszupicken, die diese Krise überhaupt überstehen werden. Denn die allseits erwartete "Marktbereinigung" bedeutet letztlich nichts weniger, als dass es zu Zusammenschlüssen und Pleiten kommen wird. Und Übernahmen. Das Risiko, hier aufs falsche Pferd zu setzen, sollte durch die möglichen Chancen nicht ausgeblendet werden.

Es gibt allerdings noch einen anderen Weg, in die Branche zu investieren und  möglicherweise zu niedrigsten Kursen am Drehen des Marktes zu profitieren. Denn eine Branche, die es geradezu zur Lebensmaxime gemacht hat, in Krisensituationen zuzugreifen, sind die Finanzinvestoren. Auch aufgrund des niedrigen Zinsniveaus fließen ihnen immer mehr Geldmittel zu, für die sie Investitionsmöglichkeiten suchen (müssen). Und zurzeit werden sie auch in der Ölindustrie fündig. Auf einer von der New York Times initiierten Konferenz sagte Stephen Schwarzman, Chef des Finanzinvestors Blackstone Group, er sehe die besten Chancen für Rohstoffe seit vielen Jahren. Blackstone lege gerade einen zweiten Energiefonds mit einem Einlagenlimit von 4,5 Milliarden US-Dollar auf. Viele Leute hätten sich viel Geld auf Basis höherer Energiepreise geliehen und die bräuchten jetzt mehr Kapital. Er sagte überdies vermehrt Restrukturierungen voraus und dabei werde es auch Opfer geben. Nachdem der erste vergleichbare Investmentpool der Gesellschaft, der 2012 aufgelegt wurde mit einem Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar, bisher nach Gebühren bis zum 30. September eine annualisierte Rendite von 44 Prozent vorweisen konnte, dürfte die Nachfrage nach dem neuen Fonds seitens reicher Großinvestoren entsprechend hoch sein.

Privatanleger können allerdings auch profitieren. Denn Blackstone ist an seinen Fonds selbst mit eigenen Mitteln beteiligt und verdient darüber hinaus noch am Management dieser Fonds. Wer also Blackstone-Aktien kauft, erwirbt auch einen Teil dieses interessanten Investments mit. Andererseits wird das Risiko schon dadurch gestreut, dass Blackstone eben nicht nur in diesem Bereich engagiert ist, sondern auch in Aktien, Anleihen und Immobilien. Je nachdem, wo die Macher der weltweit agierenden Investmentgruppe lukrative Chancen wittern, wird zugeschlagen. Gerne in Krisenregionen und in Krisenzeiten, um dann in der Phase der wirtschaftlichen Erholung hinein die Früchte zu ernten. Dabei gehen auch Investments dieser Profis mal schief und führen zu Verlusten. Diese fallen aufgrund der verwalteten Milliarden allerdings nicht ganz so ins Gewicht, als würde ein Privatanleger selbst ein solches Investment tätigen und Schiffbruch erleiden. Allerdings ist das Geschäft der Finanzinvestoren schon sehr zyklisch, so dass die aktuell sehr üppigen Dividendenrenditen von 6 bis 9 Prozent (und die recht niedrigen KGVs von teilweise unter 10) durchaus schwankungsanfällig sind und nicht einfach so auf die Zukunft fortgeschrieben werden können. Dennoch sind die Aktien von Finanzinvestoren gerade auch für Privatanleger eine interessante Depotbeimischung, da sie verglichen mit Banken weitaus weniger reguliert sind und somit mehr Möglichkeiten haben, interessante Assets zu erwerben. Und man kann dabei auf den Eigennutz der handelnden Personen setzen, sind diese doch mit erheblichen eigenen Geldbeträgen in ihren Firmen investiert. Anders als Bankmanager treffen sie Verluste unmittelbar und im umgekehrten Fall profitieren sie ebenso direkt von den wirtschaftlichen Erfolgen ihrer Firmen. Positiver Nebeneffekt ist, dass die amerikanischen Finanzinvestoren Blackstone Group L.P. und KKR & Co. L.P. ihre Erfolge vierteljährlich mit ihren Anlegern teilen und sich auch deutsche Anleger dank dieser Quartalsdividenden einen ungewohnt stetigen Geldfluss alle drei Monate sichern können.

Blackstone Group und KKR & Co. befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Freitag, 12. Dezember 2014

KKR & Co. verkauft Fotolia an Adobe

Finanzinvestor KKR hat eine weitere Beteiligung gewinnbringend verkauft. Für 800 Mio. US-Dollar geht die Online-Fotoagentur Fotolia mit ihren 34 Mio. Bildern an den Softwaregiganten Adobe Systems. KKR hatte seinen 50%-Anteil an Fotolia erst 2012 für 150 Mio. US-Dollar erworben und in einen seiner Beteiligungsfonds eingebracht. Mit diesem Exit kan KKR sein eingesetztes Kapital in kurzer Zeit weit mehr als verdoppeln.

KKR & Co. befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Wie Blackstone den Heiligen Geist ums Tafelsilber erleichterte

Blackstone Group L.P hat wieder in Europa zugeschlagen und erwarb 19 Einhandelsimmobilien in den Niederlanden und Portugal. Der Finanzinvestor setzt seine breit diversifizierte globale Investitionsstrategie damit erfolgreich fort.

Niederlande
Das von CBRE Global Investors erworbene Portfolio besteht aus insgesamt 107.500 m² Verkaufsfläche, die in attraktiven Lagen von Innenstädten und Wohngebieten von Nootdorp, Utrecht, Leusden und anderen Städten liegen. Zu den Ankermietern zählen Einzelhändler wie Ahold, Blokker und H&M.

Portugal
Das Portfolio in Portugal besteht aus fünf Einzelhandelsimmobilien mit insgesamt 65.000 m² Verkaufsfläche, die im Einzugsgebiet der Hauptstadt Lissabon liegen. Mieter sind portugiesische Marktführer wie Continente und Modelo.

Über die Preise ist nichts zwar bekannt, allerdings erwirbt Blackstone das Portfolio in Portugal aus Fonds, die von der Novo Banco Group verwaltet wurden. Das bis vor kurzem noch Banco Espirito Santo ("Bank vom Heiligen Geist") benannte Kreditinstitut war unlängst in Schieflage geraten und musste vom portugiesischen Staat gerettet werden. Die Bank ist nun gezwungen, sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten zu trennen, was sich auf den Verkaufspreis negativ ausgewirkt haben dürfte.

Für Blackstone sollte sich auch dieses Engagement auszahlen, denn die Finanzprofis investieren antizyklisch in Krisenregionen und profitieren, wenn sie ihre Engagements in der Phase der wirtschaftlichen Erholung wieder versilbern.

Blackstone Group befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Kauft Aurelius britisches Recyclingunternehmen Eco Plastics?

Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius ist nach Aussage ihres Chefs und Großaktionärs Dr. Dirk Markus aktuell in Gesprächen über weitere Zu- und Verkäufe. Bisher gibt es hierzu noch nichts Konkretes. Nun vermeldet allerdings das Bundeskartellamt, es würde die Übernahme des auf die Verwertung von Kunststoffabfällen spezialisierte britischen Unternehmens Eco Plastics Ltd. durch Aurelius prüfen. Hat Aurelius also doch schon in England zugeschlagen? In den letzten drei Börsenhandelstagen hat der Kurs der Aurelius-Aktie jedenfalls schon mal um 10 Prozent zugelegt und findet sich auch heute weit vorn auf der Gewinnerliste. Die Aussichten für Deutschlands vermutlich interessanteste Beteiligungsgesellschaft sind jedenfalls weiterhin sehr gut.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.




Ergänzung vom 12.12.2014

Heute gab Aurelius die Übernahme bekannt. ECO Plastics betreibt in Hemswell eine der weltweit größten und modernsten Kunststoffrecyclinganlagen. Die Anlage verfügt über eine jährliche Kapazität von ca. 150.000 Tonnen PET-Flaschen, was in etwa 35% der pro Jahr in Großbritannien recycelten Plastikflaschen entspricht. AURELIUS war bereits in der Vergangenheit mit Wellman International, Europas größtem Recycler von Einweg-PET-Flaschen und führendem Produzenten von Polyester-Fasern erfolgreich in diesem Markt aktiv und will ECO Plastics "durch operative und finanzielle Unterstützung langfristig strategisch neu ausrichten".

Montag, 8. Dezember 2014

Andere Ansichten zu neuen Zukäufen von Aurelius

Im "Deutschen Anleger Fernsehen" (DAF) nimmt Markus Horntrich, Chefredakteur beim Anlegermagazin "Der Aktionär, die Aktien von Aurelius unter die Lupe und verweist auf Aussagen des CEO Dr. Markus, wonach bis Ende Januar zwei Zukäufe anstünden. Hierunter sei, so werde speukliert, eine Schönheitsklinik in Großbritannien, sollte diese frei von Rechtsstreitigkeiten sein und eine saubere Geschäftsabwicklung ermöglichen. Zudem sei die hohe Dividendenrendite von Aurelius, zwischen 6 und 7 Prozent, äußerst attraktiv für Anleger.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zu Blackstones weiteren Verkäufen von Hilton-Anteilen

"Hilton-Anleger brauchen starke Nerven" meint "boerse.ard.de". Operativ laufe es hervorragend, belastend würden sich lediglich die Anteilsverkäufe des Großaktionärs Blackstone Group auswirken, die ihren Anteil von 66 auf 57 Prozent verringern wollten durch den Verkauf von weiteren 90 Millionen Aktien. Ähnliche Aktionen seien auch in Zukunft zu erwarten, habe Blackstone doch die Absicht, sich mittelfristig komplett aus dem Hotelkonzern zurückzuziehen. Seitdem Blackstone die im Jahr 2007 für 26 Mrd. US-Doller erworbene Hilton-Gruppe im vergangenen Jahr an die Börse gebracht habe, sei deren Kurs dennoch um 30 Prozent gestiegen.

Blackstone Group befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Börsenweisheit der Woche 49/2014

"Breite Diversifikation ist nur dann nötig, wenn Investoren ihr Handwerk nicht verstehen".
(Warren Buffett)

Balda AG: Attraktive Unterbewertung?

Die Balda AG hat einen enormen Absturz und eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Einst ein gefeierter Star am deutschen Börsenhimmel, als man noch die Hartschalen für Nokia-Handys herstellte und vom Erfolg des damaligen Weltmarktführers profitierte, ging es dann konsequent bergab. Hausgemachte Probleme und Querelen haben nicht nur Anleger vergrault, sondern auch das operative Geschäft nachhaltig gestört - und auch die Führungsriege wurde nicht nur einmal gewechselt.

Inzwischen sieht die Welt für Balda wieder etwas anders aus. Ein neuer CEO lenkt die Geschicke, ein neuer 30-Prozent-Großaktionär (und Aufsichtsratschef) zieht im Hintergrund die Fäden und eine Neuausrichtung auf den Bereich Plastik, insbesondere für die Medizintechnik, bringt operativ die Wende. Das EBIT scheint die Pluszone erreicht zu haben, so zeigen es die jüngst veröffentlichten Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 2014/15. Die Balda AG erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 einen Konzernumsatz von 20,7 Mio. EUR nach 17,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum und das EBIT liegt bei 0,4 Mio. EUR. Es scheint so, als würde der operative Turnaround greifen und hier wird die Sache nun auch langsam interessant.

"Turnarounds seldom turn."
(Warren Buffett)

Denn Balda sitzt auf Geld, viel Geld, um genau zu sein. Dieser Cash- und Festgeldbestand von fast 200 Mio. EUR stammt aus dem Verkauf der Anteile an dem taiwanesischen Touch-Screen-Unternehmen TPK. Ein Großteil der Erlöse wurde bereits in Form von üppigen Dividenden an die Anteilseigner weitergereicht und hat zu dem schrecklichen Chartbild beigetragen, denn gute 4 EUR an Kursreduzierungen in den letzten vier Jahren sind auf diese Sonderausschüttungen zurückzuführen. Setzt man das Nettoumlaufvermögen von rund 195 Mio. EUR ins Verhältnis zur aktuellen Marktkapitalisierung von 159 Mio. EUR (58,89 Mio. Aktien bei einem Kurs von 2,70 EUR), deutet dies auf eine signifikante Unterbewertung hin. Ausführlich dargelegt hat dies jüngst Daniel Koinegg in seinem Bargain-Magazine. Weitere Ausschüttungen sind aktuell nicht geplant und so stellt sich die Frage, was Balda mit dem Geld anfangen will. Denn Unternehmen, die sinnlos Geld streuen, um Geschäft hinzuzukaufen, sind selten ein gutes Investment.

In einem aktuellen Interview mit Börse Online äußert sich der neue Firmenlenker Oliver Oechsle zu den Plänen des Unternehmens. Man denke über Zukäufe nach, insbesondere für den Bereich Medizintechnik. Hier sehe man die Zukunft für Balda.

"Unser idealer Partner wäre ein Unternehmen, das sich im Markt der Medizintechnik bewährt hat, international gut aufgestellt ist und räumlich zu Balda passt. Eine solche Akquisition würde uns helfen, die Internationalisierung voranzutreiben und die Profitabilität zu steigern".
(Oliver Oechsle, CEO Balda AG)

Man kann also davon ausgehen, dass Balda bereits auf der Suche nach einem entsprechenden Unternehmen ist; abzuwarten bleibt allerdings, ob diese mögliche Akquisition wirklich den Parametern entspräche und zu einem vernünftigen Preis unter Dach und Fach zu bringen wäre. Aktuell hat Balda schon zwei örtliche Standbeine, eines in Deutschland und eines in den USA. Ein Zukauf kann hier die Balance einseitig verschieben und ggf. die gerade erst zusammenwachsenden Unternehmenskulturen negativ beeinträchtigen. Entsprechend kritisch wäre ein Zukauf auch unter diesen Gesichtspunkten zu betrachten - es muss halt vieles passen. Zu oft hat Balda in der Vergangenheit die Selbstbeschäftigung im Fokus gehabt und nicht das Voranbringen des operativen Geschäfts.

Ein weiterer kritischer Aspekt sind die - inzwischen nur verhalten geäußerten - Vermutungen, der neue Großaktionär plane, Balda in Richtung Solarenergie neu aufzustellen. Das wäre der Kursentwicklung wohl kaum zuträglich und würde erhebliche neue Fragen aufwerfen. Momentan deutet allerdings nichts darauf hin, dass es solche Bestrebungen wirklich gäbe. Und auch ein weiterer negativer Aspekt muss mit ins Kalkül gezogen werden: so hat Gereon Kruse auf boersengefluester.de neulich ein mögliches Delisting der Balda AG ins Gespräch gebracht. Man muss nicht gesondert erwähnen, dass dies zumeist mit einschneidenden Kursverlusten für Aktionäre einhergeht, denn das Einstellen der Börsennotierung stellt schon ein erheblichen Einschnitt in die Verfügbarkeit des Vermögens dar. Auch wenn der BGH dies in seinem realitätsverkennenden Delisting-Urteil anders sieht.

Der Abstieg aus dem SDAX hat dem Aktienkurs nicht gut getan und es könnte sein, dass das Unternehmen noch mehr aus dem Fokus institutioneller Anleger verschwindet. Zumindest covern aktuell noch zwei Analysehäuser den Wert und Warburg Research stuft Balda als "Halten" ein mit einem Kursziel von 3,90 EUR, während First Berlin das Votum "Kaufen" vergibt mit einem Kursziel von 4,40 EUR.

Eine Investition in die Balda AG ist kein Selbstgänger, kein "No-Brainer", sondern durchaus mit weiteren Risiken behaftet. Dennoch scheinen die positiven Aspekte zu überwiegen, die aus einer erfolgreichen Konsolidierung des operativen Geschäfts herrühren und der deutlichen Unterbewertung des Aktienkurses. Der hohe Cashbestand bietet hier eine erhebliche Sicherheit, solange er eben nicht unsinnig verpulvert wird. Hier muss man entscheiden, ob man dem neuen Management diesbezüglich das entsprechende Vertrauen entgegenbringt. Bejaht man dies, kann sich eine Turnaround-Spekulation in Aktien der Balda AG mittel- und langfristig als sehr lukrativ herausstellen. Dennoch sollte man den Wert nur als kleine Depotbeimischung verstehen, denn es bestehen nach wie vor unübersehbare Risiken.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Lese-Tipp: "Gierig. Verliebt. Panisch. Wie Anleger ihre Emotionen kontrollieren und Fehler vermeiden"

Autorin: Jessica Schwarzer

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Börsenbuchverlag
Auflage: 1 (15. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864702143
ISBN-13: 978-3864702143

"Gierig. Verliebt. Panisch.: Wie Anleger ihre Emotionen kontrollieren und Fehler vermeiden" ist ein Buch über das emotionale gesteuerte Verhalten der Anleger in ihrem Mikrokosmos Börse, das sich so deutlich von der realen Welt unterscheidet. Denn die evolutionserprobten Verhaltensmuster verleiten uns hinsichtlich der Aktiengeschäfte oftmals zum genau falschen Verhalten.

Das kurzweilige Buch befasst sich mit der Börsenpsychologie und bietet eine Fülle von Ansichten bekannter und unbekannter Situationen, mit denen Anleger sich konfrontiert sehen. Es stellt eine Art Wegweiser dar, um aus diesem - oft irrigen - Verhalten zu lernen. Gewürzt wird das Ganze mit einer Reihe von Börsenweisheiten und bietet so ein unterhaltsames Lesevergnügen. Tiefschürfende psychologische Studien sollte man allerdings nicht erwarten - und die meisten Leser werden sagen: "zum Glück".


Samstag, 6. Dezember 2014

Lese-Tipp: "Cashflow-Investing: Die besten Dividenden Aktien auswählen"

Autoren: Arne Sand und Max Schott

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: FinanzBuch Verlag
Auflage: 2 (11. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898798852
ISBN-13: 978-3898798853

Das Buch gibt einen umfassenden und doch kurzweiligen Einblick in den Investmentansatz, mit dividendenstarken Aktien einen stetigen Geldfluss und so ein zusätzliches passives Einkommen zu erzeugen. Es konzentriert sich auf langfristig orientierte Anleger und erläutert die entscheidenden Parameter für ein erfolgreiches Cashflow-Investing. Der Schreibstil der Autoren ist leicht verständlich und die Beispiele sind praxisnah, so dass das Werk sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene zu empfehlen ist.


Andere Ansichten zu den Folgen des Ölpreisabsturzes für Private-Equity-Firmen

"Private-Equity-Firmen leiden unter Ölpreisabsturz" titelt das "Wallstreet Journal Deutschland" und beschreibt führende Private-Equity-Firmen und den Wertverlust, den ihnen ihre Öl- und Gasförderbeteiligungen aufgrund des 30-prozentigen Ölpreisverfalls beschert haben. Und weshalb sie dennoch auf weitere Zukäufe in diesem Bereich setzen.

KKR & Co. befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Freitag, 5. Dezember 2014

Legendäre Investoren: Sir John Templeton

Sir John Marks Templeton (* 29. November 1912 in Winchester, Tennessee, USA; † 8. Juli 2008 in Nassau, Bahamas) gründete 1954 den Templeton Growth Fund, Inc., einen der am Anlagevermögen gemessen weltweit größten Investmentfonds.

Sir John Templeton
Er wurde von Königin Elisabeth II. geadelt und gehörte zu den Pionieren der Investmentbranche. Sein Templeton Growth Fund war mit seinen spektakulären Gewinnen 50 Jahre lang das Maß der Dinge an der Wall Street. Dabei beherzigte Templeton stets die Prinzipien des Value Investings und blieb seinem Credo treu, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen.

Templetons Aufstieg zum "wohl größten globalen Stock-Picker des Jahrhunderts", so das US-Anlegermagazin Money 1999, begann in der Baisse des Jahres 1939 auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise zu Beginn  des Zweiten Weltkriegs. Damals, als alle Anleger ihre Aktien zu jedem Preis auf den Markt warfen, lieh er sich 10.000 Dollar und kaufte querbeet Unternehmen, deren Aktienkurse unter 1 Dollar gesunken waren. Als er nach einigen Jahren diese Aktien verkaufte, war er ein reicher Mann, da beinahe alle diese Aktien erheblich im Kurs gestiegen waren.

Er lebte also seine Maxime vor, in Zeiten des größten Pessimismus einzusteigen, diese unterbewerteten Aktien über einen längeren Zeitraum zu halten und dann teuer wieder zu verkaufen. Er war überzeugt, dass man andere Aktien als alle anderen kaufen müsse, weil man ansonsten eben auch keine andere, bessere, Rendite aufweisen könne. Und sein Templeton Growth Fund bestätigte dies, denn zwischen dem Zeitpunkt der Auflage 1954 und dem Verkauf der Investmentgesellschaft an die Franklin Investment-Gruppe im Jahr 1992 für 440 Mio. Dollar erzielte der Fonds eine durchschnittliche jährliche Rendite von 14,5 Prozent. Seine Anlagephilosophie bewährte sich auch kurz nach der Jahrtausendwende, als die Internetblase platzte und die Kurse weltweit abstürzten. Getreu seinem Motto des antizyklischen Investierens hatte er da bereits den größten Teil seiner Tech-Aktien verkauft und sein Fonds verlor zwischen 2000 und 2003 nur 2 Prozent, während der MSCI-World-Index um fast 40 Prozent in die Tiefe stürzte.

Der stets bescheidene und sparsame Milliardär starb 2008 auf den Bahamas an den Folgen einer Lungenentzündung. Er wurde 95 Jahre alt.


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Andere Ansichten zu Garantiezins versus Dividendenrendite

Mit der zum Jahreswechsel anstehenden weiteren Senkung des Garantiezinses bei Lebensversicherungen beschäftigt sich "boerse.ard.de" und beleuchtet unter dem Titel "Garantiezins versus Dividendenrendite" welch ernüchternden Renditen Kunden hier bevorstehünden. Die ausgeprägte Aversion deutsche Anleger gegen Aktien dürfe sie nicht von der  Beimischung dividendenstarker Aktien abhalten, die gerade in angelsächsischen Ländern neben den Immobilien als Hauptstütze der Altersversorgung gälten.

Scherzer & Co. AG überzeugt nicht (mehr) richtig

Soeben hat die Investment-Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. ihren aktuellen Nettoinventarwert (NAV) per 30. November gemeldet und dieser liegt bei unveränderten 1,76 EUR je Aktie. Der Aktienkurs notiert aktuell rund 17 Prozent darunter, ein Abschlag, der nicht unüblich ist.

Ich habe die auf deutsche Nebenwerte und Sondersituationen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft ja schon einige Zeit auf meiner Empfehlungsliste und auch bereits mehrfach über sie berichtet. Insbesondere bei Squeeze-outs haben die Kölner immer wieder ein goldenes Händchen bewiesen und in den letzten Jahren den Wert des Unternehmens stetig gesteigert. Doch nun scheint zunehmend Sand im Getriebe zu sein.

Scherzer fährt eine nicht ganz risikolose Strategie und setzt bei seinen Investments auch gerne Fremdkapital ein. Das sorgt für eine Hebelwirkung und bei steigenden Kursen für zusätzliche Freude. Doch der jüngste Kursabschwung setzte der Scherzer-Aktie heftig zu, der NAV sank deutlich. Doch während sich die Börsen wieder erholten, bliebt der NAV der Scherzer-Engagements ggü. dem Vormonat unverändert - auf Jahressicht bleibt kaum ein Zugewinn. Wenn man bedenkt, dass die von Scherzer erzielten Gewinne vom Unternehmen versteuert werden müssen und man als Anleger später noch einmal für die erzielten Kursgewinne mit der Scherzer-Aktie beim Fiskus zahlen darf, sollte man hier schon eine herausragende Performance seitens des Scherzer-Managements erwarten dürfen. Insbesondere was die Sondersituationen angeht, zuvorderst also Squeeze-outs, hat man als Privatanleger ansonsten kaum eine reelle Chance, auf die richtige Strategie zu setzen.

Nach gut 15 Monaten auf meiner Empfehlungsliste stehen rund 16% Kursgewinne zu Buche, was sich durchaus sehen lassen kann. Es gab in dieser Zeit allerdings ertragreichere Investments in einem Bullenmarkt sollten gerade auch Nebenwerte eine überdurchschnittliche Performance bieten. Die angehäuften Nachbesserungsrechte sind immer für eine positive Überraschung gut und ich werde die weitere Entwicklung mal abwarten.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Jungheinrich steigt in den MDAX auf

Der Hamburger Hersteller von Flurförderfahrzeugen Jungheinrich wird geadelt und steigt in Deutschlands erste Börsenliga auf, genauer: in den MDAX, den Index für die mittelgroßen börsennotierten Gesellschaften. Wie die Deutsche Börse mitteilte, wird Jungheinrich dort die Aktien des Bezahlfernsehsenders Sky Deutschland ersetzen, dessen Streubesitzanteil auf unter zehn Prozent gesunken sei. Die Änderung wird am 4. Dezember umgesetzt.

Jungheinrich befindet sich auf meiner Empfehlungliste.

Versicherungsaktien: Renditen runter, Risiko rauf

Versicherungsaktien erscheinen auf vielen Kauflisten, weil sie im Vergleich zum Gesamtmarkt recht moderat bewertet sind und nicht selten üppige Dividendenrenditen aufweisen können. Das klingt nach guten Investments...

Doch ein paar Flöhe hat der Hund schon. Denn die Versicherungsbranche leidet erheblich unter der lang anhaltenden Zinsflaute, legt sie doch das Geld ihrer Versicherten bevorzugt in langfristige Zinspapiere an. Und wenn die Hochprozenter auslaufen finden sich heutzutage kaum noch attraktive Anlagemöglichkeiten bei vertretbaren Risiken. Mit der Folge, dass die Renditen sinken. Dem begegnet man durch das erneute Absenken des sog. Garantiezinssatzes, den die Kunden der Kapital- und Rentenversicherungen erhalten. Vor einigen Jahren lag dieser noch bei 4 Prozent, nun wird er auf 1,25 Prozent schrumpfen. Es kommen zwar noch die Überschussbeteiligungen hinzu, aber diese sind eben nicht garantiert.

Das Hauptzugpferd der Assekuranzen, die Kapitallebensversicherung, wird also für Kunden zunehmend unattraktiv, trotz der ebenso wenig zündenden Konkurrenz aus der Bankenbranche, denn für Spareinlagen oder Termingelder bekommt man auch fast keine Zinsen mehr gutgeschrieben. Auch wenn es für Privatkunden bisher noch keine Negativzinsen gibt. Erste Lebensversicherer haben schon angekündigt, keine Dividenden mehr zahlen zu können oder zu wollen.

Den Rückversicherern machen hingegen versicherungsfremde Konkurrenten das Leben schwer, denn auch andere große Anleger, wie Pensionsfonds, suchen derzeit händeringend nach Anlagemöglichkeiten. Und so stoßen sie in dieses vermeintlich attraktive Geschäftsfeld vor, so dass die Branchenriesen wie die Munich Re inzwischen Marktanteile verlieren. Bewusst, weil sie sich auf kein Prämien-Dumping einlassen wollen, denn diese Lehre haben sie teuer bezahlt, als sie es vor einigen Jahren anders machten und dann massiv draufzahlen mussten. Andererseits haben Versicherungsunternehmen in den vergangenen Jahren auch nicht wirklich vom Boom der Sachanlagen profitieren können, wie ein Blick auf die Allianz zeigt. Deutschlands größter Versicherer hat seinem Geschäftsbericht 2013 zufolge 89 Prozent seines Geldes in Anleihen investiert und nur 7 Prozent in Aktien. Weitere 2 Prozent jeweils in Immobilien und Cash. Die Kunden profitierten also weder von den rasant steigenden Immobilienpreise noch von den Rekordständen an den Börsen.

Die Erstversicherer stehen also unter Renditedruck, die Rückversicherer ebenfalls. Preiserhöhungen lassen sich aber schwer durchsetzen, also versuchen sie selbst, in fremde Anlagemärkte vorzudringen, um höhere Renditen zu erzielen. Die Immobilienpreise in Deutschland steigen auch deshalb an. Und immer häufiger tummeln sich Versicherungen in Infrastrukturprojekten oder im Bereich der regenerativen Energien, weil sich hier sichere Renditen erzielen lassen. Und treiben damit auch hier die Preise in die Höhe. Dabei sind die Risiken keinesfalls banal, wie die immer wieder auftauchenden Verzögerungen bei Offshore-Windparks zeigen oder die langjährigen Erfahrungen mit Immobilien, die zumeist kurze Phasen mit Wertsteigerungen erfahren, ansonsten aber eher stagnierende bis fallende Preise aufweisen.

Doch was bedeutet das für die Anleger von Versicherungsaktien? Zunächst einmal sollte man verstehen, dass die optisch niedrigen Bewertungen (z.B. KGV oder KBV) nicht gänzlich unverdient sind und eben nicht unbedingt auf Schnäppchen hinweisen. Und die teilweise üppigen Dividenden sind auch nicht in Stein gemeißelt - auch sie müssen erst verdient werden. Die Munich Re hat hier in der Vergangenheit öfter mal auf die Rücklagen zugegriffen, um die Dividendenzahlungen zu glätten und keine Senkung vornehmen zu müssen. Und die Ankündigung der Allianz, künftig die Hälfte des Jahresgewinns an die Aktionäre auszukehren anstatt der bisherigen rund 40 Prozent, sollte auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der Branche kriselt. Wie schnell aus vermeintlich sicheren "Witwen- und Waisenpapieren" Kapitalvernichter werden können, haben die Versorger vorgemacht. Eon und RWE waren solide Aktien mit hoher Dividendenrendite. Wie gerne wären Sie Aktionär dieser beiden gewesen in den vergangenen Jahren?

Ins Bild passt, dass eben der Stresstest für die Versicherungsbranche durchgeführt wurde. Das wenig überraschende Ergebnis ist, dass die Branche anfällig ist durch eine lang anhaltende Niedrigzinsphase. Und kämen noch deutlich sinkenden Assetpreise (z.B. bei Immobilien) hinzu, würde dieses kombinierte Krisenszenario fast die Hälfte von Europas Versicherungsunternehmen in ernsthafte Bedrängnis bringen. Die Widerstandskraft der Branche wurde dabei gemessen an den Kennziffern und Kapitalquoten, die ab 2016 unter dem Oberbegriff "Solvency II" in Kraft treten.

Fazit
Versicherungsunternehmen sind nicht per se gefährdet, aber die Aussichten für diese Branche verschlechtern sich zunehmend. Die vermeintlich attraktiven Bewertungen von Versicherungsaktien sollten das in den Kursen schlummernde Risiko nicht verdecken und auch die vergleichsweise hohen Dividendenrenditen sind zunehmend risikobehaftet. Neuengagements in diesem Bereich drängen sich eher nicht auf und wenn, dann allenfalls als Depotbeimischung. Anleger auf der Suche nach attraktiven Dividendenrenditen sollten sich lieber anderen Branchen zuwenden und auf etwas Rendite verzichten zugunsten eines besseren Chance-Risiko-Mixes.




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Weitere Artikel zum Thema:

27.08.2013 Niedrigzinsniveau gefährdet Lebensversicherer
08.11.2012 Dividendenwerte schlagen Lebensversicherungen!

Montag, 1. Dezember 2014

Börsenweisheit der Woche 48/2014

"Zweifel ist eine Frage der Intelligenz".
(Klaus von Dohnanyi)

Freitag, 28. November 2014

Andere Ansichten zum trügerischen Glanz von Gold

"Trügerischer Glanz: Gold kaufen ist meist die falsche Entscheidung" meint Thomas Grüner, Partner von Ken Fisher bei Grüner Fisher Investments in "Focus Money". Die Krisenwährung sei in der Krise und der seit Jahren anhaltende Preisverfall ein klassischer Bärenmarkt und weitere Kursrückgänge daher eher keine Kaufgelegenheiten. Es könne Jahrzehnte dauern, bis  beim Gold  wieder neue Höchststände erreicht würden.

Andere Ansichten zu Microsofts neuer Strategie unter Satya Nadella

"Windows bald kostenlos? Wie Nadella Microsoft umkrempelt" beschreibt die "Wirtschaftswoche" in einem Artikel und zeigt die Veränderungen in der Strategie Microsofts seit dem Amtsantritt des neuen Chefs Satya Nadella. Dieser bringe Microsoft mit Kooperationen anstelle von Konfrontation in die Offensive und verlasse dabei alte Pfade.

Microsoft befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Donnerstag, 27. November 2014

Andere Ansichten zu Buffetts Duracell-Kauf

"Warum Warren Buffett Amerika’s geliebten Batteriehersteller für knapp fünf Milliarden US-Dollar kaufte" erläutert "The Motley Fool" und beschreibt detailliert die Vorzüge des Deals und weshalb er für Berkshire Hathaway und dessen Aktionäre einen großen Gewinn darstelle.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 26. November 2014

Dresdner Factoring vor dem Sqeeze-out

Die Dresdner Factoring AG hatte ich zwei Jahre lang auf meiner Empfehlungsliste bis ich sie im Sommer gestrichen habe. Damals standen etwa 200 Prozent Rendite zu Buche und ich sah kein großes Kurspotenzial mehr in der Aktie, die doch recht üppige Bewertungsrelationen erreicht hatte. Bis gestern hat sich der Kurs auch nicht mehr signifikant über 11 EUR erhoben, doch dann kam die Meldung, dass die abcfinance Beteiligungs AG nunmehr 90,004 Prozent an der DFAG hält und einen "Umwandlungsrechtlichen Squeeze-out" anstrebt. Der Kurs kletterte daraufhin gen 13 EUR, rechnen die Anleger doch mit einem schönen Aufschlag innerhalb der angekündigten Barabfindung.

Der Hauptaktionär hat verkündet, mit dem Vorstand der DFAG Verhandlungen über den Abschluss eines Verschmelzungsvertrages aufnehmen zu wollen, bei dem die DFAG auf die abcfinance verschmolzen werden soll. Der Verschmelzungsvertrag soll die Angabe enthalten, dass im Zusammenhang mit der Verschmelzung ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre der DFAG erfolgen soll. Dem entsprechend möchte die abcfinance die Hauptversammlung der DFAG über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen lassen. Was bei 90 Prozent Anteil der abcfinance nur eine Formsache ist. Das Ergebnis wird leider sein, dass das einzige börsennotierte Factoringunternehmen in Deutschland vom Kurszettel verschwinden wird.

Dienstag, 25. November 2014

Andere Ansichten zum Anlage-Notstand bei Dividendentiteln

"Anleger wollen Dividende, Dividende, Dividende" meint boerse.ard.de und verweist auf eine neue Studie aus dem Hause Sentix. Danach würden Anleger bevorzugt in Dividendenwerte investieren und dabei nicht vordringlich auf mögliche Kurssteigerungen achten, sondern primär auf die Dividendenrendite. Kurzfristige Kursschwankungen würden in den Hintergrund treten, weil es eine  offensichtliche Verschiebung des Anlagehorizontes in Richtung einer eher mittel- bis längerfristig orientierten Anlagepolitik gäbe.

Andere Ansichten zu Buffetts größten Beteiligungen

"Die größten Beteiligungen von Berkshire Hathaway" stellt "Börse Online" vor, nachdem der Kurs der A-Aktie von Warren Buffetts Investmentholding am Freitag erstmals die Marke von 220.000 US-Dollar überschritten hat. Damit ist und bleibt sie die mit großem Abstand teuerste Aktie der Welt.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zu dividendenstarken deutschen Aktien

"Börse Online" stellt "Sechs dividendenstarke deutsche Aktien: Die Favoriten der Metzler Bank" vor. Diese seien eine sinnvolle Alternative für Sparer zu den von führenden Notenbanken mit aller Macht niedrig gehaltenen Zinsen. Mit auf der Liste ist u.a. die Deutsche Telekom.

Die Deutsche Telekom befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zum Nichtbeachten von Warren Buffets Investitionsgrundsätzen

"Warum es so schwer ist, Warren Buffett zu beherzigen" untersucht "The Motley Fool", denn obwohl Buffett für leicht verständliche und einfach zu befolgende Investitionsgrundsätze werbe, hielten sich viele Anleger nicht daran, was sich negativ auf ihre Anlagerenditen auswirke. Drei Fallen, in die Anleger hier häufig tappten, werden genauer dargestellt.

Montag, 24. November 2014

Andere Ansichten zum neuen Kleinanleger-Schutzgesetz

"Wird die Geldanlage jetzt sicherer?" fragt man sich im Geldanlage-Report bei "finanzen.net". Die Bundesregierung wolle Kleinanleger per Gesetz besser vor hochriskanten oder trügerischen Angeboten schützen und den "grauen Finanzmarkt" weißer machen. Dabei lohnt ein Blick ins Detail, ob Kritiker oder Befürworter Recht haben mit ihrer Einschätzung.

Bausparkassen: Die Substanz bröckelt

Bausparen hat ein spießiges Image und zählt doch zu den beliebteren Geldanlagen der Deutschen, gerade was den Vermögensaufbau angeht. Denn die Aussicht, sich nach Jahren des Ansparens am Ende ein (vermeintlich) günstiges Darlehen für die Renovierung zu sichern, war gerade in Hochzinsphasen sehr verlockend. Dazu gibt es für weniger Einkommensstarke noch die Option, sich über Vermögenswirksame Leistungen eine zusätzliche Verzinsung in Form der Wohnungsbauprämie zu sichern. Doch die anhaltende Niedrigzinsphase geht auch den Bausparkassen an die Substanz.

Nicht, dass sie nicht mit niedrigen Darlehenszinsen auf Neukundenfang gingen, es sind die Bestandskunden mit den Uraltverträgen, die Probleme bereiten. Denn viele Kunden haben ihre Bausparverträge längst voll bespart und die damit erlangte Zuteilungsreife schlicht ausgesessen. Das Darlehen wollen sie nicht in Anspruch nehmen, denn da dessen Kondition bereits beim Vertragsabschluss festgeschrieben wird, sind die Konditionen vergleichsweise unattraktiv. Bei der Hausbank erhält man Baufinanzierungen aktuell wesentlich günstiger.

Reizvoll an den Altverträgen ist also nicht das Darlehen, sondern die andere Komponente: der Sparvertrag. Denn auch die Guthabenverzinsung wurde beim Vertragsabschluss festgeschrieben und bei den meisten Altverträgen werden diese Guthaben mit 3 oder 3,5 Prozent verzinst. Da kann schon länger kein Festgeld, kein Sparbuch mithalten und auch keine Bundesanleihe. Die Bausparkassen stecken in einem Dilemma, denn sie können das Geld nicht hochverzinst als Darlehen vergeben, andererseits bekommen sie selbst für die Guthaben wesentlich weniger Zinsen, wenn sie diese anlegen. Die Zinsdifferenz, von der die Bausparkasse lebt, hat sich bei den Altverträgen ins Gegenteil verkehrt, die Bausparkassen zahlen kräftig drauf. Das geht zulasten der Rücklagen oder zulasten der Neukunden, die dies dann über schlechtere Konditionen mitbezahlen müssen.

Und so ist es kein Wunder, dass die Bausparkassen diese Altverträge unbedingt loswerden wollen. Anfangs noch verschämt und still mit Neuabschlusslockangeboten, werden inzwischen rigoros Altverträge gekündigt. Das ist verständlich aus finanzieller Hinsicht, doch die Bausparkassen sägen damit auch an dem Ast, auf dem sie sitzen. Denn die so verjagten Kunden dürften sich kaum ein weiteres Mal für diese Bausparkasse entscheiden, wenn sie das Bausparen denn überhaupt noch als Anlageform wählen. Anders als die Banken hatten Bausparkassen lange ein solides, beständiges, aber eben auch seriöses und freundliches Image. Doch wenn der Bausparfuchs zum Untier wird und auf die eigenen Kunden losgeht, kann dies zu einem dauerhaften Schaden für die ganze Branche werden. Dabei sind Träger der Bausparkassen überwiegend Banken und Versicherungen, die selbst schon mit Imageschäden zu kämpfen haben - und mit dem niedrigen Zinsniveau. Die Zeiten werden (noch) rauer in der Branche und dies sollten auch Investoren im Blick behalten, wenn sie sich für Aktien der Versicherungen oder Banken interessieren. Die nächste Baustelle ist hier schon in Sicht...

Andere Ansichten zum neuartigen Dividendenkalender als perfektem Tool

Gereon Kruse hat für seine Website "boersengefluester.de", auf der regelmäßig kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Kurszettels analysiert und vorstellt, ein neues Anlegerwerkzeug entwickelt und beschreibt dies unter "Dividenden-Kalender: Das perfekte Tool für jeden Geschmack".

Börsenweisheit der Woche 47/2014

"Aktien von Small Caps haben in den USA seit 1926 pro Jahr einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 11,9 Prozent erreicht, Large Caps dagegen nur von 9,8 Prozent".
(Edgar Walk, Metzler Asset Management)

Sonntag, 23. November 2014

Was ist... ein Börsenguru?

Der Begriff ist abgeleitet vom spirituellen Lehrer aus dem Hinduismus und ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Börsenexperten, die ihre Meinung gerne über die einschlägigen Medien kundtun oder deren Anlagestrategien großes Aufsehen erregen.

So werden beispielsweise André Kostolany, George Soros, Warren Buffett, Carl Icahn, Seth Klarmann, David Einhorn oder John Paulson gerne als Börsengurus bezeichnet.

Andere Ansichten zu Apple als Basisinvestment

"Warum die Apple-Aktie ein Basisinvestment bleibt" erläutert "Börse Online" und meint, trotz langfristigen Aufwärtstrends, Rekordnotierungen und einem prozyklischem Kaufsignal sei es für Gewinnmitnahmen zu früh. Die Apple-Aktie sei wieder auf Erfolgskurs und habe noch einige Pfeile im Köcher, die ihr wahres Potenzial hoffentlich erst noch ausspielen würden.

Apple befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Samstag, 22. November 2014

Was ist... die "Foolish-Four"-Dividendenstrategie?

Diese Dividendenstrategie wurde ursprünglich von der Investmentseite "The Motley Fool" entwickelt, und stellt eine Abwandlung der "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie nach Benjamin Graham und insbesondere der "Low Five"-Dividendenstrategie nach Michael O'Higgins da.

Es stellte sich heraus, dass sich der Titel mit dem niedrigsten Kurs häufig schlecht entwickelt. Dies könnte daran liegen, dass sich ein Unternehmen in einer schlechten Lage mit einem sinkenden Aktienkurs konfrontiert sieht, während dem enstrpechend gleichzeitig  die Dividendenrendite steigt, sofern die Firma die Dividendenausschüttung beibehalten kann. Zwar ist ein substanziell starkes Unternehmen meist in der Lage, die Schwierigkeiten zu überwinden, doch kann sich der Turnaround über Jahre hinziehen und der Aktienkurs ebenso lange darniederliegen.

Aus diesem Grund wird bei den “Foolish Four” nicht in die Aktie mit dem niedrigsten Kurs der 5 Werte der “Low Five” investiert. Stattdessen wird die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs doppelt gewichtet (40%), während die Nummern 3 bis 5 weiterhin mit 20% gewichtet bleiben.

Die Regeln der "Foolish Four"-Dividendenstrategie:

  • Einen Index auswählen (O’Higgins bezog sich auf den Dow Jones).
  • Zu Jahresbeginn die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite heraussuchen.
  • Aus diesen 10 Werten die 5 mit dem niedrigsten Aktienkurs wählen.
  • Den Wert mit dem niedrigsten Aktienkurs streichen.
  • Den Wert mit dem zweitniedrigsten Aktienkurs doppelt gewichtet kaufen (40%).
  • Die Ranglistenwerte 3 bis 5 einfach gewichtet kaufen (je 20%).
  • Nach einem Jahr wird das Depot anhand dieser Kriterien neu zusammengestellt.

Vorteile

Die "Foolish Four"-Dividendenstrategie ist ein Investmentansatz für jedermann, denn sie erfordert nur wenig Börsen-Know How, ist einfach umzusetzen und reduziert die Transaktionskosten, da nur einmal jährlich geordert wird. Darüber hinaus sorgt sie für stetige Dividendeneinnahmen.

Nachteile
In Bullenmärkten ("Hausse") gibt es erfolgreichere Strategien. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Klumpenrisikos, dass also zu viele Werte aus der selben Branchen stammen (z.B. Finanzwerte oder Versorger) und es gibt ein erhöhtes Risiko aufgrund der geringen Diversifikation von nur 4 Werten. Benjamin Graham rät zu mindestens 5 Aktien für ein Depot, um die Volatilität und damit auch das Risiko zu begrenzen.

Vor- und Nachteile der "Low Five"-Dividendenstrategie sind grundsätzlich die selben wie bei der "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie; sie ist etwas komplizierter und beschränkt sich auf 5 Titel. Das senkt die Transaktionskosten, erhöht aber auch das Risiko aufgrund geringerer Diversifikation.

Was ist... die "Low Five"-Dividendenstrategie?

Vermögensverwalter Michael O´Higgins beschrieb die "Low-Five-Dividendenstrategie" erstmals 1991 in seinem Buch "Beating the Dow" und stellte damit eine Abwandlung der "Dogs of the Dow-Dividendenstraegie von Benjamin Graham aus den 1930er Jahren vor. Dieser hatte vorgeschlagen, jeweils zu Jahresbeginn die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite auswählen und zu gleichen Geldanteilen kaufen. Nach einem Jahr solle man die Zusammensetzung prüfen und anhand der Kriterien das Depot neu zusammenstellen.

O’Higgins macht es komplizierter, aber auch differenzierter:

  • Anleger sollen aus einem Index die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite heraussuchen.
  • Davon sollen die fünf billigsten Aktien zu gleichen Anteilen gekauft und genau ein Jahr lang im Depot gehalten werden.
  • Nach einem Jahr wird das Depot anhand dieser Kriterien neu zusammengestellt.

Der entscheidende Unterschied zur Graham-Strategie besteht darin, nur die fünf billigsten Aktien der 10 Dividendenstars zu kaufen. Dabei sind die "billigsten" Aktien jene, deren Kurs unter Berücksichtigung des Nennwerts am niedrigsten ist. Da Aktien zu unterschiedlichen Nennwerten ausgegeben werden, also unterschiedlichen Anteilen am Grundkapital der Gesellschaft, soll so eine noch bessere Vergleichbarkeit hergestellt werden. Hat eine Aktie den Nennwert 1 EUR und eine andere einen von 5 EUR, multipliziert man den Aktienkurs der ersten dem entsprechend mit Fünf.

Vorteile
Die "Low Five"-Dividendenstrategie ist ein Investmentansatz für jedermann, denn sie erfordert nur wenig Börsen-Know How, ist einfach umzusetzen und reduziert die Transaktionskosten, da nur einmal jährlich geordert wird. Darüber hinaus sorgt sie für stetige Dividendeneinnahmen.

Nachteile
In Bullenmärkten ("Hausse") gibt es erfolgreichere Strategien. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Klumpenrisikos, dass also zu viele Werte aus der selben Branchen stammen (z.B. Finanzwerte oder Versorger) und es gibt ein erhöhtes Risiko aufgrund der geringen Diversifikation.

Vor- und Nachteile der "Low Five"-Dividendenstrategie sind grundsätzlich die selben wie bei der "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie; sie ist etwas komplizierter und beschränkt sich auf 5 Titel. Das senkt die Transaktionskosten, erhöht aber auch das Risiko aufgrund geringerer Diversifikation.

Was ist... die "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie?

Benjamin Graham gilt als Begründer der "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie, die er in seinem Standardwerk des Value-Investings "The Intelligent Investor" vorstellte. Graham hielt Emotionen für den größten Feind eines erfolgreichen Investors und wollte diese durch ein stringentes und einfaches Handlungskonzept ausschalten. Und darüber hinaus setzte er auf Substanzwerte, die ein geringeres Kursrisiko aufweisen und Rückschläge besser verkraften können.

Die Regeln der "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie:

  • Einen Index auswählen (Graham verwendete den Dow Jones).
  • Zu Jahresbeginn die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite auswählen.
  • Diese 10 Werte zu gleichen Geldanteilen kaufen.
  • Nach einem Jahr die Zusammensetzung prüfen und anhand der Kriterien das Depot neu zusammenstellen.

Vorteile

Die  "Dogs of the Dow"-Dividendenstrategie ist ein Investmentansatz für jedermann, denn sie erfordert nur wenig Börsen-Know How, ist einfach umzusetzen und reduziert die Transaktionskosten, da nur einmal jährlich geordert wird. Darüber hinaus sorgt sie für stetige Dividendeneinnahmen.

Nachteile
In Bullenmärkten ("Hausse") gibt es erfolgreichere Strategien. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Klumpenrisikos, dass also zu viele Werte aus der selben Branchen stammen (z.B. Finanzwerte oder Versorger) und gerade bei kleineren Anlagebeträgen können die Aufteilung auf 10 unterschiedliche Werte die Transaktionskosten überproportionale Höhen erreichen.

Freitag, 21. November 2014

Andere Ansichten zu Dauerläufer-Aktien

"Gewinne ohne Ende: Dauerläufer-Aktien für jede Börsenlage" hat "Börse Online" herausgesucht und meint, wer richtig Geld verdienen wolle, solle sich auf Gewinneraktien konzentrieren, deren Kurs über Jahrzehnte kontinuierlich steige. Eine dieser neun näher vorgestellten Gewinneraktien ist Apple.

Apple befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zu den Chancen von Apple Pay in Europa

"Die Banken müssen aufpassen" meint die "Wirtschaftswoche" und zeigt auf, dass es Apple Pay in Europa deutlich schwerer haben dürfte als in den USA. Die deutschen Banken würden durch das neue Angebot herausgefordert, da Apple Pay für ihr Geschäftsmodell eine Bedrohung darstelle, da in Europa die sog. "Interchange-Entgelte" verglichen mit den USA sehr niedrig seien und so kaum Spielraum für das Apple-Bezahlmodell via Umsatzbeteiligung bliebe. Insofern bahne sich hier ein Konflikt zwischen Apple und den Banken an, der auch für Apple negative Folgen haben könne.

Apple befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Jubiläum: seit drei Jahren wird hier intelligent investiert

Der dritte Geburtstag dieses Blogs könnte beinahe schon Routine sein. Doch so ist es nicht. Zugegeben, ich habe immer mal wieder Phasen, wo ich mir die Sinnfrage stelle, wo das Schreibenmüssen auch eine Last sein kann, wenn ich mir Themen aus den Fingern saugen muss und es schwer fällt, Begeisterung zu simulieren. Allerdings überwiegen ganz deutlich die anderen Momente, in denen ich mit Freude an diesem Blog arbeite, meine Gedanken digital zu Papier bringen und mich mit meinem liebsten Hobby beschäftige: dem Investieren in Aktien.

Layout anno 2013
Und dieses Blog ist inzwischen Teil dieses Hobbys, es erwirtschaftet so geringe Einnahmen durch Klicks auf die beiden Amazon-Buchempfehlungskisten oder durch die ein, zwei gesponsorten Beiträge pro Jahr, dass die Fixkosten gerade so gedeckt sind. Aber ich betreibe das Blog auch nicht zum Geldverdienen. Daher auch keine überbordenden Google-Werbebanner und -anzeigen. Nein, dieses Blog schreibe ich für mich. Sorry, Leute, ihr seid nur Nutznießer meines Egoismus, was das angeht. Denn ich schreibe, um mich selbst immer wieder zu disziplinieren, mir immer wieder die Regeln, meine Regeln, des Investmenthandwerks ins Gedächtnis zu rufen. Durch das Schreiben werde ich gezwungen, die Dinge intensiver zu durchdenken und so lerne ich. Und ich schreibe, weil ich andere Menschen dazu bringen möchte, ihr Erspartes, ihr Vermögen so anzulegen, dass es sicher und gesichert Erträge abwirft. Was das Investieren angeht, bin ich Überzeugungstäter. Ihr müsst es ertragen. Oder auch nicht. Das Internet ist wohl mit der radikalste Markt, ganz nach dem Verständnis Adam Smiths.

"Nicht in der Erkenntnis liegt das Glück, sondern im Erwerben der Erkenntnis."
(Edgar Allan Poe)

Layout Ende 2014
Und doch... ich will nicht so tun, als wäre es mir gleich, ob Leute dieses Blog lesen, meine Beiträge kommentieren und sich das eine oder andere Mal eine Diskussion entwickelt. Es ist mir nicht egal! Es ist der wahre Lohn für die Mühe, dieses Blog zu betreiben und zu füllen. Und auch deshalb habe ich das Blog die letzte Zeit etwas "gepimpt", wie es heute so (un)schön heißt: anstelle des Rot ist das Blau getreten, der Kopfbereich in Textform ist einem Logo mit einem Portrait des Value-Altmeisters Warren Buffett gewichen und ich habe eine neue Rurik eingeführt, die "Anderen Ansichten", wo ich auf interessante Artikel anderer Blogs oder Magazine hinweise, die sich mit meinen Grundansichten zu Aktien, Investments, Dividenden und Kapitalanlage decken. Die Wöchentliche Empfehlungsliste zum Freitagabend zeigt nun neben der Wertentwicklung seit der Kaufempfehlung auch die Veränderung des Aktienkurses ggü. der Vorwoche an. Des Weiteren gibt es jetzt einige "Denkanstöße" am rechten Rand, da nach Theodor Fontane  bekanntlich "ein guter Spruch die Wahrheit eines ganzen Buches in einem Satz" ist und eine pointierte Weisheit oft die Grundsätze des Value-Investings im Gedächtnis hält. Und da ich weiß, wie beliebt die Börsenweisheiten am Montagmorgen sind, habe ich schon weit vorgearbeitet. Bis in den Januar 2021. Und von da ist es dann ja auch schon nicht mehr weit bis zum zehnten Jubiläum von "Intelligent Investieren"...

Donnerstag, 20. November 2014

Andere Ansichten zu den höchsten DAX-Dividenden

"DAX-Dividende: Wo Anleger am meisten kassieren" titelt "Euro am Sonntag" in einem exklusiven Dividendenreport über die Ausschüttungen deutscher Top-Konzerne im kommenden Jahr und beleuchtet, wo Anleger Kasse machen können und wo sie enttäuscht werden.

Mittwoch, 19. November 2014

Andere Ansichten zu Cisco Systems Hoffnungen bei Smart Cities

"Cisco Systems hofft auf neuen Schwung durch Smart Cities" berichtet die "IT-Times". Nachdem der weltgrößte Netzwerkausrüster zuletzt unter dem schwachen China-Geschäft gelitten habe und der Quartalsumsatz nur um 1,3 Prozent zulegen konnte, hofften Anleger darauf, dass Cisco Systems Wachstumsmöglichkeiten im Zukunftsmarkt Smart Cities nutzen könne und  seine massiven Aktienrückkaufe weiter fortsetze. Allein in den vergangenen vier Quartalen habe Cisco Systems die Zahl der ausstehenden Aktien um 4,6 Prozent reduziert.

Cisco Systems befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zu den Gemeinsamkeiten der erfolgreichsten Investoren

"Drei Eigenschaften, die die besten Investoren der Welt gemein haben" beschreibt "The Motley Fool Deutschland" und erläutert anhand von Beispielen aus Warren Buffets Leben, dass Gewissenhaftes Sparen, das Diversifizieren von Investitionen und Einkommen sowie das Fokussieren auf den langen Zeitraum bei Ausblenden der Hintergrundgeräusche die Schlüssel seien, um in die Fußstapfen der erfolgreichsten Investoren der Welt zu treten.

Andere Ansichten zu den erfolgreichsten Dividendensammlern

Mit "Dividendenfonds: Die erfolgreichsten Sammler" beschäftigt sich "Euro am Sonntag"  und stellt dabei mehrere Spezialfonds vor, die auf Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen setzen und eine attraktive Performance ihrer Fondsanteile aufzuweisen haben.

Andere Ansichten zu Langweileraktien

"Bei Aktien lieber Draufgänger oder Langeweiler?", dieser Frage geht "boerse.ard.de" nach. Langweileraktien, auch bekannt als Defensivwerte, hätten im Jahr 2014 die Herzen der Anleger erobert, und nun wäre zu überlegen, ob nicht die zurückgebliebenen zyklischen Werte ins Depot gehörten. Oder ob "defensive Dividendenaristokraten" eine Alternative sein könnten.

Andrere Ansichten zu einem neuen Rekordjahr für Dividenden

2015 wird ein "Neues Rekordjahr für Dividenden" meint die Londoner Investmentfirma Henderson Global Investors laut "MyDividends.de". Die 1.200 weltweit an einer Börse notierten Topfirmen würden den Experten zufolge im nächsten Jahr 1,24 Billionen US-Dollar an ihre Aktionäre ausschütten, was einer Steigerung von 4 Prozent ggü. den 1,19 Billionen US-Dollar dieses Jahres entspräche.

Dienstag, 18. November 2014

Andere Ansichten zu US-Dividendenkönigen

"US-Dividendenkönige: Welche Aktien Anlegern den Geldregen bringen" beschäftigen "Börse Online", denn der S&P 500 Dividend Aristocrats Index habe in den vergangenen zehn Jahren um 10,9 Prozent p.a. zugelegt. Auch deshalb seien jene US-Aktien interessant, welche die DZ Bank als Dividendenaristokraten einstuft.

Montag, 17. November 2014

Andere Ansichten über Aurelius als Dividendenstar

"Über 7 Prozent Rendite? AURELIUS wird zum Dividendenstar" ist Christoph Martin von "financial.de" überzeugt. Nach den tollen Zahlen zum dritten Quartal hatte Aurelius sein Gewinnziel für 2014 erhöht und eine "erneute Rekorddividende" in Ausicht gestellt. In dem Artikel wird nun auf die Analysten von Close Brothers Seydler verwiesen, deren Prognose mit 2,30 EUR je Aktie sogar noch über dem Analystenkonsens von 2,00 EUR läge, was auf dem aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von gut 7 Prozent entspräche. Spätestens wenn die Rekorddividende Anfang 2015 offiziell verkündet werde, dürften sich die Dividendenjäger in Stellung bringen, so dass weitsichtige Anleger schon im Vorfeld zugreifen sollten.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten zur Dividendenfähigkeit von Goldminenaktien

"Wer zahlt noch Dividende?" fragt sich "Der Aktionär" angesichts des stark gesunkenen Goldpreises der damit einhergehenden immer größeren Probleme der Goldproduzenten. In diesem schwierigen Marktumfeld wird die aktuelle Dividendenpolitik von Barrick, Goldcorp und Yamana dargestellt.

Andere Ansichten zum Wert einer Investitions-Checkliste

"Eine Investitions-Checkliste kann sehr wertvoll sein" erklärt "The Motley Fool Deutschland", da 75 Prozent der Aktien selbst über einen langen Zeitraum wenig Performance aufwiesen, während das restliche Viertel enorme Zuwächse aufweise. Einer der besten Wege, um diese Goldesel aus der Masse herauszufiltern, sei eine Investitions-Checkliste mit den notwendigen Kriterien für die eigenen Investitionen.

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 3. Quartal 2014?

Value Investor Warren Buffett musste wieder einmal für seine Investmentholding Berkshire Hathaway das sog. Formular 13-F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen, ein vierteljährlich vorzulegendes Dokument, in dem er seine An- und Verkäufe offenlegen muss.

Wichtigste Käufe
Berkshire kaufte für rund 32 Mio. USD 450.000 Aktien von Express Scripts Holding Co. und erwarb weitere 7 Mio. Aktien von General Motors, an denen man nun ein Aktienpaket von 40 Mio. Anteilen im Wert von rund 1,3 Mrd. USD hält. Des Weiteren wurden Medienaktien aufgestockt, wie DirecTV, Viacom und bei Liberty Global verdreifachte sich der gehaltene Anteil gar. Außerdem kaufte man weitere 2,6 Mio. Aktien von Charter Communications und hält nun 5 Mio. Anteile in einem Gesamtwert von 750 Mio. USD. Weitere Käufe betrafen Mastercard mit 665.000 und Visa mit 436.000 Aktien. An den beiden hält Berkshire nun rund 348 Mio. und 448 Mio. USD. Auch bei IBM hat er weitere 304.000 Aktien zugekauft, rund 2 Mio. Stück von Suncor Energy und rund 1,6 Mio. Aktien von Walmart Stores.

Wichtigste Verkäufe
Der Anteil von 4 Mio. Stück am Landmaschinenhersteller Deere & Co. wurde komplett verkauft und von Bank of New York Mellon annähernd 1,3 Mio. Aktien. Seinen Bestand von ConocoPhillips verringerte er um weitere 880.000 Anteile, ebenso 920.000 Aktien von National Oilwell Varco sowie 293.000 Stücke von Phillips 66.