Montag, 17. November 2014

Andere Ansichten über Aurelius als Dividendenstar

"Über 7 Prozent Rendite? AURELIUS wird zum Dividendenstar" ist Christoph Martin von "financial.de" überzeugt. Nach den tollen Zahlen zum dritten Quartal hatte Aurelius sein Gewinnziel für 2014 erhöht und eine "erneute Rekorddividende" in Ausicht gestellt. In dem Artikel wird nun auf die Analysten von Close Brothers Seydler verwiesen, deren Prognose mit 2,30 EUR je Aktie sogar noch über dem Analystenkonsens von 2,00 EUR läge, was auf dem aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von gut 7 Prozent entspräche. Spätestens wenn die Rekorddividende Anfang 2015 offiziell verkündet werde, dürften sich die Dividendenjäger in Stellung bringen, so dass weitsichtige Anleger schon im Vorfeld zugreifen sollten.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Kommentare:

  1. Bei den Close Brothers Seydler arbeitet auch der Fußballspieler Oliver Roth, der sich nur Spaß im N24 aus den Anlegern macht. Außerdem steht Aurelius in einem großen Anleger-Magazin mit „Empfehlung kaufen“ und man darf nie was mit „Empfehlung kaufen“ kaufen. Diese Empfehlungen in Magazinen sind nur kriminelle Manipulation mit oft überteuerten Aktien, wie Morphosys, Facebook, Inditex, Amazon. Man wird immer besser daran, wenn man die Aktien mit „Empfehlung verkaufen“ kauft. Außerdem Onvista erwartet 2015 einen Gewinnrückgang bei Aurelius und so ohne der Manipulation hätte die Aktie Aurelius Potential nach unten. Und wegen Dividenden sollte man immer nur die blue Chips Aktien kaufen.

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    1. Ich teile Deine Ansicht nicht. Empfehlungen von Anlegermagzinen oder Börsenbriefen sollte man zwar nicht ungeprüft folgen, aber sie enthalten doch nützliche Infomationen zu den jeweiligen Unternehmen und dessen Perspektiven. Aber grundsätzlich gilt, was schon Immanuel Kant forderte: "Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen".

      Speziell zu Aurelius: dass die Gewinnprognosen bei OnVista und den Börsenblättern für 2015 und 2016 deutlich niedriger ausfallen, hat einen speziellen Grund - und es ist jedes Jahr wieder so. Aurelius erzielt einerseits operative Gewinne aus seinen Tochtergesellschafte und NUR DIESE Gewinne berücksichtigen die Blätter und auch OnVista oder finanzen.net. Denn sie sind relativ sicher einschätzbar. Zum geschäftsmodell von Aurelius gehören aber auch Firmenübernahmen. Und hier erzielt Aurelius den größeren Teil seiner Gewinne, einerseits aus "Mitgiften" bei Käufen (sog. "Bargain Purchase") und dann beim Verkauf. Die gewinne aus diesen Geschäften sind zum Jahresanfang für Analysten nicht zu greifen und deshalb werden die erstmal weggelassen. Im Jahresverlauf, wenn dann einige Deals abgeschlossen wurden, verändern sich die Prognosen der Analysten.

      Ähnliches sieht man an den prognostizierten Dividenden: Aurelius schüttet jeweils einen Teil der im Jahr erzielten Veräußerungsgewinne an die Aktionäre aus, zusätzlich zur Basisdividende. Die Basisdividende liegt bei 0,80 EUR je Aktie und nur die wird für die Folgejahre angesetzt. Für 2013 wurden aber insgesamt 1,05 EUR ausgeschüttet und für 2014 dürfte es noch deutlich mehr sein. "Gesichert" ist am Jahresanfang jedoch nur die Basisdividende, die aus den Überschüssen des operativen Geschäfts der Tochtergesellschaften gespeist wird.

      Ich stimme zu, dass das Geschäftsmodell von Aurelius weniger transparent ist als das von "normalen" Unternehmen. Allerdings halte ich es für verkehrt, das zweite Standbein des Unternehmens völlig außeracht zu lassen und so zu tun, als würde dieser (profitablere) Bereich nicht existieren. Genau in dieser Sparte spielt aber die Musik für Aurelius. Firmenübernahmen, Sanierungen, Exits mit Gewinn. Und das mit großem Erfolg.

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