Donnerstag, 18. Dezember 2014

Andere Ansichten zur Aktienkultur in Deutschland

"Die Aktienkultur in Deutschland und den USA" beleuchtet "Finanzen.net" und zeigt auf, dass es in Deutschland eine solche gar nicht wirklich gibt. Immerhin würden weniger als 14 Prozent der Über-14-jährigen in Aktien oder Aktienfonds investieren - die Deutschen setzten sogar noch verstärkt auf Sicherheit, also Sparbücher und Lebensversicherungen. Ganz anders die Amerikaner, wo breite Bevölkerungsschichten an den börsennotierten Unternehmen beteiligt seien und so am wirtschaftlichen Erfolg des Landes teilhätten.

Kommentare:

  1. Viele Menschen arbeiten in Deutschland daran, dass die Bevölkerung seine Ersparnisse dem Staat und den Versicherungen übergibt und dass sie Angst vor dem Teufelszeug – Aktien hat. Die deutschen Anlegermagazine helfen noch dazu, dass die Angst vor Aktien in Deutschland ständig ernährt wird. Sie führen die Leser nur dazu, extrem teure Aktien wie Morphosys zu kaufen und mit Stop-Loss-Order 20% des Geldes zu verlieren.

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    1. Ich gebe Dir Recht, dass die Regierung ein Gutteil die Schuld daran hat, dass in Deutschland so wenige Menschen in Aktien investieren. Zum Einen gibt es die pauschale Abgeltungssteuer von 25% auf Dividenden und Kursgewinne - gerade Kleinanleger trifft die hart, weil sie selten über einen Einkommensteuersatz von 25% kommen (der natürlich erst relevant wird, wenn der Sparerfreibetrag aufgebraucht ist). Und dann wurde die Regelung abgeschafft, nach der Kursgewinne generell steuerfrei waren, wenn zwischen An- und Verkauf mindestens ein Jahr gelegen hat. DAS war ein geeignetes Mittel, um Leute zum mittel- und langfristigen Investieren in Aktien zu bringen. Den ganzen DAX-Kursaufschwung seit 2008/2009 haben doch zu drei Vierteln die Ausländer einkassiert, die inzwischen einen Großteil der an deutschen Börsen notierten Aktien halten. Die dummen Deutschen lassen ihr Geld lieber auf Sparbüchern verschimmeln. Oder auf Tagesgeldkonten mit 0,1% Jahreszins. Unglaublich...

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  2. Warum ist das Interesse um Aktien in Deutschland so gering und wie man es ändern kann? Euro am Sonntag, Börse Online, Focus Money, Der Aktionär, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Börsen Zeitung, Handelsblatt und die Sender N-TV und N24 sind daran schuldig. Diese Medien locken die Leser und Zuschauer auf die überbewerten Aktien wie Morphosys, Aurelius, Inditex, Facebook, Amazon, Tesla oder BYD mit „Empfehlung kaufen“ und empfehlen dann die Aktien mit Stop-Loss-Order zu verkaufen, was so gut wie die „Empfehlung mit 20% Verlust zu verkaufen“ ist. Wenn dann die unerfahrenen Leser wirklich diese empfohlenen Aktien einige male kaufen und mit 20% Verlust auf Stop-Loss verkaufen, bleibt das Interesse um Aktien in Deutschland gerimg. Im Euro am Sonntag und Börse Online schreibt nun ein dummer Redakteur, dass er die Aktie Morphosys besitzt. Das ist eine Schande! So was dummes! Er kaufte die Aktie nur, weil sie durch starke Manipulation stark gestiegen ist. Er achtet nur auf die relative Stärke und Momentum und KUV 28 ist ihm egal. Vielleicht hat er es von dem Theologen Uwe Lang gelernt. Oder wurde er dafür bezahlt, dass er die Manipulation bei Morphosys verstärkt und behauptet, dass er sie im Depot hat. Morphosys macht aber Verluste, KGV NA, negativ. Und KUV 28 bedeutet, dass die Aktie 28x überbewertet ist. Dividende keine. Doch die dummen oder bezahlten Redakteure empfehlen zu kaufen, wegen der relativen Stärke und Momentum durch die Manipulation oder wegen der Bezahlung für diese Manipulation. Aurelius hat KBV 9.5 und 2015KGV 37, der Gewinn soll sich 2015 halbieren. Also das Potential nach unten hat Aurelius. Diese Redakteure waren wahrscheinlich 2000 noch nicht geboren und hatten damals keine „relativ starke“ Aktien mit KGV 100, die 1999 +100% machten und bis 2002/2003 auf 1/10 stürzten.
    Im Euro am Sonntag wird nun sogar empfohlen, mit exotischen Optionsscheinen Geld zu verlieren. Als ob es nicht genug schlimm wäre, wen die Leser von E.a.S. ihr Geld an die Banken mit einheimischen Optionsscheinen verlieren. Das ist eine Schande, diese Euro am Sonntag, Börse Online, Focus Money, Der Aktionär, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Börsen Zeitung, Handelsblatt, N-TV und N24. Keine Spur von Value Investing, nur die Manipulation mit "Kaufen", "Kaufen", "Kaufen". Ich hasse die Börse Online seit Jahren wegen dieser Manipulation und wegen den 30 dummen Empfehlungen "Kaufen" in jedem Exemplar. Ich blättere schnell in Börse Online nur in der Bibliothek und in den allen Magazinen und Zeitungen genauso. Sie verdienen sicherlich genug mit der Reklame auf Morphosys usw. und die Leser sollen keine 4,50 Euro für das Lesen zahlen und die Magazine nicht mehr kaufen. Lieber auf die billigen Aktien Geld sparen, wie BMW. Man macht das Beste, wenn man die Aktien mit „Empfehlung verkaufen“ kauft, die haben das Potential zu steigen. Und so wird man in Deutschland immer Angst vor Aktien haben. Diese Magazine sollten mit der Manipulation und Stop-Loss-Orders aufhören. Sich auf KGV, KBV, KUV, KCV, Dividende und Gewinnwachstum beschränken. Jede Art von "Kaufen", "Halten" und "Verkaufen" sollte in den Magazinen verboten werden und strafbar sein.
    Genauso dumm sind die Lügen in TV „Die Anleger sind nervös“, „Sie warten auf die Worte von FED“, „Sie haben ihre Gewinne mitgenommen“, wenn immer der DAX an einem Tag 2% verliert. Doch die Anleger sind nicht so dumm wie die Moderatoren in N-TV, N24 und ARD. Und wenn der DAX an einem Tag 2% verliert, kein Anleger verkauft seine Aktien. Nur die Automaten und Daytraders verkaufen. Und den Anlegern ist es auch egal, was von FED wieder für einen Unsinn erzählt wird. Nur die Automaten und Daytraders reagieren auf die Worte von FED. Und die Anleger sind niemals nervös. Nur die Daytraders sind nervös.

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    1. Börsen-TV und Börsen-Magazine sind für mich reine Informationsquellen. Ich würde niemals Aktien kaufen (oder verkaufen), nur weil dort jemand diese Meinung vertritt. Für viele Anleger ist dies aber alleinige Entscheidungsgrundlage und dieser Verantwortung werden die Medien leider nicht (immer) gerecht. Wie Dein Beispiel mit den Optionsscheinen zeigt. Unverantwortlich, sowas Privatanlegern anzupreisen. Oder Knock-out-Zertifikate und was weiß ich noch alles. Value Investing bedeutet, sich an einem Unternehmen zu beteiligen. Punkt. Also seine Aktien zu kaufen, um Anteilseigener an diesem Unternehmen zu sein. Nicht, um mit diesen Aktien wie mit einem Lotterielos zu zocken.

      Wo ich überhaupt nicht Deiner Meinung bin, ist bzgl. Aurelius. Ich denke, Du hast das Geschäftsmodell nicht verstanden. Zum Einen fließen Erträge aus den Bestandsunternehmen in den Aureliuskonzern und dann fallen Erträge an aus Verkäufen von Beteiligungen. Einerseits als sog. "Bargain Puchases" beim Kauf, also eine Art "Sanierungsmitgift", und dann beim letztendlichen Verkauf. Der erste Teil ist für Analysten relativ leicht zu bewerten und das sind am Jahresanfang jeweils die Prognosen, die man bei den Finanzportalen findet. Der zweite Part, den der Übernahmen, kann ein Außenstehender nicht seriös einschätzen. Daher findet sich hier auch kein Wert- bzw. Ergebnisansatz in den Schätzungen wieder. Jedenfalls am Jahresanfang. Diese folgen, wenn erste Deals im Jahresverlauf durchgezogen wurden. Dann passen die Analysten ihre Schätzungen entsprechend an und wagen so ab Mitte des Jahres auch erste Hochrechnungen. Dieses "Spiel" findet jedes Jahr statt bei Unternehmen mit dem Geschäftsmodell von Aurelius. Es wird also keinen Gewinneinbruch geben, wie Du ihn darstellst. Und es liegt auch kein KGV von 35 vor. Lediglich die Schätzungen für das Folgejahr zeigen bisher kein reales Bild.

      Ich gebe Dir ein Beispiel aus der Börse Online Datenbank (ich habe die Hefte mehrerer Jahre noch auf der Festplatte).

      Ausgabe 51-2014: Gewinn für 2014 (e) = 5,11 EUR je Aktie
      Ausgabe 51-2013: Gewinn für 2014 (e) = 1,09 EUR je Aktie

      Wer also Ende 2013 auf die damals prognostizierten Ergebnisse für 2014 gesehen hat, fand eine total hoch bewertete Aktie vor (auf KGV-Basis). Doch das wirkliche KGV für 2014 bewegt sich niedrigen einstelligen Bereich!!! Und es winkt aufgrund der erfolgreichen Deals eine hohe Sonderdividende. Manche meinen, es werden sogar mehr als 2 EUR je Aktie sein.

      Die Wertschöpfung findet bei Aurelius im Unternehmen statt. Und die Anteilseigner werden stark daran beteiligt. Deshalb ist Aurelius auf meiner Empfehlungsliste und deshalb halte ich Aurelius als eines meiner größten Investments in meinem Depot. Und als eines der Dividendenstärksten, das sollte man nicht vergessen. Auf die 2013er Dividenden von 1,05 EUR brachte eine Rendite von um die 4 Prozent. Die 2014er Rendite wird weit darüber liegen.

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