Sonntag, 3. Mai 2015

Andere Ansichten: Börsenerfolg durch Nichtstun

"The Motley Fool" beschreibt, weshalb das Nichtstun eine hervorragende und überaus renditeversprechende Anlagestrategie ist. Wharton-Professor Jeremy Siegel habe in seinem Buch "Langfristig Investieren" eine interessante Antwort auf die Frage gegeben, was man dazu brauche, ein guter Investor zu sein: Die Fähigkeit, einfach gar nichts zu tun. Die langweiligen, etablierten Aktienunternehmen brächten auf Dauer die besseren Resultate gegenüber den jungen, dynamischen Newcommern. Und insbesondere die Branchen Konsumgüter, Gesundheit und Finanzen hätte seit 1963 die besten Resultate für diese Buy&Hold-Strategie geliefert.

Kommentare:

  1. Die jährliche Rendite von 10%, 20%, 30% oder sogar 100% ohne Risiko

    Die jährliche Rendite 10%, 20%, 30% oder sogar 100% von investiertem Kapital ist einfach zu erreichen und ohne Risiko. Nur keine Angst vor Aktien der größten und ältesten Unternehmen und Banken in Westeuropa und den USA und nach vielen Jahren in diese Aktien zum Beispiel 100.000 Euro investieren und halten diese Aktien bis zum Tod über alle Crashes und Rallies. Und wer in einer Überbewertung wie 1999-2000 alle Aktien verkauft und 2-3 Jahre später billig wieder kauft, der erreicht die jährliche Dividendenrendite von 100% in weniger als 40 Jahren. Der Trick liegt in der Tatsache, dass einige Firmen ihre Dividende um 10% pro Jahr seit vielen Jahren erhöhen. So kann sich die anfängliche Rendite der Investitionen von 3% pro Jahr in 7 oder 8 Jahren schon verdoppeln, in 20 Jahren 20% pro Jahr erreichen und nach 38 oder 40 Jahren können die Dividenden-Ausschüttungen schon 100% des Wertes der heutigen Investition erreichen. Und unsere Kinder müssen dann nicht mehr arbeiten, wenn sie unsere Dividenden vererben. Zwei solche solide Aktien sehe ich im Index DAX, 6 im Dow Jones und USA, 5 im Eurostoxx50 und 4 im Index Stoxx50.

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    1. Naja, Ladis, leider erkennt man immer erst im Nachhinein, wann der beste Zeitpunkt zum Aussteigen und der beste zum Wiedereinstieg gewesen wäre. Das macht es ja so schwierig - und überhaupt erst möglich, Aktienüberrenditen zu erzielen. Denn wenn alle immer genau wüssten, was passiert und wann, dann würde ja gar kein Handel mehr stattfinden. ;-)

      Auf lange Sicht erzielt man mit Aktien die besten Resultate und wenn man nicht ständig kauft und verkauft, dann liegt man zwischen 7 und 9 Prozent pro Jahr. Die Leute, die häufiger hin- und her handeln, liegen nachweislich schlechter! Denn sie zahlen nicht nur viel mehr Gebühren für die Transaktionen, sondern sie erzielen ja auch nicht immer die optimalen Zeitpunkte bei Tops und Tiefs. Daher kaufen sie oft Aktien beim Anstieg teurer zurück, als sie sie zuvor beim Absturz verkauft haben. Das Nichtstun hat also durchaus Sinn und entspricht auch Benjamin Grahams Ansatz: "Geduld ist die oberste Tugend des Investors". Geduld, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten und in der Zwischenzeit nichts zu tun.

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