Dienstag, 16. Juni 2015

Andere Ansichten: Warum alle Investoren Dividenden lieben sollten

Gleich mehrere überzeugende Gründe zählt "The Motley Fool" auf, warum alle Investoren Dividenden lieben sollten. So stellten Dividenden langfristig eine Großteil der Gesamtrendite von Aktieninvestments dar und böten im Niedrigzinsumfeld attraktive Alternativen zu Sparbüchern oder Bundesanleihen, bei denen die Inflation den mageren - auch noch zu versteuernden Ertrag - komplett aufzehre. Darüber hinaus hätten Dividenden den positiven Effekt auf das Management, dass dieses bei der Kapitalverteilung disziplinierter vorgehen müsse und daher stellten Dividenden einen stetigen Cashstrom dar, den man als junger Mensch in Aktien reinvestieren können, um den Zinsenszinseffekt zu nutzen, oder im Alter als zusätzliches Renteneinkommen.

Kommentare:

  1. Mir ist der Ansatz von Buffett hier lieber. Keine Dividende ausschütten und mit dem gesparten Dollar mehr als einen Dollar verdienen. Dann steigt der innere Wert der Firma und es gibt auch nichts zu versteuern. Ganz albern ist es nebenbei Aktien nur aufgrund der Dividende zu kaufen. Siehe Telekom oder weitere sogenannter Dividendenwerte, die nur deshalb ausschütten, weil sie keine bessere Verwendung dafür haben.

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    1. Buffett hat kein eindimensionales Verhältnis zu Dividenden. Als Investor liebt es sie, er setzt ganz überwiegend auf Dividendenwerte, die ihm einen schönen Cashflow bringen, den er dann reinvestieren kann. Als Berkshire-Chef zahlt er keine Dividende an seiner Partner/Aktionäre aus, weil er glaubt, dass diese mit dem Geld nichts besseres anfangen können, als es ihm, Buffett, zu überlassen. Seine 50-jährigen Durchschnittsperformance von annähernd 20 Prozent pro Jahr geben ihm recht.

      Deiner zweiten Aussage, dass man nicht nur der Dividende wegen Aktien kaufen sollte, teile ich. Ich nehme den Dividendenzufluss zwar gerne mit, weil ich ihn dann auch wieder reinvestiere, aber manche Leute schauen ja ausschließlich auf die Dividenden, um hier eine Art Nebeneinkommen zu erzeugen. Das ist mir zu einseitig, denn zu einem Investment gehört immer auch die Kursentwicklung des Basiswertes. Wenn meine Aktie 5 Prozent Dividende abwirft pro Jahr, aber jeweils 10 Prozent Kursverluste jährlich einfährt, dann ist es ein schlechtes Investment. Die optisch hohe Dividendenrendite ändert daran nichts.

      Bei der Deutschen Telekom sehe ich weiterhin gute Chancen. Nicht wegen der immer noch hohen Dividendenrendite, sondern im operativen Geschäft. Und da die Telekom inzwischen die Dividende nicht mehr aus der Substanz ausschüttet, also dem Unternehmenswert damit schadet, sondern die Dividenden wieder verdient, habe ich mich ja vor einiger Zeit mit der Aktie anfreunden können und sie auf meine Empfehlungsliste gesetzt.

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    2. Genau zu diesem Thema gibt es einen weiteren Artikel: "Kaufe Dividendenaktien, um wie Warren Buffet zu investieren" auf The Motley Fool.

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  2. "Mir ist der Ansatz von Buffett hier lieber."
    Buffett konnte von Anfang an mit OPM (Other People's Money) arbeiten und war deshalb in der luxoriösen Lage, nicht auf ausgeschüttete Erträge angewiesen zu sein.

    "Ganz albern ist es nebenbei Aktien nur aufgrund der Dividende zu kaufen."
    Neben einer möglichst hohen Gewinn-Konstanz ist die Höhe und Konstanz der Dividende für mich der wichtigste Kaufgrund. Eine nichtausschüttende Aktie ist ja fast wie ein Investment in Gold. Übrigens lehnt Buffett selbst solche nicht-produktiven Investments (z.B. physisches Gold) strikt ab.

    "Siehe Telekom oder weitere sogenannter Dividendenwerte, die nur deshalb ausschütten, weil sie keine bessere Verwendung dafür haben. "
    Deutsche Telekom habe ich auch im Portfolio. Die zahlen nicht schlecht. Und glaube mir: es gibt keine bessere Verwendung für Geld als die Anwesenheit auf meinem Konto ;-)

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    1. Nun ja, man muss bzgl. der Dividendenausschüttung - aber auch wenn es um Aktienrückkaufprogramme geht - schon genau hinsehen. Ist man in einem Unternehmen investiert, das mit dem Geld überdurchschnittliche Margen/Renditen erwirtschaftet und stark wächst, ist der Verzicht auf diese Kapitalmaßnahmen durchaus sinnvoll. Besser, als Dividenden auszuschütten und dann eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Wachstums durchziehen zu müssen. Aber es kommt eben auf den Einzelfall an. Bei gesetzten, soliden Unternehmen gibt es eigentlich keinen Grund, auf Dividendenzahlungen zu verzichten, da gebe stimme ich Dir zu.

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  3. Zum Anonymen,
    ich kaufe auch wegen der Dividende. Man muss da schon etwas differenzieren. Es gibt ja auch Werte, die wachsen und schütten einen Teil des Gewinns als Dividende aus. Es gibt auch Leute, die von der Dividende leben.

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    1. Dividenden als passiven Einkommensstrom, also als (Neben-) Einkommen, um sich so seine "finanzielle Freiheit" zu sichern, wird ja von einigen als Strategie verfolgt. Nicht ganz mein Ansatz, ich nehme die Dividende gerne mit und finde Unternehmen mit attraktiver Dividendenausschüttung auch interessanter für meine Investments, aber das zugrundeliegende Geschäftsmodell, die unternehmerische Entwicklung und die Zuverlässigkeit der Gewinnerzielung sind für mich maßgeblicher als die bloße Dividendenzahlung. Unternehmen, die die Dividende nicht verdienen, sondern aus der Substanz ausschütten (müssen), meide ich.

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