Mittwoch, 3. Juni 2015

Andere Ansichten: Der Hype rund um Aktienrückkäufe

Es gäbe viele einseitige Betrachtungsweisen um Wohl und Weh von Aktienrückkäufen beklagt Christian Kirchner und versucht eine ausgewogene Darstellung unter "Über den Hype rund um Aktienrückkäufe". So würde durch Aktienrückkäufe zwar die Zahl der ausstehenden Aktien verringert, gleichzeitig würden aber neue Aktien an den Markt kommen, z.B. bei Neuemissionen, Aktienoptionsprogrammen oder in Aktien bezahlten Firmenübernahmen. Die zuletzt öfter kritisierte Aktienreduzierung stünde eine langfristigen Ausweitung des Aktienvolumens gegenüber, denn im Normalfall würden pro Jahr zwischen 2 und 8 Prozent an neuen Aktien an die Börse kommen. Der aktuelle gegenläufige Trend sei daher nur eine Korrektur der sonst üblicherweise stattfinden Verwässerung.

Darüber hinaus seien Aktienrückkäufe für Anleger besser als Dividendenzahlungen, weil es zu keiner jährlichen Steuerbelastung wie bei den Ausschüttungen komme und so der Zinseszinseffekt für den Anleger wirke. Entscheidend sei aber, dass das Unternehmen überhaupt seine Aktionäre am Gewinn beteilige und diese nicht komplett einbehalte, weil ausschüttende Unternehmen im Durchschnitt ihre Gewinne stärker steigerten, als die thesaurierenden.

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