Sonntag, 18. Oktober 2015

Andere Ansichten: Denken wie Buffett von A bis Z

Warren Buffett ist der drittreichste Mensch der Welt und er hat es alleine mit Investments so weit gebracht, vor allem in (börsennotierte) Aktien. Und er spart nicht mit Ratschlägen, wie man zu Geld kommt und wie man es vernünftig anlegt. Das Manager Magazin hat nun einen Leitfaden von A bis Z zusammengestellt, mittels dessen man Buffetts Ansichten übersichtlich vorgestellt bekommt und darüber hinaus werden diese Ansichten auch anschaulich erläutert.

Was denkt Buffett über Angst und Gier, Cash, Kursverluste, Ungeduld, Soziale Verantwortung, Prognosen oder Market-Timing? Hierauf und auf insgesamt 32 Themen gibt es Antworten des Meisters des Value Investing und dazu kurze Erläuterungen au der Praxis.

Buffetts Partner bei Berkshire Hathaway, Charlie Munger, sagt über ihn: "Die Hälfte der Zeit sitzt Warrens nur rum und liest" und das ist einer der Schlüssel zu seinem Erfolg, dass er ständig sein Wissen erweitert und sich nicht damit begnügt, was er schon weiß. Denn die Welt ändert sich ständig, die Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind, das Verhalten der Menschen. Und doch gibt es bei all diesen Veränderungen eherne Grundprinzipien, an die sich Warren Buffett hält und die ihn zu dem wohl erfolgreichsten Investor aller Zeiten machen. Und Buffett selbst gibt den weisen Rat: "Um ein besserer Investor zu werden, lesen Sie täglich 500 Seiten Jahresberichte. So funktioniert das mit dem Wissen. Es wächst, wie Zinsen. Das kann jeder, aber natürlich wird es niemand machen". Und eben weil es niemand - außer Buffett - macht, ist die vom Manager Magazin präsentierte Übersicht eine so wertvolle Lektüre, die niemand verpassen sollte, der ernsthaft Erfolg an der Börse haben möchte. Dazu muss man "nur" den Weg des Warren Buffet gehen...

Kommentare:

  1. Wow, 500 Seiten pro Tag! Das ist nebenbruflich aus meiner Sicht unschaffbar..Wie viele geschaftsberichte liest du pro Woche oder Monat Michael ?
    Grüße Malte

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    1. Richtig, nebenberuflich ist das nicht zu schaffen, Malte. Ich lese auch keine Geschäftsberichte vollständig, sondern gerne den Prosa-Teil, um ein Gefühl für das Management zu bekommen, wie es die Lage des Unternehmens beschreibt, die Geschäftsvorfälle, die Chancen und Risiken - und das eigene Verhalten darstellt. Das ist für ich ein ganz wesentlicher Faktor, ob der Vorstand sich Gutes immer selbst auf die Fahnen schreibt, während Fehler stets "die Konjunktur" oder irgendwas anderes war. Dann kann man das Management vergessen! Der offene und selbstkritische Umgang mit Erfolgen und Fehlschlägen zeigt, ob das Management etwas taugt. Denn Fehler passieren immer!

      Darüber hinaus schaue ich mir natürlich auch die Zahlen. Gerne, ob sich die ursprünglichen Prognosen aus den Vorjahren bestätigt haben und wie der Vorstand dies kommuniziert. Insbesondere auch, ob Entwicklungen korrekt dargestellt werden oder ob negative Ergebnisse eher verschwiegen werden.

      Meistens muss man aber nicht die Geschäftsberichte sofort lesen, sondern kann sich etwas Zeit lassen. Denn die unternehmen entwickeln sich ja weiter. Nur wenn die zahlen heftige Kursausschläge verursachen, sollte man sich schnell um die Zahlen kümmern und schauen, ob die Kursausschläge reell sind oder eine Übertreibung (ob nun nach oben oder unten). Denn hier können sich ggf. ja Chancen bieten, die dann nicht ewig auf einen warten.

      Ansonsten beschäftige ich mich ja ausgiebig mit den Unternehmen, bevor ich überhaupt eine Aktie von denen kaufe. Und dann sind die Geschäftsberichte oder auch Quartalsberichte ja kein Neuland, sondern nur ein Teil einer unternehmerischen Entwicklung. Und solange mein Investment-Case intakt ist, besteht ja kein Handlungsbedarf - es sei denn, es bietet sich einen tolle Nachkaufgelegenheit, weil der Markt irrational (schlecht) auf irgendwelche Meldungen reagiert. Dann muss man halt vorbereitet sein...

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  2. Das tolle ist ja, dass JEDER Geschäftsbericht auf die "Shareholder Value Ausrichtung" des Unternehmens aufmerksam macht...
    aus dem Enron bericht 2000:
    "We plan to leverage all of these competitive advantages to create significant value for our shareholders"

    Aus dem Bauch herraus würde ich sagen, dass ...
    -eine hohe Überschuldung
    -viele "ajusted numbers" (am liebsten EBITDA bei Branchen mit hohem Sachanlagenumschlag)
    -eine übermässige Bezahlung des Vorstands
    ... so die Punkte sind die man als Nebenberuflicher mindestens checken sollte.

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  3. http://picker.uchicago.edu/Enron/EnronAnnualReport2000.pdf

    was ich mich aber frage ob ich beim lesen des Reports als Nebenberuflicher damals stutzig geworden wäre... vermutlich nicht... bis auf das wahnsinige wachstum vom Umsatz und den quasi gleich bleibenden Gewinn (der CF steigt dafür von 1 auf 3 Mrd.) findet man oberflächlich keine Auffälligkeiten.
    Ist Amazon jetzt ein neues Enron ...


    Auch gut ist:
    Integrity
    We work with customers and prospects openly, honestly and sin-
    cerely. When we say we will do something, we will do it; when we
    say we cannot or will not do something, then we won

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