Freitag, 11. Dezember 2015

Andere Ansichten: MBB steht vor einer Neubewertung

Das Anlegermagazin "Der Aktionär" hat die mittelständische Beteiligungsholding MBB SE unter die Lupe genommen und kommt zu dem Urteil, dass MBB vor einer Neubewertung stehe und sich die Kursziele der Analysten von 30 EUR als zu konservativ herausstellen dürften.

Der Zukauf der Aumann-Gruppe stelle den wohl besten Kauf dar, den MBB jemals getätigt habe. Sie werde im laufenden Jahr rund 33 Mio. EUR Umsatz generieren, bei einer EBIT-Marge von knapp zehn Prozent. MBB habe für seinen Anteil von 75 Prozent dem Vernehmen nach nicht zu tief in die Tasche gegriffen.

Aumann-Produkte würden in der Automobilindustrie im Umfeld von Elektromobilität und Elektrifizierung von Fahrzeugen eingesetzt und zusammen mit der MBB Fertigungstechnik würden nun ein neue Anlagenbaugruppe geschaffen, die es der an der Kapazitätsgrenze operierenden Aumann ermögliche, sofort auf die Ressourcen der MBB FT zuzugreifen, so dass hier Synergieeffekte und weiteres Wachstum erzeugt würden. Der Umsatz der MBB-Gruppe könnte daher bereits im kommenden Jahr auf über 300 Mio. EUR ansteigen von 250 Mio. EUR im laufenden Jahr (ohne Aumann).

Auch die übrigen Beteiligungen legten weiter planmäßig zu. Egal, ob Matratzen-Profi CT Formpolster, IT-Dienstleister DTS, Servietten-Anbieter Hanke Tissue, Holzwerkstoff-Spezialist Delignit oder Chemie-Werkstoff-Anbieter OBO, sie seien alle auf Kurs. Und da die MBB-Kriegskasse auch nach der Aumann-Akquisition weiter gut gefüllt sei und der Cashflow sprudele, könne "MBB mit seiner Bilanz noch zwei weitere Aumänner kaufen", so MBB-Vorstand Nesemeier.

MBB Befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und eignet sich auf dem Kursniveau von 27 EUR für geduldige Investoren mit langfristigem Anlagehorizont, die die geplante Umsatzverdopplung innerhalb der nächsten 5 Jahre bei gleichzeitiger Ausweitung der Margen begleiten möchten, um von den zu erwartenden Kurs- und Dividendensteigerungen zu profitieren.

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