Montag, 25. Mai 2015

Börsenweisheit der Woche 21/2015

"Wenn Sie der Bank einhundert Dollar schulden, ist das Ihr Problem. Wenn Sie der Bank einhundert Millionen Dollar schulden, ist es das Problem der Bank."
(Jean Paul Getty)

Freitag, 22. Mai 2015

Weshalb Kursraketen Gift für das Portfolio sein können

Aktien, deren Kurs sich innerhalb weniger Monate oder manchmal auch nur Wochen verdoppelt, lassen Anlegerherzen höher schlagen und nicht wenige Börseninteressierte sind stets auf der Suche nach diesen "Hot Stocks". In den Depots von Value-Investoren finden sich solche Aktien eher selten, denn wir graben die langweiligen, unterbewerteten Aktien aus, deren Kurs vor sich hin dümpelt und irgendwann einmal von der Börse entdeckt wird. Doch das geschieht eher gemächlich und ist mit langsamen Kursanstiegen verbunden. Doch manchmal...

Manchmal erwischt man eine solche Aktie und dann erfreut man sich an deren Kursfeuerwerk und sieht die Euroscheine zu Bergen wachsen. So geschehen bei WCM. Ich habe die Aktie schon seit Jahren im Blick, früher als sie im MDAX notierte war ich Aktionär, dann stieg ich aus, als man sich erst mit Eisenbahner-Wohnungen überhob und dann an der Commerzbank-Übernahme verschluckte. Es folgte der Totalabsturz, die Insolvenz und nach vielen Jahren des Siechtums jüngst die Wiederauferstehung. Ich bin seit Dezember mit den ersten Käufen an Bord, als die bisher letzte Kapitalerhöhung stattfand, also der Neustart der WCM als Gewerbeimmobilienunternehmen. Aufgrund der sich abzeichnenden Erfolge des Unternehmens habe ich meine Position immer wieder aufgestockt und auch wenn der steigende Kurs meinen durchschnittlichen Einstiegskurs inzwischen weit von den ersten 1,40 EUR weggeführt hat, so liegt er doch ganz erheblich unter dem aktuellen Kurs von 3,50 EUR. Kürzlich hatte ich auch hier im Blog WCM auf meine Empfehlungsliste genommen und mich ausführlich dazu geäußert.

Nachdem sich bereits meine letzten Empfehlungen Blackstone und Starbucks schon nach weniger als 6 Monaten weit im zweistelligen Kursplus befinden, auch dank des starken Dollars, schießt WCM bzgl. der schnellen Kursanstiege jetzt den Vogel ab. Das ist einerseits erfreulich, und einträglich, andererseits bringen diese Kursexplosionen auch ein zunehmendes Problem mit sich. Jedenfalls für mich. Denn ich ertappe mich immer öfter, dass ich freudig auf die starken Performer schaue und dann die Mundwinkel hängen lasse, wenn ich mir die übrigen Werte ansehe. Da finden sich Werte wie Balda oder die Deutsche Rohstoff, die sich kaum bewegen oder sogar im Minus notieren. Obwohl ich nach wie vor vom Potenzial dieser Unternehmen überzeugt bin, sonst hätte ich sie ja nicht im Depot. Doch der Markt hat meiner Einschätzung zu den Aktien (bisher?) noch nicht zugestimmt. Und das wurmt mich und weil es mich nervt, ärgere ich mich über mich selbst. Denn ich sollte mich davon nicht emotional beeinflussen lassen, dass die Kurse noch nicht gestiegen sind. Der Aktienkurs von Balda hängt doch überhaupt nicht mit dem von WCM zusammen. Außer, dass sich beide in meinem Depot und auf meiner Empfehlungsliste befinden. Aber da können die beiden Aktien ja nichts dafür. Es sollte mich als Value-Investor auch nicht interessieren, dass die Kurse vor sich hin dümpeln, da ich ja nicht die Aktien als Spekulationsobjekte gekauft, sondern mich an einem Unternehmen beteiligt habe, dessen Aktien ich zu einem niedrigeren Preis bekommen habe, als er mir Wert erschien. Und daran hat sich nichts geändert. Der aktuelle Aktienkurs entsteht aber nicht aufgrund des Wertes der Unternehmen, sondern aufgrund der tagesaktuellen Handelsaktivität der anderen Börsenteilnehmer. Das sollte mich also nicht kümmern.

Sollte es nicht, tut es aber. Und das ist ja mein Dilemma, dass die Top-Performance einiger Aktienwerte meinen Blick auf die anderen trübt und diese in einem schlechteren Licht erscheinen lässt. Relativ betrachtet, Einstein lässt grüßen. Mein Verstand sagt mir, dass es dumm ist so zu denken, und bisher kann er meine Emotionen zügeln. Und ich bremse mich, nicht die langweiligen Aktien aus dem Depot zu werfen, um mehr von den Kursraketen zu kaufen. Denn das würde letztlich bedeuten, dass ich nicht mehr investiere, sondern anfange zu zocken und auf die schnellen Kursgewinne setze - in der totalen Selbstüberschätzung, dass meine Erfolge der Vergangenheit auch Gewinne in der Zukunft bedeuten. Doch so funktioniert das Börsenleben nun einmal nicht, das habe ich u.a. aus den Zeiten des Neuen Marktes gelernt. Mein schnell und leicht verdientes Geld habe ich auch schnell und leicht(fertig) wieder verloren. Auch deshalb habe ich mich ja zum Value-Investor entwickelt. Um dem Zocken, dem Traden, zu entkommen, den schnellen Gewinnen und hohen Verlusten. Stattdessen möchte ich langfristig Vermögen und Werte aufbauen. Dass meine Jahresperformance bisher bei knapp 40 Prozent liegt, sollte und muss ich vor allem dem Glück zuschreiben, nicht meiner eigenen Genialität. Denn nachdem ich die Aktien gekauft habe, haben ja andere für meinen Kursgewinn gesorgt. Ich habe nur das Glück gehabt, den richtigen Einstiegszeitpunkt erwischt zu haben, um diese Kursgewinne mitzumachen.

"Der Standpunkt bestimmt die Perspektive."
(Karl Marx)

Und so versuche ich, mich wieder korrekt zu fokussieren. Wie in dem Klassiker "Der Club der toten Dichter" mit Robin Williams in der Rolle des Lehrers Mr. Keating, als er die Klasse auf die Tische steigen lässt, um ihnen eine andere Perspektive auf das Altbekannte zu vermitteln. Genauso blicke ich auf mein Depot und sehe nicht die Under-Performer herausragen, über die ich mich ärgere, sondern die wenigen Super-Performer, die aus der Masse hervorstechen. Und ich freue mich, dass ich sie in meinem Depot habe, aber ich mache sie nicht (mehr) zum Maßstab für die anderen. Denn Chancen und Risiken gehen immer Hand in Hand an der Börse. Und würde ich versuchen, noch mehr dieser Top-Performer zu finden, würde ich damit zwangsläufig viel höhere Risiken in mein Depot laden. Und damit nicht nur meine Anlagestrategie ad absurdum führen, sondern zwangsläufig auch viel Geld verlieren. Denn auch die Risiken sind nicht nur abstrakte Größen, sondern werden bisweilen zu brutalen Realitäten. In einem steigenden Markt Kursgewinne zu erzielen ist relativ einfach, solange man die größten Dummheiten vermeidet. Aber wenn der Markt nicht mehr steigt, sondern vielleicht sogar fällt, dann zeigt sich, ob man die richtigen Werte im Depot hat und ob man die richtige Strategie fährt - und den Charakter hat, diese auch durchzuhalten. Und diesen Test, der mit Sicherheit irgendwann kommen wird, den werden ich doch lieber mit meinen bewährten Methoden und Aktien in Angriff nehmen, als mit hoch riskanten Spekulationen. Über die starken Kursgewinne von Blackstone, Starbucks und WCM freue ich mich trotzdem...

Donnerstag, 21. Mai 2015

WCM macht Lust auf mehr. Viel mehr!

Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG drückt mächtig auf die Tube und will nach ihrer Wiederauferstehung ihr neues Leben als Gewerbeimmobilieneigner in vollen Zügen genießen. Die von mir hier im Blog beschriebene Transformation und die ersten großen Deals zeigen, mit welcher Macht die Milliardäre, die hinter der WCM stehen, zurück ins Business drängen: wie Milliardäre eben Milliarden machen...

Seit meiner Empfehlung, aber eigentlich schon seit der Wiederbelebung im Dezember 2014 zog der Aktienkurs mächtig an und erreichte mit fast 4 EUR lang nicht mehr gesehene Höhen. Heute gab es nun Zahlen zum ersten Quartal, und die zeigen, weshalb sich WCM einer zunehmenden Beliebtheit in Anlegerkreise erfreut. Denn WCM schreibt schwarze Zahlen, obwohl die Mieteinnahmen aus den ersten Deals fast noch gar nicht im ersten Quartal geflossen sind und obwohl die ersten Einmalkosten für Akquisitionen schon im jüngsten Zahlenwerk verarbeitet wurden. So hat WCM im ersten Quartal einen Umsatz von 0,7 Mio. EUR erzielt, wobei eigentlich nur minimale Mieteinnahmen flossen aus einer Immobilie. Die drei Objekte, die erst in der zweiten Märzhälfte in das Eigentum der WCM AG übergingen, trugen nur für zwei Wochen zum Umsatz bei. Ab nun aber dauerhaft. Genauso verhält es sich mit den diversen angekündigten Zukäufen: der Bilanzansatz der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belief sich zum 31. März  auf 86,0 Mio. EUR nach 17,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2014. "Ursächlich hierfür war insbesondere das in der zweiten Märzhälfte erfolgte Closing des bereits Ende 2014 vermeldeten Erwerbs von drei Gewerbeimmobilien. Die im April angebahnten Transaktionen der WCM AG sind in dem Zahlenwerk naturgemäß noch nicht enthalten. Die Bilanzsumme stieg von 43,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 94,1 Mio. EUR zum 31. März 2015. Das Eigenkapital im Konzern erhöhte sich um rd. 5,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR".

Hier spiegelt sich ansatzweise das rasante Wachstum des WCM-Konzerns wieder und gibt einen ersten Blick auf das enorme Potenzial, das vor dem Unternehmen und seinen Anlegern liegt. Doch auch das Ergebnis unter dem Strich ist nicht uninteressant, gerade auch, weil WCM ja zu einem soliden Dividendenwert ausgebaut werden soll. Und diese müssen ja auch erwirtschaftet werden, will man nicht aus der Substanz ausschütten (müssen). Im 1. Quartal drehte das Konzernergebnis von -0,3 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf plus 0,4 Mio. EUR. Das klingt jetzt nicht spektakulär und schon gar nicht ausschüttungsrelevant. Allerdings muss man bedenken, dass ja erst geringe Einnahmen geflossen sind, aber gleichzeitig in diesem Ergebnis bereits Transaktionskosten von 2,9 Mio. EUR als Einmalbelastung verarbeitet wurden. Wenn also der Vorstand verkündet, er plane für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses, dann kann man ihm hierbei getrost folgen. Denn großvolumige und renditestarke Zukäufe wurden bereits avisiert und vermutlich wird WCM-Chef Efremidis auf der anstehenden Hauptversammlung am 16. Juni hierzu ein wenig den Vorhang lüften. Womöglich auch schon erste Indizien geben für die zu erwartende Kapitalerhöhung, mit der die Zukäufe auf den Weg gebracht werden sollen.

WCM macht jedenfalls Nägel mit Köpfen und dürfte seinen Aktionären noch viel Freude bereiten. Ehlerding & Co. haben wieder großes vor mit "ihrem Baby" und wir Kleinanleger können uns freuen, dass die Milliardäre dies nicht ganz ohne uns und unser Geld tun können.

WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Andere Ansichten: Weshalb Starbucks in Buffetts Portfolio passt

Ist es eine skurrile Idee, die "The Motley Fool" da spinnt, oder gibt es gar gut Gründe, warum Starbucks in Buffetts Portfolio passt? Zwar halte Buffett keine Anteile an Starbucks, aber das Unternehmen biete einige Qualitäten, die in Buffetts Schema passten. So sei die Preissetzungsmacht von Starbucks herausragend und dem Unternehmen gelänge es immer wieder, nicht nur Preise zu erhöhen, ohne Kunden zu verlieren, sondern auch zusätzliche Angebote im hochpreisigen Segment in seinen Läden zu etablieren. Das Unternehmen stelle das Kundenerlebnis in der Vordergrund, indem es einen dritten Ort schaffen wolle, der zwischen dem Arbeitsplatz und dem Zuhause liegt und an dem Verbraucher entspannen und das Angebot des Unternehmens in einer angenehmen Umgebung genießen könnten. Mit seinen mehr als 22.000 Läden sei Starbucks dabei, ein globales Imperium aufzubauen und trotz des starken Umsatz- und Ergebniswachstums auch noch seine operative Marge auf inzwischen 17 Prozent auszuweiten. Und daher sei das Ziel des Management, den 16 Mrd-Umsatz des Jahres 2014 bis 2019 auf 30 Mrd. annähernd zu verdoppeln, zwar ehrgeizig, aber auch nicht abwegig.

Warren Buffett liebe Unternehmen mit konkurrenzfähiger und überlegener Preissetzungsmacht und Starbucks steche in diesem Bereich heraus, so dass das globale Kaffee-Kraftwerk einen Platz in Buffetts Portfolio verdient habe.

Starbucks und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 19. Mai 2015

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 1. Quartal 2015?

Value Investor Warren Buffett musste wieder für seine Investmentholding Berkshire Hathaway das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen, ein vierteljährlich vorzulegendes Dokument, in dem er seine An- und Verkäufe amerikanischer Börsengesellschaften offenlegen muss.

Wichtigste Käufe
Wells Fargo bleibt Buffetts absolute Lieblingsaktie! Weitere 6,8 Mio. Aktien verleibte er sich ein und hält nun rund 24 Prozent an der Bank bzw. 470,2 Mio. Stück. Und auch auf US Bancorp setzt er weiterhin. Mit 83,7 Mio. Aktien hält er nun gut 4 Prozent mehr als noch vor 3 Monaten. Weiter zugekauft hat er ebenfalls bei IBM, wo er nach dem Erwerb von gut 2,5 Mio. Aktien inzwischen 79,57 Mio. bzw. 8 Prozent aller Anteile hält. Vom Landmaschinenhersteller Deere & Co. kaufte Buffet weitere 213.204 Aktien und hält inzwischen 17,3 Mio. Anteile. Des Weiteren hat es ihm der Öl-Raffinerie-Betreiber Phillips 66 angetan, wo er gut 1 Mio. neue Aktien zukaufte und jetzt 7,5 Mio. Anteile besitzt. Größer geworden ist auch seine Position in Rupert Murdochs 21st Century Fox, einer Abspaltung von dessen News Corp., an der Buffett nun 6,23 Mio. Anteile hält nach 4,7 Mio. Aktien im Vorquartal.

Wichtigste Verkäufe
Nachdem Buffet im letzten Quartal 2014 noch beim Medienunternehmen Charter Communications aufgestockt hatte, reduzierte er nun seinen Anteil um gut 500.00 auf knapp 6 Mio. Aktien. Ebenso erging es Viacom, wo er etwa 330.000 Aktien abstieß und nun noch 8,625 Mio. Anteile hält sowie Liberty Global, die er um 4 Prozent auf verbleibende 10,3 Mio. Aktien reduzierte.

Neben Medienwerten trennte sich Buffett auch von einigen Finanztiteln. Die Bank of New York Mellon hat Buffett noch mit 20,68 Mio. Anteilen im Depot und sie damit um gut 6 Prozent reduziert. Und auch American Express sank in seiner Gunst und wurde um 152.000 Aktien gestutzt. Die verbleibenden 9,885 Mio. Anteile reichen nicht mehr für Platz 3 in der Rangliste seiner größten Positionen aus, den nun unangefochten IBM einnimmt. Auch Mitbewerber Mastercard wurde reduziert und zwar um 3 Prozent auf 5,23 Mio. Anteile. Dass Buffett fast viermal so viele Aktien des Kreditkartenunternehmens VISA hält, liegt an deren Aktiensplit - unterm Strich hat Buffett auch hier seine Position leicht verringert. Vom US-Zulieferer Wabco verkaufte Buffett gleich 5 Prozent seines Anteils und hält nun noch 3,86 Mio. Aktien. Aber auch National Oilwell Varco stand weiter auf Buffetts Verkaufsliste, wo sein Aktienpaket um weitere 62 Prozent auf 1,98 Mio. Stücke schrumpfte nach zuvor noch 5,25 Mio. Anteilen.

Berkshires Portfolio
Die neben Wells Fargo und IBM größten Positionen in Buffetts Portfolio, Coca Cola (400 Mio. Aktien) und Walmart Stores (60,4 Mio Aktien), blieben unverändert, ebenso Suncor Energy, die er zuletzt massiv aufgestockt hatte.

Erkenntnisse
Buffett reduzierte seine Beteiligungen im Finanzbereich bei den Kreditkartenfirmen und setzt hauptsächlich auf seine beiden Favoriten unter den Banktiteln, während er andere konsequent reduziert. Im Medienbereich schichtet er um und fokussiert seine Anlagen auf einige wenige Unternehmen. Er setzt auf die amerikanische Konjunktur, denn ein guter Gradmesser ist hier der Landmaschinenhersteller Deere & Co., bei dem sich Buffett weiter engagiert, ebenso der Raffinerie-Betreiber Phillips 66 - in Deutschland bekannt durch die JET-Tankstellen.


Berkshire Hathaways Portfolio (Quelle: http://warrenbuffettstockportfolio.com)
   
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Montag, 18. Mai 2015

Börsenweisheit der Woche 20/2015

"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mich je für oder gegen einen Zukauf aufgrund von Makrofaktoren entschieden habe."
(Warren Buffett)

Samstag, 16. Mai 2015

Andere Ansichten: Die wertvolle Substanz von Villeroy & Boch

Für die "Wirtschaftswoche" ist der Keramikhersteller Villeroy & Boch ein Aktientipp mit wertvoller Substanz, der schöne Bäder und ein feinen Immobiliengewinn brächte. Dabei entpuppe sich ausgerechnet Russland mit einem Umsatzzuwachs von 30 Prozent zum Wachstumstreiber und auch die arabische Halbinsel brächte auf Jahre hinaus starke Neubestellungen im Vorfeld der Expo 2020 und der Fußball-WM 2022. Mit 25 Mio. EUR wäre jüngst der höchste Nettogewinn seit 25 Jahren erzielt worden und dass hierin auch ein Einmalertrag aus einem Immobiliengeschäft eingeflossen sei, wäre kein Schönheitsfehler. Im Gegenteil, es handele sich um eine clevere Umwidmung eines alten Firmengeländes in ein wertvolles Wohngebiet.

Villeroy & Boch befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Cisco-Chef Chambers räumt mit Top-Zahlen das Feld

Zum Juli wird John Chambers den Chefsessel beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems nach 20 Jahren räumen und an den für weltweite Geschäft zuständigen Top-Manager Chuck Robbins übergeben. Chambers wird Cisco als Chef des Verwaltungsrates erhalten bleiben und präsentierte nun letztmalig die Quartalsergebnisse des Internet-Titans.

Im dritten Geschäftsquartal, das bis Ende April geht, stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 2,4 Mrd. USD und der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 12,1 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,54 USD und damit ebenfalls über den Prognosen der Analysten, die durchschnittlich 0,53 USD erwartet hatten.

"Dieses ganze Gerede über neue Spieler, neue Software und
White-Label, das unser Geschäft killen würde, war völlig falsch."
(John Chambers)

Die guten Zahlen treffen auf ein gehöriges Maß an Skepsis, ob sich Cisco weiterhin behaupten können. Denn das in letzter Zeit stark zunehmende Geschäftsfeld "Software-Defined Networking" wildert in Ciscos Kerngeschäftsfeld, der Hardware-Netzwerkausrüstung. Diese Gefahr, die durch eine Reihe von Start-ups immer konkreter wird, sieht auch Cisco und verstärkt sich selbst in diesem Bereich. Und bisher hinterlässt der Hype um SDN (noch) keine Spuren in der Cisco-Bilanz und im letzten Quartal generierte man einen sagenhaften Cashflow von 3 Mrd. USD, der vom Unternehmen gerne für Aktienrückkäufe und Dividenden für die Aktionäre verwendet wird. Die Quartalsdividende hatte Cisco gerade erst um mehr als 10 Prozent auf 0,21 USD angehoben.

Unbestritten, Cisco sieht sich wachsender Konkurrenz und neuen Herausforderungen gegenüber, doch das Unternehme hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass es adäquat auf neue Herausforderungen reagieren kann. Dabei schreckte der scheidende CEO Chambers auch vor der Schließung ganzer Geschäftsbereiche und der Entlassung tausender Mitarbeiter nicht zurück, um Cisco auf Erfolgskurs zu halten. Der Erfolg gibt ihm recht und es ist anzunehmen, dass auch unter dem langjährigen Cisco-Manager Robbins diese Marschroute konsequent fortgesetzt wird. Daher bleibt Cisco als Quality Invstment aussichtsreich und auf meiner Empfehlungsliste. Der Dow-Jones-Wert ist mit einem KGV von unter 13 und einer Dividendenrendite von fast 3 Prozent attraktiv bewertet und bietet für Langfristanleger eine hervorragende Möglichkeit, am boomenden Wachstumsmarkt "Internet der Dinge" zu partizipieren.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Andere Ansichten: Die notwendige Plage Finanzinvestoren

Markus Horntrich schreibt bei "The European" über den großen Nutzen von Finanzinvestoren und weshalb sie eine notwendige Plage seien. Entgegen ihrem negativen Image hätte Blackstone, KKR oder Permira deutschen Unternehmen dringend benötigtes Eigenkapital zur Verfügung gestellt, sie durch schwierige Restrukturierungen und Krisen begleitet und sie oftmals mit mehr Mitarbeitern und wirtschaftlich deutlich besserer Verfassung als vor ihrem Einstieg wieder verlassen. ProSiebenSat1, Premiere (heute Sky Deutschland), WincorNixdorf seien nur einige erfolgreiche Beispiele.

Blackstone Group L.P. und KKR & Co. L.P. befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten: Aurelius starker Start ins Geschäftsjahr

"Der Aktionär" berichtet über den starken Start von Aurelius ins Geschäftsjahr 2015. Der Umsatz der Münchener sei im ersten Quartal 2015 um 11 Prozent auf 433,9 Mio. EUR geklettert und das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EBITDA) um 5 Prozent auf 26,7 Mio. EUR, obwohl im Geschäftsjahr 2014 mehrere profitable Beteiligungen veräußert und neue, noch nicht profitable Töchter gekauft wurden. Das Plus sei rein auf operative Verbesserungen zurückzuführen, da in das erste Quartal keine Abschlüsse gefallen sind, die sich sonst im Ergebnis mit Anteilen aus Unternehmensverkäufen sowie Kapitalkonsolidierungen nach Unternehmenskäufen niederschlagen würden. Die drei im Geschäftsjahr 2015 bereits angekündigten Übernahmen, dem Erwerb des Europa-Geschäfts der Tavex-Gruppe, der europäischen Handarbeitssparte von Coats sowie des Geschäftsbereichs Vollpappe und bedruckte Kartonagen der Smurfit Kappa Gruppe würden im zweiten Quartal 2015 abgeschlossen und diese Transaktionen somit das zweite Quartal entsprechend beeinflussen.

Der Net Asset Value (NAV) des Konzerns liege unverändert bei 1,15 Milliarden Euro, da im ersten Quartal keine abgeschlossener Transaktionen vorlägen. Mit liquiden Mitteln in Höhe von 304,2 Mio. EUR sei Aurelius bestens finanziert, um weitere Zukäufe zu tätigen, auch wenn hiervon noch rund 63 Mio. EUR für die anstehende Dividendenausschüttung von 2 EUR je Aktie abzuziehen seien und die Kaufpreise für die genannten Transaktionen. Insgesamt könnten bis zu 8 Käufe in 2015 getätigt werden und auch auf der Exit-Seite würde Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus noch eine rege Tätigkeit erwarten.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Andere Ansichten: Volle Fahrt des Telekom-Tankers

Die ARD-Börse berichtet, die Deutsche Telekom sei mit viel Schwung ins Jahr 2015 gestartet und bleibe auf Wachstumskurs. Insbesondere der Umsatz der einstigen Problemtochter T-Mobile US hätte um 11,7 Prozent auf 7,7 Mrd. USD zugelegt und das bereinigte EBITDA um 18,4 Prozent auf 1,4 Mrd. Mit 1,8 Mio. neuen Kunden im ersten Quartal sei der Kundenstamm im Jahresvergleich um knapp 7,8 Mio. gestiegen, wobei auch der starke US-Dollar erheblich positiv gewirkt hätte. Die Telekom wolle ihren Anteil an der US-Tochter zwar weiterhin reduzieren, stehe aber aufgrund der guten Ergebnisse nun nicht mehr so stark unter Druck.

Auf Konzernebene hätten die Erlöse um 13 Prozent auf 16,84 Mrd. EUR zugelegt und damit die Expertenerwartungen übertroffen. Auch beim operativen Ergebnis, dem bereinigten EBITDA , habe die Telekom mit einem Plus von 11 Prozent auf 4,57 Mrd. EUR besser als erwartet abgeschnitten. Unter dem Strich hätten 787 Mio. nach 1,82 Mrd. EUR im Vorjahr gestanden, was auf einen milliardenschweren Sonderertrag im ersten Quartal 2014 zurückzuführen sei.

Die Deutsche Telekom befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 12. Mai 2015

Andere Ansichten: BaFin-Warnung vor Versicherungspleiten

Wie n-tv berichtet, warnt inzwischen sogar die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Deutschland drohten Versicherungspleiten. Die staatlichen Überwacher der Finanzbranche sehen die anhaltende Niedrigzinsphase mit großer Sorge, die mit den sich verschärfenden Kapitalregeln ("Solvency II") zu einer gefährlichen Gemengelage für die Branche werden könne. Die BaFin durchleuchte daher zur Zeit viele Versicherer und gehe davon aus, auch mehr als zehn Unternehmen "in aufsichtliche Manndeckung" nehmen zu müssen.

Darüber hinaus kündigte die BaFin zudem einen Stresstest für kleinere Banken an und sieht die zunehmenden Regulierungsvorschriften und administrativen Vorgaben als ernstzunehmende Risiken an. Übertriebener Verbraucherschutz sei schädlich, so die BaFin.


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Weitere Artikel zum Thema:

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02.12.2014 Einfach gedacht: Versicherungsaktien: Renditen runter, Risiko rauf
27.08.2013 Einfach gedacht: Niedrigzinsniveau gefährdet Lebensversicherer
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Operativ läuft es bei Balda immer besser

Die Balda AG hat 9-Monats-Zahlen vorgelegt und die bergen Licht und Schatten. Einerseits hebt man die Prognose an, weil man beim Umsatz um mehr als 20 Prozent zulegen konnte auf 61,9 Mio. EUR und nun 80 bis 82 Mio. EUR für das Gesamtjahr erwartet. Dies zeigt, dass Balda operativ weiter vorankommt und der Turnaround zunehmend Gestalt annimmt.

Auf der anderen Seite hingegen kassiert das Unternehmen ebenfalls seine Prognose, in diesem Geschäftsjahr bereits wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das EBIT werde nämlich von einmaligen Sondereffekten in Höhe von 2,4 Mio. EUR belastet, die "im Wesentlichen" auf Rückstellungen zurückzuführen seien, die aus den anhängigen Klageverfahren resultieren. So wird man von ehemaligen Geschäftspartnern verklagt und fordert selbst Schadensersatz von früheren eigenen Organmitgliedern. Als Konsequenz weist Balda für den Zeitraum Juli 2014 bis März 2015 ein Ergebnis nach Steuern von 4,5 Mio. EUR aus, das damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,4 Mio. EUR liegt und eben "primär auf das geringere Finanz- und Steuerergebnis zurückzuführen" sei.

Entwicklung der operativen Segmente
"Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Amerika ein Umsatzwachstum um 16,4% auf 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 29,2 Mio. EUR). Mit 1,2 Mio. EUR lag jedoch das EBITDA unter dem Vorjahreswert von 1,7 Mio. Euro, was ebenfalls auf die einmaligen Sondereffekte zurückzuführen ist. Dies ist auch deutlich im EBIT zu erkennen, das mit -0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von -0,4 Mio. EUR lag. Mit 26,9% steigerte sich das Segment Europa signifikant und verzeichnete nach neun Monaten einen Umsatz von 27,8 Mio. EUR nach 21,9 Mio. EUR im Referenzzeitraum. Das Segment-EBITDA lag mit 1,9 Mio. EUR ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von -0,3 Mio. EUR. Ebenfalls gestiegen ist das operative Ergebnis, Balda erwirtschaftete ein Segment-EBIT von 0,5 Mio. EUR nach -1,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im Bereich Sonstige führten Kosten im Zusammenhang mit der Schließung von einem Tochterunternehmen in Singapur zu einem negativen EBITDA von -0,3 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR in der Vergleichsperiode."

Fazit
Die operativen Fortschritte sind beeindruckend, insbesondere das starke Umsatzwachstum gibt Anlass zu Hoffnungen. Hier sollte es für Balda künftig auch darum gehen, bessere Margen zu erzielen, um wieder Geld zu verdienen. Die anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden das Unternehmen und seine Aktionäre noch einige Zeit begleiten; allerdings überwiegen hier meines Erachtens die Chancen, die sich hieraus für Balda ergeben. Doch selbst wenn es hier zusätzliche Erträge geben sollte, muss der eigentliche Fokus doch auf dem operativen Geschäft liegen. Denn hier muss Balda endlich beweisen, dass sie erfolgreich unternehmerisch tätig sein können. Von einem möglichen Zukauf, den sich Balda ja leisten kann und will, war leider nicht die Rede. Insofern muss man als Aktionär auch hier noch Geduld aufbringen. Diese ist jedoch nach Benjamin Graham ohnehin die oberste Tugend des Investors. Und so bleibt die Erkenntnis, dass sich seit meiner Erstempfehlung wenig getan hat: der Aktienkurs ist annähernd unverändert, die Konten sind nach wie vor prall gefüllt und der mögliche große Zukauf lässt weiter auf sich warten. Die Rechtsstreitigkeiten mit ihren Chancen und Risiken gibt es on Top, doch operativ kommt Balda deutlich voran. Und daher bleibt der Wert weiter auf meiner Empfehlungsliste, denn die Spekulation auf deutliche Kurszuwächse hat weiterhin reichlich Nährboden.

Montag, 11. Mai 2015

Aurelius will noch mehr Erfolg und noch glücklichere Aktionäre

Aurelius, die Münchner Beteiligungsgesellschaft, lädt am 15. Juni zur Hauptversammlung und will dabei die Weichen für einen noch größeren Erfolg legen. Dazu soll die AG in eine KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) umgewandelt werden, deren voll haftende Gesellschafterin eine SE (Aktiengesellschaft europäischen Rechts) wird. Dieser vorgeschlagene Formwechsel der Gesellschaft soll die strukturellen Voraussetzungen schaffen, damit eine schnelle Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit der Organe erhalten bleibt und Aurelius auch in Zukunft erfolgreiche Unternehmenstransaktionen durchführen kann. Er soll zudem die strukturellen Voraussetzungen legen, um wesentlich beteiligten Aktionären einen unmittelbaren Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsgremiums zu ermöglichen, welches die Unternehmensführung bestellt und kontrolliert.

Für den einzelnen Aktionär, der sich an einem erfolgreichen Business beteiligen will, ändert sich nicht wirklich etwas: er kann weiterhin Aktien über die Börse kaufen und verkaufen und er erhält weiterhin einen Anspruch auf seinen Teil des Unternehmensgewinns. Eine ausführliche Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen des Rechtsformwechsels sowie der künftigen Beteiligung der Aktionäre wird der vom Vorstand erstellte Umwandlungsbericht enthalten, der den Aktionären zugänglich gemacht wird. Eine der bekanntesten KGaAs Deutschlands ist übrigens Persil-Hersteller Henkel.

Neben diesen Plänen sollen die Aktionäre aber noch einer Reihe weiterer Maßnahmen zustimmen. Natürlich der angekündigten Rekord-Dividende von 2,00 EUR je Aktie, das dürfte kaum Widerspruch ernten. Dann möchte der Vorstand neues Eigenkapital genehmigt bekommen und zwar die Erneuerung und Erhöhung des Genehmigten Kapitals auf bis zu 15,84 Mio. EUR. Damit soll der zulässige Umfang von 50 Prozent des Grundkapitals ausgeschöpft werden, damit die Gesellschaft auch künftig in der Lage wäre, bei Bedarf ihre Eigenmittel umfassend zu verstärken. Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss wird dabei auf max. 20 Prozent des Grundkapitals begrenzt. Das ist schon eine gewaltige Summe, die natürlich nicht einfach so eingefordert wird, sondern nur, wenn Aurelius entsprechende lukrative Käufe im Visier hat. Und alleine die Tatsache, dass der Vorstand hier den gesetzlich maximal zulässigen Rahmen ausschöpfen möchte zeigt, dass die Ankündigungen, die Deal-Pipeline sei prall gefüllt, wohl keine Worthülsen sind, sondern sich schnell konkretisieren könnten. Bedenkt man, dass Aurelius seit ihrem Bestehen ihr eingesetztes Eigenkapital mit jedem Deal im Durchschnitt mehr als verachtfacht hat, sollte niemanden eine mögliche Kapitalausweitung diesen Umfangs einschüchtern. Im Gegenteil...

Doch der Vorstand möchte auch zwei direkt wirkende Maßnahmen von den Aktionären genehmigt bekommen. Zum einen möchte man die im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien einziehen, also vernichten. Das heißt, dass das Grundkapital sinkt und jede ausstehende Aktie einen größeren Anteil am Unternehmen und am Gewinn darstellt. Für die Aurelius-Aktionäre also eine gute Nachricht. Schaut man sich dann noch die aktuellen Zahlen des Aktienrückkaufs an, wären Begeisterungsbekundungen durchaus angesagt: es wurden insgesamt 279.998 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 31,884 EUR erworben. Der Schlusskurs vom Freitag lag fast exakt 11 EUR je Aktie höher, so dass der Rückkauf und die Einziehung der Aktien für Aurelius-Aktionäre einen Mehrwert von knapp über 3 Mio. EUR erbracht haben wird.

Doch damit nicht genug. Aurelius schlägt vor, gleich wieder ein weiteres Aktienrückkaufprogramm aufzulegen und der Erfolg der bisherigen Rückkäufe und ihre elektrisierende Wirkung auf den Aktienkurs dürften hier die Anlegerherzen höher schlagen lassen.

Unter dem Strich sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen sich für das Unternehmen und den Aktienkurs positiv auswirken und die nach wie vor glänzenden Rahmenbedingungen im Private Equity Business lassen mich auch weiterhin optimistisch auf den Top-Performer meiner Empfehlungsliste blicken, der nach zweieinhalb Jahren eine stolze Rendite von mehr als 300 Prozent aufweist. Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen hat sich das eingesetzte Kapital seitdem also mehr als vervierfacht.Und ein Ende der Erfolgsstory ist nicht abzusehen...

Börsenweisheit der Woche 19/2015

"Wenn wir wieder bei Zinssätzen ankommen, die normal sind, sehen diese Aktienpreise hoch aus. Wenn die Zinssätze auf diesem Niveau bleiben, sehen Aktien billig aus."
(Warren Buffett)

Freitag, 8. Mai 2015

Andere Ansichten: Die häufigsten Irrtümer bei ETFs

Die häufigsten ETF-Irrtümer hat "Finanzen100" zusammengetragen, denn ganz so einfach, wie immer suggeriert werde, seien diese Anlageprodukte nicht. So seien ETFs (Exchange-traded Funds) zwar Indexfonds mit sehr geringer Kostenbelastung, aber eben auch nicht gänzlich ohne. Daher bildetetn sie allenfalls näherungsweise den zugrundeliegenden Vergleichsindex ab, aber nicht exakt zu 100 Prozent. Darüber hinaus sei es ein Irrtum anzunehmen, ETFs seien die Lösung aller Anlegerprobleme, denn sie böten keine Lösung für Anlegerfehlverhalten: nämlich zum falschen Zeitpunkt zu kaufen und zu verkaufen, die Bewertung zu ignorieren, kein Verständnis für das zugrundeliegende Geschäftsmodell einer Firma zu haben, dem Spieltrieb nachzugeben oder einfach blind einem Trend zu folgen.

Jungheinrich bleibt mit Vollgas auf Rekordkurs

Nachdem die Hamburger Jungheinrich AG, weltweit drittgrößter Hersteller von Flurförderfahrzeugen, Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt und dabei und Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT erzielt hatte, wurde im ersten Quartal weiter mächtig Gas gegeben. Der Auftragseingangswert lag bei 666 Mio. EUR und legte damit um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zu, während der stückzahlbezogene Auftragseingang sogar noch deutlicher um 20 Prozent auf 24.500 Fahrzeuge zulegte. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 31. März 2015 mit 451 Mio. EUR um 14 Prozent über dem Vorjahreswert.

Alle Geschäftsbereiche trugen zum starken Wachstum bei, so dass der Konzernumsatz im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 620 Mio. EUR stieg. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland wuchsen um 3 Prozent und die Umsatzerlöse außerhalb Europas um 9 Prozent. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz lag unverändert bei 10 Prozent, während sich die Auslandsquote von 74 auf 75 Prozent erhöhte.

Um das Wachstum weiterführen zu können, investiert Jungheinrich auch stetig in neue Mitarbeiter und hat im 1. Quartal seine Personalkapazität insbesondere im Vertrieb in Europa weiter ausgebaut. So waren zum 31. März konzernweit 12.740 Mitarbeiter und damit 191 mehr als zum Jahresende 2014 beschäftigt.

Nicht ganz unwesentlich für ein Unternehmen ist allerdings auch, was am Ende unter dem Strich übrig bleibt - gerade die Aktionäre freuen sich über Gewinne. Der Jungheinrich-Konzern hat sein EBIT im 1. Quartal um 5 Prozent auf 42,3 Mio EUR (Vorjahr: 40,2) steigern können. Die Umsatzrendite betrug 6,8 Prozent und lag damit nur unwesentlich unter dem Vorjahreswert von 7,0 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich sogar um 7 Prozent auf 27,6 Mio. EUR, so dass dem entsprechend das Ergebnis je Vorzugsaktie im 1. Quartal einen Wert von 0,84 EUR erreichte (Vorjahr: 0,79 EUR).

Jungheinrich belegt mit diesen starken Zahlen, dass der Wachstumskurs unbeirrt fortgesetzt wird und dies weiterhin sehr profitabel. Dem avisierten Umsatzziel von 3 Mrd. EUR im Jahr 2017 kommt das Unternehmen einen weiteren großen Schritt näher und die positive Auftragsentwicklung in den ersten Monaten lässt das nächste erfolgreiche Jahr für Jungheinrich erwarten. Folgerichtig wurde kürzlich die Dividende deutlich um 0,18 EUR erhöht, und zwar auf 0,98 EUR je Stammaktie und 1,04 EUR je Vorzugsaktie. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende je Vorzugsaktie um 21 Prozent und die Ausschüttung erfolgt am Tag nach dem Beschluss durch die Hauptversammlung am 19. Mai.

Jungheinrich ist ein börsennotiertes Family Business und wächst unaufgeregt und leise. Dafür allerdings stark und erfolgreich, so dass der Wert folgerichtig auf meiner Empfehlungsliste steht. Der jüngste Kursrücksetzer bietet eine hervorragende Einstiegs- und Nachkaufchance für langfristig orientierte Anleger, die auf Qualität mit profitablem Wachstum setzen wollen.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Andere Ansichten: Microsoft als bester Weg, ins Internet der Dinge zu investieren

"Microsoft ist der beste Weg, um in das Internet der Dinge zu investieren" meint "The Motley Fool" und zeigt auf, wie die neue Strategie von CEO Satya Nadella den Software-Dino auf Erfolgskurs trimmt. So habe er die Produkte des Unternehmens, insbesondere die Office Suite,  für Android- und iOS-Geräte verfügbar gemacht und forciere die Interoperabilität, also die übergreifende Kommunikation, verschiedener Systeme voran mit dem Ziel, eine bessere Vernetzung der Geräte zu erreichen. Nachdem man in den vergangenen Jahren den Trends eher hinterher gelaufen sei, scheine sich Microsoft nun an die Spitze der Entwicklung gesetzt zu haben und zu einem der Hauptakteure im globalen Wachstumsmarkt des Internets der Dinge zu werden.

Microsoft befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Schmeißt Buffett die Rückversicherungsaktien aus seinem Depot?

Warren Buffett ist der drittreichste Mensch der Welt und er liebt Versicherungen, denn sie spülen seiner Investmentholding Berkshire Hathaway nahezu zinslos Unmengen an Cash auf's Konto, das der Meister dann gewinnbringend investieren kann. Doch diese Symbiose bekommt Risse...

In Berkshires Portfolio schlummern einige Versicherungen, die meisten davon sind nicht (mehr) börsennotiert. Und wie Genereal Re oder Geico gehören sie ganz oder zum größten Teil Buffett, so dass sie in der Berkshire-Bilanz konsolidiert werden - und Buffett somit Zugriff auf deren Cashflow hat. Dieses ist einer der Geheimnisse von Buffetts schier unnachahmlichem Investmenterfolg, der stets fließende und nicht versiegende Strom an billigen Geldes für seine Investmentideen. Denn die Prämien fließen kontinuierlich und seitens der Kunden als Vorkasse, auszahlen muss die Versicherung erst später, wenn ein Schaden eingetreten ist. In der Zwischenzeit kann die Versicherung, respektive Buffett, mit dem Geld arbeiten und Erträge erwirtschaften.

Und daran wird sich auch nichts ändern! Zwar hat Buffett unlängst sehr kritische Worte über die Rückversicherungsbranche gefunden und dargestellt, dass insbesondere die Hedgefonds den Rückversicherern das Leben schwer machten und es den Rückversicherern die nächsten 10 Jahre nicht so gut gehen werde wie in den vergangenen 30 Jahren. In ihrem Geschäftsfeld hätten sich die Aussichten stark eingetrübt und die Unternehmen könnten nichts dagegen tun, denn der Wettbewerb habe für einen Preisrückgang gesorgt, während die niedrigen Zinsen die Anleihe-Depots unter Druck setzten. Allerdings kann und will er diesen enormen Cashflow nicht stoppen, denn Buffetts große Liebe ist und bleibt das Investieren. Und daher wird Berkshire sich auch nicht von diesen Unternehmen trennen und der Versicherungsbranche treu bleiben. Zuletzt ist Buffett Langzeitinvestor mit einem Anlagehorizont von "ewig" und dass es im Business mal Täler gibt, die auf Gipfel folgen, gehört einfach dazu. Für Buffett ist dies kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen oder hektisch zu agieren. Im Gegenteil: er hat die richtigen Manager in seinem vielen Tochterfirmen, die das operative Geschäft betreiben und sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen.

Also alles im grünen Bereich? Nicht ganz... Denn Buffett hält auch Aktienpakete an Versicherungen, die nur Minderheitsbeteiligungen darstellen und ihm eben nicht den Vorteil des direkten Zugriffs auf den Geldstrom erlauben. Diese sind also für ihn reine Finanzbeteiligungen, die er aufgrund ihrer langfristigen Wachstumsperspektiven, ihrer attraktiven Bewertung und ihrer hohen und steigenden Dividenden erworben hat. Zu diesen Finanzbeteiligungen zählen die Swiss Re und die Munich RE, der größte Rückversicherer der Welt. Und da Buffett ein rein sachlich orientierter Investor ist, wäre es nur konsequent, wenn er sich von diesen nun trennen würde. Denn Berkshire Hathaway weist eine große Ballung im Finanzsektor auf, bei Banken, aber eben noch viel stärker im Versicherungsbereich. Gerät die Branche nun in schwierigeres Fahrwasser, kann und wird die die Investmentholding insgesamt betreffen. Und Buffetts Regel Nummer 1 lautet: "Verliere kein Geld!". Noch liegt er mit seinen Investments in diesem Bereich weit vorne, aber die sich immer weiter zuspitzende Situation in der Branche kann zu einem echten Flaschenhals werden, wenn zu viele Investoren zur gleichen Zeit aussteigen wollen. Daher würde es mich nicht wundern, wenn Buffett bereits auf der Verkäuferseite wäre und der Abgabedruck bei der Munich Re seit der Dividendenzahlung auch hierauf mit zurückzuführen sein könnte. Immerhin hält Buffett rund 11 Prozent der Aktien.

Vielleicht wissen wir in wenigen Tagen schon, ob Buffett bereits Munich Re-Aktien verkauft hat, denn er muss seine Handelsaktivitäten der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC melden und diese werden dann veröffentlicht. Dies beinhaltet zwar nicht die außeramerikanischen Positionen, aber nicht selten gibt Buffetts begleitende Interviews und ich denke, die Versicherungsbranche wird hier einer besonderen Betrachtung unterzogen werden, weil Anleger rund um den Globus wissen wollen, wie Buffett mit der Situation umgeht. Und oft Berkshire Hathaway selbst trotz des großen Versicherungsanteils eine krisenfeste Anlage bleibt.

Berkshire Hathaway befindet sich weiterhin auf meiner Empfehlungsliste, allerdings momentan nur noch als Halteposition.


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27.04.2015 Deutsche Lebensversicherungsbranche ist die riskanteste der Welt!
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27.08.2013 Einfach gedacht: Niedrigzinsniveau gefährdet Lebensversicherer
08.11.2012 Dividendenwerte schlagen Lebensversicherungen!

Dienstag, 5. Mai 2015

Andere Ansichten: Warren Buffetts Unlust auf Rückversicherer

"Warren Buffett macht keine Lust auf Rückversicherer" titelt das "Wirtschaftsblatt" und verweist auf dessen jüngste Aussagen, dass insbesondere die Hedgefonds den Rückversicherern das Leben schwer machten. So werde es den Rückversicherern die nächsten 10 Jahre nicht so gut gehen wie in den vergangenen 30 Jahren, denn in ihrem Geschäftsfeld hätten sich die Aussichten stark eingetrübt und die Unternehmen könnten nichts dagegen tun. Der Wettbewerb habe für einen Preisrückgang gesorgt, während die niedrigen Zinsen die Anleihe-Depots unter Druck setzten.

Ich hatte kürzlich bereits "Rückversicherungsaktien als Value Traps" bezeichnet.

Datagroup mit starken Margen und Ergebnisexplosion

Datagroup ist eine meiner ältesten Empfehlungen, denn bereits Ende 2012 stellte ich die "IT-Holding mit Cloud-Phantasie" hier vor. Seitdem ist das Unternehmen stetig gewachsen, auch durch Firmenübernahmen, und hat nun Zahlen für seines erstes Geschäftshalbjahr mitgeteilt. Und die sind höchst erfreulich für die Anleger.
"In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2014/2015 verbuchte DATAGROUP einen Ergebnissprung. Bei einem Umsatz von 78,4 Mio. EUR (Vj. 79,1 Mio. EUR ) konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 7,3 Mio. EUR gesteigert werden (Vj. 6,1 Mio. EUR vor a.o. Aufwendungen). Die EBITDA-Marge lag mit 9,3% erheblich über dem Vorjahreswert (7,8% vor a.o. Aufwendungen). Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg stark von 3,3 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr (+37,5%). Unter dem Strich stand ein Periodenüberschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Das bedeutet ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 33 Cent, das ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert lag (Vj. 13 Cent vor a.o. Aufwendungen)."
Der IT-Dienstleister konzentriert sich zunehmend auf hochmargige IT-Services und Dank der jüngsten Auftragsgewinne aus der CORBOX-Vertriebsoffensive sollte das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte weiter stark steigen, so dass der Vorstand für das Gesamtjahr ein Rekord-EBITDA erwartet.

Die jüngsten Erfolge lassen auch für die Dividende Gutes erwarten. Allerdings müssen sich Anleger hier noch eine ganze Zeit gedulden, denn die letzte Dividendenausschüttung liegt gerade mal ein paar Wochen zurück und betrug 20 Cents. Die nächste Ausschüttung dürfte Ende März erfolgen und vermutlich deutlich über diesem Betrag liegen.

Datagroup befindet sich auf  meiner Empfehlungsliste und Anleger können guten Gewissens bei diesem Nebenwert engagiert bleiben und auf weitere Erfolge setzen, denn Datagroup wächst stark und wird dabei noch profitabler.

Montag, 4. Mai 2015

Börsenweisheit der Woche 18/2015

"Lägen die anderen nicht so oft falsch, wären wir nicht so reich."
(Charlie Munger)

Sonntag, 3. Mai 2015

Andere Ansichten: Börsenerfolg durch Nichtstun

"The Motley Fool" beschreibt, weshalb das Nichtstun eine hervorragende und überaus renditeversprechende Anlagestrategie ist. Wharton-Professor Jeremy Siegel habe in seinem Buch "Langfristig Investieren" eine interessante Antwort auf die Frage gegeben, was man dazu brauche, ein guter Investor zu sein: Die Fähigkeit, einfach gar nichts zu tun. Die langweiligen, etablierten Aktienunternehmen brächten auf Dauer die besseren Resultate gegenüber den jungen, dynamischen Newcommern. Und insbesondere die Branchen Konsumgüter, Gesundheit und Finanzen hätte seit 1963 die besten Resultate für diese Buy&Hold-Strategie geliefert.

Samstag, 2. Mai 2015

Buffetts Berkshire Hathaway läuft und läuft und läuft...

Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway macht gerade Schlagzeilen, denn an diesem Wochenende pilgern wieder zigtausende von begeisterten Anhängern und Aktionären nach Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, um dem jährlichen Aktionärstreffen mit dem "Orakel von Omaha" beizuwohnen. Und diesen Mal ist es etwas ganz Besonderes, denn es jährt sich das 50. Jahr des Einstiegs von Buffett und Charlie Munger in das Unternehmen. Und der unvergleichliche Aufstieg des einstigen, von der Pleite bedrohten Textilunternehmens zur teuersten Aktie der Welt (215.800 US-Dollar).

Dieses "Woodstock für Reiche" ist aber nicht nur ein Riesenspektakel, wo es auch viele Produkte der Buffett-Firmen zu kaufen gibt, sondern es wurden am Rande auch die Zahlen für das abgelaufene 1. Geschäftsquartal bekannt gegeben. Und die zeigen mal wieder, weshalb Buffett der Großmeister der Investoren ist und bleibt: denn unterm Strich verdiente Berkshire Hathaway 5,16 Mrd. USD und damit 10 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 48,64 Mrd. USD.

Berkshire Hathaway hält ein Portfolio von über 80 Tochterfirmen und Aktienpakete an Großkonzernen wie Coca-Cola, IBM, Wells Fargo, American Express und Walmart. Im März hatte Buffett gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G die Fusion der US-Lebensmittelriesen Heinz Ketchup und Kraft Foods eingefädelt und neben den börsennotierten Aktiengesellschaften tragen auch immer mehr nicht-börsennotierte Unternehmen zum Erfolg bei, wie Duracell, See's Candies, BH Energy oder auch der Bahnkonzern Burlington Northern Santa Fe, dessen Gewinn um 44 Prozent auf gut eine Milliarde USD kletterte.

Viele dieser Unternehmen sind absolute Quality Investments und man kann nur an ihrem Erfolg partizipieren, wenn man in Berkshire Hathaway investiert. Die börsennotierten Gesellschaften hingegen kann man auch einzeln erwerben. Da Buffett regelmäßig über seine Transaktionen berichtet, ist es nicht schwer, seine Investments nachzuvollziehen. Doch bevor alle Transaktionen des ersten Quartals bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) bekannt gegeben werden mittels des Formulars 13-F, müssen wir uns noch etwas gedulden. Nur so viel hat Buffett schon vorab verraten: auch im ersten Quartal hat er weitere Aktien von IBM hinzugekauft, die inzwischen zu den mit Abstand vier größten Positionen in seinem Portfolio gehören. Dazu passend dürfte Buffett sich über die jüngste Ankündigung IBMs freuen, die Quartalsdividende das zwanzigste Jahr in Folge anzuheben. Und zwar um weitere 18 Prozent bzw. 20 Cents auf 1,30 USD je Aktie.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt ein Basisinvestment für alle langfristig orientierten Anleger.

Freitag, 1. Mai 2015

Andere Ansichten: Rasante Transformation von WCM

Gereon Kruse befasst sich bei seinem "boersengefluester" mit der bemerkenswerten Geschwindigkeit, mit der bei WCM die Transformation vom Pleitewert zum veritablen Bestandshalter von Gewerbeimmobilien vorangetrieben würde. Insbesondere die zu erwartende Finanzierung der Portfolio-Ausweitung auf über 300 Mio. Euro über eine Kapitalerhöhung wird dabei thematisiert, ihre Dimension und zu welchen Kursen sie kommen könnte.

WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.