Sonntag, 21. Februar 2016

Andere Ansichten zur US-Ölproduktion

Daniel Koinegg vom Bargain-Magazine hat sich des Themas US-Öl-Produktion angenommen und untersucht, welche Einflussfaktoren auf den Ölpreis wirken, wie sich also neue Fördermethoden, wie das Fracking, auf die Zahl der Bohrungen ausgewirkt hat und damit auf die Fördermenge und den Preis. Insbesondere schaut er sich den Zusammenhang zwischen den Rig-Counts und den Veränderungen des Ölpreises genauer an und zieht hieraus Schussfolgerungen auf die künftige Entwicklung von Ölpreis und damit einhergehend auch auf die Kurse von Ölförder-Unternehmen. Und am Ende zieht er ein Resümee bzgl. seiner eigenen Investments im Bereich der Ölwerte und was er hier an neuen Erfahrungen gemacht hat und welche Lehren er hieraus für seinen Investmentprozess ziehen kann.


Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    weit weniger fundiert, dennoch ebenso kritisch überdenke auch ich meine Investments. Daniel und ich sind offensichtlich beide sehr stark in der Ölbranche investiert. Die Positionen liegen im Minus. Deine Öl Investments mit Deutsche Rohstoff und Blackrock sind weniger konzentriert. http://fgcapital.de/schweinezyklus-nein-man-kann-das-nicht-essen/
    Ich habe ebenfalls versucht einen Blick auf die Ölpreisentwicklung zu werfen. Der vorherrschende „Schweinezyklus“ lässt mich jedoch positiv in die Zukunft blicken.
    Wie denkst Du aktuell über Ölinvestments, auch vor dem Hintergrund, dass Buffett hier jetzt stark investiert. Warren Buffett denkt offensichtlich ähnlich, hatte nur genügend Erfahrung um nicht bereits vor einem Jahr zu investieren, als die Preise bereits um 60 % gefallen sind….

    BG
    FLO

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    1. Buffett investiert nicht in Öl-Förderung, er investiert in Infrastruktur und Ölprodukte. Beides ist vom Ölpreis weniger abhängig als die Förderung und erzielt relativ sicherer Margen. Phillips 66 betreibt Raffinerien und Tankstellen, profitiert also von niedrigeren Ölpreisen. Suncor Energy betreibt Raffinerien und betreibt Ölsandwaschen in Kanada- bei Förderkosten zu rund $20. Und das neuste Engagement in Kinder Morgan betrifft einen Öl-Pipeline-Betreiber. Seine Engagements in ConocoPhillips und ExxonMobil hingegen hat er bereits bis Ende 2014 vollständig abgestoßen.

      Meine Investements in die DRAG und Blackstone (nicht Blackrock!) sind ja bezogen auf Öl antyizyklisch, da die DRAG ihr Öl-Fördergeschäft 2014 zum Höchstpreis verkauft hatte und nun das erhaltene Geld wieder einsetzt. Und Blackstone sitzt auf 18 Mrd. für Energie-Investments, die sie aktuell investieren.

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  2. Die $20 bei Suncor sind aber operative Kosten bereits laufender Projekte, oder? Nach allem was ich bisher gelesen habe, ist aus Ölsand gefördertes Öl das am teuersten zu produzierenden überhaupt = nachhaltige Kosten neuer Projekte $80+

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    1. Auch nach meinen Informationen ist das Ölsandwaschen neben dem Offshore-Fördern die teuerste Produktionsmethode. Ich habe mich da vielleicht etwas unklar ausgedrückt: ich hatte vor einiger Zeit gelesen, dass Suncor "auch bei Öl-Preisen von $20 (WTI) noch profitabel wäre". Diese Aussage (des Managements, wenn ich mich recht erinnere, bezog sich aber auf das Gesamtunternehmen, also inkl. der Raffinerieaktivitäten. Und natürlich noch vor Übernahme des Konkurrenten Canadian Oil Sands (die deutlich höhere Förderkosten haben).

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