Montag, 28. März 2016

Börsenweisheit der Woche 13/2016

"Meide Branchen im Umbruch. Investiere in traditionsreiche Unternehmen aus defensiven Branchen mit Potenzial".
(Warren Buffett)

Kommentare:

  1. Zu diesem Spruch passt sein IBM Investment eigentlich gar nicht! Wobei die Aktie gerade Aufwind bekommt, vermutlich ist er am Ende auch wieder schlauer als viele andere.

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  2. Bei IBM ist er eingestiegen, da ist der drastische Umbruch in der Branche so noch nicht manifest gewesen. Ich denke auch, dass er das so nicht hat kommen sehen. Sonst hätte er noch deutlich stärker zugekauft, als der Umbruch in der Branche kam und die Aktie von IBM in den Keller sackte.

    Auf mich nimmt er gerade eine abwartende Haltung ein, da das Investment durch starke Kundenkontakte und -kontrakte sowie erkennbare Managementqualitäten dennoch aussichtsreich erscheint. Man braucht sich nur anschauen, was da alleine letztes und auch dieses Jahr alles zugekauft wurde und was für ein neues Bild sich daraus ergibt.

    Man darf nicht vergessen, WB hat durch den direkten Kontakt zu seinen CEOs viele Möglichkeiten Einblicke zu gewinnen, die unsereins nicht hat. In einem Interview hat er sich bspw. darüber geäußert, wie man in Sachen Watson bei Geico mit IBM arbeitet und was für große Vorteile das in Zukunft verspricht. WB weiß einfach, wann sich Geduld lohnt. Nachdem man erst eine so große Position aufgebaut hat, überlegt man sich das denke ich sehr gut, ehe man sie wieder abbaut, wenn am Ende dahinter doch ein großes Plus stehen könnte und man währenddessen laufend Dividendenzahlungen bekommt..

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    1. Richtig, Nico, dass die Cloud so schnell so gewaltig einschlägt, hätte vor einigen Jahren noch niemand vermutet. IBM hat als Kunden den Großteil der Fortune 500-Liste und die können IBM nicht einfach aus ihrer Unternehmens-DNA streichen, daher kann IBM hier ziemlich sicher sein, dass diese großen Unternehmen IBM in die Cloud folgen und seine Kunden bleiben. Die neuen, aufstrebenden Unternehmen allerdings werden nicht unbedingt Kunde bei IBM, denen stehen ja alle Möglichkeiten offen. Hier hat IBM eher Defizite ggü. Microsoft, Amazon (AWS) oder Google.

      Da Buffett nicht mit den Aktien von IBM Geld verdienen will, sondern er möglichst große ANteile an dem Unternehmen besitzen möcjte, kommt ihm die miese Kursperformance ganz entgegen. Denn noch kauft er ja weiter zu, wenn auch nicht im letzten Quartal. Er hatte bei seinem Einstieg damals auch gesagt, dass der Kurs ruhig 5 Jahre schlecht laufen können, das würde ihn überhaupt nicht stören, weil er weiter kaufen wolle. Und er kaufe alles, auch Aktien, gerne billig.

      Buffett ist bisher mit seinem IBM-Engagement wohl nicht unzufrieden. Aber alle Anleger, die ihm hierbei folgten, schon. Denn die wollen nicht möglichst viel von IBM besitzen, sondern mit ihren Aktienpositionen Geld verdienen. Und die Dividendenzahlungen gleichen bei IBM die Kursverluste nicht aus. Und wenn man sieht, wie der Aktienmarkt sich allgemein entwickelt hat seit 2011, wären woanders ja noch starke Kursgewinne drin gewesen.

      Ich bin jedenfalls froh, dass ich keine IBM-Aktien habe und sehe auch aktuell keine Veranlassung, mein Geld hier zu investieren. Dazu bieten sich in anderen Unternehmen viel zu viele interessante Möglichkeiten...

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