Mittwoch, 30. Mai 2018

Bayer darf endlich Monsanto übernehmen. And the winner is... Warren Buffett!

Der deutsche Chemie- und Agrar-Gigant Bayer versucht seit fast zwei Jahren, den US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto zu übernehmen. Diese Übernahme erkauft man sich mit erheblichen Zugeständnissen und wird einige Teilbereiche verkaufen müssen, unter anderem wohl an BASF. Darüber hinaus hat Monsanto keinen guten Ruf und auch der von Bayer leidet zunehmend.

Heute kam nun die Genehmigung seitens der US-Behörden und Bayer dürfte am Ziel sein. Bayer hat die Finanzierung für seine Bar-Offerte inzwischen geklärt und allen Monsanto-Aktionären winkt nun die Barabfindung von 128 Dollar je Aktie. Und hier kommt Warren Buffett und seine seine Investmentholding Berkshire Hathaway ins Spiel...

Dienstag, 29. Mai 2018

PEH Wertpapier legt vor. Und vielleicht gleich nochmal stark nach...

Der Asset Manager PEH Wertpapier (WKN: 620140) hat seine Zahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt und konnte seine eigenen Prognosen teilweise deutlich übertreffen. Nachdem bereits das dritte Quartal sowie das Gesamtergebnis 2017 hervorragende operative Werte aufwies, kann man hier von einem Trend sprechen.

Dessen ungeachtet fliegt die Aktie weitgehend unter dem Radar der Anleger und fristet an der Börse eher ein Schattendasein. Zu Unrecht, wie ich finde. Und mit dem angekündigten Börsengang der Tochter capsensixx AG könnte sich PEH Wertpapier nicht nur ins Bewusstsein der Börsianer drängen, sondern auch in neue Dimensionen vordringen. Doch eins nach dem anderen...

Montag, 28. Mai 2018

Deutsche Beteiligungs AG: Rechtfertigt ihr ganz besonderes Mojo einen Premiumaufschlag?

Ins Unternehmensleben gestartet ist die Deutsche Beteiligungs AG (WKN: A1TNUT) als klassische Beteiligungsgesellschaft. Das SDAX-Mitglied, bei dem mit knapp 20 Prozent die Drogerie-Familie Rossmann an Bord ist, ist kein Sanierungsspezialist, kein Finanzinvestor, sondern legt den Fokus auf Bestandsauf- und ausbau. Man unterscheidet sich hier also ganz deutlich von Aurelius (WKN: A0JK2A) oder Blue Cap (WKN: A0JM2M) und ist vom Ansatz her eher mit der KAP Beteiligungs-AG (WKN: 620840), MAX Automation (WKN: A2DA58), MBB (WKN: A0ETBQ) oder Indus Holding (WKN: 620010) zu vergleichen.

Und doch ist die DBAG ganz anders. Denn vor einigen Jahren gab es einen Schwenk in der Geschäftspolitik, als man vom klassischen eigenen Beteiligungsgeschäft zum Asset-Management überging. Seitdem legt man Beteiligungsfonds auf, in die private und institutionelle Investoren Geld einbringen können, ohne sich direkt an der DBAG selbst als Aktionäre beteiligen zu müssen. Dieses Konstrukt macht die DBAG einzigartig und bietet allen Beteiligten zusätzliche Chancen. Und für die DBAG ergibt sich hieraus "ihr ganz besonderes Mojo". Aber rechtfertigt dieser ganz besondere Zauber auch einen Premiumaufschlag auf den NAV, den Buchwert?

Börsenweisheit der Woche 22/2018

"Hüte dich vor der einfachen Investition, die Applaus bringt; die großen Schritte werden gewöhnlich von Gähnen begleitet."
(Warren Buffett)

Sonntag, 27. Mai 2018

Was ist... eine Börsenmantel-Spekulation?

"Als Börsenmantel wird eine börsennotierte Aktiengesellschaft bezeichnet, die ihr operatives Geschäft aufgegeben hat und demzufolge nur noch ihr Vermögen (Immobilien, Barvermögen) verwaltet. Auch aus insolventen Gesellschaften kann ein entschuldeter Mantel erworben werden. Börsenmäntel können dritten Unternehmen den Börsengang ermöglichen und so eine Alternative zu einem IPO mit Kapitalerhöhung und einer bloßen Notierungsaufnahme ohne Kapitalerhöhung darstellen. Dieser Vorgang wird als Reverse Merger, Reverse Takeover, Reverse IPO oder Back Door Listing bezeichnet." (Quelle: Wikipedia)

Totgesagte leben länger. Manchmal jedenfalls...
Im Kern geht es um zumeist im Centbereich vor sich hin dümpelnde Aktien (sog. "Penny-Stocks"), die ihre besten Tage lange hinter sich haben. Früher einmal mögen sie großen Firmennamen gehabt haben, wie Praktiker, Karstadt oder Holzmann, heute tut sich bei ihnen nichts mehr. Zumindest operativ. Andererseits haben diese leeren Aktiengesellschaften durchaus noch einen Wert, nämlich ihre Börsennotierung. Denn ein Unternehmen an die Börse zu bringen, ist mit hohem Aufwand verbunden, die bürokratischen und regulatorischen Anforderungen werden immer wieder verschärft und die Kosten für Banken, Anwälte, Gerichte, Börse sind immens. Viel einfacher ist es somit, wenn andere Firmen mit ihrem operativen Geschäft und ihrem Vermögen in diese leere Hülle eines börsennotierten Unternehmens schlüpfen und somit verhältnismäßig unaufwändig selbst zu dessen Börsennotierung gelangen. Ein paar Flöhe könnte der Hund aber doch haben, daher sollte man nicht gedankenlos einfach jeden leblosen Pennystock an der Börse ins Depot laden und auf den großen Geldsegen hoffen. Einige wesentliche Aspekte sollte man schon beachten...

Donnerstag, 24. Mai 2018

KAP AG: Carlyles Perlentaucher für den deutschen Mittelstand dreht auf

Als Value Investor investiert man nicht sklavisch in jeden Trend, sondern man schaut sich bei den unbeliebten, unentdeckten, hässlichen Werten um, die niemand kennt oder niemand haben will.

Bei der KAP AG (WKN: 620840) kann von "nicht haben wollen" keine Rede sein, denn erst vor gut einem Jahr hat der international tätige US-Finanzinvestor Carlyle Group (WKN: A1JXD8) das Ruder bei KAP übernommen - und die Aktienmehrheit.

KAP ist ein relativ unbeachtetes deutsches Beteiligungsunternehmen. Man hat jahrelang in nicht immer gut laufende Mittelständler investiert und ab und zu schöne Verkaufserfolge erzielen können. Was zu üppigen Dividendenausschüttungen führte, allerdings nicht in jedem Jahr. Dann erfolgte der Strategieschwenk und die vorhandenen Mittel wurden in Aktien großer, börsennotierte Unternehmen angelegt. Was KAP für mich (noch) uninteressanter machte. Doch die Übernahme durch die Carlyle Group war der Game Changer und seitdem fährt KAP eine ganz neue Strategie. Und das zahlt sich zunehmend aus...

Mittwoch, 23. Mai 2018

Was bewegt denn da den Aktienkurs von Genworth Financial?

Genworth Financial Inc. ist eine gestrauchelte US-Versicherungsgesellschaft, die ich seit mehr als zwei Jahren als Turnaround-Spekulation begleite. Vor anderthalb Jahren kam dann ein Übernahmeangebot seitens China Oceanwide für 5,43 Dollar je Aktie und ich riet damals, auf diesen Übernahmepoker zu setzen. Genworth Financial war einer meiner Favoriten für das Jahr 2017, denn die Übernahme sollte Mitte des Jahres unter Dach und Fach  sein.

Tja, was soll ich sagen, der Deal kam 2017 nicht zustande und siecht auch heute noch weiter vor sich hin, während der Aktienkurs immer weiter abbröckelte. Inzwischen ist 2018 fast halb rum und die beiden Unternehmen unternehmen gerade den vierten (!) Anlauf, um von der CFIUS die nötige Genehmigung zu bekommen. Die CFIUS ist für Übernahmen von US-Unternehmen durch Ausländer zuständig und es gibt bisher immer wieder Bedenken bzgl. der Personendaten der US-Versicherten von GNW. Jaja, Datenschutz als Thema in den USA, man könnte fast lachen...

Der Kurs von GNW notiert meilenweit unterhalb des fest vereinbarten Übernahmepreises von 5,43 Dollar je Aktie und bietet für den Erfolgsfall ein Upsidepotenzial von knapp 50% - nachdem der Aktienkurs die letzten Tage bereits merklich angezogen ist. Denn die Börse glaubte bisher nicht wirklich an den Deal, weil man seitens Trump eher eine Ablehnung erwartet...

Dienstag, 22. Mai 2018

Was auf der Hauptversammlung von Aurelius gesagt wurde. Und was nicht...

Am vergangenen Freitag stand die Hauptversammlung der Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA an. Ein Leser meines Blogs war vor Ort und hat mir einen kurzen Bericht zur Verfügung gestellt, den ich gerne - mit seiner Einwilligung - mit euch teile. Dabei geht es um weitere Deals in diesem Jahr, die Nachhaltigkeit der Dividendenausschüttung, die Short-Attacke und die Shortseller, die Vor- und Nachteile eines Wechsels in ein höherer rangiges Börsensegment, aber auch um die vom Management gehaltenen Aktien.

Montag, 21. Mai 2018

Liegt Elon Musk richtig mit seiner Kritik an Warren Buffett und dem Burggraben-Konzept?

Warren Buffett ist der dritt reichste Mensch der Welt und ein großer Verfechter des Konzepts vom ökonomischen Burggraben ("Moat"). Seine Investmentholding Berkshire Hathaway ist die teuerste Aktie der Welt und er gründet seinen Erfolg auf der konsequenten Auswahl seiner Investments nach den Prinzipien des Quality Investings, zu denen eben jener Moat gehört. Damit sind nachhaltige Wettbewerbsvorteile gemeint, die es Wettbewerbern äußerst schwer machen, in den Markt der Burggraben-Unternehmen einzudringen und es kann sich um Netzwerkeffekte oder starke Marken handeln, die einem Unternehmen erlauben, höhere Preise als die Konkurrenz zu verlangen und trotzdem kaum Kunden zu verlieren.

Elon Musk, früherer Gründer von PayPal (WKN: A14R7U) und aktuell Innovator und Treiber hinter Tesla (WKN: A1CX3T), wurde auf einer Investorenkonferenz zu seiner Meinung zum Moat gefragt und er wischte es mit einer einzigen Bemerkung vom Tisch, als er sagte:

»Burggräben sind unzureichend. Sie sind nett und entzückend, aber wenn deine einzige Verteidigung gegen eine eindringende Armee ein Burggraben ist, dann wirst du nicht lange überleben. Worauf es ankommt ist das Innovationstempo. Das ist der fundamentale Bestimmungsfaktor für Wettbewerbsfähigkeit.«
(Elon Musk)

Wer hat nun Recht? Der innovative Entwickler Musk oder der fast 90-jährige Star Investor? Ich habe da so meine Meinung...

Börsenweisheit der Woche 21/2018

"Kein Unternehmen kann so schwach sein, dass es durch ein gutes Management nicht wiederbelebt werden könnte. Kein Unternehmen kann so stark sein, dass es durch ein schwaches Management nicht zerstört werden könnte."
(André Oscar Wallenberg)

Freitag, 18. Mai 2018

Wie ich von steigenden Ölpreisen profitiere mit Apollo Investment, Deutsche Rohstoff, Gladstone Capital, Main Street Capital und Texas Pacific Land Trust

Die Ölpreise ziehen seit einiger Zeit merklich an und Anleger können hiervon profitieren. Natürlich könnte man direkt Kontrakte auf Öl kaufen, aber ich bin ja kein Rohstoff-Spekulant, sondern Value Investor. Was wiederum nicht bedeutet, dass ich nicht in Aktien von Unternehmen investieren kann, die von Rohstofftrends profitieren.

Vermutlich denkt nun jeder an Aktien von großen Öl-Multis wie ExxonMobil oder Shell, aber ich halte mich lieber an meine Neben- und Spezialwerte, von denen einige direkt oder indirekt vom steigenden Ölpreis profitieren. Während die Deutsche Rohstoff AG hier im Blog ja keine Unbekannte ist, dürften vermutlich die vier übrigen von mir präferierten Öl-Profiteure nicht sofort als solche erkennbar sein: Apollo Investment, Gladstone Capital, Main Street Capital und Texas Pacific Land Trust. Die drei Business Development Companies (BDC) sind auch keine Unbekannten hier im Blog, während TPL erst am Montag ganz frisch dazu gestoßen ist. Und schon fast von der ersten Minute an Freude bereitet...

Dienstag, 15. Mai 2018

Legt Corestate Capital mit soliden Zahlen den Grundstein für den nächsten Kursschub?

Lange währt die Geschichte des niederländischen Immobilien-Asset Managers Corestate Capital Holding SA (WKN: A141J3) mit Sitz in Luxemburg an der Börse noch nicht: erst im Herbst 2016 kam das Unternehmen, das sich selbst als "voll integrierter Investmentmanager und Co-Investor" bezeichnet, an die Börse. Und es war damals eher ein Stolpern und auch erst im zweiten Anlauf wurde man ein paar seiner Aktien zum reduzierten Emissionspreis los und schleppte sich mit 17 Euro auf's Parkett. Um so rasanter dann die Unternehmens- und Kursentwicklung, die Corestate Capital innerhalb kürzester Zeit immerhin schon in den SDAX geführt hat und den Kurs in der Spitze bis auf über 50 Euro mehr als verdreifachte.

In dieser Zeit konnten das verwaltet Anlagevermögen (Assets under Management, AuM) von damals 2,5 Mrd. Euro auf aktuell 22 Mrd. Euro fast verzehnfacht werden. Dabei halfen die drei großen Übernahmen der Hannover Leasing, der Helvetic Financial Service und der ATOS Capital und man ist weiter auf der Suche nach weiteren Übernahmezielen. Hierzu hatte Corestate Capital in den letzten Monaten eine Kapitalerhöhung durchgeführt sowie einer 300-Mio-Euro Wandelschuldverschreibung. Gut 200 Mio. Euro davon wurden allerdings bereits ausgegeben und zwar zur Tilgung teurerer Verbindlichkeiten, wie u.a. einer Zwischenfinanzierung, die für die Übernahme der HFS genutzt worden war. So entlastet Corestate Capital erheblich sein Finanzergebnis, was in den nächsten Jahren die Gewinne dauerhaft erhöht.

Und nun gab es Zahlen zum ersten Quartal 2018 und die Anleger schauten auch darauf, ob es denn Neues hinsichtlich der ersehnten weiteren Übernahmen gab...

Montag, 14. Mai 2018

Versteckte Bilanzwerte machen PNE anders. Aber auch interessant(er) für Anleger?

Pure New Energy, dafür steht PNE (WKN: A0JBPG) heute und das Unternehmen hat seinen Schwerpunkt beim Entwickeln von Windparks. Während man einerseits im Auftrag von Windparkbetreibern tätig wird und bei diesen Projekten im Projektverlauf sog. Meilensteinzahlungen erhält für das Erreichen bestimmter fixierter Zwischenschritte, baut PNE auch für den eigenen Bestand. Zumindest vorübergehend.

Aus Anlegersicht ist dieser zweite Part des PNE-Geschäftsmodells schwierig, weil PNE große und kapitalintensive Windparks baut, diese aber nicht zeitnah nach Fertigstellung verkauft. Es fallen also die hohen Kosten an, aber es gibt selten dagegen stehende Erträge. Die fallen erst dann an, wenn es zum Paketverkauf kommt, der aber eben erst nach einigen Jahren erfolgt. In der Zwischenzeit muss man als Aktionär mit den vermeintlich schlechten Zahlen und der Unsicherheit leben, ob es mit dem Verkauf und den Gewinnen am Ende denn auch klappt. Und da Unsicherheit der Feind von Investoren ist, wird der Aktienkurs hierdurch auch belastet - was man ihm durchaus ansieht. Dass PNE an seiner Strategie dennoch festhält, hat natürlich handfeste Gründe...

Börsenweisheit der Woche 20/2018

"Value Investing ist der einfachste Weg zum Reichtum, doch nur wenige nutzen ihn. Niemand will langsam reich werden."
(Warren Buffett)

Sonntag, 13. Mai 2018

Investor-Update: Amazon, Aurelius, Blue Cap, KKR, MBB, Navigator Equity

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Heute geht es allerdings "nur" um eine Übersicht über meine größten Positionen: Blue Cap, Amazon, MBB, Navigator Equity Solutions, und Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA und wie ich die Depotgewichtung justiert habe.

Samstag, 12. Mai 2018

Was ist... die 72er-Regel?

Die 72er-Regel ist ein Begriff aus der Zinseszinsrechnung. Mit ihr kann man näherungsweise auf einfache Art bestimmen, wie lange eine Kapitalanlage benötigt, um sich bei einem bestimmten Zinssatz im Wert zu verdoppeln.

Formel

Jahre = 72 : Zinssatz

Um im Umkehrschluss den Zinssatz zu berechnen, den man benötigt, um sein Kapital in einer vorgegebenen Zeit zu verdoppeln, rechnet man:

Zinssatz = 72 : Jahre

Dabei ist zu berücksichtigen, dass dies lediglich eine Faustformel darstellt. Ihre Ergebnisse sind also Näherungswerte und je höher der Zinssatz ist, desto ungenauer werden die Ergebnisse. Für marktübliche Zinssätze bis 10 Prozent, erzielt sie hingegen erstaunlich genaue Resultate.

Freitag, 11. Mai 2018

Ringmetall fliegt (nicht mehr lange) unter dem Börsenradar

Die Industrieholding Ringmetall (WKN: 690100) habe ich schon einige Jahre auf meiner Empfehlungsliste; damals firmierte sie noch unter H.P.I. Holding. Und seit ich sie als "schön langweiliges Beteiligungsdornröschen" Anfang 2012 erstmals vorgestellt habe, hat sich das Unternehmen prächtig entwickelt; inkl. der Dividenden erzielte die Aktie knapp 300% Rendite. Seit einigen Monaten konsolidiert der Aktienkurs um die Marke von 4 Euro, während andere Nebenwerte weiter gestiegen sind. Doch nun mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich der Knoten bald lösen dürfte.

Ringmetall ist ein Verpackungsspezialist und weltweit führender Hersteller von Fassverschlusssystemen, wie Spannringe, Dichtungen und Deckel. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren in weitere Branchen diversifiziert und bedient heute die chemische, Lebensmittel verarbeitende und pharmazeutische Industrie. Dabei hat man den Marktanteil immer weiter ausgebaut und kommt in Europa inzwischen auf rund 80% - und man produziert momentan an der Kapazitätsgrenze. Den vielen Sonderschichten schlagen positiv auf das Ergebnis durch, ihnen stehen allerdings gestiegene Stahlpreise und negative Währungsentwicklungen (Türkei, Großbritannien, USA) gegenüber. Die soeben vorgelegten Jahresergebnisse für 2017 können sich dennoch sehen lassen und dürften die Basis für einen neuen Schub sein...

Montag, 7. Mai 2018

Warum ich mich an der Börse öfter mal bremsen muss. Und wie...

Es gibt viele Börsenweisheiten und Bonmots berühmter Investoren und doch stelle ich leider viel zu häufig im Nachhinein fest, dass ich eine ganz entscheidende mal wieder nicht beherzigt habe: cool bleiben. Das ist ärgerlich und nicht selten kostet mich das Geld, weil ich entweder total auf's falsche Pferd gesetzt habe, oder mich mit einem Investment einfach nicht wohl fühle. Und es deshalb verkaufe, mit den entsprechenden Folgen wie Gebühren und Spesen und, im besseren Fall, mit Steuern auf den Gewinn.

Grundsätzlich sollte man langfristig investieren und nicht schnell kaufen und verkaufen. Denn dieses schnelle Hin- und Her ist einer der häufigsten Anfängerfehler und einer, den man sich noch am einfachsten sparen kann. Man muss schlicht bei der Auswahl seiner Investments behutsamer vorgehen, sich selbst ein wenig bremsen. (Viel) mehr braucht es nicht...

Börsenweisheit der Woche 19/2018

"Immer wieder gibt der Mensch Geld aus, das er nicht hat, für Dinge, die er nicht braucht, um damit Leuten zu imponieren, die er nicht mag."
(Danny Kaye)

Mittwoch, 2. Mai 2018

Entpuppt sich Gilead Sciences doch noch als Value Trap?

Das Biotech-Unternehmen Gilead Sciences (WKN: 885823) habe ich noch gar nicht so lange auf dem Schirm und heute weiß ich, dass ich die Finger ganz davon hätte sein lassen sollen. Vor 15 Monaten habe ich mir die Frage gestellt, ob Gilead ein Value Investment wert sei und ich kam zu dem Schluss, dass es wohl so sei. Doch erst die Übernahme des Krebsspezialisten Kite Pharma veranlasste mich, etwas Geld in Gilead zu investieren und das Unternehmen auf meine Empfehlungsliste zu nehmen.

Mein Investmentcase war, dass Gilead mit seinem Hepatitis- und HIV-Business hohe Cashflows und Gewinne erwirtschaftet und auch wenn das Hepatitis-C-Franchise zunehmend unter Druck geraten war, Gilead hier doch erfolgreich gegensteuern würde können und seine enormen Cash-Reserven gleichzeitig in neue lukrative Geschäftsfelder investieren würde. So lautete der Plan...