Freitag, 29. Juni 2018

Surteco spürt immer mehr Gegenwind: Gewinnwarnung ante portas?

Der Oberflächen- und Beschichtungsspezialist Surteco SE (WKN: 517690) hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, nachdem man die fast unverdauliche Riesenübernahme Süddekor endlich verarbeitet hatte. Das Unternehmen hatte wieder Übernahmeappetit entwickelt und sich auch strategisch neu aufgestellt.

Seit Aufnahme auf meine Empfehlungsliste vor etwas mehr als zwei Jahren konnte Surteco immerhin eine Rendite von über 30% erzielen. Doch die weiteren Aussichten trüben sich nun deutlich ein und das hat (für mich) Konsequenzen...

Murmeltiertag: Genworth Financial geht mit China Oceanwide in die 5. Übernahmerunde

Und täglich grüßt das Murmeltier... so könnte man das Geschehen rund um die Übernahme des US-amerikanischen Versicherungskonzerns Genworth Financial (WKN: A0CA8M) durch China Oceanwide (WKN: A14M74) wohl am besten beschreiben. Nachdem die beiden Unternehmen die freundliche Übernahme zu 5,43 Dollar je GNW-Aktie vereinbart und die Hauptversammlungen jeweils grünes Licht gegeben hatten, standen "nur" noch einige behördliche Genehmigungen aus, so dass Mitte 2017 alles unter Dach und Fach sein sollte. Nun, wie wir wissen kam alles ganz anders und der Übernahmeprozess zieht sich bis heute wie Kaugummi hin. Und wird sich weiter hinziehen, wie die jüngste Meldung der Unternehmen erklärt...

Donnerstag, 28. Juni 2018

Warum Warren Buffett nicht in Bitcoin, 3D-Druck oder Biotech investiert

Warren Buffett ist der weltweit bekannteste und erfolgreichste Value Investor und er investiert anhand bestimmter Kriterien in Aktien. Anfangs waren diese vor allem durch die Lehren seines Mentors und Lehrers Benjamin Graham geprägt und stützen sich vor allem auf Kennzahlen und starke Unterbewertungen. Sein Partner bei Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) Charlie Munger inspirierte ihn, sich stärker an Markt- und Preissetzungsmacht, Wettbewerbsvorteilen, hohen Eigenkapitalrenditen und steigenden Cashflows zu orientieren und so hat sich Warren Buffett vom Value Investor zum Quality Investor weiterentwickelt.

Diese Kriterien sind nicht auf bestimmte Branchen beschränkt sondern finden sich übergreifend bei vielen Unternehmen bzw. ihren Aktien. Und doch setzt Buffett bekanntlich auf eher langweilige Branchen und ist nicht auf der Suche nach den "Investmentstorys von morgen". Dabei ist abzusehen, dass die Biotech-Branche die Welt verändern wird, ebenso der 3D-Druck. So wie vormals die Autoindustrie oder die Eisenbahn. Weshalb also Buffetts Zurückhaltung?

Im Prinzip ist es ganz simpel: denn Buffett interessiert sich nicht dafür, ob eine Branche oder ein Unternehmen etwas Revolutionäres erfindet, ob es die Welt verändert oder fast aus den Angeln hebt. Er versucht nicht, heute schon in das Iphone von morgen zu investieren, oder in das nächste Blockbuster-Medikament. Das überlässt er anderen. Denn die meisten dieser Pioniere scheitern und gehen Pleite. Zurück bleiben einige wenige Anbieter, die sich durchgesetzt haben.

Montag, 25. Juni 2018

UeT macht jetzt Nägel mit Köpfen: Kapitalerhöhung und Übernahme

Lange Jahre kämpfte die UeT United Electronic Technology AG (WKN: A0LBKW) mit Umsatzschwund, erodierenden Margen und Verlusten und die Zeichen standen auf Exitus. Doch Mitte 2016 wurde der - erste ernsthafte - Versuch unternommen, das Ruder herumzureißen. Forderungsverzicht, Sachkapitalerhöhung durch Einbringung wichtiger Unternehmensteile und Verkauf von schlecht laufenden Beteiligungen standen auf einmal auf der Agenda und ich nahm die UeT als Turnaround-Spekulation auf meine Empfehlungsliste auf. Mit durchwachsenem Erfolg bisher, denn die Sanierung zeigte sich zähleibig.

Seit Kurzem ist das anders: UeT kann innerhalb weniger Tage gleich mehrere Meilensteine im Sanierungsprozess vermelden und dürfte am dem nächsten Jahr wieder ein ganz normales Unternehmen sein, das nach klassischen Bewertungsmaßstäben zu bewerten ist. Und das ist gerade passiert...

Investor-Update: 3U Holding, Amazon, Blue Cap, capsensixx, Deutsche Rohstoff AG, MBB, PEH Wertpapier, Texas Pacific Land Trust, TTL Beteiligung und Grundbesitz, UeT

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Neben meinen fünf größten Positionen Texas Pacific Land Trust (WKN: 985172), Blue Cap (WKN: A0JM2M), Amazon (WKN: 906866), MBB (WKN: A0ETBQ) und 3U Holding (WKN: 516790) geht es heute um capsensixx (WKN: A2G9M1), die Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7), PEH Wertpapier (WKN: 620140), UeT United Electornic Technology (WKN: A0LBKW) und TTL Beteiligung und Grundbesitz (WKN: 750100).

Börsenweisheit der Woche 26/2018

"Man läuft Gefahr zu verlieren, wenn man zu viel gewinnen möchte."
(Jean de la Fontaine)

Freitag, 22. Juni 2018

Sturm im Wasserglas? DBAG-Kurs knickt wegen Gewinnwarnung nach BaFin-Bilanz-Rüge ein

Schreck in der Morgenstunde: die Deutsche Beteiligungs AG (WKN: A1TNUT) musste eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 aussprechen und mitteilen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen Verstoß gegen Rechnungslegungsvorschriften vorwirft. Im vorbörslichen Handel brach der Aktienkurs der DBAG daraufhin um mehr als 5% ein und rauschte bis auf fast 32 Euro in die Tiefe.

Sturm im Wasserglas?
Inzwischen hat sich der Kurs wieder deutlich erholt und notiert nur noch moderat im Minus. Also nur ein Sturm im Wasserglas oder doch schwerwiegende Verfehlungen beim deutschen Vorzeige-Finanzinvestor?

Sind Unternehmensanleihen eine echte Alternative zu Aktien? Oder sogar mehr?

Unternehmensanleihen bieten oftmals attraktive Zinskonditionen verglichen mit den dürftigen Angeboten der öffentlichen Hand. Denn für Bundesanleihen erhält man fast keine Zinsen mehr und das Kapital wird durch die Inflation auch noch angeknabbert - eine negative Gesamtrendite ist die Folge.

Wer sich in ein Unternehmen einkauft, ist auch an dessen Gewinnen und Verlusten beteiligt. Am einfachsten geht dies bei börsennotierten Aktiengesellschaften über den Erwerb der entsprechenden Aktien an der Börse. Dabei muss sich die Aktienkursentwicklung nicht an der Entwicklung des Unternehmens orientieren, auf lange Sicht ist dies jedoch meistens der Fall. Und deshalb sollte man Geduld mitbringen und langfristig in ausgesuchte Top-Unternehmen investieren.

Doch auch bei der sorgfältigsten Auswahl kann es vorkommen, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät und vielleicht sogar Insolvenz anmelden muss. Und hier ist einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Aktien und Unternehmensanleihen zu verorten: Aktionäre sind Eigentümer, Anleihebesitzer sind Gläubiger. Im Insolvenzfall erhalten zunächst die Gläubiger ihr Geld - oftmals nur anteilig zur Insolvenzquote - und nur wenn die Gläubiger vollständig bedient werden konnten, wird der verbliebene Restwert auf die Eigentümer verteilt. Das Risiko für den Investor ist also bei Aktien größer als bei Anleihen.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Warum Anleger solide Dividendenwerte lieber nicht verschmähen sollten

An der Sinnhaftigkeit von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen meinen, Dividenden seien wichtig, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also vollständig einbehalten - denn dadurch würde sich der Wert des Unternehmens und somit auch der Aktienkurs erhöhen.

Einen ausführlichen Artikel zu Dividenden und Dividendenrendite habe ich hier verfasst, daher möchte ich jetzt auf zusätzliche Aspekte eingehen. Denn neben der Absicherung, die Dividenden für den Anleger darstellen (wenn es mit den Kurssteigerungen mal nicht so läuft, erhält man immerhin die Dividende), machen Dividendenausschüttungen auf langfristige Sicht rund 40% des Gesamtertrages eines Depots aus.

Montag, 18. Juni 2018

Gesco kaufen? Echt jetzt? Echt jetzt!

Ich habe ja ein Faible für Beteiligungsgesellschaften, denn sie ermöglichen es Otto Normalbürger, sich am Motor des Wirtschaftswunders zu beteiligen, am Deutschen Mittelstand. Jedes Land auf der Erde beneidet uns Deutsche um unseren breit aufgestellten und erfolgreichen Mittelstand und wer reich werden möchte, sollte sich hier möglichst stark engagieren. Über die vielen an der Börse gelisteten Beteiligungsgesellschaften ist dies ohne Schwierigkeiten möglich und auf meiner Empfehlungsliste finden sich eine ganze Reihe der Erfolgreichsten, wie 3U Holding (WKN: 516790), Aurelius (WKN: A0JK2A), Blue Cap (WKN: A0JM2M), Deutsche Beteiligung (WKN: A1TNUT), GBK Beteiligungen (WKN: 585090), KAP Beteiligung (WKN: 620840), MAX Automation (WKN: A2DA58), MBB (WKN: A0ETBQ), m-u-t (WKN: A0MSN1; bald Nynomic) oder Ringmetall (WKN: 690100). Und nun auch Gesco (WKN: A1K020), die ich aus guten Gründen bisher immer verschmäht hatte. Bis jetzt...

Börsenweisheit der Woche 25/2018

"Mein Ansatz funktioniert nicht, weil er zutreffende Prognosen macht, sondern weil er mir erlaubt, falsche Prognosen wieder zu korrigieren."
(George Soros)

Sonntag, 17. Juni 2018

Sind Finanzderivate eine (gute) Alternative zu Direktinvestments in Aktien?

Wer eine Aktie kauft, beteiligt sich an einem Unternehmen, nimmt teil an dessen Entwicklung und partizipiert an den Kursgewinnen. Darüber hinaus kann er oftmals auch üppige Dividendenzahlungen vereinnahmen. Und setzt er auf die falschen Aktien, lernt er auf schmerzliche Art und Weise, wie man mit Kursverlusten umzugehen hat. Man sollte meinen, das sei Chance und Risiko genug und doch gibt es eine immer größer werdende Zahl von Finanzderivaten, mit denen man an den Börsen handeln kann. Bisweilen ganz losgelöst von sog. Basiswerten.

Ende der 1980er Jahre, als in Deutschland die Deutsche Terminbörse (DTB) ihre Arbeit aufnahm - und zwar mit einfachen Call- und Put-Optionen - gab es als spekulativere Anlagemöglichkeiten neben Aktien eigentlich nur Optionsscheine. Das waren Zusatzkupons, die an Aktienanleihen hingen und das Recht verbrieften, zu einem festgelegten Termin eine bestimmte Aktie zu einem bestimmten Basispreis zu erwerben. Diese Optionsscheine wurden dann separat an der Börse gehandelt und erhöhten Chancen und Risiken bezogen auf ein Investment in den jeweiligen Basiswert, da der Optionsschein zumeist zu einem Bruchteil des Aktienkurses notierte und somit jede Kursänderung prozentual viel stärkere Wirkung entfaltete. Denn eine Änderung um 1 Euro ist bezogen auf einen Kurs von 100 Euro nur 1% - notiert der entsprechende Optionsschein aber bei 10 Euro macht die Veränderung des Basiswertes um 1 Euro beim Optionsschein eine Veränderung von 10 auf 11 Euro und somit 10% aus. Der Hebel betrüge in diesem Beispiel also 10.

Schnell wurden Optionsscheine aber "zu langweilig" und es wurden weitere Derivate erfunden, von Covered Warrants bis hin zu Zertifikaten. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich an einem bestimmten Basiswert orientieren und festgelegte Eintrittsparameter haben, die ihren Kurs und letztlich die Abrechnung am Ende ihrer Laufzeit bestimmen. Dabei gibt es noch Sonderformen, wie z.B. Knock-out-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Discout-Zertifikate oder ganz neue Formen, wie zum Beispiel den Handel mit Binären Optionen, wo es nur Alles oder Nichts als Ergebnis gibt.

Freitag, 15. Juni 2018

Einfach gedacht: Bei Rocket Internet den Euro für 70 Cents kaufen...

Als Value Investor leidet man an der Börse mitunter emotional stärker als andere Anleger. Man ist nämlich öfter als "Contrarian Investor" unterwegs, als derjenige, der gegen den Strom schwimmt. Und das ist nicht einfach, denn wir Menschen verhalten uns lieber so, dass uns andere zustimmen. Was an der Börse manchmal, in starken Trends, eine gute Investmentstrategie sein kann, meistens aber aber nicht. Weil man den Entwicklungen - und den Kursen - oft nur hinterher läuft und der Letzte ist, der noch bei der Party auftaucht. Und der zahlt bekanntlich am Ende die Zeche für alle...

Value Investoren leben also damit, dass sie "ganz offensichtliche" gute Investmentgelegenheiten finden, die vom Markt sträflich ignoriert werden. Und nachdem sie diese gekauft haben, ignoriert der Markt sie weiterhin. Und dann ereilt einen der nagende Stachel des Zweifels. Denn wenn so klar ist, dass man etwas mit 50% Abschlag auf seinen Wert kaufen kann, dann müssten es doch alle tun und der Preis/Kurs entsprechend steigen. Und im Umkehrschluss müsste dieses Unterlassen dann doch wohl bedeuten, dass die anderen schlauer sind und man selbst falsch liegt. Also liegt der Markt auch beim MDAX-Wert Rocket Internet (WKN: A12UKK) richtig und nur ich irre mich. Oder etwa nicht?

Donnerstag, 14. Juni 2018

Peter Lynch mahnt: "Verliebe dich nie in eine Aktie. Bleibe immer aufgeschlossen!"

Menschen neigen zu selektiver Wahrnehmung; sie gewichten Argumente, die ihre eigene Meinung stützen als jene, die dem eigenen Standpunkt widersprechen. Man nennt das auch "Confirmation Bias" oder Bestätigungsfehler.

Doch da uns Benjamin Graham schon lehrte, vor allem unser Kapital zu erhalten, also an die Risiken zu denken, muss sich ein Anleger dieser eigenen Schwäche bewusst sein, wenn er langfristig Erfolg haben möchte.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Blue Cap: Party gecrasht - oder dreht Dr. Schubert die Musik gerade erst richtig auf?

Hammermeldung gestern Abend nach Börsenschluss: Dr. Hannspeter Schubert, Großaktionär und CEO der Blue Cap AG, verkauft den Großteil seiner Blue Cap-Aktien! Und er Aktienkurs bricht ein um deutlich mehr als 10%.

Das ist nachvollziehbar, denn Dr. Schubert ist der Macher hinter dem Erfolg von Blue Cap (WKN: A0JM2M) und wenn er verkauft, sollte man das auch tun. Und wenn er das Unternehmen verlässt, dann sollte man das auch tun. So scheinen jedenfalls die nervösen Anleger zu denken, die ihre Aktien unreflektiert auf den Markt schmeißen. Denn wer sich die Meldung genau(er) ansieht erkennt, dass diese beiden Annahmen so gar nicht zutreffen und wenn man einen Schritt weiter denkt, sich hier ganz andere Möglichkeiten ergeben...

Montag, 11. Juni 2018

Durchbruch? CFIUS genehmigt Genworth Financial-Übernahme durch China Oceanwide!

Die Übernahme des angeschlagenen US-Versicherungskonzerns Genworth Financial Inc. (GNW, WKN: A0CA8M) durch China Oceanwide zieht sich schon rund anderthalb Jahre hin und beide haben vor einigen Wochen den bereits vierten Anlauf unternommen, die Genehmigung des Deals durch das CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) zu erhalten. Und die ist nun erfolgt, wenn auch unter Auflagen.

Das CFIUS sieht keine ungelösten Bedenken mehr hinsichtlich der Nationalen Sicherheit in Bezug auf die geplante Transaktion. Dies dürften die beiden Unternehmen auch dadurch erreicht haben, dass sie eine Erweiterung ihres Übernahmevertrags vereinbart hatten, nach der Genworth Financial einen US-amerikanischen Drittanbieter für die Verwaltung und den Schutz der persönlichen Daten der US-amerikanischen Versicherungsnehmer von Genworth Financial einsetzt. Das CFIUS hatte zuvor mehrfach Bedenken geäußert, dass diese Daten an ein chinesisches Unternehmen gehen könnten.

Mit der Genehmigung durch das CFIUS haben beide Partner die Übernahme noch nicht in trockenen Tüchern, aber sie haben die wohl höchste Hürde endlich aus dem Weg geräumt. Für Anleger kann sich dies nun als schneller Geldsegen erweisen...

Börsenweisheit der Woche 24/2018

"Das Risiko, in Aktien zu investieren, ist auf lange Sicht viel niedriger, als nicht in Aktien investiert zu sein."
(Michael C. Kissig)

Samstag, 9. Juni 2018

Einfach gedacht: Ist denn die PEH Wertpapier AG nicht(s) mehr wert?

Nachdem der Asset Manager PEH Wertpapier (WKN: 620140) seine Zahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt hatte und erneut seine eigenen Prognosen teilweise deutlich übertreffen konnte, brachte mich diese operative Stärke und der angekündigte Börsengangs der 100-prozentigen Fintech-Tochter capsensixx AG zu dem Schluss, dass bei PEH Wertpapier in nächster Zeit eine Neubewertung anstehen könnte.

Nun wurde man konkreter und hat die Bedingungen für das IPO veröffentlicht. Demnach wird die Preisspanne für den Börsengang der capsensixx AG auf 16 bis 19 Euro je Aktie festgelegt, was einem Unternehmenswert der capsensixx AG vor der Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs (Pre-Money) von 49,6 bis 58,9 Mio. Euro entspräche. Die Billigung des Wertpapierprospekts durch die BaFin wird am 11. Juni erwartet, danach werden die Details zum Börsengang veröffentlicht. Und nun nimmt die Frage nach der (Neu-) Bewertung richtig Fahrt auf...

Freitag, 8. Juni 2018

Einfach gedacht: Rocket Internet und das Warten auf den nächsten großen Wurf...

Die Startup-Schmiede und Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet (WKN: A12UKK) steht zuletzt öfter in der Kritik, weil man immer größere Cash-Berge anhäuft und nicht den Eindruck vermittelt, grandiose neue Investmentideen zu haben.

Mag so sein, oder auch nicht. Im Grunde kann es mir als Aktionär von Rocket Internet auch echt egal sein! Denn Oliver Samwer und das Rocket-Führungsteam machen doch einen tollen Job. Sie haben vor Jahren Clone erfolgreicher Online-Businessmodell am laufenden Band hochgezogen und verkaufen diese seit Jahren einfach ab. Zuletzt mehrfach an den chinesischen Internetgiganten Alibaba (WKN: A117ME), aber auch Anteile von Delivery Hero (WKN: A2E4K4) an die südafrikanischen Internetbeteiligungsgesellschaft Naspers (WKN: 906614). Des Weiteren hat man sich nach dem erfolgreiche IPO bei HelloFresh (WKN: A16140) zwischenzeitlich von weiteren Anteilen getrennt - bei gestiegenen Aktienkursen - und steuert auf das nächste IPO bei der Tochter Home24 (WKN: A14KEB) sowie in Australien bei Marley Spoon zu. Doch ein bisschen mehr steckt natürlich schon dahinter...

Texas Pacific Land Trust: Gelddruckmaschine oder ölgetriebene Spekulationsblase?

Der Texas Pacific Land Trust (TPL; WKN: 985172) ist ein weitgehend unbekanntes Unternehmen aus dem Süden der USA. Ich hatte es erst im Mai auf meine Empfehlungsliste genommen und es wurde seitdem mehrfach der Wunsch an mich heran getragen, das Unternehmen ausführlicher vorzustellen. Es gibt nämlich nur wenig Informationen und kaum/keine Analystenberichte und das Unternehmen scheint hoch bewertet und damit wohl auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv für Anleger.

Wirft man einen Blick auf die Kursentwicklung, wird dieser Eindruck noch verstärkt: jahrzehntelang kaum Kursbewegungen, aber seit 2010 eine Steigerung um rund 2.500%. Nach einem Zwischenhoch im Jahr 2014 bei rund 200 Dollar gab es in der kurzen Ölkrise Anfang 2016 eine Kurshalbierung auf 100 Dollar, doch seitdem kennt der Kurs kein Halten mehr und schraubte sich bis auf aktuell 700 Dollar hoch. Ins Jahr gestartet war der Kurs bei 450 Dollar und da Texas Pacific Land Trust nur ein Grundbesitzer ist mit großen Flächen an staubigem Wüstensand, kann es sich ja nur um eine hochexplosive Spekulationsblase handeln...

Donnerstag, 7. Juni 2018

Weshalb ich bei Marenave jetzt sofort die Reißleine ziehe...

Marenave (WKN: A0H1GY) habe ich seit Anfang des Jahres als Turnaround-Spekulation auf meiner Empfehlungsliste, weil ich auf die Wiederauferstehung als Schifffahrtsgesellschaft unter Führung des Hamburger Asset Managers Ernst Russ (WKN: A16107) gesetzt habe. Wohl wissend, dass es mit dem Einstieg der Deutschen Balaton (WKN: 550820) und einem konträren Konzept (Unternehmensbeteiligungen) durchaus Knatsch geben würde. Aber meine Überlegung war, dass es evtl. zu einer gütlichen Einigung käme und der eine den anderen auszahlt.

Soweit ist alles glatt gelaufen, aber nun schlingert Marenave doch auf eine noch unruhigere See zu. Denn Ernst Russ hat sich zurückgezogen und die Deutsche Balaton hat mit einem Anteil von mehr als 50% jetzt das alleinige Sagen. Die Wiederauferstehung als Schiffsbeteiligungsgesellschaft ist damit vom Tisch. Das ist schon seit Wochen bekannt und man hätte bereits seit einiger Zeit die Konsequenzen ziehen können. Habe ich aber nicht getan, weil ich auf die Hauptversammlung gewartet habe und auf die Vorstellung der konkrete(re)n Pläne für Marenave durch den neuen Mehrheitseigentümer. Doch es kam... nichts. Und das hat Konsequenzen...

Mittwoch, 6. Juni 2018

Einfach gedacht: Warum Angestellte unbedingt Aktien haben sollten...

Die Deutschen setzten auf Erwerbsarbeit und auf Sparbuchzinsen. Angesichts von Negativzinsen ist das Sparbuch offensichtlich eine ganz miese Idee, aber es spricht nichts dagegen, für Geld zu arbeiten. Es kommt eben darauf an, was man dann mit diesem Geld anstellt. Und das macht einen großen Unterschied.

Einfach gedacht bekommen Arbeiter und Angestellte für ihre Erwerbstätigkeit einen Lohn/Gehalt, aber das ist weniger, als sie erarbeitet haben. Denn ein Teil des von ihnen erwirtschafteten Ertrags fließt an das Unternehmen, das sie beschäftigt. Für die meisten Deutschen ist hier schon das Ende des Geldes erreicht. Leider. Doch andere sind etwas cleverer...

Dienstag, 5. Juni 2018

Warren Buffett rät: "Kaufe keine Aktien, beteilige dich an einem Unternehmen. Spekuliere nicht, investiere!"

Im weiteren Sinne kauft man mit dem Erwerb einer Aktie ein Unternehmen - jedenfalls einen Teil davon. Weshalb legen Value Investoren wie Warren Buffett auf diese Unterscheidung dann so viel Wert?

Das liegt an der Psychologie und am Verhalten der Menschen, die von Natur aus wankelmütig sind. Wir neigen zu Stimmungsschwankungen und so empfinden viele Menschen Freude, wenn ihre Aktien steigen und sind gereizt, wenn die Börsenkurse ihrer Aktien fallen. Doch wer den Börsenkurs zum (einzigen) Gradmesser macht, ob das getätigte Investment gut oder schlecht ist, kann nur scheitern. Jedenfalls als Investor, vielleicht nicht als Spieler.

»Kaufe keine Aktien, beteilige dich an einem Unternehmen. Spekuliere nicht, investiere!«
(Warren Buffett)

Man muss sich von diesem Denken lösen, denn es wird einem ansonsten immer im Weg sein und einen davon abhalten, nachhaltig und langfristig mit seinen Investments eine wirklich gute Performance zu erzielen.

Montag, 4. Juni 2018

Börsenweisheit der Woche 23/2018

"Niemand kauft eine Farm auf Basis der Überlegung, ob es im nächsten Jahr regnen wird oder nicht. Man kauft sie, weil man sie für eine gute Investition über 10 oder 20 Jahre hält."
(Warren Buffett)

Sonntag, 3. Juni 2018

Investor-Update: Amazon, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, Gladstone Investment, Goldman Sachs BDC, MBB, Navigator Equity, Technotrans, Texas Pacific Land Trust, UeT

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Neben meinen fünf größten Positionen Navigator Equity Solutions (WKN: A1CUJD), Blue Cap (WKN: A0JM2M), Texas Pacific Land Trust (WKN: 985172) MBB (WKN: A0ETBQ) und Amazon (WKN: 906866) geht es heute um die Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7), PEH Wertpapier (WKN: 620140), UeT United Electornic Technology (WKN: A0LBKW) sowie die BDCs Gladstone Investment (GAIN; WKN: A0KES9) und Goldman Sachs BDC (GSBD; WKN: A14P76).