Montag, 18. November 2019

Börsenweisheit der Woche 46/2019

"Mit der Zeit bin ich immer mehr davon überzeugt, dass die richtige Investitionsmethode darin besteht, ziemlich große Summen in Unternehmen zu stecken, von denen man glaubt, etwas zu wissen und von deren Management man zutiefst überzeugt ist. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man das Risiko begrenzt, indem man sein Geld auf möglichst viele Unternehmen verteilt, von denen man wenig weiß und keinen Grund zu besonderem Vertrauen hat. (...) Das eigene Wissen und die Erfahrung sind definitiv begrenzt und es gibt selten mehr als zwei oder drei Unternehmen zur gleichen Zeit, in die ich gerechtfertigt volles Vertrauen setzen kann."
(John Maynard Keynes)

Sonntag, 17. November 2019

Ist Aurelius unterbewertet? Sollte man die Aktie halten oder doch lieber verkaufen?

Die Aktie der Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA habe ich seit sieben Jahre auf meiner Beobachtungsliste und im Depot und inkl. der üppigen Dividendenzahlungen hat sich mein Einsatz seitdem verfünffacht. Das ergibt eine durchschnittliche Jahresrendite von 25,5% - ziemlich fett. Auf Sicht der letzten zwei Jahre ist der Kursverlauf allerdings enttäuschend und Blogleserin Isabelle fragte mich nun nach meiner Einschätzung zu Aurelius und die teile ich gerne mit euch.

"Hallo Michael,ich möchte nochmal auf Aurelius zurückkommen. Nicht nur der Kursverlauf seit ca. 4 Jahren, auch die nicht sehr üppigen Umsätze, die geringe Beachtung von Analysten, die fehlende Kursreaktion auf gute Nachrichten gefallen mir schon länger überhaupt nicht. Ich "hoffe" nur auf einen günstigen Ausstiegszeitpunkt für mich. 

Was mich aber wirklich interessiert ist, warum hältst du die Aktie weiterhin? Sie hat dir in den ersten Jahren enorme Gewinne gebracht, nur deswegen sieht die durchschnittliche Jahresrendite bei dir immer noch gut aus. Aber konntest du in den letzten 4 Jahren wirklich gut schlafen mit dieser Aktie? Bist du so optimistisch für die Zukunft, dass sich die lange Durststrecke lohnt? Kannst du die Geschäftstätigkeit von Aurelius so gut einschätzen, dass du die Aktie für stark unterbewertet hältst zur Zeit?"

Samstag, 16. November 2019

Split-Off: Danaher will seine Dental-Tochter Envista ganz loswerden - an seine Aktionäre

Danaher ist ein global tätiges Beteiligungsunternehmen, das weltweit mehr als 20 operativ tätige Tochterfirmen aus den Bereichen Diagnostik, Biowissenschaften, Umwelt- und Anwendungslösungen beherbergt. In seiner langen Unternehmensgeschichte erzielte das Danaher-Business-System überragende Erfolge und trimmte neu zugekaufte Tochterunternehmen schnell auf Erfolg und Rendite. Und mit über 20% Zuwachs p.a. über mehrere Jahrzehnte stellt man selbst Dauerrenner wie Berkshire Hathaway in den Schatten.

Als die Struktur zu komplex wurde, spaltete Danaher einen Teil ab und konzentrierte in der Fortive Corp. sein klassisches Industriegeschäft, wie Tankstellenausrüstung, Telematik, Automation und brachte dies separat an die Börse. Und das Neustrukturieren geht munter weiter, nachdem man für $21,4 Mrd. das Biopharmageschäft von General Electric übernommen hat, möchte man sich nun von der Dentalsparte trennen.

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 15. November 2019

Portfoliocheck: Tom Russo profitiert von Buffetts Renaissance - und der von Apple

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 61. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Auch im dritten Quartal 2019 war Tom Russo nur mäßig aktiv und es gab kaum Bewegung in seinem Depot. Nach Mastercard hat Russo am meisten Geld in Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway investiert und das hat weitergehende Gründe als seine Verehrung für den wohl besten Investor aller Zeiten und dessen Vorliebe für Apple...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Berkshire Hathaway und Mastercard befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

An der Börse kriegt man nichts geschenkt. Auch Gratisaktien nicht!

Wenn Unternehmen ihre Aktien splitten, hat dies real keine Auswirkungen auf den Wert des Unternehmens; dieser verteilt sich nur auf mehr Anteile und dem entsprechend ist jeder dieser Anteile weniger wert. Dennoch erfreut sich die Ausgabe von Berichtigungsaktien (auch Gratisaktien genannt) bei Unternehmen als auch bei Anlegern großer Beliebtheit. Vor allem in den USA. Aber auch zunehmend in Deutschland, wo sich manche Kritiker (ungern) an den Hype am Neuen Markt erinnern, als den damals rasanten Kursanstiegen sehr schnell Aktiensplits folgten, um die Aktien optisch wieder "billiger" zu machen.  Und viele Anleger dachten, dass eine Aktie, die zuvor von 20 auf 100 DM gestiegen und nach dem Split wieder für 20 DM zu bekommen war, erneut auf 100 DM steigen würde. Oder gar müsste. Eine geradezu wundersame Geldvermehrung also, wie bei einem Schneeballsystem. Dabei sind Aktiensplits weder Zaubermittel noch Teufelszeug...

Donnerstag, 14. November 2019

Christopher H. Browne rät, auf Insider-Käufe zu achten. Aber welchen Informationswert bieten Insider-Trades wirklich?

Allgemein nimmt man an, Insider hätten einen besseren Durchblick bei ihrem Unternehmen als Außenstehende. Und bzgl. des Vorstands sollte man sogar darauf hoffen! Wenn nun diese Insider, also Vorstände oder Aufsichtsräte und ihre engen Familienmitglieder, Aktien des eigenen Unternehmens handeln, sollte man hellhörig werden. Denn dahinter kann mehr stecken, als die bloße Entscheidung eines Anlegers. Muss aber nicht...

Mittwoch, 13. November 2019

Die beiden letzten Zukäufe eröffnen MBB ganz neue Perspektiven. Auch (für) Aumann...

Die Inhaber geführte Industrieholding MBB ist eine wahre Erfolgsstory, die ich bereits seit 2012 als Aktionär und hier im Blog begleite. Der Glanz hat in den letzten anderthalb Jahren allerdings reichlich Patina angesetzt, denn nach dem durchschlagenden Erfolg mit der Automotive-Tochter Aumann zog die Krise in der Automobil- und Zuliefererindustrie auch Aumann und in deren Folge MBB mit in den Keller. Sowohl im operativen Geschäft als auch hinsichtlich des Aktienkurses.

Aumann ist aussichtsreich im Bereich der E-Mobilität positioniert, aber die Wachstumsraten und Gewinne dieser Sparte reichen (noch) nicht aus, um die Tristesse im klassischen Bereich abzufangen oder gar zu kompensieren. Bei allen Fortschritten ist und bleibt Aumann daher auch eine Wette auf eine nachhaltige Erholung im Automobilsektor.

MBB hat den heftigen Kursrückgang bei Aumann nicht zum Wiederaufstocken seiner Position genutzt (38%), sondern hat zuletzt zwei große Zukäufe in einem völlig anderen Segment vermeldet, das nicht nur aussichtsreich erscheint, sondern MBB ganz neue Möglichkeiten verschafft. Auch in Bezug auf Aumann...

Dienstag, 12. November 2019

Godewind Immoblien übertrifft sich selbst. Und keiner merkt's...

Godewind Immobilien, Spezialist für deutsche Büroimmobilien, sah anfangs nicht nach einer Erfolgsstory aus, auch wenn die Voraussetzungen recht günstig schienen. Das Duo Karl Ehlerding und Stavros Efremidis hatte sich nach der Kommunalen Wohnen AG und der WCM 3.0 erneut zusammengefunden, um einen weiteren Milliarden schweren Immobilienkonzern aus dem Nichts aufzubauen und hatten im Rahmen eines IPOs €375 Mio. in einem vormals leeren Aktienmantel eingesammelt: die Godewind Immobilien AG war geboren. Doch dann folgten holprige Börsenmonate um im Schlussquartal 2018 sackte der Börsenkurs vom Emissionspreis €4 auf unter €3 ab. Anfang 2019 sah ich die Chance gekommen und stieg bei Godewind ein. Ausführlich ist es hier nachzulesen: "Godewind: WCM re-reloadad oder Karl Ehlerdings nächster (genialer?) Immobilienstreich".

Meine ursprüngliche Frage kann man heute klar beantworten, denn Godewind hat auf die großen Ankündigungen noch größere Taten folgen lassen und der Aktienkurs hat sich wieder auf deutlich über €4 erholt. Das Plus seit Jahresanfang summiert sich auf fast 50%. Völlig zu Recht, wie die gerade vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal eindrucksvoll belegen. Doch was zwischen den Zahlen steht, das scheint der Markt übersehen zu haben. Noch!?

Montag, 11. November 2019

Mutares: Lohnt der Sanierungsexperte (doch wieder) einen zweiten Blick?

Mit Mutares verbindet mich als Aktionär eine wechselhafte Beziehung. Vor drei Jahren stieg ich bei €11 ein und begleitete das Unternehmen etwas mehr als ein Jahr. Nur. Denn eigentlich investiere ich langfristig in ausgesuchte Unternehmen, doch bei Mutares hatte sich vieles schlechter entwickelt als gedacht. Und so entschied ich mich Anfang 2018, dem Unternehmen den Rücken zu kehren - die erzielte Rendite von 78% war mehr als erfreulich und ich denke, die darauf folgende Entwicklung über die letzten anderthalb Jahre hat mir weitgehend Recht gegeben mit meiner ziemlich pessimistischen Einschätzung.

Doch nun bin ich wieder bei der Mutares SE & Co. KGaA investiert. Und das, obwohl nicht alle meine früheren Kritikpunkte restlos ausgemerzt sind; doch das Unternehmen und sein Management haben deutliche Fortschritte in mehreren Bereichen erzielt und angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bieten sich für einen Sanierungsexperten momentan interessante Perspektiven. Daher erscheint mir Mutares auf dem gegenwärtigen Kursniveau und wieder aussichtsreich (genug) zu sein. Trotz einiger Stolpersteine...

Börsenweisheit der Woche 45/2019

"Anleger sollten peinlich genau darauf achten, nicht die meisten, sondern die besten Aktien zu halten. Bei Aktien kann Masse niemals mehr als schwacher Ersatz für Klasse sein."
(Philip A. Fisher)

Samstag, 9. November 2019

Risikovermeidung geht vor Renditemaximierung: Benjamin Grahams sieben Kriterien für erfolgreiches Investieren

Benjamin Graham war ein einflussreicher US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendärer Investor. Er gilt als Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse, der Basis für das Value Investing.

Geprägt von ruinierenden Kursverlusten während der Weltwirtschaftskrise stand für Graham zeitlebens immer der Kapitalerhalt und das Minimieren von Risiken an erster Stelle noch vor dem Erzielen einer Rendite. Wenn man bedenkt, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller Investments auch positive Resultate erzielen, dann führt das Vermeiden von größeren Verlusten fast zwangsläufig zu überdurchschnittlichen Renditen.
»Wenn die Verluste minimiert werden, erzeugen durchschnittliche Gewinne überdurchschnittliche Ergebnisse.«
(Benjamin Graham)
Die Risiken zu begrenzen und ausschließlich auf sichere Investments zu setzen, darin wurde Benjamin Graham zum Experten. Der Lehrer und Mentor Warren Buffetts veröffentlichte 1934 gemeinsam mit David Dodd das Buch "Die Geheimnisse der Wertpapier Analyse" (orig.: "Security Analysis"), welches noch heute als Bibel der Value Investoren gilt. 1949 erschien die Erstausgabe von "Intelligent investieren" (orig.: "The Intelligent Investor"), einer etwas populärwissenschaftlicheren Version von "Security Analysis". Hierin benannte Graham die sieben Kriterien für erfolgreiches Investieren für den privaten Investor.

Freitag, 8. November 2019

Portfoliocheck: Zahlt sich Andreas Halvorsens "big Bet" auf Adaptive Biotechnologies aus?

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 60. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. Tigerwelpen (Tiger Cups). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen ROI von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Im zweiten Quartal hat Andreas Halvorsen sein Portfolio kräftig umgekrempelt und brachte es auf eine Turnoverrate von 49%. Amazon und Facebook stockte er wieder massiv auf, während er Alibaba und VISA inzwischen beinahe komplett aussortierte. Den größten Eindruck auf sein Portfolio machte jedoch Neueinsteiger Adaptive Biotechnologies, der sich nach seinem erfolgreichen IPO gleich an die Spitze von Halvorsens Depots katapultierte - und wo Halvorsen mit mehr als 30% größter Aktionär ist.

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Disclaimer
Amazon und Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 6. November 2019

Showdown bei Wirecard? Bläst Goldman Sachs jetzt zum Angriff auf die Shortseller?

Schon mehrmals gab es in den letzten Jahren Shortattacken gegen den deutschen Zahlungsabwickler Wirecard, die von negativen "Enthüllungsberichten" der Financial Times los getreten und von Shortsellern dankend aufgegriffen wurden. Es stehen sogar Anschuldigungen im Raum, Shortseller hätten vor der Veröffentlichung von Artikeln von diesen Kenntnis erhalten - die Anschuldigungen, Enthüllungen, Vorwürfe in beide Richtungen blieben bisher weitgehend unbelegt.

Nun weist der DAX-Konzern eine signifikante Short-Quote von inzwischen 15,8% aller Aktien auf und nicht wenige der Meldungen erfolgten nach dem jüngsten Kurseinbruch - und das ist ja nur so zu interpretieren, dass die Shortseller auf unterhalb von €120 weiteres signifikantes Abwärtspotenzial sehen. Die Analysten sind überwiegend positiv gestimmt mit Kurszielen deutlich über dem aktuellen Kurs. Baader und Goldman Sachs stechen hier mit Kurszielen von €230 deutlich bullish heraus und gerade Goldman ist jetzt hervorzuheben, denn die lassen den Worten auch Taten folgen. Und das möglicherweise mit ernsten Folgen - für die Shorties...

Andere Ansichten zu Arista Networks und wie es nach dem Kursrutsch weiter geht

Der Netzwerkausrüster Arista Networks hatte jüngst überragende Geschäftszahlen für das dritte Quartal abgeliefert und sämtliche Erwartungen übertroffen. Der Ausblick auf das vierte Quartal überraschte dann extrem negativ und auch die Perspektiven bis ins Jahr 2021 hinein wurden deutlich reduziert, woraufhin der Kurs um 25% abschmierte - und ich mich von meinem Arista-Bestand bis auf Weiteres verabschiedet habe.

Heute hat nun Stefan Waldhauser vom High-Tech Stock Picking-Wiki seine sehr informative Einschätzung zu Arista Networks abgegeben, die sich sich weitgehend mit meinen Überlegungen deckt - aber eben nicht in allen Bereichen...

Montag, 4. November 2019

Portfoliocheck: Costco Wholesale lässt auch Joel Greenblatts Konsumträume wahr werden

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 59. Portfoliocheck blicke ich Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine „Börsenzauberformel“. Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.

Greenblatt diversifiziert breit und im zweiten Quartal 2019 hatte Gotham Capital 1.115 Werte mit einem Gesamtwert von $6,27 Mrd. im Portfolio, darunter 204 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 29%. Dabei setzt er u.a. auf spezielle Konsumwerte, wie Costco Wholesale, eines von Charlie Mungers Lieblingsunternehmen, aber auch auf Billiganbieter wie Dollar General und neuerdings Dollar Tree...

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Costco befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Börsenweisheit der Woche 44/2019

"In meiner Anfangszeit freute ich mich, wenn die Märkte stiegen. Dann las ich Ben Grahams „The Intelligent Investor“ und in Kapitel 8 geht es darum, wie Anleger Schwankungen der Aktienkurse betrachten sollten. Seitdem sind niedrige Preise mein Freund. Dieses Buch auszuwählen war der glücklichste Moment in meinem Leben."
(Warren Buffett)

Samstag, 2. November 2019

Arista Networks: Das war's ja dann wohl erstmal...

Arista Networks ist ein Netzwerkausrüster und setzt mit seinen leistungsfähigen Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Switches vor allem auf Cloud-Anwendungen und Echtzeit-Computing. Hier hat man Platzhirsch Cisco Systems jahrelang die Butter vom Brot nehmen können und enorme Wachstumsraten hingelegt - profitables Wachstum wohlgemerkt.

Nun hat Arista starke Quartalszahlen hingelegt, aber mit seinen Aussagen zu einem zu erwartenden heftigen Einbruch im vierten Quartal die Anleger in Panik versetzt und den Aktienkurs um 25% in die Tiefe rauschen lassen. Aber ist das schon das Ende des Elends?

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Kosten steigen, Gewinne sinken: Amazon-Aktionäre sollten gerade deshalb jubeln!

Amazon hat kürzlich Quartalszahlen vorgelegt und die Aktie rauschte zunächst um sieben Prozent in die Tiefe, bevor sie ihre Tagesverluste wieder aufholen konnte. Anders als Microsoft oder Apple notiert Amazon deutlich unter seinen früher erreichten Höchstständen und das wird unisono mit der Entwicklung der Geschäftszahlen begründet. Der Gewinn sinkt, die Kosten steigen rapide an und die Konkurrenz habe "endlich" ihre Lethargie überwunden und beginne, sich Amazon zu erwehren.

Alles gute und richtige Argumente - nur ziehen Anleger aus ihnen die falschen Schlüsse. Und das könnte sie am Ende richtig Geld kosten...

Dienstag, 29. Oktober 2019

Alphabet: Immer noch eine aussichtsreiche Wette oder doch eher eine Niete?

Die Google-Mutter Alphabet hat Quartalszahlen vorgelegt und die sind durchwachsen. Auf der einen Seite konnte man beim Umsatz unerwartet stark zulegen, auf der anderen Seite enttäuschte man beim Ergebnis. Der Kurs war im Vorfeld der Zahlen um gut 2% angestiegen und gab diese Gewinne nach der Zahlenvorlage wieder komplett ab. Im Grunde notiert er auf dem Niveau zum Wochenstart und diese Unentschlossenheit spiegelt die Einschätzung der Anleger zum Unternehmen gut wider.

Auch ich bin ja schon länger bei Alphabet an Bord und habe mir daher so meine Gedanken gemacht, ob das für mich (noch) das richtige Investment ist...

Montag, 28. Oktober 2019

Börsenweisheit der Woche 43/2019

"Die gefährlichsten Investitionsbedingungen liegen in der Regel bei zu optimistischen Erwartungen vor. Denn dann müssen sich nicht einmal die Fundamentaldaten verschlechtern, damit Kursverluste auftreten können. Ein Absinken der Anlegermeinung wird ausreichen. Hohe Preise kollabieren an ihrem eigenen Gewicht."
(Howard Marks)

Freitag, 25. Oktober 2019

Portfoliocheck: Bei Slack setzt Frank Sands auf den First Mover-Effekt, trotz der mächtigen Konkurrenz durch Microsoft, Facebook und Amazon

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 58. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben) sowie ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im zweiten Quartal ging Slack mittels eines Direktlistings an die Börse und Frank Sands war schon vorher als Investor an Bord. Slack revolutionierte mit seiner Cloud basierten Plattform die interne Unternehmenskommunikation und setzt seitdem die Maßstäbe. Die größten Wettbewerber sind Microsoft, Facebook und Amazon, die aber erst Jahre später den Markt und die Chancen erkannten. Frank Sands setzt darauf, dass sich der First Mover weiterhin durchsetzen kann...

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Disclaimer
Amazon, Facebook und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Focus Investing: Charlie Munger rät, sich nur auf die besten Investments zu konzentrieren

Benjamin Graham war ein großer Befürworter des Diversifizierens. Seiner Überzeugung nach kann eine möglichst breite Streuung im Portfolio das Risiko deutlich reduzieren, Opfer von hochemotionalen Kurseinbrüchen zu werden. Und Peter Lynch kaufte für seinen Fonds immer mehrere Werte eines ganzen Sektors, wenn er bei einem Unternehmen auf eine Perle gestoßen war. Allerdings war dies vor allem dem enormen Investitionsvolumen des Magellan-Fonds geschuldet, für den die Börsenkapitalisierungen vieler Einzelwerte einfach zu klein waren und darüber hinaus hatte er hier strikte zu befolgen, die eine stärkere Fokussierung auf einige wenige Titel erschwerten.
»Fokussieren ist die Kunst, zu wissen, was man ignorieren sollte.«
(James Clear)
Warren Buffett und Charlie Munger hingegen lehnen die Strategie des Diversifizierens ab und sind klare Verfechter des "Focus Investing": einige wenige sehr gute Werte sollen das Portfolio beherrschen. Sie sind der Überzeugung, dass man nur die besten Unternehmen auswählen und von diesen dann so viele Aktien wie möglich kaufen sollte. Klingt ziemlich einleuchtend...

Dienstag, 22. Oktober 2019

Warren Buffett weiß, was Anleger beim Investieren unbedingt vermeiden sollten

Warren Buffett, der wohl bekannteste und erfolgreichste Investor der Welt, macht aus seiner Investment-Philosophie kein Geheimnis. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway führt er nach diesen Prinzipien und versteht es immer wieder, auch schwierige Zusammenhänge leicht verständlich zu präsentieren.

Auf CNBC beantwortet er schon seit Jahren immer mal wieder mehrere Stunden lang Fragen von Anrufern und gibt dabei kluge Ratschläge, wie Anleger sich verhalten sollten - und was sie auf jeden Fall vermeiden sollten.
»Worauf es für die meisten Menschen beim Investieren ankommt, ist nicht, wie viel sie wissen, sondern wie realistisch sie definieren, was sie nicht wissen. Ein Investor muss nur ganz wenige Dinge richtig machen, solange er große Fehler vermeidet.«
(Warren Buffett)

Montag, 21. Oktober 2019

Börsenweisheit der Woche 42/2019

"Wenn man nicht sicher ist, dass man ein Geschäft versteht und man es nicht bewerten kann, ist das in Ordnung. Man kann nicht alles wissen und das ist auch in Ordnung. Das ist das Schöne am Investieren. Man muss nur ein paar Dinge im Laufe der Zeit gut machen, solange man nicht zu viele Fehler macht."
(Warren Buffett)

Sonntag, 20. Oktober 2019

Die 42. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Bausch Health, Steico, Wirecard

Die vergangene Börsenwoche brachte dem Deutschen Aktienindex DAX ein neues Jahreshoch, das er aber am Freitag nicht halten konnte. Und auch in den USA notieren die führenden Indizes Dow Jones und S&P 500 nur um wenige Prozentpunkte unterhalb ihrer vormaligen Allzeithochs.

Eigentlich sieht das nach Euphorie aus, doch davon ist wenig zu spüren. Immerhin gehen die Konjunkturindikatoren und Wirtschaftsdaten weiter in den Keller, so dass China mit nur noch 6% im dritten Quartal das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren aufweist und auch von politischer Seite gibt es keine positiven Impulse.

Auffällig ist, dass Deutschlands Börsenunternehmen immer öfter in das Visier von aktivistischen Investoren geraten, die sich einkaufen und dann das Management unter Druck setzen, damit es das Unternehmen umstrukturiert und/oder Teile verkauft. Und auch die Zahl der Short-Attacken nimmt deutlich zu; Wirecard und Corestate Capital sind nur zwei Unternehmen, die es in der letzten Woche erwischt hat.

Freitag, 18. Oktober 2019

Portfoliocheck: Chris Davis setzt auf digitales Lernen und ist jetzt größter Aktionär bei New Oriental Education

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 57. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen Familien geführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der „Owners Earnings“, das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Auch im zweiten Quartal ließ Chris Davis es weiterhin ruhig angehen und veränderte nur einige Aktienbestände. die Turnoverrate bei Davis Advisors lag bei lediglich 3 Prozent. Im Bestand befinden sich 132 Unternehmen, darunter 3 Neuaufnahmen. Im Portfolio von Davis Advisors liegen Finanzwerte mit 40,4 Prozent weiter unangefochten an der Spitze, gefolgt von Technologiewerten, die es auf 22,3 Prozent bringen.

Bei New Oriental Education, dem führenden chinesischen Anbieter von Bildungsdienstleistungen, stockte Chris Davis weiter auf. Erstmals war Davis hier 2016 eingestiegen bei Kursen um die $40 und er hat seinen Anfangsbestand von 320.000 auf inzwischen 11,12 Millionen Aktien immer weiter ausgebaut. Damit hält er nicht nur 7 Prozent aller Aktien von New Oriental Education, sondern er ist inzwischen auch deren mit Abstand größter Aktionär. Aus guten Gründen...

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Disclaimer
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Verbilligen oder Verluste begrenzen? Peter Lynch weiß, wie's richtig geht. Und wann...

Wenn Kurse fallen, stellt sich Anlegern die Frage, wie sie damit richtig umgehen sollten. Sollten sie ihre bestehende Position ausbauen, also den Einstandskurs verbilligen, oder lieber konsequent die Reißleine ziehen und die Verluste begrenzen?

Eine pauschale richtige Antwort gibt es auch in diesem Fall nicht, denn es kommt entscheidend auf die jeweilige Situation an. Beide Verhaltensweisen können genau das Richtige sein. Es kommt daher darauf an, dass Anleger sich nicht von Angst oder Gier treiben lassen, sondern möglichst emotionslos analysieren, ob ein Nachkauf oder ein Verkauf die positivere Auswirkung auf ihre Gesamtrendite hat.
»Du wirst Deine Ergebnisse nicht verbessern, indem du die Blumen ausreißt und das Unkraut gießt.«
(Peter Lynch)
Peter Lynch, der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre, hat hier eine sehr passende Metapher gewählt, um Anlegern eine erste wichtige Entscheidungshilfe zu geben. Aber natürlich steckt noch etwas mehr dahinter...

Montag, 14. Oktober 2019

Börsenweisheit der Woche 41/2019

"Die Leute reden gern über neue Technologien und Innovationen, weil das Spaß macht. Demografische Daten machen keinen Spaß. Aber sie werden für das gesamtwirtschaftliche Wachstum genauso wichtig sein, wenn nicht sogar wichtiger, wie die meisten Innovationen in den kommenden Jahrzehnten."
(Morgan Housel)

Sonntag, 13. Oktober 2019

Die 41. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit eBay, Grenke, McCormick

Nach zwei Wochen Pause kommentiere ich heute wieder die Ereignisse der vorausgegangenen Börsenwoche. Noch immer treiben uns die gleichen Themen um wie am Jahresanfang: die US-Handelskriege, vor allem mit China, der auch daraus resultierende globale Wirtschaftsabschwung und der Brexit.

Doch während die konjunkturelle Eintrübung in vollem Gange ist und weltweit zu Zinssenkungen führt, gab es hinsichtlich der Handelskriege und beim Brexit bisher nur heiße Luft, was die Lösungsvorschläge anging, und negative Entwicklungen im Realen. Die Börsen spiegeln dieses emotionale Hin- und Her mit ihren teilweise heftigen Kurszuckungen wider.

Doch nun gibt es - mal wieder - Hoffnungen auf ein gutes Ende, sowohl beim US-China-Handelskrieg als auch beim Brexit. Und mit gutem Ende meine ich nicht ein gutes Ende im engeren Sinne, sondern das Abwenden einer Vollkatastrophe, wie sich als Alternative lange Zeit abzeichnete. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Börse, die Unternehmen und die Aktienkurse...

Freitag, 11. Oktober 2019

Portfoliocheck: Auch Value-Ikone Jeremy Grantham setzt jetzt auf Technologiewerte. Und stockt bei eBay auf...

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 56. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt. Grantham ist überzeugt davon, dass Vermögensanlagen immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren, da im Kapitalismus überdurchschnittliche Gewinnmargen zwangsläufig Wettbewerber anziehen, so dass diese Margen durch die zunehmende Konkurrenz unter Druck geraten. Folgerichtig ist er auf der Kaufseite, wenn sie unter ihrem Mittelwert notieren und er verkauft, wenn Assets vom Markt deutlich über dem Mittelwert bepreist werden.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt 2007 und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Jeremy Grantham, als er sich 2017 vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Die Depotschwergewichte von Jeremy Grantham sind daher inzwischen die Technologie-Giganten Microsoft, Apple und Oracle. Daneben setzte er im zweiten Quartal 2019 auch auf ein Wiedererstarken des Gesundheitssektors. Und auf die aussichtsreiche Sondersituation bei der unter Druck stehenden Handelsplattform eBay - aus mehreren Gründen...

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Disclaimer
Ebay und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

PNE: Übernahmeangebot von Morgan Stanley Infrastructure Partners zielt auf ein Delisting

Nun ist es also offiziell: Morgan Stanley Infrastructure Partners hat nach der bisher unverbindlichen Absichtserklärung, ggf. PNE komplett übernehmen zu wollen, jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und ein verbindliches Angebot für die ausstehenden Aktien abgegeben. Nachdem man die Bücher von PNE intensiv geprüft hat, liegt die Offerte mit €4,00 deutlich über der ursprünglich genannten Bandbreite von €3,50 bis €3,80, aber das ist noch nicht alles...

Montag, 7. Oktober 2019

Mein Investor-Update mit Alphabet, Amazon, American Tower, eBay, Funkwerk, Hypoport, MasterCard, Microsoft, PayPal, Wirecard

Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2019

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und wie sich diese ggf. auf meine Beobachtungsliste und auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Per Ende September waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Microsoft, Hypoport, MasterCard, Wirecard, Amazon, Funkwerk, American Tower, PayPal, Alphabet und eBay. Neben der neuen Nummer Eins gab es einige Veränderungen, die nicht alleine auf die heftigen Schwankungen der Börsenkurse zurückzuführen sind; immerhin sechs Werte lagen auch vor drei Monaten in den Top 10...

Börsenweisheit der Woche 40/2019

"Nicht die Unternehmensgewinne beeinflussen den Gesamtmarkt, es sind die Notenbanken. Und deshalb konzentriere ich mich auf die Zentralbanken und auf die Entwicklung der Liquidität, während die meisten Leute auf die Gewinne und konventionelle Kennzahlen blicken. Aber es ist die Liquidität, die die Märkte bewegt."
(Stanley Druckenmiller)

Sonntag, 6. Oktober 2019

Das Geheimnis hinter der Erfolgsformel. Oder... wie funktioniert Value Investing (heute)?

Billig kaufen, teuer verkaufen. Ende der Lektion. So einfach ist das Prinzip das Value Investings. Und natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn die Schwierigkeit liegt gerade darin zu erkennen, wann und ob eine Aktie günstig ist. Oder ob sie doch eher nur aussieht und sich später als Value Trap entpuppt.

Also geben wir dem Ganzen etwas mehr Futter... Als Urvater des Value Investing gilt Benjamin Graham, ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendäre Investor, dessen 1934 erschienenes Buch "Security Analysis" noch heute als die „Bibel des Value Investing" gilt. Es beeinflusste neben Warren Buffett auch weitere Börsenlegenden wie John TempletonPhilip A. Fisher und Peter Lynch.

Streng genommen ist Value Investing eine Anlagestrategie, bei der Kauf- und Verkaufsentscheidungen für Wertpapiere ausschließlich unter Bezug auf deren realwirtschaftlichen Gegenwert, den so genannten inneren Wert, getroffen werden. Dieser wird durch eine sog. Fundamentalanalyse ermittelt. Der innere Wert wird dann mit den aktuellen Börsenkursen verglichen und so gezielt zeitweilige Ineffizienzen der Finanzmärkte bei der Preisbildung ausgenutzt: liegt der Aktienkurs unterhalb des inneren Werts, wird die Aktie gekauft und gegebenenfalls bei Aktienkursen deutlich oberhalb des inneren Werts wieder verkauft.

Freitag, 4. Oktober 2019

Portfoliocheck: Verläuft Daniel Loebs zweite Attacke auf Sony (noch) erfolgreicher?

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 55. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Im zweiten Quartal hat Dan Loeb eine ganze Reihe seiner Positionen geschlossen. So hat er nach der Aufspaltung von DowDuPont in drei einzelne Unternehmen deren Nachfolger aus seinem Depot verbannt. Ebenso hat er Constellation Brands und American Express restlos aussortiert, nachdem er hier im ersten Quartal bereits jeweils rund die Hälfte seiner Position verkauft hatte. Und auch Celgene, die sich in der Übernahme durch Bristol-Myers Squibb befinden, stieß er ab. Loeb sieht hier wohl das restliche Upsidepotenzial als begrenzt an.

Der Unterhaltungskonzern Sony ist mit einem Anteil von knapp einem Prozent kein Schwergewicht in Daniel Loebs Portfolio und trotzdem ist es eine besondere Beziehung, die Loeb mit den Japanern verbindet. Denn Loeb ist hier bereits zum zweiten Mal an Bord, um den Konzern zu tiefgreifenden Veränderungen zu zwingen. Mit ganz neuen Argumenten und neuer Stoßrichtung...

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Donnerstag, 3. Oktober 2019

Gordon Gekko warnt: "Beherrsche deine Emotionen. Sonst verlierst du den Kopf". Und Geld...

Emotionen bestimmen unser Leben, beinahe auf jedes Ereignis reagieren wir emotional und handeln oft instinktiv. Und das ist genau der Grund, weshalb wir so viele Fehlentscheidungen treffen, zumindest an der Börse. Denn was die Evolution für das menschliche Miteinander so sinnvoll eingerichtet hat, verleitet uns dazu, in bei Börsengeschäften genau das Falsche zu tun, wenn es drauf ankommt. Und zwar immer und immer wieder, weil wir instinktiv handeln, ohne nachzudenken...

Montag, 30. September 2019

Börsenweisheit der Woche 39/2019

"Gegen den Strom zu schwimmen ist deshalb so schwer, weil einem so viele entgegenkommen."
(Henry Ford)

Samstag, 28. September 2019

WeWork-Fiasko lässt die Börse beben - mit Folgen für Großaktionär Softbank Group. Aber auch für Blackstone, KKR, DIC Asset und Godewind?

Der innovative Bürovermieter WeWork wurde vor einiger Zeit mit $47 Mrd. bewertet in der letzten Finanzierungsrunde, bei der auch Großaktionär Softbank Group für weitere $2 Mrd. noch einmal kräftig aufgestockt hat; vor allem über seinen Vision Funds 1. Inzwischen sollte WeWork längst an die Börse gebracht worden sein, um frische Mittel für die Expansion einzusammeln. Doch bekanntlich scheiterten die Pläne grandios, denn die Anleger waren nicht bereit, für den Bürovermieter die Bewertungsmultiplen einer Software-Company zu akzeptieren. Dem Vernehmen nach sank die angedachte IPO-Bewertung immer weiter auf zuletzt gerade mal noch $10 Mrd. - was für ein Immobilienunternehmen noch immer üppig ist. Zumal wenn dieses Milliardenverluste erwirtschaftet, die fast so hoch sind wie sein Umsatz.

Zuletzt überschlugen sich die Ereignisse, weil WeWorks Gründer und CEO Adam Neumann seinen Chefposten räumen musste und der Börsengang abgesagt wurde. Neumann gab zugleich seine Stimmrechtsmehrheit auf, die aufgrund ihrer Mehrfachgewichtung für weiteren Unmut gesorgt hatten; künftig werden seine "Gründer-Aktien" nicht mehr das zehnfache Stimmrecht haben, sondern nur noch das dreifache, wodurch Neumann nicht mehr die Mehrheit der Stimmrechte innehat. WeWork soll künftig gemeinsam vom bisherigen Finanzchef Artie Minson und Verwaltungsratsmitglied Sebastian Gunningham geführt werden; Neumann behält einen Platz im Verwaltungsrat, aber ohne Management-Funktion.

Und die beiden neuen Chefs machen gleich Nägel mit Köpfen: sie haben die Expansionspläne massiv zusammengestrichen und trimmen WeWork auf Rentabilität. Was dazu führt, dass WeWork die Anmietung neuer Locations mit sofortiger Wirkung gestoppt hat, wie die Financial Times berichtet. Dabei war WeWork in letzter Zeit der größte Anmieter gewerblicher Flächen in Metropolen wie z.B. New York und London - und zuletzt auch in Deutschland massiv aktiv. Das dürfte Folgen haben...

Donnerstag, 26. September 2019

Portfoliocheck: Mit Richèmont setzt Tom Russo auf den Luxus von Cartier und IWC. Und auf Alibaba...

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 54. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Auch im zweiten Quartal 2019 war Tom Russo nur wenig aktiv und hat sein Depot kaum umgeschichtet; er setzt weiter auf die Schwächen und Vorlieben der Menschen: Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen. Dabei ist er fast immer voll investiert und setzt auf einige wenige ausgesuchte Aktien. Der Schweizer Luxusgüterkonzern Compagnie Finaniciere Richèmont SA konzentriert sich auf die vier Segmente Schmuck, Uhren, Accessoires und Mode und Tom Russo investierte hier erstmals 2011. Die größte Herausforderung sieht er durch Amazon und Alibaba - wie treffend, dass Richèmont mit den Chinesen eine Partnerschaft eingegangen ist...

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Disclaimer
Amazon befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 25. September 2019

Benjamin Graham wertet Dividenden als Qualitätsmerkmal. Das ist aber längst nicht alles...

In Zeiten niedriger Zinsen für Spareinlagen und Anleihen gehen Anlegern  die Alternativen aus. Immer wieder wird dazu geraten, auf Dividenden starke Aktien zu setzen, um so eine attraktive Verzinsung zu erzielen. „Dividenden sind der neue Zins“ ist gar zu einem geflügelten Werbespruch geworden.

Benjamin Graham erkannte eine langfristige und zuverlässige Dividendenzahlung sogar als ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Auswahl von geeigneten Aktieninvestitionen.
»Einer der überzeugendsten Tests hoher Qualität von Firmen ist eine ununterbrochene Historie von Dividenden, die sehr viele Jahre zurückreicht.«
(Benjamin Graham)
Doch die Dividendenrendite alleine ist kein Qualitätsmerkmal; auch hier kommt es darauf an, genauer hinzusehen und sich die richtigen Gedanken zu machen, bevor man investiert. Denn hohe Dividendenrenditen können auch unschöne und ggf. teure Begleiterscheinungen haben...

Montag, 23. September 2019

Börsenweisheit der Woche 38/2019

"Spekulanten mögen unschädlich sein wie Luftblasen auf einem steten Strom der Unternehmungslust. Aber die Lage wird ernst, wenn die Unternehmungslust zur Luftblase in einem Strudel der Spekulation wird."
(John Maynard Keynes)

Sonntag, 22. September 2019

Die 38. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Adobe, Corning, Opera, Wirecard, Zalando

In der vergangenen Börsenwoche konnten die großen Börsenindizes ihre Vorwochenstände nicht verteidigen und notierten allesamt schwächer. Was die US-Aktien angeht, war das abzusehen, jedenfalls statistisch. Denn in den Wochen, in denen die FED über ihre Zinssätze entscheidet, notieren US-Aktien traditionell etwas leichter. Auf der anderen Seite folgte in der Vergangenheit auf die zweite Zinssenkung der US-Notenbank durchschnittlich eine Rallye von über 20% bei den US-Aktien.

Behält die Statistik Recht, könnte sich der letzte Freitag in einigen Wochen also als idealer Einstiegszeitpunkt erweisen bzw. erwiesen haben - auch wenn das heute natürlich nicht unbedingt so aussieht, denn es sprechen ja auch Gründe gegen weiter steigende Kurse. Was diese nicht davon abhält, langfristig immer höher zu steigen, wie ein Blick auf einen Langfristchart zeigt.

Wenn das Börsenbarometer steigt, heißt das nichts anderes, als dass die Aktienkurse steigen - allerdings nicht von jeder Aktie und auch nicht gleichmäßig verteilt. Zuletzt hatten sich zyklische Werte etwas von ihren Tiefständen erholt und sich eindrucksvoll zurück gemeldet. Ob dies nur ein Strohfeuer ist, oder sich eine Trendwende im Konjunkturzyklus anbahnt, bleibt abzuwarten. Die ersten Frühindikatoren senden jedenfalls ermutigende Signale aus...

Freitag, 20. September 2019

Portfoliocheck: Verliert jetzt auch Warren Buffett das Vertrauen in Kraft Heinz?

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 53. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Die Performance dieses wohl weltbesten Investors ist atemberaubend; er legte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hin. In dieser Höhe und über eine solch langen Zeitraum ist das fast unerreicht.

Im zweiten Quartal hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert und lediglich moderat bei Bank of America, US Bancorp. und Amazon aufgestockt. Viel interessanter ist aber, was (noch?) nicht passiert ist und das betrifft Buffetts aktuell wohl lausigstes Investment Kraft Heinz Co., wo Finanzinvestor 3G als zweitgrößte Aktionär und Buffett-Partner zuletzt massiv Aktien verkauft hat. Wegweisend auch für Buffett?

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Disclaimer
Amazon und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 19. September 2019

Microsoft macht Anleger glücklich: Dividendenerhöhung, Aktienrückkäufe, gute Geschäfte

Microsoft ist ab und zu mal das wertvollste Unternehmen der Welt, gemessen an der Börsenkapitalisierung. Die liegt über der magischen Schallmauer von einer Billion Dollar und dafür gibt es reichlich Gründe: neben den hervorragend laufen Geschäften, vor allem bei Windows, Office und der Cloudsparte Azure hat Mircosoft gerade mitgeteilt, dass die Quartalsdividende um 11% angehoben wird auf dann $0,51 je Aktie und darüber hinaus ein neues Aktienrückkaufprogramm startet im Volumen von $40 Mrd. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs könnte Microsoft damit rund 4% seiner Aktien erwerben und einziehen. Die entscheidende Frage ist, ob Microsoft sich das leisten kann - und sollte...

Dienstag, 17. September 2019

Mein Lese-Tipp: "Warren Buffett. Das Leben ist wie ein Schneeball" von Alice Schroeder

Warren Buffett predigt gerne aber er lebt auch vor, was er predigt. Und das ist sein Schlüssel zum Erfolg: bleibe bei dem, was du kennst und kannst, und beschränke dich auf deine Kompetenzen. "Das Leben ist wie ein Schneeball" ist ein wirklich tolles Buch über das Leben von Warren Buffett. Ausführlich wird sein Werdegang beschrieben vom Zeitungsausträger und Coke-Verkäufer bis zum "Orakel von Omaha", dem zeitweilig reichsten Menschen der Welt. Dabei kommen auch die Persönlichkeiten, die Buffett nachhaltig geprägt haben, nicht zu kurz, darunter Buffetts Vater, Buffetts Mentor Benjamin Graham und sein kongenialer Partner Charlie Munger bei Berkshire Hathaway.

Das Buch hat mich gefesselt, weil es sehr lebensnah geschrieben ist und das Gefühl vermittelt, man wäre an Warren Buffetts Seite und würde die jeweilige Situation live miterleben. Und natürlich kommen Warren Buffetts Grundsätze und seine Investitionsentscheidungen nicht zu kurz und man erlebt mit, wie er sich vom Zigarrenstummel-Investieren zum Quality Investing entwickelt. Sogar seine (wenigen) gravierenden Fehler werden beleuchtet und auch persönlich belastende Episoden, wie die Trennung von seiner ersten Frau oder die Vorgänge um die Investmentbank Salomon Brothers, bei der Buffetts Reputation maßgeblich zum Überleben der Firma beigetragen hat. Dabei lässt es die Autorin stets so aussehen, als wäre es ganz einfach, ebenso erfolgreich zu investieren wie Warren Buffett.

Von dem Umfang von mehr als 1.100 Seiten sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Im Gegenteil: das Werk ist so kurzweilig, dass es ruhig noch einige Seiten mehr hätten sein können. Und obwohl dieses Buch eine Biographie ist, ist es doch viel mehr noch ein Lehrbuch über das richtige und nachhaltige Investieren. Strong buy!

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Titel: "Das Leben ist wie ein Schneeball"
Autor: Alice Schroeder
Taschenbuch: 1.152 Seiten
Verlag: FinanzBuch Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898796027
Neupreis: 24,99 Euro

Montag, 16. September 2019

Börsenweisheit der Woche 37/2019

"Einige Menschen werden durch das Studium künstlicher Intelligenz reich. Ich mache mein Geld durch das Studium natürlicher Dummheit."
(Carl Icahn)

Sonntag, 15. September 2019

Die 37. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Amazon, Microsoft, Naspers, Prosus, Walt Disney und... Öl

Die vergangene Börsenwoche ließ die Kurse weltweit kräftig steigen; der DAX schnuppert an der 12.500, der MDAX notiert wieder über 26.000, der Dow Jones über 27.000 und der S&P 500 übersprang die 3.000er Marke.

Dabei waren die Börsenkurse gerade zum Anfang der Woche massiv abgetaucht und einige Werte haben sich hiervon (noch?) nicht wieder erholt. Es hatte vor allem die Aktien getroffen, die seit dem Jahresstart zu den am besten performenden gehörten, wie SaaS-Firmen (Software-as-a-Service) und Payment-Werte. Hier gab es eine heftige Kurskorrektur von zumeist zwischen 15% und 20% und in der anschließenden Erholung schnitten diese Werte deutlich schlechter ab als der breite markt, weshalb auch mein Depot noch in den Seilen hängt.

Die entscheidende Frage ist, ob es einen nachhaltigen Trend aus den hoch bewerteten Wachstumswerten hin zu den (vermeintlich) niedrig bewerteten Value Titeln gibt. Oder ob die Tech-Werte sich nur die verdiente Zwischenauszeit nehmen...