Donnerstag, 30. April 2020

Portfoliocheck: Mit CoStar adressiert Chuck Akre erfolgreich den Digitalisierungstrend bei Immobilien

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 86. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Auch im 4. Quartal war Chuck Akre nur mäßig aktiv; in seinem Depot dominieren mit einem Anteil von 48% die Finanzwerte vor Immobilienwerten mit 22% und zyklischen Konsumwerten mit 13%. Akres größte Position bleibt American Tower mit gut 15% Anteil vor MasterCard (14,5%), Moody's (12,5%) und VISA (8,5%).

Die größte Auswirkung auf sein Depot hatte sein Neueinstieg beim digitalen Immobiliendienstleister CoStar Group, dem in den USA führenden Anbieter von Daten-, Analyse- und Marketingdienstleistungen für gewerbliche Immobilienmakler und Mieter. Und damit hat sich Chuck Akre einen Digital Leader ins Portfolio geholt, der seine Stärken auch in der gegenwärtigen herausfordernden Zeit ausspielen kann und der absehbar am Ende der Krisenzeit zu den großen Gewinnern zählen dürfte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Ergänzung vom 12.05.2020: Chuck Akre stockt CoStar-Position in Q1/20 um 75% auf

In seinem aktuellsten 13F gibt Chuck Akre bekannt, dass er im ersten 2020er Auftaktquartal seine Position an CoStar um weitere 75% aufgestockt hat, so dass er nun rund 1,2% aller ausstehenden Aktien hält.

Disclaimer
American Tower, CoStar, MasterCard und VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Good News bei... American Tower: Deutliche Umsatz und Gewinnsteigerung im ersten Quartal und auch künftig kaum Corona-Auswirkungen

American Tower ist ein Real Investment Trust (REIT), der seine Gewinne nicht versteuern muss, solange er im Gegenzug mehr als 90% seines Gewinns an seine Aktionäre ausschüttet. Dieser Spezial-REIT gehört zu den großen Gewinnern des Mobil- und Smartphone-Booms; die neuste Netz-Generation (5G) wird gerade weltweit ausgerollt und für diese sind viel mehr Standorte nötig als für die vorangehenden Generationen, da die Funkzellen wesentlich kleiner sind und die Antwortzeiten wesentlich schneller ("Latenz"). Und da American Tower sein Wachstum auch über Schulden finanziert, spielen dem Unternehmen die weltweit weiter sinkenden Zinsen zusätzlich in die Karten und pimpen das Finanzergebnis zusätzlich. Und damit auch die Gewinne. Entsprechend positiv präsentieren sich die Ergebnisse, die das Unternehmen für das erste Quartal 2020 vorlegen konnte.

Dienstag, 28. April 2020

Rebound ist...

Rebound ist... wenn der S&P 500 in den 23 Handelstagen zwischen dem 19. Februar und dem 23. März um knapp 34% abstürzt und in den darauf folgenden 25 Handelstagen um 30% wieder zulegt.

Good News bei... DIC Asset: Erfolge bei Vermietung und Asset Management sowie Bestätigung der Jahresprognosen

Der Aktienkurs von DIC Asset hat kräftig gelitten unter der Anlegerpanik, die ihre Aktien aus Furcht vor massiven Einbußen auf den Markt geworfen haben. Und bisher konnte der Kurs nur einen Teil seines Absturzes wieder wettmachen; seit Tagen dümpelt er zwischen €11 und €12 herum. Dabei läuft es beim Spezialisten für Büro- und Gewerbeimmobilien in geordneten Bahnen und durchaus erfolgreich, wie die beiden jüngsten Meldungen aus dem Unternehmen zeigen...

Montag, 27. April 2020

Börsenweisheit der Woche 17/2020

"Viele der besten Investoren haben mit Microcaps begonnen. Viele der Aktien mit der besten Wertentwicklung begannen als Microcaps. Die meisten Aktien mit der besten Wertentwicklung der letzten zehn Jahre stammten aus dem Microcap-Ökosystem. Großartige Unternehmen frühzeitig zu finden, kommt nie aus der Mode."
(Ian Cassel)

Freitag, 24. April 2020

Charlie Munger rät zu Buy & Hold: "Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du abwartest."

Charles Thomas Munger ist der kongeniale Geschäftspartner von Warren Buffett und beide setzen bei ihren Investments seit jeher auf Buy & Hold. Diese Anlagestrategie zielt darauf ab, Wertpapiere langfristig zu halten, womit das Risiko durch die Schwankungen an den Märkten gesenkt und die Erfolgsaussichten auf außerordentliche Renditen steigen.

Historische Daten belegen für für den S&P 500 zwischen 1926 und 2010 eine durchschnittliche jährliche Aktienrendite von 9,7 Prozent, während Staatsanleihen nur 5,6 Prozent p.a. brachten. Dabei unterliegen die Kurse in einzelnen Jahren durchaus heftigen Schwankungen, die auch schon mal 50 Prozent und mehr ausmachen können. Auch in diesen Phasen kann und sollte man nicht panisch verkaufen und versuchen, den Markt zu timen. Mit Geduld und Ruhe hat man in den letzten 90 Jahren jedenfalls nichts falsch gemacht am Aktienmarkt. Denn die durchschnittliche Überrendite von 4 Prozent pro Jahr erzielte man durch Nichtstun.

Donnerstag, 23. April 2020

Portfoliocheck: Johnson & Johnson ist in unsicheren Zeiten erste Wahl, denkt sich auch Jeremy Grantham

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 85. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt. Grantham ist überzeugt davon, dass Vermögensanlagen immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren, da im Kapitalismus überdurchschnittliche Gewinnmargen zwangsläufig Wettbewerber anziehen, so dass diese Margen durch die zunehmende Konkurrenz unter Druck geraten. Folgerichtig ist er auf der Kaufseite, wenn sie unter ihrem Mittelwert notieren und er verkauft, wenn Assets vom Markt deutlich über dem Mittelwert bepreist werden.

Große Popularität erreichte Jeremy Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Auch im 4. Quartal 2019 setzt Grantham weiterhin vor allem auf große US-Wachstumswerte mit starkem Burggraben und noch stärkeren Cashflows. Seine Depotschwergewichte sind daher die Technologie-Giganten Microsoft, Apple und Oracle. Verteilt auf die Aktien der A- und C-Klasse kommt allerdings die Google-Mutter Alphabet auf den zweithöchste Depotanteil. Doch stärker aufgestockt hatte Grantham beim Gesundheitskonzern Johnson & Johnson, der ohnehin schon zu seinen größten Positionen gehörte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Alphabet, Amazon und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 21. April 2020

Anleger wetten auf den nächsten Börsenabsturz, doch Kostolany wart: "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief."

Andrè Kostolany erinnert uns daran, dass die Masse meist falsch liegt. Wenn sich alle einig sind über die Entwicklung und sich entsprechend positioniert haben, tritt diese Entwicklung oft gar nicht mehr ein, sondern genau das Gegenteil. Und dann werden alle auf dem falschen Fuß erwischt und versuchen, ihre in den Verlust laufenden Positionen glattzustellen, was den Trend noch verstärkt. Im Extremfall kann dies zu einem Short-Squeeze führen.

»Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren,
 geht es fast immer schief.
«
(Andrè Kostolany)
Mein Gedanke dazu? Heute scheinen sich alle Akteure einig zu sein, dass die Aktienkurse nochmals einbrechen werden. Das Short-Engagement gegen den S&P 500 Index ist das höchste seit Anfang 2016, berichtet das Wall Street Journal. Es stieg letzte Woche auf $68,1 Mrd., während es zum Jahresstart noch $41,7 Mrd. waren und $41,2 Mrd. vor einem Jahr. Es scheinen sich also alle einig zu sein, dass die Kurse wieder abschmieren und alle haben sich entsprechend positioniert. Aber wenn die Kurse nun trotzdem steigen, könnte das noch einmal so ausgehen wie Ende März, als die Bärenfalle zuschnappte und die Bullen reich belohnt wurden...

Kostolany erklärt, weshalb es auf kurz- bis mittelfristige Sicht keinesfalls sicher ist, dass die guten Aktien steigen und die schlechten fallen

André Kostolany war ein erfolgreicher Börsenspekulant, Bonvivant und Autor. Zahlreiche Bücher hat er verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen.

Sein Buch "Die Kunst, über Geld nachzudenken" war sein letztes Buch, sein Vermächtnis, bevor er am 14. September 1999 verstarb. Es ist vermutlich das beste Buch für Börseneinsteiger überhaupt, weil es die Mechanismen und Wirrungen der Börse so anschaulich erklärt und mit Kostolanys eigenen Erfahrungen so greifbar macht. 80 Jahre Börse erleben und überleben in einem einzigen Buch.

Und einer der vielen darin enthaltenen Weisheiten möchte ich heute ansprechen, eines der Mysterien der Börse, das immer wieder auf's neue Verwunderung auslöst: das Verhalten der Börsenkurse...
»Auf kurz- bis mittelfristige Sicht ist es keinesfalls sicher, dass die guten Aktien steigen und die schlechten fallen. Es kann auch genau umgekehrt sein.«
(André Kostolany)

Montag, 20. April 2020

Portfoliocheck: Corona ändert alles, doch Primecap Management punktet mit Technology und Healthcare

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 84. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Primecap Management, die drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen und mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Damit erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,4% und liegen damit um 2% p.a. vor dem S&P 500.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Die Corona-Pandemie ändert die die Spielregeln und zwar für alle. Einige Unternehmen sind kurzfristig betroffen, andere werden langfristig zu kämpfen haben. Manche trifft es massiv, während andere kaum Auswirkungen zu spüren haben und einige profitieren sogar. Das gilt vor allem für die von Primecap Management hoch gewichteten Branchen Gesundheit, Technologie und Fluglinien und ihre TOP-Werte Eli Lilly, Adobe, Microsoft, AMGEN, BIOGEN sowie AstraZeneca, aber auch für Southwest Airlines und United Airlines.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adobe und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Börsenweisheit der Woche 16/2020

"Die schlechteste Investition, die du haben kannst, sind Barmittel. Alle reden davon, dass Cash King ist, aber Geld wird im Laufe der Zeit immer weniger wert sein, während gute Unternehmen mit der Zeit mehr wert sein werden."
(Warren Buffett)

Samstag, 18. April 2020

Mein Lese-Tipp: "Buffett. Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten"

Der Journalist Roger Lowenstein hat mit seinem Werk "Buffett. Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten" eine Biographie über den wohl besten und erfolgreichsten Investoren aller Zeiten geschrieben. Dabei gab ihm Warren Buffett, Chef von Berkshire Hathaway, selbst keine Interviews, aber er unternahm auch keine Versuche, die Menschen, mit denen Lowenstein sprach, in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Die vielen Quellen sind Freunde, Familienangehörige, Angestellte, Partner, Konkurrenten von Warren Buffett und Lowenstein gelingt es, aus diesen vielen Ansichten eine bemerkenswerte Charakterstudie Buffetts zu zeichnen, eines sympathischen Genies, der in der Sache stur und konsequent bleibt, aber sich auch durch Herzensgüte und Mitgefühl auszeichnet.

Freitag, 17. April 2020

Charlie Munger lehrt: "Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt."

"Kaufe niedrig, verkaufe nie" hat Warren Buffett mal gesagt und damit die sog. Buy & Hold-Strategie beschrieben. Er wird hiermit seitdem oft bewusst fehlinterpretiert und der so elementare Grundgedanke hinter seiner Aussage viel zu oft ignoriert. Leider. Dabei weiß der gute Kaufmann, dass der Gewinn im Einkauf liegt;je geringer der Einkaufspreis, desto höher ist die Chance auf Gewinn. Und umso niedriger ist auch das Risiko, die Ware nicht zu einem guten Preis wieder loszuwerden, also einen Verlust realisieren zu müssen.

Manche Kritiker bezeichnen Buy & Hold als veraltet, antiquiert, unzeitgemäß und als Beleg verweisen sie auf Aktien wie die der Deutschen Telekom. Die hatten Anleger im Jahr 2000 zu Mondpreisen von über €100 gekauft und wer sie noch immer hat, sitzt auf massiven Verlusten von bis zu 85%. Und das nach 18 Jahren und trotz Steter Dividendenzahlungen.
»Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür du bezahlst. Investieren ist, wenn du einige großartige Unternehmen findest und dann auf deinem Hintern sitzt.«
(Charlie Munger)

Buy & Hold bedeutet nicht Buy & Forget

Doch "Kaufen & Halten" bedeutet eben nicht, zu jedem Kurs zu kaufen und starrsinnig daran festzuhalten, sondern es heißt, zu niedrigen Kursen einzusteigen und die Aktien dann nicht (zu schnell) wieder aus den Händen zu geben. Warren Buffett hält einige Aktien in seinem Portfolio bereits seit über 40 Jahren und genau diese Aktien haben ihn zum Multimilliardär und einem der reichsten Menschen der Welt gemacht.

Donnerstag, 16. April 2020

Kissigs Kloogschieterei: Stürmische Berichtssaison - Banks, Advertising, Payment im Blick!?

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass ab Mitte Februar die Wirtschaftsleistung weltweit eingebrochen ist und fast kein Unternehmen davon unberührt geblieben ist. Die Kurse haben mit ihrem massiven Einbruch diese Entwicklung schon vorweggenommen, aber nun folgt der erste Lackmustest, weil die Unternehmen ihre Quartalszahlen präsentieren - und vermutlich nicht wenige ihre Jahresprognose aussetzen oder deutlich senken müssen.

Neben den "üblichen Verdächtigen", wie der Automobilbranche, den Tourimuskonzernen, den Restaurantketten oder den Luftfahrtunternehmen, die erwartbar Katastrophenzahlen vermelden werden, könnte es auch in anderen Bereichen in nächster Zeit lange Gesichter geben. Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht zum Bankensektor und zu vermeintlichen Gewinnern in der Welt des Digital Payments und der Werbung...

Schon wieder 8% mehr: Costco ist ein erstklassiger Dividendenwachstumswert

Mit Costco setzte ich auf einen ganz besonderen Wert aus der Einzelhandelsbranche mit einem bestechend einfachen Geschäftsmodell: er verzichtet auf die Gewinnmargen beim Verkauf an seine Kunden. Und die rennen ihm natürlich die Bude ein, weil sie bei Costco (fast) alles und das sensationell günstig und in großen Mengen bekommen.

Dennoch gelingt es Costco, ständig seine Umsätze und Gewinne zu steigern und auch Dividendenfans sollten sich den Wert unbedingt mal genauer ansehen - nicht trotz, sondern wegen der eher mickrigen Dividendenrendite... ツ

Good News bei... SBF: Starke Quartalszahlen, Corona-resistent, Prognose für 2020 bestätigt

SBF, ein Spezialist für Decken- und Beleuchtungssysteme in Schienenfahrzeugen, gab einen Zwischenstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2020 und die Auswirkungen der Corona-Krise auf sein Business. Und siehe da, alle läuft, nach Plan und auch rund und ohne Einschränkungen. Im Gegenteil, SBF steht solide da in Zeiten wirtschaftlicher Verwerfungen und präsentiert sich als verlässlicher Fels in der Brandung. Naja, es ist ja eher ein Tsunami...

Mittwoch, 15. April 2020

"Pessimismus ist dein Freund an der Börse, Euphorie ist dein Feind" lehrt Warren Buffett

Die Entwicklung der Wirtschaft und auch die der Börsenkurse hängt zum Großteil von Emotionen ab, von der gefühlten Lage, nicht der wirklichen.

Wie schon viele Krisen gezeigt haben, erholen sich die Börsenkurse bereits, während aus der Wirtschaft noch täglich negative Meldungen auf uns hereinprasseln und die Zukunftsaussichten immer düsterer zu werden scheinen. Doch für Aktieninvestoren ist dann oft schon die Zeit zum Handeln gekommen und daher sollte man genau darauf achten, ob und wie stark der Pessimismus regiert...

Dienstag, 14. April 2020

Portfoliocheck: Warren Buffett im Krisenmodus - und was läuft da mit den Airlines?

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 82. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Warren Buffetts Performance ist atemberaubend. Er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. „Das Orakel von Omaha“, wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 4. Quartal hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert, aber vor allem in seinem am höchsten gewichteten Finanzsektor Aktienpakete verkauft. Hier traf es, wie schon seit vielen Quartalen, erneut Wells Fargo, aber diesmal auch Goldman Sachs. Fast fertig ist Buffett mit seinem Ausverkauf bei Phillips 66, während er bei BIOGEN und Lebensmitteleinzelhändler Kroger ganz frisch eingestiegen ist, zwei Profiteuren der Corona-Krise. Und dann waren da noch seine verwirrenden Aktionen bei seinen beiden größten Fluglinien, Delta Airlines und Southwest Airlines. Auch wenn Buffetts Verkäufe erst Anfang April herauskamen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

John Templeton rät: In der Zeit des größten Pessimismus in Aktien zu investieren, bringt langfristig die höchste Rendite!

In der Zeit des größten Pessimismus zu investieren, ist leichter gesagt, als getan. Denn es bedeutet, sich als einziger gegen den Markt zu stellen, gegen die Masse und zwar in einer Phase, in der man selbst emotional von Zweifeln und (Existenz-) Ängsten geplagt ist. Da muss man als Anleger schon charakterlich sehr gefestigt sein, um das aushalten zu können. Denn die Kurse steigen ja nicht sofort wieder an, nur weil man selbst gerade gekauft hat. Vielmehr fühlt sich jeder Kauf wie der berühmte Griff ins fallende Messer an. Und den sollte man doch unbedingt vermeiden, oder? Nun, das kommt drauf an...

Montag, 13. April 2020

Was ist... ein Schwarzer Schwan? Vorbote der Apokalypse? Innovationsengel? Oder beides?

Als Schwarzer Schwan (Black Swan) wird ein unerwartetes Ereignis von enormer Tragweite bezeichnet, das die Finanzmärkte abrupt aus der Bahn werfen kann.

Geprägt hat den Begriff der Publizist und Börsenhändler Nassim Nicholas Taleb in seinem im Jahr 2007 erschienen Buch "Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse". Taleb beschreibt darin, dass Menschen es sich in einer "Zone des Vorhersagbaren" bequem machen und so extrem unwahrscheinliche Ereignisse kaum eine Rolle in ihrer Risikobetrachtung spielen. Allerdings treten diese Ereignisse doch häufiger auf, als man annimmt, wie z.B. bei der Subprime-Krise in den USA, der folgenden Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, dem Tsunami in Japan mit der anschließenden Atomkatastrophe von Fukushima - oder jetzt aktuell mit der Corona-Pandemie.

Dabei ist nicht jeder überrasche "Einschlag" gleich ein Schwarzer Schwan. Wesentlich für einen Schwarzen Schwan ist, dass das Ereignis außerhalb der "normalen Wahrscheinlichkeiten" liegt, also quasi ein "Passiert-eh-nie-Ereignis" ist, und dieses Ereignis muss gravierende Auswirkungen haben auf die Menschen, die Natur und/oder auf die Wirtschaft.

Börsenweisheit der Woche 15/2020

"Ein weiteres wertvolles Anlagegeheimnis ist, dass Inhaber solider Wertpapiere niemals in Panik geraten und Bestände verkaufen sollten, wenn die Preise ins Trudeln geraten. Unzählige Anleger haben während der Markteinbrüche panisch verkauft, als die Aktien um einige Punkte fielen, nur um dann den auf lange Sicht steigenden Kursen hinterher schauen zu müssen."
(Jean Paul Getty)

Sonntag, 12. April 2020

Börsenweisheit ist...

Börsenweisheit ist... wenn ein Börsenguru seine wertvollsten Erfahrungen in einem einzigen Satz zusammenfasst.

Samstag, 11. April 2020

Kissigs Kloogschieterei: Der S&P 500 Index dürfte sich in der Corona-Krise am besten entwickeln - und danach erst recht...

Die Corona-Pandemie trifft die Weltwirtschaft mit voller Wucht, der Shutdown der Volkswirtschaften lässt die Konjunkturerwartungen abstürzen und die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen. Die Notenbanken und die Regierungen fluten die Märkte mit Geld und Direktsubventionen fließen an Unternehmen und Bürger.

Während die Wirtschaft gerade noch Fahrt aufnimmt auf ihrem Abrutsch, haben sich die Börsenindizes von ihren (zwischenzeitlichen?) Tiefstständen kräftig erholt und liegen seitdem 20% oder 30% im Plus. Viele Marktteilnehmer wurden davon auf dem falschen Fuß erwischt und sie trauern den vermeintlich günstigen Einstiegskursen von vor drei Wochen hinterher. Auch das ist eine Art des Ankereffekts. Andererseits trauen sie der Erholung (noch) nicht über den Weg, denn wenn die Nachrichten doch so schlecht sind und noch schlechter zu werden drohen, dann müssen doch auch die Kurse weiter abstützen, oder?
»An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil
(André Kostolany)
Auch wenn wir also nur wissen, dass wir nicht wissen, wie sich die Börsenkurse entwickeln werden, sollte uns das nicht daran hindern, unsere Schlüsse aus der aktuellen Entwicklung zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Und da kristallisieren sich teilweise deutlich Verlierer und Gewinner heraus...

Freitag, 10. April 2020

Howard Marks warnt vor Bottom-Fishing, denn es verhindert erfolgreiches Investieren

Bottom-Fishing ("den Grund abfischen") ist eine Auswahlmethode für Wertpapiere, bei der besonders stark abgestürzte Wertpapiere auf die Anzeichen einer Bodenbildung hin abgeklopft werden, um dann einzusteigen und den erwarteten Wiederanstieg mitzunehmen. Bottom-Fishing basiert auf der Annahme, dass die Kurserholung der wirtschaftlichen Erholung des zugrunde liegenden Unternehmens voraus läuft und sich deshalb am Boden günstige Einstiegschancen finden. Doch wann der Boden wirklich erreicht ist, lässt sich immer erst in der Rückschau erkennen, weshalb Star-Investor Howard Stanley Marks Anlegern dringend vom Bottom-Fishing abrät - jedenfalls wenn sie erfolgreich investieren wollen...

Donnerstag, 9. April 2020

Portfoliocheck: Mit United Health spielt Andreas Halvorsen die Gesundheitskarte

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 82. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cups" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Im 4. Quartal hat Andreas Halvorsen sein Portfolio erneut kräftig umgekrempelt mit einer Turnoverrate von 2%. Spitzenreiter bleibt Amazon vor Facebook, die sich um zwei Positionen verbesserte, und Adaptive Biotechnologies, bei der Halvorsen mit mehr als 26,74% der Anteile größter Aktionär ist. Und wieder neu an Bord ist der US-Gesundheitskonzern United Health Group, für den dank der Corona-Pandemie nun (noch) aussichtsreichere Zeiten anbrechen dürften...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adaptive Biotechnologies, Amazon und Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Mittwoch, 8. April 2020

Mein Lese-Tipp: "Der Börse einen Schritt voraus" von Peter Lynch

Peter Lynch war der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre und das wurde er mit dem Value Investment-Ansatz, den auch Benjamin Graham und Warren Buffett verfolgen. 1977 übernahm Lynch bei Fidelity den damals recht unbekannten "Magellan Fonds" mit einem Volumen von gerade einmal 18 Millionen Dollar. Als Peter Lynch 1990 seine Karriere als Fondsmanager beendete, lag das verwaltete Fondsvolumen bei mehr als 14 Milliarden Dollar und er hatte für seine Anleger eine durchschnittliche Jahresrendite von 29,6% erzielt.

▶ Buch hier ordern

Aber weshalb sollte man nun sein Buch "Der Börse einen Schritt voraus" lesen? Ganz einfach, dieses Buch ist anders, erfrischend anders...

Dienstag, 7. April 2020

Portfoliocheck: Bill Nygren zog bei Ölwerten noch rechtzeitig den Stecker und punktet lieber mit Facebook

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 81. Portfoliocheck geht es um Bill Nygren, den Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Im vierten Quartal hat er noch rechtzeitig vor dem großen Kursrutsch infolge des Ölkriegs zwischen Saudi Arabien und Russland die Reißleine gezogen bei seinen beiden höher gewichteten Ölwerten Halliburton und der auf die Insolvenz zuschlitternden Chesapeake Energy. Besser positioniert und aussichtsreicher scheint da schon das führende Social Network Facebook zu sein...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Facebook befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Was ist... ein Short-Squeeze?

Ein Short-Squeeze ist eine besondere Form einer Käuferpanik an der Börse, die zu stark steigenden Kursen eines Wertpapiers führt. Dabei geht sie eigentlich auf die Annahme sinkender Aktienkurse zurück. Insbesondere in den USA ist es üblich, dass Langfristinvestoren ihre Aktien auf Zeit verleihen und dafür eine Gebühr einstreichen. Sie haben dann während der Laufzeit dieser Leihe keine Gelegenheit, die Aktien zu verkaufen. Der Ausleihende hingegen hat die Absicht, diese geliehenen Aktien sofort an der Börse zu verkaufen. Er muss sie jedoch spätestens zum Ende der Leihe wieder zurückkaufen, um sie dem Verleiher zurückgeben zu können. Und genau das ist der Haken an der Sache...

Buy & Hold ist...

Buy & Hold ist... wenn du in Qualitätsunternehmen investierst und sie dann einfach in Ruhe lässt, solange sie sich prächtig entwickeln.

Montag, 6. April 2020

Good News bei... Hypoport: Rekordquartal, Transaktionsvolumen steigt um über 30%

Hypoport, Deutschlands erfolgreichstes Fintech-Unternehmen, verwöhnt Anleger mit weiteren Erfolgsbotschaften: im abgelaufenen ersten Quartal 2020 konnte das Gesamt-Transaktionsvolumen um mehr als 30% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gesteigert werden, wobei bei den Genossenschaftsbanken das Volumen mehr als verdoppelt werden konnte. Ebenso erfreulich ist, dass der deutliche Anstieg durch die Gewinnung weiterer Marktanteile in allen drei Produktgruppen Immobilienfinanzierung, Bausparen und Ratenkredit erreicht wurde, die alle drei erneut Steigerungsraten deutlich oberhalb des jeweiligen Marktumfeldes aufweisen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie kriegt Hypoport bisher nicht zu spüren, doch das wird wohl nicht so bleiben. Trotzdem zeigen die präsentierten Zahlen, welche Power in Hypoports Plattform-Business steckt.

Good News bei... DIC Asset: Zeichen der Stabilität in Zeiten der Krise durch Senkung der Prognose auf 2019er Rekordniveau und Bestätigung der Dividendenerhöhung

Der Aktienkurs von DIC Asset leidet kräftig unter der Anlegerpanik, die ihre Aktien aus Furcht vor massiven Einbußen auf den Markt werfen.

Nun hat der Spezialist für Büro- und Gewerbeimmobilien seine Hausaufgaben gemacht und den Kapitalmarkt über die Auswirkungen der Corona-Krise informiert. Wenig überraschend wird auch DIC Asset von der Krise in Mitleidenschaft gezogen, nicht nur wegen der ausgesetzten Mietzahlungen vieler Mieter und Pächter. Und deshalb sieht sich CEO Sonja Wärntges gezwungen, die Prognosen für 2020 zu reduzieren. Überraschend ist allerdings der Umfang der Senkung und was sonst noch auf die Aktionäre zukommt - und das steht in keinem Verhältnis zur Kurshalbierung...

Börsenweisheit der Woche 14/2020

"Erfolg beim Investieren korreliert nicht mit dem IQ. Was man braucht, ist ein Wesen, das die Triebe zu kontrollieren vermag, die andere Menschen beim Investieren in Schwierigkeiten bringen."
(Warren Buffett)

Sonntag, 5. April 2020

Value Trap Dividendenrendite: (Ver-) führt die Dividendenstrategie in die Renditefalle?

Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Börsen vor enorme Herausforderungen und viele der bisher bekannten und als "gesetzt" angesehenen Grundsätze scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Nicht unbedingt dauerhaft, aber auf absehbare Zeit. So wurden z.B. Versammlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, und in den USA gibt es eine noch nie dagewesene Entlassungswelle - während in Deutschland die Arbeitsschutzbedingungen bisweilen zu weit gehen, zeigt sich ihr Vorteil gegenüber dem reinen "Hire and Fire" der Amerikaner momentan deutlich.

Die Dividendenstrategie ist gerade in Zeiten von Niedrigzinsen eine bei Anlegern sehr beliebte Anlagestrategie. Ihre Anleger hatten in den letzten Jahren schon einen schweren Stand, weil seit der Finanzkrise die klassischen Value-Aktien regelmäßig deutlich schlechter abschneiden als die Growth-Aktien und klassische Wachstumsaktien traditionell wenig bis keine Dividenden ausschütten; sie stecken ihren Cashflow halt wieder ins Wachstum und nicht in Dividenden für die Aktionäre. Auch in der Corona-Krise halten sich die Technologiewerte bedeutend besser als die Industriewerte und Social Distancing und Home Office stärken sie noch, während die "Old Economy" stillsteht. Für Dividendenjäger blieben niedrigere Kursgewinne, über die sie sich mit den steigenden Dividendenerträgen hinwegtrösten konnten. Doch Corona schrottet nun auch diese Hoffnungen und damit die Dividendenstrategie als solche...

Samstag, 4. April 2020

Good News bei... Muehlhan: Top 2019er Ergebnisse, Ziele teilweise übertroffen. Aber...

Die Hamburger Muehlhan AG ist in der Oberflächenbeschichtung aktiv und hier insbesondere in den Bereichen Schifffahrt, Pipelines, Bohrplattformen und (Offshore-) Windkraftanlagen. Seit zwei Jahren hat man ein weiteres Standbein, nachdem man mit Stjerne Stilladser A/S eines der größten Gerüstbauunternehmen in Dänemark übernommen und dieses Segment seitdem weiter ausgebaut hat.

Muehlhan habe ich ursprünglich mal als Turnaround-Spekulation ins Visier genommen und das hat voll hingehauen; der Turnaround ist Geschichte und das Unternehmen erzielt attraktive Renditen. Das konnte man mit Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 nochmals unterstreichen, die ein starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinnen zeigen. Was bleibt, ist der Blick nach vorn und die Zeichen deuten auf Sturm...

Freitag, 3. April 2020

Lese-Tipp: Gustave Le Bon an der Börse - "Psychologie der Massen für Aktionäre"

Emotionen bestimmen das Börsengeschehen und lassen die Aktienkurse heftig schwanken; "Behavioral Finance" heißt die Disziplin, die sich genau hiermit auseinandersetzt.

Noch relativ neu am Büchermarkt ist das Werk "Gustave Le Bon an der Börse - Psychologie der Massen für Aktionäre" von Dr. Felix Johnson. Dabei handelt es sich um den übersetzten Originaltext von Gustave Le Bon aus dem Jahr 1865 mit Kommentierungen von Dr. Felix Johnson. Und diese setzen Le Bons wissenschaftliche Abhandlung in den Kontext der Finanzmärkte und bieten hierdurch einen direkten Mehrwert für Aktionäre. Denn wir alle sind an der Börse der Psychologie der Massen ausgesetzt.

Das Werk von Gustave Le Bon über die Psychologie der Massen mit seinen bemerkenswerten Anmerkungen zur Verwendung als praktisches Handbuch für die Aktienanlage ist dafür eine ausgezeichnete Grundlage und bietet den idealen Einstieg in die Welt der „Behavioral Finance“.

▶ Buch hier ordern

Dieses Buch hat allerdings für mich über das bloße Interesse als Anleger und Leser hinaus einen ganz persönlichen Touch, denn ich wurde vom Autor gebeten, das Vorwort zu verfassen. Diese Anfrage empfand ich als große Ehre und bin dem Wunsch sehr gerne nachgekommen...

Donnerstag, 2. April 2020

Meine Favoriten im Digital-Payment-Sektor sind MasterCard, MercadoPago, PayPal, Square, StoneCo, VISA - und American Express, Opera und Wirecard nicht (mehr)

Digital-Payment ist ein Megatrend, die Abkehr vom Bargeld und das immer häufigere Bezahlen via PC, Smartphone oder App boomen - und diese Transformation wird durch die Corona-Pandemie noch schneller vorangetrieben. Aber nicht alle Unternehmen im Sektor weisen die gleichen Stärken auf oder sind ähnlich gut positioniert in den unterschiedlichen Märkten. Und einige weisen auch Schwächen oder Nachteile gegenüber anderen Unternehmen auf und weil Focus Investing die erfolgsversprechendste Anlagestrategie ist, habe ich genau das getan und selektiert: MasterCard, MercadoLibre, PayPal, Square und VISA sind meine Favoriten im Payment-Sektor, während Opera und Wirecard die Bühne verlassen müssen, auf die es Amercian Express erst gar nicht geschafft hat...

Mittwoch, 1. April 2020

Kissigs Investor-Update Q1/20 mit Adobe, Amazon, American Tower, Costco, DIC Asset, Hypoport, Intuit, MasterCard, MBB, Microsoft, Mutares, SBF, Stryker

Investor-Update zum Ende des 1. Quartals 2020

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die vergangenen Monate zurück und berichte, was sich auf meiner Beobachtungsliste getan hat und stelle die TOP-Werte in meinem Investmentdepot vor. Des Weiteren beschäftige ich mich ggf. auch mal mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Dank des Corona-Crashs ist auch mein Depot ordentlich durcheinander gewirbelt worden und es gab so einige Verschiebungen in der Reihenfolge. Per Ende März waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Microsoft, MasterCard, Amazon, Adobe, American Tower, MBB, Costco, Intuit, SBF, Stryker. Neben der neuen Nummer Eins gab es einige Veränderungen, die nicht alleine auf die heftigen Schwankungen der Börsenkurse zurückzuführen sind; aber immerhin fünf Werte lagen auch vor drei Monaten schon in den Top 10...

Volatilität ist...

Volatilität ist... wenn der DAX morgens mit 2 Prozent im Minus startet und du dich entspannt zurücklehnst, weil es heute nach einem eher ruhigen Börsentag aussieht.