Montag, 31. August 2020

Börsenweisheit der Woche 35/2020

"Die meisten Menschen sind zu unruhig, sie machen sich zu viele Sorgen. Erfolg bedeutet, sehr geduldig zu sein, aber aggressiv, wenn die Zeit reif ist."
(Charlie Munger)

Freitag, 28. August 2020

Kissigs Aktien Report: Tower-REITS: Auf diese Türme kann man bauen!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 12. Aktien Reports (vom 14.08.20): "Tower-REITS: Auf diese Türme kann man bauen!"

Donnerstag, 27. August 2020

Mein Lese-Tipp: "Warren Buffett. Das Leben ist wie ein Schneeball" von Alice Schroeder

Am 30. August 2020 feiert Warren Buffett seinen 90. Geburtstag und ich möchte euch aus diesem Anlass ein wirklich lesenswertes Buch vorstellen: seine Biographie.

Buffett predigt gerne aber er lebt auch vor, was er predigt. Und das ist sein Schlüssel zum Erfolg: bleibe bei dem, was du kennst und kannst, und beschränke dich auf deine Kompetenzen. "Das Leben ist wie ein Schneeball" ist ein wirklich tolles Buch über das Leben von Warren Buffett. Ausführlich wird sein Werdegang beschrieben vom Zeitungsausträger und Coke-Verkäufer bis zum "Orakel von Omaha", dem zeitweilig reichsten Menschen der Welt. Dabei kommen auch die Persönlichkeiten, die Buffett nachhaltig geprägt haben, nicht zu kurz, darunter Buffetts Vater, Buffetts Mentor Benjamin Graham und sein kongenialer Partner Charlie Munger bei Berkshire Hathaway.

Das Buch hat mich gefesselt, weil es sehr lebensnah geschrieben ist und das Gefühl vermittelt, man wäre an Warren Buffetts Seite und würde die jeweilige Situation live miterleben. Und natürlich kommen Warren Buffetts Grundsätze und seine Investitionsentscheidungen nicht zu kurz und man erlebt mit, wie er sich vom Zigarrenstummel-Investieren zum Quality Investing entwickelt. Sogar seine (wenigen) gravierenden Fehler werden beleuchtet und auch persönlich belastende Episoden, wie die Trennung von seiner ersten Frau oder die Vorgänge um die Investmentbank Salomon Brothers, bei der Buffetts Reputation maßgeblich zum Überleben der Firma beigetragen hat. Dabei lässt es die Autorin stets so aussehen, als wäre es ganz einfach, ebenso erfolgreich zu investieren wie Warren Buffett.

Von dem Umfang von mehr als 1.150 Seiten sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Im Gegenteil: das Werk ist so kurzweilig, dass es ruhig noch einige Seiten mehr hätten sein können. Und obwohl dieses Buch eine Biographie ist, ist es doch viel mehr noch ein Lehrbuch über das richtige und nachhaltige Investieren. Strong buy!

▶ Buch hier ordern

Titel: "Das Leben ist wie ein Schneeball"
Autor: Alice Schroeder
Taschenbuch: 1.152 Seiten
Verlag: FinanzBuch Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898796027

Kissigs Portfoliocheck: Sky-Mutter Comcast ist Andreas Halvorsens zweite große Wette in den Streaming-Wars – neben Amazon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 103. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cups" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Halvorsen war auch im 2. Quartal wieder sehr aktiv und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 34% und zum Quartalsende hielt er 71 Positionen, darunter 22 neue. Auffällig ist, dass Halvorsen eine ganze Reihe von Unternehmen reduziert oder ganz aussortierte, die von den Corona-Entwicklungen Lockdown, Home Office und Social Distancing profitiert hatten. Spitzenreiter bleibt mit gut 7% Depotanteil Amazon, während sich Adaptive Biotechnologies den 2. Rang zurückerobert hat. Neue Nummer 3 ist nun Comcast, die Halvorsen im 2. Quartal nochmals kräftig aufgestockt hat.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adaptive Biotechnologies und Amazon befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 25. August 2020

Wie schlagen sich meine 2020er Nebenwerte-Favoriten DIC Asset, Funkwerk, Hypoport, MBB und Mutares bisher in der Corona-Krise?

Zum Jahresstart hatte ich meine 2020er Nebenwerte-Jahresfavoriten benannt, doch da standen die Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt nicht auf der Agenda. Während die Börsen vom schnellsten Einbruch aller Zeiten unmittelbar in die schnellste Erholung aller Zeiten gewechselt sind, verläuft die Entwicklung in der Realwirtschaft anders ab. Zwar zeigen auch dort die Stimmungsindikatoren und die Auftragslage, dass der Einbruch aufgrund des Lockdowns zum einem erheblichen Teil psychologischer Natur war, doch in einigen Branchen kann von Entwarnung noch keine Rede sein, z.B. im Maschinenbau, Autoherstellern, Touristik, Gewerbeimmobilien, Banken. Einerseits liegt der Export noch am Boden, weil die USA als Konjunkturlokomotive (noch) ausfallen, andererseits sorgen Staatshilfen dafür, dass viele negative Entwicklungen (noch) nicht in der Realwirtschaft angekommen sind. Dank Insolvenzaussetzung, Finanzspritzen für Unternehmen, Mieten- und Kreditmoratorium sowie Kurzarbeitergeld wurde bisher das Schlimmste verhindert. Doch diese Hilfen können nicht endlos gezahlt werden und sie können schon gar nicht die reale Wirtschaft ersetzen durch Staatsinterventionismus. Der Sozialismus ist schon mehrfach gescheitert, nicht nur in der Sowjetunion, auch in (Ost-) Deutschland.

In dieser Gemengelage müssen sich die Unternehmen zurecht finden, sich anpassen, um zu überleben. Andere kommen eher unbeschadet durch die Krise und einige profitieren sogar von den Corona-Folgen. Und so trifft es auch meine fünf Nebenwerte-Favoriten ganz unterschiedlich und bei meinem Blick zurück schaue ich, wie sich die Aktien von DIC Asset, Funkwerk, Hypoport, MBB und Mutares in 2020 bisher so gehalten haben...

Montag, 24. August 2020

Börsenweisheit der Woche 34/2020

"Weise Investoren setzen viel, wenn die Welt ihnen großartige Gelegenheiten bietet. Sie setzen viel, wenn die Chancen auf ihrer Seite sind. Den Rest der Zeit tun sie das nicht. So einfach ist das."
(Charlie Munger)

Sonntag, 23. August 2020

Sind Unternehmensanleihen eine Alternative zu Aktien? Oder vielleicht sogar mehr?

Oft bieten Unternehmensanleihen attraktive Zinskonditionen, jedenfalls verglichen mit den dürftigen Angeboten der öffentlichen Hand. Denn Bundesanleihen bringen inzwischen bisweilen sogar schon Negativrenditen und das Kapital wird durch die Inflation zusätzlich angeknabbert - eine negative Gesamtrendite ist die Folge.

Wer sich in ein Unternehmen einkauft, ist auch an dessen Gewinnen und Verlusten beteiligt. Am einfachsten geht dies bei börsennotierten Aktiengesellschaften über den Erwerb der entsprechenden Aktien an der Börse. Dabei muss sich die Aktienkursentwicklung nicht an der Entwicklung des Unternehmens orientieren, auf lange Sicht ist dies jedoch meistens der Fall. Und deshalb sollte man Geduld mitbringen und langfristig in ausgesuchte Top-Unternehmen investieren.

Doch auch bei der sorgfältigsten Auswahl kann es vorkommen, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät und vielleicht sogar Insolvenz anmelden muss; die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen uns das ja gerade explizit vor Augen. Hier ist einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Aktien und Unternehmensanleihen zu verorten: Aktionäre sind Eigentümer, Anleihebesitzer sind Gläubiger. Im Insolvenzfall erhalten zunächst die Gläubiger ihr Geld - oftmals nur anteilig zur Insolvenzquote - und nur wenn die Gläubiger vollständig bedient werden konnten, wird der verbliebene Restwert auf die Eigentümer verteilt. Das Risiko für den Investor ist also bei Aktien größer als bei Anleihen.

Samstag, 22. August 2020

Frank Sands kombiniert Value und Growth und setzt auf langfristiges profitables Wachstum

Frank Sands ist ein überaus erfolgreicher Investor und leitet die gleichnamige Anlagegesellschaft Sands Capital Management seit er sie 1992 gegründet hat – inzwischen gemeinsam mit seinem Sohn Frank Sands Jr. Dabei setzen sie bei Unternehmen auf langfristiges profitables Wachstum.

Der klassische Konflikt zwischen Value und Growth, also bei der Auswahl zwischen unterbewerteten Buchwert-Schnäppchen oder Wachstumsaktien, beschäftigt Frank Sands nicht. Er hält es hier wie Warren Buffett, der bereits vor vielen Jahren meinte, er sähe diesen Zwiespalt auch nicht mehr. Obwohl er zwischen beiden Ansätzen in seinen jungen Jahren auch eine strikte Trennung gesehen habe, sei er inzwischen längst der Auffassung, Wachstum sei ein Bestandteil des Value-Ansatzes und daher liege hier kein grundsätzlicher Konflikt vor, sondern man müsse jeweils den Einzelfall betrachten: ein Wachstumsunternehmen, das keinen nachhaltigen Wert schafft, ist kein gutes Investment. Ein Value-Unternehmen ohne Wachstum reduziert das Anlagespektrum auf die berühmten Zigarrenstummel nach Benjamin Graham. Frank Sands hingegen bevorzugt, wie auch Buffett, Unternehmen mit solidem Wachstum zu einem attraktiven Preis.

Freitag, 21. August 2020

Benjamin Graham mahnt uns zu Geduld, denn sie ist die oberste Tugend des Investors!

Beim Kauf von Aktien das richtige Timing zu erwischen, ist fast unmöglich. Daher sollte man es gar nicht erst versuchen. Ist man von einem Unternehmen überzeugt und bekommt man die Aktien zu einem guten Preis, sollte man zugreifen. Und die Aktien halten, auch wenn der Kurs erst einmal fällt. Hat man Aktien erworben, ist man nämlich darauf angewiesen, dass andere ihren Wert erkennen und ebenfalls kaufen. Sonst steigen die Aktienkurse ja nicht, da sie auf Angebot und Nachfrage basieren. Man kann aber nicht beeinflussen, ob und wann andere Anleger den wahren Wert des Unternehmens erkennen und dessen Aktien kaufen. Daher sollte man seine eigene Einschätzung nicht vom Aktienkurs abhängig machen und auch nicht nervös werden, wenn der Kurs einige Zeit - manchmal Jahre - benötigt, um auf seinen fairen Wert zu steigen.
»Geduld ist die oberste Tugend des Investors.«
(Benjamin Graham)
Der üblichste Fehler der Anleger ist es, heißen Nachrichten und anspringenden Kursen hinterherzulaufen. Aber das funktioniert nicht, denn damit bezahlt man nur die Kursgewinne der anderen. Denn nachdem der Kurs einen Luftsprung gemacht hat, konsolidiert er meist eine Weile. Und die Anleger, die nur wegen der heißen Nachrichten in die Aktien gestürmt sind, kriegen kalte Füße, sobald die Kurse nicht weiter ansteigen und verkaufen wieder. Nicht selten mit Verlust.

Donnerstag, 20. August 2020

Kissigs Portfoliocheck: Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller goes Pink – mit T-Mobile

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 102. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Das 2. Quartal 2020 war für ihn insofern gleich doppelt ein Ausnahmequartal. Er bekannte Mitte Juni, er habe den Markt während der Corona-Pandemie völlig falsch eingeschätzt und in der starken Erholungsphase im April und Mai lediglich magere drei Prozent gutmachen können, während der Markt in dieser Zeit 40% gegenüber dem Tiefststand vom 23. März erzielte.

Er hat sein eigentlich stark fokussiertes Portfolio enorm umgekrempelt und kam auf eine Turnoverrate von 45%. Dabei hat er eine ganze Reihe von Positionen erheblich reduziert und unter den 72 Werten (Q1: 46) finden sich gleich 41 neue. Am stärksten reduziert hat er bei Amazon, Netflix und Facebook, während er Microsoft durch massives Aufstocken zu seiner neuen Nummer 1 gemacht hat. Neu im Depot sind JPMorgan Chase, Starbucks und T-Mobile, die sich gerade an AT&T vorbei auf Platz 2 der US-Telekomunternehmen hochgearbeitet haben...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Facebook, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 18. August 2020

Kissigs Aktien Report: Value Investing ist tot. Es lebe… Value Investing!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 11. Aktien Reports (vom 07.08.20): "Value Investing ist tot. Es lebe… Value Investing!"

Montag, 17. August 2020

Börsenweisheit der Woche 33/2020

"Erfolgreiches Investieren bedeutet, dass alle deiner Meinung sind... später."
(James Grant)

Sonntag, 16. August 2020

Mein Lese-Tipp: "Wie man eine Bilanz liest" von Reinhold Gagel

Reinhold Gagels "Wie man eine Bilanz liest" ist eines dieser Bücher, von denen man nicht zugeben sollte, sie zu kennen. Denn Fachleute rümpfen die Nase, weil es sich hierbei nicht um ein klassisches Studienbuch mit entsprechendem Tiefgang handelt, sondern um ein praxisorientiertes Buch für Einsteiger.

Gagel vermittelt auf leicht bekömmliche Art und Weise, was man wo in einer Bilanz findet, wie eine Gewinn- und Verlustrechnung aussieht und welche Informationen sie enthält. Kurz und prägnant werden die wichtigsten Positionen erläutert und mit einfachsten Buchungssätzen die Auswirkung von Geschäftsvorfällen auf die Bilanz veranschaulicht. Tiefgreifende Kenntnisse vom Buchungs- und Bilanzierungsrecht sind keine Voraussetzung, um mit diesem Buch den Einstieg in die ansonsten eher trockene Materie zu wagen.

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Hat man das Buch bis zum Ende gelesen, ist man in der Lage, die wichtigsten Fachbegriffe und Zusammenhänge einer Bilanz verstehen und nachvollziehen zu können. Das vermittelte Wissen reicht für die grobe Analyse eines Geschäftsberichtes allemal; möchte man die einzelnen Positionen gezielt hinterfragen, sollte man sich allerdings tiefer gehender Literatur zum Thema Bilanzierungsrecht widmen. Und zu der darf man sich dann auch ohne schlechtes Gewissen öffentlich bekennen... ツ

Titel: "Wie man eine Bilanz liest"
Autor: Reinhold Gagel
Seiten: 176 Seiten
Verlag: FBV
Auflage: Juni 2020
ISBN-10: 3959723474

Samstag, 15. August 2020

Daniel Loeb : Quality Investments sind die unbekannte Seite des aktivistischen Investors

Daniel Loeb ist ein Star in der Investmentszene und man kann ihn mit vielen Attributen versehen: sympathisch, eloquent, durchsetzungsstark, erfolgreich. Und Letzteres über viele Jahre, was ihn von so manchem gefallenem Star unterscheidet, der nach kurzen, Aufsehen erregenden Erfolgen eher mit teuren Fehlgriffen auf sich aufmerksam machte.

Seit 1995 ist Loeb mit seiner eigenen Investmentfirma Third Point als aktivistischer Investor unterwegs, doch Erfahrungen hat er bereits in den elf Jahren zuvor gesammelt: beim Private-Equity-Spezialisten Warburg Pincus, beim Plattenlabel Island Records, bei der US-Investmentbank Jefferies und bei der Citigroup. Dieser Weg schien irgendwie für ihn vorgezeichnet, denn bereits als Schüler begann er mit dem Investieren und später schloss sich ein Studium an; zunächst in Berkeley, dann an der Columbia in New York. Dort war es auch, wo er schnell $120.000 verdiente und diese genauso schnell wieder verlor, weil er alles auf das falsche Investment gesetzt hatte. Die Firma für Atemgeräte bekam Schnappatmung, nachdem ihre Produkte eklatante Mängel aufwiesen. Doch das konnte ihn nicht aufhalten...

Freitag, 14. August 2020

Mein erstes Wikifolio: ii Kissigs Quality Investments

Vor fünf Jahren habe ich mal eine Umfrage gestartet, ob ihr ein ii-Wikifolio wünscht. Das Ergebnis war ziemlich positiv, aber es drängte sich auch kein unmittelbares Umsetzen auf. Inzwischen nehmen die Nachfragen nach einem Wiki immer weiter zu und ich habe jetzt mal einen Versuch gestartet.

Nun wurde mein "ii Kissigs Quality Investments" Wikifolio publiziert und nun kann man sich dort - unverbindlich - vormerken lassen. Wenn also Interesse besteht, schaut es mal an. Und falls nicht... dann bleibt alles beim Alten. ツ

Bei der Zusammenstellung dürfte es keine Überraschungen geben; die meisten Werte kennt ihr hier aus dem Blog und aus meinen vierteljährlichen Investor-Updates, wo ich meine Depotschwergewichte mit ihrer Gewichtung zum Quartalsende vorstelle.

▶ zu meinem Wiki "ii Kissigs Quality Investments"

Sollte das Interesse jedoch hoch (genug) sein, könnte ich mir ein zweites Wiki vorstellen mit dem Schwerpunkt Deutsche Nebenwerte. Aber eins nach dem anderen...

Kissigs Portfoliocheck: 3M hat viel mehr zu bieten als Post-Its findet auch Ken Fisher und geht in die Vollen

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 101. Portfoliocheck blicke ich wieder in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl wir im 1. Quartal den schnellsten und stärksten Wirtschaftseinbruch der Geschichte zu verzeichnen hatten mit entsprechend dramatisch eingebrochenen Aktienkursen, erfolgte bis heute eine ebenso schnelle und rapide Aufholjagd – der Börsen. Fisher witzelte daher jüngst, der Crash, obwohl es wirklich ein Crash war und die längste Hausse aller Zeiten beendete, sähe nun aus wie eine zu starke Korrektur, die den alten Bullenmarkt nur kurz mal durchgeschüttelt hätte.

Dem werden viele beipflichten, die die richtigen Aktien im Depot haben: Qualitätswerte, Cloud- und Softwareaktien, Medizintechniker, Biotech, Pharmawerte. Die hat auch Ken Fisher hoch gewichtet; im 2. Quartal 2020 warf er europäische Bankaktien aus dem Depot, während er bei PayPal, Walt Disney und United Health aufstockte. Und bei 3M, dem arg gebeutelten Mischkonzern, bei dem sich die Anzeichen auf Besserung mehren...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
PayPal befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 10. August 2020

Börsenweisheit der Woche 32/2020

"Es ist wichtig, Entscheidungen ohne vollständige oder perfekte Informationen treffen zu können. An der Wall Street sind die Dinge fast nie klar. Oder wenn sie klar sind, ist es zu spät, um von ihnen zu profitieren."
(Peter Lynch)

Sonntag, 9. August 2020

Update: Wie schlagen sich meine 2020er Quality Investing-Favoriten Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft bisher in der Corona-Krise?

Zum Jahresstart hatte ich meine 2020er Quality Investing-Jahresfavoriten benannt, doch da standen die Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt nicht auf der Agenda. Nachdem ich Anfang Mai ein erstes Zwischenfazit gezogen hatte, gibt es drei Monate später nun ein Update. Bei meinem Blick zurück betrachte ich, wie sich die Aktien von Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft in 2020 bisher so gehalten haben.

Samstag, 8. August 2020

Star-Investor Ken Fisher liebt das Investieren. Und Bäume...

Der 1950 geborene Kenneth Lawrence Fisher ist als Investor ungeheuer erfolgreich und das schon über einen langen Zeitraum hinweg. Nun könnte man bei kurzsichtiger Betrachtung meinen, dies läge daran, dass er von seinem Vater, dem legendären Investor Philip A. Fisher, ein großes Vermögen geerbt und einfach nur in dessen Fußstapfen getreten sei. Doch die Realität sieht meistens anders aus und so verhält es sich auch bei Ken Fisher.

Als dritter und jüngster Sohn war Kens Weg nicht unbedingt vorgezeichnet. Nach der Highschool nahm er zunächst ein Studium der Fortwirtschaft auf und seine große Liebe zur Natur und zu Bäumen hat er sich bis heute bewahrt. Sein Studienfach wechselte er allerdings schon relativ zeitig und setzte fortan auf Ökonomie. Nach Abschluss des Studiums traten er und sein älterer Bruder in die Investmentfirma des Vaters ein, wo sie ausgebildet und auf die spätere Übernahme des Familienunternehmens vorbereitet werden sollten. Soweit so klassisch. Doch im Schatten einer Legende aufzuwachsen hat auch so seine Tücken...

Freitag, 7. August 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mit der Tinder-Mutter hat Bill Nygren nun ein Match

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 100. Portfoliocheck geht es um Bill Nygren, den Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Im 1. Quartal setzte er weiterhin vor allem auf Financial Services und Communication Services, wobei Alphabet, Netflix und Bank of America seine Depotschwergewichte sind. Neu an Bord ist Nygren bei der Tinder-Mutter Match Group, die erst kürzlich via Spin-off von ihrer Muttergesellschaft IAC InterActiveCorp an deren Aktionäre verteilt wurde. Aber das ist nicht der Grund für Nygrens Engagement bei der Match Group, sondern deren "erhebliche Unterbewertung", wie er in seinem Investorenbrief schrieb...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Alphabet, IAC InterActive Corp und Match Group befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Dienstag, 4. August 2020

Kissigs Aktien Report: Zombiland - oder die Schattenseite der Liquiditässchwemme

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 10. Aktien Reports (vom 24.07.20): "Zombiland oder die Schattenseite der Liquiditässchwemme"

Montag, 3. August 2020

Corona als Game-Changer? Rocket Internet ist zurück im Spiel...

Die frühere Startup-Schmiede und heutige Venture Investor Rocket Internet aus dem Samwer-Imperium habe ich zweieinhalb Jahre als Aktionär begleitet und das mit mäßigem Erfolg. Ende Januar habe ich mich dann verabschiedet. Dank Corona haben sich nun einige Rahmenbedingungen stark und nachhaltig verändert, was auch das Business und die Beteiligungen von Rocket Internet betrifft. Dabei ist die Bewertung noch attraktiver geworden, während eines meiner größten Probleme weiterhin latent-aggressive vor sich hin schlummert. Trotzdem ist die Bewertung nun dermaßen attraktiv, dass ich Rocket Internet nicht mehr ignorieren kann. Gegenüber dem Jahresstart hat der Kurs deutlich nachgegeben, während die größten Beteiligungen sich teilweise im Kurs vervielfacht haben. Und was Aktienrückkäufe zu Kursen deutlich unterhalb des Substanzwerts (NAV) bewirken können, macht gerade Rockets "großes Vorbild" Softbank Group vor, das neue Allzeithochs anpeilt. Davon ist der flügellahme Rocket-Kurs noch weit entfernt. Noch...

Good News bei... CoStar Group: Der digitale Immobiliendienstleister übertrifft (fast) alle Erwartungen

CoStar Group hatte ich im März erstmals auf dem Radar, nachdem ich im Portfolio von Chuck Akre auf seine Neuerwerbung aufmerksam geworden war. Zugegeben, der Name reißt einen nicht gleich mit und mit Immobilien bringe ich den auch nicht in Verbindung. Aber wenn man diese "Hürde" erst einmal genommen hat und sich mit dem Unternehmen genauer beschäftigt, wird es durchaus interessant. Auch wenn hier die deutlich kleineren Anbieter Redfin und Zillow momentan die Börsenlieblinge sind und entsprechend größere Aufmerksamkeit einstreichen. Doch CoStar ist kein Mauerblümchen, sondern hat seine ganz eigenen Reize. Und konnte dies mit den starken Zahlen zum zweiten Quartal wieder einmal untermauern...

Börsenweisheit der Woche 31/2020

"In keinem Bereich ist die alte Maxime zutreffender, dass ein wenig Wissen eine gefährliche Sache ist, als beim Investieren."
(Bernard Baruch)

Sonntag, 2. August 2020

Meine Fehleinschätzungen bei MTU Aero Engines: zu spät, zu früh, doppelt doof...

Manchmal liegt man eben falsch und wenn man das erkennt, muss man seine Einschätzung ändern. Und konsequent danach handeln. An der Börse bedeutet dies, Verluste zu begrenzen. Nicht, weil der Aktienkurs nicht so entwickelt, wie man sich das gewünscht hatte, sondern weil die eigenen Überlegungen fehlerhaft waren oder sich die Rahmenbedingungen erheblich negativ entwickelt haben.

Bei MTU Aero Engines habe ich mich schlicht geirrt. Ich hatte nach dem enormen Absturz aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einbrüche bei den Fluggastzahlen auf einen Rebound gesetzt. Dabei war ich zu spät. Und zu früh. Eben doppelt doof...

Samstag, 1. August 2020

Die 12 Investmentgebote des Pioneer Fonds-Gründers und Buffett-Freundes Philip Carret

Philip Carret gründete den Pioneer Fonds und tauschte Investment-Ideen mit dem Vater von Warren Buffett, als "das Orakel von Omaha" noch in den Kinderschuhen steckte.

Durch seine Tätigkeit als Reporter beim US-Anlegermagazin Barron’s entdeckte Philip Carret seine Vorliebe für die Börse und das Value Investing. Insbesondere riet er, auf Unternehmen zu setzen, die Produkte des täglichen Bedarfs herstellen und die man auch versteht.

In Erinnerung bleibt besonders sein Buch "Die Kunst des Spekulierens", in der er seine goldenen Investment-Regeln niederschrieb, über Diversifikation und ständige Risikokontrolle...