Montag, 30. November 2020

Kapitalerhöhung bei KION kommt nicht so gut an

Die Kion Group macht sich gerade unbeliebt bei ihren Aktionären. Zuerst hatte man eine große Kapitalerhöhung angekündigt, nun folgten knapp zwei Wochen später die Details: den Kion-Aktionären werden 13,1 Mio. neue Aktien in einem Bezugsverhältnis von 9:1 zum Preis von €62 je Aktie angeboten. Werden nicht alle Aktien abgenommen, folgt bis 4. Dezember eine Privatplatzierung an ausgewählte Investoren.

Kion will mit den erhofften €812 Mio. Schulden tilgen. Insbesondere die Corona-Kreditlinie durch die KfW will man unbedingt loswerden, um wieder Handlungsspielraum - auch für die Dividende - zurückzugewinnen. 

Die Ankündigung am 18. November hatte den Kurs bereits deutlich unter Druck gebracht und heute geht es nochmals bergab. Das dürfte auch bis mindestens zum Abschluss der Kapitalmaßnahme so bleiben.

Meine Einschätzung

Kion, die weltweite Nummer 2 im Markt für Flurförderfahrzeuge, und auch der drittplatzierte Hamburger Wettbewerber Jungheinrich leiden unter den Corona-Auswirkungen, aber werden vom starken und zunehmenden Trend hin zu Onlineshopping und dem daraus resultierenden Logistikboom stark profitieren. Beide sind zyklisch, bleiben aber aussichtsreich.

Disclaimer: Habe Jungheinrich und Kion auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wiki.

Peter Lynch mahnt: "Verliebe dich nie in eine Aktie. Bleibe immer aufgeschlossen!"

Menschen neigen zu selektiver Wahrnehmung; sie gewichten Argumente, die ihre eigene Meinung stützen als jene, die dem eigenen Standpunkt widersprechen. Man nennt das auch "Confirmation Bias" oder Bestätigungsfehler.

Doch da uns Benjamin Graham schon lehrte, vor allem unser Kapital zu erhalten, also an die Risiken zu denken, muss sich ein Anleger dieser eigenen Schwäche bewusst sein, wenn er langfristig Erfolg an der Börse haben möchte. Oder wie Johann Michael Sailer es ausdrückte: "Sich selbst zu erforschen ist das erste Studium"...

Börsenweisheit der Woche 48/2020

"Eine Politik der Portfoliokonzentration kann das Risiko verringern, wenn sie sowohl die Intensität, mit der ein Anleger über ein Unternehmen nachdenkt, als auch das Komfortniveau erhöht, das er vor dem Kauf empfinden muss."
(Warren Buffett)

Sonntag, 29. November 2020

Hidden Champion: Spezialversicherer Kinsale Capital Group hat ganz besondere Qualitäten

Die Kinsale Capital Group ist hierzulande weitgehend unbekannt. Nicht verwunderlich, schließlich ist der US-amerikanische Spezialversicherer in einem Segment tätig, mit dem die meisten Menschen nicht in Berührung kommen. Und er ist auch keiner der großen Player in seinem Segment. Dennoch kann das Unternehmen seit Jahren mit seinen Erfolgen beeindrucken und spätestens an dieser Stelle dürfte sich ein genauerer Blick auf diese Nebenwert lohnen...

Samstag, 28. November 2020

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist kein Musterdepot. Sie enthält die Aktien, über die ich hier im Blog schreibe und die ich für interessant/ aussichtsreich genug erachte, um sie auch künftig zu begleiten. Die Liste ist, trotz vieler Überschneidungen, weder identisch mit meinem Investmentportfolio noch mit meinen Wikis.

▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und stelle meine TOP 10 vor.

Freitag, 27. November 2020

Kissigs Aktien Report: Killt Amazon jetzt auch noch die (Online-) Apotheken?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Donnerstag, 26. November 2020

Good News bei... Intuit: Prognosen übertroffen, Übernahme genehmigt, Corona abgehakt

Intuit kann gleich mit mehreren erfreulichen Entwicklungen aufwarten. Der Spezialist für Buchführungs- und Steuersoftware für mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen legte seine Zahlen zum angelaufenen ersten Geschäftsquartal vor und die lagen deutlich über den Prognosen der Analysten - mal wieder.

Hinzu kommt, dass das US-Justizministerium die Übernahme von Credit Karma genehmigt hat, nachdem Intuit aufgrund von Kartellbedenken hier etwas nachgebessert hat. Sehr zur Freude seines Kooperationspartners Square...

Mittwoch, 25. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb wittert seine Chance bei der Wiederauferstehung von Skandalnudel PG&E

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 116. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die von ihm gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 29% verdient sich Daniel Loeb die Bezeichnung "aktivistischer Investor" redlich, auch wenn sie geringer ausfällt als die 36% aus dem Vorquartal. Sein Portfoliowert hat sich zum Ende des 3. Quartals wieder an die Marke von $10 Mrd. heran gerobbt; per Ende September hielt Loeb 47 Aktienwerte, darunter 20 Neuaufnahmen.

Ganz besonders stark engagiert hat sich Daniel Loeb bei Pacific Gas & Electric [WKN: 851962], das als Neueinsteiger gleich 8% Depotgewicht auf die Waage bringt und aus dem Stand die Spitzenposition übernimmt. Dabei ist Kaliforniens größter Energieversorger gerade erst der Insolvenz entkommen, in die ihn die verheerenden Großbrände der letzten Sommer getrieben hatten und ist somit eine riskant-aussichtsreiche Spekulation auf eine Wiederauferstehung...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Montag, 23. November 2020

Good News bei... Prosus: Umsatzplus, Gewinnsteigerung, Start der Aktienrückkäufe

Prosus NV wartet heute mit mehreren positiven Nachrichten auf. Zum einen legte die Internet-Beteiligungsgesellschaft ihre Zahlen für das 1. Halbjahr 2020 vor und dann gab es interessante Neuigkeiten zum angekündigten Aktienrückkaufprogramm. Oder eigentlich sind es ja sogar zwei Rückkaufprogramme, die erheblichen Mehrwert für die Aktionäre schaffen sollen...

Börsenweisheit der Woche 47/2020

"Der Tiefstpunkt ist an dem Tag erreicht, bevor der Kurs anfängt zu steigen. Aber woher weiß man das? Der Tiefstpunkt ist nur im Nachhinein zu erkennen. Man weiß nicht, wann man ganz unten ist - aber man hat möglicherweise das Gefühl, dass etwas billig ist, und wenn es billig ist, sollte man es kaufen. Wenn es noch weiter sinkt, dann war das nicht der Tiefstpunkt, dann kauft man etwas mehr und behält die Nerven."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 21. November 2020

Jubiläum: Seit neun Jahren wird hier intelligent investiert

Auf den Tag genau neun Jahre ist es her, dass ich dieses Blog ins Leben gerufen habe; am 21.11.2011. Der Name "Intelligent investieren" stammt von Benjamin Grahams legendärem Standardwerk über das Value Investing, das mich und meinen Anlagestil geprägt hat. Dabei habe ich mich durchaus weiterentwickelt, vom Bottom-up-Ansatz immer weiter in Richtung Top-Down-Analyse, vom klassischen Deep Value Investing hin zum Quality Investing.

Die Dominanz der neuen Technologien mit ihren enormen und wachsenden Cashflows in Kombination mit dauerhaft niedrigen Zinssätzen formte einen neuen Investmentansatz: Growth at a reasonable price (GARP). Auch deshalb performen Growth-Aktien seit der Finanzkrise Value-Aktien aus. Dennoch bieten sich auch abseits der großen Technologieriesen interessante Opportunitäten, die ich vor allem bei deutschen Nebenwerten gezielt herauszupicken versuche. Mit Tenbagger-Potenzial auf längere Sicht. Das klappt nicht immer, aber doch schon mehrfach...

Dass ich dieses Blog betreibe, habe es bisher (fast) keinen Tag lang bereut. Ich schreibe hier über ein Thema, mit dem ich mich ohnehin viel befasse; und es ist mir gelungen, mein liebstes Hobby zum Beruf zu machen: das Investieren in Aktien.
»Am Fließband stehen, das ist Arbeit. Was ich mache, ist Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund.«
(Karl Lagerfeld)
Besser als Karl Lagerfeld kann ich es nicht ausdrücken, wie ich das Börsengeschehen und meine Möglichkeit, mich "rund um die Uhr" damit zu beschäftigen, empfinde. Dieses Blog ist zu einem ganz wichtigen Teil dessen geworden, was ich an positiven Assoziationen mit dem Börsengeschehen verbinde und dazu trage natürlich nicht allein bei, sondern dahinter steckt wesentlich mehr...
 

Freitag, 20. November 2020

Kissigs Aktien Report: Von Impfstoffhoffnungen und Favoritenwechseln - oder was geht (nicht mehr) bei Danaher und Thermo Fisher?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Donnerstag, 19. November 2020

Energiekontor mit Extra-Energie in der Pipeline?

Energiekontor hat es geschafft: der Aktienkurs hat sich seit dem Jahresstart verdoppelt. Während des Corona-Einbruchs lag der Wert allerdings auch schon dick im Minus. In den letzten Tagen erfolgte ein weiterer Rallyeschub und trieb die Aktie auf deutlich über €40. Da fragen sich viele Anleger, was es denn für Gründe geben könnte.

Nun, zur Zeit findet das Eigenkapitalforum statt und auch Energiekontor präsentiert sich dort Analysten und Interessierten. Im Rahmen der Präsentation gab es wohl Interessantes aufzuschnappen, denn einige Analysten erhöhten ihre Kursziele signifikant: First Berlin auf €43,80 (alt: €36,40), Metzler auf €48 (alt: €41,80) und Warburg sogar auf €67 (alt: €60,20).

Das tun sie nicht "ohne Not", sondern es sind wohl einerseits die fortgeschrittenen Gespräche zum Verkauf des ersten Projektes in den USA und auch für zwei Projekte aus der schottischen Pipeline soll es Interessenten geben. Darüber hinaus wurden einige Projekte aufgrund des Projektfortschritts aus den Phasen I oder II in die Phase III überführt und damit steigt ihr Bewertungsansatz - ob sie letztlich nun zum Verkauf gestellt werden oder in den Eigenbestand wandern, ist dabei unwesentlich.

Erst vor einigen Wochen war am Markt realisiert worden, dass die Projektpipeline selbst einen Wert hat, nicht nur fertiggestellte Projekte. Dies führte zu Bewertungsaufschlägen, Kurszielanhebungen und Kursgewinnen. Und nun erfolgt eine zweite Runde, doch das wird nicht die letzte gewesen sein. Aktuell erfolgt eine Neubewertung des gesamten Sektors, weil immer mehr Energiekonzerne und Investoren auf den Trend der Dekarbonisierung aufspringen und viel frisches Geld in den Markt pumpen. Die "Green Deals" der Bundesregierung, der EU-Kommission und die Pläne des President-elected Joe Biden beschleunigen diese Entwicklung noch.

Hiervon profitiert Energiekontor, aber auch weitere Branchen-Player wie PNE, wo die Projektpipeline ebenfalls eine höhere Bewertung verdient, als ihr bisher zugestanden wird. Beide Werte sind meine Top-Picks in diesem Sektor und bringen es zusammen auf mehr als 10% Depotgewicht.

Disclaimer: Habe Energiekontor und PNE auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wikifolio.

Kissigs Portfoliocheck: Buffett verkauft schon wieder Apple-Aktien. Das Ende (s)einer großen Erfolgsgeschichte?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 115. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von fast 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 3. Quartal hat Buffett für seine Verhältnisse größere Aktivitäten entwickelt, denn seine Turnoverrate lag bei immerhin 4%, nachdem sie zuvor mehrfach lediglich 1% betrug. Buffetts Aktienportfolio enthielt Ende September 49 Positonen, darunter sechs neue, und kam auf einen Wert von knapp $229 Mrd. Hinzugesellt sich sein Bestand an nicht börsennotierten Firmen in etwa gleicher Größe und sein enormer Cashbestand,  auf inzwischen über $147,5 Mrd weiter anstieg.

Buffetts Portfolio ist sehr fokussiert, denn seine fünf größten Positionen Apple, Bank of America, Coca Cola, American Express und Kraft Heinz bringen mehr als 78% auf die Waage. Seine mit großem Abstand dominierende Position bleibt Apple, obwohl er für fast $4 Mrd. Anteile verkauft hat - was Anlass zu Spekulationen gibt. Stark reduziert hat er nochmals Wells Fargo und JPMorgan Chase, während er bei Bank of America weiter aufstockte. Ansonsten gab es einige Überraschungen bei Barrick Gold und Pharmariesen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple, Berkshire Hathaway, befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Mittwoch, 18. November 2020

Update: Wie schlagen sich meine 2020er Nebenwerte-Favoriten DIC Asset, Funkwerk, Hypoport, MBB und Mutares bisher in der Corona-Krise?

DIC Asset, Funkwerk, Hypoport, MBB und Mutares hatte ich zum Jahresstart als meine meine 2020er Nebenwerte-Jahresfavoriten benannt, doch da war von Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt keine Rede. Ende August gab ich ein Zwischenfazit und nachdem nun die Unternehmen Zahlen zum dritten Quartal abgeliefert haben, werfe ich einen weiteren Blick darauf, wie sich die Unternehmen in 2020 bisher so geschlagen haben.

Kissigs Kloogschieterei: Werden die Netzbetreiber die großen Verlierer der Energiewende?

Stetige, gut planbare Erlöse sind toll, die Unternehmen, vor allem, wenn sie nahezu unangreifbar sind. In etwa so kann konnte man sich die Welt der Energienetze vorstellen, jedenfalls vor 15 Jahren, bevor die Deregulierung in Deutschland begann. Seitdem gibt es Wettbewerb und es ist nicht mehr automatisch das heimische Stadtwerk, das das Verteilnetz in der Stadt betreibt. Der Betreiber wird vielmehr in einer Ausschreibung ermittelt und der Gewinner erhält dann für 10, 15 oder 20 Jahre die Netzkonzession.

Der Hintergedanke war, die "zu üppigen" Netzentgelte, die Bestandteil des Strom- und Gaspreises sind, die die Kunden bezahlen müssen, deutlich zu senken. Das hat auch funktioniert, die Netzentgelte sind merklich niedriger als früher. Sie werden von den Bundesnetzagentur festgelegt und beständig weiter abgeschmolzen. Für die Netzbetreiber ist die regulierte sog. Erlösobergrenze der entscheidende Faktor, ob sie mit den Netzen während der nächsten fünfjährigen Regulierungsperiode Geld verdienen können, oder ob sie Millionen in den Sand setzen. Und nun wird ausgerechnet das gesunkene Zinsniveau zum existenziellen Problem für die Netzbetreiber und droht damit, die Energiewende zu stoppen...

Dienstag, 17. November 2020

Läuft doch: Costco schüttet mal wieder 10 Dollar Sonderdividende je Aktie aus

Costco Wholesale sorgt für Freude bei seinen Aktionären, denn die Geschäfte des Einzelhandelsgiganten laufen prächtig. So prächtig, dass er angesammeltes und überschüssiges Bargeld dazu verwenden will, seine Aktionäre mit einer Sonderdividende von $10 je Aktie zu beglücken, die zusätzlich zur regulären Quartalsdividende gezahlt wird.

Die Zahlung erfolgt am 11. Dezember an die Aktionäre, die die Aktie zum Börsenschluss am 2. Dezember im Depot haben; Dividendenabschlag erfolgt am 1. Dezember.

Diese Sonderdividende ist die vierte in den letzten acht Jahren und wird das Unternehmen insgesamt rund $4,4 Mrd. kosten, doch CFO Richard Galanti sagte, die starke Bilanz ermögliche es, diese Dividende zu zahlen und gleichzeitig die finanzielle und operative Flexibilität zu bewahren, um Costcos Geschäft weltweit weiter auszubauen.

Disclaimer: Costco befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wiki.

Montag, 16. November 2020

PNE: Gewinnrückgang im 3. Quartal zeigt das große Potenzial. Ja, richtig gelesen...

PNE ist ein Pionier im Bereich der erneuerbaren Energien; Schwerpunkt der Cuxhavener ist das Bauen, Betreiben und Veräußern Windparks. Während man einerseits im Auftrag von Windparkbetreibern tätig wird und bei diesen Projekten im Projektverlauf sog. Meilensteinzahlungen erhält für das Erreichen bestimmter fixierter Zwischenschritte, baut PNE (das PNE steht für Pure New Energy) auch für den eigenen Bestand, sowohl Wind- als auch Solarparks.

Für Anleger ist PNE schwerer zu (be-) greifen als seine Wettbewerber. Das liegt zum einen an der Strategie und zum anderen an den in den letzten Jahren häufiger erfolgten Strategieschwenks. Diese führen auch dazu, dass die Geschäftszahlen aus den Vorjahren nicht wirklich mit den aktuellen vergleichbar sind und auch nicht denen der Peergroup, also den Wettbewerbern.

Nun hat PNE seine Zahlen zum abgelaufenen 3. Quartal 2020 vorgelegt und muss einen starken Rückgang beim Ergebnis ausweisen. (Wider-) sinnigerweise sind das aber positive Nachrichten und ein Beleg dafür, dass die neu(st)e Strategie sich auszahlen wird...

Börsenweisheit der Woche 46/2020

"Solange das Management erfolgreich ist, hast du die besten Investitionsmöglichkeiten häufig bereits in deinem Portfolio. Du kennst sie schon, du hast die Arbeit bereits erledigt. Habe keine Angst, mehr von etwas zu besitzen, dem du vertraust, anstatt in etwas Neues zu investieren, zu dem du noch kein Vertrauen hast."
(Ian Cassel)

Freitag, 13. November 2020

Andere Ansichten zum Kursfreudensprung bei MBB dank neuer IPO-Fantasie

MBB begleite ich nun schon beinahe acht Jahre im Blog und als Aktionär. Nun gibt es erneut erfreuliche Nachrichten aus der mittelständischen Beteiligungsholding: sowohl die Zahlen zum 3. Quartal 2020 als auch die Aussichten bei der jüngsten und gewichtigsten Tochtergesellschaft Friedrich Vorwerk, einem Spezialisten für kommunale Infrastruktur und damit einem großen Profiteur der Energiewende, lassen aufhorchen. Hier steht evtl. bald ein eigener Börsengang an...

Nun mache ich es mir einfach und verweise auf die Ausführungen von Gereon Kruse auf boersengefluester.de, anstatt einen eigenen Artikel zu verfassen. Er berichtet alles Wissenswerte und sogar das Fazit könnte ich (fast) nicht besser formulieren: "Aus dem Bereich der Beteiligungsgesellschaften bleibt die MBB-Aktie jedenfalls einer der Favoriten". Also, Leute, unbedingt seinen Artikel lesen!


Disclaimer: MBB befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Good News bei... DIC Asset. Der Spezialist für Gewerbeimmobilien überzeugt (wieder)

DIC Asset hatte seine Neun-Monatszahlen bereits vor einigen Tagen vorgelegt, doch die verdienen durchaus einen genaueren Blick. Denn als eines der Vorzeigeunternehmen aus dem Bereich gewerblicher Immobilien steht DIC Asset zurzeit im Fokus, da Anleger weltweit befürchten, die Nachfrage nach Büro- und Gewerbeimmobilien würde wegen der Corona-Auswirkungen dauerhaft sinken. Doch die Zahlen sprechen eine andere ganz Sprache...

Kissigs Aktien Report: Trump? Biden? Egal. HeidelbergCement ist der wahre Gewinner!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Donnerstag, 12. November 2020

Kapitalerhöhung: Nynomic geht auf die Jagd nach dem nächsten Wachstumsschnäppchen

Nynomic sorgt für lange Gesichter in den Abendstunden, denn der Photonic-Spezialist kündigte eine Kapitalerhöhung an, bei der unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre bis zu 253.500 neue Aktien an institutionelle Anleger ausgegeben werden sollen. Der Kurs bricht ritualgemäß ein und hinterlässt blutrote Minuszeichen im Depot. Denn da haben wohl einige reflexartig auf den Verkaufsknopf gedrückt, dabei wäre die umgekehrte Reaktion wohl die ertragreichere gewesen...

Kissigs Portfoliocheck: McDonald’s weckt nun auch Ken Fishers Appetit

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 114. Portfoliocheck blicke ich wieder in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl wir im 1. Quartal den schnellsten und stärksten Wirtschaftseinbruch der Geschichte zu verzeichnen hatten mit entsprechend dramatisch eingebrochenen Aktienkursen, erfolgte bis heute eine ebenso schnelle und rapide Aufholjagd – der Börsen. Fisher witzelte daher jüngst, der Crash, obwohl es wirklich ein Crash war und die längste Hausse aller Zeiten beendete, sähe nun aus wie eine zu starke Korrektur, die den alten Bullenmarkt nur kurz mal durchgeschüttelt hätte.

Dem werden viele beipflichten, die die richtigen Aktien im Depot haben: Qualitätswerte, Cloud- und Softwareaktien, Medizintechniker, Biotech, Pharmawerte. Die hat auch Ken Fisher hoch gewichtet und seine größten Positionen im 3. Quartal 2020 sogar noch weiter aufgestockt: Apple, Amazon, Microsoft, VISA. Ganz besonders stark zugekauft hat Fisher jedoch beim "Burger-King" McDonald's, der bisher ausgezeichnet durch die Corona-Krise kommt und von einem Impfstoff dennoch mächtig profitieren dürfte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Amazon, Apple, Microsoft, VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Adaptive Biotechnologies unterzeichnet Krebs-Test-Vertrag mit Glaxo SmithKline

Adaptive Biotechnologies entwickelt diagnostische Tests, die das adaptive Immunsystem auslesen, um die menschliche Gesundheit besser zu verstehen. Mit Hilfe dieser Blutuntersuchungen werden Krankheiten aufgespürt, Behandlungsentscheidungen getroffen und sogar neue Medikamente entwickelt. Hierzu hat man unter hohen Investitionen eine eigene Infrastruktur aufgebaut und verfügt nun über eine Datenbank mit mehr als 30 Milliarden Immunrezeptoren.

Mit GlaxoSmithKline (GSK) wurde nun eine Kooperation vereinbart, um mit Hilfe von Adaptives ClonoSEQ-Assays die minimale Resterkrankung (MRD) im GSK-Portfolio an hämatologischen Produkten zu bewerten. MRD bezieht sich auf die geringe Anzahl von Krebszellen, die während und nach der Behandlung im Körper verbleiben können.

Der sequenzbasierte ClonoSeq-Test der nächsten Generation ist für die Verwendung in MRD-Tests auf chronische lymphatische Leukämie, Multiples Myelom und akute lymphoblastische B-Zell-Leukämie zugelassen und mit ihm kann herausgefunden werden, ob ein Patient auf die Behandlung anspricht oder ob der Krebs zurückgekehrt ist.

Für Adaptive ist diese Kooperation ein weiterer wichtiger Erfolg auf dem Weg zur Profitabilität und man erhält von GSK Vorauszahlungen sowie potenzielle künftige Zahlungen für regulatorische Meilensteine.

Disclaimer: Adaptive Biotechnologies befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 10. November 2020

Kissigs Kloogschieterei: Die Impfstoff getriebene große Rotation unbedingt mitmachen! Oder eher doch nicht?

Die große Rotation setzte schlagartig ein, man konnte dabei zusehen, wie die zuvor angesagten Technologiewerte und Coronagewinneraktien aus den Depots gekegelt wurden, um in Coronaloser und zyklische Konsumprofiteure umzuschichten.

Anlass war die Meldung des deutschen Biotech-Startups BioNTech, sein Corona-Impfstoff weise in Studien einen 90-prozentigen Schutz vor COVID-19 auf. Die Aktien von BioNTech und Partner Pfizer schossen in die Höhe. Aber nicht nur ihre, sondern vor allem DOW- und DAX-Werte, während die NASDAQ kräftig Federn lassen musste.

Eine erste Reaktion, die nachvollziehbar ist. Unternehmen, die von Corona profitieren werden es ohne die negativen Auswirkungen der Pandemie schwerer haben, sich zu behaupten, während die Corona gebeutelten Unternehmen wieder Morgenluft schnuppern und wieder aufblühen.

Soviel zur Theorie, die in bester Schwarz-Weiß-Manier daherkommt. Doch die Praxis sieht schon noch etwas anders aus und sollte wesentlich differenzierter betrachtet werden...

Montag, 9. November 2020

Softbank Group: Back in black. And on track...

Venture Capital Spezialist Softbank Group wandelt sich zur Investment-Beteiligungsgesellschaft mit angeschlossenem Venture Capital-Arm.

Der koreanisch-stämmige Softbank-Günder und CEO Masayoshi Son gilt als zweitreichster Asiate und baute seine ehemalige Telekom-Beteiligungsgesellschaft in den letzten Jahren zum Venture Capital-Powerhouse um. Er und sein Unternehmen sind auch Überlebende des Platzens der Internetblase vor 20 Jahren als reihenweise High-Tech-Firmen pleite gingen. Nach einer schwierigen Phase mit schlecht laufenden Investments (WeWork, Uber) und milliardenschwerem Corona-Tiefschlag zeigt die Softbank Group Stärke und kann mit ihren Geschäftszahlen wieder überzeugen - und neuer strategischer Ausrichtung...

Börsenweisheit der Woche 45/2020

"Ich glaube nicht, dass Google, Microsoft und Amazon aufgebläht sind. Dies sind einige der besten Unternehmen, die wir je in unserem Leben gesehen haben."
(Joel Greenblatt)

Sonntag, 8. November 2020

(K)ein Widerspruch: Berkshire Hathaway im dritten Quartal mit Gewinnplus von 82% und Gewinnminus von 32%

Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway hat ihre Zahlen für das 3. Quartal 2020 vorgelegt und diese weisen gegenüber den Vorjahreswerten extreme Schwankungen aus. Extrem ist auch das Unterschied zwischen zwischen Nettogewinn und operativem Gewinn. Was daran liegt, dass sie Unternehmen seit einigen Jahren die Wertveränderungen bei Töchtern/ Beteiligungen in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen, wodurch der Nettogewinn bzw. das Jahresergebnis heftig schwanken kann. Und bei Berkshire ist dies auch im dritten Quartal wieder der Fall. Warren Buffett selbst rät daher, dem Nettogewinn kein großes Gewicht mehr beizumessen, sondern sich lieber auf das operative Ergebnis zu konzentrieren...

Samstag, 7. November 2020

ServiceNow ist der Trendsetter bei digitalen Workflow-Management-Lösungen

Die US-amerikanische Softwareschmiede ServiceNow ist einer der führenden Anbieter von Workflow-Management-Lösungen. Das Unternehmen bietet technische Managementunterstützung, wie das IT-Service-Management für den IT-Betrieb großer Unternehmen, einschließlich der Bereitstellung von Helpdesk-Funktionen für die Mitarbeiter. Dabei dreht sich das Kerngeschäft von ServiceNow um das Management der IT-Betriebsereignisse "Vorfall, Problem und Änderung".

Seine Dienste bietet ServiceNow dabei als Softwarelösung an, die nach dem SaaS-Modell (Software-as-a-Service) vertrieben wird. Dabei bezahlen die Kunden eine monatliche Gebühr für jeden angeschlossenen Arbeitsplatz und im Gegenzug sind ihre Systeme immer auf dem neusten Stand. Solche SaaS-Einnahmeströme sind stetig und gut planbar und deshalb bei den Unternehmen und ihren Aktionären so beliebt.

Doch Ende letzten Jahres hatten sich Zweifel an den künftigen Wachstumsaussichten eingeschlichen und das ist selten eine gute Kombination mit einer ambitionierten Bewertung...

Freitag, 6. November 2020

DFV Deutsche Familienversicherung: Top oder Flop?

Die DFV Deutsche Familienversicherung halte ich für ein spannendes Unternehmen. Dem Anbieten von vollautomatisierten Versicherungsverträgen, also Vertrieb, Bestandspflege, Schadenabwicklung und ggf. Kündigungsabwicklung durch automatisierte Prozesse und Künstliche Intelligenz gehört ganz klar die Zukunft. Und das war auch der Grund, weshalb ich mich für die Aktien der DFV entschieden habe.

Doch nun, nur knapp acht Wochen später, habe ich mich wieder von ihnen getrennt. Und das nicht etwa wegen der Kursentwicklung oder der operativen Entwicklung des Unternehmens. Nein, der Grund ist ein anderer und zwar einer, der sich aus meiner Sicht als dauerhafter Hemmschuh für die Zukunft des Unternehmens erweisen könnte und dem ich zuvor nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet hatte...

Kissigs Aktien Report (2. Akt): Die zweite Luft für digitale Geschäftsmodelle wie Delivery Hero, Scout24, Shop Apotheke, Zooplus

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Donnerstag, 5. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mit Caterpillar will Primecap vom Infrastrukturboom profitieren

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 113. Portfoliocheck blicke ich wieder in das Depot von Primecap Management, die drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen und mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Mit diesen erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von über 13% und liegen damit rund 2% p.a. vor dem S&P 500.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Primecap hat auch im 2. Quartal 2020 nochmals weiteres Geld vom Tisch genommen und bei vielen Positionen seinen Bestand reduziert, vor allem bei Technologiewerten. Hinter Eli Lilly bleiben Microsoft und Adobe allerdings die am höchsten gewichteten Positionen mit jeweils über 4% Anteil. Deutlich niedriger gewichtet ist der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar, der von den angekündigten Infrastrukturprogrammen der nächsten US-Administration und den zu erwartenden nächsten Konjunkturpaketen überproportional profitieren dürfte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Adobe und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Are you ready to... PayPal?

PayPal bedient den Megatrend bargeldloses Bezahlen und ist darüber hinaus einer der großen Corona-Profiteure. Seit dem Spin-off von der ehemaligen Mutter eBay vor gut fünf Jahren habe ich die Aktien des digitalen Zahlungsdienstleisters im Depot und auf meiner Beobachtungsliste und inzwischen ist es eine meiner größten Positionen.

Nun präsentierte das Unternehmen seine Zahlen zum dritten Quartal und konnte auf allen Ebenen überzeugen. Fast schon klassisch, tauchte daraufhin der Kurs erstmal ab - der Ausblick fiel (zu) verhalten aus. Auch schon klassisch bei PayPal, zumal das Unternehmen regelmäßig tiefer stapelt als es dann liefert...

Montag, 2. November 2020

Update 2: Wie schlagen sich meine 2020er Quality Investing-Favoriten Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft bisher in der Corona-Krise?

Zum Jahresstart hatte ich meine 2020er Quality Investing-Jahresfavoriten benannt, doch da war von Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt keine Rede. Anfang Mai gab ich ein erstes Zwischenfazit, Anfang August ein Update und nachdem nun die Unternehmen Zahlen zum dritten Quartal abgeliefert haben, werfe ich einen weiteren Blick darauf, wie sich Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft in 2020 bisher so geschlagen haben.

Börsenweisheit der Woche 44/2020

"Aktienkurse steigen auf lange Sicht, fallen gelegentlich aber stark. Der ganze Trick beim Investieren besteht darin, zu erkennen, dass Letzteres Ersteres nicht verhindert."
(Tom Gardner)