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Freitag, 27. März 2015

KKR trennt sich von seinen restlichen Kion-Anteilen

Bei Kion, der ehemaligen Gabelstapler-Sparte des Linde-Konzerns und hinter dem Marktführer Toyota Industries die Nummer zwei auf dem Weltmarkt noch vor der drittplatzierten Jungheinrich AG aus Hamburg, steht eine weitere - und letztmalige - Aktienplatzierung des Großaktionärs Superlift Holding an. Die Eigentümer der Supferlift Holding sind US-Finanzinvestor KKR & Co. und die US-Investmentbank Goldman Sachs, die mit dem Verkauf ihrer restlichen 13,9 Millionen Kion-Aktien ihren Anteil an dem MDax-Unternehmen vollständig abbauen. Die Aktien wurden bei Kursen von 37 EUR "zu Market" börslich platziert.

Die Finanzinvestoren trennten sich seit dem Kion-Börsengang im Jahr 2013 bereits mehrfach von ihren 2006 erworbenen Anteilen. Ihr verringertes Engagement zeigt sich auch in dem Ausscheiden ihrer Vertreter aus dem Kion-Aufsichtsrat zum Jahresende 2014. Nach dem nun vollständigen Exit verbleibt mit der chinesischen Weichai Power ein Großaktionär, der rund ein Drittel der Anteile hält. Durch den vergrößerten Freefloat dürfte sich die Gewichtung Kions im MDAX leicht erhöhen.

Für KKR endet hiermit ein sehr lukratives Engagement und KKR-Aktionäre dürften die letzten Früchte bei der im Mai anstehenden Quartalsdividende ernten. Die letzte, kürzlich ausgeschüttete Zahlung lag bei 0,307 EUR, was einer Dividendenrendite von etwa 1,4 Prozent entsprach. Für 3 Monate, wohlgemerkt! Damit lag KKR allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert, was (in dieser Höhe wohl einmaligen) Abschreibungen auf die Investments im amerikanischen Öl- und Gassektor geschuldet war, die aus dem deutlichen Ölpreisverfall der letzten Monate resultierten.

KKR & Co. und Jungheinrich befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.


Ergänzung vom 30.03.2015
Weichei Power teilte heute mit, man habe seinen Anteil an Kion um weitere 4,95 Prozent ausgebaut und halte nun 38,25 Prozent.

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