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Mittwoch, 7. September 2016

S&T will nach TecDAX-Aufnahme nun die Margen kräftig steigern

Der Linzer Technologiekonzern S&T AG kommt den selbstgesteckten Zielen seines Großaktionärs und CEO Hannes Niederhauser mit großen Schritten näher. Nach seinem Einstieg bei der früheren Gericom, die später unter Quanmax firmierte, wandelte er den siechenden PC-Fertiger zu einem System-IT-Haus mit Schwerpunkt auf der DACH-Region und Ausrichtung auf Zukunftsmärkte. Schon vor fünf Jahren erklärte Niederhauser, er strebe eine Aufnahme von S&T, wie Quanmax nach der Verschmelzung mit dem Systemhaus S&T System Integration & Technology Distribution seit Ende 2012 heißt, in den TexDAX auf, den Technologie-Index der Deutschen Börse. Und nun ist es soweit, S&T wird demnächst Süss Microtec im TecDAX ersetzen. Dies dürfte dem Aktienkurs, der seit 2010 von €2 auf heute €9 abgestiegen ist, weiteren Auftrieb bringen, denn nun werden auch verstärkt Fonds auf den Nebenwert aufmerksam.

 S&T AG (Quelle: finanzen.net) 
S&T trennt sich von PC-Eigenfertigung
Bereits seit einiger Zeit schrumpfen die Hardware-Umsätze, weil sich S&T immer stärker auf das margenstärkere IT-Beratungsgeschäft und neue Märkte konzentriert, wie z.B. das Smart-Metering, also das intelligente Steuern von Stromnetzen, und IT-Sicherheit. Und heute kann man mit einer weiteren Meldung punkten, denn S&T verkauft  die logistisch und technisch komplexe Fertigung von Eigenmarken-PC (insbesondere der Marken MAXDATA und Proworx) an die Wiener Omega Handelsgesellschaft m.b.H., die das Geschäft weiterführen und in Zukunft eng mit der S&T kooperieren wird. S&T wird sich damit stärker auf das Kerngeschäft als Systemhaus fokussieren und bereits kurzfristig die Bruttomargen innerhalb des Segmentes "Services DACH" steigern können.

Darüber hinaus ist eine weiterer Stärkung des Systemhaus-Geschäftes geplant, denn es stehen Unternehmenszukäufen in den Bereichen POS-Management und Rechenzentrum "unmittelbar bevor", wo S&T bereits heute zu den Premium-Anbietern im Workplace- bzw. POS-Management-Umfeld gehört.

Die Transaktionen sollen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Barmittelbestand von S&T haben und auch umsatzseitig seien keine wesentlichen Effekte zu erwarten, da sich die Geschäftsvolumina kompensieren würden, teilte S&T weiter mit.

Meine Einschätzung
S&T ist ein sehr agiles Unternehmen, das in seiner Geschichte mehrmals vor schwierigen Problemen stand, als das alte Geschäftsfeld sich nicht mehr zukunftsfähig erwies. Unter der Führung von Hannes Niederhauser ist es gelungen, das Unternehmen immer wieder erfolgreich in neue Wachstumsfelder zu positionieren und es dort als signifikanten Player zu etablieren. Die TecDAX-Aufnahme ist das Ende des Anfangs vom Aufstieg der S&T und da Niederhauser S&T nicht nur auf Umsatzwachstum trimmt, sondern vor allem auch die Margen stärkt, sind die Aktionäre bisher voll auf ihre Kosten gekommen. Und das sollten sie auch in nächster Zeit, denn der Weg von Niederhauser und S&T ist noch lange nicht vorbei. Langfristig orientierte Anleger können sich bei S&T in einem aufstrebenden und agilen Unternehmen mit attraktiver Bewertung positionieren und sollten in den nächsten Jahren viel Freude an ihrem Investment haben.

S&T befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Die leicht schwächeren Kurse heute morgen, die entsprechend der Börsenweisheit "buy the rumors, sell the facts" bzgl. der TecDax-Aufnahme den Kurs belasten, habe ich zum Aufstocken meiner Position genutzt.

5 Kommentare:

  1. Mit S&T werde ich einfach nicht grün, wenn ich mir ihr Angebot im IT Beratungsbereich ansehe und dort will man ja wachsen! Im ERP Bereich Infor,Microsoft Dynamics, SAP. Im Business Intelligence Bereich IBM Cognos, SAP BI, Oracle, Qlikview.
    Jack of all trades sozusagen.

    Ich komme selbst aus der SAP Beratung und kenne kein Beratungshaus, das so ein Portfolio anbietet. Im Gegenteil konzentriert man sich meist auf nur ein Produkt.

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  2. Hallo,

    Wie bekommst du denn immer so schnell mit, wenn der Kurs gerade niedrig ist?

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    1. Ich hatte die Meldung zum Spartenverkauf abends nach Börsenschluss gelesen und habe deshalb früh morgens um 8:00 auf der Lauer gelegen, um mir die Kurse anzusehen. Xetra ist zwar nur von 9:00 bis 17:30 aktiv, aber in Frankfurt oder Stuttgart sowie Tradegate und Gettex kann man ja von 8:00 bis 22:00 problemlos handeln. Und der S&T-Kurs lag früh morgen noch immer knapp unter €9, da habe ich gekauft.

      Davon abgesehen kann man ja auch "Abstauberlimits" in den Markt legen. Also Kauforders mit einem Limitpreis deutlich unterhalb des aktuellen Börsenkurses, die dann für viele Monate im Markt liegen. Fällt der Kurs der Aktie, aus welchem Grund auch immer, unter dieses Limit, kauft man zum nächst niedrigeren Kurs die Aktien. Für Value-Investoren ein sehr geeignetes Mittel, weil man ja zuvor für sich ermittelt hat, welches der faire Wert der einzelnen Aktie ist und deshalb auch weiß, zu welchem Kurs man diese kaufen möchte. Möglichst 20% unterhalb des faires Werts, also inkl. Sicherheitsmarge.

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  3. Über welchen Anbieter kaufst Du dann eigentlich die Aktien? Gibt es da einen der sich aus Deiner Sicht besonders eignet? Aktuell kaufe ich über meine Direktbank (DKB)

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    1. Soetwas ist so extrem unterschiedlich, je nach dem wie viele Trades du machst, was dein Vermögen ist, das du verwaltest, in welchen Ländern du handeln möchtest.. Pauschale Antworten, sind dabei schwierig zu geben. Mit der DKB, ComDirekt oder Consors machst du, wie ich aus meinem Bekanntenkreis weiß, jedenfalls nichts falsch. Depots bei Filialbanken sind hingegen eher zu teuer. So ganz pauschal gesagt.

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