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Donnerstag, 25. Juni 2026

OHB wagt den Sprung vom Weltraum zurück aufs Parkett - und KKR sahnt so richtig ab

Der Bremer Satellitenspezialist OHB drängt zurück an die Börse und es wurde die Ausgabe von 1.605.388 neuen Aktien (entsprechend 8,35% des Grundkapitals) gegen Bareinlagen beschlossen als erste von zwei Tranchen zur Kapitalerhöhung. Die Aktien werden "qualifizierten internationalen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung" zu einem Platzierungspreis von 300 Euro je Aktie mittels eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens angeboten, wodurch OHB einen Bruttoemissionserlös von 481,6 Mio. Euro erwartet. Und diese Mittel fließen dem Unternehmen nur zum Teil zu.

Die Gründerfamilie Fuchs hält die Mehrheit. Finanzinvestor KKR & Co. war erst vor zwei Jahren im Wege eines "Going Private" für 44 Euro je Aktie eingestiegen und hält seitdem 28,6% der Anteile.

Bei der Kapitalerhöhung haben die Familie Fuchs und KKR auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte verzichtet, so dass sich ihr Anteil am Unternehmen verringert und sich der Streubesitz von bisher 5,7% auf bis zu 19,2% erhöht.

Die zweite Tranche der Kapitalerhöhung, und damit bis zu 97.092 neue Aktien, wird den übrigen Aktionären während der Bezugsfrist vom 25. Juni bis zum 8. Juli 2026 zum Bezug zum Bezugspreis von ebenfalls 300 Euro je neuer Aktie angeboten.

Vom Gesamtemissionserlös entfallen 510 Mio. Euro auf neue Aktien, die von OHB ausgegeben werden. Mit dem Geld will das Unternehmen Übernahmen und Investitionen im Zuge einer Konsolidierung des europäischen Raumfahrtmarkts stemmen. Die restliche Summe von rund 368 Mio. Euro geht an Finanzinvestor KKR, der auf diese Weise seinen geplanten Teilausstieg bei OHB realisiert.

Zum Vergleich: KKR legte bei seinem Einstieg für das Gesamtpaket 338 Mio. Euro auf den Tisch und hat damit seinen Einsatz bereits verdient – zusätzlich hält man auch künftig ein üppiges Anteilspaket an OHB und wird vom Boom im Raumfahrtsektor profitieren.

Apropos: Die Bremer haben mit Rheinmetall das Joint Venture "OHB Rheinmetall Space Networks GmbH" gegründet. Dahinter steht das Ziel, der Bundeswehr im Zuge von SATCOMBw Stufe 4 eine leistungsfähige, geschützte und dauerhaft verfügbare Kommunikationsarchitektur zu liefern. Das neue Unternehmen soll dabei die Gesamtverantwortung übernehmen - von der Entwicklung und Integration über die Lieferung bis hin zum Betrieb, einschließlich IT-Sicherheit und Cyber Operation Center. Durch das System sollen Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen vernetzt und Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen hinweg sicher übertragen werden.

Meine Einschätzung

Der Space-Sektor ist momentan so ziemlich der angesagteste heißeste Scheiß an der Börse, seit der Börsengang von SpaceX die Welt elektrisierte. OHB nutzt die Gunst der Stunde und will möglichst viel Geld aus dem Hype herauskitzeln - zur Recht. Und KKR wird dabei eine ordentliche Stange Geld verdienen und auch künftig über seine restliche Beteiligung an diesem Weltraumabenteuer teilhaben. Das gefällt mir - beides.

In SpaceX werde ich nicht investieren - weil ich nicht in Elon Musk investieren möchte. Ich habe größte Achtung vor seinen unternehmerischen Erfolgen. Punkt. Mehr Positives fällt mir zu Elon Musk nicht ein.

In Sachen Weltraumabenteuer setze ich auf Herausforderer Rocket Lab - und natürlich auf Star Trek und Star Wars. Aber das ist eine andere Geschichte... ツ

Disclaimer: Habe KKR, Rheinmetall, Rocket Lab auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

1 Kommentar:

  1. KKR und die Familie Fuchs habe vor zwei jahren die Altaktionäre herausgedrängt. Kaum war dies geschehen stieg der Kurs extrem an und nun machen sie mit unserer Hilfe Kasse. Danke für nichts

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