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Donnerstag, 19. November 2020

Energiekontor mit Extra-Energie in der Pipeline?

Energiekontor hat es geschafft: der Aktienkurs hat sich seit dem Jahresstart verdoppelt. Während des Corona-Einbruchs lag der Wert allerdings auch schon dick im Minus. In den letzten Tagen erfolgte ein weiterer Rallyeschub und trieb die Aktie auf deutlich über €40. Da fragen sich viele Anleger, was es denn für Gründe geben könnte.

Nun, zur Zeit findet das Eigenkapitalforum statt und auch Energiekontor präsentiert sich dort Analysten und Interessierten. Im Rahmen der Präsentation gab es wohl Interessantes aufzuschnappen, denn einige Analysten erhöhten ihre Kursziele signifikant: First Berlin auf €43,80 (alt: €36,40), Metzler auf €48 (alt: €41,80) und Warburg sogar auf €67 (alt: €60,20).

Das tun sie nicht "ohne Not", sondern es sind wohl einerseits die fortgeschrittenen Gespräche zum Verkauf des ersten Projektes in den USA und auch für zwei Projekte aus der schottischen Pipeline soll es Interessenten geben. Darüber hinaus wurden einige Projekte aufgrund des Projektfortschritts aus den Phasen I oder II in die Phase III überführt und damit steigt ihr Bewertungsansatz - ob sie letztlich nun zum Verkauf gestellt werden oder in den Eigenbestand wandern, ist dabei unwesentlich.

Erst vor einigen Wochen war am Markt realisiert worden, dass die Projektpipeline selbst einen Wert hat, nicht nur fertiggestellte Projekte. Dies führte zu Bewertungsaufschlägen, Kurszielanhebungen und Kursgewinnen. Und nun erfolgt eine zweite Runde, doch das wird nicht die letzte gewesen sein. Aktuell erfolgt eine Neubewertung des gesamten Sektors, weil immer mehr Energiekonzerne und Investoren auf den Trend der Dekarbonisierung aufspringen und viel frisches Geld in den Markt pumpen. Die "Green Deals" der Bundesregierung, der EU-Kommission und die Pläne des President-elected Joe Biden beschleunigen diese Entwicklung noch.

Hiervon profitiert Energiekontor, aber auch weitere Branchen-Player wie PNE, wo die Projektpipeline ebenfalls eine höhere Bewertung verdient, als ihr bisher zugestanden wird. Beide Werte sind meine Top-Picks in diesem Sektor und bringen es zusammen auf mehr als 10% Depotgewicht.

Disclaimer: Habe Energiekontor und PNE auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wikifolio.

2 Kommentare:

  1. interessant.... hmm Sag mal Michael, ist Encavis für die in der Richtung nicht auch ne interessante Firma? Wenn nein, warum nicht? Bist du der Meinung gerade bei der zweiten "Einnahmequelle" von Encavis in der Finanzierung fremder Parks, hättest du etwas, dass bei dir nicht ins Depot passt?
    Deine Meinung interessiert mich sehr.

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    1. Encavis erzielt rund 70% seiner Erlöse mit Solarparks; das gefällt mir von der Aufteilung her nicht so wie bei den doch deutlich stärker Windkraft orientierten Energiekontor und PNE. Insofern habe ich Encavis auch nicht so richtig auf dem Schirm und kann da keine wirklich fundierte Meinung abgeben, sorry.

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