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Sonntag, 5. April 2026

Wochenrückblick 14/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Rheinmetall, Texas Pacific Land, Rocket Lab, Alphabet und Pfisterer Holding - und gaben richtig Gas

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung nebst altkluger Einschätzungen. Natürlich...

Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 Rheinmetall +14,7%
📈 Rocket Lab +10,4%
📈 Alphabet +7,6%
📈 Pfisterer Holding +5,7%
📈 Palantir +4,0%
📈 Almonty Industries +3,9%
📈 Comfort Systems +3,6%
📈 Costco +3,1%
📈 KKR & Co. +2,9%
📉 Texas Pacific Land -13,3%

Es war eine weitere sehr volatile Börsenwoche. Der Nahost-Krieg hält die Welt (-wirtschaft) weiterhin in Atem und drückt die Stimmung an den Börsen. Warlord Donald Trump irrlichtert von einem öffentlich verkündeten Kriegsziel zum nächsten, wobei manchmal nicht mal Stunden zwischen seinen Verkündungen liegen. Von Strategie, einem Plan ist nichts zu spüren und das zeigt der Welt, Feinden und (ehemaligen) Verbündeten klar auf, wohin die Reise gehen muss: Entkopplung von den Launen der neuen Weltmachtsdiktatur. Unter Trump wird sich hieran nichts ändern; der Don hat sich mit Speichelleckern und Abnickern umgeben - selbst seine Geheimdienste präsentieren ihm nur noch Informationen, die er hören will, nicht das, was wirklich vor sich geht in der Welt. Auf dieser - wenig soliden - Grundlage trifft Donald Dumb dann Entscheidungen. Entscheidungen, die er sowie treffen wollte, für die er aber nun Unterstützung anderen Menschen hat, die er zur Not am Ende als Unfähige und Schuldige hinstellen kann, wenn seine Entscheidungen sich als so dumm und folgenschwer herausstellen, wie sie es von Anfang an für jeden (anderen) ohnehin waren.

Nachdem während seiner ersten Amtszeit Minister und enge Mitarbeiter beinahe täglich ausgetauscht wurden, verlief es in seiner zweiten Amtszeit dies bezüglich bisher erstaunlich ruhig. Bis jetzt. Anfang März feuerte Donald Dumb Heimatschutzministerin Kristi Noem und nun folgte Anfang April Justizministerin Pam Bondi - ihr ist wohl der Umgang mit den Epstein-Akten zum Verhängnis geworden, was doppelt brisant ist, da sie doch auf diversen Bildern in der Gesellschaft von Trump und Epstein zu sehen ist und damit offenkundig zum engeren Kreis der "Informierten" oder "Beteiligten" gehört. Derweil feuert "Kriegsminister" Pete Hegseth weiter reihenweise verdiente und verfassungstreue Militärführer, wenn sie seinen (wohl) gesetzeswidrigen Anordnungen Widerstand entgegenbringen. Kein Wunder, dass der Demokratie-Level in den USA sich ebenso stark auf Sturzflug befindet wie die Umfragewerte von "El Presidente".

Das Schlimme daran ist, dass es auch nach Trump keine Rückkehr zur alten Ordnung geben wird, egal wer dann im Weißen Haus sitzt. Das Vertrauen in die USA ist nachhaltig zerstört, denn wenn ein Land und seine Verfassung schützenden Institutionen innerhalb so kurzer Zeit und beinahe widerstandslos sturmreif geschossen werden können, dann kann man sich auf diesen "Partner" auch in Zukunft nicht (mehr) verlassen. Europa und Deutschland müssen sich emanzipieren und wieder aus eigener Stärke heraus agieren. Das braucht Zeit und Entschlossenheit - und Geschlossenheit. Möglicherweise gehen die Ungarn am nächsten Sonntag einen großen Schritt zu(rück) auf die EU, wenn sie die Chance haben, endlich ihren Diktator Orban abzuwählen. Aber ob der dann freiwillig seinen Platz räumt? Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Mit den letzten Märztagen endete auch das 1. Quartal und in den nächsten Tagen steht mein "Investor-Update" an, in dem ich meine größten Depotpositionen veröffentliche und erkläre, welche Veränderungen es gegeben hat und wieso. Und einen Ausblick auf die nächsten Wochen und Monate gebe - nicht, dass die in Trumps Zeiten eine hohe Halbwertszeit hätten. Aber auch Anpassungsfähigkeit gehört zum Investorenhandwerkskasten gehört dazu.
Der Fear-and-Greed-Index ist von 10 auf 19 gestiegen und hat sich damit spürbar erholt. Das ist aber tagesformabhängig und signalisiert auch jetzt noch "extreme Angst". Das war in der Vergangenheit oft ein guter Zeitpunkt für Käufe. Wobei die Stimmung noch weiter fallen und länger anhalten kann. "An der Börse ist alles möglich. auch das Gegenteil", mahnte einst Börsenlegende André Kostolany.


Nun der Blick in mein Depot, das in dieser Woche (vorübergehend?) seinen Boden gefunden hat und deutliche Kursgewinne verbuchen konnte. Ich hatte ja bereits vor zwei Wochen erklärt, dass ich bei einigen Werten meine Position reduziert habe, um Cash aufzubauen - nicht als Reservoir für die Schnäppchenjagd, sondern als Absicherung gegen die absehbare Börsenschwäche. Und so gehe ich mit einer untypischen hohen Cashposition aus der Woche und aus dem Quartal. Dafür habe ich einige Werte im Blick, wo ich gerne (wieder) aufstocken oder mich neu engagieren würde - doch ich halte mich zurück und warte auf (deutlich) niedrigere Kurse. Das gehört nicht gerade zu meinen Stärken, aber die von mir erwarteten kräftigen Bremsspuren bei Konjunktur und Geschäftsergebnissen und die negativen Einflüsse auf Preise, Inflation, Zinsen werden noch Monate brauchen, um in voller Brutalität sichtbar zu werden. (Erst) dann wird wirklich Panik die Börsen erreichen und die Kurse unter Druck bringen - wobei zu diesem Zeitpunkt vermutlich das Schlimmste in der "Realen Welt" bereits hinter uns liegt und man auch deshalb auf Schnäppchenjagd gehen können wird.

Die nächsten sechs Monate dürften ziemlich ruppig werden und viel Unruhe mit sich bringen. Gute Unternehmen werden diese Zeit durchstehen und die sich bietenden Gelegenheiten nutzen, um gestärkt aus dem Sturm hervorzugehen. Andere werden schwer(er) zu kämpfen haben oder gar auf der Strecke bleiben. Es ist nicht klar, wer zu den Gewinnern gehören wird, denn die Rahmenbedingungen ändern sich ständig, nicht nur wegen trumpelnder Irrungen und KI-Einflüssen. Wir Anleger müssen daher unsere leibgewonnenen Erkenntnisse noch öfter und noch kritischer hinterfragen und auf weiterhin bestehende Plausibilität abklopfen. Opportunistisches Denken wird eine größere Rolle spielen als bisher.

So, das war nun aber genug krypstische Kaffeesatzleserei. Schauen wird mal auf einige meiner Depotwerte.

Rheinmetall war die letzten Wochen unter Druck. Der militärische Fokus richtet sich zunehmend auf billige Drohnen, sowohl für den Angriff als auch bei der Abwehr. Und Rheinmetall spielt vor allem in den klassischen Waffensysteme führend mit, daher wird die Zukunftsfähigkeit infrage gestellt. Was übertrieben ist, denn mit Drohnen kann man das Schlachtfeld beherrschen, aber man kann kein Gelände sichern und halten. Dazu benötigt man Panzer und Infanterie. Daran ändert auch die Drohnen-Technologie nichts - zumal sich hier die Rahmenbedingungen beinahe täglich ändern. Und das war schon immer die Triebfeder der Rüstungsindustrie, ob bei den Griechen, den Römern, den Kreuzzügen oder Napoleon. Neue Waffensysteme verändern das Schlachtfeld, dann passen sich alle daran an, Verteidiger und Angreifer. Der große Vorteil von Drohnen ist aktuell, dass sie effektiv sind und vergleichsweise billig. Ihre Abwehr wird oft noch mit "veralteten" Waffen versucht, die dafür gar nicht ausgelegt sind und viel zu teuer. Mit Raketen auf Drohnen zu schießen, ist eher eine Verzweiflungstat als Strategie. Aber es gibt bereits Lösungsansätze für eine preisgünstige Drohnenabwehr - der deutsche (ausgemusterte) Gepard-Panzer hat sich hierbei in der Ukraine bewährt und dient als Blaupause, um Drohnen mit "normaler Munition" vom Himmel zu holen. Die Entwicklung hinkt etwas hinterher, doch wie die Ukraine täglich aufs Neue beweist, holt sie mächtig auf. Und Rheinmetall ist einer der am stärksten engagierten Rüstungskonzerne in der Ukraine und hat bereits mehrere Gemeinschaftsunternehmen und -initiativen am Start für künftige Waffensysteme. Daher bin ich weiterhin davon überzeugt, dass Rheinmetall in den nächsten Jahren zu den größten Profiteuren der Aufrüstung gehören wird. Auch die arabischen Staaten werden massiv in Verteidigung investieren und sich dabei nicht mehr die USA verlassen, nachdem Trump sie erst in seinen Iran. Krieg hineingezogen hat und die die Vergeltungsschläge des Iran am stärksten zu spüren bekommen. Und auch Europa wird sehr viel stärker auf autarke Rüstungssysteme setzen (müssen). Aufgestockt habe ich daher beim Börsenneuling und Rheinmetall-Partner Vincorion, wo inzwischen alle Kursgewinne seit dem IPO ausradiert wurden.

Der Ölpreis hängt am Nahost-Krieg. Da dort inzwischen von beiden Seiten die Energie-Infrastruktur beschossen wird, werden sich die Produktionseinbußen für Monate und Jahre in die Lieferketten und Volkswirtschaften fressen mit entsprechenden negativen Auswirkungen. Die Deutsche Rohstoff AG hat von den gestiegenen Ölpreisen bisher stark profitiert und auch von der rasanten Kursentwicklung bei Almonty Industries, an der man rund 10 % der Anteile hält. Naja, hielt, denn die DRAG hat 9 Mio. Aktien verkauft und damit einen fetten Gewinn von 100 Mio. USD eingefahren - dem entsprechend hat sie ihre Jahresprognosen angehoben und wird ihr Bohrprogramm in den USA ausweiten. Die Aktie der DRAG macht ihren Aktionären viel Freude - dazu zähle ich leider nicht mehr. Denn ich habe mich seinerzeit dazu entschlossen, stattdessen auf Almonty "pur" zu setzen und auf Texas Pacific Land. Beides hat sich für mich ausgezahlt, auch wenn in den letzten Wochen die DRAG eindeutig die beste Figur der drei abgab. Almonty hat seine Kursvervielfachung mit einer heftigen Korrektur (erstmal) beendet und TPL korrigiert ebenfalls deutlich in den letzten Tagen. Das reizt fast schon wieder zum Aufstocken. Fast...


Mein Vermögen hatte nach den beiden ersten vollen Handelswochen des Jahres ein sattes Plus von 10% verbucht, doch bis Mitte Februar waren alle Gewinne wieder weggefressen. Dem Rebound auf neue Jahreshochs folgte der zweite heftige Einbruch dank Trumps Nahost-Krieg und drückte meine Perfomance sogar ins Minus. Die letzte Woche zeigte eine Erholung um 1,5%, aber für eine Rückkehr in positives Terrain reichte es (noch?) nicht aus. Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -0,25 (YTD).

Satte 5% Besser als der S&P 500. Aber wie ein Erfolg fühlt sich dieser Verlust nicht an...


Mein Investor-Update zum Q1/2026 - brandneu (aber noch nicht ganz fertiggestellt)!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

6 Kommentare:

  1. Ich schätze diesen Blog sehr und lese seit Jahren nahezu alle Artikel. Das ist bei mir ein großes Lob, da ich an sich von "Börsenjournalisten" in der Regel herzlich wenig halte. Aber hier habe ich den Eindruck, immer wieder etwas dazu zu lernen und auf neue Ideen zu stoßen.
    Gerade dieser Artikel bietet aber m. E. Anlass für - konstruktiv gemeinte - Kritik:

    1. Ich habe meine Zweifel, ob Politik und insbesondere die persönlichen Ansichten zu einzelnen Politikern im hiesigen thematischen Zusammenhang einen breiteren Raum einnehmen sollten. Das mag noch sinnvoll sein, soweit es um die wirtschaftliche Einschätzung der Politik bedeutender Staaten - namentlich der USA - geht. Aber gerade am amtierenden US-Präsidenten arbeitest Du Dich nach meinem Eindruck immer wieder sehr stark ab. Die wirtschaftlichen Implikationen des Iran-Krieges mögen noch von Interesse sein, aber mir ist nicht klar, wie uns Formulierungen wie "Warlord Donald Trump irrlichtert ...", "der Don hat sich mit Speichelleckern und Abnickern umgeben", "dumm" etc. weiterhelfen - einmal abgesehen davon, dass Gerüchten zufolge beispielsweise sein Vizepräsident hinsichtlich des Iran-Krieges nicht seiner Ansicht sein soll. Das - wenn auch in reduziertem Tempo fortgesetzte - Entlassen von hochrangigen Funktionären spricht auch indiziell dagegen, dass sich alle einig sind. Wenn ich dann lese, dass selbst seine Geheimdienste ihm nur noch Informationen präsentierten, die er hören wolle, wäre ich gespannt zu erfahren, über welche geheimen Quellen zu den Wünschen des US-Präsidenten einerseits und zu den Geheimdienstinformationen andererseits Du verfügst.

    Warum dann auch noch Viktor Orban ein "Diktator" sein soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Er ist mehrfach demokratisch gewählt und hat(te) jedenfalls bis jetzt eine breite parlamentarische Mehrheit, letzteres sicher auch begünstigt durch das Wahlsystem. Ich empfehle das Buch "Ungarn verstehen" von Prof. Patzelt. Danach mag man Orban vielleicht immer noch nicht, aber man versteht jedenfalls vor dem Hintergrund der ungarischen Geschichte, des dortigen politischen Systems und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen die unterschiedlichen Perspektiven auf Orbans Politik - und warum bei uns meist nur von der Perspektive der dortigen Opposition zu lesen ist.

    2. Verwundert bin ich auch - um zum eigentlichen Thema des Blogs zurückzukehren -, dass Du Liquidität aufgebaut hast. Erzählst Du uns nicht seit Jahren, dass Du konzeptionell zu der Überzeugung gelangt bist, dass es besser ist, immer voll investiert zu sein? Stützt Du Dich nicht regelmäßig auf die Weisheiten der großen Value-Investoren, allen voran Buffett und Munger? Man kann zum Thema "Liquidität" selbstverständlich unterschiedlicher Auffassung sein, aber glaubst Du wirklich, dass die beiden (oder sonstige Value-Investoren) in der aktuellen Lage gezielt Liquidität aufbauen würden? Ich entwickle mein Konzept doch eigentlich gerade, um in kritischen Zeiten einen festen Anker zu haben und mich nicht von Angst, Gier oder dem Wunsch nach Market-Timing verführen zu lassen. Odysseus hat sich nicht ohne Grund fesseln lassen, um den Sirenen nicht zu erliegen.

    Nun bin ich schon sehr gespannt auf das Quartals-Update.

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  2. Ich stimme Carsten zu.
    Ich bin kein Trump Fan, aber wir sollten Politik in diesem Blog außen vor lassen. Ich mag die Art und Weise nicht, wie subtil und manipulativ die Politik und die Entscheidungen des aktuellen amerikanischen Präsidenten kommentiert werden. Einfach weglassen und schon ist die Kritik auch erledigt. Wir diskutieren hier ja auch nicht Richtigkeit der Entscheidungen des deutschen Bundeskanzlers und deren Auswirkungen (da gaebe es auch viel zu sagen).
    Zum zweiten Thema Cash Aufbau: auch die großen value Investoren wie Buffett bauen Cash auf: Berkshire liegt derzeit bei über 300 Mrd USD, wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe.
    Es ist wahrscheinlich einfach so zu erklären: stabil investiert bleiben und Kursrückgänge aussitzen ist im Normalfall der richtige Weg. Timing funktioniert bekanntlich so gut wie nie. Aber wenn man einen wirklich größeren Crash erwartet, dann wartet man wie auch Berkshire besser mit Cash auf gute Wiedereinstiegs Möglichkeit. Natürlich könnte man falsch liegen und der Crash ausbleiben, egal: unter risk management Gesichtspunkten war es trotzdem richtig. Oberste Maxime bleibt: größere Verluste vermeiden.

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    1. Lieber Alfred, ich finde wir sollten es Herrn Kissig überlassen was er in seinem Blog thematisieren möchte.

      ...und willst du wirklich die Fehler von Merz mit dem völker- und menschenrechtwidrigen Vorgehen von Donald Dump vergleichen?

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  3. Und ich vergaß noch zu schreiben: natürlich vielen Dank an Michael für den tollen Blog.

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  4. Ich bin tatsächlich auch etwas irritiert, wie du von weiter fallenden Kursen aufgrund der kommenden Berichtssaisons ausgehen kannst. Ist es nicht immer so, dass die Börsen bereits anfangen zu steigen, wenn die Nachrichtenlage am schlimmsten ist? Auf die letzte Woche würde ich nicht vertrauen, natürlich kann dies eine Bärenmarktrallye sein, aber insgesamt hat sich doch in den letzten Krisen gezeigt, dass der Tiefpunkt an den Börsen deutlich eher erreicht ist als in den Nachrichten.
    Da Anmerkungen zu deinen politischen Kommentaren im Artikel kamen, möchte ich nur sagen, dass ich diese gut finde. Sie spielen bei Investmententscheidungen eine Rolle und da die Aussagen mit Quellen belegbar sind, dürfen sie auch so wiedergegeben werden. Bei der Wortwahl kannst du dir zum einen auf deinem eigenen Blog rausnehmen, was du willst, da es schließlich kein ÖRR-Kommentar oder -Bericht ist und zum anderen ist die Wortwahl meiner persönlichen Meinung nach in dem Kontext gerechtfertigt.

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  5. Heinz Förster06.04.26, 18:10

    Ein Präsident ändert fast stündlich seine Meinung, ja ein anderes Wort als "irrlichtern" fällt mir dazu auch nicht ein, erläßt Gesetze, Dekrete, die die gesamte Welt und damit die Weltwirtschaft beeinflußen, nur um Tage oder Wochen später seine Meinung komplett zu ändern, stürzt die Weltwirtschaft in eine der größten Krisen, bereichert sich und seinen Clan dabei um immense Vermögenswerte - und dann sollte man dies alles ausblenden und so tun als wäre es "normal"??
    Da bin ich jetzt sehr erstaunt, wie Investoren so eine Ansicht haben.

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