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Sonntag, 20. September 2026

Kissigs Wochenrückblick 38/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Almonty, 2G Energy, Rocket Lab, Vincorion und Rheinmetall. Neue Favoriten, alter Top-Loser...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ

Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 2G Energy +7,2%
📈 Rocket Lab +3,7%
📈 Rheinmetall +2,2%
📈 Deutsche Rohstoff +0,3%
📉 Dividend Leaders ETF -0,8%
📉 Quanta Services -1,2%
📉 KKR & Co. -1,3%
📉 Comfort Systems -1,4%
📉 Vincorion -3,6%
📉 Almonty Industries -9,9%

Es war eine vergleichsweise ruppige Börsenwoche, in der die Zinsentwicklung die größte Rolle spielte. Aber das ist leider kein Grund zur Beruhigung, denn das Zinsniveau der 10-järhigen US-Staatsanleihen hat sich auf über 5% erhöht und damit eine Schmerzgrenze erreicht. Denn 5% "risikoloser" Zinssatz steht den Aktienrenditen gegenüber und wenn man das KGV umdreht, erhält man die Gewinnrendite. US-Aktien liegen beim 19-Fachen des Gewinns, weisen also eine Gewinnrendite von etwa 5,3% aus - also nur 0,3% mehr als Staatsanleihen, aber eben risikobehaftet. Wenn also die Zinsen weiter ansteigen, werden Aktien weinige attraktiv. Und die Unternehmen müssen höhere Zinslasten schultern für Kredite, was die Gewinne schmälert.

Die Fed hat trotzdem die Zinsen angehoben und das war richtig so. Denn der Preisauftrieb wird stärker, die Inflationsrate steigt und Besserung ist nicht in Sicht. Zuvor hatte bereits die EZB die Zinsen erhöht, und kurz nach der Fed tat dies auch die Bank of Japan. Dem entsprechend stand der Finanzsektor unter Druck und auch Wachstumswerte mussten Gewinne abgeben.
Übrigens, das Zinsniveau in Deutschland ist deutlich niedriger; hierzulande sind die Zinsen für 10-jährige Bundesanleihen zwar ebenfalls deutlich gestiegen, aber sie notieren bei "nur" 3,5%. Das sind 1,5% weniger als in den USA, aber dennoch 3,5% mehr als 2022. Damals kamen wir gerade aus einer langjährigen Niedrigzinsphase mit teilweise sogar negativen Zinsen. Das aktuellen ist bei der Betrachtung über Jahrzehnte hinweg Normalmaß, denn der Ausflug an die Nulllinie war der Ausreißer. Auch wenn eine ganze Generation dieser Abnormalität als Normalzustand kennengelernt hat und daher gar  nicht weiß, wie man sich in einer Welt mit Zinsen so richtig zurechtfindet.

Auf der anderen Seite konnten Energiewerte weiter zulegen, weil sich der Ölpreis über 100 Dollar hielt. Mit steigender Tendenz, denn die Huthis haben die wichtige Ost-West-Pipeline durch Saudi Arabien attackiert und nun fehlt in Europa reichlich Saudi-Öl. Und der Welt insgesamt ebenfalls. Von Entspannung keine Spur.

Netzfund: X/TallBar FIN
Währenddessen nähern sich die EU und Kanada weiter an; EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen brachte eine "assoziierte EU-Mitgliedschaft" Kanadas ins Gespräch, bei der er um Vorzugskonditionen geht. Kanada Premier Carney zeigte sich offen dafür, betonte allerdings, dass man noch ziemlich weit am Anfang stehe. Und beide erklärten, die angestrebte Partnerschaft solle Vorteile für alle Beteiligten bringen, sich aber  nicht gegen Dritte richten. Wer damit gemeint ist, wurde schnell klar, als UD-Präsident Trump lospolterte, das sei ja wohl lächerlich und er überlege schon mal, beide mit Strafzöllen von bis zu 100% zu überziehen oder den Handel der USA mit der EU gleich ganz zu verbieten.

Berkshire ohne Buffett?!

Eine einschneidende Meldung gab es bei Berkshire Hathaway. Nachdem Warren Buffett bereits den CEO-Posten an Greg Abel übergeben hat, tritt er nun auch von Posten des Chairmans zurück. Neuer Chairman wird Buffetts Sohn Howard und Warren Buffett erhält den Titel Ehren-Chairman. Abel führt also die Geschäfte, Howard Buffett wacht über "Werte und Kultur" des Unternehmens. Ein weiterer Abschiedsschritt des mittlerweile 96-jährigen Warren Buffett. Aber keiner, den noch Bestürzung auslöst, denn sein Rückzug wurde von langer Hand vorbereitet, erfolgt(e) in mehreren Schritten und wird gut kommuniziert. Und doch ist es das Ende einer Ära und nachdem ich Warren Buffett (und seinen vor einigen Jahren verstorbenen Partner Charlie Munger) so viele Jahrzehnte begleitet habe, empfinde ich schon etwas Wehmut.
Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 33 auf 29 Punkte weiter gefallen und hat sich damit im "Angst-Terrain" festgesetzt, nachdem er im Wochenverlauf sogar "extreme Angst" signalisiert hatte.


Nun der Blick in mein Depot, das nachdem deutliche Rücksetzer der Vorwoche nun vergleichsweise stabil aus dem Handel ging.

Almonty Industries

Meine Wolfram-Spekulation Almonty kann weiter Pluspunkte verbuchen. In Ruanda wird gemeinsam mit der Regierung eine Plattform aufbauen, an der Almonty 75% und der Staat 25% halten, wobei die Regierung im Gegenzug eine rund 32 km² große Explorationskonzession in Shyorongi sowie eine Verarbeitungslizenz einbringt. Die Staatsbeteiligung erhöht dabei die Erfolgsaussichten enorm, was auch für die Rückendeckung des Projekts aus den USA geht. Wobei es hier erstmal weniger um das Explorationspotenzial geht als um den unmittelbaren Zugriff auf bereits vorhandenes Material (das man China vor der Nase wegschnappt), denn Almonty kann Erz, Vorkonzentrate und Aufbereitungsrückstände bestehender Minenbetreiber erwerben, aufbereiten und zunächst exportieren, bevor später die Aufbearbeitungskapazitäten vor Ort etabliert sind. Damit entsteht ein potenzieller Materialfluss, noch bevor eine eigene Mine in Ruanda entwickelt oder eine zentrale Aufbereitungsanlage gebaut ist. Hierfür wird Almonty seine mobilen Anlagen nutzen, was Logistikaufwand und Zeitbedarf deutlich reduziert. Es geht hierbei nicht um eine klassische Mine, sondern um eine größere Anzahl verstreuter Kleinbetriebe. Unter Zusammenfassung vieler Einzelgebiete will Almonty diese fragmentierte Produktionsstruktur nun strukturieren: Sammlung in der Fläche, gebündelte Aufbereitung, Rückverfolgbarkeit und das Einbringen in eine zentrale Verarbeitungsinfrastruktur. 

Darüber hinaus schloss Almonty einen langfristigen Vertrag über die Lieferung von Wolframkonzentrat an den schwedischen Bergbauausrüster Sandvik aus seinem bestehenden Rückstandshaldenbestand der Mine Los Santos in Spanien ab. Die Vereinbarung soll eine beschleunigte Lösung für die Wolframversorgung schaffen, die die Lieferung von Konzentrat in deutlich kürzerer Zeit als die Erschließung einer traditionellen Mine ermöglicht.

Der Vertrag, der eine einmalige Vorauszahlung von 3 Mio. Dollar für die Abnahmerechte umfasst, ist auf Take-or-Pay-Basis strukturiert und wurde vor der Wiederaufnahme der Produktion in Los Santos, das sich seit 2020 planmäßig im Wartungs- und Instandhaltungsmodus befindet, abgeschlossen. Der Raffinerie- und Pulverproduktionskomplex von Sandvik in St. Martin, Österreich, ist die einzige integrierte Wolframschmelzanlage außerhalb von Asien und Russland.
"Diese Vereinbarung verschafft uns eine Take-or-Pay-Verpflichtung eines Unternehmens der Sandvik Group, indexgebundene Preise mit einer Untergrenze sowie eine Beteiligung an den finanziellen Anforderungen für die Reaktivierung des Standorts. Diese Kombination ermöglicht es uns, einen Vermögenswert in der Europäischen Union wieder in Produktion zu nehmen und ab der ersten Lieferung über einen klar definierten Absatzweg zu verfügen."
(Lewis Black, Chairman, President und CEO von Almonty)
Auch perspektivisch ist der Schritt interessant und folgt Blacks bewährtem Muster: Die örtliche Lokalregierung in Südkorea baut in Nokjeon-ri (Sansol-myeon) bis 2028 ein rund 154.000 Quadratmeter großes Spezial-Industriegebiet für modernste Kernmaterialien auf. Weil der Landkreis Yeongwol die Ansiedlung von Verarbeitungsbetrieben für Wolfram, Magnesium und Bimsstein anstrebt, legt er hierbei strengste Umweltmaßstäbe an. Almonty Industries hat sich auf diesem neuen staatlichen Areal eine 60.000 Quadratmeter große Fläche gesichert, um dort eine nachgelagerte Wolframoxid-Anlage (Tungsten Oxide Downstream Plant) zu errichten. Black positioniert Almonty inmitten der Lieferkette und des Produktionsprozesses und will dem Unternehmen weitere Schritte in der Kette sichern, um auf mehreren Ebenen zu profitieren und so die Kosten niedrig zu halten, während sich die Margen erhöhen. Reichlich finanziellen Spielraum hat Almonty hierfür durch die beiden großen Kapitalmaßnahmen in den Vormonaten.

Europa und die USA suchen zunehmend nach neuen Wolframquellen, um ihre Abhängigkeit von China zu verringern, auf das rund 80% der weltweiten Produktion entfallen. Spanien verfügt zudem über die größten Reserven des strategischen Minerals in Westeuropa.

Meine Einschätzung zu Almonty: Wolfram bleibt kritisch knapp, die Preise damit tendenziell unter Hochdruck und Almonty wird durch das gerade erfolgende Hochfahren der Produktion in Sangdong (Südkorea) künftig sehr viel mehr Wolframerz produzieren - der Gewinn wird absehbar über die nächsten Quartale massiv zulegen, während die Kosten kaum zulegen dürften. Doch darauf ruht sich Almonty nicht aus und greift auch in anderen Regionen der Welt zu. Dabei setzt CEO Lewis Black nicht auf neue Minenprojekte, sondern auf etablierte Strukturen, in denen relativ schnell Erfolge zu erzielen sind. Wenngleich diese nicht "der große Wurf" sind, positioniert er Almonty strategisch hervorragend, um zum entscheidenden Wolfram-Produzenten in der westlichen Hemisphäre zu werden.

Ich bin und bleibe hier sehr optimistisch und habe meine Position in die Kursschwäche hinein weiter aufgestockt.

2G Energy

Bei 2G Energy gab es nach dem starken Einbruch in der Vorwoche nun einen kräftigen Rebound. Fundamental gab es kaum was Neues, aber zwei Analysten haben sich zu Wort gemeldet: First Berlin hob das Kursziel von 73 auf 76 Euro an, reduzierte die Einschätzung aber von Kaufen auf Hinzufügen. Neu an Bord ist Berenberg mit einer Studie, die mit einem Buy-Rating und einem Kursziel von 91 Euro gleich in die Vollen ging. Beide betonen besonders die großen Chancen im Bereich Data Center, wo weitere Aufträge winken und in der Folge der erwarteten Aufträge dann auch das Servicegeschäft profitieren sollte. Die Investitionen in eine erweitere Produktion sollte sich schnell auszahlen; Fertigstellung soll 2028 sein und die Auslastung dürfte relativ zügig erfolgen können angesichts der Auftragsflut.

Mein Fazit zu 2G Energy: Die Analysteneinschätzungen decken sich mit meiner Positionierung; deshalb habe ich die Aktie ja inzwischen zu einer meiner größten Depotpositionen ausgebaut.

Costco

Einen interessanten Vergleich zog die UBS, die die höhere Bewertung von Costco mit denen von NFL-Teams verglich. Sportfranchises seien anschauliche Beispiele dafür, wie hoch Anleger Vermögenswerte bewerten können, die ihrer Einschätzung nach knapp, schwer zu replizieren und durch dauerhafte Kundenbeziehungen, wiederkehrendes Engagement, Verhandlungsmacht sowie mehrere Möglichkeiten zur Monetarisierung desselben Ökosystems gekennzeichnet sind. Der Wert eines durchschnittlichen NFL-Teams ist innerhalb nur eines Jahres um mehr als 30% auf knapp 10 Mrd. Dollar gestiegen bei einer durchschnittlichen Bewertung mit dem 13,4-Fachen des Umsatzes und knapp dem 30-Fachen des EBITDA.

Die Vermögenswerte der NFL weisen einige zentrale Merkmale auf, die hohe Bewertungen stützen: Knappheit, starke und dauerhafte Marken, eine äußerst engagierte Kundenbasis, erhebliche Verhandlungsmacht und mehrere Möglichkeiten, dieselbe Fangruppe zu monetarisieren. Costcos Ähnlichkeit zu professionellen Sportfranchises zeigt sich in 145 Millionen Karteninhabern, Verlängerungsquoten von rund 90%, 914 Warenhäusern, jährlichen Umsätzen von rund 270 Mrd. Dollar und Mitgliedsbeitragseinnahmen von 5,3 Mrd. Dollar. "Eine Costco-Mitgliedschaft lässt sich ähnlich wie eine Dauerkarte betrachten. Der Kunde zahlt im Voraus, um am Ökosystem teilzunehmen. Costco hat dann wiederholt die Möglichkeit, diese Beziehung über Warenverkäufe zu monetarisieren", hob Lasser hervor. Costcos wirtschaftliches „Schwungrad“ aus Mitgliedschaften, Kundenfrequenz, Umsatz, Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten, Kirkland, Daten, Werbung, Digitalgeschäft und höherem Mitgliedschaftswert könnte die Bewertungen weiter nach oben treiben, so wie dies bei der NFL weiterhin zu beobachten ist. Und damit zusätzliches Kurspotenzial für die Costco-Aktie bieten.

Costco baut sein Netzwerk für Same-Day-Delivery aus, um seinen E-Commerce-Umsatz zu steigern und mit Einzelhändlern wie Walmart und Target zu konkurrieren. Der Einzelhändler hat diese Woche Kooperationen mit DoorDash und Uber Eats  gestartet, um Online-Bestellungen in US-Filialen abzuholen und bis zur Haustür des Kunden zu liefern. Durch diese Vereinbarungen erhält Costco weitere Vertriebskanäle, um Kunden über ultraschnelle Lieferungen zu erreichen.

DoorDash, vor allem bekannt für die Lieferung von Restaurantessen, gab bekannt, dass Costco-Mitglieder nun Lebensmittel, Trockenwaren, Haushaltsartikel und andere Produkte über den DoorDash-Marktplatz bestellen und anschließend eine schnelle Lieferung aus ihrer lokalen Filiale veranlassen können – alles über die DoorDash-App. Die Einführung in den USA erweitert die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen in Australien, Neuseeland, Schweden, Island und Puerto Rico.

Uber kündigte eine erhebliche Ausweitung seiner Partnerschaft mit Costco an, um Produkte nun in 47 statt wie bisher in 17 Bundesstaaten auszuliefern. Fast 600 Costco-Filialen sind nun über die Uber Eats-App verfügbar, wo Kunden sowohl Sofortlieferungen als auch Liefertermine vereinbaren können. Costco ist außerdem in Kanada, Mexiko, Japan, Taiwan, Frankreich und Spanien über Uber Eats verfügbar.

Seine Quartalsergebnisse wird der Einzelhandelsriese in dieser Woche präsentieren.

Meine Einschätzung zu Costco: Costco läuft wie ein Uhrwerk und in der Erfolgsspur. Die Kooperationen mit Uber und Doordash sind vielversprechend, denn Costco spart sich eigene Investitionen, indem es deren Liefernetzwerk nutzt - ohne dabei seine DNA zu verwässern, weil Voraussetzung für eine Bestellung bzw. Lieferung noch immer eine Mitgliedschaft bei Costco ist.

Während der Kurs zuletzt etwas schwächelte, läuft es operativ und strategisch stark. Hier zuzugreifen, sollte sich langfristig auszahlen...

KKR & Co.

Während die Zinsanhebung der Fed kurzfristig etwas die gute Laune verhagelte, konnte KKR mit zwei starken Moves punkten: Bei Atlantic Aviation nimmt man Apollo mit an Bord: KKR hatte Atlantic Aviation im Jahr 2021 für rund 4,475 Mrd. Dollar von Macquarie Infrastructure erworben. Nun steigt Apollo mit ein bei einer Bewertung von fast 10 Mrd. Dollar, wodurch sich KKRs Investment in den letzten fünf Jahren glatt verdoppelt hätte. Aber KKR macht nicht etwa Kasse, sondern investiert ebenfalls frisches Geld, um bedeutender Anteilseigner zu bleiben. Frühere Berichte von Bloomberg deuteten darauf hin, dass Apollo eine Partnerschaft mit dem singapurischen Staatsfonds GIC einging, um eine Kontrollbeteiligung zu erwerben.

Atlantic Aviation betreibt eines der größten Netzwerke von Fixed-Base-Operators in Nordamerika – das sind Einrichtungen, die an Flughäfen Betankungs-, Hangar-, Enteisungs- und Bodendienste für Privat- und Geschäftsflugzeuge anbieten. Diese Betriebe basieren auf langfristigen Flughafenkonzessionsverträgen an stark frequentierten Flugplätzen. Das Unternehmen hat auf über 100 Standorte in den USA expandiert und ist in die Karibik vorgedrungen. Der Gesamtmarkt konsolidiert sich derzeit um zwei dominierende Plattformen, Atlantic und Signature Aviation, wobei letztere im Jahr 2021 von Blackstone, Global Infrastructure Partners und Cascade privatisiert wurde.

Mit Realty Income hat KKR ein Joint Venture gegründet, das ein diversifiziertes Portfolio stabilisierter Net-Lease-Immobilien in Spanien, Irland, Polen und den Niederlanden betreiben wird. Der jährliche Cash-Netto-Betriebsertrag im ersten Jahr wird auf 67,7 Mio. Euro geschätzt. Von KKR beratene Fonds werden zunächst 528 Mio. Euro investieren, um einen Eigenkapitalanteil von 49% an dem Joint Venture zu erwerben. Reality Income behält die Mehrheit und wird das Portfolio über seine europäische Betriebsplattform verwalten.

Mein Fazit zu KKR: Ein klassischer KKR-Deal, bei dem Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, ohne die operative Führerschaft zu übernehmen. KKR fließen hieraus Managementprovisionen zu und so erhöht sich der Einnahmestrom weiter. Einfach klasse und das sollte sich irgendwann auch wieder in der Kursentwicklung niederschlagen.


Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10% zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5%. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Seitdem schwankt meine Depot weiterhin deutlich, kann sich aber von der Nullmarke nicht wirklich deutlich absetzen. Die letzte Woche brachte einen weiteren kleinen Rücksetzer um -0,5%.

Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -3,25% (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.


Mein Investor-Update zum Q2/2026 - (nicht mehr ganz) brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.

Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

2 Kommentare:

  1. Nu zur Ergänzung und besseren Verständlichkeit: Nokjeon-ri (im Almonty Absatz) ist ein Ort in Südkorea - der Absatz darüber bezog sich auf Ruanda

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    1. Danke für den Hinweis; ich habe den Part weiter nach hinten verschoben und noch ein, zwei Sätze ergänzt, damit keine Missverständnisse (mehr) auftreten.

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