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Samstag, 7. November 2026

Kissigs Wochenrückblick 45/2026: Die heftigsten Ausschläge in meinem Depot lieferten Comfort Systems, Deutsche Rohstoff, Quanta Services, Vincorion und GE Aerospace. Auf die politische blaue Welle folgte die blutrote Börsenwelle - mit einem Hauch von Panik?!

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ

Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 GE Areospace +7,4 %
📈 Verisk Analytics +4,5 %
📈 Costco +3,7 %
📈 KKR & Co. +2,4 %
📉 2G Energy -4,9 %
📉 Almonty Industries -7,2 %
📉 Vincorion -8,7 %
📉 Quanta Services -12,8 %
📉 Deutsche Rohstoff -15,2 %
📉 Comfort Systems -17,0 %

Die letzte Börsenwoche hatte es so richtig in sich: es gab ein Börsenbeben und das folgte auf das politische Beben in Washington. Denn Donald Trump und seine Republikaner haben bei den Midterms eine krachende Niederlage einstecken müssen: die Demokraten eroberten die Mehrheit in beiden Kongresskammern und zusätzlich noch eine Reihe von Gouverneursposten. Darunter auch den so wichtigen in Texas.

Die Reaktion der Börse(n) waren wechselhaft, aber auf jeden Fall volatil. Am Ende brachen KI-Aktien massiv ein, weil die Lesart der Börse ist, dass die Demokraten KI-Rechenzentren den Kampf angesagt hätten und deren Ausbaupläne nun reihenweise ausgemustert würden. Doch das ist völlig unrealistisch. So sagte die designierte neue Gouverneurin von Texas, Gina Hinojosa, bereits: "Texas war schon immer ein wirtschaftsfreundlicher Bundesstaat, aber was sich nun unter meiner Führung als Gouverneurin ändert, ist, dass es eine Partnerschaft sein muss, von der die Texaner profitieren". 

Es wird also keinen KI-Stopp geben, aber Betreiber werden ihre Netz- und Infrastrukturkosten selbst tragen, Wasserressourcen schützen und Kommunen früh an den Ausbauplänen beteiligen müssen. KI soll und muss mehr zu einem Miteinander als zu einem Gegeneinander werden. Und das ist im Grunde eine hervorragende Entwicklung, auch für die beteiligten Unternehmen. Denn so dürften die immer höher kochenden Proteste gegen Rechenzentren ordentlich an Kraft verlieren.

Des Weiteren zeigen Wählerbefragungen klar, wieso es zu dem "blauen Tsunami" kommen konnte. Die Amerikaner beklagen zuvorderst die stark gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie. Und sie sie haben sie als Ergebnis von Trumps Politik erkannt. Trumps Zollkriege haben die Preise massiv erhöht und sein Iran-Krieg die Energiepreise. Trump gibt dafür seinem Amtsvorgänger Joe Biden die Schuld, aber die Amerikaner haben aufgehört, seinen wahrheitswidersprechenden Aussagen Glauben zu schenken. Donald Trump hat sich selbst entzaubert!
"Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Menschen und Tieren besteht darin, dass Tiere nicht zulassen, dass der größte Idiot zum Rudelführer wird."
(Winston Churchill)
Die Mehrheiten im Kongress werden sich also ändern und auch aus den Bundestaaten wird Trump künftig viel mehr Gegenwind ins Gesicht blasen. Und Trump reagiert. Er will nicht etwa gemäßigtere Republikaner (wieder) auf seine Seite ziehen, die sich in den letzten immer öfter mit Kritik aus der Deckung gewagt haben, sondern Trump setzt auf die totale Konfrontation. Gleich als erste Amtshandlung nach der Wahlniederlage ersetzt Trump Stabschefin Susie Wiles durch ihren Stellvertreter Stephen Miller, den Strippenzieher hinter Trumps radikaler Abschiebepolitik und dem harten Kurs gegen Andersdenkende Bürger, Beamte, Militärs.

Es ist ein Akt der Verzweiflung. Trump will retten, was zu retten ist. Nicht für die USA, nicht für seine MAGA-Bewegung, nicht für die Republikaner. Nein, Trump kümmert sich nur um Trump. Stephen Miller ist Trumps Vollstrecker. Er soll so schnell wie möglich Trumps Agenda durchdrücken, vor allem aber Trumps Selbstbereicherung weiter absichern. Dafür bleiben erstmal nur wenige Wochen, denn der neue Kongress tritt am 3. Januar zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und ab dann sind die neuen Mehrheitsverhältnisse Realität. Aber erst ab dann! Solange wird Trump noch seine Trump-First-Agenda voll durchdrücken - und Miller wird es umsetzen. Egal wie, schließlich kann (und wird!) Trump ihn und alle anderen Steigbügelhalter am Ende einfach begnadigen.

Anstand, Moral, Charakter und Rückgrat sind unter Trump in den USA keine harten Währungen mehr.

Und dann? Trump ist noch zwei Jahre lang Präsident und er wird sich bestimmt nicht mäßigen. Er wird in diesen 26 Monaten und bis zum letzten Tag, bevor sein Nachfolger sein Amt antritt, mit Rücksichtslosigkeit und Gnadenlosigkeit agieren. Das muss jedem in den USA und in der Welt klar sein. Trump ist es egal, wie viel verbrannte Erde er hinterlässt. Er wird auch sich selbst begnadigen und was die Welt oder die Geschichte über ihn denkt, ist ihm ohnehin egal. Die Beförderung von Stephen Miller zeigt klar, dass Trump noch kompromissloser vorgehen will und wird, als bisher ohnehin schon. Und wir alle werden damit - erstmal - noch leben müssen.

Kalifornien stimmt gegen Reichensteuer

Fast nur am Rande bekam man mit, dass die Kalifornier die geplante Reichensteuer mit großer Mehrheit abgelehnt haben. Es sollte eine einmalige Vermögensabgabe geben, eine dieser geistesmatten Sozialismus-Spinnereien. Wirkung hat sie dennoch erzielt, denn es sind viele Milliardäre vorsorglich aus Kalifornien weggezogen und so sind die Steuerausfälle um ein Vielfaches höher, als die Neidsteuer eingespielt hätte. Noch dümmer ist, dass die Steuerausfälle natürlich nicht einmalig sind, sondern jetzt jedes Jahr im Steuersäckel des Bundesstaates fehlen - und die einmalige Mehreinnahme fällt auch aus, weil die Wähler nicht ganz so dumm sind, wie die Politiker denken. Eigentlich müsste man die Betreiber hinter der Steuer nun für die massiven Steuerausfälle zur (finanziellen) Verantwortung ziehen!

Back to Value

Technologieaktien kamen erneut mächtig unter Druck, auch ÖL- und Energiewerte und Rüstungsaktien brachen nicht selten zweistellig ein. Am Donnerstag erlebte die Nasdaq ihren schlechtesten Tag seit April 2025 und der Volatilitätsindex VIX schnellte auf den höchsten Wert seit Februar 2018 hoch. An nur einem Tag wurden knapp 3 Billionen Dollar an Börsenwert ausradiert.

Aber... es gab auch Gewinner. (Vermeintlich) sichere Häfen wurden angesteuert und klassische Value-Titel konnten sich über Geldspritzen freuen. Insbesondere Qualitätsunternehmen und solche mit soliden Burggräben gehörten zu den neuen Börsenlieblingen. Nachvollziehbar. Mal sehen, ob und gegebenenfalls wie lange diese neue Laune anhält. Denn der AI-Trade ist nicht am Ende, er wurde nur "entschleunigt". Und das ist sogar eine gute Nachricht. Denn die zuvor heiß gelaufenen Preise kühlen nun etwas ab. Und die äußerst angespannten Lieferketten für Chips und nachgelagerte Materialien können etwas durchatmen. Und natürlich haben auch die Kurse deutlich nachgegeben, was wieder (mehr) Raum für die künftige Kursentwicklung bietet.

Politische Börsen haben kurze Beine und Panik war noch nie ein guter Ratgeber.

Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 26 auf 22 Punkte erstaunlich wenig eingebrochen, signalisiert nun aber wieder "extreme Angst".


Nun der Blick in mein Depot, das in der letzten Woche eine starke Erholung zeigte, nachdem es zuvor wochenlang immer weiternachgegeben hatte.

Costco schnurrt wie ein Uhrwerk

Costco meldete für den Einzelhandelsmonat Oktober einen Anstieg des Nettoumsatzes um 12,6 % auf 30,0 Mrd. Dollar. Die vergleichbaren Umsätze im Fünfwochenzeitraum bis zum 4. Oktober stiegen um 11,1 % an, darunter um 12,6 % in den USA, um 4,9 % in Kanada und um 9,4 % in den übrigen internationalen Märkten. Die vergleichbaren E-Commerce-Umsätze schnellten im Monatsverlauf um 22,5 % in die Höhe.

Bereinigt um die Auswirkungen von Wechselkursen und Benzinpreisen stiegen die vergleichbaren Umsätze im Monatsverlauf um 7,3 %, darunter um 8,1 % in den USA. Damit performt Costco den Einzelhandelssektor insgesamt weiterhin deutlich aus.

Mein Fazit: Costco macht gute Geschäfte und das in jeder Wirtschaftslage. Das ist Resilienz! Und der Aktienkurs honoriert das inzwischen auch wieder mit erfreulichen Kurszuwächsen und der Kurs liegt seit dem Jahresstart um 22 % im Plus. Dank dieser relativen Stärke hat sich der Wert auch wieder an die Spitze meines Depots zurück gekämpft.

Verisk Analytics im Earnings Quickcheck: Wieder einfach stark abgeliefert

Verisk Analytics hat am 5. November 2026 seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und wusste zu überzeugen. Der Spezialist für Datenanalysen und Informationsdienstleistungen rund um die Versicherungswirtschaft konnte sein organisches Wachstum beschleunigen und den bereinigten Gewinn je Aktie deutlich steigern. Besonders erfreulich ist, dass die Dynamik nicht allein aus Preiserhöhungen oder Zukäufen stammt, sondern auch das operative Geschäft wieder an Fahrt gewinnt.

Der Konzern erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 809 Mio. Dollar und damit 5,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe lag das organische Wachstum sogar bei 7,4 % und damit verbesserte sich die Entwicklung auch gegenüber dem zweiten Quartal, in dem Verisk auf vergleichbarer Basis "nur" 5,6 % zugelegt hatte.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Abonnementgeschäft, das inzwischen rund 84 % der gesamten Erlöse ausmacht. Hier stiegen die Umsätze organisch um 8,2 %. Die transaktionsabhängigen Erlöse legten um 3,2 % zu und entwickelten sich damit ebenfalls besser als erwartet. Das zeigt, dass Verisk nicht nur von langfristigen Kundenverträgen profitiert, sondern auch bei zusätzlichen Dienstleistungen und einzelnen Geschäftsvorfällen Nachfrage generiert. 

Mein Fazit: Verisk ist eine Cashflow-Maschine mit schier unüberwindbarem Burggraben; KI wird hier zu zum Wachstumstreiber, nicht zur Bedrohung. Das Umsatzwachstum ist nicht außergewöhnlich stark, aber robust und profitabel - und es beschleunigt sich wieder organisch. Eine sichere und aussichtsreiche Wahl.

Rheinmetall im Earnings Quickcheck: Unter Rädern

Deutschlands führende Rüstungsschmiede Rheinmetall habe ich ja schon seit einigen Wochen nicht mehr im Depot, weil ich einerseits eine Entschleunigung bei der Auftragsvergabe (seitens der Regierung) sowie der Ummünzung in Umsätze und Gewinne befürchtet habe, während die Erwartungen weiterhin sehr hoch sind. Nun gab es eine Gewinnwarnung, die meine eingetrübte Sichtweise leider bestätigt hat. Und es könnte auch in den nächsten Monaten noch schwierig bleiben.

Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz stieg um 32 % auf 3,15 Mrd. Euro ggü. dem Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis konnte sogar um 62 % auf 553 Mio. Euro gesteigert werden, was die operative Marge von 14,8 % auf 17,5 % wachsen ließ. Der Auftragseingang war mit 2,9 Mrd. Euro ebenfalls auf einem guten, wenn auch leicht niedrigerem Niveau. Doch der operative freie Cashflow blieb trotz des weiteren Aufbaus von Vorräten und der angepassten Investitionstätigkeit mit minus 82 Mio. Euro deutlich negativ, allerdings stark verbessert gegenüber dem Vorjahresquartalswert von minus 168 Mio. Euro.

Soweit lief alles noch irgendwie nach Plan, aber dann… kappte Rheinmetall die Jahresprognosen. Begründet wurde dies mit zwei verzögerten Aufträgen: Beim Panter-Projekt Arminius wird nun nicht mehr mit dem Auftragseingang noch in 2026 gerechnet, so dass die mit dem Projekt verbundenen Anzahlungen und Umsatzbeiträge in das neue Jahr verschoben werden.

Zudem werden sich im Bereich Waffe und Munition im vierten Quartal, insbesondere in der Zusammenarbeit mit der niederländischen Firma Destinus, "nicht alle ursprünglich avisierten Umsatzchancen im laufenden Geschäftsjahr realisieren lassen", erklärte Rheinmetall. Für das Geschäft mit Artilleriemunition ist jetzt absehbar, dass es zu Verzögerungen bei Losabnahmen kommen wird. Auch diese Umsätze werden sich demensprechend ins Jahr 2027 verschieben.

Als Folge muss Rheinmetall eine Anpassung der Gesamtjahreserwartung vornehmen und peilt für den Umsatz nunmehr rund 13,2 Mrd. Euro an statt der bisher avisierten 13,7 bis 14,2 Mrd. Euro. Die operative Marge sinkt entsprechend leicht auf den Wert von rund 18,5 % von bisher rund 19 % und das wird durch den nun geänderten Produktmix des Jahresumsatzes erklärt.

JPMorgan hat nach dem Gewitter das Kursziel für Rheinmetall von 1.350 auf 1.150 Euro gesenkt und bleibt "neutral" für die Akte. Immerhin sei es die fünfte Umsatz- oder Gewinnwarnung binnen elf Monaten, aber es wachsen auch die Zweifel an den Zielen für die zahlreichen Gemeinschaftsunternehmen, die seit Oktober 2024 avisiert wurden. Obwohl diese Strategie nicht falsch sei, lägen die Ziele aber wohl unrealistisch hoch. Es sei davon auszugehen, dass beim Kapitalmarkttag am 27. November auch die Ziele für 2030 korrigiert werden müssten - vermutlich sogar deutlich.

Meine Einschätzung: Die Erwartungen an Rheinmetall waren einfach zu hoch. Seitens der Börse, aber auch das Management selbst war zu optimistisch. Dabei läuft der Megatrend "ReArm Europe" weiter auf Hochtouren und wird in den nächsten Jahren und vielleicht Jahrzehnten für volle und weiter anschwellende Auftragsbücher sorgen.

Aber der Krieg in der Ukraine und der im Nahen Osten zeigen, wie schnell sich die Waffentechnik heute ändert. Und die Streitkräfte aller Länder versuchen, sich in Höchstgeschwindigkeit anzupassen. Das läuft den eigentlich mehrjährigen Beschaffungszyklen im Rüstungssektor zuwider und "Anpassungsschmerzen" sind und bleiben real.

Dabei stimmen die Perspektiven weiterhin, die Geschwindigkeit wurde allerdings gedrosselt. Rheinmetall wird weiterhin profitieren, aber die zu hohen Erwartungen wurden und werden aus der Aktie ausgepreist.

Auch du, Vincorion?

Der Kurseinbruch bei Rheinmetall hat mich also nicht getroffen, aber auch Vincorion musste Federn lassen. Zahlen oder Meldungen gab es keine; die Aktie geriet einfach in den sektorweiten Ausverkauf und auf dem Kursniveau ist die Aktie auch für Neueinsteiger attraktiv.

Comfort Systems, Quanta Services, Deutsche Rohstoff - einfach niedergeknüppelt

Die Aussicht auf eine Entschleunigung des AI-Booms und deutlich gefallene Ölpreise haben meine drei "KI-nahen" Aktien allesamt zweistellig einbrechen lassen. Während meine Position bei der DRAG relativ groß ist, hatte ich bei Comfort Systems und Quanta Services vor einiger Zeit meinen Bestand etwas reduziert - und habe ihn nun wieder erhöht. Allerdings nicht (ganz) zu den Tiefstkursen, so dass die Aufstockung meinem Depot doppelt zugesetzt hat. Aber irgendwas ist ja immer...

Ach ja, auch Comfort Systems reagiert auf den Kurseinbruch und hat das Volumen seines Aktienrückkaufprogramms auf 1 Mio. Aktien erhöht. Die vorherige Ermächtigung umfasste bis zu 11.757.964 Aktien, von denen bis zum 4. November 2026 bereits 11.752.570 Aktien zurückgekauft worden waren.


Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10 % zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5 %. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Nachdem das 3. Quartal bei -4,75 % aus dem Rennen ging, folgte zum Start ins 4. Quartal eine deutliche Erholung, aber dann ging es heftig abwärts. Und nach der starken Erholung in der Vorwoche, büßte mein Depot nun alle diese Gewinne wieder ein und schleppte sich mit -4 % durchs Ziel. 

Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -12,75 % (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.


Mein Investor-Update zum Q3/2026 - brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.

Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

2 Kommentare:

  1. Hallo Michael, kannst Du Dir den Einbruch bei Landbridge erklären? Die hast Du doch auch auf der Beobachtungsliste und/oder im Depot. Auf "finanznachrichten.de" finde ich gar nichts dazu. Viele Grüße von Georg!

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    1. Moin Georg,
      das dürfte mit den Sorgen über einen Stopp bei den KI-Rechenzentren zusammenhängen, denn LandBridge als auch Texas Pacific Land setzen ja auf genau solche Datacenter auf ihren Grundstücken. Zuvor war Fantasie in den Kursen enthalten, nun wurde die komplett abgelassen. Aber auch das dürfte eine Übertreibung nach unten sein. Ich denke, viele Unternehmen werden sich in den nächsten Tagen und Wochen zu Wort melden und auf konkrete Projekte und Planungen eingehen. Alleine schon, weil sie von vielen Seiten (Aktionäre, Analysten) mit Fragen bombardiert werden dürften.

      Frei nach Shakespeare: Viel Lärm um wenig...

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