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Montag, 17. Oktober 2016

Deutsche Beteiligungs AG übertrifft Gewinnprognose um mehr als 20 Prozent

Der Asset-Manager Deutsche Beteiligungs AG hat heute vorab seine ungeprüften Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2015/2016 vorgelegt, das am 30. September beendet war. Entgegen der bisherigen Prognosen, wonach ein um mindestens 20% über dem Vorjahresergebnis von €27 Mio. liegendes Ergebnis in Höhe von €40 Mio. angepeilt war, zeichnet sich nun ein noch deutlich erfolgreicheres Bild. Denn nun wird das Ergebnis zwischen €48 Mio. und €52 Mio. landen und damit noch einmal um 20 Prozent über den vorherigen Prognosen. Damit wird die DBAG im abgelaufenen Geschäftsjahr annähernd eine Gewinnverdopplung verbuchen können!

Dem Grunde nach überraschen die Ergebnisse nicht, denn bei Vorlage der Nun-Monatszahlen war bereits klar, dass das dritte Quartal ein negativer Ausrutscher war aufgrund des gerade erfolgten Brexit-Schocks. Schon damals hatte der Vorstand seine Jahresprognose bestätigt und ich hatte ausführlich erläutert, weshalb dieser Quartalsverlust enorme Gewinnpotenziale offenbarte. Kurze Zeit später zog die DBAG eine erfolgreiche Kapitalerhöhung durch, um die sich bietenden Marktchancen mittels zusätzlicher Co-Investments noch besser nutzen zu können. Und auch dieses reibungslose Einsammeln frischen Eigenkapitals war ein Zeichen, dass Investoren sehr wohl die hervorragende Wertschöpfung in der DBAG erkennen.

 DBAG (Quelle: finanzen.net) 
Ganz wesentlicher Treiber des Jahresergebnisses war das vierte Quartal und dabei das Bewertungsergebnis. Denn die DBAG bilanziert nach IFRS, daher werden zum jeweiligen Quartalsende die gehaltenen Beteiligungen zu Marktpreisen bewertet. Und die Börsen haben sich seit dem letzten Bewertungsstichtag am 30. Juni deutlich erholt, insbesondere auch die Londoner.

Verstetigte Dividendenpolitik
Auf die Dividendenhöhe hat das erneute Übertreffen der Prognosen keine  unmittelbare Auswirkung. Der Vorstand geht unverändert davon aus, dass der Vorschlag an die Hauptversammlung mindestens auf der Höhe der Dividende des vorangegangenen Geschäftsjahres liegen wird, die €1,00 je Aktie betragen hat. Hintergrund ist, dass die DBAG ihr Dividendenpolitik "verstetigen" möchte. Anstelle der bisherigen Aufteilung in eine Basis- und eine Sonderdividende soll künftig eine einheitliche und stabile Dividende gezahlt werden. Diese soll dann - wann immer möglich - kontinuierlich erhöht werden wie bei den großen Vorbildern, den Dividendenaristokraten.

Meine Einschätzung
Die Deutsche Beteiligungs AG ist weiterhin äußerst erfolgreich am Markt unterwegs. Ihre Ausrichtung als Asset-Manager, der Beteiligungs-Fonds auflegt und sich an diesen über Co-Investments auch selbst beteiligt, funktioniert hervorragend. Dabei ist das Risiko begrenzt, während die breite Diversifikation im DBAG-Portfolio die Aktie zu einem "Best-of-Deutscher-Mittelstand-Investment" macht. Die vorgelegten Ergebnisse zeigen, welches Potenzial im DBAG-Ansatz steckt - und damit in der Aktie.

Ich habe die DBAG auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot und die Aktie dürfte auch in den nächsten Jahren ihren Anlegern noch viel Freude bereiten. Sie nimmt zurecht einen Anlauf auf neue Allzeithochs, die bisher Anfang 2015 bei knapp über €34 erzielt wurden, als die bis dahin größte Beteiligung, die Homag AG, äußerst gewinnbringend veräußert werden konnte. Und über €34 steht der Himmel weit offen...

2 Kommentare:

  1. Marco Börnsen22.10.16, 18:47

    Abgesehen von dem starken Kursanstieg im Vorfeld der Rekordausschüttung wegen des Homagverkaufs im Frühjahr 2015 zeigt der Kursverlauf der DBAG stetig nach oben. Das Geschäft scheint relativ stetig und gut kalkulierbar zu sein und immer mehr Erträge abzuwerfen. Das sieht nach einer interessanten Buy-and-Hold-Aktie aus bei gleichzeitig moderaten Risiken. Werde mir wohl ein paar Aktien für die Rente ins Depot legen.

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    1. Moin Marco,
      die DBAG ist keine Spurter, so viel ist mal sicher, es ist ein Investment auf Zeit für geduldige Anleger. Man kauft sich in ein Unternehmen ein, dass eigentlich eine klassische Mittelstandsholding ist, nur dass die Struktur wegen der Fonds natürlich atypisch ist. Schaut man auf erfolgreiche Familienunternehmen, dann sind diese Familien ja langfristig investiert und bauen sukzessive ihr Vermögen aus. Wie die Oethers, die Quandts, die Albrechts, die Schwarzs (Lidl) oder die Ottos. Und das funktioniert auch im Kleinen, beim Mittelstand. Und genau hier, bei den mittelständischen Betrieben, da kauft sich die DBAG ein, in das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Und mit einem Investment in die DBAG hat man die Möglichkeit, selbst einen Anteil hieran zu erwerben und diesen sich dann entwickeln zu lassen. Denn investieren ist, wie einen Baum zu pflanzen...

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