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Samstag, 14. Februar 2026

Wochenrückblick 07/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Texas Pacific Land, Comfort Systems, LendingClub, Rocket Lab, SoFi. Finanzwerte spielten den Blues...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...


Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 Texas Pacific Land +17,6 %
📈 Comfort Systems +8,5 %
📈 ESCO Technologies +4,6 %
📈 Quanta Services +2,7 %
📉 Palantir -5,4 % 
📉 Alphabet -5,8 %
📉 Apollo Global -6,4 %
📉 SoFi Technologies -6,4 %
📉 RocketLab -7,3 %
📉 LendingClub -8,3 %

Es war eine eine weitere ruckelige Börsenwoche. Die Anleger haben sich neue Branchen herausgepickt, die vermeintlich von KI disruptiert werden und deren Aktien auf Talfahrt geschickt.

Inzwischen ist jeder ein KI-Experte, ich natürlich auch. Naja, nicht wirklich. Muss ich auch nicht. Ich muss nicht en Detail verstehen, wie und wann KI voll durchschlägt, ich muss nicht erklären können, welches Model besser ist als die anderen und warum. Bei Google konnte auch niemand wirklich sagen, weshalb gerade diese Suchmaschine alle anderen an die Wand spielt - aber das musste man auch nicht. Als sich der Siegeszug abzeichnete, war noch immer genügend Zeit, die Aktie zu kaufen. Gut 25 Jahre lang, um genau zu sein. Und egal, wann man bei Google bzw. Alphabet zugegriffen hat, man steht jetzt fett im Plus. Naja, nicht, wenn man vor zwei oder drei Tagen erst eingestiegen ist. Das wird dann eben noch ein bisschen dauern mit den Raketenrenditen.

Man sollte es mit Warren Buffett halten. Der sagt, es sei wichtig, innerhalb seines Kompetenzkreises zu bleiben und ausschließlich dort zu investieren. Und es sei nicht entscheidend, wie groß dieser Kompetenzkreis sei, sondern dass man seine Grenzen kenne.
KI fällt nicht in meinen Kompetenzkreis, ganz sicher nicht. Aber das hindert mich nicht daran, darüber nachzudenken, welche Branchen unter KI leiden werden, welche Geschäftsmodelle, welche Burggräben disruptiert werden dürften. Und welche Branchen und Unternehmen eher untangiert bleiben oder sogar zu den Profiteuren gehören werden. Egal, welche KI nun die besten Ergebnisse liefert. Also denke ich nach und nehme ggf. Depotumstellungen vor; ich senke Risiken und nutze Chancen. Und ich überdenke meine Ergebnisse und Erkenntnisse, denn die Entwicklung ist im Fluss.
"Wir neigen dazu, die Auswirkungen einer Technologie kurzfristig zu überschätzen und langfristig zu unterschätzen."
(Roy Charles Amara)
Wichtig ist dabei, immer "Amaras Law" im Blick zu behalten. Was die Börse aktuell nicht tut. Sie spielt KI-Disruption, als würden bereits morgen die etablierten Software-Firmen durch KI ersetzt worden sein, keine Kunden mehr haben, keine Umsätze mehr machen und schon gar keine Gewinne. Das ist natürlich Blödsinn. KI wird hier Wirkungstreffer erzielen, aber in den nächsten Monaten und Jahren eher kleine. Je länger die Entwicklung anhält, desto stärker werden die Einschläge allerdings. Aber auch nicht überall, es kommt eben auf das Businessmodell an und ob ein Burggraben verteidigungsbereit bleibt. Hohe Wechselkosten sind so ein Burggraben; die drei anderen gängigsten sind Preissetzungsmacht, niedrige Produktionskosten und Netzwerkeffekte
Es lohnt sich, diesen KI-Realitätscheck durchzuführen. Die meisten Anleger tun das nämlich nicht und deshalb bieten sich bei panisch runtergeknüppelten Aktien ab und zu echte Schnäppchen - irgendwann wird die Börse erkennen, dass sie hier übertrieben hat und eine Gegenbewertung starten. Man muss nicht den absoluten Tiefpunkt erwischen (das klappt nach meiner Erfahrung eh nicht), aber Top-Unternehmen billiger einkaufen zu können, ist ein ziemlich guter Renditebringer.

Dennoch: die hohe Volatilität der Börsen fühlt sich heftig an. Und dich notiert der S&P 500 Index nur leicht unterhalb seines Allzeithochs. Krass! Allein in den letzten acht Handelstagen sind 115 Aktien im S&P 500 an einem einzigen Tag um 7 % oder mehr gefallen. So etwas gab es seit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 nicht mehr und üblicherweise liegt der durchschnittliche Börseneinbruch in solchen Fällen bei 34 %. Doch, wie gesagt, wir liegen aktuell nur 1,5 % unter dem Allzeithoch. Und das liegt natürlich an der hohen Konzentration im Index, wo eine Handvoll Werte mehr als 50 % der Gewichtung ausmachen - und diese "best of Mag 7" schlagen sich ziemlich wacker.

Daneben schlagen sich die KI-Schaufelverkäufer weiterhin prächtig, wie Comfort Systems oder Vertiv Holdings. Und auch Serial Aquirer mit Preissetzungsmacht (jenseits der Softwarebranche), wie ESCO Technologies oder TransDigm. Was allerdings gar nicht läuft, ist die Finanzbranche. Also kursmäßig; operativ gibt es (fast) nichts zu meckern.

Der Fear-and-Greed-Index ist von 45 auf 36 Punkte weiter gefallen und signalisiert nun wieder "Angst".


Nun der Blick in mein Depot, das in dieser Woche auch noch den verbliebenen Rest der bisherigen Jahresgewinne wieder abgegeben hat.

Mit am stärksten hat es - erneut - meine Alternativen Asset Manager Apollo und KKR getroffen. Auch hier hat der KI-Überlebenstest gewütet, nicht nur im Bereich Software/SaaS. Dabei kommen einige ziemlich unter die Räder und so erwischte es auch die Kurse von Business Development Companies mit überdurchschnittlichem Software-Exposure, aber eben auch und sogar noch stärker die Muttergesellschaften wie Apollo Global, KKR oder Ares Management.

Ich wiederhole meine Einschätzung von letzter Woche:
"Einige Anleger scheinen den Schluss zu ziehen, dass die Software-Beteiligungen in den Portfolios der Finanzinvestoren weniger wert sein könnten oder müssten, wenn diese mal verkauft werden. Und fallende Kurse lassen weitere Anleger ihre Aktien verkaufen, da geht es nicht um Nachdenken oder Risikobewertung, sondern um Panikverkäufe. Und bekanntlich sind Angst und Gier die treibenden Faktoren für die Börsenkurse – daher schauen wir mal unemotional auf die Lage und bewerten, ob wirklich Risiken bestehen und ob der Markt diese korrekt erfasst.

Asset Manager verdienen ihr Geld durch Provisionen: das Managen der Assets erzeugt einen relativ stetigen Gebührenstrom, während dann die Erfolgsprovisionen on top kommen, wenn erfolgreiche Exits gelingen. Diese Exits sind aber bereits seit 2022 weitgehend aus den Kursen der Finanzinvestoren ausgepreist, da das Rekordniveau von 2021 seither nicht annähernd wieder erreicht worden ist. Inzwischen gibt es immer häufiger Sekundärtransaktionen und es werden verstärkt Börsengänge ins Auge gefasst. 2026 könnte das Jahr der IPOs werden. Für die Finanzinvestoren ist der Exit-Weg ziemlich egal, solange der Preis stimmt.

Zum Business der Finanzinvestoren gehört Verkaufen und Kaufen. Wenn die Preise für Targets und/oder ganze Branchen sinken oder steigen, hat das auf beiden Enden der Gleichung Konsequenzen. Es kommt entscheidend auf die Qualität der Asset Manager an. Sie müssen attraktive Assets identifizieren und einen Plan haben, wie sie dort Werte heben können. Durch Kostensenkungen, Umstrukturierungen, Add-on-Käufe usw. Der Verkaufspreis wird erst am Ende des Prozesses interessant und ist nicht von Anfang an die Zielgröße, die die Attraktivität des Targets bestimmt. Im Idealfall agieren die Finanzinvestoren antizyklisch und kaufen in den Weltregionen und den Branchen ein, wo Stress herrscht und die Preise niedrig sind. Und sie verkaufen dort, wo das Interesse hochschießt und mit ihm die Preise.

Die Großen der Branche haben hier echte Wettbewerbsvorteile gegenüber den Kleinen aufgrund von Kostenvorteilen, Branchenkenntnissen und Finanzpower. KKR und Apollo gehören zur Weltspitze und sind daher erste Wahl."
Nachdem KKR vor einigen Tagen saustarke Zahlen vorgelegt hatte und dies mit einem Kurseinbruch quittiert wurde, dachte sich Apollo Global "das kann ich auch". Dabei zeigten die Zahlen zum 4. Quartal 2025, dass die Vermögensverwaltungsmaschine weiter auf Hochtouren läuft: Die gebührenbezogenen Erträge (FRE) stiegen im Jahresvergleich um 25 % auf einen Rekordwert von 690 Mio. USD, angetrieben durch ein massives Wachstum des verwalteten Vermögens und starke Kapitalverwaltungsgebühren. Dies war auf einen Anstieg der Verwaltungsgebühren um 27 % (942 Mio. USD) und starke Gebühren für Kapitalmarktlösungen (226 Mio. USD) zurückzuführen. Die FRE-Marge bleibt trotz Wachstumsinvestitionen mit 55,5 % robust. Mit einem Anstieg der Verwaltungsgebühren um 27 % gegenüber dem Vorjahr und Rekordgebühren im Bereich Kapitalmarktlösungen wächst der kapitalarme Teil des Geschäfts schneller als der bilanzielle Teil.

Die Situation bei den Altersvorsorgedienstleistungen (Athene) ist jedoch kompliziert. Während die Volumina enorm sind (97 Mrd. US-Dollar an Neugeschäft), sinkt die Rentabilität pro Einheit. Die Spread Related Earnings (SRE) stiegen im Jahresvergleich nur um magere 3 % und gingen sequenziell zurück, da sich der Net Investment Spread von 1,37 % auf 1,20 % verringerte. Das Unternehmen ist zwar bei Volumen und Gebühren erfolgreich, aber die "Spread"-Arbitrage wird schwieriger.

Die Gesamtkosten nach GAAP stiegen im vierten Quartal von 3,7 Mrd. USD im Vorjahr auf 8,1 Mrd. USD, was vor allem auf zinsempfindliche Vertragsleistungen und Versicherungsleistungen zurückzuführen ist. Dies ist zwar teilweise auf Buchhaltungseinflüsse zurückzuführen, unterstreicht jedoch die Kostenintensität der Versicherungsskalierung.

Unterm Strich erzielte Apollo allein im 4. Quartal einen Rekordumsatz von 97 Mrd. USD und für das Gesamtjahr 2025 belief sich der Umsatz auf 309 Mrd. USD. Die Fähigkeit zur Generierung von Neugeschäft ist der Engpass der Branche, aber Apollo hat dieses Problem gelöst. Die AuM erreichten mit 938 Mio. USD (+25 %) einen neuen Rekordwert und nähern sich der "magischen Marke" von 1 Billon USD.

Das bereinigte Nettoergebnis je Aktie stieg im 4. Quartal um 11 % auf 2,22 USD. Der Jahresgewinn je Aktie stieg um 13 % auf 8,38 USD gegenüber 7,43 USD im Geschäftsjahr 2024. Trotz der Stagnation im Bereich SRE bleibt die Ertragskraft dank des Booms im Bereich FRE und der Erholung der Erträge aus Kapitalanlagen intakt.

Und das ist noch nicht alles. Für 2026 prognostiziert Apollo ein Wachstum von "über 20 % FRE" im Bereich Vermögensverwaltung, wobei 75 % der Einnahmen aus Kerngeschäften und der Rest aus neuen Initiativen erwartet werden. Für 2026 wird ein SRE-Wachstum von 10 % erwartet, was das durchschnittliche jährliche Wachstumsziel von 10 % bis 2029 bestätigt. CEO Marc Rowan erklärte: "Sie sollten für 2026 mit Zuflüssen in Höhe von etwa 85 Mrd. USD rechnen, von denen mehr als 5 Mrd. USD aus Märkten stammen werden, in denen wir vor 18 Monaten noch nicht vertreten waren." Rowan hob hierzu Apollos Expansion von einem einzigen institutionellen Alternativ-Portfoliomarkt hin zu sechs unterschiedlichen Märkten hervor, darunter Privatkunden, Versicherungen, institutionelle Kunden im Bereich Fremd- und Eigenkapital, traditionelle Vermögensverwalter und der 401(k)-Markt. "Jeder dieser Märkte hat das Potenzial, ungefähr die gleiche Größe wie unser ursprünglicher Markt zu erreichen", sagte Rowan und unterstrich die Produkt- und Technologieinvestitionen für jeden einzelnen Markt.

Ich bin investiert und ich bleibe es. Apollo Global läuft wie am Schnürchen und alle Wachstumstrends sind intakt. Nur der Kurs spielt nicht mit. Noch nicht. Aber solche Phasen gibt es bei Wachstumswerten immer mal wieder. Die sollte man aussitzen und sich die Rendite auf lange Sicht ansehen. Ganz entspannt...

Zurück im Depot ist Texas Pacific Land. Die Öl-Nachfrage ist hoch, die Preise unter Druck. Aber der KI-Rechenzentrum-Case wird valider. Nachdem immer mehr Regionen bei KI-Rechenzentren entschleunigen, bietet sich West-Texas als idealer Standort geradezu an: es ist Energie vorhanden und kannibalisiert nicht Privat- und Geschäftskunden, Wasser ist ebenfalls verfügbar (für die Kühlung), das es für das Fracking ohnehin benötigt wird und sechsmal so viel Wasser aus dem Boden gefördert wird wie an Öl hochkommt. TPL baut hier ein Recyling und eine Wasserinfrastruktur auf, die zusätzliche Erlösströme bieten. Und dann das: Ende 2025 investierte TPL 50 Mio. USD in Bolt Data & Energy, ein Unternehmen, das von dem ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt mitbegründet wurde und geführt wird. Schmidt hat kürzlich das Ziel von 10 GW Rechenzentrums-Kapazität auf TPL-Grundstücken verkündet. Und KI-Rechenzentren sind nicht nur Energie- und Wasserabnehmer, sondern auch für das Land werden Royalties fällig. TPL erschließt sich also weitere Erlösquellen und das auf demselben Land.

Was die Bewertung angeht, sieht die Aktie noch immer ziemlich teuer aus. Das KGV ist hoch und andere Energieunternehmen werden günstiger bewertet. Allerdings hinkt der Vergleich, wenn man nicht andere Aspekte in die Gleichung mit einbezieht. Denn TPL ist nettoschuldenfrei und wenig kapitalintensiv. Was an Cashflow einspielt, hat man weitgehend frei zur Verfügung; es ist ein Asset-light-Business. Zudem hat man kaum ein operatives Risiko, da man als Land- und Mineral Rights-Owner nicht selbst bohren und produzieren muss. Ein purer Royalty-Play und die höhere Bewertung ist daher nicht nur verdient, sondern geradezu normal.

Und dann habe ich noch den Kursabsturz bei Palantir Technologies genutzt, um mich hier einzukaufen. Ein glasklarer Gewinner der KI-Entwicklung, aber weiterhin sauteuer. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist atemberaubend und war bisher immer der Grund, weshalb ich mich hier zurückgehalten habe. Doch das Umsatz- und Gewinnwachstum ist phänomenal und die vielen neuen Kunden haben meistens zuerst kleine Pakete, die in kurzer Zeit deutlich aufgestockt werden. Und an Palantir kommt kaum ein Unternehmen vorbei, das es ernst meint mit der Nutzung von KI.

Ich werde hier meinen Investmentcase noch genauer vorstellen; solange könnt ihr euch die Analyse von Max Rahn anschauen, die er vor anderthalb Jahren hier im Blog als Gastartikel hinterlassen hat - die Aktie steht heute viermal so hoch und rückblickend wäre es natürlich ziemlich erträglich gewesen (kleines Wortspiel), wenn ich mich damals nicht von dem "Kurs-Umsatz-Monster" hätte abhalten lassen.

Mein Vermögen hatte am ersten Januartag schon mal um +1,0 % zugelegt und nach den beiden ersten vollen Handelswochen des Jahres ein sattes Plus von 10,0 % verbucht. Seitdem geht es wieder abwärts und nachdem die letzten drei Wochen -2,75 %, -3,0 % und -3,0 % erzielten, ging es nun um weitere -1 % bergab. Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei +/-0,0 % (YTD).

Die von Trump bewusst lancierte Dollarschwäche belastet US-Werte auf Euro-Basis im Jahr 2025 mit rund 12 %. Ich gehe davon aus, dass diese Tendenz auch in 2026 anhalten wird, wenngleich nicht derselben Größenordnung. Da ich einen hohen Anteil an US-Werten im Depot halte (knapp 75 %), wirkt sich die Dollarschwäche natürlich entsprechend negativ auf meine Performance aus.


Mein Investor-Update zum Q4/2025 - nicht mehr ganz brandneu, aber in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15 % pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20 %, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20 % pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10 % pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position. Mein Weltraumabenteuer Rocket Lab gehört definitiv in diese Kategorie. Selbst wenn ich als jahrzehntelanger Fan von Star Wars und Star Trek hier durchaus Insiderwissen habe... ツ
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

1 Kommentar:

  1. Palantir ist natürlich moralisch äußerst heikel... für Dich, lieber Michael, ein Thema oder ganz egal?

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