▶ ÜBERSICHT | THEMENSCHWERPUNKTE

Samstag, 28. Februar 2026

Wochenrückblick 09/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Almonty, KKR, Apollo Global, LendingClub und SoFi. Finanzwerte floppten, Rohstoffaktien rockten...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Börsenweisheit des Tages | 28.02.2026

"Über lange Zeiträume werden starke Geschäftsentwicklungen zu starken Investmententwicklungen."
(Bill Ruane)

Freitag, 27. Februar 2026

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Nemetschek: Make Bausoftware sexy again

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 05/2026 vom 25.02.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Ionos, Nemetschek, Secunet Security Networks

Börsenweisheit des Tages | 27.02.2026

"Manchmal sind die besten Performer in Deinem Portfolio jene Aktien, die Du bereits sehr lange Zeit besitzt."
(Daniel Loeb)

Donnerstag, 26. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 26.02.1995 ging die Barings Bank Bankrott, nachdem der Derivatehändler Nick Leeson 1,4 Milliarden Dollar der "Bank der Queen" verzockt hatte

Am 26.02.1995 ging die traditionsreiche britische Investmentbank Barings Bank spektakulär bankrott. Ursache waren massive Fehlspekulationen und systematische Manipulationen ihres Derivatehändlers Nick Leeson in Singapur. Der Zusammenbruch gilt bis heute als einer der folgenreichsten Fälle von Kontrollversagen in der modernen Finanzgeschichte. Er offenbarte nicht nur die Risiken des damals expandierenden Derivatehandels, sondern auch gravierende Schwächen in der internen Governance selbst renommierter Finanzinstitute.

Dass es gerade die altehrwürdige Barings Bank traf, die den inoffiziellen Titel "die Bank der Queen" trug, birgt dabei schon Züge von Ironie...

Börsenweisheit des Tages | 26.02.2026

"Ein Schnäppchen, das ein Schnäppchen bleibt, ist kein Schnäppchen."
(Martin Whitman)

Mittwoch, 25. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 25.02.1901 übernahm J.P. Morgan das Stahlimperium von Andrew Carnegie und schuf mit U.S. Steel den absoluten Marktdominator

Am 25.02.1901 entstand mit der United States Steel Corp. ein Unternehmen von bis dahin unbekannter Größenordnung, das bereits beim Start zwei Drittel des US-Stahlmarkts beherrschte. Hinter diesem Zusammenschluss standen drei Schlüsselfiguren der amerikanischen Industrialisierung: der Finanzier John Pierpont Morgan, der Stahlindustrielle Andrew Carnegie und der Manager Elbert H. Gary.

Der Erwerb von Carnegies Stahlimperium durch J. P. Morgan gilt als Wendepunkt in der Geschichte des modernen Großkapitalismus. Aus einer fragmentierten Branche entstand ein Industriegigant, der über Jahrzehnte hinweg die amerikanische und teilweise auch die globale Stahlproduktion prägte. Bis heute – auch wenn der Glanz längst ab ist und sich die Stahlindustrie in den westlichen Industrienationen auf dem absteigenden Ast befindet und inzwischen selbst zum Übernahmeziel geworden ist. Selbst Morgans Stahlgigant U.S Steel...

Börsenweisheit des Tages | 25.02.2026

"Das Investmentgeschäft erfordert die Bereitschaft Risiken einzugehen und den Willen Erträge zu generieren. Das kannst du nicht, solange du keinen ausgeprägten Appetit auf Risiko hast."
(Daniel Loeb)

Dienstag, 24. Februar 2026

Kissigs Kloogschieterei: Back to Value

In früheren Zeiten haben sich Technologieaktien und Valuewerte in mehrjährigen Zyklen abgewechselt und wenn die eine Gruppe einige Jahre lang outperformt hatte, wechselten die Favoriten. Ein weitgehend vorhersagbares Muster.

Doch nach der Globalen Finanzkrise 2008/09 änderte sich das Spiel: Technologieaktien zogen schier unaufhaltsam davon, während klassische Unternehmen kaum von der Stelle kamen. Und so fuhren viele erfolgreiche Value Investoren schlechte(re) Ergebnisse ein und auch wenn sie durchaus Gewinne erzielten, blieben sie doch zumeist weit hinter ihren technologieaffinen Wettbewerbern zurück.

"Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich", heißt es. Und so wurde immer wieder eine bevorstehende Trendumkehr ausgerufen, wann immer die Börsen einen neuen Höchststand markierten und die Technologieaktien neue Bewertungsmaßstäbe setzten. Zuletzt war die immer stärker zunehmende Konzentration der Magnificent 7 im S&P 500 der Grund für den Abgesang auf die endlose Technologie-Hausse – und nun scheint es wirklich soweit zu sein. Dank KI.

Sicher, Künstliche Intelligenz ist ein Technologiethema und viele Technologiefirmen profitieren. Aber auch die Anwender von KI werden zunehmend zu Gewinnern, weil sie rationalisieren können, mit weniger Personal auskommen, schlanker, effizienter werden. Sie bauen ihre Margen aus und damit ihre Gewinne. Jedenfalls die Unternehmen, die nicht von KI disruptiert werden.
Und so erleben wir seit einiger Zeit ein Umdenken: Geld wird aus Technologiewerten abgezogen und in klassische Value-Branchen investiert. Seit dem Jahresstart liegt der Energiesektor mit einem Zuwachs von +20% klar vorne, gefolgt von Rohstoffen mit +17%, defensiven Konsumwerten mit +15% und Industrieunternehmen mit +11%. Die Informationstechnologie hinkt mit -3% klar hinterher und (beinahe) nur die Finanzwerte mit -6 % schneiden noch schlechter ab. Und der Absturz vieler geliebter und gehypter Technologiewerte geht ungebremst weiter, weil Anthropic mit seinem Claude Opus KI-Tool - gefühlt - an jedem neuen Tag ein weiteres Geschäftsmodell killt.

Folge einfach dem Geld

Anleger sollten dem neuen Narrativ aber nicht blind hinterherlaufen. Es gilt, wie immer: erst denken, dann handeln! Man sollte (nur) die Werte im Depot haben, die auf mittlere und lange Sicht absehbar Umsatz und Gewinne steigern können. Also nicht dem Hype hinterherlaufen oder dem neusten Trend, sondern den erkennbaren Profiteuren. Egal, ob sie dem Technologiesektor oder einer klassischen Branche angehören. Qualität gewinnt auf lange Sicht immer und überall. Man muss diesen Unternehmen - und ihren Aktien - nur auch die Gelegenheit geben, ihre Qualitäten auszuspielen. Geduld ist ein wesentlicher Schlüssel in der Börsenerfolsgleichung.

Alles Gute für euer Geld!
Michael C. Kissig

Börsenweisheit des Tages | 24.02.2026

"Ökonomen nutzen Nachkommastellen in ihren Vorhersagen, um ihren Sinn für Humor zu demonstrieren."
(Charles Brandes)

Montag, 23. Februar 2026

Börsenweisheit des Tages | 23.02.2026

"Es gibt Zeiten, in denen der Markt Investitionen in sehr illiquiden Situationen mit außergewöhnlichen Renditen belohnt."
(Daniel Loeb)

Sonntag, 22. Februar 2026

Kissigs Börsentheater: Jesse Livermore meinte, in einem steigenden Markt Aktien zu kaufen, wäre am angenehmsten. Aber auch am lukrativsten?

"Der Kauf in einem steigenden Markt ist die angenehmste Art, Aktien zu kaufen" lehrt uns Jesse Livermore. Er spielt damit auf unsere Psychologie an, die auf schnelle Belohnungen schielt und vor Kritik und Rückschlägen zurückschreckt. Anleger möchten sofortige Erfolge und hoffen, dass ihre Aktien direkt nach ihrem Kauf in den Steigflug übergehen. Doch so läuft der Hase meistens nicht.

In einem Börsenumfeld, wie es zurzeit vorherrscht, mit kräftigen Kursabschlägen und Kurseinbrüchen nach vermeintlichen und wirklichen Enttäuschungen bei den Quartalszahlen und Angst vor Disruption durch KI, bestimmt Angst das Geschehen, nicht Rationalität. Viele Aktien erleiden heftige Kurseinbrüche, auch wenn die Börsen insgesamt nahe ihrer Allzeithochs notieren,  und wir nehmen über einen längeren Zeitraum auftretende Kursverluste irgendwann beinahe fast schon als körperliche Schmerzen war - gerade auch weil das so viele Jahre Erfolg bringende Mantra "buy the dip" nicht mehr zu funktionieren scheint in diesem Umfeld.

Allerdings tun sich immer dann große Chancen auf, wenn die breite Masse genug von Aktien hat - denn die haben dann schon verkauft, so dass Schnäppchen lauern. Doch die Aussicht, sofort nach dem Kauf Kursgewinne verzeichnen zu können, ist in diesem Umfeld weiterhin gering; stattdessen ist Geduld gefragt. Und natürlich die Auswahl der richtigen Aktien: moderat bewertete Qualitätsunternehmen mit breiten ökonomischen Burggraben und Preissetzungsmacht, die von ehrlichen und fähigen Managern geführt werden. Hier lohnt es sich immer an Bord zu sein und der Einstieg zahlt sich zu beinahe jedem Kurs aus. Idealerweise in depressiven Marktphasen, bevor der Aktienkurs wieder zu steigen beginnt...

••• Überarbeite Fassung eines Artikels aus April 2024

Börsenweisheit des Tages | 22.02.2026

"Wenn man seine Aktie gut genug kennt, hören sich die meisten Verkaufsargumente ziemlich dämlich an."
(Philip A. Fisher)

Samstag, 21. Februar 2026

Wochenrückblick 08/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Texas Pacific Land, Comfort Systems, Rheinmetall, Almonty Industries, Quanta Services - und alle spielten fette Renditen ein...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Börsenweisheit des Tages | 21.02.2026

"Die einzige Sache, bei der wir uns zu 100 Prozent sicher sind, ist dass wir fehlbar sind, nicht alle Antworten haben und Fehler begehen werden."
(Daniel Loeb)

Freitag, 20. Februar 2026

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Die Mittelstandsholding MBB ist Deutschlands heimlicher Börsenstar

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 04/2026 vom 11.02.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Eurokai, MBB, Uzin Utz

Börsenweisheit des Tages | 20.02.2026

"Es ist oftmals einfacher vorherzusagen, was mit dem Preis einer Aktie geschieht, als zu bestimmen, wie viel Zeit vergehen wird, bis das eintritt."
(Philip A. Fisher)

Donnerstag, 19. Februar 2026

Last Order: Das Ende der Portfoliochecks

Dies ist mal wieder ein Beitrag in eigener Sache; leider aus einem traurigen Anlass. Seit September 2015 schreibe ich für das damals frisch ins Leben gerufene "Aktien Magazin" von Traderfox und drei Jahre später übernahm ich auch die Kolumne "Portfoliocheck", um über die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit zu berichten. Dazu habe ich mir auch die Investorenbriefe angesehen, in denen die "Börsengurus" ihre Einschätzung zu den Unternehmen abgegeben haben. Das bedeutete immer viel Aufwand, aber vor allem Freude und interessanten Einsichten. Doch damit ist jetzt Schluss!

Nach siebeneinhalb Jahren teilte mir Traderfox-Chef Simon Betschinger nun mit, dass die Portfoliochecks keine hohen Abrufzahlen auf der Website aufweisen und die gemessenen Seitenverweildauern zu gering seien.

Kurz gesagt: der Portfoliocheck überzeugt nicht mehr und wird daher eingestellt.

Börsenweisheit des Tages | 19.02.2026

"Du agierst nicht rational wenn du mit geliehenem Geld investierst. Tue das nicht. Wenn du clever bist, brauchst du das nicht. Wenn du dumm bist, willst du das nicht."
(Bill Ruane)

Mittwoch, 18. Februar 2026

Börsenweisheit des Tages | 18.02.2026

"Eine Aktie, die viele als 'Growth Stock' bezeichnen, ist meist schon zu bekannt, um ein guter Kauf zu sein."
(Ken Fisher)

Dienstag, 17. Februar 2026

Börsenweisheit des Tages | 17.02.2026

"Wir suchen nach Unternehmen, die vom Markt nicht verstanden und falsch bepreist werden."
(Daniel Loeb)

Montag, 16. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Prem Watsa setzt mit Orla Mining den Goldstandard

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 322. Portfoliocheck schaue ich wieder in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert des Vermögens von Fairfax Financial belief sich allerdings am 30.9.2025 auf 73,3 Mrd. USD wovon 11,8 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Drei Monate zuvor waren es noch 70,3 Mrd. und 10 Mrd. USD gewesen. Watsa hatte also erneut ein sehr erfolgreiches Quartal zu verbuchen. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein Anteil von 27 % an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited, 31 % an Quess Corp Limited, sowie der bestimmende Anteil an Fairfax India.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 3. Quartal 2025 ist interessant: Das Portfolio von Fairfax Financial legte von 1,87 auf 2,06 Mrd. USD ordentlich zu. Watsas Turnoverrate sank von 5 % auf 1 % und näherte sich der Inaktivität. Unter den nun 29 Positionen befinden sich drei Neuzugänge.

Beim früheren Smartphone-Giganten und heutigen Security-Softwareanbieter BlackBerry ist Watsa schon viele Jahre an Bord und begleitete das Unternehmen durch Dick und Dünn. Seit einiger Zeit reduziert er allerdings seine Position und auch zuletzt gab er erneut 13 % seiner Anteile ab. Vollständig getrennt hat er sich von Autohome und Lifeway Foods. Auf der Kaufseite taucht das Modelabel Lululemon Athletica neu auf und auch Dollar Tree, die beide zu den größten Verlierern der letzten Jahre gehörten. Watsa setzt hier wohl auf einen erfolgreichen Turnaround. Zudem hat Watsa seine Position an Kraft Heinz moderat aufgestockt und agiert damit gegensätzlich zu Warren Buffett, der die anstehende Aufspaltung des Konzerns öffentlich kritisiert hat

In Prem Watsas Aktiendepot dominieren Rohstoffwerte mit einem Anteil von 38,5 % vor Energiewerten mit 15 % und dem Gesundheitssektor mit 12,5 %. Knapp dahinter liegen Technologiewerte mit 9,6 % und defensive Konsumwerte mit 9,5 % Gewichtung. Orla Mining sucht nach Gold-, Silber-, Zink-, Blei- und Kupferlagerstätten und ist mit einem Anteil von knapp 30 % Prem Watsas mit Abstand größte Position im Depot. Watsa begann im 3. Quartal 2022 mit seinen Käufen, als die Aktie zwischen 2,40 und 3,70 USD notierte, und stockte bei steigenden Kursen mehrfach deutich seine Position auf. Die erhöhte Aktienanzahl sowie der auf inzwischen über 17 USD gestiegene Kurs machen Orla Mining zum größten und einem der profitabelsten Investment von Prem Watsa in den letzten Jahren – und das liegt nicht alleine am deutlichen Anstieg des Goldpreises. Insgesamt gehören Watsa inzwischen rund 16,75 % an dem Minenunternehmen. Und Watsa sieht hier noch reichlich Potenzial...

-▶ zum Artikel auf aktienmagazin.de

Disclaimer: Habe Fairfax Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 16.02.2026

"Eine Marke ist ein sehr wertvoller Vermögensgegenstand, aber man findet ihn normalerweise nicht in der Bilanz."
(Bill Nygren)

Sonntag, 15. Februar 2026

Börsenweisheit des Tages | 15.02.2026

"Das Investmentgeschäft hat mich über die Jahre gelehrt, dass Menschen, speziell Investoren, gute Nachrichten und Wunschdenken schlechten Nachrichten gegenüber vorziehen."
(Jeremy Grantham)

Samstag, 14. Februar 2026

Wochenrückblick 07/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Texas Pacific Land, Comfort Systems, LendingClub, Rocket Lab, SoFi. Finanzwerte spielten den Blues...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 14.02.1876 reichte Alexander Graham Bell sein Telefon-Patent ein und ließ damit die Welt gewaltig schrumpfen

Am 14.02.1876 reichte Alexander Graham Bell beim United States Patent Office die Patentschrift für eine Erfindung ein, die das Fundament der modernen Kommunikationsgesellschaft legen sollte: das Telefon. Dieser Moment markierte nicht nur eine technische Neuerung, sondern einen tiefgreifenden kulturellen und wirtschaftlichen Wendepunkt. Zum ersten Mal in der Geschichte war es möglich, menschliche Stimme nahezu in Echtzeit über große Distanzen zu übertragen.

Die Bedeutung dieses Durchbruchs kann kaum überschätzt werden. Kommunikation war bis dahin an physische Nähe, Boten, Briefe oder den Telegrafen gebunden, also Systeme, die entweder langsam oder auf abstrakte Zeichen beschränkt waren. Das Telefon brachte die menschliche Stimme selbst in die Ferne. Es schuf eine neue soziale Nähe über räumliche Distanz hinweg und veränderte Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und den Alltag von Milliarden Menschen - bis in die Gegenwart.

Börsenweisheit des Tages | 14.02.2026

"Im Gegensatz zur Hirnchirurgie kann man beim Investieren auch in 40 Prozent der Fälle daneben liegen und trotzdem noch gut dabei sein."
(Mohnish Pabrai)

Freitag, 13. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 13.02.1804 fuhr in Wales die erste Dampflokomotive der Welt - und die Eisenbahn wurde zum Motor der Industrialisierung

Am 13.02.1804 fuhr in Südwales ein Gefährt, das die Welt verändern sollte. Auf einer kurzen Strecke zwischen den Eisenhütten von Penydarren und dem Abercynon-Kanal zog eine von Dampf angetriebene Lokomotive mehrere Wagen voller Eisen – die erste Fahrt einer betriebsfähigen Dampflokomotive der Geschichte.

Konstruiert wurde sie von Richard Trevithick, einem Pionier der Hochdruck-Dampftechnik. Was damals wie ein technisches Experiment wirkte, war in Wahrheit der Auftakt zu einer der folgenreichsten Transformationen der Menschheitsgeschichte: der Entstehung der Eisenbahn.

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Eurokai: Europas wohl attraktivster Hafen -und Infrastrukturbetreiber

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 04/2026 vom 11.02.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Eurokai, MBB, Uzin Utz

Börsenweisheit des Tages | 13.02.2026

"Der Value Investor nutzt die emotionale Reise von einer Unter- zu einer Überbewertung."
(Charles Brandes)

Donnerstag, 12. Februar 2026

Börsenweisheit des Tages | 12.02.2026

"Eine der besten Entscheidungen meiner Karriere war, all meine Anstrengungen auf den langfristigen Vermögensaufbau zu richten."
(Philip A. Fisher)

Mittwoch, 11. Februar 2026

Kissigs Börsentheater: Brian Feroldi erklärt, dass Qualitätsunternehmen in Bullen- und Bärenmärkten ihre Stärken ausspielen können. Und wie...

Die Börsenkurse schwanken und die Anleger suchen nach Erklärungen für die Aufs und Abs. Dabei gibt es meistens keine fundierte Erklärung, da die Kurse zum Großteil durch Psychologie gemacht werden und je mehr Algorithmen am Handel beteiligt sind, desto stärker werden beginnende Trends aufgegriffen und beschleunigt. 

Wer sich von solchen Schwankungen nicht zu falschen Entscheidungen treiben lässt, fährt besser. Aber das ist natürlich gar nicht so einfach, denn insbesondere bei Kurseinbrüchen, fühlt es sich einfach falsch an, investiert zu sein. Aber das ist es nicht...

Börsenweisheit des Tages | 11.02.2026

"Selbst bei einer sehr guten Wachstumsaktie muss man wirklich stark darauf achten, was man bezahlt. Am wichtigsten ist aber, dass man sichergeht, dass das Wachstum auch tatsächlich einsetzt."
(Prem Watsa)

Dienstag, 10. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Mason Hawkins trennt sich von PayPal – ein bisschen und wohl zu spät…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 333. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Value Investor Mason Hawkins. Flaggschiff der von Hawkins 1975 gegründeter Southeastern Asset Management ist der Hedge-Fonds "Longleaf Partners Funds". Hawkins Anlagestil erinnert stark an den von Warren Buffett und Charlie Munger: er fokussiert sich auf eine überschaubare Zahl von Werten und hält seine Positionen zumeist viele Jahre lang. Dabei machen seine Top-10-Positionen oft mehr als die Hälfte des Portfolios aus und er investiert gern antizyklisch, setzt also auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht angesagt sind an der Wall Street. Oder auf Unternehmen, die nicht als die großen Profiteure von Megatrends wahrgenommen werden und daher nicht auf dem Radar des Marktes auftauchen. Daher finden sich in seinem Portfolio nur selten Aktien aus dem Hochtechnologiebereich, sondern eher Werte aus den klassischen Sektoren der "Old Economy".

Im 3. Quartal 2025 lag Mason Hawkins Turnoverrate mit 19 % wieder atypisch hoch. Unter seinen aktuell 49 Depotwerten finden sich sechs Neuzugänge. Der Wert seines stark fokussierten Portfolios sank im Quartal marginal von 1,98 auf 1,96 Mrd. USD. Die drei größten Beteiligungen machen rund 21 % aus, während es die fünf Schwergewichte auf gut 30 % bringen. An der Spitze von Hawkins Portfolio halten sich zyklischen Konsumwerte mit einer Gewichtung von 21,5 % vor defensiven Konsumwerten mit 14 %, Immobilienunternehmen mit 13 %, Kommunikationsdiensten mit 11,5 % und dem Gesundheitssektor mit 11 %. Es schließen sich Industriewerte mit 9,5 % an vor Energieunternehmen, die es noch auf 8 % bringen nach zuvor 11 %. Schlusslichter bilden Technologiewerte mit 6 %, Finanzunternehmen mit 5 % und Rohstoffwerte mit 1 %.

Neu eingestiegen ist Hawkins bei Rayonier, die über 2 Mio. Morgen Waldfläche in den Vereinigten Staaten besitzen und verwalten. Damit ist das Unternehmen einer der größten privaten Grundbesitzer in Nordamerika und da Rayonier als Real Investment Trust (REIT) organisiert ist, muss es keine Bundessteuern auf Erträge aus Holzernteaktivitäten zahlen. Ebenfalls ganz neu im Portfolio ist Avantor, ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Biopharma, Gesundheitswesen, Bildung und Behörden. Beim Zahlungsdino PayPal stutzte Mason Hawkins nur ganz moderat. Das Unternehmen steht schon länger unter Druck, weil das Wachstum stagniert und man technologisch den Anschluss verpasst zu haben scheint. Vor zweieinhalb Jahren wurde mit Alex Chriss ein neuer CEO ernannt und der krempelte das Unternehmen völlig um. Der Fokus lag wieder auf Innovation, Profitabilität und Kundenerfahrung, doch die Umsätze blieben hinter den Erwartungen zurück und die jüngsten Quartalszahlen sorgten für einen ohrenbetäubenden Aufschrei. Mit Folgen...

An der Spitze des Portfolios bleibt unangefochten das Erdgasunternehmen CNX Resources, an dem Hawkins über 3,5 % der Anteile hält. Auf Rang zwei folgt erneut Mattel und neuer Drittplatzierter ist die Neuerwebung Rayonier vor Ketchup-König Kraft Heinz und dem auf den fünften Rang durchgereichten Incubator IAC.


Disclaimer: Habe IAC, PayPal auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 10.02.2026

"Übertreibe es nicht mit der Diversifikation."
(Philip A. Fisher)

Montag, 9. Februar 2026

Was ist... der Super Bowl Indikator?

Der Super Bowl ist das größte Sportereignis der Welt mit rund einer Milliarde Zuschauern. Und natürlich ist er ein Wirtschaftsereignis größten Ausmaßes. Für Börsianer ist der Kampf um die "Vince Lombardi Trophäe" allerdings noch aus einem anderen Grund beachtenswert und der gehört in den Bereich der Börsenkuriositäten.

Die amerikanische National Football League (NFL) ist in zwei sogenannte Conferences aufgeteilt, die früher zwei eigenständige Footballverbände darstellten. Die National Football Conference (NFC) und die American Football Conference (AFC) mit ihren zusammen 32 Teams spielen jeweils ihren Sieger in den Playoffs aus und diese beiden treffen dann zum Showdown der Superlative im Super Bowl aufeinander. Dieser findet inzwischen regelmäßig am ersten Sonntag im Februar statt. Und hat irgendwie auch Relevanz für die Börsenkurse...

Börsenweisheit des Tages | 09.02.2026

"Unsere Philosophie ist es, opportunistisch zu sein, und zwar quer durch die Kapitalstrukturen von Fremd- bis Eigenkapital und über alle Industrien und Assetklassen hinweg."
(Daniel Loeb)

Sonntag, 8. Februar 2026

Kissigs Kloogschieterei: Hoffnungsvolle Orientierungslosigkeit

Donald Trump hat mit seiner Wahl von Kevin Warsh zu neuen Fed-Chef alle überrascht – und das erzeugt Unsicherheit. Trump fordert Zinssenkungen, Kevin Warsh gilt als Inflationsbekämpfer. Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Doch Warsh nimmt seit einiger Zeit die Position ein, dass KI in den Unternehmen die Kosten erheblich senken und so Effizienzgewinne schaffen wird, was zu niedrigeren Preisen und sinkendem Inflationsdruck führen soll. Und das bietet Spielraum für niedrigere Zinsen.

Die Schattenseite von Warsh ist seine restriktive Haltung gegenüber der aufgeblähten Bilanz der Fed. Er will das "Quantative Easing" runterfahren und daran hatten sich die Börsen 15 Jahre lang gewöhnt. Die US-Notenbank pumpte Liquidität in die Märkte und kaufte in großen Stil Staats- und Unternehmensanleihen auf. Und sie stand stets mit der Gelddruckmaschine parat, wenn die Börsen zu husten begannen.

Die Begleiterscheinung dieser Fed-Politik war, dass natürliche Risiken reduziert wurden. Weit(er) in der Zukunft liegende Cashflows wurden ähnlich bewertet wie aktuelle und das sorgte für entsprechende Bewertungsaufschläge bei den Aktien. Nun kehrt das Risiko zurück und demzufolge werden sichere Cashflows attraktiver, während Versprechungen risikoreicher erscheinen. Realität ist die neue Realität. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber alle waren – und sind – vom Liquiditätsdoping der Fed abhängig und die Entwöhnung erzeugt Anpassungsstress.

Denn unter Warsh wird sich die Fed-Politik ändern und Risiko wird wieder Geld kosten. Dem entsprechend weicht Luft aus risikoreicheren und künstlich aufgepumpten Anlagen und im Gegenzug werden visible Cashflows und Gewinne wieder mehr wert. Überall, auch im KI-Sektor. Wer mit seinem Businessmodell heute schon Geld verdient, bleibt sexy. Wer erst in einigen Jahren liefern kann, verliert deutlich an Attraktivität. Ob es sich um einen Tech-Titanen handelt, ein Startup oder einen zyklischen Industriewert.

Anleger sollten daher unbedingt ihr Depot einem KI-Realitätstest unterziehen und sich die simple Frage stellen, ob und ggf. wie sehr das jeweilige Unternehmen von KI beeinflusst werden dürfte. Und zwar im Hinblick auf die Wehrhaftigkeit seines Burggrabens. Erodiert KI das Businessmodell, kann KI es teilweise oder sogar ganz ersetzen? Oder wird KI im Einsatz (nur) zum Effizienzgenerator?

Börsenweisheit des Tages | 08.02.2026

"Das Geheimnis des Erfolges beim sicheren und günstigen Investieren ist nicht bessere Informationen zu erhalten, sondern vielmehr die erhältlichen Informationen besser zu nutzen."
(Martin Whitman)

Samstag, 7. Februar 2026

Wochenrückblick 06/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Almonty, ESCO Technologies, TransDigm, Rheinmetall und KKR. Dabei floss reichlich Blut. Schon wieder...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Börsenweisheit des Tages | 07.02.2026

"Wenn jemand am absoluten Tiefpunkt kauft, ist das eher eine Frage des Glücks als alles andere."
(Philip A. Fisher)

Freitag, 6. Februar 2026

Börsenweisheit des Tages | 06.02.2026

"Value und Wachstum sind nicht zwei komplett verschiedene Kategorien des Investierens. Wachstum ist lediglich ein Aspekt der Value-Gleichung."
(Bill Ruane)

Donnerstag, 5. Februar 2026

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Limes Schlosskliniken: Stressfreie Renditen – mit Stress

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 03/2026 vom 28.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: JDC Group, Limes Schlosskliniken, Zeal Networks

Börsenweisheit des Tages | 05.02.2026

"Investoren sollten am besten einen Bogen um geringe Gewinnmargen und schlechte Unternehmen machen."
(Philip A. Fisher)

Mittwoch, 4. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 04.02.2000 gewann Vodafone die Schlacht um Mannesmann. Doch das damit größte Mobilfunkunternehmen der Welt war zu gierig...

Am 04.02.2000 gab der Aufsichtsrat der Mannesmann AG dem Druck nach und stimmte der Übernahme durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone zu. Damit ging ein erbittertes Ringen um Deutschlands führenden Mobilfunkanbieter zu Ende und hinterließ viele Besiegte und Verlierer. Selbst der vermeintliche Gewinner musste schnell erkennen, dass er sich überfressen hatte und kämpfte wenig später ums eigene Überleben. Die "New Economy" implodierte und mit ihr die Börsenkurse. Die Zeit des billigen Geldes war (erstmal) vorbei und "Leveraged Buyouts" erwiesen sich als Genickbrecher. Und auch für Vodafone wurde es richtig eng...

Börsenweisheit des Tages | 04.02.2026

"Beim Investieren triffst du ständig Entscheidungen unter Unsicherheit."
(Edward Lampert)

Dienstag, 3. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 03.02.1637 endete die Tulpenmanie und gipfelte in den ersten Börsencrash der Weltgeschichte

Am 03.02.1637 kam es in den Niederlanden zu einem Ereignis, das heute als der erste große Spekulationscrash der Weltgeschichte gilt. In Haarlem und Amsterdam fanden routinemäßige Auktionen von Tulpenzwiebeln statt, doch erstmals blieben die Käufer aus. Zwiebeln, die wenige Tage zuvor noch für enorme Summen den Besitzer gewechselt hatten, fanden plötzlich keine Nachfrage mehr.

Dieser Moment markierte das abrupte Ende der sogenannten Tulpenmanie – einer Spekulationsblase, die das Vertrauen in Märkte und Preise nachhaltig erschütterte und bis heute als Lehrbeispiel für ökonomische Übertreibung dient. Doch um zu verstehen, warum eine Blume ein ganzes Wirtschaftssystem in Aufruhr versetzen konnte, muss man die besonderen Bedingungen der niederländischen Gesellschaft im frühen 17. Jahrhundert betrachten, das ansonsten vor allem durch den 30-Jährigen Krieg in Herzen Europas Geschichte geschrieben hat...

Börsenweisheit des Tages | 03.02.2026

"Investoren fehlte es seit jeher an Geduld."
(Prem Watsa)

Montag, 2. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt verdoppelt seinen Einsatz bei Corning. Glasklar...

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 332. Portfoliocheck blicke ich wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er bevorzugt günstige und gute Unternehmen, die im Idealfall einen Katalysator aufweisen, damit absehbare Erfolge möglichst zeitnah eintreten. Auch deshalb setzt er gerne auf Sondersituationen, wie zum Beispiel Spin-offs. Greenblatt ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 3. Quartals 2025 hatte Joel Greenblatts Portfolio von Gotham Capital einen Wert von 23,0 Mrd. Dollar nach 16,7 Mrd. im Vorquartal. Er hielt 1.678 Werte, darunter 186 Neuaufnahmen und seine Turnover-Rate ist mit 27 % weiterhin überdurchschnittlich hoch. Der erneute starke Zuwachs im Anlagevolumen dürfte auch wieder auf einen signifikanten Zufluss neuer Investorengelder zurückzuführen sein.

Der erneute starke Zuwachs im Anlagevolumen dürfte auch wieder auf einen signifikanten Zufluss neuer Investorengelder zurückzuführen sein. Amedisys und Ansys haben sein Depot verlassen, da beide Unternehmen übernommen und anschließend delisted wurden. Amedisys wurde von Optum übernommen, einer Tochter des US-Krankenversicherungsriesen UnitedHealth, und Ansys wurde von Synopsys aufgekauft. Abgesehen hiervon dominieren die Käufe bei Greenblatts Transaktionen. Dabei setzt er neben Einzelwerten auch weiterhin auf einen breiten Marktaufschwung und hat dem entsprechend seine bevorzugten S&P 500-ETFs weiter aufgestockt. Parallel dazu erhöhte er auch das Engagement bei Apple, Nvidia und Amazon. Alle drei Werte gehören zu den sogenannten "Magnificent 7" und dominieren mit ihrer hohen Gewichtung den S&P 500 Index, so dass Greenblatt hier sein Engagement gleich doppelt hochgefahren hat. Nicht zum ersten Mal und bisher hat er damit ein ziemlich gutes Näschen bewiesen.

In Greenblatts breit gestreutem Portfolio führen weiterhin Technologiewerte mit 18 % vor Industriewerten, die es auf eine Gewichtung von 11,3 % bringen, und zyklischen Konsumwerten mit 10 %. Der Gesundheitssektor folgt mit 8 %, dahinter liegen die Finanzwerte mit 5,5 % vor Kommunikationsdiensten und defensiven Konsumwerten mit jeweils rund 4 % Gewichtung.

Die fünf größten Positionen in Greenblatts Portfolio haben sich erneut nicht verändert und bringen es zusammen auf annähernd ein Viertel seines Anlagevolumens. Neben seinen drei bevorzugten ETFs finden sich hier auch die beliebten Technologierschwergewichte Nvidia und Apple wieder, doch der SPDR S&P 500 ETF mit mehr als 16 % Anteil die mit großem Abstand gewichtigste Beteiligung dar. 

Die Aktie von Corning rangiert nicht unter den Top-Werten in Greenblatts Portfolio. Dabei ist sie mit inzwischen 85 Mrd. USD Börsengewichtung kein kleiner Brocken mehr und nachdem sich der Kurs auf Sicht von 12 Monaten mehr als verdoppelt hat, gewinnt das Unternehmen zunehmend an Aufmerksamkeit. Und das zu Recht. Denn das bereits 1851 gegründete Unternehmen ist bekannt für sein Spezialglas, die es in verschiedenen Zukunftsbranchen wie optischer Kommunikation, Displaytechnologien, Umwelttechnologien, Spezialmaterialien und Biowissenschaften einsetzt. So richtig geht es aber im Bereich KI-Rechenzentren ab, wo Cornings eigens hierfür entwickeltes Glasfaserkabel "Contour" ganz neue Maßstäbe setzt. Und der jüngste Megadeal mit Meta entfacht noch mehr Fantasie...


Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Nvidia auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 02.02.2026

"Ich glaube, dass die größten Investmenterfolge niemals mit Investitionen in schlechte Unternehmen erreicht wurden."
(Philip A. Fisher)