Freitag, 14. Dezember 2018

Crashkurs bei Blue Cap: "Partnerschaftliches Zusammengehen" eskaliert in Machtkampf

Mitte Juli gab es eine (böse) Überraschung beim Münchner Beteiligungsunternehmen Blue Cap, das damals vermeldete, Großaktionär und Chef Dr. Hannspeter Schubert habe seine Anteile in Höhe von 44% an die PartnerFonds AG verkauft. Der Aktienkurs brach daraufhin deutlich ein, denn der Erfolg von Blue Cap ist eng mit Dr. Schubert verknüpft.

Ziel des Zusammenschlusses war, "die beiden Gesellschaften mittelfristig zusammenzuführen und unter dem Dach der Blue Cap AG in Richtung Geregelten Markt zu entwickeln", verkündete Dr. Schubert damals. Dass dies nicht ganz einfach werden würde aufgrund von steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Gründen, stand sofort außer Frage. Und auch, dass es bis zu zwei Jahre dauern könnte bis zur endgültigen Umsetzung. Das Ziel war relativ klar, nur der Weg dorthin nicht. Und dies führte zu Verunsicherung der Anleger, so dass der Aktienkurs von Blue Cap trotz positiver operativer Meldungen weiter unter Druck stand.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die Gemengelage, dass Alphatier Dr. Schubert nach seinem Anteilsverkauf nur noch CEO von Blue Cap blieb, während Großaktionär nun die PartnerFonds AG ist. Dort hatte Dr. Schubert zwar einen erklecklichen Anteil der Aktien erworben, aber einen maßgeblichen Einfluss konnte er bisher nicht auf das Unternehmen nehmen. Auch wenn immer wieder mal über sein Bemühen berichtet wurde, sich von abgabewilligen Altaktionären bei PartnerFonds Aktien zu sichern.

Seit gestern Abend ist jetzt allerdings klar, dass aus dem "partnerschaftlichen Zusammengehen" nichts mehr wird. Denn PartnerFonds hat Dr. Schubert den Fehdehandschuh vor den Latz geknallt und der Blue Cap AG das Verlangen zur Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zugestellt. Mit dem Ziel, den Aufsichtsrat mit PartnerFonds-Getreuen zu besetzen und Dr. Schubert das Vertrauen entziehen zu lassen. Nachbörslich brach der Aktienkurs schon mal um weitere 20% ein...


Denn nichts fürchten Anleger mehr als Unsicherheit und davon gibt es jetzt reichlich bei Blue Cap. So bleibt zunächst weiter unklar, wie denn das Zusammengehen der Unternehmen vonstatten gehen kann und soll. Aktuell ist Blue Cap eine Tochtergesellschaft der PartnerFonds AG, die rund 44% der Anteile hält. Die PartnerFonds AG ist nicht börsennotiert, strebt jedoch dies als Ziel an. Blue Cap ist an der Börse, ist allerdings "nur" die Tochter. Eine "simple" Verschmelzung könnte schwierig sein, da die hohen Verlustvorträge der PartnerFonds AG dabei aufgeraucht werden könnten. Experte für derartige Operationen ist... Dr. Schubert. Klar ist an dieser Front jetzt erstmal nur (noch), dass es hier nicht weitergehen wird, bis der Machtkampf um und mit Dr. Schubert ausgefochten ist. Und das sind natürlich keine positiven Nachrichten für Blue Cap und seine Aktionäre.

Als nächstes hat Dr. Schuberts Expertise und glückliches Händchen für Schnäppchen Blue Cap erst zu dem Erfolgsunternehmen gemacht, das es heute darstellt. Blue Cap sitzt dank größerer Verkäufe auf eine Haufen Geld, den man aktuell gerade investieren möchte. So hatte Dr. Schubert eine größere Übernahme in der Medizinsparte avisiert. Und bei der neuen großen Beteiligung Knauer/Uniplast läuft die Umstrukturierung und Neuausrichtung - Dr. Schubert wurde hier erst kürzlich zum Mit-Geschäftsführer ernannt. Durch die Fehde mit PartnerFonds dürfte das operative Business von Blue Cap zumindest nicht gerade positiv unterstützt werden.

Wie geht es nun weiter?

Blue Cap prüft nun erstmal die rechtlichen Voraussetzungen für die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung. Sollten diese vorliegen, wird es zeitnah eine ao HV geben. Andernfalls können wir sicher sein, dass Großaktionär PartnerFonds zur nächsten ordentlichen HV sein Verlangen auf die Tagesordnung setzen lassen wird. Unabhängig davon, ob und ggf. in welcher Art sich hierum nun juristische Auseinandersetzungen ergeben werden, läuft es auf einen Show-Down zwischen PartnerFonds und ihrem CEO Kolbe sowie Dr. Schubert hinaus.

Blue Cap (Quelle: wallstreet-online.de)
Den Vorstand zu bestellen und abzuberufen ist Sache des Aufsichtsrates. Hier möchte PartnerFonds nun maximalen Zugriff erhalten und strebt daher die Neubesetzung mit ausschließlich eigenen Leuten an. Und man kann das nicht als unternehmerische Fürsorge um seine wichtigste Beteiligung missverstehen, denn der Vertrauensentzug gegen Dr. Schubert ist ja bereits von PartnerFonds ausdrücklich benannt worden.

Abberufen kann die HV Aufsichtsräte mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmen. PF hat aktuell rund 44%, aber natürlich liegt die Anwesenheitsquote bei Hauptversammlungen in der Regel deutlich unter 100% und eher bei rund 50%. Im konkreten Fall ist davon auszugehen, dass das Interesse der Aktionäre deutlich größer sein dürfte als üblich und es auch Versuche geben wird, Widerstand gegen das Ansinnen von PF zu organisieren. Dass Erreichen der Zweidrittelmehrheit scheint also zum jetzigen Zeitpunkt kein Selbstgänger zu sein.

Sollte die Abwahl/Neubesetzung des Aufsichtsrates scheitern, wäre das eine Verschnaufpause für Dr. Schubert als CEO, aber natürlich bliebe der Konflikt des Großaktionärs mit dem CEO als Dauerbaustelle vorhanden. Auch das sind keine rosigen Aussichten für das Unternehmen und die Aktionäre.

Meine Einschätzung

Ich bin alles andere als begeistert von dieser Situation. Die Hoffnungen waren, dass Dr. Schubert als der neue starke Mann einer gestärkten Blue Cap-PartnerFonds AG ein größeres Rad drehen könnte als bisher. Sein angedeuteter mittelfristiger Wechsel von der CEO-Position bei Blue Cap in das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden hätte hieran keinen Abbruch getan. Aber... diese Lesart kann ich auch bei doppelt getönter rosaroter Brille nicht aufrecht erhalten, denn die Faktenlage spricht für eine konträre Entwicklung.

Und hier scheint sich abzuzeichnen, dass sich die Wege von Blue Cap und Dr. Schubert trennen werden. Unklar scheint "nur" noch der Zeithorizont zu sein. Ebenso natürlich der Fortgang des Ziels von PartnerFonds, sich via Blue Cap selbst an die Börse zu bringen.

Das zweite ziel von PartnerFonds, sich über den Einstieg bei Blue Cap an einem außerordentlich interessanten und unterbewerteten Portfolio von aussichtsreichen Unternehmen zu beteiligen, haben sie bereits hingekriegt. Denn der NAV (Nettoinventarwert bzw. Buchwert) je Aktie liegt bei etwa 30 Euro, wie aus der jüngsten Unternehmensmitteilung zu entnehmen war.

Und damit sind wir beim Kern der Überlegungen: bezogen auf den Buchwert kann ich momentan die Aktie für 50 Cents kaufen. Also ein klarer Fall. Des Weiteren drückt Unsicherheit die Kurse - Unsicherheit ist aber nicht pauschal mit Risiko gleichzusetzen, so dass sich hier (weitere) Chancen ergeben können.

»Risiko ist kein absoluter Bestandteil eines Investments; es ist immer relativ zum bezahlten Preis zu bewerten. Unsicherheit ist nicht gleichbedeutend mit Risiko. Wenn große Unsicherheit - wie im Herbst 2008 - die Wertpapierpreise auf ein besonders niedriges Niveau drückt werden sie oft weniger risikoreich.«
(Seth Klarman)

Klar ist also, dass wir an die bestehenden Blue Cap-Werte zum halben Preis kommen können. Unklar ist, wie es mit dem Unternehmen selbst weitergeht; ob mit oder ohne Dr. Schubert und wie das Unternehmen in Zukunft aussehen wird, also eine Beteiligungstochter der PartnerFonds AG bleibt und diese ggf. weitere Anteile an Blue Cap kauft um das Unternehmen irgendwann in ferner Zukunft einmal vollständig zu besitzen und ggf. von der Börse zu nehmen. Oder, was ich für wahrscheinlicher halte, dass PartnerFonds sein ursprüngliches Ziel weiterverfolgt, über eine wie auch immer geartete Zusammenlegungen mit Blue Cap selbst an die Börse zu gehen. Als Gemeinschaftsunternehmen. Dann wären die heutigen Blue Cap-Aktionäre auch mit an den Tochterunternehmen der PartnerFonds beteiligt, die dann Bestandteil des gemeinsamen Beteiligungsportfolios wären.

Diese Unsicherheiten werden noch einige Zeit andauern, vermutlich über das Jahr 2019 hinaus. So lange hatte man sich ja bereits für das gütliche Zusammengehen als Zeithorizont vorgenommen und schneller dürfte es jetzt nicht unbedingt gehen.

Solange diese Unsicherheit besteht, werden Blue Cap-Aktien mit einem Abschlag auf den NAV gehandelt werden, das dürfte sicher sein. Wer also heute den Euro zu 50 Cents kauft, sollte nicht davon ausgehen, dass er diesen Euro in kurzer Zeit zurücktauschen kann. Nicht unwahrscheinlich ist aber auch, dass man bald wieder 70 oder 75 Cents für diesen Euro bezahlen wird müssen, sobald sich der erste Pulverdampf verzogen hat.

Und hierin liegt die Chance für risikobewusste Anleger mit Geduld und Sitzfleisch. Oder anders ausgedrückt: wert sich zu den abgebrühteren Anlegern zählt und sich auch beim ersten Gegenwind gleich umblasen lässt, für den könnten sich die ausgebombten Aktien von Blue Cap als wahre Schnäppchen herausstellen. Denn was hat sich durch den Zwist am Wert der Beteiligungen der Blue Cap AG verändert? Eben, nichts. Nur die Aussichten sind (noch) weniger klar als bisher. Aber das soll im nebelverhangenen Dezember ja schon mal vorkommen...

Disclaimer
Ich habe Blue Cap auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.


▶ 1. Ergänzung vom 14.12.2018, 13:07


Ich habe mir ein paar weitere Gedanken gemacht und möchte euch diese nicht vorenthalten:

Stimmrechte bei Blue Cap

PartnerFonds hat (mindestens) 44%, Dr. Schubert wohl noch 5,9%. So war jedenfalls der Stand bei der Verkaufsmeldung an ParterFonds und eine zwischenzeitliche Stimmrechtsmeldung über einen Verkauf seitens Dr. Schubert/Southern Blue hat es nicht gegeben.

Bei der Frage, ob die außerordentliche Hauptversammlung CEO Dr. Schubert das Misstrauen ausspricht, wäre er befangen. Nach meiner Kenntnis ist dies jedoch kein Ausschließungsgrund für seine Stimmrechte. Und schon gar nicht, wenn es um die Abberufung des bestehenden Aufsichtsrats geht; PartnerFonds benötigt hierzu eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmrechte. Das dürfte also nicht so einfach werden für PartnerFonds...

Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung

Es genügen 5% der Stimmrechte, um eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen zu lassen. Unzweifelhaft hat PartnerFonds mit 44% genügend Stimmrechte zusammen. Andererseits... das gilt wohl auch anders herum; vermutlich könnte Dr. Schubert dies mit seinem Aktienpaket bei der PartnerFonds AG auch tun!

Aus der Ursprungsmeldung zum BC-Verkauf: "Mit Kaufvertrag vom 12.06.2018 hat die PartnerFonds >> Kapital für Mittelstand << GmbH & Co KG, eine Tochter der PartnerFonds AG, von der dem Gründer und bisherigem Hauptaktionär Dr. Hannspeter Schubert gehörenden Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH, ein Aktienpaket von 1.750.000 Aktien der Blue Cap AG gekauft. Die Transaktion wird zeitnah auch vollzogen. Im Nachgang beteiligt sich die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH an der PartnerFonds AG und wird dort größter Einzelaktionär."

Wir wissen, dass Dr. Schubert recht offensiv PartnerFonds-Altaktionären Kaufangebote für ihre PartnerFonds-Aktien macht. Wir wissen nicht, ob und wie erfolgreich er dabei ist.

Sicher ist aus meiner Sicht jedenfalls, dass Dr. Schubert der größte Einzelaktionär der PartnerFonds AG ist - und dass diese ansonsten vor allem über äußert unzufriedene Zwangsaktionäre verfügt, die alles andere als glücklich mit dem alten Aufsichtsrat und dem alten Vorstand waren.

Ich denke, Blue Cap ist für den PartnerFonds-Vorstand und Aufsichtsrat nur die Spielwiese für das Hinspiel - es wird aber auch noch andernorts ein Rückspiel geben, nämlich bei der PartnerFonds AG selbst!

Und es könnte auch so laufen, dass PartnerFonds Dr. Schubert bei Blue Cap rauskickt, Dr. Schubert aber dies bei PartnerFonds mit deren Aufsichtsrat und Vorstand genauso macht. Und am Ende Dr. Schubert Chef und Großaktionär der PartnerFonds AG ist - und damit auch Durchgriff auf deren Tochter Blue Cap AG hätte.

Ich bin sogar geneigt, dieses Szenario als das Wahrscheinlichste anzunehmen. Und die "Kurzschlussaktion" der PartnerFonds-Verantwortlichen eher als Schnellschuss zu werten, weil man Dr. Schuberts Plan, sich zum Herrn über PartnerFonds aufzuschwingen, so einstuft, dass man ihn nur dann noch bremsen kann, wenn man es sofort versucht. Wenn überhaupt...


▶ 2. Ergänzung vom 17.12.2018, 18:17


Bereits am Freitag (14.12.) hat Dr. Hannspeter Schubert damit begonnen, Blue Cap-Aktien zu kaufen (zur Meldung). Damit dürfte zumindest klar sein, dass er nicht vorhat, kampflos aufzugeben. Mögen die Spiele beginnen... ツ

Kommentare:

  1. Und zu welcher Sorte des Investors zählst du dich? Ich war kurz nach der bekanntgabe fast am Panikknopf. Am ende hab ich bei 14 nachgekauft. So stark hin und her gerissen war ich bis jetzt noch nie. Leider sind meine nachkäufe nicht Groß genug gewesen um irgend etwas auszugleichen. Die bedenken, dass man flasch liegen könnte sind halt doch zu präsent.

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    1. Ich habe die Meldung gestern Abend gegen 19:35 gelesen und war mir sicher, dass der Kurs massiv einbrechen wird. Wegen der Meldung ansich und natürlich, weil nachbörslich nur noch geringe Umsätze winken.

      Daher habe ich sofort meinen Aktienbestand zum Verkauf gestellt - mit Limit. Ich bin einen Großteil losgeworden zu durchschnittlich 16,4177 Euro. Und ich habe gestaffelt Kauforders in den Markt gelegt, um die Aktien wieder deutlich günstiger zurückzukaufen. Auch das hat - überwiegend - geklappt und ich habe frische Blue Cap-Aktien zu durchschnittlich 14,77 Euro eingesammelt.

      Unterm Strich habe ich meinen bisherigen deutlichen Gewinn realisiert und kann den mit einigen zuvor bei anderen Werten erzielten Verlusten verrechnen. Und ich habe mir einen Teil des Kursabsturzes erspart; die Differenz von 1,65 Euro je Aktie. Wermutstropfen ist, dass einige meiner tieferen Limits nicht gegriffen haben, so dass ich nun "nur" noch 85% meines Ursprungsbestands habe. Aber vielleicht greifen meine Limits ja noch? Oder ich kaufe die restlichen Aktien bei höheren Kursen wieder zu? Das schaue ich mir erstmal an.

      Um zum Kern Deiner Frage zu kommen: ich finde Blue Cap weiterhin verlockend und einfach ziemlich preiswert. Und es ist - Stand jetzt - meine sechstgrößte Depotposition.

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    2. Hi Michael,

      das war natürlich sehr schlau von dir, spricht das aber nicht gegen die allseits erwähnte "Buy&Hold"-Strategie? Und zum Thema Markettiming/Limits hast du dich hier im Blog ja auch schon deutlich zu positioniert.

      Wenn man seinen EK oberhalb von 20 € hat, macht es aus meiner Sicht nur Sinn, den EK zu vergünstigen.

      Gruß

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    3. Ich sehe das differenziert; es war für mich absolut absehbar, dass der Kurs einbrechen wird. Meinen sofortigen Verkauf würde ich daher nicht als Market-Timing bewerten.

      Ich habe mich nie gegen Limit-Orders ausgesprochen, sondern gegen Stopp-Loss-Orders. Und gestern Abend war ich bereit, meine Blue Cap-Aktien zu verkaufen, aber eben nicht zu jedem Kurs. Daher habe ich ein Limit gesetzt und es wurden nicht alle Aktien glattgestellt. Bei Nebenwerten mit Limits zu arbeiten, ist geradezu eine Pflicht, da man nicht selten auf extreme Spreads trifft und man muss ja nicht den Makler reich machen...

      Buy & Hold wiederum bedeutet nicht, dass man Aktien behält, egal was passiert. Buy & Hold meint vielmehr, Aktien zu kaufen und zu behalten, solange sich das Unternehmen (nicht zwangsläufig die Aktie!) sich so entwickelt, wie man es sich ausgemalt hat in seinem Investmentcase. Wenn das Unternehmen aus dem Ruder läuft, wäre es geradezu fahrlässig, nicht eine Neueinschätzung vorzunehmen und ggf. zu reagieren.

      Ob man nun noch Aktien kauft bei 16 Euro, sollte nicht davon abhängen, ob man schon welche zu 20 Euro im Depot hat. Man sollte nur kaufen, wenn man von dem Unternehmen und seinen Aussichten überzeugt ist und/oder weil man die 16 Euro als günstig im Verhältnis zum wahren Wert der Aktie ansieht. Diese Entscheidung muss jeder selbst treffen; ich habe mich entschieden...

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  2. Moin Michael,

    vielen Dank für die Erklärungen zur gestrigen Meldung. Ich habe jedenfalls heute morgen für 14€ Blue Cap-Aktien gefrühstückt. ;-)

    Viele Grüße

    Jan

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  3. Moin Michael!

    Danke für deine erste Einschätzung, habe heute bereits auf deinem Blog woanders zu Blue Cap gepostet... Ich bin mir nicht sicher, ob es passt oder nicht:

    Irgendwo hast du einmal (wie ich finde zurecht und nachvollziehbar) Unternehmensbewertungewn nach DCF-Modell insoweit kritisiert, als dass es eben von der eigenen Berechnung und Prognose abhängt... Nun las ich vorhin auf wallstreet-online den Blue Cap-Beitrag, darin wird u.a. ein User-Kommentar vom September zitiert, siehe unten.

    Wie siehst du das?

    Grüße, Toni

    "Wie man im GB lesen kann, wurde der NAV anhand eines DCF-Modells ermittelt, basierend auf den "verabschiedeten Budgets" der jeweiligen Portfoliounternehmen für die Jahre 2018 bis 2020. Die Planung für die Jahre 2021 und 2022 wurde anhand der bestehenden Budgetplanungen "weiterentwickelt". Mit anderen Worten, der NAV basiert auf einer Entwicklung der Portfoliounternehmen, wie Herr Schubert es sich idealerweise gerade wünscht. Weiter heißt es, dass die NAV-Berechnung keine nicht betriebsnotwendigen Vermögenswerte und Schulden der Holding- und Immobiliengesellschaften des Konzerns enthält. Und was gilt als "nicht betriebsnotwendig"? Der Kassenbestand? Oder dieser um Bankschulden reduziert? Oder auch Ausleihungen an Portfoliounternehmen? Ich finde das ziemlich unpräzise und würde diesen NAV nicht zur Grundlage einer Anlageentscheidung heranziehen"
    Blue Cap AG - eine noch unbekannte Beteiligungsgesellschaft | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
    https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1134871-3691-3700/blue-cap-ag-eine-noch-unbekannte-beteiligungsgesellschaft

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    1. Richtig, ich stehe DCF-Modellen kritisch gegenüber, weil man in diese Modelle eine Reihe von Werten einpflegt, die die Zukunft betreffen und die daher auf bloßen Annahmen beruhen. Am Ende schmeißt das DCF-Modell aber einen exakten Wert aus. Dabei ergeben schon geringfügige Abweichungen bei einzelnen Parametern signifikante Unterschiede im Ergebnis. Wie bei einem Winkel - hat man nur 1 Grad Abweichung zwischen zwei Linien, wirkt sich das nahe des Ausgangspunkts nicht großartig aus, aber je weiter man sich von ihm entfernt, desto gewaltiger der Unterschied des Endpunkts.

      Grundsätzlich beruhen aber natürlich alle Wertberechnungen auch auf Annahmen für die Zukunft, auch außerhalb eines DCF-Modells. Wenn ich glaube, dass das Unternehmen kaum wächst, hat das natürlich einen anderen Wert zufolge, als wenn ich von dauerhaft 5% Gewinnwachstum ausgehe.

      Daher kann ich die kritischen Aussagen aus dem GB zur Ermittlung des NAV auch überwiegend nicht teilen. Es geht nicht darum, dass sich irgendjemand die Welt schön redet und utopische Annahmen macht, die dann Grundlage für die Wertermittlung sind. Das ist geradezu abwegig! Es geht um Prognosen zur Marktentwicklung und zur jeweiligen Branche. Und, wie gesagt, wenn das Unternehmen die nächsten Jahre mit jeweils 5% beim Gewinn wächst, hat es heute schon einen anderen Wert, als wenn der Gewinn stagniert.

      Und dass beim NAV von Blue Cap das Immobilienvermögen (und die dafür aufgewandten Schulden) nicht berücksichtigt werden, ist nur konsequent. Blue Cap hat bewusst die Immobilien aus den Unternehmen herausgelöst, um das operative Geschäft besser offenlegen zu können. Hat man auch vor ein, zwei Jahren ganz offen und mehrfach kommuniziert (ich meine in etwa zu der Zeit, als der Biolink-Verkauf erfolgte). Kann man hier im Blog bestimmt auch noch was zu finden. Übrigens, Blue Cap bzw. seine Töchter haben verhältnismäßig viel eigenen Immobilienbestand; der ist früher aber immer unter den Tisch gefallen, wenn über das Unternehmen berichtet wurde. Da hat man dann nur auf die vergleichsweise hohe Verschuldung hingewiesen, die aber die Immobilien finanziert hatte. Auch deshalb hat man diesen Bereich "ausgegliedert".

      Am Ende gibt der NAV auch keinen centgenauen Wert wider, sondern er dient als grobe Richtschnur, wie viel das Unternehmen in etwa wert sein könnte. Und mit 30 Euro je Aktie zzgl. Immobiliensubstanz sind wir deutlich von den aktuellen 16 Euro entfernt, die man für eine Aktie bezahlen muss...

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    2. Vielen Dank Michael! Das hat mir geholfen, bin gespannt, wie es dort weiter geht...

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  4. Ich habe meinen Blue Cap-Artikel noch um ein paar Gedanken ergänzt...

    Stimmrechte bei Blue Cap
    PartnerFonds hat (mindestens) 44%, Dr. Schubert wohl noch 5,9%. So war jedenfalls der Stand bei der Verkaufsmeldung an ParterFonds und eine zwischenzeitliche Stimmrechtsmeldung über einen Verkauf seitens Dr. Schubert/Southern Blue hat es nicht gegeben.


    Bei der Frage, ob die außerordentliche Hauptversammlung CEO Dr. Schubert das Misstrauen ausspricht, wäre er befangen. Nach meiner Kenntnis ist dies jedoch kein Ausschließungsgrund für seine Stimmrechte. Und schon gar nicht, wenn es um die Abberufung des bestehenden Aufsichtsrats geht; PartnerFonds benötigt hierzu eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmrechte. Das dürfte also nicht so einfach werden für PartnerFonds...


    Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung
    Es genügen 5% der Stimmrechte, um eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen zu lassen. Unzweifelhaft hat PartnerFonds mit 44% genügend Stimmrechte zusammen. Andererseits... das gilt wohl auch anders herum; vermutlich könnte Dr. Schubert dies mit seinem Aktienpaket bei der PartnerFonds AG auch tun!


    Aus der Ursprungsmeldung zum BC-Verkauf: "Mit Kaufvertrag vom 12.06.2018 hat die PartnerFonds >> Kapital für Mittelstand << GmbH & Co KG, eine Tochter der PartnerFonds AG, von der dem Gründer und bisherigem Hauptaktionär Dr. Hannspeter Schubert gehörenden Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH, ein Aktienpaket von 1.750.000 Aktien der Blue Cap AG gekauft. Die Transaktion wird zeitnah auch vollzogen. Im Nachgang beteiligt sich die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH an der PartnerFonds AG und wird dort größter Einzelaktionär."


    Wir wissen, dass Dr. Schubert recht offensiv PartnerFonds-Altaktionären Kaufangebote für ihre PartnerFonds-Aktien macht. Wir wissen nicht, ob und wie erfolgreich er dabei ist.


    Sicher ist aus meiner Sicht jedenfalls, dass Dr. Schubert der größte Einzelaktionär der PartnerFonds AG ist - und dass diese ansonsten vor allem über äußert unzufriedene Zwangsaktionäre verfügt, die alles andere als glücklich mit dem alten Aufsichtsrat und dem alten Vorstand waren.


    Ich denke, Blue Cap ist für den PartnerFonds-Vorstand und Aufsichtsrat nur die Spielwiese für das Hinspiel - es wird aber auch noch andernorts ein Rückspiel geben, nämlich bei der PartnerFonds AG selbst!


    Und es könnte auch so laufen, dass PartnerFonds Dr. Schubert bei Blue Cap rauskickt, Dr. Schubert aber dies bei PartnerFonds mit deren Aufsichtsrat und Vorstand genauso macht. Und am Ende Dr. Schubert Chef und Großaktionär der PartnerFonds AG ist - und damit auch Durchgriff auf deren Tochter Blue Cap AG hätte.


    Ich bin sogar geneigt, dieses Szenario als das Wahrscheinlichste anzunehmen. Und die "Kurzschlussaktion" der PartnerFonds-Verantwortlichen eher als Schnellschuss zu werten, weil man Dr. Schuberts Plan, sich zum Herrn über PartnerFonds aufzuschwingen, so einstuft, dass man ihn nur dann noch bremsen kann, wenn man es sofort versucht. Wenn überhaupt...

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  5. Vielleicht zählen wir mal durch bei den Anteilen, die als Interessierte zum Hinspiel kommen wollen oder sich vertreten lassen wollen ;)
    Also nur mal so eine Idee, noch keine konkrete Idee wie man das organisiert / organisieren könnte
    VG Holger

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    1. Ich denke, bei wallstreet-online.de wird sich schon eine "Interessengemeinschaft" bilden/organisieren und dann werde ich ggf. auch hier dazu aufrufen, der auserwählten Person seine Stimmrechte zu übertragen.

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  6. Liebe Leute,

    ich würde gerne etwas zur Aufklärung beisteuern. Zur Abberufung der Aufsichtsratsmitglied reicht im Falle der Blue Cap AG eine einfache Mehrheit der anwesenden und stimmberechtigten Stimmen. § 103 Abs. 1 AktG ist ausdrücklich satzungsdispositiv, d.h. in der Satzung kann eine geringere Mehrheit festgelegt werden.

    Die Satzung enthält in § 16 Abs. 2 folgende Regelung:

    "Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden und stimmberechtigten Aktien gefasst, soweit diese Satzung oder das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorsehen. Im Falle der Stimmengleichheit gilt, ausgenommen bei Wahlen, ein Antrag als abgelehnt."

    Von dieser Regelung wird auch die Abwahl von Aufsichtsratsmitgliedern erfasst. Hinsichtlich der Bestimmtheit der Regelung (kein ausdrücklicher Bezug zur Abwahl von AR-Mitgliedern) dürfe es keine Probleme geben. Das wird allenfalls für die Regelung anderer Mehrheitserfordernisse für Satzungsänderungen diskutiert.

    Die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder bedarf hingegen nach § 16 Abs. 4 einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden stimmberechtigten Stimmen. Es erscheint mir zwar ein wenig unüblich, dass die Wahl neuer AR-Mitglieder ein höheres Mehrheitserfordernis hat als die Abwahl, dies erscheint mir aber hier der Fall zu sein. Allenfalls könnte man aus § 16 Abs. 4 der Satzung herauslesen, dass auch die Abwahl mit 2/3 erfolgen muss. Das erscheint mir aber eher fernliegend.

    Hier die Satzung:
    https://www.blue-cap.de/fileadmin/Uhle/HV_2018/170811_UrNr._4681-2017_Satzungsbesch._11.8.17.pdf

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    1. Interessant, danke für die Aufhellung!

      Nun sind alle Gesetze/Normen ja Sache der Auslegung und ich behaupte mal, dass diese Regelung vor Gericht landen wird. Denn Wie Du darlegst, gibt es keine Satzungsregelung für die Abberufung von AR-Mitgliedern, wohl aber eine Regelung für die Wahl (2/3). Man könnte das so interpretieren, dass der "Satzungsgeber" für die AR-Mitglieder explizit ein Regelungsbedürfnis, eine Konkretisierung vornehmen wollte. Und daher die getroffene Regelung zur Wahl von neuen AR-Mitgliedern analog auch für deren Abberufung anzuwenden ist.

      "Eindeutig" ist die Rechtslage aus meiner Sicht nicht und sofern es bei der Abstimmung keine Zweitdrittelmehrheit, sondern lediglich eine einfache Mehrheit der anwesenden Stimmen für die Abberufung geben sollte, dürfte es hier zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen. Es sei denn, beide Seiten finden noch zu einer gütlichen, vertraglichen Regelung. Scheint mir unwahrscheinlich, ist aber auch nicht ausgeschlossen...

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    2. Ja, eindeutig ist dies nicht. M.E. sprechen aber die besseren Gründe dafür, dass die einfache Mehrheit zur Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ausreicht. Denn Abberufung und Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern sind ja grundsätzlich zwei verschiedene Vorgänge, an die das AktG im gesetzlichen Regelfall ja auch verschiedene Mehrheitserfordernisse knüpft. Und in der Satzung ist nun mal lediglich für den Fall der "Wahl" von Aufsichtsratsmitgliedern eine 2/3 Mehrheit vorgeschrieben.

      Die Satzung scheint mir insgesamt schlecht gedraftet zu sein. Schaut euch nur mal § 16 Abs. 3 an. Dort wird für Wahlen etwas von einfacher Mehrheit gefaselt und einem Stichentscheid bei Nichterreichen im ersten Wahlgang. Im nächsten Absatz wird dann aber für die Wahl für Aufsichtsratsmitglieder die 2/3 Mehrheit aufgestellt. Welche Wahl durch die HV neben der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll es denn sonst noch geben? M.E. keine. Nunja, dies dürfte aber keine Auswirkungen auf die Frage der Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern haben.

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    3. Gut, vielleicht noch den besonderen Vertreter, § 147 Abs. 2 S.1 AktG

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  7. In Kurzform: 2/3 Mehrheit notwendig für die Abwahl d. AR , richtig?

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    1. Nein, einfache Mehrheit reicht. Die Abwahl ist unabhängig von der anschließend notwendigen Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds.

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  8. Ich sag mal, wie sich das für mich anhört: Zukunft jetzt ungewiss ... längerer unerfreulicher Kleinkrieg / Pattsituation zw. Schubert/Partnerfonds; operative Geschäftstätigkeit wird davon nicht unberührt bleiben ... - Unklarheiten bezüglich Zukunft - Rausschmiss des Aufsichtsrates mit einfacher Mehrheit (und dann folgender Neuwahl mit 2/3-Mehrheit), gerichtliche Auseinandersetzungen ... - all dies hört sich für mich fast so an, als sei in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten mit weiteren robusten Kursrückgängen bzw. (für mutige (?) Investoren) günstigen Nachkaufmöglichkeiten zu rechnen ...

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  9. PS: Scheint, als hätte Dr. Schubert mit dem damaligen Verkauf seiner Anteile zu hoch gepokert und einem Feind selbst Tür und Tor geöffnet, der Blu Cap (sein Lebenswerk?) jetzt gewinnbringend filetieren und zum börsennotierten Mantel für seine eigenen Aktivitäten und Ziele (welche auch immer) umfunktionieren wird ... Kann passieren ...

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  10. Ich denke, es wird ein unerbittlicher Kampf um die PartnerFonds geben. Denn die Mehrheit um die Partnerfonds wird das Spiel entscheiden. Blue Cap wird leider nur der Spielball sein. Messbare Punkte wie NAV werden eine untergeordnete Rolle spielen. Die Gefahr - dass eine Partei über die andere Partei unangenehme Infos veröffentlich mit Auswirkungen ähnlich Gotham/Aurelius. Für mich ein HOLD.

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  11. Meiner Meinung nach sind die schlimmsten Szenarien teiweise oder sogar ganz, bereits eingepreist gewesen mit den Kursen von Donnerstag (Nachbörslich). Ich sehe hier eher eine riesen Gelegenheit positiv zu überaschen. Und dann wird Geld verdient. Aber lasst uns abwarten, einer wird sicherlich Recht bekommen.

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  12. Mit schlechten Leuten kann man eben keine guten Geschäfte machen...

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  13. Übrigens... am Freitag bereits hat Dr. Hannspeter Schubert damit begonnen, Blue Cap-Aktien zu kaufen (klick). Quasi Karten für's "Rückspiel". Damit dürfte zumindest klar sein, dass er nicht vorhat, kampflos aufzugeben. Mögen die Spiele beginnen...

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  14. Wohl doch eher "Hinspiel", Anteile an der Partnerfonds AG wären doch das "Rückspiel" ;)

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  15. Herr Kissig, Ihre BC "Trades" betreffend, hatten Sie nicht zu 21 Euro auch Blue Cap gekauft.. (so zumindest ihren Kommentaren zu entnehmen)
    heißt sie hätten jetzt für diese Stücke erstmal 5 EURO pro Aktie Verlust realisiert...

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    1. Das stimmt, ich habe im Laufe der Zeit meine Blue Cap-Position aufgestockt. Und isoliert betrachtet habe ich natürlich diese letzten Aktien mit Verlust glattgestellt. In der Mischkalkulation der Gesamtposition ergab sich allerdings noch immer ein erklecklicher Gewinn, denn darin waren ja auch noch Stücke zu knapp 6 Euro dabei von meiner Startposition Ende 2015.

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  16. Folgende Mitteilung gab die Blue Cap AG gestern bekannt:

    Blue Cap AG lehnt Verlangen auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung wegen Rechtsmissbrauchs ab

    https://www.blue-cap.de/news/news-presse/news-detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=122&cHash=236f7545d964ddda2ac46d8488edd8fa

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    1. Ja, ist ja genau das, was viele befürchtet haben, ja? Juristisches Hickhack, Unsicherheit bezüglich der Zukunft des Unternehmens - so was mögen Börsianer gar nicht ...
      Der Kurs rauscht gleich mal wieder sechs Prozent in den Keller.
      Tja, mal sehen, wie es weitergeht. Auch eine Hold-Position für mich - gekauft bei 18 etwa ...

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    2. Von -6% habe ich heute nichts gesehen, bei Xetra sind wir aktuell 1,3% im Plus. Dass Dr. Schubert sich verteidigt, finde ich auch positiv, denn dadurch gewinnt er Zeit, um seinen Einfluss bei Blue Cap und / oder Partner Fonds (wieder) zu vergrößern. Bleibt zu hoffen, dass er in der Zwischenzeit genügend Anteile sammeln kann, um den Spieß umzudrehen bzw. sich in Zukunft zumindest vor solchen Angriffen schützen zu können.

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  17. Wie geht's bei Blue Cap nach der HV weiter? Gibt es bezüglich einer Stimmrechtsübertragung irgendeine benannte Person, die die Interessen der Kleinanleger (in unserem Sinne) auf der kommenden HV vertreten würde? Lohnt das, oder macht's keinen Unterschied mehr? Dr. Schubert hat offenbar selbst wieder BC-Aktien gekauft, um für die Auseinandersetzung mit PF gerüstet zu sein oder?

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    1. Mir fällt da momentan niemand ein. Aber man kann ja seiner Depotbank konkrete Anweisungen geben zu den einzelnen TOPs, wie die für einen abstimmen sollen. Ist zwar etwas aufwändiger, aber ein gangbarer Weg. Werde ich wohl auch nutzen, da ich nicht zur Blue Cap-HV fahren werde.

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    2. Mmh. Die Frage wollte ich auch schon stellen. Gestern kam die Einladung von der Comdirect...

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  18. Offensichtlich wollte man jetzt mit dem Ergänzungsantrag vor der HV für Klarheit sorgen. Nach der letzten Ad-hoc-Meldung räumt Schubert also zum Jahresende seinen Vorstandsposten, und es kommen zwei neue Aufsichtsratsmitglieder, die Evoco nahestehen? Unklar ist jedoch für mich weiterhin, ob Schubert in den Aufsichtsrat wechselt und was mit Kolbe von PF geschieht. Die BC-Aktie geht schon mal in den gewohnten Tiefflug über. Mal sehen, wie weit es jetzt runtergeht.
    Zumindest hat man sich um geordnete Verhältnisse bemüht - und diese Lösung (Schubert geht, zwei neue ARs kommen) scheint ja einvernehmlich zu sein. Ich seh Blue Cap auch weiterhin als Hold.

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