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Sonntag, 21. September 2025

Börsenlegende Philip A. Fisher: Erfolgreicher Growth-Investor, Buffett-Inspirator und Wegbereiter des Quality Investings

Philip Arthur Fisher (* 8. September 1907; † 11. März 2004) war ein US-amerikanischer Wertpapieranalyst und Vermögensverwalter. Er litt unter dem Asberger-Syndrom.

Fisher schrieb drei Bücher über das Investieren, von denen "Common Stocks and Uncommon Profits" das wichtigste ist (auf Deutsch: "Die Profi-Investment-Strategie"). Fisher setzt sich darin mit den beiden Werken Benjamin Grahams, des "Dekan der Wall Street", auseinander und vertrat die Auffassung, dass der günstige Preis eines Wertpapiers nicht entscheidend sei, wenn ein wirklich hervorragendes Unternehmen mit nachgewiesener Profitabilität und ausgezeichneten Wachstumsaussichten dahinter stünde. Die nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens, um sich vor der Konkurrenz zu schützen und ihr voraus zu sein, sowie ein integres Management waren für Fisher die entscheidenden Merkmale. Und noch einige weitere...

Freitag, 15. September 2023

Die 12 Investmentgebote des Pioneer Fonds-Gründers und Buffett-Freunds Philip Carret

Philip Carret gründete den Pioneer Fonds und tauschte Investment-Ideen mit dem Vater von Warren Buffett, als das 'Orakel von Omaha' noch in den Kinderschuhen steckte.

Durch seine Tätigkeit als Reporter beim US-Anlegermagazin Barron's entdeckte Philip Carret seine Vorliebe für die Börse und das Value Investing. Insbesondere riet er, auf Unternehmen zu setzen, die Produkte des täglichen Bedarfs herstellen und die man auch versteht.

In Erinnerung bleibt besonders sein zeitloses Buch 'Die Kunst des Spekulierens', in der er seine goldenen Investment-Regeln über Diversifikation, Stock-Picking und ständige Risikokontrolle verewigte...

Samstag, 5. August 2023

Frank Sands kombiniert Value mit Growth und profitiert so von langfristigem profitablem Wachstum

Frank Sands ist ein überaus erfolgreicher Investor und leitet die gleichnamige Anlagegesellschaft Sands Capital Management seit er sie 1992 gegründet hat – inzwischen gemeinsam mit seinem Sohn Frank Sands Jr. Dabei setzen sie bei Unternehmen auf langfristiges profitables Wachstum.

Der klassische Konflikt zwischen Value und Growth, also bei der Auswahl zwischen unterbewerteten Buchwert-Schnäppchen oder Wachstumsaktien, beschäftigt Frank Sands nicht. Er hält es hier wie Warren Buffett, der bereits vor vielen Jahren meinte, er sähe diesen Zwiespalt auch nicht mehr. Obwohl er zwischen beiden Ansätzen in seinen jungen Jahren auch eine strikte Trennung gesehen habe, sei er inzwischen längst der Auffassung, Wachstum sei ein Bestandteil des Value-Ansatzes und daher liege hier kein grundsätzlicher Konflikt vor, sondern man müsse jeweils den Einzelfall betrachten: ein Wachstumsunternehmen, das keinen nachhaltigen Wert schafft, ist kein gutes Investment. Ein Value-Unternehmen ohne Wachstum reduziert das Anlagespektrum auf die berühmten Zigarrenstummel nach Benjamin Graham. Frank Sands hingegen bevorzugt, wie auch Buffett, Unternehmen mit solidem Wachstum zu einem attraktiven Preis.

Samstag, 10. Juni 2023

Deshalb war Sir John Templeton der 'wohl größte globale Stock-Picker des Jahrhunderts'

Sir John Marks Templeton (*29.11.1912; †08.07.2008) gehörte zu den Pionieren der Investmentbranche und wurde von Königin Elisabeth II. geadelt. Sein Templeton Growth Fund war mit seinen spektakulären Gewinnen 50 Jahre lang das Maß der Dinge an der Wall Street und ist einer der weltweit größten Investmentfonds. Dabei beherzigte Templeton die Prinzipien des Value Investings und blieb stets seinem Credo treu, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen...

Sonntag, 4. Juni 2023

Star-Investor und Bestseller-Autor Ken Fisher liebt das Investieren. Und Bäume...

Ken Fisher ist als Investor ungeheuer erfolgreich und das schon über einen langen Zeitraum hinweg. Nun könnte man bei kurzsichtiger Betrachtung meinen, dies läge daran, dass er von seinem Vater, dem legendären Investor Philip A. Fisher, ein großes Vermögen geerbt und einfach nur in dessen Fußstapfen getreten sei. Doch die Realität sieht meistens anders aus und so verhält es sich auch bei Ken Fisher.

Als dritter und jüngster Sohn war der Weg des 1950 geborenen Kenneth Lawrence Fisher nicht unbedingt vorgezeichnet. Nach der Highschool nahm er zunächst ein Studium der Fortwirtschaft auf und seine große Liebe zur Natur und zu Bäumen hat er sich bis heute bewahrt. Sein Studienfach wechselte er allerdings schon relativ zeitig und setzte fortan auf Ökonomie. Nach Abschluss des Studiums traten er und sein älterer Bruder in die Investmentfirma des Vaters ein, wo sie ausgebildet und auf die spätere Übernahme des Familienunternehmens vorbereitet werden sollten. Soweit so klassisch. Doch im Schatten einer Legende aufzuwachsen hat auch so seine Tücken...

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Star-Investor Tom Russo investiert in Stärke: Marken, Preissetzungsmacht, Cashflows

Value Investor Tom Russo gehört quasi zur Enkelgeneration von Benjamin Graham, dem Urvater der Fundamentalanalyse. Bei Graham ging auch Warren Buffett in die Lehre und arbeitete später sogar eine Zeit lang für dessen Investmentfirma.

Während seines Studiums bei Graham an der Columbia Universität lernte Buffett auch William Ruane kennen und schätzen. Dieser machte sich 1969 selbstständig, nachdem er 20 Jahre lang für das Bankhaus Kidder Peabody gearbeitet hatte, und gründete mit Rick Cunniff die Investmentgesellschaft Ruane, Cunniff & Co. Buffett wiederum hatte zu dieser Zeit seine ursprünglichen Investment-Partnerships aufgelöst und konzentrierte sich auf Berkshire Hathaway. Seinen Partnern riet er auf die Frage, wo diese nun ihr Geld investieren sollten: bei Berkshire Hathaway. Oder sie sollten es Bill Ruane anvertrauen. Was für ein Ritterschlag!

Tom Russo selbst studierte in Stanford, wo einen Vortrag von Warren Buffett über das Quality Investing hörte, der seine Investmentphilosophie entscheidend prägte. Buffett erklärte, er würde "wunderbare Unternehmen zu wunderbaren Preisen kaufen" und zusätzlich mit einer Sicherheitsmarge investieren, also unter dem inneren Wert kaufen, um mögliche Fehler auszugleichen.

Nach dem Studium verdiente sich Russo seine Sporen als Analyst bei Ruane, Cunniff and Goldfarb, wie das Unternehmen inzwischen hieß - er hatte Buffett sehr gut zugehört. 1989 stieg Russo dann bei einer erst fünf Jahre zuvor gegründeten Investmentfirma ein und führt seitdem die Geschäfte von Gardner Russo & Gardner. Und das sehr erfolgreich. Denn Russo kann auf eine durchschnittliche Jahresrendite von gut 15 % verweisen, die er in den letzten rund 30 Jahren für seine Investoren erzielen konnte. Nicht schlecht...

Mittwoch, 15. September 2021

Legendäre Investoren: Benjamin Graham, "Dekan der Wall Street" sowie Lehrer und Mentor von Starinvestor Warren Buffett

Benjamin Graham (* 9. Mai 1894 in London als Benjamin Grossbaum; † 21. September 1976) war ein einflussreicher US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendärer Investor. Er gilt als Urvater der fundamentalen Wertpapieranalyse, der Basis für das Value Investing.

Zwischen 1928 und 1957 lehrte Graham an der Columbia University, wo auch Warren Buffett zu seinen Schülern gehörte. 1934 veröffentlichte Graham gemeinsam mit David Dodd das Buch "Die Geheimnisse der Wertpapier Analyse" (orig.: "Security Analysis"), welches noch heute als Bibel für Value-Investoren gilt. 1949 erschien die Erstausgabe von "Intelligent investieren" (orig.: "The Intelligent Investor"), einer etwas populärwissenschaftlicheren Version von "Security Analysis".

Samstag, 17. April 2021

Investorenlegende Chuck Akre und das Geheimnis des dreibeinigen Stuhls

Charles T. Akre ist ein Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger und hält nichts von hektischer Betriebsamkeit; er denkt lieber zweimal nach, bevor er nichts tut.

Seine Investmentfirma Akre Capital Management gründete Chuck Akre 1989 und führte sie von Beginn an als ihr CEO und CIO. In den letzten Jahren wurde er unterstützt von seinem "Core-Team", das sich aus den drei Partnern Tom Saberhagen, Chris Cerrone und John Neff zusammensetzte. Seit Anfang 2021 führen Cerrone und Neff die Geschäfte von Akre Capital Management, nachdem sich Chuck Akre in den Ruhestand verabschiedet hat.

Und die erzielten Erfolge können sich sehen lassen. So können die Investoren seit der Gründung auf eine durchschnittliche Rendite in Höhe von 14,5% zurückblicken, ohne dass Akre etwa besonders stark auf Technologiewerte gesetzt hätte.  Grund für seinen überragenden Investmenterfolg ist vielmehr seine "Strategie des dreibeinigen Stuhls"...

Samstag, 5. September 2020

Game-Changer Niedrigzinsen: Auch Jeremy Grantham setzt jetzt auf Quality Investments

Jeremy Grantham ist eine Ikone des Value Investings und das nicht erst, seitdem er das Platzen dreier Aktienblasen korrekt vorhergesagt hat: die Blase am japanischen Aktien- und Immobilienmarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase 2000 sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt 2008 und die sich anschließende weltweite Kreditkrise. Anfang 2018 sagte er dann eine "scharfe Korrektur" innerhalb der nächsten 18 Monate voraus - und wir alle erinnern uns wohl noch an das heftige Kursgewitter im 2018er Schlussquartal. Grantham hat also schon ein besonderes Gespür für Aktien und ihre Bewertung...

Samstag, 15. August 2020

Daniel Loeb: Quality Investments sind die unbekannte Seite des aktivistischen Investors

Daniel Loeb ist ein Star in der Investmentszene und man kann ihn mit vielen Attributen versehen: sympathisch, eloquent, durchsetzungsstark, erfolgreich. Und Letzteres über viele Jahre, was ihn von so manchem gefallenem Star unterscheidet, der nach kurzen, Aufsehen erregenden Erfolgen eher mit teuren Fehlgriffen auf sich aufmerksam machte.

Seit 1995 ist Loeb mit seiner eigenen Investmentfirma Third Point als aktivistischer Investor unterwegs, doch Erfahrungen hat er bereits in den elf Jahren zuvor gesammelt: beim Private-Equity-Spezialisten Warburg Pincus, beim Plattenlabel Island Records, bei der US-Investmentbank Jefferies und bei der Citigroup. Dieser Weg schien irgendwie für ihn vorgezeichnet, denn bereits als Schüler begann er mit dem Investieren und später schloss sich ein Studium an; zunächst in Berkeley, dann an der Columbia in New York. Dort war es auch, wo er schnell $120.000 verdiente und diese genauso schnell wieder verlor, weil er alles auf das falsche Investment gesetzt hatte. Die Firma für Atemgeräte bekam Schnappatmung, nachdem ihre Produkte eklatante Mängel aufwiesen. Doch das konnte ihn nicht aufhalten...