Marenave (WKN: A0H1GY) habe ich seit Anfang des Jahres als Turnaround-Spekulation auf meiner Empfehlungsliste, weil ich auf die Wiederauferstehung als Schifffahrtsgesellschaft unter Führung des Hamburger Asset Managers Ernst Russ (WKN: A16107) gesetzt habe. Wohl wissend, dass es mit dem Einstieg der Deutschen Balaton (WKN: 550820) und einem konträren Konzept (Unternehmensbeteiligungen) durchaus Knatsch geben würde. Aber meine Überlegung war, dass es evtl. zu einer gütlichen Einigung käme und der eine den anderen auszahlt.
Soweit ist alles glatt gelaufen, aber nun schlingert Marenave doch auf eine noch unruhigere See zu. Denn Ernst Russ hat sich zurückgezogen und die Deutsche Balaton hat mit einem Anteil von mehr als 50% jetzt das alleinige Sagen. Die Wiederauferstehung als Schiffsbeteiligungsgesellschaft ist damit vom Tisch. Das ist schon seit Wochen bekannt und man hätte bereits seit einiger Zeit die Konsequenzen ziehen können. Habe ich aber nicht getan, weil ich auf die Hauptversammlung gewartet habe und auf die Vorstellung der konkrete(re)n Pläne für Marenave durch den neuen Mehrheitseigentümer. Doch es kam... nichts. Und das hat Konsequenzen...
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Donnerstag, 7. Juni 2018
Samstag, 7. April 2018
Deshalb habe ich bei Aves One und Prospect Capital die Reißleine gezogen...
Die Börsen korrigieren seit einigen Wochen und bei einigen Unternehmen hat sich zusätzlich das Chance-Risiko-Verhältnis verschlechtert, so dass ich die Werte von meiner Empfehlungsliste gestrichen habe. Risiken zu reduzieren dient dem Kapitalerhalt, dient auf lange Sicht der Verbesserung der durchschnittlich erzielten Rendite. Die Risiken im Geschäftsmodell haben sich jüngst bei Aves One und Prospect Capital erhöht, während die Chancen gleich geblieben sind oder sich gar verschlechtert haben.
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Montag, 29. Januar 2018
Investor-Update: Deutsche Rohstoff, DIC Asset, Ernst Russ, MPC Capital, TTL Information Technology, TLG Immobilien, VTG, WCM
In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
Verschnaufen ist angesagt...
Kursrallye zum Jahresende, Kursrallye zum Jahresanfang, da müssen die Börsen auch mal zwischendurch Luftholen. Und genau das erleben wir aktuell. Der Dollar hat neue Mehrjahreshochs markiert, die amerikanischen Börsen streben Richtung Rekordhochs und auch der DAX erreichte im Wochenverlauf neue Höchstmarken. Bewegung könnte nun aber in die Märkte kommen, da in den USA wieder die Earnings-Season ansteht und reihenweise Unternehmenszahlen zum vierten Quartal und ggf. zum Gesamtjahr 2017 präsentiert werden. Und dabei wird es die eine oder andere Überraschung gebe, auch gerade wegen der US-Steuerreform. Vor allem richtet sich der Blick hierbei auf die großen Tech-Werte, denn diese haben die Hausse zuletzt massiv befeuert und daran dürfte sich absehbar auch nichts ändern: Straucheln die Tech-Riesen, strauchelt die Börse. Und umgekehrt. Doch gerade auch in Zeiten dieser trendfolgenden Tech-Werte-Börse finden sich bei den kleinen und hässlichen Mid- und Smallcaps vernachlässigte und unentdeckte Perlen, die einen Überrendite versprechen. Wenn man die nötige Geduld mitbringt, auf ihre Entdeckung durch die breite Masse zu warten...
Verschnaufen ist angesagt...
Kursrallye zum Jahresende, Kursrallye zum Jahresanfang, da müssen die Börsen auch mal zwischendurch Luftholen. Und genau das erleben wir aktuell. Der Dollar hat neue Mehrjahreshochs markiert, die amerikanischen Börsen streben Richtung Rekordhochs und auch der DAX erreichte im Wochenverlauf neue Höchstmarken. Bewegung könnte nun aber in die Märkte kommen, da in den USA wieder die Earnings-Season ansteht und reihenweise Unternehmenszahlen zum vierten Quartal und ggf. zum Gesamtjahr 2017 präsentiert werden. Und dabei wird es die eine oder andere Überraschung gebe, auch gerade wegen der US-Steuerreform. Vor allem richtet sich der Blick hierbei auf die großen Tech-Werte, denn diese haben die Hausse zuletzt massiv befeuert und daran dürfte sich absehbar auch nichts ändern: Straucheln die Tech-Riesen, strauchelt die Börse. Und umgekehrt. Doch gerade auch in Zeiten dieser trendfolgenden Tech-Werte-Börse finden sich bei den kleinen und hässlichen Mid- und Smallcaps vernachlässigte und unentdeckte Perlen, die einen Überrendite versprechen. Wenn man die nötige Geduld mitbringt, auf ihre Entdeckung durch die breite Masse zu warten...
Sonntag, 14. Januar 2018
Investor-Update: Deutsche Balaton, Deutsche Rohstoff AG, Gladstone Capital, Lloyd Fonds, Marenave, Newtek Business Services, Technotrans
In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
Starker Jahresstart
Nachdem uns die Börsen eine solide Jahresendrallye hingelegt hatten, machten sie in der ersten Woche des neuen Jahres unverändert weiter. Die Kurse zogen deutlich an und vor allem bei den deutschen Nebenwerten gibt es nicht selten prozentual zweistellige Kurszuwächse zu feiern. Und die Rahmenbedingungen für Aktien sind weiterhin gut: niedrige und nur moderat ansteigende Zinsen, steigende Unternehmensgewinne (mit einem zusätzlichen Schub dank der US-Steuerreform), nur moderate Inflation von unter 2%, trotz gestiegenen Ölpreises. Und die politischen Gegebenheiten liefern auch nur geringes Störfeuer...
Starker Jahresstart
Nachdem uns die Börsen eine solide Jahresendrallye hingelegt hatten, machten sie in der ersten Woche des neuen Jahres unverändert weiter. Die Kurse zogen deutlich an und vor allem bei den deutschen Nebenwerten gibt es nicht selten prozentual zweistellige Kurszuwächse zu feiern. Und die Rahmenbedingungen für Aktien sind weiterhin gut: niedrige und nur moderat ansteigende Zinsen, steigende Unternehmensgewinne (mit einem zusätzlichen Schub dank der US-Steuerreform), nur moderate Inflation von unter 2%, trotz gestiegenen Ölpreises. Und die politischen Gegebenheiten liefern auch nur geringes Störfeuer...
Donnerstag, 4. Januar 2018
Turnaround-Spekulation: Bausch Health, Lloyd Fonds, Marenave vor Wiederauferstehung?
Turnaround-Spekulationen üben auf Anleger eine ganz besondere Magie aus, obwohl sie nur selten erfolgreich sind. Der Reiz liegt darin, Aktien eines Unternehmens zu ausgebombten Kursen zu kaufen, die früher in ganz anderen Spähren zuhause waren. Was so stark abgestürzt ist, muss ja eine Riesenchance darstellen, der Kurs muss sich ja wieder erholen, so lautet eine gängige Ansicht. Und die ist falsch!
Der Kurs muss sich nicht wieder erholen, denn es gibt zumeist sehr gute Gründe, weshalb Aktienkurse abstürzen. Und nicht selten folgt auf den Kursabsturz die Pleite und damit der Totalverlust des investierten Geldes. Anleger tun also gut daran, sich an Turnaround-Versuche nur unter größter Vorsicht und Sorgfalt heranzuwagen. Denn er kommt darauf an, auch eine "Turnaround-Spekulation als Value Investment" anzugehen. Nur so kann es funktionieren, will man sich nicht auf den Zufall verlassen.
Ich habe mich in drei ausführlichen Artikel bereits diesem Thema gewidmet. Anfang 2013 ("Turnaround: Profitieren, wenn gefallene Engel wiederauferstehen"), Anfang 2016 ("Turnaround-Spekulation: Wenn Totgesagte länger leben") und Ende 2016 noch einmal ("Deutsche Forfait, SBF AG, United Electronic Technology: Turnarounds seldom turn. But if..."). Die in den Artikeln vorgestellten Werte haben die Hoffnungen nicht alle erfüllt, doch zumindest ist kein Totalausfall darunter.
Neben diesen vier Artikeln habe ich ab und zu auch Einzelwerte in Turnaround-Situationen hier im Blog besprochen und bisweilen auf meine Empfehlungsliste gesetzt. Und darum geht es auch heute, um drei Unternehmen, deren Business total abgestürzt ist und ihr Aktienkurs ebenso. Bei denen aber die Hoffnung besteht, dass sie die Kurve kriegen und den latenten Krisenmodus wieder verlassen können und wieder zu stinknormalen Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell werden. Also werfen wir einen Blick auf die drei Turnaround-Kandidaten, auf neue Hoffnungsträger und alte Bekannte...
Der Kurs muss sich nicht wieder erholen, denn es gibt zumeist sehr gute Gründe, weshalb Aktienkurse abstürzen. Und nicht selten folgt auf den Kursabsturz die Pleite und damit der Totalverlust des investierten Geldes. Anleger tun also gut daran, sich an Turnaround-Versuche nur unter größter Vorsicht und Sorgfalt heranzuwagen. Denn er kommt darauf an, auch eine "Turnaround-Spekulation als Value Investment" anzugehen. Nur so kann es funktionieren, will man sich nicht auf den Zufall verlassen.
Ich habe mich in drei ausführlichen Artikel bereits diesem Thema gewidmet. Anfang 2013 ("Turnaround: Profitieren, wenn gefallene Engel wiederauferstehen"), Anfang 2016 ("Turnaround-Spekulation: Wenn Totgesagte länger leben") und Ende 2016 noch einmal ("Deutsche Forfait, SBF AG, United Electronic Technology: Turnarounds seldom turn. But if..."). Die in den Artikeln vorgestellten Werte haben die Hoffnungen nicht alle erfüllt, doch zumindest ist kein Totalausfall darunter.
Neben diesen vier Artikeln habe ich ab und zu auch Einzelwerte in Turnaround-Situationen hier im Blog besprochen und bisweilen auf meine Empfehlungsliste gesetzt. Und darum geht es auch heute, um drei Unternehmen, deren Business total abgestürzt ist und ihr Aktienkurs ebenso. Bei denen aber die Hoffnung besteht, dass sie die Kurve kriegen und den latenten Krisenmodus wieder verlassen können und wieder zu stinknormalen Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell werden. Also werfen wir einen Blick auf die drei Turnaround-Kandidaten, auf neue Hoffnungsträger und alte Bekannte...
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Dienstag, 19. September 2017
Ernst Russ mit starkem Ergebnisswing. Der Turnaround nimmt Fahrt auf!
Die Ernst Russ AG kommt bei ihrem Turnaround einen großen Schritt voran, wie die Zahlen zum ersten Halbjahr 2017 zeigen. Der Hamburger Asset Manager mit Schwerpunkt Schifffahrt war früher als Fondsinitiator unter dem Namen HCI bekannt und hat seit der Beinahe-Pleite eine konsequente Wandlung vollzogen. Ich hatte das Unternehmen vor einem Jahr hier vorgestellt und auf als Turnaround-Spekulation auf meine Empfehlungsliste genommen ("Neuausrichtung: Ernst Russ AG (H.C.I. Capital) ist auf dem Weg zu neuen Ufern"). Nachdem der Aktienkurs um den Jahresanfang herum eine Zeit lang knapp über der Marke von 1 Euro konsolidiert hat, kennt er seitdem nur eine Richtung: nach oben. Und heute scheint er auch die Marke von 1,50 Euro zu überwinden - dank der vorgelegten Zahlen.
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Mittwoch, 21. Dezember 2016
Was denkt sich Ernst Russ beim Marenave-Einstieg?
Die Ernst Russ AG, vormals HCI Capital, ist erst seit einiger Zeit wieder erfolgreich am Markt unterwegs. Das frühere Schiffsfonds-Emissionshaus hat Ende 2015 einen Kapitalschnitt und anschließende Kapitalerhöhungen hinter sich und ebenso eine neue Geschäftsausrichtung hin zu einem Asset- und Investmentmanager mit maritimem Schwerpunkt. Ernst Russ betreibt eine Flotte von rund 50 Container-, Tanker- sowie Bulkschiffen, betreut weitere 180 Fondsschiffe und verwaltet als Asset-Manager Objekte u.a. aus den Bereichen Schifffahrt, Immobilien, Erneuerbare Energien und Private Equity. Nachdem man die Reedereien König & Cie und Ernst Russ übernommen hatte, erfolgte wenig später die Übernahme eines ersten Schiffsportfolios von der HSH Nordbank.
Und in diesem Bereich will Ernst Russ weiter mitmischen. Im November startete man ein Joint Venture mit dem norwegischen Finanzdienstleister Pareto, mit dem Restrukturierungsprojekte vorangetrieben werden sollen. So legt Pareto einen Fonds auf, mit dem Bestandsschiffe aus dem Markt aufgekauft werden sollen; ein auf die Eigenkapitalseite fokussiertes Projekt zunächst nicht für den deutschen Markt, sondern vor allem mit Blick auf institutionelle Investoren aus dem Ausland. Dabei wird auch die Ernst Russ AG ins Risiko gehen über Co-Investments.
Und in diesem Bereich will Ernst Russ weiter mitmischen. Im November startete man ein Joint Venture mit dem norwegischen Finanzdienstleister Pareto, mit dem Restrukturierungsprojekte vorangetrieben werden sollen. So legt Pareto einen Fonds auf, mit dem Bestandsschiffe aus dem Markt aufgekauft werden sollen; ein auf die Eigenkapitalseite fokussiertes Projekt zunächst nicht für den deutschen Markt, sondern vor allem mit Blick auf institutionelle Investoren aus dem Ausland. Dabei wird auch die Ernst Russ AG ins Risiko gehen über Co-Investments.
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