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Montag, 23. Dezember 2019

mVISE schockt mit Umsatz- und Gewinnwarnung. Doch das war leider abzusehen...

Den IT-Dienstleister mVISE [WKN: 620458] habe ich eine Zeit lang begleitet und es war für mich eine erfolgreiche Turnaround-Spekulation. Ende August habe ich mich dann von dem Wert verabschiedet, als die Halbjahreszahlen enttäuschten und der Vorstand dennoch an seiner kaum mehr haltbaren Prognose für das Gesamtjahr festhielt. Die Qualität des Managements und das Vertrauen, das man in es setzen kann, haben für mich einen hohen Stellenwert und wenn ich das Gefühl habe, dass das Management eher von Wunschträumen getrieben ist als von Realitätssinn und dem Kapitalmarkt und mir als Aktionär keinen reinen Wein einschenkt, dann breche ich dort meine Zelte ab. So geschehen bei mVISE und nun wurden meine damaligen Befürchtungen leider vollauf bestätigt.

Sonntag, 1. September 2019

Die 35. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Aurelius, Blue Cap, Delignit, mVISE, Navigator Equity Solutions

Anders als in der Vorwoche verhagelte kein Twittersturm des Donaldissimo die Erholungsphase der Börsen und so blicken wir auf eine Woche der Entspannung und gestiegener Kurse zurück. Der DAX notiert zwar weiterhin unter 12.000 Punkten und der S&P 500 unter 3.000, aber die Allzeithochs sind in Schnupperweite - zumindest an den US-Börsen. Die deutschen Aktienwerte hängen weiterhin in den Seilen, was auch an der Gewichtung unseres Leitindex liegt: Banken, Automobilhersteller- und zulieferer sowie Chemiekonzerne. Und mit Zyklikern lässt sich am Ende eines Konjunkturbooms bekanntlich am wenigsten Geld machen; hier dominieren eher die Minuszeichen. Dazu bräuchte es noch nicht einmal Handelskriege, aber die stehen leider weiterhin hoch auf der Agenda. Und auch wenn die immer mal wieder aufkeimenden Hoffnungen auf eine Lösung bzw. Einigung die Börsen verschnaufen lassen, so sind die realwirtschaftlichen Bremsspuren nicht zu übersehen, die Strafzölle und verbale Kanonenschläge hinterlassen. Und anders als Donald Trump glaube ich nicht, dass die US-Notenbank nur "irgendwas tun müsste", um das Problem zu lösen. Wenngleich ich Stanley Druckenmiller folge, der die Geldpolitik der Notenbank für den entscheidenden Faktor für den Erfolg an der Börse hält...

Freitag, 28. Dezember 2018

2018 im Rückspiegel: Rekord, Korrektur, Allzeithoch, Börsencrash - und ein Rekordminus

2018 lief nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Und mit diesem Fazit stehe ich vermutlich nicht allein. Mein Jahresausblick auf dieses Jahr lautete "2018 laufen die Börsen weiter. Soweit die Kurse tragen..." und darin hatte ich die Erwartung geäußert, dass die Börsen gut ins Jahr 2018 starten würden, getragen von der US-Steuerreform und den daraus resultierenden höheren Gewinnen der US-Unternehmen.

Im Jahresverlauf hatte ich aufkommende Schwierigkeiten verortet bzgl. der anziehenden Inflation und der auch deshalb steigenden Zinsen in den USA, während es in der Eurozone keine Zinsanhebungen geben würde. Bzgl. der Immobilienpreise hatte ich steigende Mieten und Preise erwartet, bei den Rohstoffen ein anziehen der Preise aufgrund der guten Konjunktur und für Öl (WTI) hatte ich Preise zwischen 50 und 60 Dollar im Jahresmittel erwartet - was auch nicht wirklich daneben lag, auch wenn die Spitzen deutlich außerhalb dieses Bandes lagen und der Ölpreis nach Kursen von gut 75 Dollar im Jahresverlauf nun am Ende bei 45 Dollar notiert. Für Gold hatte ich nicht viel erwartet, was auch so eingetreten ist. Absolut gesehen jedenfalls; relativ betrachtet wäre man mit Gold und Geld in 2018 besser gefahren als mit Aktieninvestments, das steht nun fest. Für Banken war ich sehr negativ eingestellt und was die deutschen/europäischen Banken angeht, lag ich völlig richtig. Die US-Banken stehen hingegen prächtig dar, das habe ich so nicht erwartet bzw. nicht wirklich auf dem Schirm gehabt. Und der große Einbruch bei Anleihen blieb bisher auch aus, trotz der anziehenden Zinsen. Das Damoklesschwert in den Bilanzen der Banken und Versicherungen (und der EZB) schwebt aber weiterhin latent über uns... Und dann war da noch meine Prognose für Bitcoins und Kryptowährungen, die lautete: "Diese Blase wird platzen und eine Reihe von Kryptowährungen in den Abgrund reißen. Zuvor dürften aber noch eine Reihe von Bitcoin-Börsen gehackt werden und/oder einfach ihre Kunden/Anleger abzocken und auch so für Ernüchterung sorgen". Geradezu prophetisch richtig lag ich hier.

Tja, alles irgendwie ziemlich gut getroffen. Und am Ende habe ich doch kräftige Kursverluste einstecken müssen dank der Korrektur im vierten Quartal. Das betraf zunächst vor allem die deutschen Nebenwerte, während die US-Techwerte mein Depot über Wasser hielten. Aber dieser Zwischenstand erwies sich als trügerisch, wie die letzten Wochen zeigten...

Dienstag, 2. Januar 2018

2018 laufen die Börsen weiter. Soweit die Kurse tragen...

In meinem Jahresrückblick "2017 im Rückspiegel: Was trumpelt so laut durch Nacht und Wind..." habe ich mich mit den Entwicklungen des letzten Jahres befasst und dieser Jahresausblick auf 2018 schließt hier nahtlos an.

Nach einer Reihe von Allzeithochs bei weltweit führenden Aktienindizes wie Dow Jones, S&P 500, NASDAQ, DAX, MDAX, und vielen mehr dürfte auch 2018 eher positiv starten, denn die Haupttriebfeder der steigenden Aktienkurse sind niedrige Zinsen und die Aussicht auf höhere Unternehmensgewinne. Und gerade letztere schüren die Phantasie, denn Donald Trump hat nach mehr als einem Jahr im Amt seinen ersten großen Erfolg feiern können: die große und lang angekündigte Steuerreform.

Und die ändert einiges. Vor allem die Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 35% auf 21% wird sich sehr positiv auf die Gewinne der US-Unternehmen auswirken. Denn wenn die Steuerbelastung sinkt, steigt der Jahresgewinn  und entsprechend der Gewinn je Aktie. Ein höheres EPS erzeugt ein niedrigeres KGV und wenn die Unternehmensgewinne durchschnittlich zwischen 15% und 20% ansteigen, haben die Bewertungen der Aktien wieder mehr Luft nach oben. Also die Kurse.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Nach erfolgreichem Turnaround: Kann mVISE jetzt die nächste Raketenstufe zünden?

Die mVISE AG ist ein Spezialist für Cloud-basierte mobile Digitalisierung und verdient mit Consulting, Apps und Cloud-Computing ihr Geld. Und dass sie Geld verdient, ist nicht selbstverständlich, denn als das Unternehmen noch unter dem Namen Convisual firmierte, machte man vor allem als Geldverbrenner Schlagzeilen.

Nun, diese Zeiten sind vorbei und nachdem man in einem jahrelangen Prozess das Unternehmen neu aufgestellt hat, konnte man im letzten Jahr den Turnaround beenden. Die ehrgeizigen 2016er Jahreszeile hatte man erreicht und man konnte erstmals seit dem Börsengang schwarze Zahlen vermelden. Und auch in 2017 kam man gut voran...

Mittwoch, 27. Dezember 2017

2017 im Rückspiegel: Was trumpelt so blind durch Nacht und Wind...

Mein Ausblick auf das Jahr 2017 lautete: "Auch in 2017 dürfte es rau bleiben an den Börsen, Trump als neuer Präsidenten-Rambo wird schon für einige Irritationen sorgen auf der Bühne der Weltpolitik, die Eurozone bewegt sich nicht in ruhigen Fahrwassern und China... Tja, China bleibt ein Sorgenkind. Daher bleibt an der Börse nur eines sicher: die Kurse werden schwanken". Und was ist wirklich passiert?

Auch im Jahr 2017 stiegen die Kurse weiter an und weltweit konnten die Börsenindizes neue Höchststände feiern; die Geldanlage in Aktien konnte erneut überzeugen und die meisten Asset-Klassen hinter sich lassen. So überwand der Dow Jones die Marke von 24.500 Punkten, der S&P die von 2.700 Punkten, der NASDAQ die von 6.500 Punkten, der DAX schraubte sich auf über 13.300 Zähler hoch, womit er das sechste Jahr in Folge einen Anstieg verbuchen konnte. Und der MDAX touchierte die Marke von 27.000 Punkten und stellte einmal mehr die Performance des DAX weit in den Schatten.

Dabei schienen die Rahmenbedingungen für das Börsenjahr 2017 gar nicht so gut zu sein, denn die Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten und seine Art der "Fuck-You-Regentschaft" schüren vor allem Unsicherheit. Und Unsicherheit ist der Feind der Börse; Anleger lieben klare Verhältnisse und mögen keine plötzlichen Richtungsänderungen. Doch gerade die gibt es bei Trump im Minutentakt, wenn er denn überhaupt solange an einer Meinung festhält. Doch die Börsen haben sich an seine Art des Shit-Storms gewöhnt, Trump poltert und wütet, aber seine Administration fängt das meistens in der politischen Arbeit wieder ein. Trump und seine Tiraden werden weitgehend ausgeblendet und beeindrucken allenfalls kurzfristig die Märkte.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Investor-Update: Hypoport, Main Street Capital, MBB, mVISE, Steico, Technotrans

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Dreißig Jahre "Schwarzer Montag". Und nix passierte...
In der letzten Woche jährte sich der "Schwarze Montag" zum dreißigsten Mal. An jenem 19. Oktober 1987 brach der Dow Jones Index um um 508 Punkte ein und diese 22,6% waren der höchste prozentuale Kursrückgang eines Tages in der Geschichte des New Yorker Leitindex. Selbstverständlich wurde dieses Jubiläum zum Anlass genommen, weiter ins Pessimismus-Horn zu stoßen und den großen Crash (endlich) herbeizureden. Nun, es kam anders und DAX und DOW markierten neuen Allzeithochs über den magischen Marken von 13.000 und 23.000 Punkten. Es gibt eben keine Gesetzmäßigkeit, nach der alle paar Jahre ein Crash stattfinden muss und nun der Zeitpunkt einfach reif sei, weil wir bereits 9 Jahre Hausse hinter uns hätten. Andererseits gab es auch seit den Tiefstkursen heftige Korrekturen, man schaue nur mal auf 2011. Und dann haben wir noch "den Joker", das Tiefstniveau bei den Zinsen. Das ist eine Variable, die in den Gleichungen bisher nie so vorkam und es tun sich viele schwer damit, sie richtig einzustufen. Warren Buffett allerdings, der hat gerade bei CNBC gesagt, die aktuellen Börsenbewertungen machten absolut Sinn - in diesem Zinsumfeld. Und es gibt kaum jemanden, der mehr Börsencrashs mitgemacht hat als Buffett und der mit Aktieninvestments reicher geworden ist.

Klar ist, dass ein Crash kommen wird. Allerdings weiß niemand genau, wann. Es kann am Montag sein oder in fünf Jahren. Und meistens kann man erst im Nachhinein erkennen, ob es wirklich ein Crash war oder nur eine satte Korrektur. Wir werden, auch diesmal, einfach abwarten müssen...

Dienstag, 28. Februar 2017

mVISE erreicht 2016er Jahresziele und setzt weiter auf starkes, profitables Wachstum

Die mVISE AG, ein Spezialist für cloudbasierte mobile Digitalisierung, unterstreicht mit Vorlage der vorläufigen Jahresergebnisse für 2016 ihren erfolgreichen Turnaround und die Rückkehr in die Gewinnzone. Dabei konnten die im Verlauf des Jahres im Zuge der Übernahme der Just Intelligence GmbH angehobenen Jahresziele erreicht werden: "Nachdem das Geschäftsjahr 2016 mit dem stärksten Quartal der Unternehmensgeschichte beendet wurde, konnten für das Gesamtjahr etwa €9 Mio. Gesamtleistung erzielt werden. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei circa €1 Mio.".

Aber mVISE wächst nicht nur durch Zukäufe, sondern vor allem auch organisch. Und so möchte das Unternehmen in diesem Jahr um mehr als 50% bei der Gesamtleistung auf dann mehr als €14 Mio. zulegen und strebt dabei eine EBITDA-Marge von 15 bis 20% an. Dieser Zuwachs soll durch einen Zuwachs im Lizenzgeschäfte sowohl mit den Produkten zur Vertriebsunterstützung (SaleSphere) als auch mit den Lösungen zur Personaleinsatzplanung (Intraday Complete Control) erreicht werden.

Montag, 2. Januar 2017

2017 bringt weitere Chancen für Aktien und Risiken für Anleihen

Der DAX stieg in 2016 das fünfte Jahr in Folge, ohne dabei ein neues Allzeithoch zu markieren, das noch aus 2015 datiert und bei über 12.000 Punkten lag. Dennoch schloss er nach einer atemberaubenden Berg- und Talfahrt auf Jahreshöchstkurs bei 11.481 Punkten und damit um 6,9% höher als zum Jahresstart. Mein Depot, das ich im Jahresverlauf zunehmend stärker im Bereich deutscher Nebenwerte positioniert habe, konnte unterm Strich um 17,4% zulegen, womit ich sehr zufrieden bin - trotz meines verlustreichen Ausflugs in die Welt der Spekulation mit meinen zur Depotabsicherung erworbenen DAX-Puts. Bisher mein teuerstes Börsenexperiment und es regt nicht gerade zur Wiederholung an. Dow Jones, S&P 500 MDAX, sie alle konnten im Gegensatz zum DAX neue Allzeithöchststände markieren in diesem Jahr. Und was war das für ein Jahr...

Donnerstag, 3. November 2016

Insiderkäufe und Analystenlob: Startet bei mVISE jetzt die Weihnachtsrallye?

Die mVISE AG ist ein Spezialist für cloudbasierte mobile Digitalisierung und hat einige schwere Jahre hinter sich. Seit 2015 läuft der Turnaround und immer deutlicher zeichnet sich ab, dass er zu einem Erfolg wird.

Nachdem mVISE vor Kurzem die Mehrheit an der Just Intelligence GmbH übernommen und starke Halbjahresergebnisse präsentiert hatte, kamen die Analysten von SMC-Research in ihrem Update zu einem Buy-Rating und einem Kursziel von €3,70 (zur Analyse). Sie gehen von einer Steigerung des Ergebnis je Aktie von €-0,05 für das Jahr 2015 auf €+0,24 in 2019 aus. Für das laufende Jahr erwarten die Analysten immerhin schon die Rückkehr in die Gewinnzone und ein ein EPS von €0,05, das sich in 2017 bereits auf €0,19 je Aktie steigern sollte.

Und auch mVISE-Vorstand Manfred Götz scheint sich seiner Sache sehr sicher zu sein, denn er kauft in den letzten Tagen massiv Aktien seines Unternehmens. So erwarb er am 2. November 15.000 Aktien zu €2,88 im Gesamtwert von €43.200 über XETRA, was für den doch recht marktengen Nebenwert ein nicht ganz kleines Volumen ist.

Meine Einschätzung
Ich habe mVISE seit einiger Zeit als aussichtsreiche, aber nicht ganz risikolose Turnaround-Spekulation in meinem Depot und auf meiner Empfehlungsliste und ich bin zuversichtlich, dass die operative Entwicklung weiterhin so positiv fortschreitet. Die Insiderkäufe und die konsequente Umsetzung der neuen Strategie sollten dem Kurs von mVISE weiter Auftrieb geben.

Donnerstag, 29. September 2016

mVISE übernimmt Mehrheit an Just Intelligence GmbH und bleibt voll auf Kurs

Die mVISE AG ist ein Spezialist für cloudbasierte mobile Digitalisierung und hat einige schwere Jahre hinter sich. Seit 2015 läuft der Turnaround und der nimmt immer mehr Gestalt an.

Im Jahr 2015 wurde die Gesamtleistung der mVISE AG um 174% von €2,1 Mio. auf €5,9 Mio. gesteigert und die Mitarbeiterzahl im selben Zeitraum von 32 auf 64 verdoppelt. Ebenso erfreulich entwickelte sich die Eigenkapitalquote von 24% auf 48%. Die Bereinigung defizitärer Geschäftsfelder ist abgeschlossen und sämtliche Altverbindlichkeiten wurden getilgt.

Der Turnaround setzt sich auch in 2016 fort, wie die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigten. Die erwartete Gesamtleistung steigt um mehr als 50% auf circa €3,7 Mio. nach €2,4 Mio. im Vorjahreszeitraum. Ebenso erfreulich zeigt sich das erwartete EBITDA mit +€160.000 ggü. -€380.000 bereinigtem EBITDA im Vorjahreszeitraum. Der Vorstand der mVISE AG bestätigte daher die Prognose einer Gesamtleistung von knapp €10 Mio. für das Jahr 2016 bei einer angenommenen Konsolidierung der übernommenen Just Intelligence GmbH, Hamburg ab dem 3. Quartal 2016.

Konsolidierung der Just Intelligence GmbH ab dem vierten Quartal 2016
Und eben diese Übernahme der Just Intelligence GmbH ist nun erfolgt; mVISE gab die Aufstockung seiner Unternehmensanteile an der Hamburger Just Intelligence GmbH auf 78% bekannt, an der man bereits seit 2014 mit zuletzt 33,4% beteiligt war. Die Aufstockung erfolgt durch Barmittel in Höhe von €180.000, die in die Just Intelligence GmbH eingezahlt werden und durch Ausgabe von 210.000 Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung aus genehmigten Kapital der mVISE AG. Die Barmittel werden aus der eigenen Finanzkraft erbracht, eine Kapitalmaßnahme ist nicht nötig. Für die verbleibenden 22% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen.

 mVISE AG (Quelle: finanzen.net) 
Damit kann die Just Intelligence GmbH in den Geschäftszahlen der mVISE AG konsolidiert werden, allerdings erst ab dem vierten Quartal. Dies hat allerdings nach Auskunft des mVISE-Vorstands keine negativen Auswirkungen auf die prognostizierten 2016er Jahresziele, da die Geschäfte operativ ziemlich rund laufen und die Ziele auch so erreicht werden dürften; also ein EBTIDA in Höhe von über €1 Mio. bei einer Gesamtleistung von knapp €9 Mio., was zu einer überplanmäßigen Rentabilität führt. Darüber hinaus geht mVISE im Zusammenhang mit der Mehrheitsbeteiligung an der Just Intelligence GmbH von einem positiven Impuls auf das Umsatz- und Ertragswachstum aus, da die ICC Cloud von Just Intelligence eine hervorragende Ergänzung des mVISE SaaS-Produktportfolios darstelle und die Partnerschaft mit Marktführer 4Com das Vertriebspotential der Just Intelligence um über 60% erhöhe.

Meine Einschätzung
Der Vollzug der bereits länger angekündigten Übernahme sollte dazu führen, dass die Jahresziele erreicht werden und diese neue Verlässlichkeit steht der mVISE gut zu Gesicht. Die Übernahme birgt darüber hinaus weitere Vertriebspotenziale und dürfte den mVISE-Konzern stärken.

mVISE befindet sich als aussichtsreiche, aber nicht ganz risikolose Turnaround-Spekulation auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot und ich bin zuversichtlich, dass die operative Entwicklung weiterhin so positiv fortschreitet.

Freitag, 10. Juni 2016

Zahlen & Mehr: 7C Solarparken, Aurelius, Eon, mVISE, Publity

:: 7C Solarparken
Der Solarparkbetreiber konnte heute mit positiven Nachrichten aufwarten. So hat man das letztes Jahr erworbene Miskina-Portfolios mit einer Leistung von 13,7 MWp optimieren können durch eine Verbesserung der Performance Ratio sowie eine Refinanzierung der Projektdarlehen. Zwei der zum Portfolio gehören Anlagen konnten durch technische Optimierung von einem PR-Level von 70% auf nun 79% gehoben werden und durch diese Investition von €0,7 Mio. werden jährliche Erlössteigerungen von €160.000 erzielt.

Bei der Umfinanzierung konnte man ebenfalls einen großen Erfolg verbuchen. Die Nettoverschuldung sinkt per Ende Juni 2016 auf €31,9 Mio. und die durchschnittlichen Festzinsen wurden von 5,5% auf 2,05% reduziert. Die einmalige Vorfälligkeitsentschädigung beläuft sich auf €2,3 Mio.; ihr stehen nun jährliche Einsparungen in Höhe von €1 Mio. gegenüber.

Beide Maßnahmen liefen besser als erwartet und übertrafen die Prognosen des Vorstands vom letztjährigen Investorentag. Die Priorität des Vorstands verlagert sich nun auf Wachstum, um das 105 MWp-Ziel vor dem Jahresende 2017 zu erreichen.

:: Aurelius
Gestern fand die Hauptversammlung des Finanzinvestors Aurelius statt und heute wird die Bruttodividende von €2,45 je Aktie ausgezahlt, die sich aus einer Basisdividende von €0,90 und einer Partizipationsdividende von €1,55 zusammensetzt. Die Ausschüttung wurde damit um 22% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dem entsprechend passte Aurelius auch die Konditionen der begebenen Wandelanleihe an.

Aurelius betreibt inzwischen Büros in München, London, Stockholm und Madrid und zur weiteren Differenzierung des Aurelius-Geschäftsmodells, vor allem im angelsächsischen bzw. internationalen Markt, wurde die Umfirmierung der Gesellschaft in AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA beschlossen.

Ergänzung vom 16.06.2016, 12:03
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In einem Interview mit "Vorstandswoche.de" sagte Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus, Aurelius plane in diesem Jahr noch weitere 2 bis 5 Zukäufe zu tätigen. Zudem werde man sich noch ein paar Firmen trennen. Das zweite Halbjahr werde sehr "aktiv".

:: Eon
Die gestrige Hauptversammlung der Eon hat die Aufspaltung des Unternehmens in zwei Teile beschlossen. Eon will sein Geschäft mit den konventionellen Kraftwerken und den Energiehandel in die Gesellschaft Uniper auslagern, die schon seit Jahresbeginn operativ tätig ist. Eon konzentriert sich dann auf die erneuerbaren Energien, den Vertrieb und das Netzgeschäft. Die Eon-Aktionäre sollen mit der Aufspaltung für jeweils zehn Eon-Papiere zusätzlich eine Uniper-Aktie erhalten. Damit trennt Eon sich zunächst von rund 53% an Uniper, will jedoch auch die restlichen 47% mittelfristig verkaufen. Für den heftigen Kurseinbruch sorgte allerdings der Dividendenabschlag, denn Eon hatte eine Bruttodividende von €0,50 je Aktie ausgekehrt.

:: mVISE
Auch bei der mVISE AG trat die Hauptversammlung zusammen; bei dem Turnaround-Kandidaten gab es allerdings keine Dividende, daher standen die Berichte des Vorstands im Vordergrund.

Im Jahr 2015 konnte die Gesamtleistung der mVISE AG um 174% von €2,1 Mio. auf  €5,9 Mio. gesteigert werden und die Mitarbeiterzahl verdoppelte sich im selben Zeitraum von 32 auf 64, ebenso die Eigenkapitalquote von 24% auf 48%. Die Bereinigung defizitärer Geschäftsfelder ist abgeschlossen und sämtliche Altverbindlichkeiten wurden getilgt.

Der Turnaround setzt sich auch in 2016 fort, wie die voraussichtlichen Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen. Die erwartete Gesamtleistung steigt um mehr als 50% auf ca. €3,7 Mio. nach 2,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Ebenso erfreulich zeigt sich das erwartete EBITDA mit +€160.000 ggü. -€380.000 bereinigtem EBITDA im Vorjahreszeitraum. Der Vorstand der mVISE AG bestätigt daher die Prognose einer Gesamtleistung von knapp €10 Mio. für das Jahr 2016 bei einer angenommenen Konsolidierung der übernommenen Just Intelligence GmbH, Hamburg ab dem 3. Quartal 2016.

:: Publity
Die aufstrebende Immobilien-AG Gateway Real Estate hat sich durch eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:6 brutto 19 Mio. Euro aus dem Kapitalmarkt geholt und mit dem Geld die ersten beiden größeren Deals der Gesellschaft finanziert. Dabei handelt es sich um das an Areva und Siemens vermietete Büroobjekt an der Paul-Gossen-Str. 100 in Erlangen für €76 Mio. und um die Baby-Walz-Zentrale in Bad Waldsee für €32,8 Mio. Verkäufer der beiden Liegenschaften ist die Publity AG, die diese beiden Objekte somit weniger als 6 Monate in ihrem Bestand hatte. Bisher hatte Publity seine Immobilien im Schnitt nach 16 Monaten weiterverkauft und bei diesen bisher gehandelten rund 500 Immobilien machte man einen durchschnittlichen Gewinn von 27%. Ob der Gewinn bei diesen beiden Liegenschaften in einer ähnlichen Größenordnung liegt, ist nicht bekannt - es ist aber davon auszugehen, dass Publity einen schönes Aufgeld hat einstreichen können, denn man erwirbt die Immobilien aus Notsituationen heraus und damit mit erheblichem Abschlag auf ihren Verkehrswert. Und da man zumeist mit 3% an den Objekten selbst beteiligt ist und sowohl beim Ankauf als auch beim (erfolgreichen) Verkauf Provisionen einstreicht, dürfte sich das Geschäft für Publity gelohnt haben.

Am 13.06.2016 stellt die Immobilien-Zeitung richtig, dass ihre Meldung nicht korrekt war. Verkäufer der beiden Liegenschaften war nicht die Publity AG, sondern diese hatte den Deal für Gateway lediglich als Asset-Manager begleitet. Ich gehe davon aus, dass die beiden Immobilien zu einem vom Publity für Finanzinvestoren betreuten Portfolio gehören.

7C Solarparken, Aurelius, Eon, mVISE und Publity befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 26. April 2016

Zahlen & Mehr: Aurelius, Berentzen, MBB, mVISE, Steico, WCM

:: Aurelius
Der Finanzinvestor Aurelius hat weitere Anteile an seiner Beteiligung am Spirituosenhersteller Berentzen abgegeben. Der niederländische Finanzinvestor Monolith wird rund 10,4% der Aktien übernehmen, so dass der Aurelius-Anteil weiter auf 18,8% absinkt. Aurelius hatte kürzlich bereits mit dem Verkauf seines Aktienpakets von vormals 51,04% begonnen. (>>> zur Meldung)

:: MBB
Die Beteiligungsgesellschaft MBB hat Zahlen zum ersten Quartal 2016 vorgelegt und einen Rekordumsatz in Höhe von €78,2 Mio. gegenüber €60,2 Mio. im Vorjahresquartal erzielt. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 29,8%. Das EBITDA stieg um 21,1% auf €7,8 Mio. das Ergebnis je Aktie belief sich auf €0,56 nach €0,47 in den ersten drei Monaten des Vorjahres und stieg damit um 19,1%. Das Eigenkapital stieg auf 91,9 Mio. EUR nach 87,6 Mio. EUR zum Jahresende 2015, so dass sich die Eigenkapitalquote auf 39,3% zum Ende des ersten Quartals 2016 erhöhte. MBB verfügt damit unverändert über eine signifikante Liquiditätsausstattung, um aus eigener Kraft in Tochterunternehmen und Wachstum durch Unternehmenserwerb zu investieren. Die sehr guten Ergebnisse spiegeln das organische Wachstum in sämtlichen Tochtergesellschaften des MBB Konzerns wider und übertreffen die Unternehmensplanung für das erste Quartal. Die Ergebnisse untermauern zudem die zunehmend konservativ erscheinende Prognose von 300 Mio. EUR Umsatz und €2,00 EPS für das Geschäftsjahr 2016. Darüber hinaus zeigt sich, dass sich die hohen Erwartungen, die mit der Übernahme der Aumann-Gruppe verbunden sind, erfüllen, den MBB-Chef Nesemeier "als vermutlich bester Zukauf" bezeichnete, den MBB jemals getätigt habe.

Wenn man sich ein paar Jahre zurück erinnert, gab es damals den Zukauf der Claas Fertigungstechnik, der auf Schlag den Umsatz der MBB-Gruppe verdoppelte und die gewinne überproportional steigerte. Es war bereits nach dem ersten Quartal absehbar, dass die weiteren Quartalszahlen und das Jahresergebnis mit großen Steigerungen verbunden sein würden und der Aktienkurs zog mit den jeweils nach oben angepassten Prognosen immer weiter stark mit. Diese Geschichte könnte sich aufgrund des Aumann-Zukaufs in diesem Jahr wiederholen; eine (oder mehrere) Anpassung der Jahresprognosen ist nur eine Frage der Zeit. Und der Aktienkurs dürfte über das Jahr gesehen immer wieder davon beflügelt werden und auf neue Hochs vorstoßen. (>>> zur Meldung)

:: mVISE
Die mVISE AGist ein Spezialist für cloudbasierte mobile Digitalisierung und hat heute ihre abschließenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 bekannt gegeben. Dabei wurden die vorab gemeldeten Zahlen aus dem März weitgehend bestätigt. So konnte mVISE im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr die Gesamtleistung  auf €5,86 Mio. (Vorjahr: € 2,14 Mio.) gesteigert werden und der. Der Jahresfehlbetrag konnte von einem negativen EBITDA in Höhe von €-1,18 Mio. auf ein um Einmalaufwendungen bereinigtes EBITDA in Höhe von €-0,38 Mio. gesenkt werden. Nachdem in 2015 umfassenden Reorganisationen und Neuorientierungen erfolgten, peilt das Unternehmen weitere Umsatzsteigerungen und ab dem zweiten Quartal 2016 ein kontinuierlich positives Ergebnis an. (>>> zur Meldung)

:: Steico
Der Dämmmittelhersteller Steico kommt immer besser in Schwung, auch aufgrund des milden Winters. Die Zahlen zum Jahresabschluss 2015 und zum ersten Quartal 2016 lassen jedenfalls aufhorchen. Die Umsatzerlöse stiegen 2015 um 8,1% auf €188,9 Mio. nach €174,7 Mio. im Vorjahr und der Gewinn je Aktie legte um 36,9% auf €0,63 zu nach €0,46 in 2014. Daher soll die Hauptversammlung Ende Juni eine um 3 Cents auf €0,15 je Aktie erhöhte Dividende beschließen.

Im ersten Quartal zahlten sich die hohen Investitionen in neue Maschinen und Produkte weiter aus. Das Umsatzwachstum lag bei 4,7%, während der Periodenüberschuss auf €2,7 Mio. hochschnellte nach €0,7 Mio. im Vorjahresquartal. Die Erhöhung der Margen läuft somit wie geplant und dürfte auch in den nächsten Quartalen weiter für Freude sorgen. (>>> zur Meldung ,PDF)

:: WCM
Auch Gewerbeimmobilienspezialist WCM hat Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegt und einen kräftigen Sprung zu verzeichnen. Wo wurde im Geschäftsjahr 2015 nach ungeprüften IFRS-Zahlen ein Konzernergebnis von €57,7 Mio. erzielt, nach €1,2 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg von €0,08 in 2014 auf €0,72 im Jahr 2015, während die Funds from Operations (FFO) auf €7,9 Mio. hochschnellten. Der Net Asset Value (NAV) nach EPRA betrug zum Jahresultimo 2015 €290,6 Mio. Euro oder €2,38 pro Aktie. Der absolute Wert überstieg Ende 2015 bereits die 500 Mio-Euro-Marke.

Bei diesen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass WCM erst Ende 2014 wieder den operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen hat und daher die Vergleichswerte eine sehr niedrige Basis aufweisen. Insbesondere weist das EPS auch Zuschreibungen beim Wert der Immobilien als Gewinne aus, weil die Bilanzierungsmethode nach IFRS nicht denen nach HGB entspricht, wo sich bei Immobilienvermögen hohe stille Reserven aufbauen, die erst beim Verkauf zutrage treten. Nach den IAS (International Accounting Standards) wirken sich die Wertveränderungen unmittelbar auf das Ergebnis aus, sowohl positiv als auch ggf. negativ.

Der Auf- und Ausbau des Immobilienportfolios geht voran und für das laufende Jahr sind zahlreiche Zukäufe geplant, wie die Unternehmenspräsentation von Dezember 2015 zeigt. (>>> zur Meldung)


Aurelius, MBB, mVISE, Steico und WCM befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Montag, 25. April 2016

Investor-Update: Blackstone, BYD, Funkwerk, MPC Capital, Publity, Starbucks, Ströer, Surteco, Vectron, WCM

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

DAX über 10.000, Dow über 18.000
Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich ein Investor-Update veröffentlicht habe, aber die Tage um Ostern habe ich ich ganz entspannt und ab des Börsengeschehens verbracht. Jedenfalls als Investor. Keine Transaktionen, aber jede Menge Research und Überlegungen.

Die Stimmung an den Börsen ist weiterhin nervös, geradezu gereizt. Die Tagesschwankungen sind sehr hoch, gerade bei DAX und Öl und doch haben sich beide von ihren Tiefs deutlich erholt und kratzen an ihren Jahreshochs. Ebenso der Dow Jones Index. Die jüngst begonnen Quartalsberichtssaison zeigt aber auch, dass Verfehlungen der Markterwartungen gnadenlos abgestraft werden und die daraus resultierenden Kurseinbrüche bieten für coole Anleger tolle Chancen, um ihre Positionen aufzustocken oder bei verpassten Aktien doch noch günstig zum Zuge zu kommen.