Die auf Eigenkapitalbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen fokussierte GBK Beteiligungen AG bestätigt die vorläufigen Zahlen zum Jahresabschluss 2016 und damit ein Rekordergebnis. So haben die Hannoveraner im Geschäftsjahr 2016 ein Realisiertes Ergebnis in Höhe von €12,5 Mio. erwirtschaftet und unter Berücksichtigung des Nicht realisierten Ergebnisses beläuft sich das Ergebnis des Geschäftsjahres auf €7,6 Mio. Dieses ist maßgeblich durch den Verkauf von drei Beteiligungen positiv beeinflusst worden. Der Nettoinventarwert je Aktie ist weiter gestiegen und beläuft sich am 31.12.2016 auf €10,18 je Aktie. Das Unternehmen wird der Hauptversammlung am 23. Mai eine Ausschüttung von €1,00 je Aktie vorschlagen wird, also einen Gesamtbetrag von €6,75 Mio. Dies entspricht bei einem aktuellen Börsenkurs von €12 einer Dividendenrendite von 8,33%. Die Dividende setzt sich dabei aus einer Basisdividende von €0,10 sowie einer Sonderdividende von €0,90 zusammen (Vorjahr: €0,10 und €0,60).
Verkäufe
Die hohen Ergebnisse speisen sich ja zuvorderst aus Gewinnen beim Verkauf von Anteilen an Beteiligungsunternehmen und Grundlage des GBK-Erfolgs ist nach wie vor das breitgestreute Portfolio. Hieraus wurden 2016 gleich drei Beteiligungen gewinnbringend veräußert: die österreichische IS Inkasso GmbH, die Raith GmbH, die Schlemmer GmbH. Dabei ist zu berücksichtigen, dass GBK selten ganze Unternehmen kauft oder Mehrheitsbeteiligungen eingeht, sondern sich mit der Rolle des Minderheitseigentümers zufrieden gibt.
Käufe
Auch auf der Kaufseite war GBK im Geschäftsjahr 2016 aktiv. In einem anspruchsvollen Marktumfeld konnte GBK das Portfolio durch Investitionen in Höhe von insgesamt €7,6 Mio. um drei neue Beteiligungsengagements erweitern. Dabei setzt GBK mit einer Beteiligung an der ACHAT Hotel- und Immobilienbetriebsgesellschaft mbH auf einen Betreiber von Value- und Budgethotels in der sich wandelnden Hotelbranche. Mit der MOESCHTER Group Holding GmbH & Co. KG erwarb die Beteiligungsgesellschaft Anteile an einem Innovationsführer und Spezialisten für die Entwicklung und Fertigung von Präzisionsbauteilen, Isolierungen und Komponenten aus Hochleistungswerkstoffen. Und mit der Schiller Fleisch GmbH & Co. KG nahm GBK einen Premiumanbieter hochwertiger Fleischprodukte in das Portfolio auf.
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Donnerstag, 23. März 2017
Samstag, 4. März 2017
Zahlen & Mehr: Bausch Health, GBK Beteiligungen, GFT, msg life, Scherzer & Co.
In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.
▸ GBK Beteiligungen
Die auf Eigenkapitalbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen fokussierte GBK kann bei ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2016 ein Rekordergebnis ausweisen. So haben die Hannoveraner im Geschäftsjahr 2016 ein Realisiertes Ergebnis in Höhe von €12,4 Mio. erwirtschaftet und unter Berücksichtigung des Nicht realisierten Ergebnisses beläuft sich das Ergebnis des Geschäftsjahres auf €7,6 Mio. Dieses ist maßgeblich durch den Verkauf von drei Beteiligungen positiv beeinflusst worden. Der Nettoinventarwert je Aktie ist weiter gestiegen und beläuft sich am 31.12.2016 auf €10,18 je Aktie, so dass das Unternehmen der Hauptversammlung eine Ausschüttung von €1,00 je Aktie vorschlagen werden (zuvor €0,70), also einen Gesamtbetrag von €6,75 Mio. Dies entspricht einer Dividendenrendite von knapp 10%.
Meine Einschätzung
GBK Beteiligungen investiert dort, wo andere gar nicht hinschauen: bei den kleinen Unternehmen des erfolgreichen Mittelstands. Diese fliegen für die großen Beteiligungsgesellschaften unter dem Radar und GBK ist auch bereit, sich mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu geben. Zuletzt war man zwei neue Beteiligungen eingegangen, um die drei Verkäufe aus dem Vorjahr zu kompensieren. Eine aktive Rolle bei der Führung des jeweiligen Tochterunternehmens strebt man nicht an, wie auch die beiden jüngsten Beteiligungen wieder zeigen. GBK ist ein Nischenwert mit allen Vor- und Nachteilen eines so kleinen Unternehmens, insbesondere der eingeschränkten Handelbarkeit der Aktie und die seltene Berichterstattung in den Medien. Wen das nicht schreckt und wer auf hohe Dividendenausschüttungen aus ist, der findet bei GBK Beteiligungen eine interessante Möglichkeit von Investments in kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.
▸ GBK Beteiligungen
Die auf Eigenkapitalbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen fokussierte GBK kann bei ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2016 ein Rekordergebnis ausweisen. So haben die Hannoveraner im Geschäftsjahr 2016 ein Realisiertes Ergebnis in Höhe von €12,4 Mio. erwirtschaftet und unter Berücksichtigung des Nicht realisierten Ergebnisses beläuft sich das Ergebnis des Geschäftsjahres auf €7,6 Mio. Dieses ist maßgeblich durch den Verkauf von drei Beteiligungen positiv beeinflusst worden. Der Nettoinventarwert je Aktie ist weiter gestiegen und beläuft sich am 31.12.2016 auf €10,18 je Aktie, so dass das Unternehmen der Hauptversammlung eine Ausschüttung von €1,00 je Aktie vorschlagen werden (zuvor €0,70), also einen Gesamtbetrag von €6,75 Mio. Dies entspricht einer Dividendenrendite von knapp 10%.
Meine Einschätzung
GBK Beteiligungen investiert dort, wo andere gar nicht hinschauen: bei den kleinen Unternehmen des erfolgreichen Mittelstands. Diese fliegen für die großen Beteiligungsgesellschaften unter dem Radar und GBK ist auch bereit, sich mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu geben. Zuletzt war man zwei neue Beteiligungen eingegangen, um die drei Verkäufe aus dem Vorjahr zu kompensieren. Eine aktive Rolle bei der Führung des jeweiligen Tochterunternehmens strebt man nicht an, wie auch die beiden jüngsten Beteiligungen wieder zeigen. GBK ist ein Nischenwert mit allen Vor- und Nachteilen eines so kleinen Unternehmens, insbesondere der eingeschränkten Handelbarkeit der Aktie und die seltene Berichterstattung in den Medien. Wen das nicht schreckt und wer auf hohe Dividendenausschüttungen aus ist, der findet bei GBK Beteiligungen eine interessante Möglichkeit von Investments in kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.
Montag, 26. Dezember 2016
GBK Beteiligungen kauft sich in zwei weitere Unternehmen ein
Die Hannoveraner GBK Beteiligungen investiert seit seiner Gründung im Jahr 1969 in nicht-börsennotierte kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum GBK-Portfolio zählen aktuell rund 30 mittelständische Beteiligungen, an denen man sich vielfach als Co-Investor offen und/oder mit mezzaninen Finanzierungsmitteln beteiligt hat. Hierzu gehören Unternehmen der Automobilindustrie, der Elektrotechnik, der Chemie, des Transports und der Logistik, des Maschinen- und Anlagenbaus, des Handels und E-Commerce und des Dienstleistungssektors.
Nachdem in diesem Jahr mehrere erfolgreiche Exits auf der 'Tagesordnung standen bei IS Inkasso, Mackprang/Schlemmer und Raith, folgen kurz vor dem Jahresende nach dem Investment in Schiller Fleisch nun zwei neue Beteiligungen bei Achat und Moeschter. Damit macht GBK die Ankündigung wahr, dass man noch zwei weitere interessante Targets im Visier hätte.
Achat Hotels
Mittelbar mit rund 11,3% ist GBK bei der Achat Hotel- und Immobilienbetriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Mannheim eingestiegen, einem führenden Betreiber sogenannter „Value- und Budgethotels“ an strategisch gut gelegenen Orten. Das Unternehmen ist im mittleren und gehobenen Segment angesiedelt und betreibt 27 Hotels in Deutschland sowie je ein Haus in Österreich und Ungarn. Ein weiteres Hotel in Leipzig wird derzeit gebaut und im kommenden Jahr möchte Achat zudem eine Budgetmarke starten. Im Jahr 2015 erzielte Achat einen Umsatz von rund €52 Mio.
Moeschter Group
Darüber hinaus beteiligt sich GBK im Rahmen einer Nachfolgeregelung mittelbar mit rund 7,3% an der Moeschter Group Holding GmbH & Co. KG aus Dortmund. Die Moeschter Group ist Innovationsführer und Spezialist für die Entwicklung und Fertigung von Präzisionsbauteilen, Isolierungen und Komponenten aus Hochleistungswerkstoffen, insbesondere Keramiken und Kunststoffverbundmaterialien. Die Gruppe hat sich mit technischen Keramiken in der Schweißtechnik, im Maschinen- und Anlagenbau und in der Dentalmedizin sowie mit Kunststoffverbundmaterialien in weiteren Industrien einen internationalen Namen als hochinnovativer Produktionspartner gemacht und im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresumsatz von rund €22 Mio. erwirtschaftet.
Meine Einschätzung
GBK Beteiligungen investiert dort, wo andere gar nicht hinschauen, bei den kleinen Unternehmen des erfolgreichen Mittelstands. Diese fliegen für die großen Beteiligungsgesellschaften unter dem Radar und GBK ist auch bereit, sich mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu geben. Eine aktive Rolle bei der Führung des jeweiligen Tochterunternehmens strebt man nicht an, wie auch die beiden jüngsten Beteiligungen wieder zeigen.
GBK ist ein Nischenwert mit allen Vor- und Nachteilen eines so kleinen Unternehmens, insbesondere der eingeschränkten Handelbarkeit der Aktie und die seltene Berichterstattung in den Medien. Wen das nicht schreckt und wer auf hohe Dividendenausschüttungen aus ist, der findet bei GBK Beteiligungen eine interessante Möglichkeit von Investments in kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.
GBK befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Nachdem in diesem Jahr mehrere erfolgreiche Exits auf der 'Tagesordnung standen bei IS Inkasso, Mackprang/Schlemmer und Raith, folgen kurz vor dem Jahresende nach dem Investment in Schiller Fleisch nun zwei neue Beteiligungen bei Achat und Moeschter. Damit macht GBK die Ankündigung wahr, dass man noch zwei weitere interessante Targets im Visier hätte.
Achat Hotels
Mittelbar mit rund 11,3% ist GBK bei der Achat Hotel- und Immobilienbetriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Mannheim eingestiegen, einem führenden Betreiber sogenannter „Value- und Budgethotels“ an strategisch gut gelegenen Orten. Das Unternehmen ist im mittleren und gehobenen Segment angesiedelt und betreibt 27 Hotels in Deutschland sowie je ein Haus in Österreich und Ungarn. Ein weiteres Hotel in Leipzig wird derzeit gebaut und im kommenden Jahr möchte Achat zudem eine Budgetmarke starten. Im Jahr 2015 erzielte Achat einen Umsatz von rund €52 Mio.
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| GBK Beteiligungen (Quelle: finanzen.net) |
Darüber hinaus beteiligt sich GBK im Rahmen einer Nachfolgeregelung mittelbar mit rund 7,3% an der Moeschter Group Holding GmbH & Co. KG aus Dortmund. Die Moeschter Group ist Innovationsführer und Spezialist für die Entwicklung und Fertigung von Präzisionsbauteilen, Isolierungen und Komponenten aus Hochleistungswerkstoffen, insbesondere Keramiken und Kunststoffverbundmaterialien. Die Gruppe hat sich mit technischen Keramiken in der Schweißtechnik, im Maschinen- und Anlagenbau und in der Dentalmedizin sowie mit Kunststoffverbundmaterialien in weiteren Industrien einen internationalen Namen als hochinnovativer Produktionspartner gemacht und im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresumsatz von rund €22 Mio. erwirtschaftet.
Meine Einschätzung
GBK Beteiligungen investiert dort, wo andere gar nicht hinschauen, bei den kleinen Unternehmen des erfolgreichen Mittelstands. Diese fliegen für die großen Beteiligungsgesellschaften unter dem Radar und GBK ist auch bereit, sich mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu geben. Eine aktive Rolle bei der Führung des jeweiligen Tochterunternehmens strebt man nicht an, wie auch die beiden jüngsten Beteiligungen wieder zeigen.
GBK ist ein Nischenwert mit allen Vor- und Nachteilen eines so kleinen Unternehmens, insbesondere der eingeschränkten Handelbarkeit der Aktie und die seltene Berichterstattung in den Medien. Wen das nicht schreckt und wer auf hohe Dividendenausschüttungen aus ist, der findet bei GBK Beteiligungen eine interessante Möglichkeit von Investments in kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.
GBK befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 12. Dezember 2016
Goldene Zeiten für Beteiligungsgesellschaften? Aurelius, Bavaria, Blue Cap, DBAG, GBK Beteiligungen, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB, Mutares, Ringmetall
Vor einem Jahr gab ich zu den Beteiligungsgesellschaften als "die Perlentaucher des deutschen Mittelstands" meine Einschätzungen ab und es ist Zeit für ein Resümee. Denn es gab viel Bewegung: Pleiten, Pech und Performance. Und nicht alle Unternehmen konnten halten, was sie versprochen haben. Dafür andere umso mehr.
Veränderte Rahmenbedingungen
Zunächst hat sich Grundsätzliches verändert. Da war zum Einen die Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten und der wird Amerika wie ein Unternehmen führen wollen. Es zielt darauf ab, Jobs in den USA zu schaffen und da s zulasten des Haushalts, also über eine massive Ausweitung der Verschuldung. Staatliche Konjunkturprogramme gepaart mit Steuersenkungen, das führt zu Inflation und damit zu steigenden Zinssätzen. In den USA, zunächst, aber auch in Europa wird der Inflationsdruck zunehmen mit der Zeit und die Zinsen ziehen bereits im Vorfeld von Trumps Amtseinführung an. Daneben gibt es die OPEC, jenes zahnlose Öl-Kartell, das sein Gebiss wiedergefunden hat und sich zu Förderkürzungen durchringen konnte. Und am Wochenende wurde bekannt, dass auch weitere große Nicht-OPEC-Staaten ihre Produktion drosseln werden. Das dürfte zu dauerhaft höheren, zumindest stabilen Öl-Preisen führen, so dass der Kurs kaum mehr unter $40 fallen dürfte. Auch wenn Trumps Programm explizit auch eine Ausweitung der US-Förderung vorsieht. Und dann sind da noch die Chinesen, die bis vor Kurzem ganze Industriezweige leer gekauft und bei ihren Übernahmen auch saftige Aufgelder in Kauf nahmen. Für die Private Equity-Branche waren das schöne Zeiten, weil sie bei Exits besonders viel verdienten. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass sie selbst ihr frisches Geld immer schwerer in günstige Gesellschaften investieren konnten, da der Nachfrageüberhang seitens der Chinesen auch beim Einkauf die Preise hoch getrieben hatte. Doch damit dürfte erstmal Schluss sein. Und zwar nicht, weil die deutsche Regierung sich aufgeregt hat, sondern weil die chinesische Regierung einen Riegel vorschob. Dort sah man in vielen kostspieligen Übernahmen eher den Versuch, auf diese Art chinesisches Geld außer Landes zu bringen und so kam der Yuan immer stärker unter Druck. Strategische Übernahmen sind hingegen auch weiterhin gewünscht.
Von dieser Seite aus wird also der Kaufdruck nachlassen und sich damit auch die überzogenen Preisvorstellungen der verkaufswilligen Mittelständler. Und das ist gut für Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren, denn auch bei ihnen liegt der Gewinn im Einkauf. Und viele Mittelständler sind auf einen Verkauf angewiesen aufgrund ungesicherter Unternehmensnachfolge. Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist und stellt rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze. Daher sind ungesicherte Unternehmensnachfolgen nicht nur für den jeweiligen Betrieb alleine ein Problem, sondern auch für die Mitarbeiter und unsere Volkswirtschaft als Ganzes. Hier kommen Beteiligungsgesellschaften ins Spiel, denn sie bieten nicht nur Eigen- und/oder Fremdkapital für die Expansion an, sondern auch die Sicherung des Lebenswerkes in Form eine Fortführung als Unternehmen in einem größeren Beteiligungsportfolio.
Veränderte Rahmenbedingungen
Zunächst hat sich Grundsätzliches verändert. Da war zum Einen die Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten und der wird Amerika wie ein Unternehmen führen wollen. Es zielt darauf ab, Jobs in den USA zu schaffen und da s zulasten des Haushalts, also über eine massive Ausweitung der Verschuldung. Staatliche Konjunkturprogramme gepaart mit Steuersenkungen, das führt zu Inflation und damit zu steigenden Zinssätzen. In den USA, zunächst, aber auch in Europa wird der Inflationsdruck zunehmen mit der Zeit und die Zinsen ziehen bereits im Vorfeld von Trumps Amtseinführung an. Daneben gibt es die OPEC, jenes zahnlose Öl-Kartell, das sein Gebiss wiedergefunden hat und sich zu Förderkürzungen durchringen konnte. Und am Wochenende wurde bekannt, dass auch weitere große Nicht-OPEC-Staaten ihre Produktion drosseln werden. Das dürfte zu dauerhaft höheren, zumindest stabilen Öl-Preisen führen, so dass der Kurs kaum mehr unter $40 fallen dürfte. Auch wenn Trumps Programm explizit auch eine Ausweitung der US-Förderung vorsieht. Und dann sind da noch die Chinesen, die bis vor Kurzem ganze Industriezweige leer gekauft und bei ihren Übernahmen auch saftige Aufgelder in Kauf nahmen. Für die Private Equity-Branche waren das schöne Zeiten, weil sie bei Exits besonders viel verdienten. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass sie selbst ihr frisches Geld immer schwerer in günstige Gesellschaften investieren konnten, da der Nachfrageüberhang seitens der Chinesen auch beim Einkauf die Preise hoch getrieben hatte. Doch damit dürfte erstmal Schluss sein. Und zwar nicht, weil die deutsche Regierung sich aufgeregt hat, sondern weil die chinesische Regierung einen Riegel vorschob. Dort sah man in vielen kostspieligen Übernahmen eher den Versuch, auf diese Art chinesisches Geld außer Landes zu bringen und so kam der Yuan immer stärker unter Druck. Strategische Übernahmen sind hingegen auch weiterhin gewünscht.
Von dieser Seite aus wird also der Kaufdruck nachlassen und sich damit auch die überzogenen Preisvorstellungen der verkaufswilligen Mittelständler. Und das ist gut für Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren, denn auch bei ihnen liegt der Gewinn im Einkauf. Und viele Mittelständler sind auf einen Verkauf angewiesen aufgrund ungesicherter Unternehmensnachfolge. Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist und stellt rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze. Daher sind ungesicherte Unternehmensnachfolgen nicht nur für den jeweiligen Betrieb alleine ein Problem, sondern auch für die Mitarbeiter und unsere Volkswirtschaft als Ganzes. Hier kommen Beteiligungsgesellschaften ins Spiel, denn sie bieten nicht nur Eigen- und/oder Fremdkapital für die Expansion an, sondern auch die Sicherung des Lebenswerkes in Form eine Fortführung als Unternehmen in einem größeren Beteiligungsportfolio.
Mittwoch, 9. November 2016
Investor-Update: GBK Beteiligungen, Patrizia, PNE Wind, Technotrans
Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
Trump ist Präsident - und die Kurse taumeln!
Es war wie ein Déjà-vu des Brexits: kurz vor der Entscheidung schien das Pendel Richtung "Gut" auszuschlagen und die Börse nahm eine kleine Erholungsrallye vorweg, um dann im Angesicht der doch erfolgten Katastrophe in Panik umzuschlagen. Das Undenkbare ist wahr geworden, Donald Trump wird der nächste Präsident der USA: Und die Börsen stürzten ab, zumindest in Asien und heute morgen auch der DAX, der vorbörslich um mehr als 5 Prozent nachgab.
Doch politische Börsen haben kurze Beine und da ja viele Leute schon länger auf hohen Cash-Beständen sitzen und nur auf Einstiegschancen warten, gab es denn auch große Nachfrage in die abstürzenden Kurse hinein. Diese erholten sich dann zunehmend wieder und jetzt kann man sich fragen ob da wirklich etwas war?
Trump ist Präsident - und die Kurse taumeln!
Es war wie ein Déjà-vu des Brexits: kurz vor der Entscheidung schien das Pendel Richtung "Gut" auszuschlagen und die Börse nahm eine kleine Erholungsrallye vorweg, um dann im Angesicht der doch erfolgten Katastrophe in Panik umzuschlagen. Das Undenkbare ist wahr geworden, Donald Trump wird der nächste Präsident der USA: Und die Börsen stürzten ab, zumindest in Asien und heute morgen auch der DAX, der vorbörslich um mehr als 5 Prozent nachgab.
Doch politische Börsen haben kurze Beine und da ja viele Leute schon länger auf hohen Cash-Beständen sitzen und nur auf Einstiegschancen warten, gab es denn auch große Nachfrage in die abstürzenden Kurse hinein. Diese erholten sich dann zunehmend wieder und jetzt kann man sich fragen ob da wirklich etwas war?
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Freitag, 4. November 2016
Zahlen & Mehr: GBK Beteiligungen, MBB, Softing
▸ GBK Beteiligungen
Die Beteiligungsgesellschaft habe ich hier im Blog noch nicht vorgestellt, obwohl ich die Aktien schon länger in meinem Depot liegen habe. Wer sich den Kursverlauf anschaut erkennt, dass er ziemlich unspektakulär vor sich hindümpelt, allerdings mit leicht steigender Tendenz. Und dann gibt es vor der Hauptversammlung regelmäßig anziehende Notierungen, dank der Dividenenjäger, und dann einen heftigen Einbruch - verursacht durch die Dividendenausschüttung. Denn die fällt bei GBK öfter mal recht üppig aus, da neben einer Basisdividende von €0,10 je Aktie auch häufiger Sonderdividenden ausgekehrt werden. Für das Geschäftsjahr 2014 gab es so €0,20 obendrauf und für 2015 sogar €0,60 je Aktie.
GBK Beteiligungen ist ein marktenger Small-Cap, also bevor jetzt alle losrennen, um sich einzudecken, bitte erst einmal in Ruhe weiterlesen! Es gehen nur wenige Stücke um und zwar im Freiverkehr, am meisten in Hamburg (ja, in meiner geliebten Hansestadt gibt es auch noch eine Börse!). Des Weiteren kann man auch in Stuttgart oder München ordern. Das war's. Also Vorsicht.
Das Unternehmen investiert seit seiner Gründung im Jahr 1969 in nicht-börsennotierte kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum GBK-Portfolio zählen aktuell rund 30 mittelständische Beteiligungen, an denen man sich vielfach als Co-Investor offen und/oder mit mezzaninen Finanzierungsmitteln beteiligt hat. Hierzu gehören Unternehmen der Automobilindustrie, der Elektrotechnik, der Chemie, des Transports und der Logistik, des Maschinen- und Anlagenbaus, des Handels und E-Commerce und des Dienstleistungssektors.
Das Eigenkapital je Aktie wird von GBK per Ende 2015 mit €9,75 ausgewiesen, während der Aktienkurs so um die €10 notiert. Klingt jetzt nicht nach großer Unterbewertung, allerdings wurde zwischenzeitlich ja auch die Dividenden von €0,70 ausgekehrt und der Aktienkurs hat diesen Abschlag nicht nur aufgeholt, sondern liegt auf Jahressicht rund 10% im Plus. Dividende und Kurszuwächse zusammen haben GBK Beteiligungen über die letzten Jahre zu einem leisen, langweiligen, aber eben auch einträglichen Investment werden lassen. Darüber hinaus bietet die Bilanzierung nach HGB eben auch reichlich Platz für stille Reserven, die erst bei Veräußerung der Beteiligung so richtig ans Licht kommen.
Und GBK hat durchaus interessante Pfeile im Köcher. Während man zwar über die hohen Bewertungen im Einkauf stöhnt und hier eher zurückhaltend agiert, gelingen eben in dieser Phase gewinnträchtige Exits. So wurden im zweiten Quartal die Beteiligungen an der IS Inkasso GmbH und der Mackprang/Schlemmer Gruppe veräußert, die zusammen gut €7 Mio. an Gewinnrealisierung einbringen. Und gerade wurde die Veräußerung der Anteile an Raith GmbH bekanntgegeben, die noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung steht, welche noch im vierten Quartal 2016 erwartet wird. An dem Entwickler und Hersteller von Nanolithografiesystemen hatte sich GBK im Jahr 2003 mit 17,6% beteiligt und wird einen positiven Ergebnisbeitrag für das Geschäftsjahr 2016 einstreichen. Der Veräußerungserlös überschreitet nach Abzug von Nebenkosten den Zeitwert, der der Beteiligung im Jahresabschluss zum 31.12.2015 beigemessen wurde, um rund €1,4 Mio. und es wird ein Veräußerungsgewinn nach KAGB in Höhe von rund €6,9 Mio. realisiert. Zum Vergleich: in 2015 lag der gesamte Jahresüberschuss der GBK AG bei €1,2 Mio.
Die hohen Sonderdividenden erklären sich daraus, dass GBK nicht immer alle Sondergewinne sofort ausschüttet, sondern Teile hiervon auf das/die nächsten/n Jahr/e vorträgt, um eine gewisse Glättung der Dividenden zu erreichen.
Sehr lesenswert sind die kurz und knackig gehaltenen Aktionärsbriefe, die ich jedem zur Lektüre empfehle, der sich ggf. die Aktien von GBK mal näher anschauen möchte. Der jüngste Aktionärsbrief betrifft das dritte Quartal 2016 und gibt eine Übersicht über einige Entwicklungen im Portfolio. Des Weiteren sollte man sich die Website des Unternehmens anschauen, dort findet man nicht viele Informationen, aber dafür um so wissenswertere.
Aufgrund der heutigen schönen Erfolgsnachrichten habe ich mir ein paar weitere Aktien zu €10 ins Depot gelegt. Nachdem ich lange mit mir gerungen habe, ob ich einen so marktengen Spezialwert auf meine Empfehlungsliste nehmen soll, werde ich es heute zu diesem Kurs tun.
▸ MBB
Das Beteiligungsunternehmen MBB erzielte im dritten Quartal ein Umsatz von €83,4 Mio. und damit 34,2 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das EBITDA lag bei €8,1 Mio. (+ 44,9%), das EBIT bei €6,2 Mio. (+ 58,0%) und unterm Strich ergab sich ein Ergebnis je Aktie von €0,60 (+ 30,4%). Erfreulich ist, dass dieses Wachstum mit einer deutlichen Margenverbesserung einhergeht, denn im dritten Quartal stieg die EBITDA-Marge von 9,0% auf 9,7% und die EBIT-Marge von 6,3% auf 7,5%. Auch das Eigenkapital stieg zum 30. September 2016, trotz Zahlung einer erneut erhöhten Dividende in Höhe von €3,9 Mio. auf €97,2 Mio. an verglichen mit €87,7 Mio. zum Jahresende 2015. Dabei blieb die Eigenkapitalquote zum Ende des dritten Quartals 2016 nahezu unverändert bei sehr soliden €39,5%, während die Konzernliquidität gegenüber auf €58,4 Mio. gestiegen ist (Ende 2015 €54,0 Mio.).
Nach den vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal erzielte MBB für den 9-Monatszeitraum einen Rekordumsatz von €242,7 Mio. gegenüber €186,6 Mio. im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 30,1% und auch ohne die seit November 2015 konsolidierte Aumann-Gruppe betrug das organische Umsatzwachstum 12,6%. Das EBITDA stieg in den ersten 9 Monaten um 36,0% auf €23,7 Mio. (17,4 Mio.) und das EBIT um 47,7% auf €18,1 Mio. (€12,2 Mio.). Das Konzernergebnis in Höhe von €8,9 Mio. im Vorjahreszeitraum wurde mit nun €11,1 Mio. ebenfalls deutlich um 24,2%. Nach 9 Monaten liegt das Ergebnis je Aktie bei €1,69 EUR (€1,36).
Meine Einschätzung
Der Geschäftsverlauf nach neun Monaten und die weiterhin sehr hohen Auftragseingänge untermauern die zum Halbjahr erhöhte Jahresprognose. MBB prognostiziert einem Umsatz von über €310 Mio. bei einem Ergebnis je Aktie in Höhe von mindestens €2,10. Und das Management sieht bereits heute positive Voraussetzungen für einen guten Start in das kommende Geschäftsjahr 2017, wobei die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe vom Wachstum in allen Tochterfirmen getragen wird. Gerade die im Sondermaschinenbau tätigen MBB Unternehmen (MBB Fertigungstechnik, Delignit, Aumann) profitieren zunehmend vom Megatrend Elektromobilität. Mit einer Nettoliquidität von €5,9 Mio. (€8,1 Mio.) verfügt MBB somit weiterhin über hinreichenden finanziellen Spielraum für umfangreiche Investitionen in das organische Wachstum und weiterer Unternehmenszukäufe.
▸ Softing
Beim Anbieter von Messtechnikgeräten Softing müssen Anlegern noch weitere Geduld aufbringen, so viel lässt sich mit Sicherheit sagen. Denn Unternehmenslenker Trier hat die avisierten Unternehmenszukäufe erst einmal verschoben. Bisher sollte hier bis zum Jahresende Vollzug gemeldet werden, nun seien "interessantere Targets" aufgetaucht und würden geprüft, so dass eher mit dem ersten Quartal 2017 zu rechnen sei. Mit dem vorgelegten Zwischenbericht zu den ersten 9 Monaten liegt Softing in etwa auf der Höhe der eigenen verkündeten Erwartungen. Einen sehr launigen Bericht zur semantischen Wortklauberei seitens des CEOs Trier und eine gute Zusammenfassung des Zahlenwerks hat Gereon Kruse auf boersengefluester.de abgegeben. Den lege ich euch ans Herz und spare mir an dieser Stelle eigene Ausführungen zum Zahlen Werk. Quintessenz: es dauert noch und eine 2016er Überraschung dürfte es wohl auch nicht mehr geben. Insbesondere das US-Geschäft steht zur Zeit auf der Bremse.
GBK Beteiligungen, MBB und Softing befinden sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.
Die Beteiligungsgesellschaft habe ich hier im Blog noch nicht vorgestellt, obwohl ich die Aktien schon länger in meinem Depot liegen habe. Wer sich den Kursverlauf anschaut erkennt, dass er ziemlich unspektakulär vor sich hindümpelt, allerdings mit leicht steigender Tendenz. Und dann gibt es vor der Hauptversammlung regelmäßig anziehende Notierungen, dank der Dividenenjäger, und dann einen heftigen Einbruch - verursacht durch die Dividendenausschüttung. Denn die fällt bei GBK öfter mal recht üppig aus, da neben einer Basisdividende von €0,10 je Aktie auch häufiger Sonderdividenden ausgekehrt werden. Für das Geschäftsjahr 2014 gab es so €0,20 obendrauf und für 2015 sogar €0,60 je Aktie.
GBK Beteiligungen ist ein marktenger Small-Cap, also bevor jetzt alle losrennen, um sich einzudecken, bitte erst einmal in Ruhe weiterlesen! Es gehen nur wenige Stücke um und zwar im Freiverkehr, am meisten in Hamburg (ja, in meiner geliebten Hansestadt gibt es auch noch eine Börse!). Des Weiteren kann man auch in Stuttgart oder München ordern. Das war's. Also Vorsicht.
Das Unternehmen investiert seit seiner Gründung im Jahr 1969 in nicht-börsennotierte kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum GBK-Portfolio zählen aktuell rund 30 mittelständische Beteiligungen, an denen man sich vielfach als Co-Investor offen und/oder mit mezzaninen Finanzierungsmitteln beteiligt hat. Hierzu gehören Unternehmen der Automobilindustrie, der Elektrotechnik, der Chemie, des Transports und der Logistik, des Maschinen- und Anlagenbaus, des Handels und E-Commerce und des Dienstleistungssektors.
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| GBK Beteiligungen (Quelle: finanzen.net) |
Und GBK hat durchaus interessante Pfeile im Köcher. Während man zwar über die hohen Bewertungen im Einkauf stöhnt und hier eher zurückhaltend agiert, gelingen eben in dieser Phase gewinnträchtige Exits. So wurden im zweiten Quartal die Beteiligungen an der IS Inkasso GmbH und der Mackprang/Schlemmer Gruppe veräußert, die zusammen gut €7 Mio. an Gewinnrealisierung einbringen. Und gerade wurde die Veräußerung der Anteile an Raith GmbH bekanntgegeben, die noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung steht, welche noch im vierten Quartal 2016 erwartet wird. An dem Entwickler und Hersteller von Nanolithografiesystemen hatte sich GBK im Jahr 2003 mit 17,6% beteiligt und wird einen positiven Ergebnisbeitrag für das Geschäftsjahr 2016 einstreichen. Der Veräußerungserlös überschreitet nach Abzug von Nebenkosten den Zeitwert, der der Beteiligung im Jahresabschluss zum 31.12.2015 beigemessen wurde, um rund €1,4 Mio. und es wird ein Veräußerungsgewinn nach KAGB in Höhe von rund €6,9 Mio. realisiert. Zum Vergleich: in 2015 lag der gesamte Jahresüberschuss der GBK AG bei €1,2 Mio.
Die hohen Sonderdividenden erklären sich daraus, dass GBK nicht immer alle Sondergewinne sofort ausschüttet, sondern Teile hiervon auf das/die nächsten/n Jahr/e vorträgt, um eine gewisse Glättung der Dividenden zu erreichen.
Sehr lesenswert sind die kurz und knackig gehaltenen Aktionärsbriefe, die ich jedem zur Lektüre empfehle, der sich ggf. die Aktien von GBK mal näher anschauen möchte. Der jüngste Aktionärsbrief betrifft das dritte Quartal 2016 und gibt eine Übersicht über einige Entwicklungen im Portfolio. Des Weiteren sollte man sich die Website des Unternehmens anschauen, dort findet man nicht viele Informationen, aber dafür um so wissenswertere.
Aufgrund der heutigen schönen Erfolgsnachrichten habe ich mir ein paar weitere Aktien zu €10 ins Depot gelegt. Nachdem ich lange mit mir gerungen habe, ob ich einen so marktengen Spezialwert auf meine Empfehlungsliste nehmen soll, werde ich es heute zu diesem Kurs tun.
▸ MBB
Das Beteiligungsunternehmen MBB erzielte im dritten Quartal ein Umsatz von €83,4 Mio. und damit 34,2 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das EBITDA lag bei €8,1 Mio. (+ 44,9%), das EBIT bei €6,2 Mio. (+ 58,0%) und unterm Strich ergab sich ein Ergebnis je Aktie von €0,60 (+ 30,4%). Erfreulich ist, dass dieses Wachstum mit einer deutlichen Margenverbesserung einhergeht, denn im dritten Quartal stieg die EBITDA-Marge von 9,0% auf 9,7% und die EBIT-Marge von 6,3% auf 7,5%. Auch das Eigenkapital stieg zum 30. September 2016, trotz Zahlung einer erneut erhöhten Dividende in Höhe von €3,9 Mio. auf €97,2 Mio. an verglichen mit €87,7 Mio. zum Jahresende 2015. Dabei blieb die Eigenkapitalquote zum Ende des dritten Quartals 2016 nahezu unverändert bei sehr soliden €39,5%, während die Konzernliquidität gegenüber auf €58,4 Mio. gestiegen ist (Ende 2015 €54,0 Mio.).
Nach den vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal erzielte MBB für den 9-Monatszeitraum einen Rekordumsatz von €242,7 Mio. gegenüber €186,6 Mio. im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 30,1% und auch ohne die seit November 2015 konsolidierte Aumann-Gruppe betrug das organische Umsatzwachstum 12,6%. Das EBITDA stieg in den ersten 9 Monaten um 36,0% auf €23,7 Mio. (17,4 Mio.) und das EBIT um 47,7% auf €18,1 Mio. (€12,2 Mio.). Das Konzernergebnis in Höhe von €8,9 Mio. im Vorjahreszeitraum wurde mit nun €11,1 Mio. ebenfalls deutlich um 24,2%. Nach 9 Monaten liegt das Ergebnis je Aktie bei €1,69 EUR (€1,36).
Meine Einschätzung
Der Geschäftsverlauf nach neun Monaten und die weiterhin sehr hohen Auftragseingänge untermauern die zum Halbjahr erhöhte Jahresprognose. MBB prognostiziert einem Umsatz von über €310 Mio. bei einem Ergebnis je Aktie in Höhe von mindestens €2,10. Und das Management sieht bereits heute positive Voraussetzungen für einen guten Start in das kommende Geschäftsjahr 2017, wobei die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe vom Wachstum in allen Tochterfirmen getragen wird. Gerade die im Sondermaschinenbau tätigen MBB Unternehmen (MBB Fertigungstechnik, Delignit, Aumann) profitieren zunehmend vom Megatrend Elektromobilität. Mit einer Nettoliquidität von €5,9 Mio. (€8,1 Mio.) verfügt MBB somit weiterhin über hinreichenden finanziellen Spielraum für umfangreiche Investitionen in das organische Wachstum und weiterer Unternehmenszukäufe.
▸ Softing
Beim Anbieter von Messtechnikgeräten Softing müssen Anlegern noch weitere Geduld aufbringen, so viel lässt sich mit Sicherheit sagen. Denn Unternehmenslenker Trier hat die avisierten Unternehmenszukäufe erst einmal verschoben. Bisher sollte hier bis zum Jahresende Vollzug gemeldet werden, nun seien "interessantere Targets" aufgetaucht und würden geprüft, so dass eher mit dem ersten Quartal 2017 zu rechnen sei. Mit dem vorgelegten Zwischenbericht zu den ersten 9 Monaten liegt Softing in etwa auf der Höhe der eigenen verkündeten Erwartungen. Einen sehr launigen Bericht zur semantischen Wortklauberei seitens des CEOs Trier und eine gute Zusammenfassung des Zahlenwerks hat Gereon Kruse auf boersengefluester.de abgegeben. Den lege ich euch ans Herz und spare mir an dieser Stelle eigene Ausführungen zum Zahlen Werk. Quintessenz: es dauert noch und eine 2016er Überraschung dürfte es wohl auch nicht mehr geben. Insbesondere das US-Geschäft steht zur Zeit auf der Bremse.
GBK Beteiligungen, MBB und Softing befinden sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.
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