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Sonntag, 31. Mai 2026

Börsenweisheit des Tages | 31.05.2026

"Selbst wenn Sie früher in Ihrem Leben nicht ausreichend gespart haben, gilt die erste Grundregel für finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit: es ist nie zu spät, um damit anzufangen. Es ist machbar. Und das Beste daran: es klappt."
(Charles Ellis)

Freitag, 11. Oktober 2024

Kissigs Aktien Report: Ist die Aktienrente Lindners großer Wurf oder doch nur Riester 2.0?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 182 vom 04.10.2024

Freitag, 15. September 2023

Die 12 Investmentgebote des Pioneer Fonds-Gründers und Buffett-Freunds Philip Carret

Philip Carret gründete den Pioneer Fonds und tauschte Investment-Ideen mit dem Vater von Warren Buffett, als das 'Orakel von Omaha' noch in den Kinderschuhen steckte.

Durch seine Tätigkeit als Reporter beim US-Anlegermagazin Barron's entdeckte Philip Carret seine Vorliebe für die Börse und das Value Investing. Insbesondere riet er, auf Unternehmen zu setzen, die Produkte des täglichen Bedarfs herstellen und die man auch versteht.

In Erinnerung bleibt besonders sein zeitloses Buch 'Die Kunst des Spekulierens', in der er seine goldenen Investment-Regeln über Diversifikation, Stock-Picking und ständige Risikokontrolle verewigte...

Montag, 11. September 2023

Kissigs Kunstfehler: Weshalb Kursraketen auch mal Gift für die Rendite sein können...

Aktien, deren Kurs sich innerhalb weniger Monate oder manchmal auch nur Wochen verdoppelt, lassen Anlegerherzen höher schlagen und nicht wenige Börseninteressierte sind stets auf der Suche nach diesen 'Hot Stocks'.

In den Depots von Value Investoren finden sich solche Aktien eher selten; sie graben die langweiligen, unterbewerteten Aktien aus, deren Kurs vor sich hin dümpelt und irgendwann einmal von der Börse entdeckt wird. Das geschieht zumeist eher gemächlich und ist mit langsamen Kursanstiegen verbunden. Doch manchmal erwischt man eine solche Aktie und dann erfreut man sich an deren Kursfeuerwerk und sieht die Euroscheine zu Bergen wachsen.

Diese schnellen und starken Kurssteigerungen sind einerseits erfreulich (und einträglich), andererseits bringen diese Kursexplosionen auch ein nicht zu unterschätzendes Problem mit sich. Jedenfalls für mich...

Sonntag, 10. September 2023

Vermögenswirksame Leistungen: Aktiensparplan für Arbeitnehmer mit 20% Extrarendite

Börsenlegende Bernard Baruch brachte unser Dilemma mit dem Geld treffsicher auf den Punkt:

(Bernard Baruch)

Dabei sind natürlich diejenigen gekniffen, die nicht groß geerbt haben oder üppig beschenkt wurden. Alle anderen können nicht einfach ihr Geld anlegen und damit relevante Einnahmen erzielen aus Zinsen oder Dividenden. Wer kaum Geld auf der hohen Kante hat, muss für seinen Lebensunterhalt arbeiten. Und dabei verdienen sich die meisten kein großes Vermögen zusammen - aber ein kleines Vermögen kann schon drin sein und Vater Staat greift hierbei durchaus fürstlich unter die Arme. Wenn man es denn richtig anstellt.

Konkret geht es um die sog. Vermögenswirksamen Leistungen, mit denen der Staat normal- und gering verdienenden Arbeitnehmern beim Vermögensaufbau unterstützt. Und zwar durch die Arbeitnehmersparzulage, die bei der Anlage in Aktien oder ähnlichen Vermögenswerten 20 % auf die Sparrate beträgt. Zusätzlich zu der Rendite, die man ohnehin mit den Aktien erzielt! Zudem regeln viele Tarifverträge, dass der Arbeitgeber auch noch einen Teil der Sparrate übernimmt. Klingt jetzt nicht so schlecht, oder?

Donnerstag, 15. Juni 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Dividendenaristokrat

Viele börsennotierte Unternehmen beteiligen ihre Aktionäre am Erfolg durch Zahlung einer Dividende. Die Dividendenrendite spielt daher für die Anlageentscheidung eine wichtige Rolle.

Doch kann sie auch künstlich hochgehalten werden, um das Unternehmen attraktiver aussehen zu lassen, als es auf den zweiten Blick wirklich ist. Wenn zum Beispiel 10 Cents je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden, während im Geschäftsjahr nur 5 Cents verdient wurden oder sogar ein Verlust anfiel. In diesem Fall geht die Ausschüttung zulasten der Substanz des Unternehmens und passiert dies mehrmals, ist das Unternehmen irgendwann ausgezehrt und die optisch attraktive Dividendenrendite kann den Kursverfall dann auch nicht mehr aufhalten. Die sog. 'Dividendenaristokraten' sollen hier Abhilfe schaffen...

Freitag, 10. März 2023

[Einfach gedacht] Investieren kann so einfach sein... wie das Pflanzen eines Baumes

Investieren ist wie einen Baum zu pflanzen: Man pflanzt und anfangs muss man sich ein bisschen drum kümmern, vielleicht düngen, ab und zu mal gießen. Dann der erste Spross, die Freude ist groß! Niemand würde doch jetzt das Bäumchen ausreißen, oder? Man lässt ihn einfach wachsen, bei Sonne, Sturm und Schnee. Ab und zu schaut man ihn sich mal an, erfreut sich an seinem Wachstum, bisweilen erstaunt darüber, wie weit er schon gediehen ist. Man lässt ihn wachsen und ab und zu denkt man sich, man könnte ihn auch fällen, das Holz verkaufen und damit schöne Profite einstreichen. Oder einfach nur Platz schaffen für einen anderen Baum. Weil der vielleicht noch schneller wächst und noch schöner wird. Aber ist das wirklich eine gute Idee?

Freitag, 14. Oktober 2022

The easy way of investing: Besiege Deine Angst vor Kursverlusten!

Die Angst vor Kursverlusten... davon sollte muss man sich beim Investieren frei machen. Denn Kursverluste gehören dazu, selbst die besten Investoren liegen selten bei mehr als der Hälfte ihrer Investments richtig; entscheidend ist, wie man mit seinen Fehlentscheidungen umgeht und dass man stets die Risiken im Blick hat - bevor man investiert und den Chancen nachjagt!

Ich habe in meinen mehr als 30 Jahren an der Börse sehr viel Lehrgeld bezahlt für die Erkenntnis, dass man sich auf die relativ sicheren Investments konzentrieren sollte und nicht auf die gehypten Hot-Stocks, Kursraketen oder Renditeknaller. Ich habe auch erst mit der Zeit und nach reichlich Fehlern herausgefunden, dass ich mit Quality Investments am besten fahre, mit überdurchschnittlichen Renditen bei geringerem Risiko. Alles ganz simpel, alles ganz sutsche...

Sonntag, 22. Mai 2022

Psychologie der Massen: Buffett erklärt, weshalb Lemminge keine guten Anleger sind

Heftige Börsenkorrekturen ereignen sich immer mal wieder. Nachdem S&P 500, DOW und DAX Ende 2021 noch neue Allzeithochs markierten, folgte anschließend ein regelrechter Ausverkauf. Die zunehmende Panik wegen explodierender Preise und Inflation, gestörter Lieferketten sowie steigender Zinsen zerrt an den Nerven. Nicht Fakten dominieren in solchen Phasen das Börsengeschehen, sondern die Emotionen Angst und Gier. Und viele Anleger müssen eine der ältesten Lektionen des Börsengeschäfts neu lernen...

Freitag, 15. April 2022

Weshalb sich solide Dividendenwerte für Anleger richtig auszahlen können

Am Sinn von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen Dividenden für elementar halten, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also komplett einbehalten, denn dadurch erhöhe sich der Wert des Unternehmens. Und folglich auch der Aktienkurs.

Auf die Dividendenrendite bin ich schon eingegangen, daher möchte ich jetzt andere wichtige Aspekte in den Fokus nehmen. Denn Dividenden polstern in Zeiten von Kursflauten das Konto erfreulich auf und stellen auf lange Sicht immerhin rund 40 % des Gesamtertrages eines Depots aus. Grund genug also, Dividenden ein wenig (mehr) Beachtung zu schenken!

Sonntag, 10. April 2022

Verbilligen oder Verluste begrenzen? Peter Lynch weiß, wie's richtig geht. Und wann...

Wenn die Kurse fallen stellt sich Anlegern die Frage, wie sie damit richtig umgehen sollten. Sollten sie ihre bestehende Position ausbauen, also den Einstandskurs verbilligen, oder lieber konsequent die Reißleine ziehen und die Verluste begrenzen?

Eine pauschale richtige Antwort gibt es auch in diesem Fall nicht, denn es kommt entscheidend auf die jeweilige Situation an. Beide Verhaltensweisen können genau das Richtige sein; es kommt darauf an, dass Anleger sich nicht von Angst oder Gier treiben lassen, sondern möglichst emotionslos analysieren, ob ein Nachkauf oder ein Verkauf die positivere Auswirkung auf ihre Gesamtrendite hat.
»Du wirst Deine Ergebnisse nicht verbessern, indem Du die Blumen ausreißt und das Unkraut gießt.«
(Peter Lynch)
Investorenlegende Peter Lynch, der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre, hat hier eine sehr passende Metapher gewählt, um Anlegern eine erste wichtige Entscheidungshilfe zu geben. Aber natürlich steckt noch etwas mehr dahinter...

Samstag, 14. März 2020

Altersarmut dank Immobilienfinanzierung über Lebensversicherung. Wirklich? Wirklich!

Dass ich nicht viel vom Produkt Kapitallebensversicherung halte und dass es für die Versicherten eine Entreicherungsanlageform ist, habe ich in den letzten Jahren wiederholt geschrieben. Die Niedrigzinsphase hat den Assekuranzen kräftig zugesetzt, weil sie selbst keine auskömmlichen Geldanlagen mehr finden und inzwischen müssen sie sogar eine Zinszusatzreserve aufbauen, um die üppigen Garantieverzinsungen aus der Vergangenheit gewährleisten zu können. Doch die Zinszusatzreserve geht zulasten der Rendite der Versicherten und senkt deren heutigen Ablaufleistungen weiter. Des Weiteren mussten die Assekuranzen ihre Garantieverzinsung immer mehr absenken und der Staat strich die Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreserven oder Schlussüberschüssen der Versicherungen, was die Rendite weiter abschmolz. Die Folge dieser Gemengelage ist, dass inzwischen die Überschussbeteiligungen fast komplett ausfallen. Dabei waren doch gerade sie in der Vergangenheit das ziehende Verkaufsargument für "der Deutschen liebste Anlageform".

Nun ja, wird mancher sagen, da bekommen nun Leute nach 25 Jahren eben weniger Zinsen ausgezahlt und dem entsprechend fällt die Ablaufleistung geringer aus. Pech gehabt. passiert eben. Und so oberflächlich betrachtet, kann man das fast so stehen lassen. Jeder ist für sein Geld und auch seine Absicherung im Alter selbst verantwortlich. Und doch...

Donnerstag, 16. Januar 2020

Gold: Dieser glanzlose Renditekiller ist alles andere als ein sicherer Hafen!

Gold gehört, wie auch andere Edelmetalle, zu den vermeintlich "sicheren Häfen", zu den Asset-Klassen, in die Leute investieren, wenn sie Zukunftssorgen haben oder Angst vor Geldentwertung. Dabei bringt Gold, das Warren Buffett als "unproduktive Wertanlage" bezeichnet, keinen Ertrag, keine Zinsen. Alleine Angebot und Nachfrage entscheiden darüber, ob sich der Kauf seinerzeit gelohnt hat, oder nicht. Und in den vergangenen Jahren hat er das nicht und auf lange Sicht schon gleich gar nicht!

Dabei war der Glanz des Goldes schier unbeschreiblich, selbst die BILD-Zeitung riet Mitte 2011, und damit etwa beim Höchstkurs von $1.900 je Feinunze, mit einem Großaufmacher auf ihrer Titelseite zum Einstieg und spätestens da musste jedem klar sein, dass die Party vorbei war. Denn wenn alle Profis gekauft hatten, alle institutionellen Anleger, dann folgen als Letztes die Kleinanleger. Aber um danach noch steigende Kurse zu ermöglichen, müssen ja noch mehr Käufer dazukommen - aber wer sollte das sein, wenn schon alle in Gold investiert sind? Also wurden die "Gurus" nicht müde, die goldigen Aussichten des Goldes in alle Welt hinauszuposaunen: George Soros erklärte, weshalb er eine riesige Position in Gold halte und dass es quasi nur weiter steigen könne. Und auch Hedgefonds-Manager John Paulson riet allen, einen erheblichen Anteil ihres Geldes in Gold zu investieren. Wohlgemerkt, nachdem sie selbst schon große Positionen hielten! Und der Kleinanleger zahlte wieder einmal die Zeche...

Dienstag, 19. November 2019

Niedrigzinsen fressen Vermögen auf. Nur richtig sparen bringt noch Rendite!

Seit mehr als einem Jahrzehnt wählen die Notenbanken gegen jedes Problem nur ein Mittel: mehr Geld. Ob Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftsflaute, Euro-Problemzonen oder Crash-Tendenzen, stets wird noch mehr Geld gedruckt und zwar Unmengen davon. Üblicherweise führt ein starkes - und auch noch globales - Geldmengenwachstum nach der klassischen Lehre zu Inflation, denn wenn (zu) viel Geld im Umlauf ist, sind Preissteigerungen leichter durchzusetzen und Inflation ruft steigende Zinsen seitens der Notenbanken hervor, um die Preissteigerungen wieder in den Griff zu bekommen.

Doch diesmal scheint alles anders zu sein, das Geld fließt nicht direkt in die Wirtschaft, sodnern in Assets wie Immobilien und Aktien. Daher ist in den führenden Wirtschaftszonen der Welt trotz des vielen zusätzlich verfügbaren Geldes die Inflation weit unter den Zielwerten der Notenbanken und dem entsprechend sinken die Zinsen auf neue Rekordniedrigststände. Nachdem die Strafzölle im US-China-Handelsstreit tiefe Bremsspuren in der globalen Konjunktur hinterlassen und gerade Deutschland mit seinem starken Exposure in den Sektoren Automobil und Maschinenbau kräftig schlingert, haben sich die Notenbanken weltweit auf eine neue Zinssenkungsrunde eingelassen. Das viele billige Geld verleitet zu noch ungebremsterem Schuldenmachen, auch wenn in Deutschland der Staat seit einiger Zeit Schuldenabbau praktiziert - und dafür heftig kritisiert wird. Andernorts wird weiter fleißig drauf gesattelt.

Das dauerhafte Niedrigzinsniveau in der Euro-Zone ruft mehrere Effekte hervor und die Gekniffenen sind vor allem die Sparer. Denen entgeht die Rendite, doch damit fängt ihr Leiden gerade erst so richtig an.

Samstag, 13. Juli 2019

Sind Finanzderivate wirklich eine (gute) Alternative zu Direktinvestments in Aktien?

Wer eine Aktie kauft, beteiligt sich an einem Unternehmen, nimmt teil an dessen Entwicklung und partizipiert an den Kursgewinnen. Hinzu kommen ggf. Dividendenzahlungen. Und setzt er auf die falschen Aktien, lernt er auf schmerzliche Art und Weise, wie man mit Kursverlusten umzugehen hat. Man sollte meinen, das sei Chance und Risiko genug, doch es gibt eine immer größer werdende Zahl von Finanzderivaten, mit denen man an den Börsen handeln kann. Bisweilen ganz losgelöst von sog. Basiswerten.

Ende der 1980er Jahre, als in Deutschland die Deutsche Terminbörse (DTB) ihre Arbeit aufnahm - und zwar mit einfachen Call- und Put-Optionen - gab es als spekulativere Anlagemöglichkeiten neben Aktien eigentlich nur Optionsscheine. Das waren Zusatzkupons, die an Aktienanleihen hingen und das Recht verbrieften, zu einem festgelegten Termin eine bestimmte Aktie zu einem bestimmten Basispreis zu erwerben. Diese Optionsscheine wurden dann separat an der Börse gehandelt und erhöhten Chancen und Risiken bezogen auf ein Investment in den jeweiligen Basiswert, da der Optionsschein zumeist zu einem Bruchteil des Aktienkurses notierte und somit jede Kursänderung prozentual viel stärkere Wirkung entfaltete. Denn eine Änderung um 1 Euro ist bezogen auf einen Kurs von 100 Euro nur 1% - notiert der entsprechende Optionsschein aber bei 10 Euro macht die Veränderung des Basiswertes um 1 Euro beim Optionsschein eine Veränderung von 10 auf 11 Euro und somit 10% aus. Der Hebel betrüge in diesem Beispiel also 10.

Schnell wurden Optionsscheine aber "zu langweilig" und es wurden weitere Derivate erfunden, von Covered Warrants bis hin zu Zertifikaten. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich an einem bestimmten Basiswert orientieren und festgelegte Eintrittsparameter haben, die ihren Kurs und letztlich die Abrechnung am Ende ihrer Laufzeit bestimmen. Dabei gibt es noch Sonderformen, wie z.B. Knock-out-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Discount-Zertifikate oder neuere Formen, wie zum Beispiel den Handel mit Binären Optionen, wo das Investieren durch eine Alles-oder-Nichts-Wette ersetzt wird...

Dienstag, 24. Juli 2018

Der etwas andere Rentenplan: Steter Dividendenstrom aus Business Development Companies

Die staatliche Rente ist die Altersabsicherung Nummer eins in Deutschland und viele der Älteren haben noch die Worte des früheren Arbeitsministers Norbert Blüm im Ohr, als er sagte: „Die Rente ist sicher“.

Diese Aussage stimmt, auch heute noch. Allerdings gilt das nicht für die Höhe der Rente und das ist der Knackpunkt. Denn viele haben während ihres Arbeitslebens zu wenig eingezahlt und erhalten dann im Alter einen so niedrigen Rentenbetrag, dass es zum Leben kaum reicht; schon gar nicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Abrutschen in die Grundsicherung.

Daher wurde schon vor mehr als 15 Jahren immer stärker auf die private Altersversorgung gesetzt und mit der Riester-Rente ein staatlich subventionierter Moloch geschaffen. Doch die Kosten sind hoch und fressen die staatlichen Zuschüsse wieder auf, während die erzielten Renditen niedrig sind. So niedrig, dass ein Gericht gerade erklärte, Riestersparer müssten auch eine negative Verzinsung in Kauf nehmen. Im Klartext heißt das, man zahlt Geld ein und am Ende bekommt man nicht nur keine Zinsen auf das Geld, das durch die Inflation auch noch weniger wert ist, sondern auf das angesparte Geld werden einem auch noch Zinsen abgezogen! Ein bürokratischer Molloch verreckt im Renditetal und der Leidtragende ist mal wieder der Durchschnittsbürger.

Allerdings hat die Riester-Rente dann doch einen (kleinen) positiven Effekt: die Riestersparer haben wenigstens überhaupt Geld fürs Alter zurückgelegt. Das wird ihnen etwas helfen, aber es reicht leider nicht, um die immer größer werdende Rentenlücke aufzufüllen. Doch es gibt andere Möglichkeiten, gute und schlechte...

Freitag, 6. April 2018

[Einfach gedacht] Weshalb Anleger lieber nicht auf offene Immobilienfonds setzen sollten

Offene Immobilienfonds schließen - eine Nachricht, die vor einigen Jahren Empörung, Wut und Insolvenzen bei Privatanlegern in Deutschland ausgelöst hat. Und zwischenzeitlich machten erneut offene Immobilienfonds ihre Schotten dicht. Allerdings nicht aufgrund zu hoher Mittelabflüsse, sondern weil Anleger sie mit frischen Geldern geradezu überschütten. "Stupid Money", dummes Geld, muss man leider sagen...

Nun ist das Konstrukt eines offenen Immobilienfonds theoretisch ein ganz tolles. Anstatt zur Kapitalanlage Einzelimmobilien mit ihren wenigen Vor- aber vielen Nachteilen zu kaufen, gibt man das Geld lieber einem Investmentfonds, der diese Gelder sammelt und in größere Projekte investiert. Man profitiert so von der Expertise der Fondsmanager und das eigene Geld steckt nicht in einem Einzelinvestment, sondern gestückelt in einer Vielzahl von Liegenschaften. Das streut das Risiko. Und im Gegensatz zu geschlossenen Fonds, bei denen man während der Laufzeit nicht an sein Geld kommt, kann man bei offenen Immobilienfonds jederzeit seine Anteile bei der Fondsgesellschaft gegen Geld eintauschen und bei börsennotierten Fondsanteilen sogar tagesaktuell über die Börse verkaufen. Verlockende Aussichten, um am Immobilienboom teilhaben zu können.

Jedenfalls solange alles reibungslos läuft. Vor neun Jahren war das nicht (mehr) so. Es gab die Immobilienkrise in den USA, an die sich die Banken und Staatsschuldenkrisen anschlossen. Die größte globale Finanzkrise seit der großen Weltwirtschaftskrise von 1929. Anleger zogen reihenweise ihre Gelder aus den Immobilienfonds ab und hier zeigte sich den Konstruktionsfehler, das falsche Versprechen. Denn die Fonds konnten bereits seit kurzer Zeit keine Gelder mehr auszahlen, die Fonds wurden einfach zwangsweise geschlossen. Anleger saßen somit auf Anteilsscheinen, die stündlich an Wert verloren, da immer mehr Immobilien in die Zwangsversteigerung liefen. Die offenen Immobilienfonds wurden geschlossen, ihr Versprechen wandelte sich eine Lüge. Und das war absehbar...!

Donnerstag, 12. Januar 2017

Fondsmanager waren 2016 ihr Geld nicht wert. Mal wieder nicht...

Grottenschlechte Bilanz, die Fondsmanager in 2016 da wieder einmal abgeliefert haben. Nach Auswertung des Schweizer Analysehauses Ifund Research konnten nur acht Prozent der Manager für europäische Aktien nach Gebühren ihr Vergleichsbarometer übertreffen, bei US-Aktien waren es 14 Prozent. Bei Schwellenländern übertrafen immerhin mehr als ein Drittel den Index, wie Fonds professionell berichtet.

Die Manager hätten überwiegend auf's falsche Pferd gesetzt, nämlich defensive Konsumgüteraktien. Diese hätten aber im vergangenen Jahr unterdurchschnittlich abgeschnitten; ganz im Gegenteil zu Rohstoffwarten, die aber in den meisten Fonds stark untergewichtet blieben. Ein Lichtblick für Value-Anleger gibt es aber auch: Value-Aktien übertrafen erstmals seit Langem wieder Wachstumstitel. Auch das hätte allerdings die meisten Fondsmanager nicht erkannt.

Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass Geldanlage in Aktienfonds besser ist als sein Geld auf dem Sparkonto entwerten zu lassen. Wer aber schon so schlau ist, in Aktien zu investieren, der sollte lieber wirklich clever agieren und sich die - nicht verdienten! - horrenden Gebühren der Fondsmanager sparen. Dadurch alleine steigt die jährliche Rendite schon um einige Prozentpunkte an. Und wie macht man das? Nun, man kauft entweder passiv verwaltete Indexfonds, also ETFs (Exchange-traded Funds), wie es Warren Buffet oder John C. Bogle, Gründer der Vanguard Company, den Anlegern raten.

»Suche nicht nach der Nadel im Heuhaufen. Kaufe einfach den Heuhaufen.«
(John C. Bogle)

Oder man setzt - wie ich - auf eigenes Research und Stock-Picking. Letzteres ist aber nicht jedermanns Sache und erfordert natürlich Know-how und Zeit. Sich die Mühe zu machen, um aus dem Heer der Fondsmanager diejenigen 8 Prozent herauszufiltern, die besser abschneiden als der Index, die kann man sich jedenfalls sparen - oder in das gezielte Auswählen von Einzelwerten investieren...

Freitag, 12. August 2016

BaFin warnt: Lage bei den Lebensversicherern spitzt sich weiter zu

Ich weiß, ich weiß, es kann niemand mehr hören, dass ich seit Jahren vor der zunehmenden Gefahr bei Lebensversicherern warne und den sich immer weiter verschärfenden Risiken in deren Bilanzen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase. Aber es nützt ja nichts, auch wenn es euch zu den Ohren herauskommt, die Gefahren sind vorhanden und sie nehmen zu!

Nachdem im letzten Jahr die Ratingagentur Moody's die deutsche Lebensversicherungsbranche als die riskanteste der Welt eingestuft hat, warnte nur wenige Tage später auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Deutschland würden Versicherungspleiten drohen. Unterstützt wurde diese Aussage durch eine Untersuchung der Unternehmensberatung Assekurata, die vor einer enormen drohenden Kapitallücke warnte, die die deutsche Lebensversicherungsbranche in den nächsten Jahren überrollen könnte, wenn die Zinsen so niedrig bleiben würden. Da entsprechende Renditen am Kapitalmarkt nicht mehr zu erzielen seien, müssten die Versicherer seit 2011 eine sog. Zinszusatzreserve aufbauenund um die Garantien laufender Lebens- und Rentenversicherungsverträge abzudecken, müssten die Unternehmen diese Zinszusatzreserve bis zum Jahr 2024 von bislang gut €21 Milliarden im schlimmsten Fall auf rund €150 Milliarden aufstocken. Doch schon heute zehre die Zinszusatzreserve an den ohnehin sinkenden Überschussbeteiligungen der Lebens- und Rentenversicherungen und für die Kunden würde die Rendite damit immer unattraktiver werden...

Dienstag, 4. August 2015

Steuern die Versicherer auf massive Kapitalerhöhungen zu?

Seit einiger Zeit schon stehe ich den Versicherungsaktien skeptisch gegenüber und warne vor den sich immer mehr zuspitzenden Problemen der Assekuranzen. Dabei geht es vor allem um die Lebensversicherungen, aber auch um die Rückversicherer, denen beiden das Geschäftsmodell weggebrochen ist aufgrund des dauerhaft niedrigen Zinsniveaus.

Vordergründig "locken" die Aktien mit niedrigen KGVs und hohen Dividendenrenditen, aber es sind zunehmend offensichtlich Value Traps. Nachdem zuletzt die Ratingagentur Moody's gewarnt hat, die deutsche Lebensversicherungsbranche sei die riskanteste der Welt, weil in kaum einem anderen Land die Garantiezusagen zu hoch und der Anlagenmix so ungünstig sei. Auch Sandard & Poors wies darauf hin, dass die Profitabilität der Lebensversicherer stärker und nachhaltiger leide als bisher in den Jahresabschlüssen erkennbar sei. Je mehr Altverträge die Anbieter in ihren Beständen hätten, um so größer sei die Gefahr für die Unternehmen.

Nun hat der Ausschuss der Europäischen Zentralbank für Systemrisiken (ESRB, European Systemic Risk Board) eine EU-weite Auffanglösung für Lebensversicherer gefordert, denn die Probleme seien nicht nur auf deutsche Lebensversicherer beschränkt. Man fürchtet, dass viele Lebensversicherte ihre Verträge wegen der schwachen Renditen vorzeitig kündigen könnten und die Lebensversicherer dann in großem Umfang Anleihen an der Börse verkaufen müssten. Das würde zu hohen Kursverlusten führen und mitunter sogar zu einer Panik, da Anleihen bei vielen Investoren eigentlich als sicherer Hafen gelten...