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Donnerstag, 19. Februar 2026

Last Order: Das Ende der Portfoliochecks

Dies ist mal wieder ein Beitrag in eigener Sache; leider aus einem traurigen Anlass. Seit September 2015 schreibe ich für das damals frisch ins Leben gerufene "Aktien Magazin" von Traderfox und drei Jahre später übernahm ich auch die Kolumne "Portfoliocheck", um über die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit zu berichten. Dazu habe ich mir auch die Investorenbriefe angesehen, in denen die "Börsengurus" ihre Einschätzung zu den Unternehmen abgegeben haben. Das bedeutete immer viel Aufwand, aber vor allem Freude und interessanten Einsichten. Doch damit ist jetzt Schluss!

Nach siebeneinhalb Jahren teilte mir Traderfox-Chef Simon Betschinger nun mit, dass die Portfoliochecks keine hohen Abrufzahlen auf der Website aufweisen und die gemessenen Seitenverweildauern zu gering seien.

Kurz gesagt: der Portfoliocheck überzeugt nicht mehr und wird daher eingestellt.

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Opendoor Technologies: Die heißeste Spekulation auf den Immobilienturnaround?!

Für das "Aktien Magazin" von Traderfox habe ich kürzlich meinen Favoriten für das Jahr 2024 vorgestellt und meine Wahl fiel auf Opendoor Technologies.

Opendoor ist der führende iBuying-Spezialist der USA. Als der Immobilienmarkt boomte verdienten viele Amerikaner mit Immobilien ihr Geld, indem sie Häuser günstig kauften, auf Vordermann brachten und dann mit sattem Gewinn wieder verkaufen. Dieses 'House-Flipping' ging solange gut, wie die Zinsen niedrig und Baumaterialien jederzeit und vergleichsweise preiswert zu bekommen waren. Doch diese Zeiten sind vorbei und die der Inflation folgenden starken Zinsanhebungen der US-Notenbank brachten den Immobilienmarkt zum Kollabieren gebracht. In einem nie dagewesenen Tempo wurden Bauvorhaben gestoppt und Kaufverträge für neue Häuser storniert. Zudem machen die hohen Zinsen Immobilien für viele Menschen inzwischen unerschwinglich und so trocknete auch der Markt für Gebrauchtimmobilien ein. Seit anderthalb Jahren sinken die Immobilienpreise und Opendoors Geschäftsmodell hat sich als nicht flugfähig (genug) erwiesen. So sieht es jedenfalls auf den ersten Blick aus. Doch beim genaueren Hinsehen stehen den Risiken auch echte Chancen gegenüber. Die neue Zinssenkungsfantasie ist dabei nur der Turbo für den bereits gelungenen Turnaround...

Montag, 7. August 2023

Kissigs Portfoliocheck: Microsoft bleibt Greenblatts Liebling

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 232. Portfoliocheck blicke ich wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er bevorzugt günstige und gute Unternehmen, die im Idealfall einen Katalysator aufweisen, damit absehbare Erfolge möglichst zeitnah eintreten. Auch deshalb setzt er gerne auf Sondersituationen, wie zum Beispiel Spin-offs. Greenblatt ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 1. Quartals 2023 hatte Joel Greenblatts Gotham Capital 1.310 Werte mit einem Gesamtwert von 4,13 Mrd. USD im Portfolio, darunter 22 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag erneut bei selbst für seine Verhältnisse hohen 24 %. In seinem breit gestreutem Portfolio führen weiterhin Technologiewerte mit 17,8 % Gewichtung (Q4/22: 18,7 %). Ihnen folgen Industriewerte mit 12,1 % (Q4/22: 10,9 %), zyklische Konsumwerte mit 10,7 % (Q4/22: 10,3 %), Gesundheitsaktien mit 10,3 & (Q4/22: 11,9 %) und Finanzwerte mit 6,9 % (Q4/22: 8,2 %). Trotz des hohen Umschlags im Depot hat sich an der Sektorgewichtung nur wenig geändert; beim Finanzsektor hat sich Ende des 1. Quartals die 'kleine Finanzkrise' noch stark negativ in den Kursen bemerkbar gemacht.

Greenblatt setzt weiter auf einen breiten Marktaufschwung, indem er erneut bei seinen bevorzugten S&P 500-ETFs aufstockte: Den Gotham Value 1000 ETF erhöhte er um beinahe 2.000 % und den S&P 500 ETF Trust ETF um weitere 22 %. Greenblatt setzt seinen Schwerpunkt also weiterhin auf US-Standardwerten mit hohen Cashflows und üppigem Cash-Polstern, die bei Konjunkturschwächen und in Krisenzeiten mit am besten für den Sturm gerüstet sind – diese Werte finden sich auch in den ETFs auf den S&P 500 Index in höchster Gewichtung wider, so die Gewichtung von Apple, Microsoft oder Alphabet im durchgerechnet im Grunde deutlich höher ist in Greenblatts Portfolio. Interessanterweise ist der Wachstumswert Snowflake jedoch die größte Einzelposition in Greenblatts Portfolio. Knapp dahinter folgt Microsoft, wo man das Potenzial von OpenAI frühzeitig erkannt und 2019 rund 1 Mrd. USD in die Muttergesellschaft von ChatGPT investiert hat. Und KI wird der neu(st)e Treiber für Umsatz und Gewinne...


Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Kissigs Portfoliocheck: Dreht jetzt der Wind bei Mason Hawkins Turnaround-Spekulation General Electric?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 119. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 3. Quartal 2020 lag Mason Hawkins Tunroverrate bei niedrigen 9%. Unter seinen 29 Depotwerten finden sich fünf Neuzugänge. Mason Hawkins Portfolio ist stark fokussiert. Die drei größten Positionen Lumen Technologies (die ehemalige CenturyLink), CNX Ressources und Mattel machen mehr als ein Drittel aus und die fünf größten, also ergänzt um FedEx und General Electric, bringen es zusammen auf mehr als 45%.

Mit einer Reihe seiner Top-Werte setzt Hawkins frühzeitig auf potenzielle Nach-Corona-Gewinner, die von einem erfolgreichen Zurückdrängen der Pandemie durch den gerade anrollenden Einsatz wirksamer Impfstoffe erheblich profitieren können. Zu diesen gehört auch Industrieikone General Electric, die schon vor Ausbruch der Coronakrise tief in den Abgrund geblickt haben, aber dennoch immer noch und immer wieder Morgenluft schnuppern.

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Disclaimer: Habe General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Kissigs Portfoliocheck: Beim brasilianischen Fintech StoneCo ist Steve Mandel nun viertgrößter Aktionär – nach Buffett

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Mein 118. Portfoliocheck führt mich erstmals zum Depot von Steve Mandel, einem der erfolgreichste Hedgefonds-Manager unserer Zeit. Er gehört zu den sogenannten Tiger Cubs, den Tigerwelpen. Die Bezeichnung geht zurück auf Julian Robertson, der mit seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Seit 1997 leitet Mandel den von ihm gegründeten Hedgefonds Lone Pine Capital LLC, der inzwischen rund $32 Mrd. an Investorengeldern verwaltet und in den letzten 13 Jahren durchschnittlich Renditen von über 20% erzielte.

Steve Mandel pflegt einen aktiven und fokussierten Investmentstil. Im 3. Quartal 2020 lag seine Turnoverrate bei 29% und unter den 32 Werten in seinem Portfolio finden sich gleich 11 Neuaufnahmen. Technology stellt mit knapp 47% den stärksten Sektor gefolgt von Communication Services mit 15,2%. Mandels Top-Positionen sind Shopify, Facebook und Microsoft. Doch besonders interessant ist eine Neuerwerbung: das brasilianische Vorzeige-Fintech Stone Pagamentoas SA, genannt StoneCo...

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Disclaimer: Habe Facebook, Microsoft, StoneCo auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmiller setzt im Weihnachtsgeschäft voll auf die eCommerce-Leader Amazon, Alibaba, Sea Limited, JD.com und MercadoLibre

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten  Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 117. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Auch im 3. Quartal 2020 war Stanley Druckenmiller sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 27%; unter seinen 61 Depotwerten finden sich 15 Neuaufnahmen. Nachdem er bereits im Vorquartal bei Microsoft um 63% aufgestockt hatte, folgten nun weiter 47%, so dass Microsoft mit einer Gewichtung von über 16% wieder seine mit Abstand größte Position ist.

Zählt man seine Depotpositionen zusammen, die vom eCommerce profitieren, so hat er hier rund ein Fünftel seines Gesamtvermögens investiert. Neben Amazon, Alibaba, Sea Ltd. und JD.com hat er auch MercadoLibre im Depot; und auch Alphabet und Facebook profitieren maßgeblich vom eCommerce – der eine über sein Anzeigengeschäft, der andere über seine neue Funktion Shops. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat Stanley Druckenmiller richtig eingekauft, damit der Onlinehandelsboom auch beim ihm die Kassen klingeln lässt. Hohoho…

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Mittwoch, 25. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb wittert seine Chance bei der Wiederauferstehung von Skandalnudel PG&E

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 116. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die von ihm gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 29% verdient sich Daniel Loeb die Bezeichnung "aktivistischer Investor" redlich, auch wenn sie geringer ausfällt als die 36% aus dem Vorquartal. Sein Portfoliowert hat sich zum Ende des 3. Quartals wieder an die Marke von $10 Mrd. heran gerobbt; per Ende September hielt Loeb 47 Aktienwerte, darunter 20 Neuaufnahmen.

Ganz besonders stark engagiert hat sich Daniel Loeb bei Pacific Gas & Electric (PG&E), das als Neueinsteiger gleich 8% Depotgewicht auf die Waage bringt und aus dem Stand die Spitzenposition übernimmt. Dabei ist Kaliforniens größter Energieversorger gerade erst der Insolvenz entkommen, in die ihn die verheerenden Großbrände der letzten Sommer getrieben hatten und ist somit eine riskant-aussichtsreiche Spekulation auf eine Wiederauferstehung...

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Donnerstag, 19. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: Buffett verkauft schon wieder Apple-Aktien. Das Ende (s)einer großen Erfolgsgeschichte?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 115. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von fast 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 3. Quartal hat Buffett für seine Verhältnisse größere Aktivitäten entwickelt, denn seine Turnoverrate lag bei immerhin 4%, nachdem sie zuvor mehrfach lediglich 1% betrug. Buffetts Aktienportfolio enthielt Ende September 49 Positonen, darunter sechs neue, und kam auf einen Wert von knapp $229 Mrd. Hinzugesellt sich sein Bestand an nicht börsennotierten Firmen in etwa gleicher Größe und sein enormer Cashbestand,  auf inzwischen über $147,5 Mrd weiter anstieg.

Buffetts Portfolio ist sehr fokussiert, denn seine fünf größten Positionen Apple, Bank of America, Coca Cola, American Express und Kraft Heinz bringen mehr als 78% auf die Waage. Seine mit großem Abstand dominierende Position bleibt Apple, obwohl er für fast $4 Mrd. Anteile verkauft hat - was Anlass zu Spekulationen gibt. Stark reduziert hat er nochmals Wells Fargo und JPMorgan Chase, während er bei Bank of America weiter aufstockte. Ansonsten gab es einige Überraschungen bei Barrick Gold und Pharmariesen...

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Disclaimer
Apple, Berkshire Hathaway, befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 12. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: McDonald’s weckt nun auch Ken Fishers Appetit

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 114. Portfoliocheck blicke ich wieder in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl wir im 1. Quartal den schnellsten und stärksten Wirtschaftseinbruch der Geschichte zu verzeichnen hatten mit entsprechend dramatisch eingebrochenen Aktienkursen, erfolgte bis heute eine ebenso schnelle und rapide Aufholjagd – der Börsen. Fisher witzelte daher jüngst, der Crash, obwohl es wirklich ein Crash war und die längste Hausse aller Zeiten beendete, sähe nun aus wie eine zu starke Korrektur, die den alten Bullenmarkt nur kurz mal durchgeschüttelt hätte.

Dem werden viele beipflichten, die die richtigen Aktien im Depot haben: Qualitätswerte, Cloud- und Softwareaktien, Medizintechniker, Biotech, Pharmawerte. Die hat auch Ken Fisher hoch gewichtet und seine größten Positionen im 3. Quartal 2020 sogar noch weiter aufgestockt: Apple, Amazon, Microsoft, VISA. Ganz besonders stark zugekauft hat Fisher jedoch beim "Burger-King" McDonald's, der bisher ausgezeichnet durch die Corona-Krise kommt und von einem Impfstoff dennoch mächtig profitieren dürfte...

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Disclaimer: Amazon, Apple, Microsoft, VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 5. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mit Caterpillar will Primecap vom Infrastrukturboom profitieren

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 113. Portfoliocheck blicke ich wieder in das Depot von Primecap Management, die drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen und mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Mit diesen erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von über 13% und liegen damit rund 2% p.a. vor dem S&P 500.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Primecap hat auch im 2. Quartal 2020 nochmals weiteres Geld vom Tisch genommen und bei vielen Positionen seinen Bestand reduziert, vor allem bei Technologiewerten. Hinter Eli Lilly bleiben Microsoft und Adobe allerdings die am höchsten gewichteten Positionen mit jeweils über 4% Anteil. Deutlich niedriger gewichtet ist der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar, der von den angekündigten Infrastrukturprogrammen der nächsten US-Administration und den zu erwartenden nächsten Konjunkturpaketen überproportional profitieren dürfte...

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Disclaimer: Adobe und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Ab jetzt sorgt General Dynamics für Aktion in Bill Nygrens Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 112. Portfoliocheck geht es mal wieder um Bill Nygren, Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Zum Ende des 2. Quartals 2020 hatte er insgesamt 50 Werte im Depot, darunter lediglich drei Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate lag erneut bei überschaubaren 6%.

Seinen Schwerpunkt setzte Nygren weiterhin vor allem auf Financial Services und Communication Services. Alphabet bleibt seine größte Position, aber Facebook hat sich kräftig verbessert und liegt nun auf dem zweiten Rang vor Netflix und der Bank of America. Neu eingestiegen ist er bei General Dynamics, dem sechstgrößten Luftfahrt- und Rüstungskonzern der Welt. Denn bewaffnete Konflikte gehen der Welt nicht aus, auch nach Trump nicht...

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Disclaimer: Alphabet und Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Alibaba ist Jeremy Granthams Top-Wette auf den Boom im Onlinehandel. Und mehr…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 111. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 2. Quartal 2020 schichtete Grantham 12% seines Portfolios um; eine hohe Quote, aber deutlich unter den 20% aus dem Vorquartal. Ende Juni hielt er 736 Positionen, darunter 122 Neuaufnahmen. Auf den vorderen Plätzen gab es wenig Bewegung in seinem Portfolio: Microsoft und Apple führen weiterhin souverän, während sich Alibaba Group vom fünften auf den dritten Rang vorgearbeitet hat, nachdem er seinen Bestand um ein Viertel weiter aufgestockt hat.

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Disclaimer: Apple und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Trifft AB InBev nicht mehr Tom Russos Geschmack?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 110. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 2. Quartal ließ es Tom Russo wieder ruhiger angehen mit einer Turnoverrate von lediglich 1%. Verkäufe dominierten ganz klar. Bei der Swatch Group ist Russo komplett ausgestiegen, die Konkurrenz durch die Apple Watch setzt den Uhrenherstellern mächtig zu. Apple kommt bei den Wearables inzwischen auf einen Marktanteil von 55 Prozent und hat die Apple Watch zum neuen Status Symbol am Handgelenk aufgebaut. Beim Werbevermarkter JC Decaux ist Russo ebenfalls beinahe vollständig ausgestiegen, während er beim weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev "nur" ein Viertel seines Bestands auf den Markt schmiss...

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Apple befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mastercard ist Chuck Akres Favorit im War-on-Cash

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 109. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 2. Quartal ist Akre mit einer Turnoverrate von lediglich 4% wieder zu seiner bekannt ruhigen Art zurückgekehrt. Er hält weiterhin 28 Positionen in seinem Portfolio, darunter keine Neuaufnahme. In seinem Depot machen Finanzwerte mit einem Anteil von 42% fast die Hälfte seines Portfolios von gut $13,3 Mrd. aus, gefolgt von Immobilienwerten mit 24,4% und zyklischen Konsumwerten mit 11,4%. Akres größte Positionen blieben American Tower (13,7%) vor MasterCard (13,1%), Moody's (11,7%) und VISA (7,6%). So gesehen alles beim Alten.

Beim digitalen Immobiliendienstleister CoStar Group, dem in den USA führenden Anbieter von Daten-, Analyse- und Marketingdienstleistungen für gewerbliche Immobilienmakler und Mieter, kaufte Akre erneut kräftig auf und zwar satte 118%. Bei Mastercard stockte er hingegen nur moderat auf, doch der digitale Zahlungsdienstleister steht kurz davor, die neue Nummer 1 in Akres Depot zu werden. Aus guten Gründen...

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American Tower, CoStar, MasterCard, Moody's, VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Freitag, 2. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Der zweitgrößte Aktionär von Sea Limited ist nun… Value Investor Frank Sands

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 108. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im 2. Quartal 2020 hielt Frank Sands 77 Werte im Portfolio im Gesamtwert von 41,3 Milliarden Dollar, darunter 6 neue; seine Turnover-Rate lag bei überschaubaren 8%. Die größte Auswirkung hatte das Wiederaufstocken bei Edwards Lifesciences, die Frank Sands im Vorquartal noch um mehr als ein Viertel reduziert hatte. Bei Sea Limited ließ es Sands zuletzt etwas ruhiger angehen; nachdem er in den Vorquartalen seine Position massiv aufgestockt hatte, kamen im zweiten Quartal "nur" noch einmal knapp 14% hinzu. Sands ist mit 5,71% inzwischen deren zweitgrößter Aktionär hinter Tencent mit 20%. In seinem Depot liegt Sea Ltd. nun mit knapp 7% auf dem zweiten Rang und sitzt damit Amazon direkt im Genick. Möglicherweise läuft es hier auf einen baldigen Führungswechsel hinaus. We will sea... ツ

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Amazon, Edwards Lifesciences, Sea Ltd. befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 24. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Ist Moody’s Buffetts am meisten unterschätze Burggrabenaktie?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 107. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Auch im 2. Quartal des Jahres 2020 hat Buffett erneut kaum agiert an den Aktienmärkten und seine Turnoverrate lag erneut bei lediglich rund 1%. Buffetts Aktienportfolio enthielt Ende Juni 44 Werte, darunter einen neuen, und kam auf einen Wert von knapp $202 Mrd. Das ist deutlich mehr als Ende des 1. Quartals, als es bei $175 Mrd. stand, aber gegenüber dem Jahresstart von $242 Mrd. ist es dennoch weiterhin ein kräftiger Rücksetzer. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass Buffett viele Positionen verringert oder ganz verkauft hat und sich im Gegenzug sein Cashbestand weiter in die Höhe geschraubt hat. Auf über $143 Mrd. inzwischen.

Buffetts Portfolio ist sehr fokussiert, denn seine fünf größten Positionen Apple, Bank of America, Coca Cola, American Express und Kraft Heinz bringen mehr als drei Viertel auf die Waage. Die weiterhin mit großem Abstand dominierende Depotposition ist Apple: nach knapp 30% Ende 2019 sind es nun über 44%. Durch den Kursanstieg und deutliche Verkäufe bei einigen Bankwerten (Wells Fargo, JPMorgan Chase, Goldman Sachs) liegen nun die Technologiewerte in Buffetts Depot klar vor den Finanzwerten. Zu diesen gehört auch die Ratingsagentur Moody's, die inzwischen Buffetts sechstgröße Position ist. Und trotz ihrer massiven Burggrabens und zweistelliger Wachstumsraten selten Beachtung findet. Wohl zu Unrecht...

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Apple, Berkshire Hathaway, Moody's befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Freitag, 18. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt investiert mit Automatic Data Processing frühzeitig gegen den Trend

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 106. Portfoliocheck blicke ich wieder mal Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine „Börsenzauberformel“. Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.

Joel Greenblatts Gotham Capital ist breit diversifiziert und im 2. Quartal 2020 fanden sich 1.044 Positionen mit einem Gesamtwert von $3,3 Mrd. im Portfolio, darunter 209 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 23%. In Greenblatts breit gestreutem Portfolio haben die großen Technologiewerte inzwischen die ersten sechs Positionen inne. Apple führt mit gut 2,1%, es folgen Microsoft, Amazon, Alphabet, Facebook und Oracle. Aufgestockt hat er vor allem bei den Corona-Profiteuren Amazon, Microsoft, Facebook und Loewe’s und antizyklisch bei Automatic Data Processing, einem der weltweit führenden IT-Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf Human Ressources, das sich in den letzten Jahren auf einem stetigen Wachstumskurs befand, aber die coronabedingte Jobmisere voll zu spüren bekommt.

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Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Freitag, 11. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Value Investor Chris Davis punktet mit der Bank of New York Mellon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 105. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen familiengeführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der "Owners Earnings", das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Im zweiten Quartal kam Chris Daivs auf eine Turnoverrate von sechs Prozent. Im Bestand befanden sich 119 Unternehmen, darunter sieben Neuaufnahmen. Seine größten Positionen bleiben Alphabet und Amazon, aber zu seinen Top-Positionen gehört schon seit längerem die Bank of New York Mellon, deren Geschäftsmodell sich als besonders coronaresistent erweist...

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Alphabet, Amazon, Berkshire Hathaway  befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Freitag, 4. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb setzt verstärkt auf Qualitätswachstumswerte und jetzt auch auf Facebook

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 104. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die von ihm gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 36% verdient sich Daniel Loeb die Bezeichnung "aktivistischer Investor" redlich. Sein Portfoliowert erholte sich im 2. Quartal auf $7,3 Mrd., nachdem er zum Ende des 1. Quartals im Zuge des Corona-Crashs auf $6,3 Mrd. eingebrochen war; es enthielt nun 35 Aktienwerte, darunter 13 neue. Seine ehemals größte Position Baxter reduzierte Loeb um weitere zwei Drittel und der bisher zweitgrößte Wert Allergan ist komplett aus seinem Depot verschwunden. Die Spitzenpositionen nehmen nun Walt Disney, Amazon und Danaher ein. Neben seinem massiven Aufstocken bei Disney setzt Loeb nun auch ganz frisch auf Alibaba, JD.com und Facebook...

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Amazon, Danaher, Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 27. August 2020

Kissigs Portfoliocheck: Sky-Mutter Comcast ist Andreas Halvorsens zweite große Wette in den Streaming-Wars – neben Amazon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 103. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cubs" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Halvorsen war auch im 2. Quartal wieder sehr aktiv und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 34% und zum Quartalsende hielt er 71 Positionen, darunter 22 neue. Auffällig ist, dass Halvorsen eine ganze Reihe von Unternehmen reduziert oder ganz aussortierte, die von den Corona-Entwicklungen Lockdown, Home Office und Social Distancing profitiert hatten. Spitzenreiter bleibt mit gut 7% Depotanteil Amazon, während sich Adaptive Biotechnologies den 2. Rang zurückerobert hat. Neue Nummer 3 ist nun Comcast, die Halvorsen im 2. Quartal nochmals kräftig aufgestockt hat.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adaptive Biotechnologies und Amazon befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.