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Sonntag, 7. Juli 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 27. Börsenwoche im Rückspiegel mit Blackstone, UET United Electronic Technology, WashTec

Die letzte Börsenwoche verlief relativ entspannt, zumal am Donnerstag in den USA der "Independance Day" gefeiert wurde und dem entsprechend die Weltleitbörse pausierte. Die Welt konnte sich also um sich selbst kümmern, da US-Präsident Trump vor allem damit beschäftigt war, eine große Militärparade abzuhalten und damit den aussöhnlichen Charakter der 4. Juli-Feierlichkeiten ad absurdum zu führen. Als er damit fertig war und am Freitag wieder ins (Twitter-) Geschehen eingriff, sackten die Börsen auch prompt deutlich ab. Denn der Donaldissimo feuerte eine Breitseite gegen die Währungspolitik fast jeder Nation, auch die der US-Notenbank, und das wurde als Androhung eines globalen Währungskriegs verstanden. In meiner Kindheit war immer James Bond zur Stelle, wenn sich irgendwo wieder jemand zum Welt-Diktator aufschwingen wollte. Aber der gute als Bond steuert momentan auf seine nächste Rente zu, da hat er wohl leider anderes zu tun. Aber auch Besseres...?

Sonntag, 24. März 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 12. Börsenwoche im Rückspiegel mit Hornbach Baumarkt, MBB, WashTec

Stetig kletterten die Kurse in der letzten Börsenwoche und markierten neue Jahreshochs; der DAX überschritt sogar kurz die 11.800er Marke, bevor ihm die Luft ausging. Vor allem der starke Einbruch von Bayer wegen eines neuen Glyphosat-Urteils setzte dem DAX schwer zu, bevor dann am Freitag alle Märkte kräftig einbrachen, weil sich ein Anflug von Panik an den Bond-Märkten breit machte, was die Bank-Aktien stärker unter Druck brachte. Denn die Zinskurve sendete ein Rezessionswarnzeichen und das macht aus Börsianern schnell Bärsianer (ha, der Preis der Woche für den schlechtesten Wortwitz geht ja wohl klar an mich!). Kurz erklärt: normaler weise liegen die Zinssätze für langlaufende Anleihen über denen für kurzlaufende; kehrt sich dieses Verhältnis um, spricht man von einer "inversen Zinsstrukturkurve" und das ist ein sehr schlechtes Signal für die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung. Meistens. Wenn dies denn länger anhält, aber das muss sich erstmal zeigen. Und wie die Börsenkurse darauf reagieren, bleibt auch abzuwarten. Denn es erhöhen sich momentan deutlich die Zeichen, dass die amerikanische Notenbank wohl nicht nur keine weiteren Zinsanhebungen mehr vornehmen wird, sondern dass es sogar in den nächsten Monaten zu Zinssenkungen kommen könnte. Und die sind seit jeher das größte Treibmittel für steigende Börsenkurse...

Samstag, 2. März 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 9. Börsenwoche im Rückspiegel mit 3U Holding, Aumann, General Electric, Genworth Financial, MBB, WashTec

Die vergangene Börsenwoche verlief eher ruhig, es gab nur das übliche politische Palaver, nichts Bewegendes.

"The Donald" hat den nordkoreanischen Diktator geherzt wie seinen Biggest Buddy, per Twitter der Welt große Ankündigungen versprochen, um am nächsten Tag unverrichteter Dinge vom Gipfel in Hanoi abdampfen zu müssen. Derweil zieht sich in den USA die Schlinge um seinen Kopf zunehmend enger zusammen, seit sein ehemaliger Anwalt Cohen öffentlich Aussagen muss darf. Wirklich beeindrucken tut das weder den Don noch den Rest der Welt. Dort richtet man die Augen weiterhin auf den Handelskonflikt USA vs. China und hofft auf so viel gesunden Menschenverstand, dass die es nicht total gegen die Wand fahren.

Und ebenso ergeht es uns EUlern mit den Briten und ihrem f*cking Brexit. Wenigstens scheint sich nun endlich mal substanzieller Widerstand in UK zu formieren, was zumindest einen No-Deal-Brexit unwahrscheinlicher macht. Ganz ehrlich Leute, das muss man schon alles als positive Nachrichten betrachten! Wirklich negative gab es übrigens auch nicht. Was nicht heißt, dass es nicht die eine oder andere Kursverwerfung gab, zumeist aufgrund vorgelegter Unternehmenszahlen...

Mittwoch, 21. März 2018

WashTec: Gewaschen wird immer…

Die Börsen befinden sich in Turbulenzen, so viel ist mal sicher. Ob es sich um den von einigen herbeigeredeten Crash handelt, wird sich erst noch zeigen. Zumindest handelt es sich um eine deutliche Korrektur, denn der DAX gab innerhalb weniger Tage um mehr als 10 Prozent ab.

Einige Mahner weisen darauf hin, dass sich die Börsen seit neun Jahren in einem anhaltenden Kursaufschwung befänden, der ohne nennenswerte Korrekturen ausgekommen sei. Und daher wäre die Zeit einfach reif für einen Crash. Da ist etwas dran. Doch bei näherer Betrachtung nicht wirklich viel. Denn schaut man auf den Verlauf des DAX seit dem Tiefpunkt der Finanzkrise im Jahr 2009, dann findet man in dieser Zeit schnell eine ganze Reihe von scharfen Rücksetzern und in vier Phasen waren diese sogar bemerkenswert: im Sommer 2011 verlor der DAX zwischen Hoch- und Tiefpunkt 34 Prozent und während der zehnmonatigen Korrekturphase von April 2015 bis Februar 2016 ebenfalls knapp 30 Prozent. Und auch die beiden mehrwöchigen Einbrüche im Sommer 2012 und im Herbst 2014 mit jeweils rund 17,5 Prozent waren durchaus spürbare Korrekturen, die mit panikartigen Verkaufswellen einher gingen.

Darüber hinaus gibt es Marktbeobachter, die Börsenphasen nicht vom jeweiligen Tiefpunkt aus berechnen, sondern ab dem Zeitpunkt, als der Index sein vormaliges Hoch überschritt. Für den DAX würde dies bedeuten, dass er erst im Jahr 2013 seine Vorkrisenhöchststände bei 8.000 Punkten überwurden hätte und wir uns nach dieser Lesart erst seit fünf Jahren in einem Bullenmarkt befänden. Was wiederum eine vergleichsweise kurze Zeitspanne wäre und auch unter diesem Aspekt noch keinen Crash als „zwingend erforderlich“ an die Wand malen würde.