Posts mit dem Label Uber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Uber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. Juli 2025

Kissigs Portfoliocheck: Bill Ackman ist jetzt lieber mit Uber mobil als mit der Eisenbahn

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 307. Portfoliocheck schaue ich wieder Bill Ackman über die Schulter, einem aktivistischer Investor, der bevorzugt Stammaktien börsennotierter Unternehmen kauft und dann das Management öffentlichkeitswirksam zu Änderungen drängt, damit der Markt den wahren Wert der Unternehmen erkennen kann.

Ackmann galt viele Jahre lang als aufstrebender Superstar der Branche, doch dann verhob er sich gewaltig. Er kaufte sich in großem Stil bei der kanadischen Valeant Pharmaceuticals ein, die er als "Berkshire Hathaway der Pharmabranche" titulierte - doch das Unternehmen stolperte über Betrug, Abrechnungsfehler und schneeballsystemartige Geschäftspraktiken. Am Ende gab er auf und stieß seine Valeant-Aktien mit enormen Verlust ab. Fast noch schwerer wog die erlittene Schädigung seines Rufs.

Doch Ackman gelang die Widerauferstehung und die Rückkehr in die Erfolgsspur. Und er erweiterte seinen Investorenwerkzeugkasten um neue Strategien: so kauft sich Ackman heute auch in großartige Unternehmen ein, die über solide Cashflows und einen enormen ökonomischen Burggraben verfügen, um an deren Wertschöpfung zu profitieren. Dabei ist sein Portfolio extrem fokussiert auf nur die aussichtsreichsten Qualitätsunternehmen, auf die er dann große Summen setzt. Und wenn er sich irrt, schmeißt er diese Aktien schnell und konsequent aus dem Depot.

Ende des 1. Quartals 2025 war seine Turnoverrate nach einem vergleichsweise ruhigen Vorquartal wieder zurück auf dem sehr hohen Level von 22 %, während der Wert seines Aktiendepots erneut leicht von 12,6 auf 11,9 Mrd. USD sank. Die größte Auswirkung auf Ackmans Portfolio hatte der Komplettverkauf seiner Nike-Aktien. Doch der Schein trügt, denn Ackman setzt weiterhin auf einen erfolgreichen Turnaround der Sport-Ikone. Und sogar noch stärker als bisher - denn er setzt nun Call-Optionen. So hebelt er seine Erfolgsaussichten und hat zusätzlich wieder Cash frei für andere Investments. Zusätzlich generierte er Kapital durch einen weiteren Teilverkauf bei Hilton Worldwide und auch bei Chipotle Mexican Grill bleibt Ackman auf der Verkäuferseite. Dasselbe gilt für Ackmans bevorzugte nordamerikanische Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Kansas City, die er vor einigen Wochen als "Zollkriegsverlierer" sogar komplett verkauft hat - um Geld für die "Jahrhundertchance" bei Amazon zu haben während des Trump-Zollkrieg-Ausverkaufs Anfang April. Und dann ist Ackman noch ganz frisch beim Ride-Sharing-Anbieter Uber eingestiegen, den er als "eines der am besten geführten und hochwertigsten Unternehmen der Welt" bezeichnete.

Mit einem Anteil von 27,6 dominieren weiterhin die zyklischen Konsumwerte in Ackmans Portfolio, aber die Gewichtung ist um satte 18 % gesunken. Zweitstärkster Sektor sind nun die zuvor gar nicht vertretenen Technologiewerte mit 18,5 % vor der Finanzbranche mit 18 %, Kommunikationsdiensten mit 14 %, Immobilienwerten mit 12,6 % und Industrieunternehmen mit 9,1 %.

Stärkster Neueinsteiger und gleich neuer Spitzenreiter ist Uber, die mit einer Gewichtung von 18,5 % sogar den bisherigen Top-Wert Brookfield Corp. überholen konnten, die Ackman in den letzten Quartalen immer weiter aufgestockt hatte. Ebenfalls eine Position verloren hat der Franchisespezialist Restaurant Brands, der insbesondere für seine Marken Burger King und Tim Horton's bekannt ist. Dahinter haben Chipotle und Howard Hughes Holdings die Plätze getauscht. Die nächsten Plätze nehmen die beiden Aktiengattungen von Alphabet ein und zusammen kommen sie auf eine Gewichtung von rund 14 % im Portfolio.

Aber Ackmans 13F offenbart nur seine börsennotierten US-Beteiligungen. Gewichtige Investments hält er auch an Universal Music Group sowie den beiden gestrauchelten Hypothekenriesen Fannie Mae und Freddie Mac. Und hier geraten die Dinge mächtig in Bewegung...


Disclaimer: Habe, Alphabet, Amazon, Brookfield, Howard Hughes, Uber auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Dienstag, 16. Februar 2021

Softbank Group: Neues Allzeithoch nach 21 Jahren. Und noch immer krass unterbewertet!

An Venture Capital-Spezialist Softbank Group scheiden sich die Geister. Unbestritten ist jedoch, dass das Unternehmen des umtriebigen Gründers und Großaktionärs Masayoshi "Masa" Son einen Rekord nach dem anderen abliefert. Und der Aktienkurs nun auch (wieder). Denn mit 11.000 Yen (umgerechnet etwa $50 bzw. €80 je ADR) markierte er im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch und das erstmals seit dem Jahr 2000, als die Internetblase platzte und der Kurs der Softbank Group ins Bodenlose abstürzte.

Son nahm das damals relativ gelassen hin, wie seine legendäre Aussage belegt:
»Ich war mal der zweitreichste Mensch der Welt. Dann verlor ich 70 Milliarden Dollar.«
(Masayoshi Son)
Er hielt an seiner Vision fest, krempelte die Ärmel hoch und begann, erst Millionen, später Milliarden in aufstrebende Internetfirmen zu investieren. Seine beste Entscheidung dabei: der Einstieg beim damals unbekannten Startup Alibaba, wo er im Jahr 2000 für einen Anteil von 29,5% $20 Mio. ausgab. Heute hält Softbank Group noch rund 26% an Chinas führendem Internetpowerhouse und dieser Anteil alleine ist €155 Mrd. wert, während die ganze Softbank Group mit lediglich €139 Mrd. bepreist wird. Kein Wunder, dass Son Milliarden aufwendet, um eigene Aktien zurückzukaufen. Denn schneller kann man gar keine Werte schaffen für Aktionäre. Außer vielleicht, indem man die für wenig Geld eingekauften Startups für Milliardenbeträge an die Börse bringt. Und genau das macht Softbank Group...

Donnerstag, 28. Mai 2020

Kissigs Portfoliocheck: Wilde Fahrt voraus - Frank Sands steigt jetzt bei Uber ein

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 90. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im ersten Quartal 2020 gab es in Sands Depot nur geringe Veränderungen; die Turnoverrate lag bei überschaubaren 8%. Er stockte bei Netflix und Sea Ltd. auf und stieg bei Square neu ein, dafür reduzierte er bei Alibaba, Texas Instrument und Edwards Lifescienens. Größte Auswirkungen auf sein Depot hatte allerdings sein Neueinstieg beim krisengeschüttelten Fahrdienstvermittler Uber. Und an der Spitze seines Depots gab es einen überraschenden Wechsel: Amazon löste VISA ab...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Edwards Lifesciences, Square, Uber und VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Sonntag, 8. September 2019

Die 36. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Facebook, Godewind Immobilien, IAC InterActiveCorp., Match Group, Softbank Group

In der zurückliegenden Börsenwoche standen die Zeichen weiter auf Kurserholung: der DAX hat die 12.000 zurück erobert und der S&P 500 schnuppert wieder an der 3.000er Marke.

Boris Johnson ist nun britischer Premierminister und er will den Brexit um jeden Preis. Das Parlament jedoch nicht, da hat "Zar Boris" gleich zum Start vier Abstimmungen in Folge verloren. Dann hat er mehr als 20 Mitglieder seiner Tories aus der Fraktion geworfen, um nur noch Abnicker in seinen Reihen zu haben, doch dieses rücksichtslose Verhalten fällt ihm in den Umfragen voll auf die Füße. Und auch seine Arbeitsministerin ist ihm jetzt von der Fahne gegangen.

Der Wahnsinn regiert, nicht nur London. Und es sind die Populisten, die das Volk an die Spitze wählt, als wäre das Regieren eine Reality-TV-Trash-Show - und vielleicht ist das auch die Erklärung für deren Erfolg. Man weiß, dass sie lügen und Vollhonks sind, aber man will sich ihre Eskapaden ansehen und sich von ihnen entsetzen lassen. Nur dumm, dass ihre Entscheidungen, anders als im TV, reale Konsequenzen nah sich ziehen. Es bleibt dabei: jedes Volk hat die Regierung, die es verdient (in der Demokratie). Cruel Britannia...

Freitag, 23. August 2019

Portfoliocheck: Dieser Fahrdienstleister hat Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller Uber-zeugt

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 48. Portfoliocheck geht es um Stanley Druckenmiller. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als George Soros' rechte Hand 1992 die Bank of England und das britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren kein einziges Jahr mit Verlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Im zweiten Quartal 2019 hat Druckenmiller sein stark fokussiertes Portfolio erneut erheblich umgekrempelt und kam auf eine Turnoverrate von 22%. Unter den 61 Werten finden sich gleich 19 neue Aktien - darunter auch wieder Salesforce.com, die er erst im Vorquartal vollständig verkauft hatte. Microsoft, seine mit Abstand größte Position, hat er nochmals leicht aufgestockt auf nun fast 21% Depotanteil und ganz neu hat er sich beim Fahrdienstleister Uber eingekauft, der mit Milliardensummen vom Vision Funds der Softbank Group finanziert wird.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Microsoft, Salesforce und Softbank Group befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 19. August 2019

Softbank Group im News-Flash. Und (fast) alle sind positiv. Aber der Kurs...

Der japanische Venture Capital-Spezialist Softbank Group ist zurzeit täglich in den Schlagzeilen und anders als bei vielen Click-Bait-Hülsen dreht es sich ganz überwiegend um relevante Informationen zum Unternehmern oder seinen Beteiligungen. Bzw. denen aus seinen beiden mehr als 100 Mrd. Dollar schweren Venture Capital Fonds, den sog. Vision Funds 1 und 2.

Dem Kurs sieht man die Nachrichtenflut momentan nicht wirklich an, der muss dem starken Anstieg seit Jahresanfang Tribut zollen und natürlich dem US-China-Handelskrieg und den schwächelnden Konjunkturdaten rund um den Globus. Aber Aktienkurs und Unternehmensentwicklung gehen nicht immer Hand in Hand, sondern können sich auch eine ganze Weile entgegengesetzt entwickeln. Was entweder Chance oder Risiken birgt für Anleger...

Mittwoch, 17. April 2019

Mit der Softbank Group in unterbewerte Visionen investieren

Beim japanischen Beteiligungs- und Venture Capital-Konzern Softbank Group wurden Anleger zuletzt mit widersprüchlichen Nachrichten konfrontiert. So mussten sie die Nachricht verdauen, dass es in den USA bei der Fusion bzw. Übernahme seiner Telekom-Tochter Sprint durch T-Mobile (US) auch im dritten Anlauf erhebliche Bedenken gibt. Schlechte News für Softbank, denn Sprint verliert in den USA weiter Marktanteile - vor allem an T-Mobile. Und wie in Deutschland steht dort die Versteigerung von 5G-Lizenzen an und der dann folgende enorme Investitionsbedarf zum Aufbau des 5G-Netzes. Das möchten die Nummer drei und vier in den USA gerne zusammen machen.

Auf der anderen Seite elektrisieren momentan Milliarden-IPOs die Wall Street. Und das beflügelt auch die Phantasie bei der Softbank Group...