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Montag, 20. Juli 2026

5,5 Millionen Prozent Rendite: Warren Buffett erklärt, wie auch Privatanleger die perfekten Aktien für ihr Depot finden und damit fette Überrenditen erzielen können

Warren Buffett ist der beste Investor aller Zeiten und hat sich kürzlich nach 60 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway in den (Un-)ruhestand verabschiedet. Unterm Strich erzielte er in diesem Zeitraum einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von beeindruckenden 20% - dies zeigt die ungeheure Kraft des Compounding, auch bekannt als Zinseszins. Dabei konnte das "Orakel von Omaha", wie Buffett von seinen Fans auch genannt wird, in der Einzelbetrachtung den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. Der kumulierte Zuwachs der Berkshire-Aktie seit Buffetts Übernahme 1964 beläuft sich auf rund 5,5 Mio. % verglichen mit "nur" gut 39.000 für den S&P 500.

Andersherum betrachtet könnte die Berkshire-Aktie um 99% fallen und hätte über den 60-Jahreszeitraum hinweg immer noch eine bessere Rendite als der S&P 500 erzielt. Was für ein Vermächtnis!

Doch Buffetts Erfolg ist kein Zufall und kein Hexenwerk. Es gründet auf einem disziplinierten Investmentansatz und einigen wenigen Prinzipien. Dieser Börsenzaubertrank ist so einfach zusammenzubrauen, dass dies jeder selbst in der heimischen Küche erledigen kann. Und Buffett erklärt auch genau, wie das gelingt...

Samstag, 6. September 2025

Mein Lese-Tipp: "Der Börse einen Schritt voraus" von Peter Lynch - wahrscheinlich das beste Börsenbuch aller Zeiten?!

Peter Lynch war der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre und das wurde er mit dem Value Investment-Ansatz, den auch Benjamin Graham und Warren Buffett verfolgen. 1977 übernahm Lynch bei Fidelity den damals recht unbekannten "Magellan Fonds" mit einem Volumen von gerade einmal 18 Millionen Dollar. Als Peter Lynch 1990 seine Karriere als Fondsmanager beendete lag das verwaltete Fondsvolumen bei mehr als 14 Milliarden Dollar und er hatte für seine Anleger eine durchschnittliche Jahresrendite von 29,6% erzielt. Top!

Aber weshalb sollte man nun sein Buch "Der Börse einen Schritt voraus" lesen? Ganz einfach, dieses Buch ist anders, und zwar erfrischend anders. Und es erklärt die grundlegenden, aber wesentlichen Faktoren und Verhaltensweisen, die an der Börse zum nachhaltigen Erfolg führen - oder zum Misserfolg. Für beides bringt Lynch eindrückliche Beispiele aus der Praxis, aus seinem Investorenleben. Und auch wenn viele der genannten Unternehmen heute keine Rolle mehr spielen oder von anderen übernommen wurden, bleiben Lynchs Lektionen zeitlos. Und gerade deshalb macht sich dieses Buch gleich mehrfach bezahlt. Aber der Reihe nach...

Dienstag, 12. August 2025

Börsenweisheit des Tages | 12.08.2025

"Wenn man die Augen offen hält, kann man auf spektakuläre Performer stoßen, und zwar entweder an seinem Arbeitsplatz oder in der Shopping Mall um die Ecke. Und das lange bevor die Wall Street darauf kommt."
(Peter Lynch)

Samstag, 28. Dezember 2024

Börsenweisheit des Tages | 28.12.2024

"Einzelne Aktien auszuwählen, ohne zu wissen, worauf man achten muss, ist, als würde man mit einem brennenden Streichholz durch eine Dynamitfabrik rennen. Man überlebt vielleicht, aber man ist trotzdem ein Idiot."
(Joel Greenblatt)

Dienstag, 30. Juli 2024

Einstein mahnt: Nutze den Zinseszinseffekt, sonst bezahlst du dafür!

Das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage ist die erzielte Rendite. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke als das Investieren verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass Zinsen, die aufgrund einer verzinslichen Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, den Kapitalstock erhöhen und sich ab Beginn der darauffolgenden Periode somit in der Zukunft selbst verzinsen.
»Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.«
(Albert Einstein)
Beim Investieren wirkt das Prinzip des Zinseszinses in einer ähnlichen Art und Weise. Die von einem Investor erworbenen Vermögensgegenstände generieren Gewinne, werden reinvestiert und produzieren zukünftig mehr Gewinn. Und je mehr Zeit man dem Zinseszinseffekt gibt, desto gewaltiger wird seine Kraftentfaltung, denn das Zinseszinswachstum macht aus einem kleinen Betrag einen großen, ganz von alleine...

Freitag, 3. November 2023

Kissigs Kunstfehler: Weshalb ich auf Stock-Picking setze und nicht auf Fonds oder ETFs

Unter Stock-Picking versteht man das Investieren in einzelne Aktien und es ist die Grundlage der Strategien sowohl von Value Investoren als auch von Quality Investoren.

Durch gezieltes Investieren in Aktien einer bestimmten Gesellschaft, eines bestimmten Marktes oder Sektors wird eine überdurchschnittliche Rendite erwartet. Dabei ist der Grundgedanke, dass anhand einer fundamentalen Analyse der Kennzahlen eines Unternehmens und des Marktes, in dem es sich bewegt, diejenigen herausgefiltert werden können, die sich langfristig besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt bzw. ihr Vergleichsindex. Entweder aufgrund ihrer besonders attraktiven Bewertung oder wegen ihrer herausragenden Marktstellung, dem sog. ökonomischen Burggraben" (Engl.: "Moat"). Oder beidem.
»Die Kunst des Investierens in Aktiengesellschaften ist... einfach, zu einem vernünftigen Preis ein Unternehmen mit hervorragender Wirtschaftlichkeit und einem fähigen, ehrlichen Management zu erwerben. Danach brauchen Sie nur noch zu kontrollieren, ob diese Eigenschaften bewahrt werden.«
(Charlie Munger)
Das Stock-Picking steht damit in Konfrontation zu der Erkenntnis, dass die meisten Anleger schlechter abschneiden als der Markt. Auch und vor allem die Profis! Allerdings gibt es eine Reihe von Investoren, die über lange Zeiträume bessere Ergebnisse abliefern, wie Bernard Baruch, Warren Buffett, Philip CarretStanley DruckenmillerBenjamin Graham, Philip A. Fisher, Ken FisherPeter LynchCharlie Munger, Walter SchlossGeorge Soros oder Sir John Templeton. Es kann also als erwiesen gelten, dass Stock-Picking erfolgreich ist - wenn man es denn richtig macht...

Freitag, 4. August 2023

Benjamin Graham lehrt uns: Kümmere dich zuerst um das Risiko und dann um die Rendite!

Herausragende Erfolge an der Börse feiert man, wenn es einem gelingt, Aktien zu einem Kurs deutlich unterhalb ihres wirklichen Werts zu kaufen. Und dann geduldig auf den Kursanstieg zu warten, der irgendwann fast zwangsläufig erfolgt, wenn an der Börse diese Unterbewertung registriert und folgerichtig abgebaut wird.

Nun liegt es allerdings in der menschlichen Natur, lieber mit der Herde zu ziehen, als sich gegen den Strom zu stellen. Durch die Börsenbrille betrachtet, agieren Anleger eher wie Lemminge als wie Leitwölfe. Und daher schneiden sie beim Stock-Picking zumeist noch schlechter ab als die Profis. Es ist halt einfacher, den angesagten Aktien hinterherzulaufen, als sich für die hässlichen, ungeliebten Mauerblümchen zu erwärmen.
»Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht.«
Dabei sind gerade sie es, die außergewöhnliche Renditechancen versprechen. Wenn man denn nicht voll ins Drecksloch greift, genauer gesagt, in eine Value Trap tritt. Doch was ist so eine Wertfalle und wie erkennt man den Unterschied zwischen weitgehend wertlosem Aktien-Katzengold und dem wirklichen Aktien-Goldfund?

Samstag, 10. Juni 2023

Deshalb war Sir John Templeton der 'wohl größte globale Stock-Picker des Jahrhunderts'

Sir John Marks Templeton (*29.11.1912; †08.07.2008) gehörte zu den Pionieren der Investmentbranche und wurde von Königin Elisabeth II. geadelt. Sein Templeton Growth Fund war mit seinen spektakulären Gewinnen 50 Jahre lang das Maß der Dinge an der Wall Street und ist einer der weltweit größten Investmentfonds. Dabei beherzigte Templeton die Prinzipien des Value Investings und blieb stets seinem Credo treu, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen...

Sonntag, 9. April 2023

Konzentrier Dich: Warren Buffett rät Anlegern zum Diversifizieren. Aber nicht zu sehr...

Die Börse lebt von Extremen, Langeweile und Ruhe liegen ihr nicht. Und damit befriedigt sie die Bedürfnisse des Menschen nach Abwechslung, nach Aufregung - und seine Gier. Investoren sollten sich bei ihren Investmententscheidungen dieser Gefühle entledigen und sie vielmehr für ihre eigenen Vorteile nutzen. Denn wenn Panik herrscht, werden auch die besten Aktien zu Ausverkaufspreisen auf den Markt geworfen und wenn Gier vorherrscht, erzielen selbst Ramsch-Titel ungeahnte Preise.
»Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent.«
(John Maynard Keynes)
Die Börse ist alles, nur nicht rational. Und da Übertreibungen auch lange anhalten können, sind sie auch dazu geeignet, Anlegers Geldbörse stark zu schrumpfen. Daher ist es wichtig, seine Anlagen zu streuen, um das Risiko eines Totalverlusts zu verringern. Man sollte nicht zuerst auf die Chancen achten, sondern zuerst die Risiken bedenken.

Montag, 9. Januar 2023

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Mutares: Sanierungsspezialist agiert erfolgreich im Krisenmodus

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Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich die eine oder andere meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 17/2022 vom 22.12.2022

Mittwoch, 4. Januar 2023

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu INDUS: Die Mittelstandsholding startet ohne Automotive richtig durch

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 17/2022 vom 22.12.2022

Mittwoch, 28. Dezember 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu PATRIZIA: Zu Unrecht abgestrafter Immobilien-Asset Manager?!

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 17/2022 vom 22.12.2022

Freitag, 23. Dezember 2022

Kissigs Portfoliocheck: Verliert jetzt auch Mason Hawkins das Vertrauen in IAC?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 217. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 3. Quartal 2022 lag Mason Hawkins Turnoverrate bei 5 % und unter seinen 40 Depotwerten finden sich drei Neuzugänge, von denen es aber keiner gleich in die Top 10 schaffte. Der Wert seines stark fokussierten Portfolios sank nochmals um rund 16 % von 4,74 Mrd. auf 3,97 Mrd. USD; drei größten Beteiligungen machen knapp 28 % aus, während es die fünf Schwergewichte auf rund 39 % bringen. Hawkins Portfolio wird dabei weiterhin von Werten der Communications Servcies dominiert, die es auf eine Gewichtung von 32,4 % bringen und damit gut 3 % weniger als zuvor. Ihnen folgen zyklische Konsumwerte mit 19,3 % und damit 0,7 % mehr als noch im letzten Quartal. Financial Services liegen mit 13,3 % (-0,2 %) relativ unverändert weiterhin auf dem dritten Rang vor Industriewerten mit 12,0 % (-0,7 %), Immobilienwerten mit 6,4 % (-0,3 %) und Energiewerten mit 5,9 % (+0,4 %).

Die größte Auswirkung hatte das Neuengagement bei Westrock Coffee, die Anfang September durch eine Fusion mit der Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Riverview Acquisition an der Börse erschien. Daneben kaufte sich Mason Hawkins bei Warner Music Group neu ein sowie bei Masonite International. Ansonsten bestimmten Positionsreduzierungen das Geschehen. RenaissanceRe Holdings stutzte er um 55 %, Mattel um 14 %, FedEx um 13 %, Lumen Technologies um 5 %, IAC, Hyatt Hotels und Warner Bros. Discovery um jeweils rund 8 %. Die Verkäufe erfolgten querbeet durch diverse Branchen, was überwiegend eher auf die Befriedigung von Mittelabflüssen seitens der Anleger in den von Southeastern Asset Management betreuten Kundenportfolios hindeutet als auf eine veränderte Einschätzung zu den einzelnen Unternehmen.

Die Aktien von Companybuilder IAC, die bis vor kurzem noch als InterActiveCorp firmierte, legten mit dem Abrutschen von Platz 5 auf 11 den größten Tauchgang hin. Und das lag nicht nur am Teilverkauf von Mason Hawkins, sondern vor allem an der besonders schlechten Kursentwicklung, die sich seit Jahresstart auf mehr als zwei Drittel belaufen. MGM Resorts International, deren größter Eigner IAC inzwischen ist und die ebenfalls zu Hawkins Top-Positionen gehört, war hierfür nicht verantwortlich, denn der Kurs von MGM hat sich seit dem Tiefstand Ende Juni bereits wieder deutlich erholt. Darauf setzte Hawkins auch bei IAC. Zu Recht!?


Disclaimer: Habe IAC auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt wird jetzt mit Adobe richtig kreativ

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 216. Portfoliocheck blicke ich wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er bevorzugt günstige und gute Unternehmen, die im Idealfall einen Katalysator aufweisen, damit absehbare Erfolge möglichst zeitnah eintreten. Auch deshalb setzt er gerne auf Sondersituationen, wie zum Beispiel Spin-offs. Greenblatt ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 3. Quartals 2022 hatte Joel Greenblatts Gotham Capital 1.157 Werte mit einem Gesamtwert von 3,34 Mrd. USD im Portfolio, darunter 196 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag erneut bei selbst für seine Verhältnisse sehr hohen 25 %. In Greenblatts breit gestreutem Portfolio führen weiterhin Technologiewerte mit 19,6 % Gewichtung (Q2: 18,6 %). Ihnen folgen Gesundheitsaktien mit nahezu unveränderten 12,0 %, Industriewerte mit 10,9 % (Q2: 11,4 %), leicht gesunkene zyklische Konsumwerte mit 9,9 % und Finanzwerten mit 7,6 % (Q2: 7,3 %). Trotz des hohen Umschlags im Depot hat sich an der Sektorgewichtung nur wenig geändert.

Greenblatt setzt weiter auf einen breiten Marktaufschwung, indem er erneut bei seinen bevorzugten S&P 500-ETFs aufstockte; in Summe stehen diese nun für annähernd 14 % seines Portfolios. Er setzt seinen Schwerpunkt also weiterhin auf US-Standardwerten mit hohen Cashflows und üppigem Cashpolstern, die bei Konjunkturschwächen und in Krisenzeiten mit am besten für den Sturm gerüstet sind. Neuer drittplatzierter ist Snowflake, die gewichtigste Neuerwerbung von Joel Greenblatt. Dahinter folgen Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Berkshire Hathaway und Meta Platforms. Und dann Adobe, wo er in den Ausverkauf hinein seinen Bestand glatt verdoppelt hat...


Disclaimer: Habe Adobe, Alphabet, Amazon, Apple, Berkshire Hathaway, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wikifolio.

Montag, 12. Dezember 2022

Kissigs Aktien Report: Jahresendrally in den Startlöchern? Auf diese Aktien setzen jetzt die Hedgefonds

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 116 vom 02.12.2022

Dienstag, 6. Dezember 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Nynomic: Hidden Champion mit eigener Technologie-Plattform

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht.
Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich die eine oder andere meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 16/2022 vom 27.11.2022

Mittwoch, 30. November 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Secunet Security Networks: Auf Nummer sicher

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht.
Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich die eine oder andere meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Dienstag, 29. November 2022

Kissigs Portfoliocheck: Auf die Versicherung Globe Life setzt Buffett schon seit 21 Jahren

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 213. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hinlegen und den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Wir erleben gerade ungewöhnliche Zeiten. Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Zinswende, Inflationsschock setzen seit Monaten die Aktienkurse unter Druck und längst nicht mehr nur sehr hoch bepreiste Wachstumswerte. Es scheint fast keinen sicheren Hafen mehr zu geben, seit die führenden Notenbanken der Welt die Liquiditätsversorgung der Märkte drosseln. Über viele Jahre häufte Buffett einen immer größer werdenden Cash-Berg an, der in der Spitze 150 Mrd. USD erreichte. Ihm schienen die Investitionsmöglichkeiten ausgegangen zu sein, wurde kritisiert oder er habe sein Gespür für gute Gelegenheiten verloren, weil er während der Hausse der Wachstumswerte den steigenden Bewertungen nicht hinterherlief.

Doch während die Märkte taumeln und aus den ersten Dips längst eine ausgewachsene Korrektur, ein Bärenmarkt, geworden ist, ging Buffett im 1. Quartal auf große Shoppingtour. Alleine in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres hat er atemberaubende 50 Mrd. USD für neue Aktieninvestments ausgegeben. Gegenüber dem Rekordvolumen des 2022er-Auftaktquartals sehen die zuletzt getätigten Investitionen im 2. und 3. Quartal allerdings bescheiden aus. Buffetts Turnoverrate stieg von 1 % auf 3 %, nachdem sie im 1. Quartal rekordverdächtige 12 % erreicht hatte. Dabei kaufte Berkshire Hathaway im 3. Quartal auch wieder eigene Aktien für 1,05 Mrd. USD zurück, verglichen mit 1,0 Mrd. im 2. Quartal und 3,2 Mrd. im 1. Quartal.

Am 30. September hatte Buffett unverändert 47 Aktienpositionen im Depot seiner Investmentholding Berkshire Hathaway; den drei Neuaufnahmen standen drei Komplettverkäufe gegenüber. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios lag Ende des 3. Quartals bei 296 Mrd. USD und damit nur leicht unter dem Stand von Ende Juni, als es noch 302,9 Mrd. erreichte. Zum 30. September 2022 belief sich der Bestand an Barmitteln und kurzfristigen Wertpapieren auf rund 109,0 Mrd. USD gegenüber 105,4 Mrd. per 30. Juni.

Buffetts Depot ist sehr fokussiert; die drei Top-Werte stehen für etwa 60 % des Gesamtwerts, die fünf Schwergewichte bringen es auf 75 %. Und so sieht die Verteilung Ende des 3. Quartals aus: Technologieaktien bringen es auf 45,2 %, Finanzwerte auf 24,0 %, Energiewerte auf 12,1 %, defensive Konsumwerte auf 12,0 % und Kommunikationswerte auf 3,7 %.Seine größte Depotposition bleibt unangefochten Apple. In diesem Quartal kaufte Buffett keine weiteren Aktien, aber das Unternehmen selbst kauft fleißig weitere Apple-Aktien, sodass sich Buffetts Anteil an dem Unternehmen stetig weiter erhöht von zuletzt 5,57 % auf nun 5,62 %.

Auf Platz zwei behauptete sich die Bank of America, während sich die aufgestockte Chevron um einen weiteren auf den dritten Platz hochschieben und dabei Buffetts mit 34 Jahren Zugehörigkeit älteste noch im Depot befindliche Aktienposition Coca-Cola überholen konnte. Direkt dahinter folgt American Express, seine mit 29 Jahren zweitälteste Position.

Auf Platz 10 stieg seine Neuerwerbung Taiwan Semiconductor ein und deutlich dahinter schlummert Globe Life, die mit 21 Jahren Depotzugehörigkeit Buffetts viertälteste Aktienposition ist. Und auch wenn die rund 10 Mrd. USD schwere Versicherungsholding, die vor allem Lebens- und Krankenzusatzversicherungen im Direktvertrieb verkauft, mit 0,2 % Depotanteil und einem Gewicht von 635 Mio. USD zu seinen kleineren zählt, kann sie mit einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 9 % in den letzten 10 Jahren durchaus punkten...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 28. November 2022

Kissigs Aktien Report: Cashflow-Investing zahlt sich aus – mit Coca-Cola, Home Depot und Mondelez

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 114 vom 18.11.2022

Dienstag, 15. November 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ken Fisher im Widerspruch? Raus aus China, rein in Starbucks

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 212. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. So riet er ebenfalls frühzeitig, auf das Wiedererstarken der Börsen zu setzen, auf eine "V-förmige" Erholung, nachdem die Kurse im Coronacrash abgestürzt waren. Die aktuellen Marktturbulenzen nach der massiven Korrektur stuft Fisher als W-Formation ein, also die Ausbildung eines doppelten Bodens, bevor die Kurse sich im Jahresverlauf dann zu neuen Höhen aufschwingen. Eine Botschaft, die leidgeprüfte Anleger wohl gerne glauben möchten.

Dabei setzt Fisher vor allem auf Technologie- und Wachstumsaktien für den Rebound. Diese hätten in der Korrektur deutlich underperformt gegenüber den Valueaktien, was aber nach Fishers Ansicht einen bestimmten Grund habe: an schlechten Tagen seien die Valueaktien vergleichsweise wenig eingebrochen im Gegensatz zu den Wachstumsaktien, während an positiven Börsentagen die Technologieaktien die Valuetitel outperformt hätten. Insgesamt habe es im 1. Halbjahr viel mehr schlechte als gute Börsentage gegeben, weshalb die Wachstumsaktien unterm Strich kräftigere Verluste zu verzeichnen gehabt hätten.

Im 3. Quartal 2022 dominieren in Fishers Portfolio folgerichtig weiterhin die Technologieaktien mit einem Anteil von 26,4 % (-1,7 %). Auf dem zweiten Rang folgen nun Finanzwerte mit 12,6 % (zuvor 10,8 %) vor zyklischen Konsumwerten mit 11,3 % (10,4 %). Die zuvor zweitplatzierten Gesundheitswerte rutschten mit 10,3 % nach bisher 12,4 % auf den vierten Rang ab. Neuer Fünfter sind Industriewerte mit 7,8 % (zuvor 6,6 %), die sich an den Kommunikationsdienstleistern vorbeigeschoben haben (6,2 % statt 7,8 %). Das von Fisher verwaltete Vermögen beläuft sich auf 133 Mrd. USD nach 140 Mrd. im Vorquartal und verteilt sich auf 1.028 Aktien, von denen 103 im letzten Quartal neu aufgenommen wurden. Die Turnoverrate lag bei vergleichsweise hohen 13 %.

Fishers drei Toppositionen sind weiterhin die alten. Apple wurde zwar um 10 % reduziert, bringt aber unverändert weiter gut 6 % Gewicht auf die Waage. Auf den Plätzen zwei und drei folgen unverändert Microsoft und Amazon, während Alphabet sich wieder auf Rang vier vorgeschoben hat. Auf seiner Verkaufsliste ganz oben standen Tencent Holdings und Alibaba. Der Schwenk Chinas hin zu einem absolutistisch geprägten Staat von Xis Gnaden bzw. einem Präsidialsystem mit einem handzahmen Parteikongress weckt weltweit große Befürchtungen. Insbesondere deshalb weil sich das zu einer Weltmacht aufstrebende China an einen Führer gebunden hat, der staatlicher Regulierung und Staatseingriffen wesentlich größeres Gewicht gibt als marktwirtschaftlichen Einflüssen. Unter seiner Ägide leiden große international aufgestellte chinesische Konzerne schon seit anderthalb Jahren und die Hoffnung auf eine Änderung dieser Politik sind nach dem Abwenden von Xis Ausscheiden nach seiner zweiten Amtszeit verpufft, da er den Parteikongress auf Linie gebracht und die Amtszeitbegrenzung ausgehebelt hat.

Neben den China-Giganten hat Fisher bei Aktien Kasse gemacht, wo sich die Kurse vergleichsweise stabil gehalten hatten: bei Apple, bei VISA und Costco. Im Gegenzug stockte er bei besonders abgestraften Aktien auf, wie Walmart und Blackstone, während er bei Charles Schwab neu einstieg. Und auch bei Starbucks deckte er sich massiv mit Aktien ein, nachdem dort eine neue Strategie verkündet wurde, die auf deutlich höhere Shareholder Returns abzielt – auf Basis weiterer großer Erfolge in China…

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Costco, Microsoft, Starbucks auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.