In meiner Kolumne "
Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "
Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
In meinem 166. Portfoliocheck blicke ich mal wieder
Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von fast 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.
Im 3. Quartal 2021 lag Buffetts Turnoverrate bei unter 1% und am 30. September hatte er 43 Aktienwerte im Depot. Trotz zweier Neuaufnahmen ist das ein Wert weniger als im Vorquartal. Der Gesamtwert blieb stabil bei $293 Mrd und auch sein Cashberg blieb mit $149 Mrd weitgehend konstant. Sieht man einmal von den zunehmenden Aktienrückkäufen ab; hier kaufte Buffett für weitere $7,6 Mrd Berkshire-Aktien zurück und brachte damit die Gesamtsumme in den ersten neun Monaten auf $20,2 Mrd.
Buffetts Portfolio ist sehr fokussiert, denn seine fünf größten Positionen Apple, Bank of America, American Express. Coca Cola und Kraft Heinz bringen zusammen 76% auf die Waage. Seine zehn größten Positionen blieben unverändert. Die mit großem Abstand gewichtigste Position ist weiterhin Apple mit 41,5%. Buffetts Anteil am iPhone-Unternehmen stieg durch Apples ausgedehnte Aktienrückkäufe ohne sein Zutun von 5,37% auf 5,41% an. Technologiewerte machen 44,5% von seines Aktienportfolio aus und konnten ihr Gewicht um weitere 1,5% steigern. Dahinter folgen Finanzwerte mit konstanten 32% vor defensiven Konsumwerten, die um 1% auf 12% zurückfielen.
Seine langjährigen Positionen
Mastercard und
VISA hat er um 4% bzw. 6% reduziert. Und das könnte erst der Anfang vom langfristigen Ausstieg aus den beiden digitalen Zahlungsnetzwerken sein, denn deren schier unangreifbarer ökonomischer Burggraben verliert zunehmend Wasser. Auch wegen Amazon...