In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
Bei meinem 306. Portfoliocheck schaue ich wieder einmal bei Akre Capital Management. Value Investor Charles T. Akre hatte sie bis zu seinem Ausscheiden Ende 2020 geleitete und seitdem führen Chris Cerrone und John Neff die Geschäfte. Doch Akres Erfolgsprinzipien bleiben weiterhin die Basis der Entscheidungen. Die nötige Sicherheitsmarge bestand für Akre nicht zuvorderst in einem niedrigen Einkaufspreis, sondern er suchte nach Unternehmen mit bestimmten Kriterien: Gutes Management mit nachgewiesenen Erfolgen, wesentliche und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen (ökonomischer Burggraben), langfristigen Wachstums- und Reinvestitionsmöglichkeiten, attraktivem Kaufpreis im Verhältnis zu den vom Unternehmen generierten Cashflows. Neudeutsch formuliert setzte Chuck Akre bevorzugt auf 'Compounding Machines'. Chuck Akre strebte nach einer hohen Kapitalrendite, indem er den Free Cashflow ins Verhältnis setzt mit dem eingesetzten Kapital. Dabei investierte Akre stets nach derselben Maxime wie Charlie Munger: ohne hektische Betriebsamkeit, lieber zweimal nachdenken, bevor man nichts tut. Und als Anhänger des 'Focus Investing' konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.
Im 1. Quartal 2025 agierte Akre erneut mit der bekannten ruhigen Hand. Man hält unverändert 18 Positionen in seinem fokussierten Portfolio, darunter keine Neuerwerbungen.
Akre Capitals Portfoliowert sank um 10 % auf 10,4 Mrd. USD. Neben der schwächeren Börsenentwicklung machten sich vor allem die breit angelegten Verkäufe bemerkbar. Wie Warren Buffett und und Charlie Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten und diese machten zum Ende des Quartals mit 59 % weiterhin weit mehr als die Hälfte des Portfolios aus. Dahinter folgen nun zyklische Konsumtitel mit 15,5 % vor Immobilienwerten mit 12,5 %, Technologieunternehmen mit 9,5 % und Gesundheitswerten mit 3,5 %.
Es überwiegten weiterhin die Verkäufe. Akre hat erneut bei einigen seiner Langzeitperformer Anteile verkauft. Bei Mastercard wurden 10 % veräußert nach 5 % im Vorquartal, bei Visa waren es 3 %. Die Position an der Ratingagentur Moody's wurde sogar um ein Fünftel reduziert, nach 8 % im Vorquartal. Beim Alternativen Asset Manager KKR gab es ebenfalls einen weiteren Teilverkauf von 14 %, wohingegen beim kanadischen Wettbewerber Brookfield Corp. erneut leicht aufgestockt wurde. Die stärkste Auswirkung hatte jedoch die Halbierung der Position an American Tower, die Akre bereits seit mehr als 20 Jahren im Portfolio hat. Zwischen 2012 und 2018 wurde der Aktienbestand immer weiter aufgestockt und in dieser Zeit auf über 7 Mio. Anteile mehr als vervierfacht. Seit einem Jahr verkauft Akre zunehmend Aktien und nun gipfelte der Räumungsverkauf in einer Reduzierung von knapp 53 %. Akre streicht hier sehr hohe Gewinne ein, auch wenn der Aktienkurs knapp ein Viertel unter seinem Allzeithoch aus dem Sommer 2021 liegt.
Akre Capitals Portfoliowert sank um 10 % auf 10,4 Mrd. USD. Neben der schwächeren Börsenentwicklung machten sich vor allem die breit angelegten Verkäufe bemerkbar. Wie Warren Buffett und und Charlie Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten und diese machten zum Ende des Quartals mit 59 % weiterhin weit mehr als die Hälfte des Portfolios aus. Dahinter folgen nun zyklische Konsumtitel mit 15,5 % vor Immobilienwerten mit 12,5 %, Technologieunternehmen mit 9,5 % und Gesundheitswerten mit 3,5 %.
Trotz des erneuten Teilverkaufs behauptet Mastercard weiterhin mit großem Abstand und einer Gewichtung von 17,5 % die Spitzenposition. Visa liegt auf dem vierten Platz und beide gemeinsam bringen mehr als ein Viertel des investierten Kapitals auf die Waage. Dazwischen liegen O'Reilly Automotive, die sich vom fünften auf den zweiten Rang hochgeschoben haben vor Moody's, die sich auf dem dritten Platz behaupten konnten. Finanzinvestor KKR ist nur noch Fünftplatzierter, was sowohl an den erneuten Teilverkäufen liegt als auch am deutlichen Kursrückgang nach zuvor rasanten Kurssteigerungen über 18 Monate hinweg. Direkt dahinter folgt nun bereits der kanadische Wettbewerber Brookfield Corp., die auch von der Dollarschwäche profitieren und damit kursseitig Währungsgewinne zu verbuchen hatten. Gemeinsam bringen es die beiden Alternativen Asset Manager auf knapp ein Fünftel von Akres Depot. Und der ehemalige Topwert American Tower wurde weit nach hinten durchgereicht...









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