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Montag, 7. Juli 2025

Kissigs Investor-Update Q2/25 mit KKR, Rheinmetall, Costco, MercadoLibre, Sea Limited, Apollo Global, Almonty, CHAPTERS Group, AeroVironment, Texas Pacific Land

Mein Investor-Update zum Ende des 2. Quartals '25

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere euch die Top-Werte in meinem Investmentdepot; es ist in gewisser Weise "mein persönliches 13F". Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Freitag, 4. Juli 2025

Kissigs Portfoliocheck: MercadoLibre zaubert Ron Baron mehr als ein Lächeln ins Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 305. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 1. Quartal 2025 lag Ron Barons Portfoliowert mit 34,1 Mrd. USD deutlich unter den 38,7 Mrd. zum Jahresende 2024. Er verteilte sich auf 314 Positionen, wobei 35 davon zu seinen höher gewichteten zählen. Er initiierte 14 Neuaufnahmen, doch seine Turnoverrate lag bei überschaubaren 5 %. Die fünf Top-Werte stehen für rund 29 % seines Depots und haben ihre Gewichtung damit um einige Prozentpunkte verringert. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg.

Ron Baron stieß viele seiner kleinen Positionen ab, die aber in seinem fokussierten Portfolio nicht wirklich ins Gewicht fielen. Stärkere Ausschläge verursachten der 40%ige Teilverkauf bei Ansys, die er größtenteils 2009 während der Globalen Finanzkrise gekauft hatte und deren Kurs nun etwa zehnmal so hoch steht wie damals. Auch bei seinem Depotschwergewicht Tesla nahm Baron erneut Geld vom Tisch und verkaufte auch 37 % seiner Microsoft-Aktien. Im Gegenzug stockte er seine Position an FIGS um 90 % auf und ist mit American Tower und Prologis bei den beiden größten REITs der Welt ganz frisch eingestiegen.

In Ron Barons Portfolio liegen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einem um knapp 3 % gesunkenen Anteil von 26,8 % an der Spitze vor den zweitplatzierten Finanzwerten mit 23,3 %, die ihren Abstand auf die Technologiewerte mit 20 % Gewichtung wieder ausbauen konnten. Dahinter folgen Immobilienwerte mit 9,9 % vor Gesundheitswerten mit 8,3 %, bevor sich Industrieunternehmen mit 6,9 % Gewichtung anschließen und Kommunikationsdienste mit 3,7 %.

Tesla hält sich an der Spitze, allerdings ist die Gewichtung von 15,2 auf 10,8 % gesunken, was auf die Gewinnmitnahmen von Ron Baron zurückzuführen ist und den kräftigen Kursverlust der Tesla-Aktie. Dahinter folgt nun Arch Capital Group, die sich an Gartner vorbeischieben konnte. MercadoLibre, die auch gerne als die "Amazon Lateinamerikas" bezeichnet wird, gehört nicht zu den größten Positionen in Ron Barons Portfolio, wohl aber zu den aussichtsreichsten...


Disclaimer: Habe Amazon, American Tower, MercadoLibre, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Montag, 15. August 2022

Kissigs Aktien Report: Peak Inflation?! Werden Growth-Aktien wie Airbnb und MercadoLibre jetzt wieder sexy?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Freitag, 20. August 2021

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmiller schmeißt mit Coupang, MercadoLibre und Sea Limited die Emerging Markets-E-Commerce-Stars aus seinem Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 153. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Stanley Druckenmiller war auch im 2. Quartal 2021 wieder sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 22%. Unter seinen nun 49 Positionen finden sich gleich 16 Neuaufnahmen. Allerdings hatte er das 2021er Auftaktquartal noch mit 61 Depotwerten abgeschlossen; er hat also sein Portfolio nochmals stärker fokussiert. Der "digitale Fußabdruck" in Druckenmillers Portfolio bleibt weiterhin hoch, trotz der teilweise gewichtigen Verkäufe. Der Anteil des Technologiesektors schrumpfte von 32% auf 26% und verlor damit seine Spitzenposition an die zyklischen Konsumwerte, deren Gewicht sich von 23% auf 28% erhöhte. Auf dem dritten Rang folgen die von 12% auf 22% deutlich ausgebauten Communication Services vor Basic Materials mit 9% und Industrials mit 7%.

Am stärksten hat sich beinahe Verdreifachung der Position bei Alphabet auf Druckenmillers Portfolio ausgewirkt und die Google-Mutter damit in die TOP 10 katapultiert. Microsoft baute er um ein Drittel ab, der Windows-Konzern bleibt aber dank der Kurszuwächse mit beinahe unveränderten 12% Gewicht seine größte Position. Bei Amazon stockte er seinen Bestand um ein Viertel auf, während er bei den schnell wachsenden E-Commerce-Leadern Coupang, MercadoLibre und Sea Limited Kasse machte. (S)ein roter Faden scheint auf den ersten Blick nicht auszumachen. Aber auf den zweiten...?!

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, MercadoLibre, Microsoft, Sea Limited auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 3. März 2021

Kissigs Portfoliocheck: Steve Mandel kauft beim lateinamerikanischen E-Commerce-Leader MercadoLibre ein

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Mein 130. Portfoliocheck führt mich wieder zum Depot von Steve Mandel, einem der erfolgreichste Hedgefonds-Manager unserer Zeit. Er gehört zu den sogenannten Tiger Cubs, den Tigerwelpen. Die Bezeichnung geht zurück auf Julian Robertson, der mit seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Seit 1997 leitet Mandel den von ihm gegründeten Hedgefonds Lone Pine Capital LLC, der inzwischen rund $28 Mrd. an Investorengeldern verwaltet und in den letzten 13 Jahren durchschnittlich Renditen von über 20% erzielte.

Steve Mandel pflegt einen aktiven und fokussierten Investmentstil. Im 4. Quartal 2020 lag seine Turnoverrate bei 24% und unter den 41 Werten in seinem Portfolio finden sich gleich 15 Neuaufnahmen. Technology stellt mit knapp 46% weiter den stärksten Sektor in Mandels Portfolio gefolgt von Communication Services mit 18%. Neue Nummer drei sind zyklische Konsumwerte mit 14,2%, dahinter liegen Healthcare mit 12,7% und Industrials mit 5,7%. Die bisher drittplatzierten Financial Services rutschten von 10,9 auf 3,5% ab.

Neu in Mandels Top 10 ist MercadoLibre, das Amazon Lateinamerikas. Die legen nicht nur prozentual dreistellige Zugewinne beim Aktienkurs vor, sondern auch bei den operativen Steigerungsraten. Dabei ist vom Marktführer in Sachen E-Commerce und Digital Paayments in Lateinamerika noch einiges zu erwarten...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, MercadoLibre auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Sonntag, 11. August 2019

Die 32. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Aurelius, Ebay, IAC InterActiveCorp., Match Group, MercadoLibre, Scherzer & Co.

Die Börsen waren auch in der letzten Woche wieder sehr volatil und werden maßgeblich von Twitter beherrscht. Nicht auf Unternehmensebene, sondern weil "POTUS" dort sein Unwesen treibt und eine politische Salve nach der anderen abfeuert. Und - man erstaune - der Rest der Welt reagiert auf Trump, so dass dieser mit seinem Aktionismus und Radikalismus nicht seine gewünschten Ziele erreicht. Es hat schon seinen Grund, weshalb er ständig neues Spitzenpersonal braucht, denn wer nicht sklavisch die Trump-Meinung vertritt, muss gehen. Was dazu führt, dass Trump nur das zu hören bekommt, was er hören will. Da "The Don" aber nun mal leider der Präsident der USA ist, ist sein verengter Tunnelblick nicht folgenlos und wird immer mehr Grund zu Sorge. Was auch die Aktienmärkte belastet.

Samstag, 10. August 2019

Am Scheideweg: Steht eBay vor seinem Nadella-Moment?

"3, 2, 1... meins" lautete der Werbeslogan des Internet-Auktionshauses eBay und seit Kurzem gilt er auch (wieder) für mich, denn ich habe nach fast 20 Jahren wieder eBay-Aktien gekauft.

Das Unternehmen hat die "New Economy" überlebt und sich längst vom einstigen Erfolgsmodell des Online-Flohmarkts für Privatleute verabschiedet. Klar, auch dieses Thema bedient man noch, aber eigentlich bereits seit Einführung des "Sofort Kaufen"-Buttons wurde eBay zu einer Verkaufsplattform für professionelle Händler. Das machte eBay schnell profitabel, aber der ursprüngliche Charme blieb dabei auf der Strecke. Und später auch das Gespür für die relevanten Trends, denn der überaus erfolgreiche Bezahldienst PayPal gehörte einst zum Unternehmen und man war viele Jahre lang bei Südamerikas aufstrebendem Online-Marktplatz MercadoLibre beteiligt - bis man seine Anteile 2016 für $1.05 Mrd. verkaufte und damit die anschließende Wertsteigerung um weitere $4 Mrd. verpasste.

Schaut man auf die aktuellen Börsenbewertungen, bringt es PayPal auf $123 Mrd., MercadoLibre auf $49 Mrd. und eBay lediglich auf $37 Mrd. Dabei steht auch die eBay-Aktie auf Allzeithoch, doch der Blick auf die Bewertungen zeigt, dass eBay nicht (mehr) wie ein Wachstumsunternehmen bepreist wird, sondern wie ein ein Value Investment. Zu Recht! Ein KGV von 14 klingt nicht zu billig für ein Unternehmen, das seit drei Jahren kein Umsatzwachstum mehr erzielt. Doch es gibt Hoffnung auf bessere Zeiten und die beruhen nicht nur auf den Gewinnsteigerungen und üppigen Aktienrückkäufen. Nein, es geht einmal mehr darum, dass Ebay weitere Töchter und Sparten abspalten könnte und dadurch für die Aktionäre eine fette Rendite winken könnte. Und für eBay selbst wieder erfolgreichere Zeiten dank einer neuen Strategie...

Freitag, 2. August 2019

Portfoliocheck: Tiger Cup Andreas Halvorsen setzt lieber auf "Lateinamerikas Amazon" MercadoLibre

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 46. Portfoliocheck schaue ich erstmals Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. Tiger Cubs, den Tigerwelpen. Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen ROI von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Im ersten Quartal hat Andreas Halvorsen sein Portfolio ordentlich durcheinander gewirbelt und brachte es auf eine Turnoverrate von 26%. Dabei baute er vor allem bei einigen Platzhirschen ab, wie Amazon, Alibaba und VISA und setzt stattdessen auf deren agilere Konkurrenten, wie JD.com und... MercadoLibre.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

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Amazon befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.