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Dienstag, 26. März 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Scherzer & Co.: Mit Nachbesserungen ordentlich Rendite einfahren

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 4/2024 vom 02.03.2024

Montag, 17. Juli 2023

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Scherzer & Co.: Nachbesserungen als Geschäftsmodell

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 7/2023 vom 27.06.2023

Dienstag, 22. November 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Scherzer & Co.: Spezialist für Sondersituationen und Nachbesserungen

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht.
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Samstag, 7. September 2019

Squeeze-out: Mit langem Atem sicher Geld verdienen

Firmenübernahmen sind "en vogue" und nicht selten sind Unternehmen betroffen, die an der Börse notiert sind; zuletzt kam US-Finanzinvestor KKR & Co. bei Axel Springer zum Zug und sammelte 42,5% der Aktien ein, so dass KKR zusammen mit Springer-Witwe Friede und CEO Döpfner auf rund 89% der Anteile kommt.

Der Ablauf Richtung Squeeze-out ist häufig gleich: der neue Mehrheitseigentümer unterbreitet den Minderheitsaktionären ein Angebot, das üblicherweise deutlich über dem letzten aktuellen Kurs vor der Übernahmeankündigung liegt, um möglichst viele Aktien angedient zu bekommen. Bisweilen kommt es auch zu Übernahmeschlachten, wenn mehrere Unternehmen sich um dasselbe Übernahmeobjekt rangeln.

Doch bei fast jeder erfolgreichen Übernahme bleiben einige Aktionäre zurück, die das Angebot nicht angenommen haben. Hat der Haupteigentümer mehr als 90% der Anteile zusammenbekommen, kann der die übrigen Aktionäre zwangsweise aus dem Unternehmen drängen. Das nennt man Squeeze-out und für die Abfindung der Herausgedrängten gibt es mittlerweile feste Regeln, so dass es eine vollständige Kompensation für den Verlust des Eigentums an den Aktien geben muss.

Die konkrete Höhe der Barabfindung ist jedoch meistens umstritten, denn der Übernehmende möchte nicht mehr bezahlen, als unbedingt nötig, während die Alteigentümer auf eine möglichst hohe Abfindung setzen. Und hier beginnt eine bisweilen lukrative Spekulation mit eingebautem Sicherheitsnetz - jedenfalls für Investoren mit langem Atem.

Sonntag, 11. August 2019

Die 32. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Aurelius, Ebay, IAC InterActiveCorp., Match Group, MercadoLibre, Scherzer & Co.

Die Börsen waren auch in der letzten Woche wieder sehr volatil und werden maßgeblich von Twitter beherrscht. Nicht auf Unternehmensebene, sondern weil "POTUS" dort sein Unwesen treibt und eine politische Salve nach der anderen abfeuert. Und - man erstaune - der Rest der Welt reagiert auf Trump, so dass dieser mit seinem Aktionismus und Radikalismus nicht seine gewünschten Ziele erreicht. Es hat schon seinen Grund, weshalb er ständig neues Spitzenpersonal braucht, denn wer nicht sklavisch die Trump-Meinung vertritt, muss gehen. Was dazu führt, dass Trump nur das zu hören bekommt, was er hören will. Da "The Don" aber nun mal leider der Präsident der USA ist, ist sein verengter Tunnelblick nicht folgenlos und wird immer mehr Grund zu Sorge. Was auch die Aktienmärkte belastet.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Wie Squeeze-outs bei Deutsche Balaton, Shareholder Value Beteiligungen, Scherzer & Co. die Kasse zweimal klingeln lassen...

Wie sich mit Squeeze-outs sicher Geld verdienen lässt, habe ich ja bereits mehrfach angesprochen. Doch den dafür notwendige lange Atem - man muss die Aktien erwerben und so lange behalten, bis der Großaktionär die Entscheidung trifft, alle Aktien einsammeln zu wollen und das kann bisweilen mehrere Jahre dauern - haben nicht alle Anleger. Zumeist gibt es bei den entsprechenden Werten zwar eine satte Dividende, aber Geduld ist nicht jedermanns Sache.

Man kann sich den ganzen Aufwand, die lukrativen und wahrscheinlichsten Kandidaten für eine Übernahme durch den Großaktionär allerdings auch sparen, indem man andere Leute die Arbeit verrichten lässt. Und das ist ganz einfach und die machen es sogar freiwillig: man muss lediglich Aktien einer börsennotierten Gesellschaft erwerben, die sich auf derartige Geschäfte spezialisiert hat. Und auf dem deutschen Kurszettel finden sich mehrere Werte, die das sehr transparent und überwiegend erfolgreich machen...

Mittwoch, 27. Dezember 2017

2017 im Rückspiegel: Was trumpelt so blind durch Nacht und Wind...

Mein Ausblick auf das Jahr 2017 lautete: "Auch in 2017 dürfte es rau bleiben an den Börsen, Trump als neuer Präsidenten-Rambo wird schon für einige Irritationen sorgen auf der Bühne der Weltpolitik, die Eurozone bewegt sich nicht in ruhigen Fahrwassern und China... Tja, China bleibt ein Sorgenkind. Daher bleibt an der Börse nur eines sicher: die Kurse werden schwanken". Und was ist wirklich passiert?

Auch im Jahr 2017 stiegen die Kurse weiter an und weltweit konnten die Börsenindizes neue Höchststände feiern; die Geldanlage in Aktien konnte erneut überzeugen und die meisten Asset-Klassen hinter sich lassen. So überwand der Dow Jones die Marke von 24.500 Punkten, der S&P die von 2.700 Punkten, der NASDAQ die von 6.500 Punkten, der DAX schraubte sich auf über 13.300 Zähler hoch, womit er das sechste Jahr in Folge einen Anstieg verbuchen konnte. Und der MDAX touchierte die Marke von 27.000 Punkten und stellte einmal mehr die Performance des DAX weit in den Schatten.

Dabei schienen die Rahmenbedingungen für das Börsenjahr 2017 gar nicht so gut zu sein, denn die Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten und seine Art der "Fuck-You-Regentschaft" schüren vor allem Unsicherheit. Und Unsicherheit ist der Feind der Börse; Anleger lieben klare Verhältnisse und mögen keine plötzlichen Richtungsänderungen. Doch gerade die gibt es bei Trump im Minutentakt, wenn er denn überhaupt solange an einer Meinung festhält. Doch die Börsen haben sich an seine Art des Shit-Storms gewöhnt, Trump poltert und wütet, aber seine Administration fängt das meistens in der politischen Arbeit wieder ein. Trump und seine Tiraden werden weitgehend ausgeblendet und beeindrucken allenfalls kurzfristig die Märkte.

Samstag, 4. März 2017

Zahlen & Mehr: Bausch Health, GBK Beteiligungen, GFT, msg life, Scherzer & Co.

In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.

▸ GBK Beteiligungen
Die auf Eigenkapitalbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen fokussierte GBK kann bei ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2016 ein Rekordergebnis ausweisen. So haben die Hannoveraner im Geschäftsjahr 2016 ein Realisiertes Ergebnis in Höhe von €12,4 Mio. erwirtschaftet und unter Berücksichtigung des Nicht realisierten Ergebnisses beläuft sich das Ergebnis des Geschäftsjahres auf €7,6 Mio. Dieses ist maßgeblich durch den Verkauf von drei Beteiligungen positiv beeinflusst worden. Der Nettoinventarwert je Aktie ist weiter gestiegen und beläuft sich am 31.12.2016 auf €10,18 je Aktie, so dass das Unternehmen der Hauptversammlung eine Ausschüttung von €1,00 je Aktie vorschlagen werden (zuvor €0,70), also einen Gesamtbetrag von €6,75 Mio. Dies entspricht einer Dividendenrendite von knapp 10%.

Meine Einschätzung
GBK Beteiligungen investiert dort, wo andere gar nicht hinschauen: bei den kleinen Unternehmen des erfolgreichen Mittelstands. Diese fliegen für die großen Beteiligungsgesellschaften unter dem Radar und GBK ist auch bereit, sich mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu geben. Zuletzt war man zwei neue Beteiligungen eingegangen, um die drei Verkäufe aus dem Vorjahr zu kompensieren. Eine aktive Rolle bei der Führung des jeweiligen Tochterunternehmens strebt man nicht an, wie auch die beiden jüngsten Beteiligungen wieder zeigen. GBK ist ein Nischenwert mit allen Vor- und Nachteilen eines so kleinen Unternehmens, insbesondere der eingeschränkten Handelbarkeit der Aktie und die seltene Berichterstattung in den Medien. Wen das nicht schreckt und wer auf hohe Dividendenausschüttungen aus ist, der findet bei GBK Beteiligungen eine interessante Möglichkeit von Investments in kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Scherzer & Co: Keine weiteren Millionen aus dem WMF-Squeeze-out, trotz Nachbesserung

Vor Gericht und auf hoher See ist man alleine in Gottes Hand. Soll heißen, alles ist möglich und was am Ende dabei herauskommt, ist vorher kaum absehbar. Dennoch tummelt sich die Scherzer & Co. AG als Spezialist für Investments in börsennotierte deutsche Nebenwerte und Abfindungsspekulationen bewusst in diesem Bereich. Und bisweilen fallen spektakuläre Erfolge na, wie beim Schering-Squeeze-out, wo Bayer kräftig nachzahlen musste.

Über die im Scherzer-Portfolio schlummernden erhebliche Millionenpotenziale aufgrund werthaltiger Nachbesserungsrechte aus Spruchstellenverfahren bzw. Squeeze-outs hatte ich ja bereits ausführlich berichtet und insbesondere auf das AXA-Verfahren hingewiesen, wo es für Scherzer & Co. unter dem Strich um eine Nachbesserung von über €1 je Scherzer-Aktie gehen könnte. Zur Einschätzung: der aktuelle Börsenkurs notiert bei €2,25.

Hinsichtlich des AXA-Verfahrens gibt es noch nicht viel Neues und es wird sich auch noch eine Weile hinziehen. Das Gericht hatte die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen jüngst um zwei Monate auf Ende Februar verlängert. Allerdings hat ich für Scherzer der Einsatz erhöht. Denn man ist bei der börsennotierten RM Rheiner Management AG jetzt mit 41,46% beteiligt, nachdem man die Beteiligung im Dezember außerbörslich von zuvor knapp 30% aufgestockt hatte. Und die RM hat ein ganz ähnliches Geschäftsmodell und eigene Nachbesserungsrechte zu AXA und anderen Squeeze-outs im Tresor liegen. Kommt eine Nachbesserung, stehen Scherzer & Co. also die eigenen Anteile zu und nun auch noch einmal 10% mehr der Gewinne, die die RM damit erzielt.

Gericht hält bei WMF Abfindung für zu niedrig
Das Traditionsunternehmen WMF Württembergische Metallwarenfabrik AG wurde 2012 vom US-Finanzinvestor KKR & Co. übernommen und von der Börse genommen. Scherzer & Co. war hier vorab eingestiegen und hat dann beim Squeeze-out KKR seine 71.024 Vorzugsaktien zu €58,37 angedient - ein Gesamtvolumen für den Scherzer-Anteil von rund €4,1 Mio.

Nun hat das Landgericht Stuttgart den verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out bei WMF verhandelt und die sachverständigen Prüfer angehört und dabei Zweifel an dem für den Squeeze-out vorgerechneten Unternehmenswert von nur knapp über €800 Mio. geäußert. Und das ist nicht wirklich verwunderlich, denn KKR hatte damals quasi noch während des laufenden Squeeze-outs bereits den Verkaufsprozess eingeleitet und dabei einen Verkaufspreis von $2 Mrd. angesetzt (damals umgerechnet rund €1,8 Mrd.). KKR setzte im Verkauf also den Wert mit €1,8 Mrd. an, während man zur selben Zeit die Altaktionären mit €800 Mio. für ihre Aktien abspeiste. Eine - vermutlich lukrative - Diskrepanz...

Freitag, 13. Januar 2017

Scherzer & Co. nimmt bei Lotto24 Millionengewinn mit

Die Scherzer & Co. AG, Spezialist für Investments in börsennotierte deutsche Nebenwerte, hat momentan einen Lauf. Nicht nur, dass ihre größte Portfolio-Position GK Software von einem Rekordhoch zum nächsten eilt und neben operativen Erfolgen auch eine gehörige Portion Übernahmephantasie seitens des Partners SAP mitbringt (Scherzer hält mehr als 5% an GK Software), sondern auch der - bisher - drittgrößte Wert Lotto24 macht ausgesprochen Freude. Denn seit dem Einstieg von Scherzer & Co. hat sich der Aktienkurs vervielfacht und in den regelmäßigen NAV-Meldungen zeigte sich der Kursanstieg immer deutlicher, denn Scherzer & Co. hatten einen Anteil von 4,67% an dem Online-Lottovermarkter gemeldet bzw. 1,13 Mio. Aktien.

Bis heute. Denn in den weiteren steilen Anstieg hinein - der Kurs hat sich alleine seit August von €5 auf aktuell über €8 um mehr als 60% verteuert, baute Scherzer diese Beteiligung ab und unterschritt die 3%-Schwelle, was eine Stimmrechtmitteilung erforderlich machte. Daher wissen wir, dass Scherzer & Co. am 11. Januar nur noch 2,53% der Lotto24-Anteile hielt bzw. gut 610.000 Stück. Was wir nicht wissen ist, ob Scherzer & Co. seitdem weitere Lotto24-Aktien veräußert hat oder plant, dies in nächster Zeit zu tun. Hier müssen wir wohl bis zur nächsten NAV-Meldung per 31. Januar warten, um Näheres zu erfahren. Klar ist allerdings, dass alleine die Veräußerung der nun gemeldeten knapp 510.000 Aktien zu einem Gewinn von über einer Million Euro bei Scherzer & Co. führen wird. Kein schlechter Start ins Börsenjahr 2017.

Dienstag, 3. Januar 2017

Aurelius, Mutares, Publity und Scherzer & Co. punkten mit Erfolgsmeldungen

In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.

▸ Aurelius Equity Opportunities SE & Co KGaA
Die Münchner vermelden den Abschluss der Übernahme von Home Office Europe. Damit gehören die Unternehmen nun zum Aurelius-Konzern und steuern mit rund 6.000 Mitarbeitern hier rund €2 Mrd. zum Umsatz der nun 23 konsolidierten Unternehmen bei, der auf insgesamt €4,5 Mrd. pro Jahr steigt. (>>> zur Meldung)

Meine Einschätzung
Aurelius ist einer der Top-Picks im Beteiligungssektor und langfristig orientierte Anleger nutzen jeden Kursrücksetzer konsequent zum Aufstocken ihrer Position. Das Aktienrückkaufprogramm von bis zu €52 Mio. dürfte den Kurs zusätzlich stützen, während das erfolgreiche operative Geschäft den Kurs weiter beflügeln sollte.

Montag, 2. Januar 2017

2017 bringt weitere Chancen für Aktien und Risiken für Anleihen

Der DAX stieg in 2016 das fünfte Jahr in Folge, ohne dabei ein neues Allzeithoch zu markieren, das noch aus 2015 datiert und bei über 12.000 Punkten lag. Dennoch schloss er nach einer atemberaubenden Berg- und Talfahrt auf Jahreshöchstkurs bei 11.481 Punkten und damit um 6,9% höher als zum Jahresstart. Mein Depot, das ich im Jahresverlauf zunehmend stärker im Bereich deutscher Nebenwerte positioniert habe, konnte unterm Strich um 17,4% zulegen, womit ich sehr zufrieden bin - trotz meines verlustreichen Ausflugs in die Welt der Spekulation mit meinen zur Depotabsicherung erworbenen DAX-Puts. Bisher mein teuerstes Börsenexperiment und es regt nicht gerade zur Wiederholung an. Dow Jones, S&P 500 MDAX, sie alle konnten im Gegensatz zum DAX neue Allzeithöchststände markieren in diesem Jahr. Und was war das für ein Jahr...

Montag, 19. Dezember 2016

Scherzer & Co. realisiert Verkaufsgewinn von 2,9 Millionen Euro

Die Nebenwerte-Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. wird voraussichtlich am 21. Dezember den Mittelzufluss aus einer Transaktion aus dem Juli verzeichnen. Ende Juli hatte man einen Vertrag zur Veräußerung der Beteiligung an der FIDOR-Bank AG unterzeichnet, der noch unter einer Reihe von aufschiebenden Bedingungen steht, deren Eintritt nun aber unmittelbar bevorsteht. Unabhängig davon hat die Käuferin angeboten, die Transaktion heute vorzeitig abzuschließen.

Mit Zahlungseingang realisiert Scherzer & Co. einen Ertrag in Höhe von circa €2,9 Mio. vor Steuern, der zu einer Erhöhung des Nettoinventarwertes (NAV) um etwa €0,10 je Aktie auf aktuell €2,23 EUR je Aktie führen wird und damit zu einer Erhöhung um 5%.

 Scherzer & Co. (Quelle: finanzen.net) 
Die Aktien von Scherzer & Co. notieren aktuell bei knapp €2 und damit um mehr als 10% unterhalb ihres NAVs. Und in ihrem Portfolio schlummern erhebliche Millionenpotenziale aufgrund werthaltiger Nachbesserungsrechte aus Spruchstellenverfahren bzw. Squeeze-outs. Insbesondere die zu erwartende AXA-Nachbesserung könnte inkl. der zuzurechnenden Anteile der Beteiligungen an der RM Rheiner Management AG und der Allerthal-Werke AG im Erfolgsfall den NAV um mehr als €1 je Aktie erhöhen. Hier ist allerdings nicht mit einem kurzfristigen Ergebnis zu rechnen, so dass sich Scherzer-Aktien für geduldige und langfristig orientierte Anleger zu einem echten Schatz entwickeln könnten.

Scherzer & Co. befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.

Montag, 8. August 2016

Squeeze-outs: Birgt das Scherzer-Portfolio unerkannte Millionenpotenziale?

Die Nebenwerte-Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. habe ich schon seit gut drei Jahren auf meiner Empfehlungsliste und mit knapp 48% Performance hat sie sich in dieser Zeit ganz passabel geschlagen und konnte nach einer längeren Konsolidierungsphase endlich die Marke von €1,75 nachhaltig überwinden.

Der von der Gesellschaft jeweils zum Monatsende veröffentlichte Net-Asset-Value (NAV) notiert per Ende Juli bei €1,96 und damit gute 5% oberhalb des aktuellen Börsenkurses von €1,85. Und hier könnte noch beträchtliches Potenzial schlummern...

Das aktuelle Scherzer-Portfolio
Die zehn größten Aktienpositionen der Gesellschaft zum 31. Juli 2016 nach Positionsgröße geordnet sind:

  • GK Software AG,
  • W&W Wüstenrot und Württembergische AG,
  • freenet AG,
  • Lotto24 AG,
  • Mobotix AG,
  • Allerthal-Werke AG,
  • Data Modul AG,
  • MAN SE (Vorzüge),
  • Pfeiffer Vacuum AG,
  • Manz AG.

Scherzer & Co. hat die Mehrheit an der Horus AG übernommen
Daneben gibt es bei einer kleinen, unbeachteten Beteiligung Interessantes zu vermelden, der börsennotierten Horus AG. Diese ist wie Scherzer & Co. selbst ein Beteiligungsunternehmen mit Fokus auf Value Investments. Mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal knapp über €3 Mio. spielt sie natürlich in einer viel niedrigeren Liga als Scherzer & Co. Interessant ist dieses Investment deshalb, weil Horus ihren NAV zum Halbjahr 2016 mit €1,42 je Aktie ausweist, der Aktienkurs aber um die €1,20 pendelt, also mit einem Abschlag von gut 15%. Für Scherzer & Co. ist dies beachtlich, weil man seinen Horus-Anteil durch Übernahme des von der Allerthal-Werke AG gehaltenen Pakets und durch ergänzende Zukäufe mittlerweile auf einen Anteil von 76% ausgebaut hat. Dies gab Horus-Aufsichtsratsmitglied Dr. Georg Issels, auch Vorstand von Scherzer & Co., auf der Horus-Hauptversammlung Ende Juli bekannt. Hier schlummert also noch einiges an Potenzial und vielleicht wird es irgendwann eine Komplettübernahme von Horus durch Scherzer & Co. geben. Das wäre mal eine Squeeze-out-Spekulation mit anderen Vorzeichen...

Halbjahresergebnis
Das erste Halbjahr 2016 wurde nach vorläufigen Zahlen mit einem Verlust abgeschlossen. So liegt das Halbjahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei €-1,10 Mio. (+€3,54 Mio.) und das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt -€1,13 Mio. (+€3,46 Mio. ). Zum Ergebnis des ersten Halbjahres trugen im Wesentlichen die realisierten Kursgewinne von €0,91 Mio. sowie Zuschreibungen in Höhe von €0,52 Mio. bei. Das Ergebnis aus Stillhaltergeschäften lag bei €0,71 Mio und es wurden Dividenden in Höhe von €1,18 Mio. vereinnahmt. Dem gegenüber standen stichtagsbedingte Abschreibungen in Höhe von €3,53 Mio. und der Zinssaldo betrug -€0,03 Mio., während der betriebliche Aufwand bei €0,92 Mio. lag.

Dieses Ergebnis ruft auf den ersten Blick natürlich keine Begeisterungsstürme hervor, allerdings gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Denn größere Gewinne fährt Scherzer & Co. immer dann ein, wenn man eine Beteiligung wieder auflöst, ggf. bei einer Firmenübernahme. Unterjährig gibt es ansonsten eher nur kursbezogene Zu- oder Abschreibungen. Und zum Stichtag der Halbjahreszahlen , dem 30. Juni, taumelten die Börsenkurse infolge des Brexit-Votums, während sie sich inzwischen wieder gefangen haben und neuen Höchstständen entgegenstreben. Für die Bewertung einer solchen Beteiligungsgesellschaft wie Scherzer & Co. ist es daher sinnvoll, anstelle auf das Jahresergebnis und das daraus resultierende KGV lieber auf die Entwicklung des NAV abzustellen, also des Nettovermögenswertes.

Und das versuchen wir dann mal, denn neben dem von Scherzer & Co. selbst monatlich ausgewiesenen NAV gibt es noch einige weitere Besonderheiten zu berücksichtigen, die den Scherzer-NAV-Ansatz sogar noch konservativer erscheinen lassen könnten, als er es nach HGB-Regeln ohnehin schon ist.

Hoher Verkaufserlös winkt
Scherzer & Co. hat Ende Juli einen Vertrag zur Veräußerung ihrer Beteiligung an der FIDOR-Bank AG unterzeichnet. Dieser Vertrag steht noch unter einer Reihe von aufschiebenden Bedingungen; Scherzer & Co jedoch geht davon aus, dass der Vollzug der Vereinbarung nach Eintritt der aufschiebenden Bedingungen im vierten Quartal 2016 erfolgen wird. Dies wird bei der Scherzer & Co. AG zu einem zahlungswirksamen Ertrag in Höhe von ca. €2,9 Mio. vor Steuern führen und so den Nettoinventarwert (NAV) um ca. €0,10 je Aktie erhöhen, also um mehr als 5%.

 Scherzer & Co. AG (Quelle: finanzen.net) 
Eine Schatztruhe voller Nachbesserungsrechte
Und damit kommen wir zu den interessanteren Perspektiven. Denn neben den reinen Beteiligungswerten verfügt Scherzer & Co. auch über eine größere Anzahl an sog. Nachbesserungsrechten. Diese entstehen, wenn bei Firmenübernahmen der neue Mehrheitsaktionär die verbliebenen Minderheitsaktionäre herausdrängt, also einen Squeeze-out durchführt. Wie sich bei Squeeze-outs mit langem Atem sicher Geld verdienen lässt, habe ich bereits vor einiger Zeit erläutert, und Scherzer & Co. ist in diesem Bereich sehr aktiv - und ziemlich erfolgreich.

Wert der Nachbesserungsrechte etwa €0,40 je Scherzer-Aktie
Die Scherzer & Co. AG besitzt per Ende Juli 2016 Nachbesserungsrechte (Abfindungsergänzungsansprüche) entsprechend eines Andienungsvolumens von €95,5 Mio. Je Aktie ergibt dies ein Andienungsvolumen von €3,19. Rechnet man nur mit den zuletzt durchschnittlichen erzielten 12,5% als Nachbesserungsrendite, würden sich diese mit immerhin €0,40 je Scherzer-Aktie niederschlagen. Hierbei handelt es sich um potenzielle Ansprüche, die sich aus der Durchführung von gerichtlichen Spruchstellenverfahren im Nachgang von Strukturmaßnahmen von Aktiengesellschaften ergeben. Nun werden nicht alle geltend gemachten Ansprüche zu Geld, denn nicht selten geht man im Spruchstellenverfahren leer aus. Manchmal gelingen aber auch spektakuläre Nachbesserungen, wie z.B. bei der Bayer-Schering-Übernahme. Und dann klingelt die Kasse richtig.

Allerthal-Werke AG und RM Rheiner Managament AG
Mitte Juli fand die Hauptversammlung der Allerthal-Werke AG statt, einem Unternehmen, das die gleiche Strategie fährt wie Scherzer & Co., und an dem Scherzer rund 23% der Anteile hält bzw. fast 300.000 Aktien. Daher kommt man nicht nur in den Genuss der Rekorddividenden von €1,15 je Aktie (Vorjahr: €0,50), sondern man hat auch Teil am hohen Bestand an Andienungsrechten, die die Allerthal-Werke AG selbst angesammelt hat. Und ähnlich verhält es sich mit der RM Rheiner Management AG, an der Scherzer & Co. knapp 30% hält.

Weshalb ich gerade auf diesen Punkt so abstelle, hat einen Grund. Der ausführliche Allerthal-HV-Bericht von GSC-Research birgt interessante Informationen, auch für Scherzer-Aktionäre.

»Das bestehende Nachbesserungsportfolio (der Allerthal-Werke AG) enthält zudem weitere interessante Chancen. In den vergangenen Wochen hat ein Gutachten in der AXA Konzern-Spruchstelle im Markt für Fantasie gesorgt, da der gerichtliche Gutachter eine Nachbesserung um 90 Euro ermittelt hat. Auch wenn ein Gutachten noch lange keine endgültige und rechtskräftige Entscheidung darstellt, zeigen sich die erheblichen Chancen aus diesem Geschäftsmodell. Wenn es klappen würde, könnte sich Allerthal über einen Zufluss von 10,2 Mio. Euro oder über 8 Euro je (Allerthal-)Aktie freuen. Die vom Vorstand gegebene Einschätzung des NAV zuzüglich der Chancen aus den Nachbesserungsrechten gibt einen guten Überblick über den möglichen Wert, die Bandbreite des NAV bewegt sich somit zwischen 16,31 Euro ohne jede weitere Nachbesserung bis hin zu 23,19 Euro für den Fall einer durchschnittlichen Rendite von 21 Prozent.«

Doch ist Scherzer & Co. nicht nur indirekt über die Allerthal-Werke am AXA-Squeeze-out beteiligt und über die RM Rheiner Management AG, sondern auch direkt über eigene Andienungsrechte. So weist Scherzer & Co. per Ende April 2015 als größte Positionen im Nachbesserungsvolumen die AXA Konzern Stämme und Vorzüge aus dem Squeeze-out im Volumen von €18,8 Mio. bzw. €6,8 Mio. aus.

AXA-Potenzial von €0,55 je Scherzer-Aktie
Hieraus ergibt sich für die Scherzer-Andienungsrechte folgende Rechnung: Im Spruchverfahren vor dem Landgericht Köln zwischen ehemaligen Aktionären der AXA Konzern AG und der AXA S.A. kommt der gerichtlich bestellte Sachverständige in seinem Gutachten zu einem Unternehmenswert in Höhe von €7,425 Mrd., was €237,74 je Stammaktie bzw. €238,77 je Vorzugsaktie entspricht. AXA selbst hatte die Barabfindung für die Stammaktien von Minderheitsaktionären auf €144,68 und für die Vorzugsaktien auf €146,24 festgesetzt.

Scherzer hätte also rund 130.000 Stammaktien und 46.500 Vorzugsaktien angedient und somit ergäben sich €12.097.800 und €4.375.185, zusammen also knapp €16,5 Mio. an Nachbesserungsansprüchen. Bei ausgegebenen 29,94 Mio. Aktien der Scherzer & Co. AG würde dies je Aktie €0,55 ausmachen!

Das kumulierte NAV-Potenzial je Scherzer-Aktie
Addieren wir die einzelnen Beträge, ergäbe sich aus den Überlegungen

   €1,96 aktueller NAV per 31.07.2016
+ €0,10 aus dem FIDOR-Verkauf
+ €0,55 aus der AXA-Nachbesserung
+ €0,33 aus weiteren Andienungsrechten (ohne AXA bleiben €79 Mio. oder €2,64 je Aktie zu 12,5%)

ein Potenzial-NAV von €2,94. Dieser steht einem aktuellen Aktienkurs von €1,85 gegenüber und somit notiert die Aktie momentan mit einem 59-prozentigem Abschlag zu ihrem Potenzial-NAV.

Berücksichtigt man dann noch die beträchtlichen Aktienpakete der Scherzer & Co. AG an der Allerthal-Werke AG, der Rheiner Management AG und der Horus AG, die ebenfalls von einer AXA-Nachbesserung profitieren würden, schlummern hier noch zusätzliche NAV-Potenziale, die sich bei diesen Beteiligungen in höheren NAV-Bewertungen und Aktienkursen auswirken würden und somit in der Folge in einem noch weiter erhöhten NAV des Scherzer-Portfolios. Inkl. dieser Aktienpakete dürfte der wahre Wert der Scherzer-Aktien bei über €3 liegen!

Meine Einschätzung
Sollte sich hier auch nur ein Teilbetrag der gutachterlich festgestellten Nachbesserungen von mehr als €90 je AXA-Aktie realisieren lassen, hätte dies erheblich positive Auswirkungen auf den NAV der Scherzer-Aktien. Mit entsprechend treibenden Auswirkungen auf den Aktienkurs.

Bis dahin wird allerdings noch einige Zeit vergehen und auch die endgültige Höhe steht noch nicht fest. Auf jeden Fall können mutige Anleger mit Geduld und mittel- bis langfristigem Anlagehorizont sich hier aussichtsreich positionieren und in aller Ruhe auf den großen Geldregen warten. Und in der Zwischenzeit auf das Können der Scherzer-Verantwortlichen um Dr. Issels vertrauen, die immer wieder belegen, dass sie attraktive Chancen im deutschen Nebenwerte-Segment aufzutun fähig sind. Und noch viele weitere potenziell höchst-lukrative Andienungsrechte in ihrer Schatztruhe haben. Ich habe jedenfalls meine Scherzer-Position ausgebaut und da die Aktien aktuell sogar noch unterhalb des ausgewiesenen NAVs notieren (im Gegensatz zu denen der Allerthal-Werke und von Rheiner Management), bleibt die Scherzer-Aktie für mich die erste Wahl. Denn, wie Warren Buffett es ausdrückte, man wird reich, indem man den Dollar für 50 Cents kauft. Und deshalb kaufe ich die Aktien von Scherzer & Co.


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ERGÄNZUNG VOM 01.09.2016

Heute meldete Scherzer & Co. einen NAV von €1,99 je Aktie per Ende August und damit eine Steigerung um €0,03 gegenüber dem Wert von Ende Juli. Der avisierte Ertrag aus der FIDOR-Transaktion in Höhe von €0,10 ist hierin noch nicht enthalten. Im Umfeld solider Zahlen nutzte Scherzer & Co. Kursrückgänge bei freenet zum weiteren Ausbau ihrer Beteiligung und bei InVision wurde die Position aufgestockt nach guten Halbjahreszahlen mit einer Verdopplung des EBIT.


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ERGÄNZUNG VOM 04.10.2016

Heute meldete Scherzer & Co. einen NAV von €2,04 je Aktie per Ende September und damit eine Steigerung um €0,05 gegenüber dem Wert von Ende August. Der avisierte Ertrag aus der FIDOR-Transaktion in Höhe von €0,10 ist hierin noch nicht enthalten. Ausgebaut wurden insbesondere die Beteiligungen an freenet und InVision, bei der man die meldepflichtige 3-Prozent-Schwelle überschritt.


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ERGÄNZUNG VOM 02.11.2016

Heute meldete Scherzer & Co. einen NAV von €2,08 je Aktie per Ende Oktober und damit eine Steigerung um €0,04 gegenüber dem Wert von Ende September. Der avisierte Ertrag aus der FIDOR-Transaktion in Höhe von €0,10 ist hierin noch nicht enthalten. Bei der Strabag AG wird ein umwandlungsrechtlicher Squeeze-out durchgeführt; Scherzer & Co. hat hier weitere Zukäufe getätigt. Bei der Constantin Medien AG gibt es eine Auseinandersetzung über die zukünftige Strategie der Gesellschaft; Scherzer & Co. hat im Umfeld der Hauptversammlung am 9. November eine Position erworben. Die Scherzer & Co. AG hat begonnen, in der ertrags- und substanzstarken Audi AG eine Beteiligung aufzubauen. Weiter ausgebaut wurden die Beteiligungen an der freenet AG und der Schweizer Sunrise Communications AG.


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ERGÄNZUNG VOM 02.12.2016

Heute meldete Scherzer & Co. einen NAV von €2,08 je Aktie per Ende November und damit keine Veränderung gegenüber dem Wert von Ende Oktober. Der avisierte Ertrag aus der FIDOR-Transaktion in Höhe von €0,10 ist hierin noch nicht enthalten. Trotz kurzfristiger Probleme bei der Leoni AG sieht Scherzer & Co. mittelfristig gute Aussichten auf einen Turnaround und nutzte das Kursniveau zum Aufbau einer Position. Bei der Invision AG, die vor einer großen Vertriebsoffensive steht, hat Scherzer & Co. das attraktive Kursniveau genutzt, um die Beteiligung weiter auszubauen, während der Bestand an Aktien der Manz AG vollständig veräußert wurde.

Montag, 18. Juli 2016

Softship: Kommt jetzt die Übernahme durch WiseTech Global Ltd.?

Die Softship AG, ein Hamburger IT-Dienstleister für Spezialsoftware für die Linienschifffahrt, verhandelt mit ihrem Großaktionär WiseTech Global Ltd. über eine vertiefte Kooperation mit Schwerpunkt in den Bereichen Produktentwicklung und Expansion in Europa sowie im weltweiten Vertrieb.

Die Unternehmen sehen ein enormes Potenzial in dieser Kooperation, bei der die weltweite Präsenz von WiseTech Global und die finanzielle sowie technische Stärke der Gesellschaft mit Softships Produkt- und Technologieführer bei Softwarelösungen im Bereich der Fracht- und Linienschifffahrt kombiniert werden sollen. Dabei passten die Kulturen der beiden Unternehmen gut zusammen.

 Softship AG (Quelle: finanzen.net) 
WiseTech stockt Anteil von 19% auf 43% auf
Interessanter als die künftige intensivierte Zusammenarbeit ist allerdings eine Randnotiz in der Meldung, denn die ungleich größere WiseTech war bisher mit rund 19% an Softship beteiligt und hat zwischenzeitlich ihren Anteil auf 43% erhöht. Zwar bemühte sich WiseTech, Spekulationen über eine baldige Übernahme zu zerstreuen, und meinte, aktuell gäbe keine Einigung, ein Übernahmeangebot zu unterbreiten oder einen vollständigen Erwerb zu tätigen. Allerdings deutet der massive Ausbau des Anteils darauf hin, dass WiseTech genau in diese Richtung steuert. Und aufgrund der doch überschaubaren Umsätze an der Börse dürfte der Anteil nicht alleine über XETRA aufgebaut worden sein, sondern eher auch über Paketverkäufe von abgabewilligen Blockaktionären jenseits der Börsen. Ein weiteres Indiz dafür, dass WiseTech so schnell und so leise wie möglich Aktien zusammenkaufen möchte, bevor jeder den Braten riecht und die Übernahme immer teurer wird.

Meine Einschätzung
Der erfolgreiche Turnaround bei Softship ist alleine schon Grund genug, sich hier als Nebenwerte-Investor zu engagieren. Die Übernahmephantasie dürfte den Aktienkurs nach unten absichern und mögliche weitere Zukäufe von WiseTech den Kurs eher antreiben. Sollte es zu einem Pflichtangebot an die freuen Aktionäre kommen, müsste WiseTech wohl erheblich mehr bieten als die aktuellen €8, um Aktien angedient zu bekommen. Darüber hinaus könnten auch Squeeze-out-Spezialisten wie Scherzer & Co. oder Allerthal-Werke Positionen in Aktien der Shoftship AG aufbauen, um an dem sich abzeichneneden Übernahme-Deal mitzuverdienen. Das wäre ein weiterer Kurstreiber für die Anleger, die bereits investiert sind.

Softship befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Ich bleibe dabei und werde bei einem Kursrücksetzer tendenziell eher meine Position noch ausbauen, als dass ich Stücke abgebe.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Scherzer & Co. AG überzeugt nicht (mehr) richtig

Soeben hat die Investment-Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. ihren aktuellen Nettoinventarwert (NAV) per 30. November gemeldet und dieser liegt bei unveränderten 1,76 EUR je Aktie. Der Aktienkurs notiert aktuell rund 17 Prozent darunter, ein Abschlag, der nicht unüblich ist.

Ich habe die auf deutsche Nebenwerte und Sondersituationen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft ja schon einige Zeit auf meiner Empfehlungsliste und auch bereits mehrfach über sie berichtet. Insbesondere bei Squeeze-outs haben die Kölner immer wieder ein goldenes Händchen bewiesen und in den letzten Jahren den Wert des Unternehmens stetig gesteigert. Doch nun scheint zunehmend Sand im Getriebe zu sein.

Scherzer fährt eine nicht ganz risikolose Strategie und setzt bei seinen Investments auch gerne Fremdkapital ein. Das sorgt für eine Hebelwirkung und bei steigenden Kursen für zusätzliche Freude. Doch der jüngste Kursabschwung setzte der Scherzer-Aktie heftig zu, der NAV sank deutlich. Doch während sich die Börsen wieder erholten, bliebt der NAV der Scherzer-Engagements ggü. dem Vormonat unverändert - auf Jahressicht bleibt kaum ein Zugewinn. Wenn man bedenkt, dass die von Scherzer erzielten Gewinne vom Unternehmen versteuert werden müssen und man als Anleger später noch einmal für die erzielten Kursgewinne mit der Scherzer-Aktie beim Fiskus zahlen darf, sollte man hier schon eine herausragende Performance seitens des Scherzer-Managements erwarten dürfen. Insbesondere was die Sondersituationen angeht, zuvorderst also Squeeze-outs, hat man als Privatanleger ansonsten kaum eine reelle Chance, auf die richtige Strategie zu setzen.

Nach gut 15 Monaten auf meiner Empfehlungsliste stehen rund 16% Kursgewinne zu Buche, was sich durchaus sehen lassen kann. Es gab in dieser Zeit allerdings ertragreichere Investments in einem Bullenmarkt sollten gerade auch Nebenwerte eine überdurchschnittliche Performance bieten. Die angehäuften Nachbesserungsrechte sind immer für eine positive Überraschung gut und ich werde die weitere Entwicklung mal abwarten.

Montag, 24. März 2014

Zahltag bei Rhön-Klinkum lässt Kasse bei Scherzer AG klingeln

Die Veräußerung des Großteils der Kliniken der Rhön-Klinikum AG an den Gesundheitskonzern Fresenius im Volumen von mehr als 3 Mrd. EUR wurde vom Kartellamt Ende Februar genehmigt. Am 30. April nun will Rhön seinen Geschäftsbericht vorlegen und dabei dürfte das Management einen Vorschlag für die Verwendung des Verkaufserlöses machen, der zu einer "angemessenen Beteiligung" der Aktionäre führen soll. Dies könnte sowohl eine hohe Sonderdividende beinhalten als auch ein Aktienrückkaufprogramm. Letzteres hätte den Vorteil, dass es nicht direkt zu einer Belastung durch die Abgeltungssteuer bei den Aktionären führen würde. In der Vergangenheit war schon 13,80 EUR Sonderausschüttung je Aktie oder Rückkäufen bis zu 27 EUR die Rede.

Ein großer Profiteur wird in beiden Fällen die Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. AG sein, die sich bereits im ersten Halbjahr 2013 zu deutlich niedrigeren Börsenkursen bei Rhön eingekauft hatte. Denn anders als Privatanleger, die Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. auch noch Kirchensteuer auf vereinnahmte Dividenden zahlen müssen, unterliegen Kapitalgesellschaften hier nur einer sehr geringen Steuerbelastung.

Aber auch operativ bietet die Rhön-Aktie Potenzial, denn die operative Marge von zuletzt knapp 9 Prozent sollte nach Vorstellung des Vorstandschefs Martin Siebert aufgrund der Neuausrichtung  ab 2015 auf annähernd 14 Prozent steigen.

Über ein Engagement in Aktien der Scherzer AG kann der Privatanleger hervorragend an derartigen Sondersituationen am deutschen Markt partizipieren, ohne sich selbst um die unternehmerische Entwicklung der Firmen kümmern zu müssen. Scherzer & Co. investiert in deutsche Small- und MidCaps und veröffentlichen monatlich einen Bericht über den NAV (Net-Asset-Value) anhand dessen sich der Wert je Aktie bestimmen lässt. Und das Verhältnis zum Aktienkurs der Scherzer AG. Und per Ende Februar lag der NAV, also der Wert der Beteiligungen, bei stolzen 1,91 EUR, während der Aktienkurs bei 1,62 EUR stand. Man kann sich also mit einem Discount von 15% an einem Portfolio interessanter deutscher Nebenwerte einkaufen und von der Kompetenz und der Erfahrung des Scherzer-Managements profitieren.

Donnerstag, 6. März 2014

Scherzer & Co.: mit Rabatt in deutsche Nebenwerte investieren

Zuletzt im Dezember hatte ich über den Nebenwert Scherzer & Co. berichtet, eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf Engagements in deutschen börsennotierten Unternehmen spezialisiert hat.

Die Eigendarstellung des Unternehmens liest sich so:
"Die Scherzer & Co. AG ist eine in Köln ansässige Beteiligungsgesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch sowohl sicherheits- als auch chancenorientierte Investments einen langfristig angelegten Vermögensaufbau zu betreiben. Dabei soll die Gesellschaft als eines der führenden notierten Beteiligungsunternehmen im Bereich Sondersituationen und Corporate Action etabliert werden. Unter sicherheitsorientierten Gesichtspunkten werden Beteiligungen in Abfindungswerte und Value-Aktien eingegangen, bei denen der Börsenkurs nach unten abgesichert erscheint. Kursstabilisierende Merkmale können hierbei ein "natürlicher Floor" bei angekündigten bzw. laufenden Strukturmaßnahmen sein oder eine exzellente Bilanz- und Ergebnisqualität im Bereich der Value Aktien. 
Investiert wird ebenso in Unternehmen, die bei kalkulierbarem Risiko ein erhöhtes Chancenpotenzial aufweisen. Fokussiert wird insbesondere auf ausgewählte wachstumsstarke Gesellschaften, die ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufweisen. Analysiert wird der Markt aber auch in Bezug auf Sondersituationen, die aus unterschiedlichsten Gründen attraktive Chance/Risikoverhältnisse bieten können. Darüber hinaus nimmt die Gesellschaft gerne an aussichtsreichen Kapitalmaßnahmen oder Umplatzierungen teil."
Als ich im Dezember über Scherzer berichtete, gab es gerade Neuerungen bei einer von deren Beteiligungen, der IBS AG, die eine Dividendenerhöhung um satte 350 Prozent angekündigt hatte, und ich spekulierte darauf, dass dies eine interessante Perspektive für Scherzer ergeben könne, da Großaktionär Siemens auf die noch ausstehenden Anteile schielen dürfte.

Am 23. Januar gab dann Scherz bekannt, man habe den Anteil an IBS auf 15,69 Prozent erhöht und das gesamte Aktienpaket dann mit einem "positiven Ergebnisbeitrag" an eine Siemens-Konzerntochter weiterveräußert. Darüber hinaus hatte der Deal einen positiven Effekt auf den NAV, den Nettoinventarwert oder Net-Asset-Value der Gesellschaft. Lag dieser per 30.11.2013 noch bei 1,69 EUR, vermeldete Scherzer & Co. nun den NAV per Ende Februar mit 1,91 EUR, ein Anstieg von 13 Prozent innerhalb von 3 Monaten.

Die Scherzer & Co. verdient also prächtig mit ihrer Strategie und hat noch viele weitere Asse im Köcher. Die zehn größten Beteiligungspositionen im Scherzer-Portfolio sind aktuell:
  • Generali Deutschland Holding AG,
  • GK Software AG,
  • MAN SE (Stämme),
  • Allerthal-Werke AG,
  • Tipp24 SE,
  • WMF AG (Vorzüge),
  • InVision AG,
  • Biotest AG (Stämme),
  • Highlight Communications AG,
  • MAN SE (Vorzüge)
Und zu den einzelnen Werten gab es zuletzt interessante Neuigkeiten bzw. Spekulationen. So denken die Profis von Börse Online in der aktuellen Printausgabe laut darüber nach, dass der Großaktionär der Highlight Communications AG, die Constantin Medien AG, wohl verstärktes Interesse habe, die beiden Unternehmen zu verschmelzen. Immerhin habe Constantin seinen Anteil auf nunmehr 56 Prozent erhöht. Als besondere Perle gilt die Highlight Tochter Team, die die Fußball Champions League vermarktet und hier zuletzt sehr positive Abschlüsse zu Vertragsrechten in England berichten konnte.

Die Allerthal-Werke AG ist eine kleinere Version der Scherzer & Co. und betreibt das gleiche Geschäftsmodell. Scherzer & Co. halten inzwischen 24,99 Prozent an Allerthal, die kürzlich den Wechsel in ein niedrigeres Börsensegment bekanntgaben. Was Kosten sparen wird. Da Scherzer & Co. ebenfalls 25 Prozent an der RM Rheimer Management AG halten, an der Allerthal wiederum mit 38,35 Prozent beteiligt ist, ist diese Gesellschaft de facto der Scherzer & Co. zuzurechnen. Die RM betreibt ebenfalls ein ganz ähnliches Geschäftsmodell wie die Scherzer & Co. und die Vermutung liegt nahe, dass es hier mittelfristig zu einer Konzentration der Gesellschaften kommen wird. Deutlich: dass sich die Scherzer & Co. AG die anderen Gesellschaften irgendwann einverleiben wird, zumal es bereits heute personelle Überschneidungen gibt.

Bezüglich MAN gibt es noch nichts Neues zu vermelden, nachdem im November über "erhebliches Nachbesserungspotenzial" im Spruchstellenverfahren zum Squeeze-out seitens VW spekuliert wurde.

In der letzten Unternehmensmeldung gab Scherzer & Co. noch folgende Aktivitäten bekannt:
" Im Vorfeld der Hauptversammlung der FORTEC Elektronik AG hat die Scherzer & Co. AG ihren Anteilsbesitz auf unter 3% reduziert. Es konnte erneut ein erfreulicher Veräußerungsgewinn erzielt werden. 
Die Scherzer & Co. AG hat ihren Bestand von Aktien der GBW AG im Nachgang der Squeeze-out-Hauptversammlung deutlich erhöht.
Im Februar wurden auf niedriger Kursbasis weitere Aktien der Puma SE erworben. Der Großaktionär Kering (ehemals PPR) hat seinen Anteil in den letzten Monaten im Schnitt mit etwa 221 Euro um 3% auf nun 86% aufgestockt."
Es bestehen gute Chancen, dass die Scherzer & Co. AG ihren erfolgreichen Kurs weitergehen und den NAV weiter deutlich steigern wird. Über die Rheimer Management AG und die Allerthal-Werke AG wird das Geschäftsmodell quasi noch gehebelt.

Bleibt ein Blick auf die Bewertung: auf Basis eines geschätzten Gewinns je Aktie von 0,14 EUR für 2014 und 0,15 EUR für 2015 erreicht das KGV rund 11,5 bzw. 10,5. Allerdings dürften die Werte eher deutlich zu konservativ sein, denn die ersten Erfolge des laufenden Jahres lassen deutlich bessere Gewinnerwartungen zu. Eine Dividende zahlt Scherzer & Co. seit Jahren nicht und hat auf absehbare Zeit auch nicht vor, dies zu ändern. Vereinnahmte Dividenden aus Beteiligungen werden in der AG deutlich niedriger besteuert als eine Ausschüttung an die Aktionäre, bei der ja die Abgeltungssteuer anfällt.

Das wahre Highlight ist jedoch der Aktienkurs, der aktuell knapp 15 Prozent unter dem NAV notiert - und in dem noch keine Nachbesserungsansprüche aus Spruchstellenverfahren eingerechnet sind. Man kann also die Beteiligungen zu 85 Cents je Euro einkaufen, indem man sich an der Scherzer & Co. beteiligt. Dazu erhält man ein sehr erfolgreiches Management, das es hervorragend versteht, den Wert für die Aktionäre zu steigern und eine interessante Mischung aus perspektivisch lukrativen Investments, die in absehbarer Zeit deutliche Ergebnisbeiträge liefern dürften.

Die Scherzer & Co. AG bleibt für mich eine der interessantesten Depotbeimischungen, wenn man sich im Bereich deutscher Nebenwerte engagieren will. Anstatt selbst nach den schönsten Perlen in diesem Segment zu suchen, kann man dies von den Scherzer-Profis übernehmen lassen und das auch noch mit einem 15-Prozent-Rabatt.

Montag, 16. Dezember 2013

Scherzer & Co. ist größter Profiteur der IBS-Dividende

Die Scherzer & Co. AG ist eine Beteiligungsgesellschaft, die überwiegend in börsennotierte deutsche Unternehmen investiert, die sich in Sondersituationen befinden. Das können Übernahmen sein oder schlicht Unterbewertungen des Aktienkurses gegenüber dem fairen Wert der Anteile.

Die Softwareschmiede IBS AG hat kürzlich bekanntgegeben, der Hauptversammlung am 14. März 2014 eine Dividendenerhöhung von 0,04 auf 0,18 EUR vorzuschlagen. Aber nicht diese Erhöhung von rund 350% ist das eigentlich Interessante, denn bei einem Aktienkurs von gut 13 EUR entspricht dies noch immer einer recht mageren Dividendenrendite von nur 1,4%. Nein, für die Scherzer & Co., die mit 7,2% des Stammkapitals bei der IBS an Bord ist, ist entscheidend, dass die Siemens AG seit Angang 2012 bei IBS das Sagen und mit dieser einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abgeschlossen hat. Und danach erhalten die IBS-Aktionäre eine Garantiedividende von 0,23 EUR und sofern die IBS-Dividende darunter liegt, zahlt Siemens die Differenz.

Diese Verzinsung versüßt der Scherzer & Co. das Warten und sichert ihr in der Zwischenzeit sichere Einnahmen. Denn die IBS gilt als Squeeze-out-Kandidat; irgendwann wird sich Siemens auch den Rest der Aktien einverleiben wollen. Aktuell notiert die IBS bei rund 13 EUR, im Beherrschungsvertrag wurde seinerzeit ein Abfindungsbetrag von 6,90 EUR vereinbart. Und um an die ausstehenden Aktien der Minderheitsaktionäre zu kommen, müsste Siemens schon ordentlich in die Tasche greifen. Da die Scherzer % Co. AG fast 500.000 IBS-Aktien hält und der Kurs seit dem Übernahmeangebot etwa 6 EUR zugelegt hat, könnten hier bis zu 3 Mio. EUR stille Reserven in der Scherzer-Bilanz schlummern, je nach durchschnittlichem Einstandskurs. Die gesamte Marktkapitalisierung der Scherzer & Co. macht aktuell nur 42 Mio. EUR aus bei einem Aktienkurs von 1,40 EUR und einem fairen Wert (NAV) von 1,69 EUR, wie ihn die Gesellschaft zum 30.11. mitgeteilt hat. Für mich nach wie vor ein interessantes Investment mit langfristig hervorragenden Aussichten.

Donnerstag, 21. November 2013

MAN-Nachbesserung könnte Scherzer & Co. ordentlich Geld in die Kasse spülen

Börse Online spekuliert in seiner aktuellen Printausgabe, es könne bei MAN im Spruchstellenverfahren zu einem satten Nachschlag auf die bisher gezahlte Abfindung an die freien Aktionäre kommen, weil sich MAN optisch arm gerechnet habe. Folgt das Gericht diesem Ansatz, müsste VW bei  seinem Übernahmeangebot nachträglich noch ordentlich Geld auf den Tisch legen. Und die größte Beteiligungsposition von Scherzer & Co. sind aktuell die Stammaktien von MAN. Daher würde Scherzer von der Nachbesserung sehr profitieren - wie kürzlich, als 1,1 Mio. EUR aus einer solchen Nachbesserung auf dem Scherzer-Konto landeten.

Scherzers Aktienkurs bei unter 1,40 EUR liegt weiterhin fast 20% unter dem NAV, dem fairen Wert. Die mögliche MAN-Nachbesserung ist hierin noch nicht enthalten - für mich ist die Scherzer & Co. AG, dieser langweilige und weitgehend unbeachtete Nebenwert, weiterhin ein klarer Kauf für langfristig orientierte Anleger. Dem entsprechend habe ich meine Position auf diesem Niveau weiter aufgestockt.