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Montag, 17. Mai 2021

Rekordkursrutsch: Zalando Spin-off reißt Kinnevik-Aktien in die Tiefe. Und nun?

Der schwedische Venture Capital-Spezialist Kinnevik erlebt heute einen brutalen Kursabsturz an der Stockholmer Börse tauchen die Aktien zwischenzeitlich um mehr als 35% ab.

Hintergrund ist der Spin-off seiner Zalando-Anteile; Kinnevik trennt sich von seinem verbliebenen Anteil von 21% an Europas führender Online-Plattform für Mode und Lifestyle, indem die Aktien den eigenen Aktionären ins Depot gebucht werden. Der Kurssturz bei den Kinnevik-Aktien spiegelt damit den Wertverlust des Zalando-Aktienpakets wider, den die Aktionäre nun als separate Position im Depot finden. Oder genauer gesagt: finden werden. Denn die Aktion wird je nach Depotbank/ Broker wohl ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Die Maßnahme ist seit längerem bekannt und hat den Kurs der Zalando-Aktie belastet. Denn nicht jeder Kinnevik-Aktionär wird erfreut darüber sein, nun die Zalando-Papiere im Depot zu haben. Es dürfte daher in den nächsten tagen wohl noch verstärkt Abgabedruck geben, wenn diese "ungeliebten" Aktien aus den Depots geworfen werden.

Für Zalando-Fans können sich hier interessante Kauf-Optionen bieten. Und auch für das Unternehmen selbst bedeutet der von 38,16% auf 59,16% erhöhte Streubesitz eine bessere Handelbarkeit und auch eine bessere Positionierung in Bezug auf mögliche Indexanpassungen, bei denen der Streubesitzanteil eine Rolle spielt.

Disclaimer: Habe Zalando auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Schrei vor Glück!? Zalando wird verschenkt!

Zalando, Europas führende Online-Plattform für Mode und Lifestyle, soll verschenkt werden. So ist jedenfalls der Plan der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, die ihren Aktionären die noch gehaltenen Zalando-Aktien ins Depot buchen möchte. Diese Übertragung ist nicht ganz ohne, denn Kinneveik ist, trotz einiger Anteilsverkäufe, mit rund 21% der größte Aktionär von Zalando.

Für den MDAX-Wert Zalando bedeutet die Aktion einen erhöhten Streubesitz und damit eine bessere Handelbarkeit der Aktie sowie eine Verbesserung hinsichtlich der Kriterien, die für eine Indexzugehörigkeit herangezogen werden. Für Kinnevik ist die Aktion der einfachste Weg, sich ohne Wertverlust von der Zalando-Position zu trennen; alternativ hätten die Schweden auch stückweise Paketverkäufe an institutionelle Investoren oder über die Börse in Angriff nehmen können. Bei 21% Anteil hätte dies allerdings einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen, so dass der gewählte Weg wohl der schnellste ist. Und für die eigenen Aktionäre ja durchaus attraktiv.

Disclaimer: Habe Zalando auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Samstag, 30. September 2017

Investor-Update: Blue Cap, Burberry, Corestate Capital, Deutsche Telekom, Goldman Sachs BDC, Greiffenberger, Hypoport, Publity, Rocket Internet, Softship

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

September bezaubert mit Traumfinale
Wir haben den September überstanden und entgegen der allgemeinen und überall verkündeten Meinung, es würde zu einem Crash kommen, weil der September ja der schlechteste Börsenmonat überhaupt sei, rannten die Kurse weiter nach oben. Aktienkurse haben kein Gedächtnis und wenn alle Marktteilnehmer der gleichen Meinung sind, dann haben sie sich auch im Vorfeld bereits entsprechend positioniert. Folgerichtig ist das erwartete Ereignis ausgeblieben. Für die Pessimisten noch schlimmer: die Aktienmärkte schlossen den September nahe an ihren Allzeithochs ab.

»Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.«
(André Kostolany)

So markierte der S&P 500 am Freitag ein neues Allzeithoch bei 2.518 Punkten, der Dow Jones bei 22.405 Punkten, der MDAX bei 26.012 Punkten und der DAX liegt nur knapp 40 Zähler unter seinem Allzeithoch von rund 22.880 Punkten. Und wir haben noch immer Niedrigst- und sogar Negativzinsen, so dass es gut möglich ist, dass das Geld der "schlauen" Investoren nun bald in die Aktienmärkte zurückkehrt und eine fette Herbstrallye auslöst. Jenseits aller Bedenken bzgl. der Bewertung der Aktienmärkte.