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Montag, 3. Februar 2025

Im Fokus: 3M kriegt langsam wieder die Kurve

In diesem Kurzportrait geht es um die 3M Company, ein jahrelang erfolgsverwöhntes Unternehmen dank seiner zahlreichen Produkte, die das Leben der Menschen vereinfachen. Post-its und Scotch-Klebebänder finden sich in vielen Haushalten und 3M war daher stets bei Fans defensiver Konsumwerte beliebt. Der ursprüngliche Klebstoffspezialist hatte über die Jahre in viele weitere Branchen expandiert, wie zum Beispiel den Pharmasektor. Die Angebotspalette umfasste mehr als 60.000 Produkte, wie Klebstoffe, Schleifmittel, Laminatmaterialien, passiven Brandschutz, persönliche Schutzausrüstung, Fensterfolien, Lackschutzfolien, elektrische und elektronische Verbindungs- und Isoliermaterialien, medizinische Produkte, zahnärztliche und kieferorthopädische Produkte, Autopflegeprodukte, elektronische Schaltungen, Gesundheitssoftware und optische Folien. Doch in den letzten Jahren hat 3M überwiegend durch Rechtsstreitigkeiten Schlagzeilen gemacht und hier Milliarden versenkt...

Mittwoch, 1. November 2023

Kissigs Portfoliocheck: Hat Ken Fisher bei 3M gerade noch rechtzeitig die Notbremse gezogen?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 239. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Die 2021 begonnene Börsenkorrektur als Reaktion auf Inflation und Zinsanhebungen stuft Fisher als Chance und vorübergehende Marktirritation ein. Er setzt dabei vor allem auf Technologie- und Wachstumsaktien für den Rebound. Einer Umkehr der grundsätzlichen Überrenditen bei den Growth-Aktien, die wir seit Ende der Finanzkrise 2009 beobachten können zugunsten von Konjunkturzyklikern und Value-Aktien, wie sie von vielen Marktkommentatoren ausgerufen wird, widerspricht Ken Fisher deutlich. Er sieht die Börsen vor einem neuen Bullenmarkt und dieser wird nach seiner Auffassung von den Wachstumsaktien angeführt werden und gerade bei den kleineren, ausgebombten Aktien gäbe es das größte Kurspotenzial.

Im 2. Quartal 2023 dominieren in Fishers Portfolio folgerichtig weiterhin die Technologieaktien, die ihren Anteil sogar weiter auf 28,2 ausbauten (+1,0 %). Auf dem zweiten Rang konnten sich die Finanzwerte behaupten, mit 11,8 % (zuvor 12,2 %) vor den unveränderten zyklischen Konsumwerten mit 11,2 %. Diese hielten sich damit vor den Gesundheitswerten, die mit noch 9,9 % (zuvor 9,6 %) die Industriewerte mit ebenfalls 9,9 % (bisher 9,8 %) nur noch knapp hinter sich lassen konnten.

Das von Fisher verwaltete Vermögen erhöhte sich um 10 % sich auf 181 Mrd. USD nach 165 Mrd. im Vorquartal; es verteilt sich auf 1.161 Aktien, von denen 110 im letzten Quartal neu aufgenommen wurden. Die Turnoverrate lag mit 5 % etwas niedriger als im Vorquartal. Ken Fisher hat bei Fintechs Kasse gemacht und bei Block seine Position beinahe restlos aufgelöst, während er bei PayPal knapp 60 % seines Bestands verkauft hat. Ebenso reduzierte er bei Ölzulieferern wie SLB (Schlumberger), wo er über 60 % verkaufte, aber auch bei deren Wettbewerber Haliburton stieß er 55 % ab und bei Hess, die nun von Chevron übernommen werden sollen, waren es 35 %. Bei Energiemultis stockte er hingegen seine Position deutlich auf; Fisher deutet die sich abschwächende Wirtschaftsentwicklung wohl als negativ für die Erschließung neuer Ölquellen, während er an eine anhaltende Nachfrage nach Öl glaubt.

Fishers fünf Top-Positionen sind nach wie vor die gleichen wie vor drei Monaten, allerdings konnte sich Amazon um zwei Plätze auf den dritten Rang hinter Apple und Microsoft verbessern, während Alphabet um einen und der Vanguard Bond-ETF sogar um zwei Plätze abrutschte. In Summe machen diese fünf Top-Positionen rund 18 % von Fishers Portfolio aus und dass er sie kaum angerührt hat, zeigt seine grundsätzlich weiterhin positive Einstellung zur Entwicklung des Börsenmarkts und vor allem der großen dominierenden Technologiewerte mit ihren gewaltigen Cashflows und Gewinnen. Beim schon länger strauchelnden Problemkind 3M zog Fisher hingegen 60 % seines Kapitals ab. Hier stehen einschneidende Veränderungen ins Haus und es droht sogar der Verlust des Status als Dividenden König...


Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft, PayPal auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 14. August 2020

Kissigs Portfoliocheck: 3M hat viel mehr zu bieten als Post-Its findet auch Ken Fisher und geht in die Vollen

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 101. Portfoliocheck blicke ich wieder in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl wir im 1. Quartal den schnellsten und stärksten Wirtschaftseinbruch der Geschichte zu verzeichnen hatten mit entsprechend dramatisch eingebrochenen Aktienkursen, erfolgte bis heute eine ebenso schnelle und rapide Aufholjagd – der Börsen. Fisher witzelte daher jüngst, der Crash, obwohl es wirklich ein Crash war und die längste Hausse aller Zeiten beendete, sähe nun aus wie eine zu starke Korrektur, die den alten Bullenmarkt nur kurz mal durchgeschüttelt hätte.

Dem werden viele beipflichten, die die richtigen Aktien im Depot haben: Qualitätswerte, Cloud- und Softwareaktien, Medizintechniker, Biotech, Pharmawerte. Die hat auch Ken Fisher hoch gewichtet; im 2. Quartal 2020 warf er europäische Bankaktien aus dem Depot, während er bei PayPal, Walt Disney und United Health aufstockte. Und bei 3M, dem arg gebeutelten Mischkonzern, bei dem sich die Anzeichen auf Besserung mehren...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
PayPal befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.