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Donnerstag, 20. Juni 2024

Kissigs Aktien Report: NVIDIA, Broadcom, Berkshire - Was bringen Aktiensplits wirklich?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 169 vom 14.06.2024

Sonntag, 12. Juni 2022

An der Börse kriegt man nichts geschenkt. Auch Gratisaktien nicht!

Aktiensplits sind bei Anlegern beliebt: Apple hat es getan, Amazon ebenso und es folgen nun Alphabet, Shopify und Tesla. Wenn Unternehmen ihre Aktien splitten, hat dies real allerdings keine Auswirkungen auf den Wert des Unternehmens; dieser verteilt sich nur auf mehr Anteile und dem entsprechend ist jeder dieser Anteile weniger wert. Dennoch kommt die Ausgabe von Berichtigungsaktien (auch Gratisaktien genannt) bei Unternehmen als auch bei Anlegern meistens gut an. Vor allem in den USA. Aber auch zunehmend in Deutschland, wo sich manche Kritiker (ungern) an den Hype am Neuen Markt erinnern, als den damals rasanten Kursanstiegen sehr schnell Aktiensplits folgten, um die Aktien optisch wieder "billiger" zu machen. Und viele Anleger dachten, dass eine Aktie, die zuvor von 20 auf 100 DM gestiegen und nach dem Split wieder für 20 DM zu bekommen war, erneut auf 100 DM steigen würde. Oder gar müsste. Eine geradezu wundersame Geldvermehrung also, wie bei einem Schneeballsystem. Dabei sind Aktiensplits weder Zaubermittel noch Teufelszeug...

Dienstag, 5. April 2022

Kissigs Aktien Report: Alphabet - Die Alphawette unter den Tech-Durchstartern?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 10. März 2022

Good News bei... Amazon: 20:1-Aktiensplit, Dow-Aufnahme und Aktienrückkäufe

Amazon erfreut seine Aktionäre. Das Unternehmen, das seit 9 Monaten vom vormaligen Leiter der Cloudsparte AWS Andy Jassy geführt wird, hat umfangreiche Kapitalmaßnahmen angekündet.

Amazon plant einen Aktiensplit im Verhältnis 20:1. Dies ist erst der vierte Aktiensplit in der Unternehmensgeschichte. Der letzte, im Verhältnis 3:1, fand 1999 statt und damit kurz vor dem Platzen der Internetblase.

Dem erneuten Aktiensplit müssen noch die Aktionäre auf der für den 25. Mai geplante Hauptversammlung zustimmen, aber das dürfte nur eine Formalität sein. Danach bekäme jeder Amazon-Aktionär für eine Aktie, die er am 27. Mai nach Geschäftsschluss im Depot hat, um den 3. Juni herum 19 zusätzliche Papiere in sein Depot gebucht. Der Handel mit splitbereinigten Kursen soll drei Tage später starten.

Am Unternehmenswert ändert sich hierdurch nichts, so dass der Kurs je Aktie entsprechend stark verringern dürfte. Statt einer Aktie zu $2.800 werden Aktionäre dann 20 Aktien zu $140 im Depot haben.

Mit diesem Kurs stünde dann auch einer Aufnahme in den Dow Jones Index nichts mehr im Wege. Apple notiert bei rund $160 je Aktie, so dass Amazon beinahe auf Augenhöhe mit dem Iphone-Konzern wäre. Auch da würden also die realen Verhältnisse passen.

Gleichzeitig verkündete Amazon, man werde ein neues Aktienrückkaufprogramm aufsetzen und bis zu $10 Mrd. dafür aufwenden. Das bisherige Programm startete 2016 mit einem Volumen von $5 Mrd., doch es wurde nur zur Hälfte ausgereizt. Nachdem Amazon zuletzt wieder die Aktienrückkäufe aufgenommen hatte, wird das Ankaufvolumen künftig tendenziell eher zulegen.

Meine Einschätzung

Die jüngst angekündigten Kapitalmaßnahmen dürften dem Kurs kräftig Auftrieb geben und machen aus Aktionärssicht einige Nachteile Amazons gegenüber den anderen großen Technologieriesen wie Apple, Microsoft und Alphabet wett.

Aktiensplit, Dow-Aufnahme und Aktienrückkäufe sind mehr als Kurspflege. Sie zeigen die Handschrift des neuen CEO Andy Jassy, der mehr Wert auf Shareholder Value legt als sein Mentor, Vorgänger und Firmengründer Jeff Bezos. Für die Aktionäre brechen nun (noch) bessere Zeiten an.

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 2. August 2021

General Electric 'erfreut' mit Reverse-Stock-Split 1:8

Meine Turnaround-Spekulation General Electric schoss heute um 666% nach oben auf den zweiten Platz in meinem Depot. Allerdings gab's dort am Freitag nach Börsenschluss einen Reverse-Split 1:8, wie GE im März bereits angekündigt hatte. Es wurden also acht Aktien zu einer zusammengelegt (neue WKN: A3CSML) und mein 'Broker' Commerzbank hat die Aktienzahl bisher nicht korrigiert. Der Aktienkurs hat dies natürlich sofort geschnallt.

Irgendwie auch schade, denn 666% Kursgewinn an einem Tag hat man ja sonst eher selten. Die Zahl selbst macht dann aber doch stutzig und spätestens hier dämmert es einem, dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein dürfte, Teufel nochmal...

Meine Einschätzung

Nachdem Corona für erhebliche Erschütterungen gesorgt hatte, machen die wieder erstarkende Konjunktur und die sich deutlich verbessernden Aussichten in der Flugzeugsparte GE zu einer aussichtsreichen Re-Opening-Wette. Die nun angekündigten Entwicklungen machen deutlich, dass sich der unter ex-Danaher-CEO Larry Culp eingeschlagene Turnaroundpfad bei GE Fahrt aufnimmt - mit Aussicht auf Besserung.

Disclaimer: Habe Danaher, General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 10. März 2021

General Electric mit 30-Milliarden-Deal, Prognoseanpassung und 1:8 Reverse-Stock-Split

Meine Turnaround-Spekulation General Electric kommt mit interessanten News um die Ecke: zum einen wird man die eigene Jet-Leasingsparte GE Capital Aviation Services (GECAS) in einem 30-Milliarden-Dollar-Deal an AerCap verkaufen. Dabei erhält GE $24 Mrd. in Cash, wird mit 115,5 Mio. Aktien 46% an der fusionierten Gesellschaft halten und bekommt nach Abschluss der Transaktion noch weitere $1 Mrd. Der fusionierte weltgrößte Anbieter am Markt wird mehr als 2.000 Flugzeuge und 300 Helikopter unter Vertrag haben. 

Durch den Deal reduziert GE seinen Verschuldungsgrad signifikant und vereinfacht seine Strukturen: auf Energie, erneuerbare Energien, Luftfahrt und Gesundheitswesen. Die ehemals hochgewichtige Finanzsparte GE Capital ist damit endgültig aufgelöst. Ergänzend veröffentlichte GE gleich auch angepasste Finanzkennzahlen für 2021. So soll der Gewinn je Aktie in 2021 nun $0,15 bis $0,20 betragen (bisher $0,15 bis $0,25). Der Ausblick spiegelt eine Verringerung der liquiden Mittel und des Gewinns aus Unternehmen wider, die im Jahr 2020 veräußert wurden, sowie die weitere Reduzierung der Dividenden der Baker Hughes-Aktionäre - hier ist GE noch mit der weiteren Reduzierung ihres Anteils befasst.

Und zu guter Letzt kündgigte GE einen Reverse-Aktiensplit im Verhältnis 1:8 an; acht Aktien sollen also zu einer zusammengelegt werden.

Meine Einschätzung

Nachdem Corona für erhebliche Erschütterungen gesorgt hatte machen die wieder erstarkende Konjunktur und die sich deutlich verbessernden Aussichten in der Flugzeugsparte GE zu einer aussichtsreichen Re-Opening-Wette. Die nun angekündigten Entwicklungen machen deutlich, dass sich der unter ex-Danaher-CEO Larry Culp eingeschlagene Turnaroundpfad bei GE Fahrt aufnimmt - mit Aussicht auf Besserung.

Disclaimer: Habe Danaher, General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 18. Februar 2021

Good News bei... Lang & Schwarz: Rekordgewinn, Rekorddividende, Aktiensplit

Lang & Schwarz glänzt erneut mit tollen Nachrichten. Nachdem zuletzt das beste Quartal der Unternehmensgeschichte vermeldet wurde mit einer Versiebenfachung des Gewinns ggü. dem Vorjahreswert, folgte nun das Unausweichliche: Lang & Schwarz gab nun Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 bekannt und brach damit alle Rekorde. Doch neben den hervorragenden Zahlen gab es noch weitere frohe Botschaften zu verkünden, die dem Aktienkurs weiter Auftrieb verleihen sollten...

Dienstag, 31. März 2020

Good News bei... Eckert & Ziegler: Rekordgewinn, Dividendenerhöhung und ein Aktiensplit

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 800 Mitarbeitern zu den weltweit größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Als einer der Highflyer der letzten Jahre, der Anleger mit großen unternehmerischen Erfolgen und rasanten Kurssteigerungen verwöhnte, konnte sich auch das im deutschen Nebenwertesegment SDAX beheimatete Unternehmen dem durch die Corona-Panik ausgelösten Kursmassaker an den Börsen nicht entziehen. Was aber nicht bedeutet, dass es bei der EZAG nicht rund laufen würde. Ganz im Gegenteil, es gibt viel Gutes zu berichten...

Donnerstag, 9. Mai 2019

Softbank im (News-) Rausch: Starke Zahlen, IPO-Pläne, neuer Fonds, Dividendenverdopplung...

Der japanische Beteiligungs- und Venture Capital-Konzern Softbank Group hat hervorragende Zahlen für das am 31.3.2019 abgelaufene Geschäftsjahr 2018 vorgelegt.

Noch interessanter dürften allerdings einige im Umfeld der Zahlenvorlage lancierte weiterer Nachrichten und Entwicklungen sein, die sich um ein IPO drehen, einen Aktiensplit, einen Dividendenverdopplung, einen neuen 100-Milliarden Venture Capital Fonds und ein Aktientauschgeschäft bei Yahoo! Japan. Und jede einzelne dieser Meldungen könnte sich merklich auf das Business von Softbank auswirken und dürfte dem entsprechend auch für die Kursentwicklung nicht unerheblich sein. Schon gar nicht in Summe...

Donnerstag, 27. September 2018

[Kissigs Börsenlexikon] Berichtigungsaktie

Berichtigungsaktien gibt ein Unternehmen an seine Aktionäre aus, wenn es eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vornimmt. Bei diesem "Aktiensplit" werden Rücklagen in Grundkapital umgewandelt und an die bisherigen Aktionäre im Verhältnis ihres Anteils am Grundkapital ausgegeben.

Bei diesem Vorgang ändern sich weder das Vermögen noch die Kapitalausstattung der Gesellschaft. Bilanzrechtlich handelt es sich um einen Passivtausch innerhalb des Eigenkapitals.

Für den Aktionär ändert sich an seiner Vermögensposition nichts: nach Ausgabe der Berichtigungsaktien hat er zwar mehr Aktien als zuvor, diese notieren aber niedriger, denn der Wert des Unternehmens hat sich ja nicht verändert, da - anders als bei einer "normalen" Kapitalerhöhung - ja kein frisches (zusätzliches) Geld in das Unternehmen geflossen ist. Der Aktienkurs passt sich also der neuen Aktienanzahl durch ein verringertes Kursniveau an.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Vectron punktet mit guten Nachrichten im Doppelpack

Bei Vectron Systems läuft es richtig gut und heute haben Anleger gleich doppelt Grund zur Freude, denn die beiden Corporate News des Kassensystemherstellers haben es in sich.

Zunächst präsentierte Vectron seine Halbjahreszahlen, wenn auch noch vorläufig und ungeprüft. So konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreswert um rund 26% auf 19,311 Mio. Euro gesteigert werden. Das EBITDA legte sogar um 104% auf 3,129 Mio. Euro zu und das EBIT um 129% auf 2,879 Mio. Euro. Noch stärker legte das Ergebnis zu und konnte sogar um 225% auf 1,899 Mio. Euro ausgebaut werden. Der Cash-Bestand beläuft sich per 30. Juni 2017 auf 8,998 Mio. Euro.

Diese Zahlen belegen das starke Wachstum; allerdings schwächte sich dieses ggü. dem 1. Quartal ab, wo man noch rund 40% ggü. dem Vorjahreswert zulegen konnte. Die Wachstumsrate von knapp 14% im zweiten Quartal ist dabei zwei Faktoren geschuldet: zum Einen zogen in 2016 die Umsätze über den Jahresverlauf zunehmend an, so dass die Basiswerte von Quartal zu Quartal höher liegen. Und zum Anderen war der Umsatz des 1. Quartals 2017 besonders stark, da viele Kunden ihre Kassensysteme bzw. Upgrades erst zum Ende 2016 orderten in der Hoffnung, die gesetzliche Frist noch einhalten zu können. Vectron war aber gar nicht in der Lage, ad hoc die große Menge abarbeiten zu können, so dass nicht weniger der Bestellungen erst im 1. Quartal 2017 abgearbeitet und verbucht wurden. Vectron selbst hatte bereits frühzeitig auf diese Sondereffekte hingewiesen. Für das zweite Halbjahr bedeutet dies, dass man die Zuwachsraten des ersten Halbjahrs nicht einfach linear in das zweite fortschreiben kann. Dennoch profitiert Vectron weiter von einer Sonderkonjunktur bzgl. der gesetzlich vorgeschrieben Um- bzw. Nachrüstung der Kassensysteme (Stichwort "Fiskalspeicher"). Und im November soll die GetHappy-App an den Start gehen, also die bonVito-Lösung, die man mit Coca Cola betreiben wird. Ab dem vierten Quartal wird es also verstärkt darauf ankommen, wie sich die Nutzerzahlen und das Buchungsvolumen dieser App entwickeln.

Montag, 22. Mai 2017

Aktiensplit und Dividendenverdopplung: Vectron macht seine Aktionäre noch glücklicher

Der Kassensystemhersteller Vectron Systems macht momentan alles richtig. Nachdem man sehr erfolgreiche Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 präsentieren und auch das erste Quartal hieran nahtlos anknüpfen konnte, lädt Vectron nun zum 23. Juni zu seiner diesjährigen Hauptversammlung ein. Und die Einladung lässt Aktionärsherzen höher schlagen.

Denn unter TOP 2 schlägt Vectron vor, rund 55% des 2016er Jahresüberschusses als Dividende auszukehren, was umgerechnet 1 Euro je Aktie entspricht und gegenüber dem Vorjahreswert von 0,45 Euro mehr als eine Verdopplung darstellt.

Und noch besser wird es, wenn man sich bis zu TOP 9 vorarbeitet, denn dort kündigt Vectron einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 an. Anstelle einer bisherigen Aktie wird der Aktionär nach der Kapitalmaßnahme dann vier Aktien im Depot haben. Das wird die Aktie, die in den vergangenen Monaten pfeilartig nach oben geschossen ist, wieder auf ein Kursniveau von unter 30 Euro bringen und so optisch verbilligen und wieder für mehr Anleger interessant machen.

 Vectron Systems (Quelle: finanzen.net) 
Meine Einschätzung
Mit bonVito und der Coca-Cola-Kooperation GetHappy hat Vectron einen weiteren potenziellen Wachstumstreiber im Sortiment, der über alle drei Vectron-Marken und -Systeme bespielt werden kann. Der Vectron-Kundenstamm ist ein vorhandener Markt und darüber hinaus bieten bonVito die Chance auf neue Kunden, die dann auch auf das Vectron-Angebot aufmerksam gemacht werden können. Cross-Selling at it's best!

Gut ein Jahr nach meiner Erstempfehlung steht hier inkl. der Dividendenzahlung annähernd eine Verdreifachung zu Buche. Trotz des starken Kursanstiegs bietet Vectron weiteres Potenzial, wenn denn die Pläne des Unternehmens mit der GetHappy-App auch nur ansatzweise aufgehen. Ob man dann an den Kurs "noch eine Null dranhängen" muss, wie Vectron-CEO Stümmler meinte, bleibt abzuwarten. Der Aktiensplit dürfte die Nachfrage nach Vectron-Aktien zusätzlich beflügeln und die Aktie ihren Aufwärtstrend weiter fortsetzen - auch wenn Anleger mit der erhöhten Volatilität zurecht kommen müssen und es auch immer wieder zu Zwischenkorrekturen und sicherlich auch einmal zu einer längeren Konsolidierung kommen wird.

Vectron befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und als einer meiner Jahresfavoriten 2017 in meinem Depot.

Donnerstag, 9. April 2015

Starbucks mit Verdoppler

Heute bekommen Anleger für jede Starbucks-Aktie in ihrem Depot gratis eine weitere hinzu, denn das Unternehmen führt seinen kürzlich angekündigten Aktiensplit im Verhältnis 2:1 durch. Mit der Verdopplung der Aktienanzahl geht einher, dass sich der Aktienkurs in etwa halbieren wird, denn durch diese Kapitalmaßnahme wird das Unternehmen ja schlagartig mehr wert - der Wert verteilt sich nun jedoch auf die doppelte Zahl an Aktien.

Aktiensplits sind kein Geschenk an die Aktionäre, aber unter dem Strich beflügeln Aktiensplits den Börsenkurs aber auf mittlere und lange Sicht, weil die Aktien optisch günstiger sind und für Kleinanleger wieder handelbarer werden. Aktiensplits stellen daher eine beliebte Maßnahme zur Kurspflege dar.

Starbucks befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Donnerstag, 19. März 2015

Starbucks halbiert die Preise - seiner Aktien

Die Kaffeehauskette Starbucks Corp. hat einen Aktiensplit im Verhältnis 2:1 angekündigt. Es ist der erste Split seit Oktober 2005 und der sechste seit dem Börsengang im Jahr 1992. Wer am 30 März Starbucks-Aktien im Depot hat, erhält am 9. April für jede eine zusätzliche "Gratisaktie" ins Depot eingebucht, so dass sich die Anzahl verdoppeln wird. An diesem Tag wird dann auch der Börsenkurs adjustiert und auch alle Kennzahlen und Schätzungen werden an die neue Aktienzahl angepasst werden. So erwartet Starbucks nun splitbereinigt 32 bis 33 Cents EPS im ersten Quartal und für das Gesamtjahr zwischen 1,55 und 1,57 USD je Aktie.

Aktiensplits sind kein Geschenk an die Aktionäre, aber unter dem Strich beflügeln Aktiensplits den Börsenkurs aber auf mittlere und lange Sicht, weil die Aktien optisch günstiger sind und für Kleinanleger wieder handelbarer werden. Aktiensplits stellen daher eine beliebte Maßnahme zur Kurspflege dar.

Starbucks befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Freitag, 6. Juni 2014

Ist Apple noch ein Investment wert?

Apple dürfte inzwischen jedem bekannt sein, bis vor kurzem war es die wertvollste Marke der Welt (das ist nun Google) und das nach Marktkapitalisierung teuerste Unternehmen. Nach dem Tod seines Gründers Steve Jobs hat Apple deutlich an Innovationskraft eingebüßt, es gab keine bahnbrechenden Neuerungen mehr, die auf iPod, iPhone oder iPad folgten, nur Gerüchte um anstehende Neuerungen. Doch Apple lebt nicht nur von seinem Kultstatus, der noch immer exorbitante Margen erlaubt, nach denen sich andere Hersteller sehnen, sondern auch von seinem eigenen abgeschotteten Kosmos - wer sich einmal auf Apple-Produkte einlässt, deren vernetzte Vorteile genießt und via iTunes in die Apple-Medienwelt eintaucht, der kann sich nur schwer wieder davon trennen. Emotional wie auf finanziell, denn es ist deutlich einfacher, ein neues Apple-Gerät zu integrieren als komplett auf andere Technik umzusteigen. Und bisher, Apples größter Vorteil, bleiben die Kunden dem Unternehmen treu, auch wenn es nicht mehr der Trendsetter und nicht mehr der Innovationsführer vergangener Tage ist. Für den Herbst ist jedenfalls mit neuer Hardware aus Cuppertino zu rechnen, und doch auch dann wird es Apple schwer haben, die Erwartungen zu erfüllen. Denn diese sind inzwischen dermaßen hoch angesiedelt, dass sie kaum zu toppen sind.

Apropos toppen: Apples letzte Quartalszahlen haben die Erwartungen getoppt und zwar deutlich. Und hier kommen wir zu dem Punkt, wo es für Investoren interessant wird. Apple verdient richtig viel Geld und der Geldberg, auf dem das Unternehmen sitzt, wächst weiter rasant an. Dies ist der ungebrochenen Nachfrage nach iPhones zuzurechnen, denn obwohl Apple Marktanteile im Smartphone-Markt verliert, verkauft es doch immer mehr Geräte, da der Mart an sich stark wächst. Und Apple ist eben kein Massenprodukt, sondern ein Premiumhersteller mit entsprechend hohen Margen. Hohe Stückzahlen sind nicht das Hauptziel, auch wenn Apple hier natürlich über die nachgelagerten Services, wie iTunes, auch bei iPad Minis oder den gerade in Asien erkauften älteren iPhone-Modellen dann weiteres Geld verdient. Fast 44 Mio. Smartphones hat Apple zwischen Januar und März verkauft und stolze 57 Prozent der Erlöse stammen inzwischen aus diesem Bereich.

Und hier kommen wir zu den nackten Zahlen: der iPhone-Hersteller konnte im traditionell eigentlich ruhigen zweiten Finanzquartal beachtliche 45,6 Mrd USD einnehmen bei einem Gewinn von 10,2 Mrd USD. Die Cash-Maschine läuft also ungebrochen und Apple-Chef Tim Cook hatte einige Goodies für die Aktionäre im Köcher, wie er Apples Cashreserven von 145 Mrd. USD an den Mann bringen möchte: zunächst wird das Aktienrückkaufprogramm von 60 auf 90 Mrd. USD ausgeweitet, dann wurde die Quartalsdividende angehoben und es erfolgt ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 7. Wer heute 100 Aktien im Depot hat, wird am Montag 700 haben. Der Kurs wird sich natürlich entsprechend anpassen, so dass unter dem Strich der eigentliche Wert sich nicht verändert haben wird. Allerdings wird die Apple-Aktie dann wieder unter 100 USD notieren und optisch so günstig sein, dass sie mehr Anleger anlocken dürfte. Und es besteht die Aussicht, dass Apple sogar in den Dow Jones Index einziehen wird, was für eine erhöhte Aufmerksamkeit und einen zusätzliche Nachfrage der Indexfonds sorgen würde.

Dem Kurs haben die vielen positiven Nachrichten jedenfalls schon sehr gut getan, er ist deutlich angezogen. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 2 Prozent und das KGV für 2015 bei etwa 14, das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis bei mehr als 10. Das sind keine überragenden Werte, aber teuer ist das Unternehmen auch nicht. Für einen Wachstumswert sind derartige Bewertungen auf jeden Fall moderat. Nur ist Apple noch ein Wachstumswert oder eher einer dieser großen Tech-Dinos, wie IBM oder Microsoft?

Die Frage ist, ob Apple es schafft, mit seinen bisherigen Produkten seine Kunden weiterhin an sich zu binden und zusätzlich weitere Kundengruppen zu erschließen. Die Nachfrage ist ungebrochen hoch, gerade nach iPhones, und die Zufriedenheit der Kunden mit ihren Apple-Produkten ebenso. Die neuen Produkte dürften auch neue Kundengruppen erschließen und die jüngst erfolgte Beats-Übernahme zeigt, dass sich Apple die Erhaltung seines Mikrokosmos einiges kosten lassen wird, denn man hat hier wohl überwiegend auf den Streaming-Dienst gezielt und weniger auf die Bass-Kopfhörer, für die Beats bekannt ist. Dass Apple nun bei jungen Leuten dank dieser Übernahme "hipper" ist, ist nur ein netter Nebeneffekt. Viel wichtiger ist, dass es Apple kürzlich gelungen ist, endlich auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Denn seit Januar bietet China Mobile Apples Geräte an und obwohl Apple hier wohl deutliche Zugeständnisse machen musste, wächst der Absatz gerade in China rasant. Ein riesiger Markt, der nun auch für die Geräte und die Apple-Welt geöffnet wurde, so dass sich der Cash-Strom Richtung Apple noch vergrößern wird. Auch wenn die Margen hier niedriger sein dürften als bisher.

Fazit: Apple ist mehr als ein reiner Smartphone-Hersteller, Apple dringt zunehmend in die Vernetzung aller Medien ein und wer sich einmal in diesem Apple-Universum eingefunden hat, der bleibt. Gleichzeitig erschließt sich Apple neue Käuferschichten, insbesondere in dem Riesenmarkt China, und genießt weiterhin Kultstatus. Es kommen große Mengen frischen Geldes herein und die Margen sind weiterhin rekordverdächtig hoch, auch wenn sie nicht mehr die absoluten Höchstwerte vergangener Jahre erreichen, als Apple quasi keine Gegenspieler im Smartphone-Markt hatte. Darüber dürfte das ausgeweitete Aktienrückkaufprogramm kursfördernd sein und der am Montag erfolgende Aktiensplit die Aktie für viele noch attraktiver machen. Über den Sommer werden die Spekulationen um die neuen Apple-Produkte, insbesondere das neue iPhone, das Interesse am Köcheln halten und zusammen mit der enormen Ertragskraft und der attraktiven Bewertung des Unternehmens sollte sich ein Investment in den Tech-Giganten rentieren. Auch wenn keine Durchschnittsrenditen von 37 Prozent pro Jahr mehr zu erwarten sind.

Ich nehme Apple auf meine Empfehlungsliste.