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Dienstag, 15. September 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 15.09.2008 meldete Lehman Brothers Insolvenz an, nachdem die US-Regierung dieser Investmentbank die Rettung verweigerte - und aus der US-Bankenkrise wurde so eine globale Finanzkrise

Am 15.09.2008 endete eine mehr als 150 Jahre währende Unternehmensgeschichte auf dramatische Weise. Lehman Brothers Holdings Inc. beantragte beim Insolvenzgericht in New York Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts. Mit bilanzierten Vermögenswerten von rund 639 Milliarden Dollar und Schulden von etwa 613 Milliarden Dollar war es damals die größte Unternehmensinsolvenz der US-Geschichte.

Doch Lehman Brothers war weit mehr als nur eine weitere Investmentbank, die an der Immobilienkrise gescheitert war. Das Unternehmen war ein Symbol für den Aufstieg der modernen Wall Street, für die zunehmende Bedeutung von Verbriefungen und Fremdfinanzierung – und schließlich für die Risiken eines Finanzsystems, in dem Banken mit immer komplexeren Produkten immer größere Risiken eingingen.

Der Zusammenbruch von Lehman war deshalb ein Wendepunkt. Bereits zuvor hatten die US-Behörden Bear Stearns, Fannie Mae und Freddie Mac stützen müssen. Kurz nach Lehman musste der Versicherungsriese AIG gerettet werden. Merrill Lynch verschwand durch die Übernahme durch Bank of America, während Morgan Stanley und Goldman Sachs ihre Geschäftsmodelle änderten und zu Bankholdinggesellschaften wurden. Innerhalb weniger Wochen verwandelte sich eine Immobilien- und Kreditkrise in eine globale Finanzkrise...

Samstag, 12. September 2026

Börsenweisheit des Tages | 12.09.2026

"Große Summen werden nicht dadurch verdient, dass man das kauft, was allen gefällt, sondern dadurch, dass man das kauft, was von allen unterschätzt wird."
(Howard Stanley Marks)

Freitag, 4. September 2026

Börsenweisheit des Tages | 04.09.2026

"Das größte Risiko von allen ist das Risiko, nicht in der Lage zu sein, dem Risiko auszuweichen."
(Howard Stanley Marks)

Mittwoch, 2. September 2026

Börsenweisheit des Tages | 02.09.2026

"Der Weg zum langfristigen Anlageerfolg führt eher über Risikokontrolle als über Risikofreude."
(Howard Stanley Marks)

Montag, 31. August 2026

Börsenweisheit des Tages | 31.08.2026

"Es ist nicht einfach, zu widerstehen - und damit als Contrarian Erfolg zu haben. Es gibt viele Faktoren, die dies erschweren. Dazu gehören natürliche Herdentendenzen und der Schmerz, der entsteht, wenn man aus dem Takt gerät, insbesondere dann, wenn die Dynamik prozyklisches Handeln eine Zeit lang richtig erscheinen lässt."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 29. August 2026

Börsenweisheit des Tages | 29.08.2026

"Das Wichtigste ist, skeptisch zu sein und die Konsensmeinung in Frage zu stellen."
(Howard Stanley Marks)

Donnerstag, 27. August 2026

Börsenweisheit des Tages | 27.08.2026

"Maximale Panik fällt in der Regel mit minimalen Preisen zusammen."
(Howard Stanley Marks)

Montag, 24. August 2026

Börsenweisheit des Tages | 24.08.2026

"Charlie Munger hatte Recht damit, dass es nicht einfach ist. Ich bin davon überzeugt, dass alles, was beim Investieren wichtig ist, kontraintuitiv ist, und alles, was offensichtlich ist, falsch."
(Howard Stanley Marks)

Mittwoch, 24. Juni 2026

Börsenweisheit des Tages | 24.06.2026

"Es gibt nichts Besseres als von jemandem zu kaufen, der während eines Crashs zu jedem Preis verkaufen muss. Viele unserer besten Käufe gelangen uns aus diesem Grund."
(Howard Stanley Marks)

Montag, 22. Juni 2026

Börsenweisheit des Tages | 22.06.2026

"Geduldiger Opportunismus – auf Schnäppchen warten – ist oftmals deine beste Strategie."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 20. Juni 2026

Börsenweisheit des Tages | 20.06.2026

"Das sind die sieben furchteinflößendsten Wörter für den cleveren Investor: zu viel Geld jagt zu wenige Deals."
(Howard Stanley Marks)

Montag, 25. Mai 2026

Börsenweisheit des Tages | 25.05.2026

"Wenn Kapital im Überfluss vorhanden ist, konkurrieren Investoren um Geschäfte, indem sie niedrige Renditen und niedrigere Fehlermargen akzeptieren."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 23. Mai 2026

Börsenweisheit des Tages | 23.05.2026

"Würden riskantere Investments zuverlässig höhere Renditen bringen, dann wären Sie nicht riskanter."
(Howard Stanley Marks)

Sonntag, 26. April 2026

Howard Marks erklärt, weshalb Buy & Hold der einfachste Weg zum Börsenerfolg ist - und warum fast jeder daran scheitert. Und was Buffett und Amazon damit zu tun haben...

Starinvestor Howard Stanley Marks erklärte kürzlich in einer Diskussionsrunde in Wharton, weshalb Buy & Hold so ein unschlagbares Anlagekonzept ist. Und weshalb fast jeder bei der Anwendung scheitert und deshalb die großen Gewinne verliert verpasst. Dabei bringt Marks mit Amazon ein Beispiel, das wohl jeder Anleger nachvollziehen kann - und die älteren unter uns haben die "Geschichte" sogar miterlebt oder waren aktiv daran beteiligt. Leider wohl nur ganz wenige vom Anfang bis zum (bisherigen) Ende. Zu schade...

Samstag, 11. April 2026

[Marks Memos] Starinvestor Howard Marks beruhigt: Private Credit steuert nicht auf eine bedrohliche Schieflage zu. Und doch müssen einige Investoren eine alte Lektion neu lernen

Howard Stanley Marks ist einer der besten Investoren der Welt. Regelmäßig veröffentlicht er seine "Marks Memos", über die Warren Buffett sagt, er würde sofort alles stehen und liegen lassen, sobald sich eine neue Ausgabe in seinem Posteingang fände. Zu Recht!

In seinem Memo "What’s Going on in Private Credit?" widmete sich Marks jüngst der Frage, ob die seit Wochen durch die Schlagzeilen geprügelten Befürchtungen über drohende Kreditausfälle und darauf folgende systemische Risiken im Bereich Private Credit Substanz haben, oder ob es sich um ein normales Boom & Bust-Szenario in einer zyklischen Branche handelt. Einfach lesenswert...

Montag, 16. März 2026

[Kissigs Börsentheater] Howard Marks meint, dass ein sehr niedriger Preis das Risiko von kriselnden Wertpapieren unter das von fair bewerteten Qualitätswerten drücken kann

Starinvestor Howard Stanley Marks erläutert: "Ein niedriger Kaufpreis erzeugt nicht nur das Potenzial für künftige Gewinne; er reduziert auch das Abwärtsrisiko. Je größer der Abschlag zum fairen Wert, desto größer ist die Sicherheitsmarge des Investments". Je billiger man Wertpapiere kauft, desto geringer des verbliebene Abwärtsrisiko und umso höher die Chance auf Kursgewinne.

Eigentlich ist das eine Binsenweisheit, aber in der Praxis scheitern die meisten Anleger bei der Umsetzung. Denn billig sind Wertpapiere eigentlich immer dann, wenn an den Märkten die Gier in Angst oder gar Panik umgeschlagen ist und alle Anleger gleichzeitig aussteigen wollen. Wer in solchen Phasen kühlen Kopf bewahrt und gezielt die wahren Schnäppchen einsammelt, sichert sich auf lange Sicht die großen Überrenditen. Und Schnäppchen bietet der Markt doch gerade so einige...

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Börsenweisheit des Tages | 24.12.2025

"Nicht alle Investoren können den Markt schlagen, da sie alle zusammen der Markt sind."
(Howard Stanley Marks)

Dienstag, 9. Dezember 2025

Börsenweisheit des Tages | 09.12.2025

"Erfahrung ist, was man bekommt, wenn man nicht bekommen hat, was man wollte."
(Howard Marks)

Freitag, 5. Dezember 2025

Börsenweisheit des Tages | 05.12.2025

"Ein disziplinierter Investor muss fähig sein, abseits zu stehen und zu beobachten, wie andere Leute Geld mit Dingen verdienen, die er selbst verpasst hat."
(Howard Stanley Marks)

Sonntag, 2. November 2025

[Kissigs Börsentheater] Howard Marks erinnert uns daran, dass hohe Bewertungen nicht zwangsläufig zu fallenden Kursen führen. Also verliere kein Geld!

Wir erleben eine Blasenbildung und beinahe täglich erreichen uns Meldungen, mit denen die KI-Blase weiter aufgepumpt wird. Selbst die davon profitierenden Branchenvertreter nennen das Kind beim Namen und OpenAI-Chef Sam Altman warnt offen davor, dass viele Anleger sehr viel Geld verlieren werden. So war es immer und so wird es immer bleiben.

Jede neue bahnbrechende Entwicklung lockt risikoaffine Investoren an und wenn die Kurse und Bewertungen ins Laufen kommen, springen immer mehr Menschen auf den fahrenden Zug auf. Doch am Ende scheitern viele der neuen Ideen und viele der Unternehmen und Anleger verlieren damit viel Geld. Doch nicht alle und wer auf die richtigen Pferde gesetzt hat, profitiert.
"'Die Kurse sind zu hoch' ist bei weitem nicht gleichbedeutend mit 'die nächste Bewegung wird nach unten gehen'. Dinge können überteuert sein und das für eine lange Zeit bleiben... oder noch viel teurer werden."
(Howard Stanley Marks)
(Zu) gerne werden Parallelen zur Internetblase gezogen, die im Frühjahr 2000 platzte und die Börsen in die Tiefe riss. Es waren unzählige Startups an die Börse gekommen, die weder ein funktionierendes Geschäftsmodell hatten, noch keine Kunden und schon gar keine Gewinne. Manchmal machten sie noch nicht einmal Umsatz. Sie lebten ausschließlich davon, immer wieder frisches externes Geld zu bekommen durch Kredite, Venture Capital oder eben über die Börse in Form von IPOs und/oder Kapitalerhöhungen. Als dann die US-Notenbank die Zinsen kräftig anhob, killte dies die liquiditätsgetriebene Hausse.

Und heute? Ist diesmal wirklich alles anderes? Nein. Aber Entscheidendes. Der KI-Boom wird von Unternehmen angeheizt, die enorme Cashflows und Gewinne erzielen, die funktionierende Geschäftsmodelle haben sowie Kunden haben und gewinnen, die eine immer größere Nachfrage nach KI-Anwendungen und -Rechenleistung nachfragen. Immer mehr Workflow wird in die Cloud verlagert und die KI wird "einfach nur" integraler Bestandteil der Betriebssysteme, der Firmensoftware, des beruflichen Alltags. Und findet inzwischen auch Einzug in das Alltagsleben und die Gewohnheiten der normalen Menschen. Es ist eine "Revolution im Vorbeigehen" und sie befeuert sich selbst immer mehr und immer weiter. Bis sie es nicht mehr tut und die Bewegung an Kraft verliert, weil eine Sättigung erreicht wird oder zu wenige Unternehmen Geld damit verdienen oder was auch immer. Jeder Hype endet, jede Blase platzt. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Und das ist nicht vorhersagbar, auch wenn es ständig aufs Neue versucht wird. Alle liegen immer wieder falsch, bis einer dann mal richtig liegt. Aber das ist dann Zufall, auch wenn dieser Person erstmal Prophetenstatus zuerkannt wird. Doch bekanntlich zeigt auch eine kaputte Uhr zweimal am Tag die richtige Zeit an...

Bis die Blase (endlich) platzt, gibt es also noch eine Menge Geld zu verdienen und das kann sich über viele Jahre hinweg fortsetzen. Wer nicht an Bord ist, bleibt zurück. Und meistens fährt man schlechter an der Börse, wenn man gar nicht mitfährt, als wenn man erst fette Gewinne einheimst und anschließend einen erheblichen Teil davon wieder einbüßt.

Zwei Schritte vor, einer zurück. So war es schon immer an der Börse und so wird es immer bleiben…