"Die größten Verluste entstehen durch den Kauf von Titeln geringer Qualität zu einem vermeintlich günstigen Preis."
(Benjamin Graham)
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Mittwoch, 30. Juli 2025
Freitag, 22. November 2024
Kissigs Aktien Report: Bayer - Die Verzwergung eines deutschen Wirtschaftsriesen. Und Buffett mischte kräftig mit!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.
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Freitag, 27. Oktober 2023
Ken Fisher mahnt: Dividendenrenditen sind manchmal auch mit Vorsicht zu genießen
Immer mehr Anleger setzen auf passive Einkommensströme, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder ihre Rente aufzupolstern. In Zeiten niedriger Zinsen gingen Anlegern die Alternativen für rentierliche Anlagen aus, inzwischen bekommt man für Geldanlagen wieder Zinsen und auch Anleihen werfen einiges ab, wobei die Inflation die Erträge wieder wegfrisst.
Als charmante Möglichkeit bietet sich an, auf dividendenstarke Aktien zu setzen, um so eine attraktive Verzinsung zu erzielen. Doch so ganz ohne Risiko ist auch dieser Weg natürlich nicht und es gibt Einiges zu beachten...
Montag, 9. Oktober 2023
Börsenweisheit des Tages | 09.10.2023
"Es ist sehr schwer, in schrumpfenden Branchen Aktien billig genug zu kaufen, um den Niedergang kompensieren zu können."
(Warren Buffett)
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Freitag, 4. August 2023
Benjamin Graham lehrt uns: Kümmere dich zuerst um das Risiko und dann um die Rendite!
Herausragende Erfolge an der Börse feiert man, wenn es einem gelingt, Aktien zu einem Kurs deutlich unterhalb ihres wirklichen Werts zu kaufen. Und dann geduldig auf den Kursanstieg zu warten, der irgendwann fast zwangsläufig erfolgt, wenn an der Börse diese Unterbewertung registriert und folgerichtig abgebaut wird.
Nun liegt es allerdings in der menschlichen Natur, lieber mit der Herde zu ziehen, als sich gegen den Strom zu stellen. Durch die Börsenbrille betrachtet, agieren Anleger eher wie Lemminge als wie Leitwölfe. Und daher schneiden sie beim Stock-Picking zumeist noch schlechter ab als die Profis. Es ist halt einfacher, den angesagten Aktien hinterherzulaufen, als sich für die hässlichen, ungeliebten Mauerblümchen zu erwärmen.
»Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht.«
Dabei sind gerade sie es, die außergewöhnliche Renditechancen versprechen. Wenn man denn nicht voll ins Drecksloch greift, genauer gesagt, in eine Value Trap tritt. Doch was ist so eine Wertfalle und wie erkennt man den Unterschied zwischen weitgehend wertlosem Aktien-Katzengold und dem wirklichen Aktien-Goldfund?
Dienstag, 5. Januar 2021
DFV Deutsche Familienversicherung: Flop mit Ansage?
Die DFV Deutsche Familienversicherung entsetzt ihre Aktionäre zum Jahresauftakt mit einem Kurseinbruch von rund 40%. Der eigentliche Schock kam aber bereits während der börsenfreien Zeit kurz vor dem Jahreswechsel, als die DFV mit einer Ad-hoc-Meldung ihr Scheitern beim eigentlichen Hoffnungsträger Careflex eingestehen musste. Ein ziemlicher Offenbarungseid...
Freitag, 25. Dezember 2020
Kissigs Aktien Report: Warren Buffett rät, Branchen im Umbruch zu meiden. Aber…
Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.
Montag, 19. Oktober 2020
Kissigs Aktien Report: Das Ende des Öl-Zeitalters?!
Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...
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Dienstag, 21. Juli 2020
Lebensversicherungsaktien: Value-Chance oder Value-Trap?
Versicherungsaktien gehören zu den Lieblingen deutscher Anleger. Die vermeintliche sichere und oftmals üppige Dividendenrendite verlockt. Auch weisen die Versicherungen zumeist steigende Gewinne aus, was zusätzlich Sicherheit suggeriert. Überhaupt nicht ins Bild passen daher Berichte, wonach rund ein Drittel der Lebensversicherungen vor ernsthaften Problemen stehen und evtl. sogar nicht überleben können.
Dabei ist die eigentliche Frage eher, ob dieses Szenario nicht ins Bild passt, oder ob nicht vielleicht das Bild an sich falsch gezeichnet ist. Was bedeuten würde, dass die ganze Branche auf tönernen Füßen steht, während die Erschütterungen immer stärker werden...
Dabei ist die eigentliche Frage eher, ob dieses Szenario nicht ins Bild passt, oder ob nicht vielleicht das Bild an sich falsch gezeichnet ist. Was bedeuten würde, dass die ganze Branche auf tönernen Füßen steht, während die Erschütterungen immer stärker werden...
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Sonntag, 5. April 2020
Value Trap Dividendenrendite: (Ver-) führt die Dividendenstrategie in die Renditefalle?
Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Börsen vor enorme Herausforderungen und viele der bisher bekannten und als "gesetzt" angesehenen Grundsätze scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Nicht unbedingt dauerhaft, aber auf absehbare Zeit. So wurden z.B. Versammlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, und in den USA gibt es eine noch nie dagewesene Entlassungswelle - während in Deutschland die Arbeitsschutzbedingungen bisweilen zu weit gehen, zeigt sich ihr Vorteil gegenüber dem reinen "Hire and Fire" der Amerikaner momentan deutlich.
Die Dividendenstrategie ist gerade in Zeiten von Niedrigzinsen eine sehr beliebte Anlagestrategie bei Anlegern. Ihre Anhänger hatten in den letzten Jahren schon einen schweren Stand, weil seit der Finanzkrise die klassischen Value-Aktien regelmäßig deutlich schlechter abschneiden als die Growth-Aktien und klassische Wachstumsaktien traditionell wenig bis keine Dividenden ausschütten; sie stecken ihren Cashflow halt wieder ins Wachstum und nicht in Dividenden für die Aktionäre. Auch in der Corona-Krise halten sich die Technologiewerte bedeutend besser als die Industriewerte und Social Distancing und Home Office stärken sie noch, während die "Old Economy" stillsteht. Für Dividendenjäger blieben niedrigere Kursgewinne, über die sie sich mit den steigenden Dividendenerträgen hinwegtrösten konnten. Doch Corona schrottet nun auch diese Hoffnungen und damit die Dividendenstrategie als solche...
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Sonntag, 8. März 2020
Kissigs Kloogschieterei: Warum sollten sich ausgerechnet Öl-Werte wieder erholen?
Öl ist wichtig für unsere Wirtschaft, es treibt fast alle Fahrzeuge an, wird von einigen noch zum Heizen verwendet und ist in der Chemie- und Lebensmittel-Branche kaum wegzudenken. Nachdem die Kurse der Öl-Aktien kräftig gefallen sind, könnte man auf den Gedanken kommen, dass sich hier eine lohnende Gelegenheit bietet, zumal auch die Dividendenrenditen verlockend aussehen.
Doch ich fürchte, dass diese vermeintliche große Chance keine solche ist und Anleger lieber ganz genau hinschauen sollten, bevor sie in diesem Sektor investieren oder an ihren so geliebten Investments - aus den falschen Gründen - festhalten...
Doch ich fürchte, dass diese vermeintliche große Chance keine solche ist und Anleger lieber ganz genau hinschauen sollten, bevor sie in diesem Sektor investieren oder an ihren so geliebten Investments - aus den falschen Gründen - festhalten...
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Donnerstag, 16. Januar 2020
Gold: Dieser glanzlose Renditekiller ist alles andere als ein sicherer Hafen!
Gold gehört, wie auch andere Edelmetalle, zu den vermeintlich "sicheren Häfen", zu den Asset-Klassen, in die Leute investieren, wenn sie Zukunftssorgen haben oder Angst vor Geldentwertung. Dabei bringt Gold, das Warren Buffett als "unproduktive Wertanlage" bezeichnet, keinen Ertrag, keine Zinsen. Alleine Angebot und Nachfrage entscheiden darüber, ob sich der Kauf seinerzeit gelohnt hat, oder nicht. Und in den vergangenen Jahren hat er das nicht und auf lange Sicht schon gleich gar nicht!
Dabei war der Glanz des Goldes schier unbeschreiblich, selbst die BILD-Zeitung riet Mitte 2011, und damit etwa beim Höchstkurs von $1.900 je Feinunze, mit einem Großaufmacher auf ihrer Titelseite zum Einstieg und spätestens da musste jedem klar sein, dass die Party vorbei war. Denn wenn alle Profis gekauft hatten, alle institutionellen Anleger, dann folgen als Letztes die Kleinanleger. Aber um danach noch steigende Kurse zu ermöglichen, müssen ja noch mehr Käufer dazukommen - aber wer sollte das sein, wenn schon alle in Gold investiert sind? Also wurden die "Gurus" nicht müde, die goldigen Aussichten des Goldes in alle Welt hinauszuposaunen: George Soros erklärte, weshalb er eine riesige Position in Gold halte und dass es quasi nur weiter steigen könne. Und auch Hedgefonds-Manager John Paulson riet allen, einen erheblichen Anteil ihres Geldes in Gold zu investieren. Wohlgemerkt, nachdem sie selbst schon große Positionen hielten! Und der Kleinanleger zahlte wieder einmal die Zeche...
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Donnerstag, 2. August 2018
Bei KCAP Financial fällt der letzte Vorhang. Jedenfalls für mich...
Zwischen KCAP Financial (KCAP, WKN: A1J08X) und mir läuft es einfach nicht. Es war meine erster Kauf einer Business Development Company (BDC) überhaupt und nach dem ersten Misserfolg habe ich KCAP vor knapp einem Jahr erneut als spekulative Beimischung in mein Dividendendepot gekauft und setze hoffe auf den Turnaround. Aber der scheint sich nicht einstellen zu wollen. Immer noch nicht und wieder nicht.
Im Dezember hatte KCAP die Dividende gekürzt, zum wiederholten Mal und auf nur noch $0,10 je Aktie und Quartal. Es war seit Dezember 2013 die fünfte Dividendenkürzung in Folge. Und nun hat KCAP gestern Abend seine Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2018 bekannt gegeben und die geben wenig Anlass zu Hoffnung...
Im Dezember hatte KCAP die Dividende gekürzt, zum wiederholten Mal und auf nur noch $0,10 je Aktie und Quartal. Es war seit Dezember 2013 die fünfte Dividendenkürzung in Folge. Und nun hat KCAP gestern Abend seine Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2018 bekannt gegeben und die geben wenig Anlass zu Hoffnung...
Mittwoch, 2. Mai 2018
Entpuppt sich Gilead Sciences doch noch als Value Trap?
Das Biotech-Unternehmen Gilead Sciences (WKN: 885823) habe ich noch gar nicht so lange auf dem Schirm und heute weiß ich, dass ich die Finger ganz davon hätte sein lassen sollen. Vor 15 Monaten habe ich mir die Frage gestellt, ob Gilead ein Value Investment wert sei und ich kam zu dem Schluss, dass es wohl so sei. Doch erst die Übernahme des Krebsspezialisten Kite Pharma veranlasste mich, etwas Geld in Gilead zu investieren und das Unternehmen auf meine Empfehlungsliste zu nehmen.
Mein Investmentcase war, dass Gilead mit seinem Hepatitis- und HIV-Business hohe Cashflows und Gewinne erwirtschaftet und auch wenn das Hepatitis-C-Franchise zunehmend unter Druck geraten war, Gilead hier doch erfolgreich gegensteuern würde können und seine enormen Cash-Reserven gleichzeitig in neue lukrative Geschäftsfelder investieren würde. So lautete der Plan...
Mein Investmentcase war, dass Gilead mit seinem Hepatitis- und HIV-Business hohe Cashflows und Gewinne erwirtschaftet und auch wenn das Hepatitis-C-Franchise zunehmend unter Druck geraten war, Gilead hier doch erfolgreich gegensteuern würde können und seine enormen Cash-Reserven gleichzeitig in neue lukrative Geschäftsfelder investieren würde. So lautete der Plan...
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Freitag, 12. August 2016
BaFin warnt: Lage bei den Lebensversicherern spitzt sich weiter zu
Ich weiß, ich weiß, es kann niemand mehr hören, dass ich seit Jahren vor der zunehmenden Gefahr bei Lebensversicherern warne und den sich immer weiter verschärfenden Risiken in deren Bilanzen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase. Aber es nützt ja nichts, auch wenn es euch zu den Ohren herauskommt, die Gefahren sind vorhanden und sie nehmen zu!
Nachdem im letzten Jahr die Ratingagentur Moody's die deutsche Lebensversicherungsbranche als die riskanteste der Welt eingestuft hat, warnte nur wenige Tage später auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Deutschland würden Versicherungspleiten drohen. Unterstützt wurde diese Aussage durch eine Untersuchung der Unternehmensberatung Assekurata, die vor einer enormen drohenden Kapitallücke warnte, die die deutsche Lebensversicherungsbranche in den nächsten Jahren überrollen könnte, wenn die Zinsen so niedrig bleiben würden. Da entsprechende Renditen am Kapitalmarkt nicht mehr zu erzielen seien, müssten die Versicherer seit 2011 eine sog. Zinszusatzreserve aufbauenund um die Garantien laufender Lebens- und Rentenversicherungsverträge abzudecken, müssten die Unternehmen diese Zinszusatzreserve bis zum Jahr 2024 von bislang gut €21 Milliarden im schlimmsten Fall auf rund €150 Milliarden aufstocken. Doch schon heute zehre die Zinszusatzreserve an den ohnehin sinkenden Überschussbeteiligungen der Lebens- und Rentenversicherungen und für die Kunden würde die Rendite damit immer unattraktiver werden...
Nachdem im letzten Jahr die Ratingagentur Moody's die deutsche Lebensversicherungsbranche als die riskanteste der Welt eingestuft hat, warnte nur wenige Tage später auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in Deutschland würden Versicherungspleiten drohen. Unterstützt wurde diese Aussage durch eine Untersuchung der Unternehmensberatung Assekurata, die vor einer enormen drohenden Kapitallücke warnte, die die deutsche Lebensversicherungsbranche in den nächsten Jahren überrollen könnte, wenn die Zinsen so niedrig bleiben würden. Da entsprechende Renditen am Kapitalmarkt nicht mehr zu erzielen seien, müssten die Versicherer seit 2011 eine sog. Zinszusatzreserve aufbauenund um die Garantien laufender Lebens- und Rentenversicherungsverträge abzudecken, müssten die Unternehmen diese Zinszusatzreserve bis zum Jahr 2024 von bislang gut €21 Milliarden im schlimmsten Fall auf rund €150 Milliarden aufstocken. Doch schon heute zehre die Zinszusatzreserve an den ohnehin sinkenden Überschussbeteiligungen der Lebens- und Rentenversicherungen und für die Kunden würde die Rendite damit immer unattraktiver werden...
Donnerstag, 28. April 2016
Andere Ansichten zum Glaubensverlust bei Apple
Die ARD Börse nimmt in ihrem Artikel "Apple macht schlapp" die jüngsten Quartalszahlen und insbesondere das enttäuschende Abschneiden der Iphoneverkäufe unter die Lupe. Zwei Drittel seiner Einnahmen erziele der Tech-Konzern mit dem Smartphone, doch nun seien die Verkaufszahlen erstmals zurückgegangen.Zwar habe Apple im letzten Quartal noch immer 51,2 Mio. Iphones verkauft, dies seien jedoch 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Erlöse schrumpften im vergangenen Quartal um 13 Prozent auf $ 50,56 Mrd., was der erste Erlösrückgang seit 13 Jahren gewesen sei. Der Gewinn sei sogar um über 23 Prozent auf $10,5 Mrd. eingebrochen.
Apple verdient zwar weiterhin viel Geld mit seinen Produkten, doch scheint man keine Idee zu haben, wie man den Niedergang stoppen könnte. Innovationsführer ist man schon lange nicht mehr, die Iphones sind eher zweitklassige, was Technik und Neuerungen angeht. Und nun will man mit einer "Billigversion" die Verkaufszahlen pushen, allerdings zulasten der bisher extrem hohen Marge. Aus meiner Sicht kein erfolgversprechender Weg, denn Apple kanibalisiert seine Hochmargenprodukte und zerstört damit sein Image - für das die Leute letztlich so viel Geld ausgeben.
Ich hatte nach rund 100 Prozent Kursgewinn in nur einem Jahr, nachdem ich im Sommer 2014 eingestiegen war ("Ist Apple noch ein Investment wert?"), meine Aktien bei rund €120 verkauft ("Apple, it's time to say goodbye!"). Das hohe Risiko, das ich in der Abhängigkeit vom Iphone sah und das immer weiter zunimmt, wurde einfach zu groß, das Chance-Risiko-Verhältnis passt(e) nicht mehr. Und während der Iphone-Absatz damals noch zulegen konnte ("Der Apple fällt nicht weit vom Stamm... aber tief"), geht er inzwischen zurück und legt Apple Dilemma als "Ein-Produkt-Unternehmen" schonungslos offen. Alle sonstigen Erfolge Apples haben so gut wie keinen Einfluss auf Umsatz, Gewinn und Cashflow. Ein massives Klumpenrisiko, das auch den Aktienkurs immer stärker belastet. Läuft das Iphone nicht, ist der Apple-Kurs selbst bei €50 noch überbewertet. Ich sehe mich in meiner negativen Einschätzung zu Apple vollauf bestätigt und werde die Aktie auch künftig meiden. Solange Apple es nicht schafft, seine Abhängigkeit vom Iphone erheblich zu verringern, bleibt Apple trotz der hohen Cashflows, der hohen Liquidität, der hohen Aktienrückkäufe und der optisch niedrigen Bewertung eine Value-Trap.
Apple verdient zwar weiterhin viel Geld mit seinen Produkten, doch scheint man keine Idee zu haben, wie man den Niedergang stoppen könnte. Innovationsführer ist man schon lange nicht mehr, die Iphones sind eher zweitklassige, was Technik und Neuerungen angeht. Und nun will man mit einer "Billigversion" die Verkaufszahlen pushen, allerdings zulasten der bisher extrem hohen Marge. Aus meiner Sicht kein erfolgversprechender Weg, denn Apple kanibalisiert seine Hochmargenprodukte und zerstört damit sein Image - für das die Leute letztlich so viel Geld ausgeben.
Ich hatte nach rund 100 Prozent Kursgewinn in nur einem Jahr, nachdem ich im Sommer 2014 eingestiegen war ("Ist Apple noch ein Investment wert?"), meine Aktien bei rund €120 verkauft ("Apple, it's time to say goodbye!"). Das hohe Risiko, das ich in der Abhängigkeit vom Iphone sah und das immer weiter zunimmt, wurde einfach zu groß, das Chance-Risiko-Verhältnis passt(e) nicht mehr. Und während der Iphone-Absatz damals noch zulegen konnte ("Der Apple fällt nicht weit vom Stamm... aber tief"), geht er inzwischen zurück und legt Apple Dilemma als "Ein-Produkt-Unternehmen" schonungslos offen. Alle sonstigen Erfolge Apples haben so gut wie keinen Einfluss auf Umsatz, Gewinn und Cashflow. Ein massives Klumpenrisiko, das auch den Aktienkurs immer stärker belastet. Läuft das Iphone nicht, ist der Apple-Kurs selbst bei €50 noch überbewertet. Ich sehe mich in meiner negativen Einschätzung zu Apple vollauf bestätigt und werde die Aktie auch künftig meiden. Solange Apple es nicht schafft, seine Abhängigkeit vom Iphone erheblich zu verringern, bleibt Apple trotz der hohen Cashflows, der hohen Liquidität, der hohen Aktienrückkäufe und der optisch niedrigen Bewertung eine Value-Trap.
Mittwoch, 24. Februar 2016
Andere Ansichten: Gold macht dich arm
Christian Thiel hat sich in seinem Blog "Großmutters Sparstrumpf" der Frage angenommen, was hinter dem Mythos des Goldes als Krisenwährung und Inflationsabsicherung steckt und er kommt zu dem Schluss, das Gold arm macht.
Um zu diesem Schluss zu gelangen, hat er die Entwicklung des Goldpreises einer Reihe von Prüfungen und Vergleichen unterzogen, wie z.B. mit dem breiten S&P 500- Index. Während Gold in den vergangenen 100 Jahren um 5.700 Prozent gelegt habe, seien es beim S&P 500 immerhin 1.200.000 Prozent gewesen. Inflationsbereinigt erzielte Gold in den letzten 100 Jahren so eine Jahresrendite von 1,16 Prozent.
Darüber hinaus befasst Thiel sich mit den Perspektiven für Gold und verweist darauf, dass rund 80 Prozent der gesamten bisherigen Goldförderung nach 1900 dem Boden abgerungen wurden, was auf die sich stetig verbessernden Fördermethoden zurückzuführen sei. Und genau hierin erkennt Thiel den größten Risikofaktor für das angeblich knappe Gut Gold: bisher seien über die Jahrtausende hinweg von Menschen 160.000 Tonnen Gold gefördert worden, doch in der Erdkruste befänden sich insgesamt 30 Milliarden Tonnen Gold. Das meiste hiervon ist mit heutigen Fördermethoden kaum abbaubar, doch mit fortschreitender Effizienz der Technik und neuen, effizienteren Fördermethoden ließe sich immer mehr davon aus dem Boden holen. Ein knappes Gut stelle Gold insofern also allenfalls da, solange die Technik nicht weitere große Fortschritte mache.
Zu guter Letzt geht Thiel noch auf Buffets ablehnende Haltung gegenüber Gold ein. Warren Buffett stehe nun seit 50 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway und während Gold in dieser Zeit eine Rendite von 400 Prozent gebracht hätte, schaffte Buffett es, den Aktienkurs von Berkshire Hathaway um atemberaubende 1.800.000 Prozent zu steigern. Mit Investments in Unternehmen, mit Value Investing.
Um zu diesem Schluss zu gelangen, hat er die Entwicklung des Goldpreises einer Reihe von Prüfungen und Vergleichen unterzogen, wie z.B. mit dem breiten S&P 500- Index. Während Gold in den vergangenen 100 Jahren um 5.700 Prozent gelegt habe, seien es beim S&P 500 immerhin 1.200.000 Prozent gewesen. Inflationsbereinigt erzielte Gold in den letzten 100 Jahren so eine Jahresrendite von 1,16 Prozent.
Darüber hinaus befasst Thiel sich mit den Perspektiven für Gold und verweist darauf, dass rund 80 Prozent der gesamten bisherigen Goldförderung nach 1900 dem Boden abgerungen wurden, was auf die sich stetig verbessernden Fördermethoden zurückzuführen sei. Und genau hierin erkennt Thiel den größten Risikofaktor für das angeblich knappe Gut Gold: bisher seien über die Jahrtausende hinweg von Menschen 160.000 Tonnen Gold gefördert worden, doch in der Erdkruste befänden sich insgesamt 30 Milliarden Tonnen Gold. Das meiste hiervon ist mit heutigen Fördermethoden kaum abbaubar, doch mit fortschreitender Effizienz der Technik und neuen, effizienteren Fördermethoden ließe sich immer mehr davon aus dem Boden holen. Ein knappes Gut stelle Gold insofern also allenfalls da, solange die Technik nicht weitere große Fortschritte mache.
Zu guter Letzt geht Thiel noch auf Buffets ablehnende Haltung gegenüber Gold ein. Warren Buffett stehe nun seit 50 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway und während Gold in dieser Zeit eine Rendite von 400 Prozent gebracht hätte, schaffte Buffett es, den Aktienkurs von Berkshire Hathaway um atemberaubende 1.800.000 Prozent zu steigern. Mit Investments in Unternehmen, mit Value Investing.
Donnerstag, 18. Februar 2016
Verschleuderte Carl Icahn seine Apple-Aktien 50 Prozent unter Wert?
Carl Icahn hat den Ruf, ein gewiefter Spekulant zu sein und er ist Milliardär, was dies zu belegen scheint. So hatte der aktivistische Investor Ebay dazu gezwungen, seine Online-Bezahltochter PayPal abzuspalten und separat an die Börse zu bringen. Zuletzt machen seine Investments allerdings wenig Freude: beim Versicherungsriesen AIG stieg er ein, um diesen zur Aufspaltung in mehrere Teile zu bewegen - und er liegt im Minus. Bei Transocean stieg er ein, um hohe Dividendenausschüttungen zu erzwingen - das gelang ihm, allerdings ist sein Investment in dem Offshore-Ölwert dermaßen abgestürzt, dass die Dividendenausschüttungen nur einen Bruchteil seiner aufgelaufenen Verluste wettmachen. Weitere Investments in Öl-Firmen stehen massiv zweistellig im Minus und auch sein vor einigen Monaten getätigtes Engagement in einem global agierenden Kupferproduzenten steht tiefrot im Minus.
Apple, der Ex-No-Brainer
Aber bei Apple, da liegt Icahn weit im Plus. Er war - wie ich - im Sommer 2014 eingestiegen ("Ist Apple noch ein Investment wert?"), nachdem Apple einen starken Kursrückgang zu verzeichnen gehabt hatte. Icahn bezeichnete den Einstieg damals als "No-Brainer", einen Kauf also, der so offensichtlich erfolgversprechend war, dass jeder es hätte sehen müssen. In der Folgezeit erfreute er sich an steigenden Cashflows, steigenden Dividenden, steigenden Aktienrückkäufen, steigenden Aktienkursen. Er war es, der Apple-Chef Tim Cook durch öffentlichen Druck dazu gezwungen hatte, viel mehr Geld für Dividenden und Aktienrückkäufe auszugeben. Ich habe mich ein Jahr später dann von meinen Apple-Aktien verabschiedet ("Apple, it's time to say goodbye!") und bei Kursen von knapp unter €120 verzeichnete ich inkl. Dividenden eine Rendite von knapp 95 Prozent. Aber das war nicht der Grund für meinen Ausstieg aus dem wertvollsten Unternehmen der Welt, sondern das hohe Risiko, das ich in der Abhängigkeit vom Iphone sah und das immer weiter zunimmt. Und während der Iphone-Absatz damals noch zulegen konnte ("Der Apple fällt nicht weit vom Stamm... aber tief"), stagniert er inzwischen und legt Apple Dilemma als "Ein-Produkt-Unternehmen" schonungslos offen. Alle sonstigen Erfolge Apples haben so gut wie keinen Einfluss auf Umsatz, Gewinn und Cashflow. Ein massives Klumpenrisiko, das auch den Aktienkurs immer stärker belastet.
Doch Carl Icahn ficht das nicht an, er hatte sich in seine Apple-Aktien verliebt und er verschickte Liebesbriefe an die Investoren, in denen er den fairen Wert der Aktie bei $240 ansetzte. Schon damals mutmaßte ich, dass Icahn die Aktie nur massiv pushen wollte, um ein Umfeld für einen kursschonenden Abgang zu erzeugen. Denn wem mehrere Prozente an einem Unternehmen gehören, kann diese ja nicht einfach mal so ins Orderbuch stellen, um sie loszuwerden, er muss sie in kleinen Portionen verkaufen und zwar möglichst dann, wenn einen ansonsten rege Nachfrage besteht. Sonst treibt er mit seinen Verkäufen selbst den Aktienkurs in den Keller. Und Großinvestoren wie Carl Icahn müssen auch noch quartalsweise über ihre Wertpapierpositionen berichten, so dass seine Verkäufe entdeckt worden wären. Nun, seit Spätsommer letzten Jahres geht es an den Börsen abwärts, nicht nur die Ölwerte sind enorm gefallen, auch Apple. Eigentlich müsste man es anders herum formulieren: Apple hat die Börsen mit nach unten gezogen, denn als (nach Börsenkapitalisierung) wertvollstes Unternehmen der Welt ist es ja nicht nur Mitläufer, sondern Taktgeber des Dow Jones Index und damit der Leitbörse der Welt.
Icahn warf 13 Prozent seiner Apple-Aktien auf den Markt
Und nun standen wieder die sog. 13F-Formulare an, die Berichte der Großinvestoren an die amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission). In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen. Und Carl Icahn hat sich in großem Stil von seinen Apple-Aktien getrennt, er hat seine Position immerhin um 13 Prozent abgebaut. Im vierten Quartal 2015, auf das sich das 13F bezieht, schwankte der Apple-Kurs zwischen $120 und $105 und lag damit viel höher als die aktuellen $98. Bemerkenswert ist nicht, dass Carl Icahn Apple-Aktien verkauft. Ich habe ja meine Meinung dazu und kann diesen Schritt unter Chance-Risiko-Aspekten mehr als nachvollziehen. Allerdings sind die Aktien ja nach Icahns öffentlich verkündeter Ansicht $240 wert, er verramscht sie also geradezu, indem er sie um 50 bis 60 Prozent unter diesem Wert verkauft. Entweder hat er also über den Wert Apples gelogen, oder aber er ist ein schlechter Investor. Denn auf aktueller Kursbasis hätten die Apple-Aktien ja ein Aufwärtspotenzial von 150 Prozent bis zu Icahns behauptetem Wert von $240. Und während er diese "sichere" Chance aufgibt, investiert er Milliarden in die weiter abstürzenden Rohstoffwerte, wo er schon auf Milliardenverlusten setzt. Hierzu fallen einem eine Reihe von schlauen Sprichwörtern ein, die das nicht gutheißen. "Schlechtem Geld soll man kein gutes hinterher werfen", "Verluste soll man begrenzen und Gewinne laufen lassen", oder die alte Weisheit der Dakota-Indianer: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab".
The good, the bad, the ugly...
Was auch immer Carl Icahn reitet, ihn treibt nicht sein Herz für andere Anleger. Er hat Apple versucht bis ans Limit zu puschen, um für sich und sein Investment das Beste herauszuholen und das auf Kosten der anderen Anleger, die seinen Worten Glauben schenkten. Das hat nicht funktioniert, der Aktienkurs von Apple hat deutlich Federn gelassen. Und dennoch trennt er sich mit fettem Gewinn von seinen Aktien - er hat es nötig, um seine Verluste im Rohstoffsektor auszugleichen und um hier noch mehr Geld nachschießen zu können. Auch George Soros erklärt inzwischen jeden Tag, dass die chinesische Währung massiv überbewertet sei und abstürzen müsse - natürlich nachdem er selbst mit Milliarden gegen den Yuan wettet. So bleibt die Erkenntnis, dass viele dieser Starinvestoren ihre Weisheit aus Eigennutz von sich geben und ihre Rendite auch daraus ziehen, dass sie selbst investieren und dann öffentlich darüber berichten, um möglichst viele Nachahmer zu finden, die das Investment durch ihre Käufe dann schon zu einem Erfolg machen. Auf der anderen Seite gibt es Warren Buffett und Charlie Munger, die geben ihre kostenlosen Ratschläge (weitgehend) uneigennützig von sich und von denen können wir alle etwas lernen. Und das sollten wir auch. Es steht uns Anlegern frei, auf welche Starinvestoren wir vertrauen, wem wir zuhören, wem wir folgen. Warren Buffett, Benjamin Graham, Charlie Munger sind meine Leitsterne...
Apple, der Ex-No-Brainer
Aber bei Apple, da liegt Icahn weit im Plus. Er war - wie ich - im Sommer 2014 eingestiegen ("Ist Apple noch ein Investment wert?"), nachdem Apple einen starken Kursrückgang zu verzeichnen gehabt hatte. Icahn bezeichnete den Einstieg damals als "No-Brainer", einen Kauf also, der so offensichtlich erfolgversprechend war, dass jeder es hätte sehen müssen. In der Folgezeit erfreute er sich an steigenden Cashflows, steigenden Dividenden, steigenden Aktienrückkäufen, steigenden Aktienkursen. Er war es, der Apple-Chef Tim Cook durch öffentlichen Druck dazu gezwungen hatte, viel mehr Geld für Dividenden und Aktienrückkäufe auszugeben. Ich habe mich ein Jahr später dann von meinen Apple-Aktien verabschiedet ("Apple, it's time to say goodbye!") und bei Kursen von knapp unter €120 verzeichnete ich inkl. Dividenden eine Rendite von knapp 95 Prozent. Aber das war nicht der Grund für meinen Ausstieg aus dem wertvollsten Unternehmen der Welt, sondern das hohe Risiko, das ich in der Abhängigkeit vom Iphone sah und das immer weiter zunimmt. Und während der Iphone-Absatz damals noch zulegen konnte ("Der Apple fällt nicht weit vom Stamm... aber tief"), stagniert er inzwischen und legt Apple Dilemma als "Ein-Produkt-Unternehmen" schonungslos offen. Alle sonstigen Erfolge Apples haben so gut wie keinen Einfluss auf Umsatz, Gewinn und Cashflow. Ein massives Klumpenrisiko, das auch den Aktienkurs immer stärker belastet.
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| Apple Inc. (Quelle: comdirect.de) |
Icahn warf 13 Prozent seiner Apple-Aktien auf den Markt
Und nun standen wieder die sog. 13F-Formulare an, die Berichte der Großinvestoren an die amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission). In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen. Und Carl Icahn hat sich in großem Stil von seinen Apple-Aktien getrennt, er hat seine Position immerhin um 13 Prozent abgebaut. Im vierten Quartal 2015, auf das sich das 13F bezieht, schwankte der Apple-Kurs zwischen $120 und $105 und lag damit viel höher als die aktuellen $98. Bemerkenswert ist nicht, dass Carl Icahn Apple-Aktien verkauft. Ich habe ja meine Meinung dazu und kann diesen Schritt unter Chance-Risiko-Aspekten mehr als nachvollziehen. Allerdings sind die Aktien ja nach Icahns öffentlich verkündeter Ansicht $240 wert, er verramscht sie also geradezu, indem er sie um 50 bis 60 Prozent unter diesem Wert verkauft. Entweder hat er also über den Wert Apples gelogen, oder aber er ist ein schlechter Investor. Denn auf aktueller Kursbasis hätten die Apple-Aktien ja ein Aufwärtspotenzial von 150 Prozent bis zu Icahns behauptetem Wert von $240. Und während er diese "sichere" Chance aufgibt, investiert er Milliarden in die weiter abstürzenden Rohstoffwerte, wo er schon auf Milliardenverlusten setzt. Hierzu fallen einem eine Reihe von schlauen Sprichwörtern ein, die das nicht gutheißen. "Schlechtem Geld soll man kein gutes hinterher werfen", "Verluste soll man begrenzen und Gewinne laufen lassen", oder die alte Weisheit der Dakota-Indianer: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab".
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| Carl Icahn |
Was auch immer Carl Icahn reitet, ihn treibt nicht sein Herz für andere Anleger. Er hat Apple versucht bis ans Limit zu puschen, um für sich und sein Investment das Beste herauszuholen und das auf Kosten der anderen Anleger, die seinen Worten Glauben schenkten. Das hat nicht funktioniert, der Aktienkurs von Apple hat deutlich Federn gelassen. Und dennoch trennt er sich mit fettem Gewinn von seinen Aktien - er hat es nötig, um seine Verluste im Rohstoffsektor auszugleichen und um hier noch mehr Geld nachschießen zu können. Auch George Soros erklärt inzwischen jeden Tag, dass die chinesische Währung massiv überbewertet sei und abstürzen müsse - natürlich nachdem er selbst mit Milliarden gegen den Yuan wettet. So bleibt die Erkenntnis, dass viele dieser Starinvestoren ihre Weisheit aus Eigennutz von sich geben und ihre Rendite auch daraus ziehen, dass sie selbst investieren und dann öffentlich darüber berichten, um möglichst viele Nachahmer zu finden, die das Investment durch ihre Käufe dann schon zu einem Erfolg machen. Auf der anderen Seite gibt es Warren Buffett und Charlie Munger, die geben ihre kostenlosen Ratschläge (weitgehend) uneigennützig von sich und von denen können wir alle etwas lernen. Und das sollten wir auch. Es steht uns Anlegern frei, auf welche Starinvestoren wir vertrauen, wem wir zuhören, wem wir folgen. Warren Buffett, Benjamin Graham, Charlie Munger sind meine Leitsterne...
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Mittwoch, 20. Januar 2016
Big Blue(s): IBM enttäuscht immer wieder und immer mehr
Und täglich grüßt das Murmeltier... so dürften sich Aktionäre von IBM vorkommen, denn "Big Blue" enttäuscht mit seinen Quartalszahlen regelmäßig. Zum 15. Mal infolge ging der Umsatz zurück und auch der Gewinn bricht immer mehr ein.
Der Umsatz fiel im Schlussquartal um 8,5 Prozent auf 22,06 Mrd. USD und der Gewinn schrumpfte sogar um 18,6 Prozent auf 4,46 Mrd. USD. Noch enttäuschender präsentiert sich der Ausblick für das laufende Jahr, denn IBM geht davon aus, dass der operative Gewinn je Aktie (EPS) mindestens 13,50 USD erreichen wird, während die Schätzungen der Analysten bisher bei 15 Dollar liegen.
Schon bei der letzten Enttäuschung meinte ich, IBM kriege die Kurve einfach nicht (mehr), und ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt. Dabei ist IBM nicht untätig, der Konzernumbau hin zu mehr Software und Dienstleistungen und neuen Anwendungen, wie der kognitiven Intelligenz ("Watson") kommt voran und der Hardwarebereich wird weiter reduziert.
Allerdings bringen die neuen Geschäftsfelder weit weniger ein, als bei den alten wegbricht und so bleiben unter dem Strich nur enttäuschende Zahlen übrig. So machten die neuen Bereiche rund um Cloud und Daten-Auswertung auf das Gesamtjahr gerechnet etwa ein Drittel der Erlöse aus und legten um 17 Prozent zu. In der größten Sparte Technologie-Dienste gab es allerdings einen Umsatzrückgang von rund 7 Prozent auf knapp 8,13 Mrd. USD, wobei die stärksten Rückgänge in den sogenannten BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China zu verzeichnen waren mit einem Minus von 21 Prozent. Als global agierender Konzern trifft IBM natürlich auch die volle Wucht des starken Dollars.
Als einzig positiver Lichtblick ist ausgerechnet das Finanzamt zu sehen. Denn die Steuerlast sank und sorgte so für eine positive Überraschung. Aber für eine positive Anlageentscheidung reicht dies natürlich nicht aus und ich bleibe bei meiner negativen Einstellung zu IBM. Es muss sich erst noch zeigen, ob die Transformation gelingt und dabei hat IBM starke Konkurrenten in seinen neuen Geschäftsfeldern, nicht nur Amazon und Microsoft. Ich bleibe bei IBM weiterhin an der Seitenlinie und sehe keine günstige Einstiegsgelegenheit. Denn die optisch niedrige Bewertung ist es nur auf den ersten Blick, denn IBM siecht vor sich hin und die Gewinne je Aktie steigen nur deshalb, weil IBM seinen freien Cashflow dazu verwendet, in großem Stil eigene Aktien zurückzukaufen. Auch wenn ich grundsätzlich ein großer Fan von Aktienrückkäufen bin, wirkt dies bei IBM zunehmend als Verzweiflungstat eines Ertrinkenden. IBM scheint ratlos zu sein, was es mit seinem Geld sinnvoll anfangen soll. Man täte gut daran, sich endlich mal um sein operatives Business zu kümmern, anstatt sich durch Aktienrückkäufe künstlich attraktiv zu rechnen. Für mich wird IBM immer mehr zur Value Trap, das Unternehmen geht scheinbar unaufhaltsam den irdischen Weg eines Dinosauriers.
Der Umsatz fiel im Schlussquartal um 8,5 Prozent auf 22,06 Mrd. USD und der Gewinn schrumpfte sogar um 18,6 Prozent auf 4,46 Mrd. USD. Noch enttäuschender präsentiert sich der Ausblick für das laufende Jahr, denn IBM geht davon aus, dass der operative Gewinn je Aktie (EPS) mindestens 13,50 USD erreichen wird, während die Schätzungen der Analysten bisher bei 15 Dollar liegen.
Schon bei der letzten Enttäuschung meinte ich, IBM kriege die Kurve einfach nicht (mehr), und ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt. Dabei ist IBM nicht untätig, der Konzernumbau hin zu mehr Software und Dienstleistungen und neuen Anwendungen, wie der kognitiven Intelligenz ("Watson") kommt voran und der Hardwarebereich wird weiter reduziert.
Allerdings bringen die neuen Geschäftsfelder weit weniger ein, als bei den alten wegbricht und so bleiben unter dem Strich nur enttäuschende Zahlen übrig. So machten die neuen Bereiche rund um Cloud und Daten-Auswertung auf das Gesamtjahr gerechnet etwa ein Drittel der Erlöse aus und legten um 17 Prozent zu. In der größten Sparte Technologie-Dienste gab es allerdings einen Umsatzrückgang von rund 7 Prozent auf knapp 8,13 Mrd. USD, wobei die stärksten Rückgänge in den sogenannten BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China zu verzeichnen waren mit einem Minus von 21 Prozent. Als global agierender Konzern trifft IBM natürlich auch die volle Wucht des starken Dollars.
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| IBM (Quelle: comdirect.de) |
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Montag, 14. Dezember 2015
Exodus: Buffett verkauft weitere 5 Prozent an Munich Re
Investment-Legende Warren Buffett hat(te) eine Vorliebe für Versicherungsaktien, insbesondere die Rückversicherungsbranche hatte es ihm stark angetan. Und auch außerhalb der USA hatte er sich eingekauft in die Größten der Welt: die deutsche Munich Re (Münchener Rückversicherung) und die Swiss Re. Da die Versicherungen weltweit aufgrund er Niedrigzinsphase in ernsthafte Schwierigkeiten kommen, habe ich ja bereits seit längerem vor Investments in diesem Bereich gewarnt und sehe sie als Value Traps an. Und ich habe auch die starke Ausrichtung von Buffets Investmentholding Berkshire Hathaway auf diese Branche kritisiert.
Nachdem ich bereits im Mai spekuliert hatte, dass Buffett wohl bei den beiden großen Rückversichern sein Engagement zurückfahren dürfte, ließ er Ende September (endlich) Taten folgen. Er musste bekanntgeben dass sein Anteil an der Munich Re unter die Schwelle von 10 Prozent gefallen war. Und er reduzierte fleißig weiter, denn Freitagabend vermeldete er, sein Bestand sei inzwischen auf 4,6 Prozent gefallen uns damit hat er binnen zwei Monaten ganze 5 Prozent aller Aktien der Munich Re auf den Markt geworfen. Und wir können davon ausgehen, dass er auch die restlichen Anteile seines 1,4 Milliarden Euro schweren Pakets noch schnellstmöglich abbauen wird.
Grämen muss Buffett sich indes nicht, haben die Munich-Re-Aktien seit seinem Einstieg von vor 5 Jahren doch eine Performance von 80 Prozent hingelegt - zuzüglich der üppigen Dividendenausschüttungen.
Berkshire Hathaway befindet sich als Halteposition auf meiner Empfehlungsliste. Das Reduzieren der Versicherungsaktien und das stärkere Engagement im Industrie- und Konsumsektor lassen die Aktie unter Chance-Risiko-Aspekten allerdings zunehmend wieder attraktiver erscheinen.
___________________________
Weitere Artikel zum Thema:
29.09.2015 Warren Buffett stößt seine Aktien an der Münchner Rück ab. Endlich!
14.08.2015 Warren Buffett reduziert seine Versicherungsaktien
04.08.2015 Steuern die Versicherer auf massive Kapitalerhöhungen zu?
08.06.2015 Droht Lebensversicherern schon bald die Pleite?
12.05.2015 Andere Ansichten: BaFin-Warnung vor Versicherungspleiten
07.05.2015 Schmeißt Buffett die Rückversicherungsaktien aus seinem Depot?
27.04.2015 Deutsche Lebensversicherungsbranche ist die riskanteste der Welt!
02.02.2015 Value Trap Rückversicherungs-Aktien?
15.01.2015 Lebensversicherungen sind die pure Geldverschwendung
02.12.2014 Versicherungsaktien: Renditen runter, Risiko rauf
27.08.2013 Niedrigzinsniveau gefährdet Lebensversicherer
08.11.2012 Dividendenwerte schlagen Lebensversicherungen!
Nachdem ich bereits im Mai spekuliert hatte, dass Buffett wohl bei den beiden großen Rückversichern sein Engagement zurückfahren dürfte, ließ er Ende September (endlich) Taten folgen. Er musste bekanntgeben dass sein Anteil an der Munich Re unter die Schwelle von 10 Prozent gefallen war. Und er reduzierte fleißig weiter, denn Freitagabend vermeldete er, sein Bestand sei inzwischen auf 4,6 Prozent gefallen uns damit hat er binnen zwei Monaten ganze 5 Prozent aller Aktien der Munich Re auf den Markt geworfen. Und wir können davon ausgehen, dass er auch die restlichen Anteile seines 1,4 Milliarden Euro schweren Pakets noch schnellstmöglich abbauen wird.
Grämen muss Buffett sich indes nicht, haben die Munich-Re-Aktien seit seinem Einstieg von vor 5 Jahren doch eine Performance von 80 Prozent hingelegt - zuzüglich der üppigen Dividendenausschüttungen.
Berkshire Hathaway befindet sich als Halteposition auf meiner Empfehlungsliste. Das Reduzieren der Versicherungsaktien und das stärkere Engagement im Industrie- und Konsumsektor lassen die Aktie unter Chance-Risiko-Aspekten allerdings zunehmend wieder attraktiver erscheinen.
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