Posts mit dem Label Mungers Merksätze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mungers Merksätze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 14. Dezember 2025

[Kissigs Börsentheater] Intelligent Investieren bedeutet, mehr an Wert zu bekommen, als wir dafür bezahlen, lehrt uns Charlie Munger

Börsenlegende Charlie Munger erinnert uns daran, dass die sorgfältige Aktienauswahl der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg ist: "Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt." Also nicht irgendeine Aktie kaufen und hoffen, dass ihr Kurs steigt, sondern nur dann zugreifen, wenn die Aussichten besonders gut und die Bewertung besonders attraktiv ist.

Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen und daher muss man sich mit den Unternehmen beschäftigen - bevor man sie kauft. "Preis ist, was man bezahlt, Wert ist, was man bekommt", ergänzt Warren Buffett, Charlie Mungers jahrzehntelanger Partner bei Berkshire Hathaway. Die beiden Starinvestoren sehen sich nicht als "Stock-Picker", sondern als "Business-Picker". Ihre Zauberformal ist ein absolutes Erfolgsmodell und sich machen kein Geheimnis daraus: jeder kann es ganz einfach kopieren. Man darf nur nicht der Versuchung erliegen, unbedingt schnell reich werden zu wollen, denn damit macht man seine Chancen für einen nachhaltigen Börsenerfolg auf jeden Fall zunichte...

••• Überarbeite Fassung eines Artikels aus März 2023

Montag, 27. Oktober 2025

Charlie Munger rät zu Buy & Hold: "Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du abwartest."

Charles Thomas Munger ist der kongeniale Geschäftspartner von Warren Buffett und beide setzen bei ihren Investments seit jeher auf Buy & Hold. Diese Anlagestrategie zielt darauf ab, Wertpapiere langfristig zu halten, womit das Risiko durch die Schwankungen an den Märkten gesenkt und die Erfolgsaussichten auf außerordentliche Renditen steigen.

Historische Daten belegen für für den S&P 500 zwischen 1926 und 2010 eine durchschnittliche jährliche Aktienrendite von 9,7 Prozent, während Staatsanleihen nur 5,6 Prozent p.a. brachten. Dabei unterliegen die Kurse in einzelnen Jahren durchaus heftigen Schwankungen, die auch schon mal 50 Prozent und mehr ausmachen können. Auch in diesen Phasen kann und sollte man nicht panisch verkaufen und versuchen, den Markt zu timen. Mit Geduld und Ruhe hat man in den letzten 100 Jahren jedenfalls nichts falsch gemacht am Aktienmarkt. Denn die durchschnittliche Überrendite von 4 Prozent pro Jahr erzielte man durch Nichtstun...

Donnerstag, 29. Mai 2025

Charlie Munger bevorzugt Unternehmen mit dauerhaften, starken Wettbewerbsvorteilen

Charlie Munger rät, nach Festungen Ausschau zu halten und dabei geht es ihm nicht wirklich um Stahlbeton und Investments in Bau, Steine, Erden. Vielmehr haben es ihm die Markteintrittshürden angetan, der ökonomische Burggraben (Moat), den Wettbewerber zu überwinden haben - und auch die eigenen Kunden, sollten sie sich vom Unternehmen trennen wollen. Es geht also um Wettbewerbsvorteile von Marken und Produkten, um Unternehmen, die ihren Markt beherrschen und die somit die Preissetzungsmacht haben.
»Die beste Idee ist, eine Aktie als Eigentum an einem Unternehmen zu betrachten und die gleichbleibende Qualität seines Geschäfts anhand seines Wettbewerbsvorteils zu beurteilen.«
(Charlie Munger)
Unternehmen mit diesen Eigenschaften haben den großen Vorteil, dass ihre Produkte nicht einfach kopiert werden, dass Wettbewerber mit aggressiven Preissenkungen ihnen nicht einfach Marktanteile abnehmen können. Im Gegenteil: Burggraben-Unternehmen können in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld sogar ihre Preise erhöhen, ohne dass sie hierdurch Kunden verlieren. Weil sie eine Marke sind, die Marktmacht haben, ein Standing, weil sie ein Lebensgefühl vermitteln, dass den Kunden mehr bietet als ein Schnäppchenerlebnis in ihrer "Geiz-ist-geil-Mentalität".

Dienstag, 16. April 2024

Charlie Munger lehrt: "Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt."

"Kaufe niedrig, verkaufe nie" hat Warren Buffett mal gesagt und damit die sog. Buy & Hold-Strategie beschrieben. Er wird hiermit seitdem oft bewusst fehlinterpretiert und der so elementare Grundgedanke hinter seiner Aussage viel zu oft ignoriert. Leider. Dabei weiß der gute Kaufmann, dass der Gewinn im Einkauf liegt; je geringer der Einkaufspreis, desto höher ist die Chance auf Gewinn. Und umso niedriger ist auch das Risiko, die Ware nicht zu einem guten Preis wieder loszuwerden, also einen Verlust realisieren zu müssen.

Manche Kritiker bezeichnen Buy & Hold als veraltet, antiquiert, unzeitgemäß und als Beleg verweisen sie auf Aktien wie die der Deutschen Telekom. Die hatten Anleger im Jahr 2000 zu Mondpreisen von über 100 Euro gekauft und wer sie noch immer hat, sitzt auf massiven Verlusten von bis zu 85 %. Und das nach 24 Jahren und trotz steter Dividendenzahlungen.
»Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt.«

Buy & Hold bedeutet nicht Buy & Forget

Doch 'Kaufen & Halten' bedeutet eben nicht, zu jedem Kurs zu kaufen und starrsinnig daran festzuhalten, sondern es heißt, zu niedrigen Kursen einzusteigen und die Aktien dann nicht (zu schnell) wieder aus den Händen zu geben. Warren Buffett hält einige Aktien in seinem Portfolio bereits seit über 40 Jahren und genau diese Aktien haben ihn zum Multimilliardär und einem der reichsten Menschen der Welt gemacht.

Samstag, 16. Dezember 2023

[Kissigs Börsentheater] Charlie Munger warnt davor, (zu) schnell reich werden zu wollen

Charlie Munger wurde 99 Jahre alt und er war einer der besten Investoren der Welt und auch einer der geduldigsten. Er kaufte selten Aktien, er verkaufte noch seltener, die meiste Zeit über tat er nichts - und las. Ein absoluter Erfolgsweg, doch nur wenige beschreiten ihn. Zu langweilig, zu wenig Action. Vor allem junge Menschen wollen möglichst schnell möglichst alles erreichen. 'In 90 Tagen zum Millionär' dürfte ein Kassenschlager sein als YouTube-Video eines der zahlreichen unerfahrenen aber laustarken Finfluencerchen.
"Wenn Menschen mit dem Investieren beginnen, insbesondere junge Leute, wollen sie in der Regel schnell reich werden. Dies führt zu schlechten Analysen und einer eher spielerischen Denkweise im Gegensatz zu einer, die auf langfristiges Investieren ausgerichtet ist."
(Charlie Munger)
Aber so läuft es nun mal nicht, auch nicht mit Aktien. Aktien sind keine Wettscheine, sondern Anteile an Unternehmen. Natürlich kann man mit ihnen auch zocken und viele die meisten Menschen tun das wohl auch. Nur wenige haben damit anhaltenden Erfolg; abgesehen von einmaligen 'Genietrades' bleiben unterm Strich nicht selten Verluste. Und die schrotten das eigentliche Ziel schnell und konsequent. Anders geht es (besser)...

Freitag, 8. Dezember 2023

Kissigs Aktien Report: R.I.P. Charlie Munger – (M)ein Nachruf auf eine Legende

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 153 vom 29.11.2023

Montag, 12. November 2018

Munger rät: Halte immer Cash in der Hinterhand - falls sich ein guter Deal anbietet!

Liquidität, also die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel, wird zurzeit so schlecht verzinst, wie noch nie. Ob auf dem Girokonto, als Tages- oder Festgeld, die Zinssätze sind historisch niedrig und decken nicht einmal die - selbst moderate - Inflationsrate ab. Es ist daher für den Vermögensauf- und -ausbau erstrebenswert, sich rentierlichere Assets zu suchen. Nur wenn das Geld arbeitet, also in Anleihen, Aktien, Fonds steckt, kann es dort Erträge in Form von Zinsen, Dividenden, Kursanstiegen erwirtschaften; solange es auf dem Konto schlummert, bringt es keine Rendite und schmälert in der Gesamtbetrachtung die Performance.

Man sollte also meinen, stets zu 100 Prozent investiert zu sein, sei der sicherste Weg zu nachhaltigem Reichtum und dass Börsenlegenden wie Warren Buffett und Charlie Munger stets einige Milliarden Dollar als Liquiditätsreserve horten, wäre demnach unerklärlich. Es sollte sich also lohnen, mal genauer hinzusehen...