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Dienstag, 16. Juni 2026

[Kissigs Kloogschieterei] IPOphorie: (Only) the SpaceX is the Limit...

Wir erleben eine niemals enden wollende Börsenparty, der irgendwie nicht die Luft auszugehen scheint; genauer gesagt: das Geld. Gerade erst wurde das IPO von SpaceX verarbeitet und hat viele Milliarden Dollar aus dem Markt gesaugt, die zuvor andernorts investiert waren - das sorgte für einige Börsenturbulenzen. Die Werbetrommel für den größten Börsengang aller Zeiten wurde maximal gerührt, selbst in Deutschland wurden Privatkunden von allen Banken und Brokern mit dem Thema umworben – ein Novum, denn bisher bekamen deutsche Anleger keinen Zugriff auf US-Börsengänge. Doch nun ist alles anders, denn jeder will den Erfolg dieses IPOs der Superlative. Und die Börse bekam, was sie bestellt hatte...

Mittwoch, 20. Mai 2026

OHB geht steil – und KKR verzehnfacht mal eben seinen Einsatz

SpaceX strebt an die Börse und im Windschatten von Elon Musks Weltraumfirma heben auch alle anderen Space-Aktien ordentlich ab. Das ist bei der Bremer OHB nicht anders. Und "mein" Finanzinvestor KKR & Co. verdient daran ordentlich mit.

Die OHB SE führt eine Unternehmensgruppe, die sich zu den führenden unabhängigen Kräften in der europäischen Raumfahrtindustrie zählt. Das Geschäft ist in drei Segmente unterteilt. Im Segment SPACE SYSTEMS konzipiert, entwickelt und realisiert OHB komplette Raumfahrtsysteme, insbesondere erdnahe und geostationäre Satelliten für die Umwelt- und Wetterbeobachtung, die zivile und militärische Aufklärung, die Telekommunikation und die Navigation. Außerdem steht der Bereich Weltraumsicherheit im Fokus. Im Segment AEROSPACE werden kleine Trägerraketen entwickelt und gefertigt. Für große Trägerraketen, hauptsachlich für das europäische Ariane-Programm, werden wesentliche Komponenten, Tanks und Strukturen zugeliefert.

Das (noch halbwegs) börsennotierte Unternehmen war vor zwei Jahren im Wege eines "Going Private" von der Börse genommen worden durch die Gründerfamilie Fuchs und den Finanzinvestor KKR. Damals wurden 44 Euro je Anteil bezahlt und KKR hält seitdem 28,6% aller Anteile.

Nun explodieren die Geschäfte bei OHB geradezu und das nötige Finanzierungsvolumen steigt immens – OHB strebt daher zurück an die Börse. Und in diesem Zusammenhang will KKR den Großteil seiner Beteilung versilbern. Ein tolles Geschäft, denn KKR ließt den OHB-Einstieg seinerzeit 338 Millionen Euro kosten und dieser Anteil ist nach rund zwei Jahren aktuell knapp 3,5 Milliarden Euro wert!

Eine glatte Verzehnfachung in dieser kurzen Zeit ist auch für einen so erfolgreichen Finanzinvestor wie KKR kein Alltagsgeschäft und dürfte nach Vollendung zu einem stattlichen Ergebnisbeitrag führen: OHB wird nach der Kursvervielfachung nun mit rund 11 Milliarden Euro wert, während es KKR auf knapp 75 Milliarden Euro Börsenkapitalisierung bringt. Aber KKRs Assets under Management liegen bei 758 Milliarden USD per Ende März 2026. Da fällt OHB kaum auf. Aber in den Earnings von KKR wird man die Erfolgsprovision schon spüren.
Billig kaufen, teuer verkaufen ist KKRs Geschäftsmodell. Bei OHB hat sich das wieder einmal satt bewährt…

Disclaimer: Habe KKR auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Samstag, 16. Mai 2026

Kissigs Wochenrückblick 20/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Rocket Lab, Pfisterer, Vincorion, Almonty, LandBridge - die gleichen Tops und Flops wie letzte Woche?!

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung nebst altkluger Einschätzungen. Natürlich... ツ

Montag, 15. Dezember 2025

Kissigs Portfoliocheck: SpaceX will an der Börse durchstarten und Starinvestor Ron Baron hebt milliardenschwer mit ab

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 327. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 3. Quartal 2025 lag Ron Barons Portfoliowert mit 37,7 Mrd. Dollar leicht über den 36,9 Mrd. aus dem Vorquartal und verteilte sich auf 330 Positionen. Ron Baron initiierte 37 Neuaufnahmen, doch seine Turnoverrate lag bei überschaubaren 5 %. Die fünf Top-Werte stehen für rund 30 % seines Depots und haben ihre Gewichtung damit um zwei Prozentpunkte ausgebaut. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Barons anhaltendem überdurchschnittlichem Erfolg. Die im letzten Quartal eher verhaltene Ausbeute erklärte Ron Baron mit seiner Aktienauswahl im Bereich IT- und Kommunikationsdienstleistungen, die für etwa drei Viertel der Underperformance in diesem Zeitraum verantwortlich war.

Bei seinem Top-Wert Tesla nahm Ron Baron erneut Gewinne mit und reduzierte seine Position um 8,2 %. Chart Industries verkaufte er komplett und Iridium Communications steht mit einer Positionsverringerung um 92 % wohl ebenso vor dem Exitus wie Dayforce, wo er 78 % seiner Anteile abstieß. Während die Verkäufe überwogen, nahm Ron Baron auch leichte Aufstockungen vor, vor allem bei Gartner und MSCI.

In Ron Barons Portfolio liegen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einem Anteil von 30,9 % an der Spitze, vor den zweitplatzierten Finanzwerten mit 20,2 %, die ihren Abstand auf die Technologiewerte mit 18,6 % Gewichtung nochmals leicht ausbauen konnten. Dahinter folgen Immobilienwerte mit 8,9 % vor Gesundheitswerten mit 8,4 %, bevor sich Industrieunternehmen mit 7,8 % Gewichtung anschließen und Kommunikationsdienste mit 4,0 %. Die Reihenfolge hat sich nicht verändert und die Gewichtungen verschoben sich nur in geringem Umfang.

Tesla hält sich an der Spitze und trotz des erneuten Teilverkaufs konnte die Gewichtung dank eines Kurszuwachses im Quartal von rund 40 % sogar von 11,2 auf 14,1 % zulegen. Auf dem zweiten Rang hält sich Spezialversicherer Arch Capital und dahinter folgt weiterhin die Costar Group. Am interessantesten scheint allerdings ein Unternehmen zu sein, das weder bei Ron Barons Transaktionen noch in seiner Portfolio-Übersicht auftaucht: SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk ist bisher nicht börsennotiert – noch nicht. Denn genau das könnte sich bald ändern...


Disclaimer: Habe keines der Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Dienstag, 22. Oktober 2024

Kissigs Portfoliocheck: Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX startet durch – und Ron Baron ist mit Milliarden an Bord

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 275. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 2. Quartal 2024 lag Ron Barons Portfoliowert mit 34,9 Mrd. USD unter dem Märzwert von 37,5 Mrd. Er verteilte sich auf 329 Positionen, darunter 22 Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate lag erneut bei niedrigen 3 %. Die fünf Topwerte stehen für rund 27 % Gewichtung und es führen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einem Anteil von 25 % an der Spitze vor den nun wieder zweitplatzierten Technologiewerten mit 22,4 %, die sich an den Finanzwerten mit 22,1 % vorbeigeschoben haben. Dahinter folgen unverändert Gesundheitswerte mit 10,5 %, Immobilienwerte mit 8,7 % und Industrieunternehmen mit 6,8 % Gewichtung.

Bei Tesla, seiner größten Position, hat Ron Baron knapp ein Zehntel seiner Anteile verkauft. Hier ist er bereits seit zehn Jahren an Bord und konnte über 35 % als Durchschnittsrendite einfahren. In einem CNBC-Interview gab er 2021 preis, sein durchschnittlicher Kaufpreis läge bei 14,50 USD. Nvidia ist erst eine vergleichsweise kurze Zeit in seinem Portfolio, ebenso Vertiv Holdings. Beide zählen zu den großen Profiteuren des KI-Booms und Ron Baron nahm hier jeweils mehr als ein Fünftel seiner Position vom Tisch; bei Vertiv hatte er bereits im Vorquartal mehr als ein Viertel seiner Aktien verkauft. Im Gegenzug hat er ganz massiv bei Apple aufgestockt, allerdings ist und bleibt es eine vergleichsweise kleine Position in seinem Portfolio. In ähnlicher Größenordnung kaufte er auch bei AvalonBay Communities und Equity Residental zu, zwei Immobilienunternehmen mit Schwerpunkt auf Apartments.

Tesla bleibt der Spitzenwert in Ron Barons Portfolio und trotz des Teilverkaufs blieb sein Depotgewicht annähernd gleich. Elon Musk hatte bahnbrechende Entwicklungen für das kürzlich stattgefundene Event "We Robot" versprochen, aber Handfestes kam dabei nicht heraus. Insbesondere das von seit 2016 immer wieder als "demnächst marktreif" angepriesene autonome Fahrsystem FSD überzeugt nicht und sein flächendeckender Einsatz wurde nun auf Anfang 2025 verschoben. Großes Interesse weckt allerdings ein anderes Unternehmen von Elon Musk; eines, das weder bei Ron Barons Transaktionen noch in seiner Portfolio-Übersicht auftaucht, da es sich um eine nicht-börsennotierte Firma handelt: das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Und hier hat sich Ron Baron mit einer Milliardensumme engagiert...


Disclaimer: Habe Apple, Nvidia, Vertiv auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 22. Februar 2024

Börsenweisheit des Tages | 22.02.2024

"Scheitern ist eine Option. Wenn Dinge nicht schiefgehen, dann ist man nicht innovativ genug."
(Elon Musk)