Montag, 7. Januar 2019

Portfoliocheck: Bei Apple ist der Wurm drin. Und Warren Buffett freut sich 'nen Ast!

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem sechzehnten Portfoliocheck blicke ich Warren Buffett über die Schulter, der mit Apple [WKN: 865985] als seiner größten Depotposition von dem starken Kurseinbruch des iPhone-Konzerns besonders hart getroffen wurde.

Im dritten Quartal hatte Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway [WKN: A0YJQ2] bei Apple nicht weiter aufgestockt, nachdem man zuvor relativ schnell eine bedeutende Position zusammengekauft hatte. Nun schockte Apple die Börsenwelt mit einer Umsatzwarnung aufgrund schwächelnder Verkaufserfolge in China und die interessanteste Frage ist nun, was Warren Buffett wohl tut. Und wieso...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Kommentare:

  1. Lieber Michael,
    in deinem Artikel ist ein Fehler. Du schreibst, dass 100 Millionen Geräte in der Applesphäre aktiv sind. Das wären dann doch etwas wenig;) Es sind 1,3 Milliarden aktive iOS-Geräte. Das macht den Burggraben und den Bereich Services so groß und lukrativ.
    Ungeachtet dessen interessanter Artikel, bin auch in Apple investiert. Allerdings sehe ich auch, dass Apple in China selbst auch etwas Schuld hat an den schlechteren Verkäufen. Die Preispolitik war zuletzt einfach etwas überzogen, gerade in solchen Märkten. Wenn die Chinesen dann sehen, dass es auch andere gute Smartphones zu deutlich günstigeren Preisen gibt und das auch noch von asiatischen Herstellern, dann muss man als Chinese nicht 1000 Dollar für ein iPhone ausgeben. Aber Apple bleibt auf Wachstumskurs, die Delle jetzt sehe ich als tolle Kaufgelegenheit.

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    1. Danke für den Hinweis! Allerdings sind 1,3 Milliarden ja auch "mehr als 100 Millionen" und damit die Aussage zumindest nicht falsch; wenn auch etwas unkonkret. =)

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    2. Das ist objektiv natürlich richtig,;-) Eine Korrektur im Artikel fände ich trotzdem angemessen, da es schon ein fundamentaler Unterschied ist, ob man als Anleger von mehr als 100 Millionen oder mehr als einer Milliarde ausgeht;-)

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  2. "und damit den S&P 500-Index meilenweit abhängen"

    Das ist richtig, aber trotzdem nur die halbe Wahrheit. Buffett hat den S&P 500 nicht zuletzt deshalb geschlagen, weil er mit einem hohen Fremdkapitalhebel arbeitet. Mit einem gehebelten ETF auf den S&P hätte man zumindest die letzten 20 Jahre sogar besser abgeschnitten als Berkshire.

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  3. Buffet ist ein Genie, daß er bei so großen Geldmengen noch so gut performt. Sein Anlageuniversum beschränkt sich jetzt auf max. größen 100 Unternehmen. Deshalb sollte man als kleiner Investor nicht darauf schauen, was Buffet jetzt macht, sonder als er noch keine Milliarden zu bewegen hatte.

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    1. Es widerspricht aber der Natur der (meisten) Anleger, sich bei den unbeliebten Aktien antizyklisch einzukaufen und das Tal durchzustehen. Daher ist das kein realistischer Investmentansatz für den typischen Kleinanleger und der fährt daher viel besser, wenn er einfach Buffetts Trades kopiert. Damit dürfte man immer noch besser als der S&P 500 abschneiden auf lange Sicht und somit besser performen als 90% der Fondsmanager. Keine sooo schlechte Strategie, oder?

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    2. Wenn man nicht den richtigen Charakter hat, wird man mit "Buffets" Aktien genau so auf die Schnautze fallen. Denn diese können genauso um über 50% fallen, wie jede andere Assetklasse im Laufe der Zeit. Der Typische Kleinanleger ist wie der Typische institutionelle Anleger ein performance chaser, der der Rendite hinterherläuft, wie die Katze ihrer Schwanzspitze. Deshalb haben die meisten Menschen, nichts an der Börse verloren.

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  4. Ein Großteil der Investoren bei Peter Lynchs magellan fund haben genauso Verluste geschoben, weil sie die Schwankungen nicht ausgehalten haben und der Rendite immer hinterher gelaufen sind. Einer dir wichtigsten Treiber der Börse und der Wirtschaft, den die wenigsten begriffen haben, ist die "regression to the mean" und nicht die Extrapolation der jüngsten vergangenheit in die Zukunft.

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    1. "Regression to the mean" ist ein guter Punkt. Das sieht man ja auch bei Fondsmanagern oft: wer in den letzten drei Jahren besonders gut abgeschnitten hat, versagt oft in den kommenden Jahren. Einerseits, weil man frühere Erfolge nicht einfach in die Zukunft fortschreiben kann, und dann auch, weil sich die Voraussetzungen geändert haben. Alleine schon wegen des bisherigen Erfolgs fließen dem Top-Fonds frische Gelder zu, die erstmal investiert werden müssen - aber zu aktuellen Möglichkeiten. Mehr Geld bringt aber nicht automatisch mehr Ergebnis. Und wenn es (zu) viel frisches Geld ist, dann kann dies auch belastend wirken. Wenn z.B. ein Nebenwertefonds aufgrund seiner angewachsenen Größe z.B. in bestimmte kleinere Werte gar nicht mehr investieren kann, mit denen er in der Vergangenheit aber die besten Resultate eingefahren hat.

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    2. Um langfristig den Markt schlagen zu können, muss man es in Kauf nehmen den Markt bis zu 3 Jahren underzuperformen insbesondere am Ende eines Bullenmarktes, wo nur noch Trends unabhängig von der Bewertung in die Höhe schießen. Kein Fondsmanager kann es sich jedoch leisten so lange dem Markt hinterherzuhinken. Bereits nach einem Jahr ist die Hälfte der Anleger weg und nach 2 Jahren min. 90%. So mussten Ende 99/2000 viele gute Valueinvestoren das Handtuch schmeißen und dicht machen, weil alle nur noch dot.com Schrott haben wollten. Wäre Buffet damals angestellter, wäre er längst rausgeflogen...
      Ich sehe jetzt die gleichen Parallen zu den Fang Aktien und vielen Techaktien und glaube, dass diese über einen sehr langen Zeitraum underperformen werden. Apple zähle ich natürlich nicht dazu

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  5. Hallo Michael,
    vielen Dank für deinen Artikel! Wie immer sehr lesenswert. Ich bin zwar nicht von den Produkten überzeugt aber ich habe mich trotzdem mit den Aktien eingedeckt. U.a. wegen der Markentreue der Fans, der guten monetarisierungsrate im Appstore und des enormen Kapitalstocks. Ich hoffe zudem, dass Apple in naher Zukunft endlich mal wieder ein "next big thing" vorstellen wird oder wenigstens mal eine größere Firmenübernahme anpeilt.
    Was ist eigentlich mit dem Steuerdeal in den USA geworden?

    MfG,
    Markus

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  6. Im Artikel (übrigens auch in anderen Artikeln) wird erwähnt, dass Apple net cash von 130 Mrd besitzt. Im Q4-FY18 sind unter dem Posten Total current assets rund 131 $ Mrd, aber da müsste man ja noch Schulden abziehen, oder liege ich da falsch? Unter Total liabilities stehen 259 Mrd., das sind sicher zum Teil auch zinstragende Finanzverbindlichkeiten.

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