Dienstag, 17. Juli 2018

Buy & Hold: Geh den Weg des Warren Buffett und investiere erfolgreich(er)

Warren Buffett liebt und lebt das Prinzip des Buy & Hold, des Kaufens und Behaltens. Seine bevorzugte Anlagedauer sei für immer, hat er öffentlich verkündet. Und wenn man sich die größten Positionen in dem Portfolio seiner Investmentholding Berkshire Hathaway ansieht, so sind sie teilweise seit Jahren und Jahrzehnten unverändert: Wells Fargo, American Express, Coca Cola. Auch seine im lukrativen Duracell-Deal eingetauschten Procter & Gamble-Aktien hielt er weit mehr als 10 Jahre - sie resultierten aus seinem Einstieg bei Gillette, die dann später von P&G übernommen wurden.

Seine Einstellung zum langfristigen Investieren legt Buffett auch immer wieder in seinen Jahresberichten dar, die er den Berkshire-Aktionären und Anlegern weltweit zur Verfügung stellt. Zwei besonders bemerkenswerte Passagen aus Jahresberichten von Mitte der 1990er Jahre möchte ich heute mal aufgreifen und in Erinnerung rufen.

Montag, 16. Juli 2018

Börsenweisheit der Woche 29/2018

"Es braucht drei Bärenmärkte, um zu wissen, was zu tun ist. Der erste löscht dich fast aus, im zweiten lernst du zu überleben und den dritten packst du am Genick und genießt es."
(Crispin Odey)

Sonntag, 15. Juli 2018

Legendäre Investoren: Benjamin Graham, der "Dekan der Wall Street"

Benjamin Graham (* 9. Mai 1894 in London als Benjamin Grossbaum; † 21. September 1976) war ein einflussreicher US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendärer Investor. Er gilt als Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse, der Basis für das Value Investing.

Zwischen 1928 und 1957 lehrte Graham an der Columbia University, wo auch Warren Buffett zu seinen Schülern gehörte. 1934 veröffentlichte Graham gemeinsam mit David Dodd das Buch "Die Geheimnisse der Wertpapier Analyse" (orig.: "Security Analysis"), welches noch heute als Bibel für Value-Investoren gilt. 1949 erschien die Erstausgabe von "Intelligent investieren" (orig.: "The Intelligent Investor"), einer etwas populärwissenschaftlicheren Version von "Security Analysis".

Samstag, 14. Juli 2018

Empfehlungsliste

Performance seit Erstempfehlung inkl. Brutto-Dividenden.














»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also, Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass Ihr Euch Eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, Euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt Ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit Euch ins Gespräch kommen, von Euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Transaktionen auf meiner Empfehlungsliste
Auf der Transaktionsliste finden Sie alle bisherigen Aufnahmen und Streichungen auf meiner Empfehlungsliste.

▶ Investor-Update
Die Empfehlungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher in unregelmäßigen Abständen, wie die Entwicklungen bei den einzelnen Unternehmen sich in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 13. Juli 2018

Schnäppchenjäger aufgepasst: It's Prime Day - bei Blue Cap!

Die Beteiligungsgesellschaft Blue Cap (WKN: A0JM2M) habe ich ja schon länger auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Nach einer mehrmonatigen Konsolidierungsphase war der Kurs in kurzer Zeit stark gestiegen und konsolidiert nun diesen Kursanstieg. Doch nach dem Hauptversammlung und der Dividendenausschüttung lastet erheblicher Abgabedruck auf der Aktie und viele Anleger fragen sich nach den Gründen. Nun, die kenne ich nicht. Aber ich habe so meine Vermutungen...

Es gibt aktuell Verunsicherung bzgl. der gemeinsamen Zukunft mit der PartnerFonds AG und wie das alles laufen wird. Vielleicht hatte sich der eine oder andere hier mehr Infos auf der Hauptversammlung am Freitag versprochen? Und gestern gab es bei wallstreet-online ein Interview mit Oliver Kolbe, dem CEO von PartnerFonds - auch da ist nicht viel Substanzielles zur Zukunft der Blue Cap-PF-Zukunft herauszulesen. Das ist aber auch nicht wirklich wichtig! Denn die Aussagen von Blue Cap waren eindeutig...

Donnerstag, 12. Juli 2018

Börsenlegende Philip A. Fisher: Erfolgreicher Growth-Investor, Buffett-Inspirator und Wegbereiter des Quality Investings

Philip Arthur Fisher (* 8. September 1907; † 11. März 2004) war ein US-amerikanischer Wertpapieranalyst und Vermögensverwalter. Er litt unter dem Asberger-Syndrom.

Philip A. Fisher
Er schrieb drei Bücher über das Investieren, von denen "Common Stocks and Uncommon Profits" ("Die Profi-Investment-Strategie") das wichtigste ist. Fisher setzt sich darin mit den beiden Werken Benjamin Grahams, des "Dekans der Wall Street", auseinander und vertrat die Auffassung, dass der günstige Preis eines Wertpapiers nicht entscheidend sei, wenn ein wirklich hervorragendes Unternehmen mit nachgewiesener Profitabilität und ausgezeichneten Wachstumsaussichten dahinter stünde. Die nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens, um sich vor der Konkurrenz zu schützen und ihr voraus zu sein, sowie ein integeres Management waren für Fisher die entscheidenden Merkmale.

Wegbereiter des Quality Investings
Anstatt beim Kauf der Aktien einige Prozente einzusparen, setzte er darauf, dass sich der Aktienkurs entsprechend der Gewinnentwicklung des Unternehmens über Jahre und Jahrzehnte erhöht und vervielfacht. Dabei propagierte Fisher eine möglichst lange Haltedauer der Geschäftsanteile ("Buy&Hold"), während Benjamin Graham eher auf Gewinnmitnahmen setzte.

Im Grunde war Fisher kein reiner Value Investor, sondern verband in seiner Anlagestrategie die Vorzüge des Value Investings mit denen des Growth Investings; er war somit Wegbereiter des Quality Investings. Fishers Ansatz hat die Investmentstrategie von Warren Buffett und Charlie Munger maßgeblich beeinflusst und ist einer der wesentlichen Faktoren für den herausragenden Erfolg ihrer Investmentholding Berkshire Hathaway.

Dienstag, 10. Juli 2018

TTL Beteiligungs- und Grundbesitz: Auf dem Weg zum Big Player bei Gewerbeimmobilien

Die Aktie der TTL Beteiligungs- und Grundbesitz AG (WKN: 750100) habe ich ja schon einige Zeit auf meiner Empfehlungsliste sowie in meinem Depot und die Entwicklung übertrifft alle Erwartungen. Großaktionär Prof. Dr. Schmidt hat den Umbau der TTL noch schneller umgesetzt, als es abzusehen war und durch mehrere Kapitalerhöhungen - zumeist gegen Sacheinlage - den Anteil an der GEG German Estate Group immer weiter erhöht. Allerdings nie direkt, sondern über das Einbringen und Kaufen von Anteilen an den Gesellschaften, denen die GEG-Anteile gehören.

Seit dem Neustart der TTL vor knapp einem Jahr hält das Unternehmen die Schlagzahl hoch und stockt in kurzen Abständen seine Positionen weiter auf. Der Kurs folgt diesem Ausbau bisher mühelos, obwohl die Beteiligungsstruktur der DIC Asset-Gruppe und der Zwischenholdings mit fast identischen Namen vermutlich auch Profis bisweilen den Überblick verlieren lassen. Und auch ich hatte Schwierigkeiten, den vielen Meldungen noch folgen zu können. Doch damit ist nun Schluss...

Montag, 9. Juli 2018

Börsenweisheit der Woche 28/2018

"Menschen können nur sehr schwer mit der Unsicherheit leben. Um damit fertig zu werden, flüchten sie sich gern in ein falsches Gefühl der Sicherheit, indem sie Sicherheit an die Stelle von Unsicherheit setzen. Daraus entsteht der Herdeninstinkt."
(Bennett W. Goodspeed)

Freitag, 6. Juli 2018

Vectron Systems feuert den Hoffnungsträger: Das war's dann jetzt wohl, oder?

Vectron Systems (WKN: A0KEXC) war ein Highflyer der Börse, weil man mit Coca Cola (WKN: 850663) einen Weltkonzern als Partner gewinnen konnte für seine BonVito-App. Unter dem Namen "GetHappy" sollte nun das große Rad geschwungen werden, doch der Start verzögerte sich immer weiter und liegt inzwischen gut ein Jahr hinter den ersten vollmundigen Ankündigungen.

Zum Jahresanfang kam dann ein neuer, frischer Wind ins Unternehmen, als der Gründer und CEO Thomas Stümmler seinen Posten räumte und in den Aufsichtsrat wechselte. Als neuen CEO und Hoffnungsträger gewann man Oliver Kaltner, der dem ausgepowerten Kassensystemhersteller neue Energie einhauchte. Und eine grundlegend überarbeitete Strategie. Kaltner präsentierte das Unternehmen und seine Vision dann auch auf diversen Kapitalmarktkonferenzen und wurde als durchgehend überzeugend, mitreißend und kompetent wahrgenommen. Der Kurs erholte sich auch schnell von seinen zwischenzeitlichen Tiefstständen und lag bisweilen mehr als 20% im Plus. Doch damit ist jetzt Schluss...

Mittwoch, 4. Juli 2018

Christopher H. Browne mahnt: "Es ist so gut wie unmöglich, mit Markt-Timing zuverlässig Geld zu verdienen!"

Die Börsen schwanken heftig und die meisten Anleger starren gebannt auf die Aktienkurse. Sie denken, "hätte ich mal da bloß verkauft" oder "wäre ich zu dem Zeitpunkt mal eingestiegen".

Doch diese Gedanken sind müßig, weil sie sich mit der Vergangenheit beschäftigen und zeigen, dass wir es nicht mit einem Investor zu tun haben, sondern einem Zocker. Denn er betrachtet die Aktienkurse als Chance, schnell reich zu werden, die Kursschwankungen sind für ihn der Gradmesser. Dabei orientieren sich die erfolgreichen Value Investoren nicht am Kurs, sondern am Wert einer Aktie.

»Es ist so gut wie unmöglich, mit Markt-Timing zuverlässig Geld zu verdienen; es lohnt sich mehr, langfristig zu investieren und Unebenheiten auszuhalten.«
(Christopher H. Browne)

Dienstag, 3. Juli 2018

Das neue Leben des Finanzinvestors KKR & Co.

Den US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co. (WKN: A1C10P) hatte ich früher mal im Depot und auf meiner Empfehlungsliste - mit durchwachsenen Ergebnissen. Ich habe ihn dann aber gestrichen, wie auch den größeren Mitbewerber Blackstone Group (WKN: A0MSM5), weil die Rechtsform der Limited Partnership (L.P.) zu erheblichem Ungemach mit dem deutschen Fiskus und ständigen Hin- und Herbuchungen sowie Stornierungen bei den Orders und Dividendenausschüttungen geführt hatte. Schade eigentlich, denn von den Tiefstständen Anfang 2016 bei knapp 11 Euro hat sich der Kurs inzwischen glatt verdoppelt. Allerdings war der Absturz zuvor auch heftig gewesen, da KKR besonders stark im US-Öl- und Gasmarkt engagiert war/ist und der Ölpreisabsturz forderte damals seinen Tribut.

Künftig könnte KKR &Co. für mich als Investment aber wieder interessant werden und das liegt nicht an der neuen ISIN (US48251W1045), die das Unternehmen seit Anfang Juli ziert, sondern hat viel handfestere Gründe...

Montag, 2. Juli 2018

Welche Auswirkungen hat die Börsengötterdämmerung im Automobilsektor auf Zulieferer wie Aumann, Delignit, H&R, Leoni, MAX Automation, MBB, MS Industrie, Osram und Technotrans?

Der Automobilsektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland: Dreiviertel der Autos werden exportiert, fast 8% der Wirtschaftsleistung Deutschlands geht auf den Automobilsektor zurück, die einen Jahresumsatz von mehr 400 Mrd. Euro erzielt. Das beinhaltet nicht nur die Global Player BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000) und Volkswagen (WKN: 766400), sondern auch die Zulieferbranche, wie Continental (WKN: 543900), Osram (WKN: LED400) oder Schaeffler (WKN: SHA015). Insgesamt sind hier rund 800.000 Menschen beschäftigt. Und die Gewinnwarnungen bei einigen von ihnen zeigen, dass sich hier großes Ungemach zusammenbraut, das seinen Ursprung im aufziehenden Wirtschaftskrieg hat, den Donald Trump dem Rest der Welt aufzwingt. Die US-Steuerreform, die Strafzölle auf Stahl und Automobilimporte zeigen erste negative Wirkungen und gerade die US-Strafzölle auf Autos könnten Deutschlands Wirtschaft hart treffen.

Jenseits der großen DAX-und MDAX-Konzerne gibt es auf dem deutschen Kurszettel eine Reihe von Unternehmen, die im Automobilsektor tätig oder vom ihm abhängig sind. Enige davon habe ich auf meiner Empfehlungsliste, wie Aumann (WKN: A2DAM0), H&R (WKN: 775700), Leoni (WKN: 540888), MAX Automation (WKN: A2DA58), MBB (WKN: A0ETBQ), MS Industrie (WKN: 585518) oder Technotrans (WKN: A0XYGA) und wenn sich das Sentiment einer ganzen Branche eintrübt, wäre es fahrlässig, seine Positionen nicht zu überdenken. Und das habe ich...

Börsenweisheit der Woche 27/2018

"Der Zinseszinseffekt ist kein Argument für oder gegen Dividenden, sondern für das Wiederanlegen der Erträge."
(Michael C. Kissig)

Sonntag, 1. Juli 2018

Gegenwind bei Greiffenberger nimmt wieder zu

Bei der angeschlagenen Beteiligungsgesellschaft Greiffenberger (WKN: 589730) habe ich auf die Übernahme durch Blue Cap (WKN: A0JM2M) gesetzt, nachdem diese eine zehnprozentige Kapitalerhöhung gezeichnet hatte. Das war nötig, weil Greiffenberger sich seit Jahren an der Insolvenz vorbei hangelt und stark überschuldet ist. Nun war Hauptversammlung und das Unternehmen hat keinerlei Aussagen zum Einstieg von Blue Cap oder dem Fortgang der Übernahmegespräche getätigt. Gleichzeitig hat allerdings Blue Cap-CEO Dr. Hannspeter Schubert zuletzt noch bekräftigt, man sei weiterhin in Gesprächen. Jedoch sei Blue Cap nicht an der Greiffenberger AG interessiert, sondern ausschließlich an der einzig verbliebenen Tochter Eberle.

Was mich veranlasst, Greiffenberger von meiner Empfehlungsliste zu streichen, sind allerdings gleich mehrere Faktoren...

Fielmann: Das ist nicht mehr viel, Mann...

Die Optikerkette Fielmann (WKN: 577220) reiht sich ein in die länger werdende Schlange der Unternehmen, die mit Gewinnwarnungen den Markt negativ überraschen. Der Aktienkurs brach darauf hin zweistellig ein auch ich habe meinen Investmentcase überdacht - und musste feststellen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Ich hatte das "Family-Business mit Durchblick" vor gut einem Jahr auf meine Empfehlungsliste genommen, weil ich davon überzeugt war, dass Fielmann seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben könnte. Die Menschen werden immer älter und brauchen immer früher eine Sehhilfe; dazu hatte Fielmann begonnen, auch Hörgeräte in seinen Läden anzubieten - sehr clever, denn die kann man kaum über das Internet verkaufen, sondern die müssen ganz individuell angepasst und eingestellt werden. Hierzu kommen die Kunden persönlich in den Laden und damit schlägt Fielmann zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die Online-Konkurrenz von Mr. Spex oder Brille24 setzt Fielmann schon zu. Auch wenn deren Marktanteilsgewinne bisher hauptsächlich die kleinen Mitbewerber getroffen haben und nicht Fielmann selbst. Darüber hinaus weitet Fielmann sein Erfolgsmodell auch auf die angrenzenden Staaten aus.

Nun hat Fielmann Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr präsentiert und kam mit einer saftigen Gewinnwarnung um die Ecke...

Freitag, 29. Juni 2018

Surteco spürt immer mehr Gegenwind: Gewinnwarnung ante portas?

Der Oberflächen- und Beschichtungsspezialist Surteco SE (WKN: 517690) hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, nachdem man die fast unverdauliche Riesenübernahme Süddekor endlich verarbeitet hatte. Das Unternehmen hatte wieder Übernahmeappetit entwickelt und sich auch strategisch neu aufgestellt. Seit Aufnahme auf meine Empfehlungsliste vor etwas mehr als zwei Jahren konnte Surteco immerhin eine Rendite von über 30% erzielen. Doch die weiteren Aussichten trüben sich nun deutlich ein...

Murmeltiertag: Genworth Financial geht mit China Oceanwide in die 5. Übernahmerunde

Und täglich grüßt das Murmeltier... so könnte man das Geschehen rund um die Übernahme des US-amerikanischen Versicherungskonzerns Genworth Financial (WKN: A0CA8M) durch China Oceanwide (WKN: A14M74) wohl am besten beschreiben. Nachdem die beiden Unternehmen die freundliche Übernahme zu 5,43 Dollar je GNW-Aktie vereinbart und die Hauptversammlungen jeweils grünes Licht gegeben hatten, standen "nur" noch einige behördliche Genehmigungen aus, so dass Mitte 2017 alles unter Dach und Fach sein sollte. Nun, wie wir wissen kam alles ganz anders und der Übernahmeprozess zieht sich bis heute wie Kaugummi hin. Und wird sich weiter hinziehen, wie die jüngste Meldung der Unternehmen erklärt...

Donnerstag, 28. Juni 2018

Warum Warren Buffett nicht in Bitcoin, 3D-Druck oder Biotech investiert

Warren Buffett ist der weltweit bekannteste und erfolgreichste Value Investor und er investiert anhand bestimmter Kriterien in Aktien. Anfangs waren diese vor allem durch die Lehren seines Mentors und Lehrers Benjamin Graham geprägt und stützen sich vor allem auf Kennzahlen und starke Unterbewertungen. Sein Partner bei Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) Charlie Munger inspirierte ihn, sich stärker an Markt- und Preissetzungsmacht, Wettbewerbsvorteilen, hohen Eigenkapitalrenditen und steigenden Cashflows zu orientieren und so hat sich Warren Buffett vom Value Investor zum Quality Investor weiterentwickelt.

Diese Kriterien sind nicht auf bestimmte Branchen beschränkt sondern finden sich übergreifend bei vielen Unternehmen bzw. ihren Aktien. Und doch setzt Buffett bekanntlich auf eher langweilige Branchen und ist nicht auf der Suche nach den "Investmentstorys von morgen". Dabei ist abzusehen, dass die Biotech-Branche die Welt verändern wird, ebenso der 3D-Druck. So wie vormals die Autoindustrie oder die Eisenbahn. Weshalb also Buffetts Zurückhaltung?

Im Prinzip ist es ganz simpel: denn Buffett interessiert sich nicht dafür, ob eine Branche oder ein Unternehmen etwas Revolutionäres erfindet, ob es die Welt verändert oder fast aus den Angeln hebt. Er versucht nicht, heute schon in das Iphone von morgen zu investieren, oder in das nächste Blockbuster-Medikament. Das überlässt er anderen. Denn die meisten dieser Pioniere scheitern und gehen Pleite. Zurück bleiben einige wenige Anbieter, die sich durchgesetzt haben.

Montag, 25. Juni 2018

UeT macht jetzt Nägel mit Köpfen: Kapitalerhöhung und Übernahme

Lange Jahre kämpfte die UeT United Electronic Technology AG (WKN: A0LBKW) mit Umsatzschwund, erodierenden Margen und Verlusten und die Zeichen standen auf Exitus. Doch Mitte 2016 wurde der - erste ernsthafte - Versuch unternommen, das Ruder herumzureißen. Forderungsverzicht, Sachkapitalerhöhung durch Einbringung wichtiger Unternehmensteile und Verkauf von schlecht laufenden Beteiligungen standen auf einmal auf der Agenda und ich nahm die UeT als Turnaround-Spekulation auf meine Empfehlungsliste auf. Mit durchwachsenem Erfolg bisher, denn die Sanierung zeigte sich zähleibig.

Seit Kurzem ist das anders: UeT kann innerhalb weniger Tage gleich mehrere Meilensteine im Sanierungsprozess vermelden und dürfte am dem nächsten Jahr wieder ein ganz normales Unternehmen sein, das nach klassischen Bewertungsmaßstäben zu bewerten ist. Und das ist gerade passiert...

Investor-Update: 3U Holding, Amazon, Blue Cap, capsensixx, Deutsche Rohstoff AG, MBB, PEH Wertpapier, Texas Pacific Land Trust, TTL Beteiligung und Grundbesitz, UeT

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Neben meinen fünf größten Positionen Texas Pacific Land Trust (WKN: 985172), Blue Cap (WKN: A0JM2M), Amazon (WKN: 906866), MBB (WKN: A0ETBQ) und 3U Holding (WKN: 516790) geht es heute um capsensixx (WKN: A2G9M1), die Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7), PEH Wertpapier (WKN: 620140), UeT United Electornic Technology (WKN: A0LBKW) und TTL Beteiligung und Grundbesitz (WKN: 750100).

Börsenweisheit der Woche 26/2018

"Man läuft Gefahr zu verlieren, wenn man zu viel gewinnen möchte."
(Jean de la Fontaine)

Freitag, 22. Juni 2018

Sturm im Wasserglas? DBAG-Kurs knickt wegen Gewinnwarnung nach BaFin-Bilanz-Rüge ein

Schreck in der Morgenstunde: die Deutsche Beteiligungs AG (WKN: A1TNUT) musste eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 aussprechen und mitteilen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen Verstoß gegen Rechnungslegungsvorschriften vorwirft. Im vorbörslichen Handel brach der Aktienkurs der DBAG daraufhin um mehr als 5% ein und rauschte bis auf fast 32 Euro in die Tiefe.

Sturm im Wasserglas?
Inzwischen hat sich der Kurs wieder deutlich erholt und notiert nur noch moderat im Minus. Also nur ein Sturm im Wasserglas oder doch schwerwiegende Verfehlungen beim deutschen Vorzeige-Finanzinvestor?