Samstag, 8. Dezember 2018

Beobachtungsliste

Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste.














»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also, Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Transaktionen auf meiner Beobachtungsliste
Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update
Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher in unregelmäßigen Abständen, wie die Entwicklungen bei den einzelnen Unternehmen sich in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 7. Dezember 2018

John Templeton und die spannende Frage, ob man gerade jetzt Aktien (ver)kaufen sollte

Seit jeher treibt Anleger die Frage um, ob gerade jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, Aktien zu kaufen. Und diese Frage stellt sich fast täglich neu, nie scheint wirklich klar zu sein, ob es endlich soweit ist.

Blicken wir auf das laufende Jahr zurück, markierten einige Börsenindizes neue  Allzeithöchststände, während andere bereits in einen Korrekturmodus umschwenkten. In den letzten Wochen neigen die Börsen nun weltweit zur Schwäche und viele Anleger werden nervös und versuchen, Gewinne mitzunehmen und damit ihre bisherige Börsengewinne zu sichern. Begleitet wird das Ganze mit einer bisweilen schon fast panikartigen Stimmungslage. Doch sind Verkäufe zum jetzigen Zeitpunkt wirklich eine sinnvolle und gewinnbringende Strategie?

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Kostolany lehrt uns: An der Börse ist zweimal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins

Der erfolgreiche Börsenspekulant, Bonvivant und Autor André Kostolany hat zahlreiche Bücher verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen. Sein Buch "Kostolanys Börsenseminar" war das erste Buch, das ich jemals über das Thema Börse gelesen habe. Und ich habe nicht nur viel über sie gelernt, sondern es hat mich auch mit dem bis heute anhaltenden Börsenfieber angesteckt. Über eine seiner vielen Weisheiten möchte ich heute sprechen, denn es geht um die Schwankungen der Börsenkurse, ihren nicht linearen Verlauf und wie Anleger sie bei ihrer Aktienanlage als etwas Natürliches akzeptieren sollten.

»An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins. Und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten.«
(André Kostolany)

Ich halte ja nichts von Charttechnik, aber wenn man sich den Verlauf von Börsenkursen ansieht erkennt man schnell, dass sie nicht linear von einem Punkt zum anderen führen, sondern ein ziemliches Hin- und Hergezucke sind. Auch wenn sich aus ihnen eine Tendenz ablesen lässt und man sie durch Verbinden des Startpunkts der Ansicht mit dem Endpunkt "glätten" kann. Manche Kurscharts vermitteln den Eindruck, als würde es mit der Aktie nur nach oben gehen, schnurgerade von links unten nach rechts oben. Aber natürlich gibt und gab es unterwegs immer Schwankungen, meistens sogar deutliche Kurseinbrüche, die sich im Nachhinein beim Betrachten des Kursverlaufs als Kaufgelegenheiten entpuppen. Aber Hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger.

Montag, 3. Dezember 2018

Portfoliocheck: Daniel Loeb erringt mit United Technologies-Aufspaltung Etappensieg

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem dreizehnten Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und daher sorgt sein Einstieg bei Unternehmen dort nicht unbedingt für Freudentränen. Denn Loeb kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die seiner Meinung nach richtige Spur zu treiben.

Mit seinem Einstieg bei United Technologies (WKN: 852759) scheint er ein sehr gutes Näschen gehabt zu haben. Dort hat er schon länger eine Aufspaltung gefordert und das Management immer stärker unter Druck gesetzt. Im dritten Quartal hatte Third Point seine große Position weiter aufgestockt und nun gab es Ende letzter Woche gleich zwei Meldungen vom Unternehmen, die die Herzen der Aktionäre höher schlagen lassen dürfte. Und für Daniel Loeb eine weitere Bestätigung darstellen und seinen Investoren eine satte Rendite einbringen sollten...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Börsenweisheit der Woche 49/2018

"Börsianer haben einen Geduldsfaden, der in Minuten zu messen ist und nicht in Monaten."
(Heiko Thieme)

Freitag, 30. November 2018

Genworth Financial: Das Ende (m)einer Übernahmespekulation...

Seit nunmehr fast drei Jahren hält mich der US-amerikanische Versicherungskonzern Genworth Financial (WKN: A0CA8M) in Atem. Nachdem Anfang 2016 der Aktienkurs kolossal eingebrochen war, stellte ich mir die Frage, ob es sich um ein Schnäppchen oder eine Value-Trap handeln würde. Ich kam zu dem Urteil, dass der Kurseinbruch deutlich übertrieben wäre und sammelte die Aktien zu €1,72 ein.

In der Folgezeit erholte sich der Kurs, weil die offensichtlich vorhandenen operativen Probleme, vor allem im Bereich der Langzeit-Pflegepolicen, dem Unternehmen wohl doch nicht den Garaus machen würden. Größte bedenken gab es auch wegen der hohen Verschuldung, so dass es nicht ganz unbegründete Zweifel gab, ob GNW sich würde refinanzieren können. Dem stand entgegen, dass GNW neben dem Versicherungsgeschäft zwei werthaltige, börsennotierte Hypothekentöchter in Australien und Kanada hat, so dass der Buchwert je GNW-Aktien eher im zweistelligen Kursbereich anzusiedeln war.

Dann platzte die Bombe: China Oceanwide unterbreitete - in Abstimmung und mit Zustimmung des GNW-Managements - im Oktober 2016 eine Übernahmeangebot, das mit $5,43 je Aktie nur wenige Prozentpunkte über den damaligen Aktienkurs lag. Es folgte eine lange Hängepartie und bis heute ist die Übernahme nicht vollzogen. Was an regulatorischen und politischen Hindernissen liegt. Nun ist man allerdings auf der Zielgeraden und nachdem der Aktienkurs sich wieder nahe an den Übernahmepreis heran gerobbt hat, stelle ich meine Position glatt und steige aus. Denn bei GNW lag ich total richtig. Und doch auch so falsch...

Donnerstag, 29. November 2018

Ken Fisher mahnt: Kurssteigerungen zu verpassen kostet Anleger mehr als ein Crash!

Psychologie bestimmt die Aktienkurse stärker noch als die Faktenlage. Und die menschliche Natur neigt dazu, Negatives deutlich stärker zu gewichten, als Positives. Das liegt in unseren Genen, die auf Überleben getrimmt sind - Gefahr lässt den Körper Adrenalin ausschütten und aktiviert unseren Fluchtreflex. Diese Reflexe sind es, die unserer Spezies das Überleben gesichert haben. Doch in unserer modernen Welt benötigen wir diese Überlebenstechniken immer seltener. Und in manchen Bereichen stehen sie unserem Erfolg sogar im Weg. So auch beim Investieren.

Wenn die Aktienkurse steigen, will jeder dabei sein und die Kursgewinne mitnehmen. Und wenn die Börse abwärts rauscht, will jeder aussteigen, möglichst schnell und zu jedem Preis. Was psychologisch nachvollziehbar ist ("Behavioral Finance"), ist dann allerdings auch der Grund, weshalb Anleger nicht besser, sondern überwiegend schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt. Sie folgen der Herde und können daher nicht besser sein. In der Wahrnehmung konzentrieren sich immer mehr Anleger auf die gleichen Risiken und Themen und überhöhen somit ihre Bedeutung (sog. "Attention Bias") - mit entsprechend starken Auswirkungen auf die Aktienkurse. Dabei neigen wir Menschen dazu, Negatives deutlich intensiver wahrzunehmen, als positive Erlebnisse. Auch negative Nachrichten geben wird wesentlich häufiger weiter als positive. Dass wir also Verluste viel stärker empfinden als Gewinne, nennt man "Dispositionseffekt". Und diese Erkenntnis führt uns zurück zu den Bullen und Bären...

Mittwoch, 28. November 2018

McCormick trotz der Kurskrise und erhöht die Dividende. Fett!

Angesichts teilweise deutlicher Kursabschläge in den vergangenen Wochen und der allgemein eher verhaltenen bis negativen Entwicklung vieler Aktien im laufenden Jahr stechen Gewinneraktien natürlich heraus. Eine solche ist die des Gewürzherstellers McCormick & Company (WKN: 858250), den ich hier im Blog im Sommer letzten Jahres vorgestellt habe. Der Kurs neigte damals zur Schwäche infolge der größten Übernahme der Unternehmensgeschichte und ich war davon überzeugt, dass sich für langfristig orientierte Anleger eine hervorragende Chance bieten würde.

Auch wenn 16 Monate natürlich viel zu früh für eine abschließende Beurteilung sind, so möchte ich sie doch für ein Zwischenfazit nutzen. Denn bisher hat McCormick meine Erwartungen mehr als erfüllt. So summiert sich die Rendite aus Kursgewinnen und Dividendenzahlungen auf bisher gut 65%, wovon alleine 45% auf den Kurszuwachs im laufenden Jahr zurückzuführen sind. Und nun konnte McCormick mit weiteren guten Nachrichten punkten...

Dienstag, 27. November 2018

Portfoliocheck: Ken Fisher kehrt Europa und Bayer den Rücken. Und Buffett...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Kostenloses Probeexemplar des Aktien Magazins anfordern

In meinem zwölften Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Auf lange Sicht hat der Value-Ansatz die Nase vorn, aber die Geschichte zeigt auch, dass selten beide Ansätze gleichzeitig überdurchschnittliche Renditen abwerfen. Und Fisher versucht stets, auf der besseren Welle zu surfen.

Er sieht den Markt "in der letzten Phase eines Bullenmarktes" und auch im dritten Quartal 2018 setzt er stark auf die dann stets besser performenden Technologie-Werte: Amazon (WKN: 906866), Apple (WKN: 865985), VISA (WKN: A0NC7B) und Microsoft (WKN: 870747) hat er hoch gewichtet und bei Rohstoffwerten kräftig aufgestockt. Gar nicht mehr zu sagten ihm hingegen europäische Blue Chips wie Roche (WKN: 855167), Vodafone (WKN: A1XA83) Daimler (WKN: 710000) und Bayer (WKN: BAY001), die er fast vollständig aus seinem Portfolio verbannt hat. Ebenso wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) übrigens...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Apple, Berkshire Hathaway und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 26. November 2018

Was ist... eine Goldene Aktie?

"Eine Aktie, eine Stimme", so lautet der Grundsatz. Doch wie immer gibt es auch Ausnahmen von der Regel, die hier zumeist unter dem Stichwort "Goldene Aktie" zusammengefasst werden. Hierbei werden den Inhabern dieser Aktien mehr oder stärkere Rechte eingeräumt als den übrigen Aktionären, vor allem bzgl. der Ausübung von Stimmrechten. Weitere wichtige Beispiele für „goldene“ Sonderbefugnisse sind Zustimmungs-, Widerspruchs- und Vetorechte bei unternehmerischen Grundsatzentscheidungen (z.B. Satzungsänderungen), sowie beim Eintritt neuer Aktionäre.

Derartige "Goldene Aktien" stammen vorwiegend aus der Phase, als in der Europäischen Gemeinschaft viele Staatsunternehmen privatisiert wurden und sich die Staaten trotz gesunkenen Anteilsbesitzes dennoch größere Mitspracherechte und Einflussmöglichkeiten bewahren wollten. In Deutschland sind derartige Sonderrechte nicht (mehr) gebräuchlich, eine Ausnahme stellt das sog. VW-Gesetz dar, das allerdings immer wieder zu Verstimmungen zwischen Deutschland (bzw. dem Bundesland Niedersachsen) und der EU führt. Die in Deutschland gebräuchlichen Mehrfach- und Höchststimmrechte sind seit 1998 bei börsennotierten Gesellschaften unzulässig. Und nicht nur hierzulande stehen goldene Aktien zunehmend in der Kritik und es dürfte nur eine Frage der zeit sein, bis Gerichte sie endgültig für unzulässig erklären. Und schaut man sich die "Erfolge" der von politisch dominierten Unternehmen und ihren Aufsichtsräten an, sollte man darüber auch nicht traurig sein. VW und sein(e) Skandal(e) ist nur ein Beispiel, die Skandal geschüttelten Landesbanken (WestLB, HSH Nordbank, BayernLB, SachsenLB uswusf.) haben sich längst zum Fass ohne sichtbaren Boden entwickelt.

Vorzugsaktien sind keine "goldenen Aktien"

Nicht zu den "Goldenen Aktien" zählen übrigens die Vorzugsaktien. Bei diesen verzichtet der Aktionär auf sein Stimmrecht und erhält hierfür im Gegenzug einen Bonus, zumeist in Form einer höheren und bevorzugten Dividende ggü. dem stimmberechtigten Stammaktien, die zudem auch bevorzugt ausgezahlt wird.

Börsenweisheit der Woche 48/2018

"Es gibt drei Komponenten, die die Rendite einer Investition ausmachen. Eine ist der Rabatt zum intrinsischen Wert. Die zweite ist das Wachstum des intrinsischen Wertes. Und die dritte ist Geschwindigkeit, in welcher die Lücke zwischen Marktpreis und Wert geschlossen wird."
(Mason Hawkins)

Freitag, 23. November 2018

Warren Buffett warnt: Wegen eines Kursrückschlags gute Aktien zu verkaufen, ist dumm!

Warren Buffett ist der erfolgreichste Investor aller Zeiten, er steht seit 50 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway und hat bereits davor sehr erfolgreich Investment-Partnerships geleitet. Sein durchschnittlicher Vermögenszuwachs pro Jahr beträgt fast 20 Prozent. Und er ist einer drei reichsten Menschen der Welt.

Das kommt nicht von ungefähr, denn Buffett ist Value-Investor. Er sucht nicht nach Aktien, die schnell steigen, sondern nach Unternehmen, deren Aktien zu niedrigeren Kursen zu kaufen sind, als sie wert sind. Auch aus diesem Grund versucht er nicht, den Markt zu timen, die Börsenkurse vorherzusagen. Er schaut nicht einmal regelmäßig nach ihnen, sondern nutzt die Börse nur als Markt, an dem er Aktien kaufen und verkaufen kann. Nach ganz klar definierten Grundsätzen und nicht aufgrund makroökonomischer Überlegungen oder Börsenstimmungen.

»Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde. Ich suche Unternehmen, die ich verstehe und von deren Zukunftsaussichten ich überzeugt bin.«
(Warren Buffett)

Und so erklärt sich auch sein gutes Verhältnis zu Marktkorrekturen, denn während andere Anleger aus dem Markt heraus strömen, beginnt Buffett mit dem Kaufen. Er investiert in solide Unternehmen mit bewährtem Geschäftsmodell und gut prognostizierbaren Umsätzen und Gewinnen. Und vor allem Cashflows. Denn Buffett liebt Cashflows, aus denen speisen sich Dividenden und Aktienrückkäufe, die Buffett für eine entscheidende Komponente hält auf dem Weg des Anlegers zu Wohlstand.

Mittwoch, 21. November 2018

Jubiläum: seit sieben Jahren wird hier intelligent investiert

Das verflixte siebte Jahr - mit dem heutigen Tag liegt es hinter mir. Vor genau sieben Jahren, am 21.11.2011, habe ich das Blog "Intelligent investieren" ins Leben gerufen. Und ich habe es bisher (fast) keinen Tag lang bereut. Das liegt vor allem daran, dass ich über ein Thema schreibe, das mich schon als Schüler interessierte und zunehmend fesselte: die Börse.

Alles begann - für mich - also bereits vor mehr als 30 Jahren und bis zum heutigen Tag fasziniert mich das Investieren und ich beschäftige mich gerne mit seinen vielschichtigen Aspekten.

Dabei war ich nicht immer Value Investor. Ich habe einiges ausprobiert und für meine Fehler reichlich Lehrgeld bezahlt. Also streng genommen für meine Erfahrungen, von denen ich heute profitiere und die ich hier im Blog mit euch teile...

Dienstag, 20. November 2018

Bernard Baruch lehrt uns: "Die Bären machen Schlagzeilen, die Bullen machen Geld!"

Angst und Gier sind die vorherrschenden Emotionen an der Börse und sie sind die Triebfedern für die großen Übertreibungen bei den Aktienkursen, in völlig überzogene Höhen als auch in ungerechtfertigte Tiefen. Unsere evolutionsbedingte Grundkonditionierung legt hierfür die Basis und so neigen wir Menschen dazu, negative Dinge viel stärker wahrzunehmen als positive. Gefahr, Risiko, Angst das weckt unseren Fluchtinstinkt und sollte so unser Überleben sichern. An der Börse hingegen ist rationales, kühles Agieren der Schlüssel zum Erfolg. Und dennoch reizt uns die Gefahr, dieses Gefühl, alles verlieren zu können. Wir sehen deshalb Horrorfilme oder suchen den Kick bei Extremsportarten - natürlich immer in der Überzeugung, dass es am Ende gut ausgehen wird.

Wenig überraschend ist daher, dass auch (selbsternannte oder von Medien richtig wichtig geschriebene) "Börsengurus" viel eher Gehör finden, wenn sie vor der unmittelbar bevorstehenden Finanzapokalypse warnen und uns den heraufziehenden finalen Crash ankündigen. Selbstverständlich nicht ohne dazu passende Tipps, wie man doch noch glimpflich aus der Nummer herauskommt.

Finanzcrash-Gurus gibt es einige und sie tauchen in regelmäßigen Abständen auf und erklären, weshalb die Börsen zu hoch stünden, die Bewertungen übertrieben seien und die Kurse ins Bodenlose abstürzen müssten. Mark Faber ("Dr. Doom") gehört zu dieser Spezies und er wird sicherlich Recht behalten. Wie immer. Denn es wird zum Crash kommen und Anleger werden viel Geld verlieren an der Börse. Das ist sicher! Jeder weiß es. Es liegt am System und an unserer Natur, am Wechselspiel aus Euphorie und Panik. Nur, wir wissen nicht, wann es soweit ist. Und genau das macht den Unterschied aus zwischen Investmenterfolg und Börsenversagen, zwischen Bullen und Bären...

Montag, 19. November 2018

Börsenweisheit der Woche 47/2018

"Wer nicht investiert, solange ein Risiko zu sehen ist, ist nie investiert."
(Lothar Weniger)

Freitag, 16. November 2018

Portfoliocheck: Warren Buffett und der große Run auf die Banken

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Kostenloses Probeexemplar des Aktien Magazins anfordern

In meinem elften Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Börsenlegende Warren Buffett, der im dritten Quartal einige recht interessante Veränderungen vorgenommen hat.

Anders als erwartet, hat seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) nicht etwa deutlich bei Apple (WKN: 865985) weiter aufgestockt, sondern ist beim SAP-Rivalen Oracle (WKN: 871460) eingestiegen. Besonderes stark zugegriffen hat Buffett aber im Finanzsektor, wo er massiv Aktien von Bankwerten auf dem Einkaufszettel hatte: Bank of America (WKN: 858388), Goldman Sachs (WKN: 920332), US Bancorp (WKN: 917523) und Bank of New York Mellon (WKN: A0MVKA) sowie ganz neu bei deren direkten Wettbewerber PNC Financial Services (WKN: 867679).

Einen echten Überraschungscoup landete Buffett aber mit dem Einstieg bei der von seinem Freund Jamie Dimon geführten größten US-Bank JPMorgan Chase (WKN: 850628). Nun hält Buffett maßgebliche Anteile an vier der fünf größten US-Banken. Und er weiß genau, warum...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 15. November 2018

Wie komme ich an Value Investing Wissen, um ein besserer Investor zu werden? (Gastbeitrag von valueDACH)

Erfolgreiche Value Investoren sind meist „Lernmaschinen“, die täglich mehr über Unternehmen, Märkte und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung lernen. Value Investoren, wie Warren Buffett und Charlie Munger, betonen immer wieder, dass sie 80% ihres Tages mit Lesen verbringen. Denn für sie ist Informationsbeschaffung entscheidend für den eigenen Erfolg. Lesen ist also definitiv ein vielversprechender Weg, um ein besserer Investor zu werden. Wir von valueDACH wollen dir aber auch weitere Wege zur Informationsbeschaffung und persönlichen Weiterentwicklung näher bringen...

Dienstag, 13. November 2018

Warren Buffett mahnt: Rechthaben bringt Aktionären die Rendite, nicht Aktionismus!

Beim Aktienkauf wird vor allem auf den Kaufkurs geachtet, den sog. Briefkurs. Er ist entscheidendes Kriterium, wie teuer - oder preiswert - ein Engagement letztlich ist und ab dem Kauf für die meisten Anleger der Maßstab, ob sie eine kluge Entscheidung getroffen haben oder nicht. Zum reinen Aktienkurs kommen aber noch Nebenkosten hinzu, denn sowohl beim Ankauf müssen noch Provisionen und Börsenentgelte gezahlt werde. Ebenso beim späteren Verkauf, wo noch ggf. zusätzlich die eventuell erzielten Kursgewinne versteuert werden müssen.

Üblicherweise werden Aktiengeschäfte von Privatpersonen über Börsenhandelsplätze abgewickelt in Deutschland zumeist über das XETRA-System der Deutschen Börse. Und die Börsen haben ebenso wie die Depotbanken ein großes Eigeninteresse, wenn die Anleger ihre Aktien häufig handeln, denn diese Provisionen fallen bei jeder Transaktion jedes Mal aufs Neue an. Anders die Depotgebühren, die auf den Bestand erhoben werden, egal wie oft dieser in der Zwischenzeit umgeschichtet wurden.

»Investoren werden nicht für Aktionismus bezahlt, sondern fürs Rechthaben.«
(Warren Buffett)

Montag, 12. November 2018

Munger rät: Halte immer Cash in der Hinterhand - falls sich ein guter Deal anbietet!

Liquidität, also die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel, wird zurzeit so schlecht verzinst, wie noch nie. Ob auf dem Girokonto, als Tages- oder Festgeld, die Zinssätze sind historisch niedrig und decken nicht einmal die - selbst moderate - Inflationsrate ab. Es ist daher für den Vermögensauf- und -ausbau erstrebenswert, sich rentierlichere Assets zu suchen. Nur wenn das Geld arbeitet, also in Anleihen, Aktien, Fonds steckt, kann es dort Erträge in Form von Zinsen, Dividenden, Kursanstiegen erwirtschaften; solange es auf dem Konto schlummert, bringt es keine Rendite und schmälert in der Gesamtbetrachtung die Performance.

Man sollte also meinen, stets zu 100 Prozent investiert zu sein, sei der sicherste Weg zu nachhaltigem Reichtum und dass Börsenlegenden wie Warren Buffett und Charlie Munger stets einige Milliarden Dollar als Liquiditätsreserve horten, wäre demnach unerklärlich. Es sollte sich also lohnen, mal genauer hinzusehen...

Börsenweisheit der Woche 46/2018

"Die sicherste Bremse gegen eine wilde Spekulationswut ist der Verlust."
(André Kostolany)

Sonntag, 11. November 2018

Nicht mehr (meine) erste Wahl: Deutsche Balaton, JDC Group, Johnson & Johnson, PEH Wertpapier, PJT Partners, Select Energy Services

Ich hatte ja kürzlich angekündigt, dass ich einiges an meinem Blog verändern möchte und dabei auch die ziemlich lang gewordene Beobachtungsliste ins Visier genommen.

Ich möchte sie künftig wieder kürzer halten, mich auf die aussichtsreichsten Werte konzentrieren und das bedeutet einerseits, dass ich nicht mehr so viele Werte aufnehmen werde, andererseits aber auch in nächster Zeit eine Reihe von Werten streichen werde. Dabei kann es daran liegen, dass das Unternehmen meine Erwartungen nicht erfüllt hat, mein Investmentcase nicht aufgegangen ist, oder dass ich andere Werte auf der Liste habe, die in etwa das gleiche Spektrum/Geschäftsfeld abdecken und aus meiner Sicht einen Tick besser positioniert sind.

Auf jeden Fall möchte ich zu meinen Streichungen jeweils eine kurze Begründung abgeben. Und heute fange ich damit an, indem ich aufzeige, weshalb ich Deutsche Balaton (WKN: A2LQT0), JDC Group (WKN: A0B9N3), Johnson & Johnson (WKN: 853260), PEH Wertpapier (WKN: 620140), PJT Partners (WKN: A140CF) und Select Energy Services (WKN: A2DQFW) von meiner Beobachtungsliste gestrichen habe...

Freitag, 9. November 2018

Portfoliocheck: Mason Hawkins liebt gefallene Engel. Wie General Electric...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das Aktien Magazin von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Kostenloses Probeexemplar des Aktien Magazins anfordern

In meinem zehnten Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street. Sein konträrer Ansatz zahlt sich aus seine Investoren haben ihm inzwischen $35 Mrd. anvertraut - auffällig ist, dass er in letzter Zeit den Märkten allgemein nicht mehr allzu viel zuzutrauen scheint, denn unterm Strich baut er schon länger Positionen ab. Seine Cash-Quote zum Halbjahr lag bei erstaunlichen 77%, was im Umkehrschluss heißt, dass er lediglich zu 23% investiert ist bzw. mit $8 Mrd.

Seite Anfang des Jahres hat Mason Hawkins damit begonnen, eine immer größere Position in Aktien des strauchelnden Industriegiganten General Electric (WKN: 851144) aufzubauen, die inzwischen seine neuntgrößte Depotposition ist. Dabei ist GE mit seinem jüngst verkündeten Rekordverlust von fast $23 Mrd., seiner Dividendenrasur auf nur noch 1 Cent je Aktie und damit einhergehendem Verlust des Status als Dividendenaristokrat sowie seiner radikalen Umstrukturierung geradezu geschaffen für einen Contrarian Investor mit einem Faible für Turnaround-Spekulationen. Sollte man meinen...

zum Artikel auf aktien-mag.de