Samstag, 24. Oktober 2020

Focus Investing: Bernard Baruch rät, besser nur auf einige wenige Aktien zu setzen

An der Frage, ob man auf einen breiten Strauß von Anlagen setzen sollte, oder eher auf einige wenige, sorgfältig ausgewählte Investments scheiden sich seit jeher die Geister. Schon der Volksmund rät bekanntlich, nicht alle Eier in einen Korb zu legen - also das Risiko zu streuen. Und das ist durchaus vernünftig, denn zuerst sollte man immer das Risiko im Blick haben, bevor man auf die möglichen Renditen schaut, das lehrte uns schon Benjamin Graham, der Urvater der Fundamentalanalyse.

Auf der anderen Seite nimmt einem eine zu breite Streuung auch Chancen, denn wenn man mal einen wirklichen Outperformer erwischt und dieser aufgrund der breiten Streuung nur gering im Depot gewichtet ist, verpufft der positive Effekt und zeigt kaum Auswirkungen. Es ist also eine Abwägungsentscheidung und wie Bernard Baruch hat sich Warren Buffett klar positioniert, in dem er zu einer starken Konzentration rät. Allerdings nicht jedem...

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist kein Musterdepot. Sie enthält die Aktien, über die ich hier im Blog schreibe und die ich für interessant/ aussichtsreich genug erachte, um sie auch künftig zu begleiten. Die Liste ist, trotz vieler Überschneidungen, weder identisch mit meinem Investmentportfolio noch mit meinen Wikis.


▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und stelle meine TOP 10 vor.

Freitag, 23. Oktober 2020

Würde Kostolany jetzt Hypoport kaufen? Eine Geschichte über Hartgesottene und Zittrige...

Hypoport gab seine Zahlen zum dritten Quartal 2020 bekannt und die Börse reagierte mit einem scharfen Abverkauf der Aktien, die gegenüber dem kürzlich erreichten Allzeithoch fast 20% in den Keller rauschten.

Ist dies nur eine verdiente Konsolidierung des Kurses und damit eine Einstiegschance für Investoren, oder vielleicht doch das Ende der Wachstumsstory bei Deutschlands Vorzeige-Fintech? Für Kostolany wäre die Sache sicher klar...

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Alibaba ist Jeremy Granthams Top-Wette auf den Boom im Onlinehandel. Und mehr…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 111. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 2. Quartal 2020 schichtete Grantham 12% seines Portfolios um; eine hohe Quote, aber deutlich unter den 20% aus dem Vorquartal. Ende Juni hielt er 736 Positionen, darunter 122 Neuaufnahmen. Auf den vorderen Plätzen gab es wenig Bewegung in seinem Portfolio: Microsoft und Apple führen weiterhin souverän, während sich Alibaba Group vom fünften auf den dritten Rang vorgearbeitet hat, nachdem er seinen Bestand um ein Viertel weiter aufgestockt hat.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 19. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Das Ende des Öl-Zeitalters?!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Börsenweisheit der Woche 42/2020

"Beim Investieren muss man mit unvollständigen Informationen arbeiten, weil man ein Stück Zukunft kauft."
(Li Lu)

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Trifft AB InBev nicht mehr Tom Russos Geschmack?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 110. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 2. Quartal ließ es Tom Russo wieder ruhiger angehen mit einer Turnoverrate von lediglich 1%. Verkäufe dominierten ganz klar. Bei der Swatch Group ist Russo komplett ausgestiegen, die Konkurrenz durch die Apple Watch setzt den Uhrenherstellern mächtig zu. Apple kommt bei den Wearables inzwischen auf einen Marktanteil von 55 Prozent und hat die Apple Watch zum neuen Status Symbol am Handgelenk aufgebaut. Beim Werbevermarkter JC Decaux ist Russo ebenfalls beinahe vollständig ausgestiegen, während er beim weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev "nur" ein Viertel seines Bestands auf den Markt schmiss...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 12. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Was steckt wirklich hinter Teslas Lithium-Deal?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Börsenweisheit der Woche 41/2020

"Wenn du Investments auf jene Situationen limitierst, in denen du kompetent und zuversichtlich bist, und nur auf jene Situationen, wird deine Erfolgsquote sehr hoch sein."
(Joel Greenblatt)

Sonntag, 11. Oktober 2020

Mitarbeiteraktien: Warum Arbeitnehmer unbedingt Aktien haben sollten...

Die Deutschen setzten auf Erwerbsarbeit, auf Sparbücher und die gesetzliche Rente. Angesichts von Negativzinsen ist das Sparbuch offensichtlich eine ganz miese Idee und die Rentenansprüche werden immer mickriger, aber es spricht nichts dagegen, für Geld zu arbeiten. Es kommt eben darauf an, was man dann mit diesem Geld anstellt. Und das macht einen großen Unterschied.

Einfach gedacht bekommen Arbeiter und Angestellte für ihre Erwerbstätigkeit einen Lohn/Gehalt, aber das ist weniger, als sie erarbeitet haben. Denn ein Teil des von ihnen erwirtschafteten Ertrags fließt an das Unternehmen, das sie beschäftigt. Für die meisten Deutschen ist hier schon das Ende des Geldes erreicht. Leider. Doch andere sind etwas cleverer...
»Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns.«
(Bernard Baruch)
Wenn wir verstanden haben, dass nicht alles erarbeitete Geld an uns fließt, sondern ein Teil einbehalten wird, können wir ja auch darüber nachdenken, wie wir an diesen zweiten Teil kommen. Lenins Antwort war Revolution, aber wie grandios das gescheitert ist, kann jeder in den Geschichtsbüchern nachlesen. Lenins Erben heißen nämlich Putin, Lukatschenko, Maduro und sind "gewählte" Diktatoren, die das Volk nach Strich und Faden ausbluten und sich möglichst viel in die eigene Tasche stecken. Aber das ist eine andere Geschichte. Zum Glück gibt es auch einfachere und unblutigere Wege, um an mehr Geld zu kommen...

Freitag, 9. Oktober 2020

Good News bei... Zalando: Die Jahresprognosen müssen schon wieder angehoben werden

Schrei vor Glück, Aktionär von Zalando. Europas führende Online-Plattform für Mode und Lifestyle hebt nach außergewöhnlich starkem und profitablem Wachstum im dritten Quartal die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 an. Damit wiederholt Zalando, was bereits im Juli erfolgte, nachdem das zweite Quartal schon überaus positiv verlaufen war.

Dass Corona und der damit einhergehende Lockdown der Modegeschäfte sowie die die Soppinglaune vermiesenden Abstands- und Hygieneregeln, insbesondere die Maskenpflicht, Onlinehändlern und Plattformbetreibern wie Zalando besonders in die Karten spielt, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Wie sehr, überrascht diese dann aber wohl selbst noch immer wieder. Und angesichts steigender Fallzahlen und drohender neuer Lockdowns, wenn diesmal auch eher regional als landesweit, verschlechtern sich die Aussichten auch nicht wirklich. Nicht für die nächsten Monate, aber auch darüber hinaus nicht...

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mastercard ist Chuck Akres Favorit im War-on-Cash

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 109. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 2. Quartal ist Akre mit einer Turnoverrate von lediglich 4% wieder zu seiner bekannt ruhigen Art zurückgekehrt. Er hält weiterhin 28 Positionen in seinem Portfolio, darunter keine Neuaufnahme. In seinem Depot machen Finanzwerte mit einem Anteil von 42% fast die Hälfte seines Portfolios von gut $13,3 Mrd. aus, gefolgt von Immobilienwerten mit 24,4% und zyklischen Konsumwerten mit 11,4%. Akres größte Positionen blieben American Tower (13,7%) vor MasterCard (13,1%), Moody's (11,7%) und VISA (7,6%). So gesehen alles beim Alten.

Beim digitalen Immobiliendienstleister CoStar Group, dem in den USA führenden Anbieter von Daten-, Analyse- und Marketingdienstleistungen für gewerbliche Immobilienmakler und Mieter, kaufte Akre erneut kräftig auf und zwar satte 118%. Bei Mastercard stockte er hingegen nur moderat auf, doch der digitale Zahlungsdienstleister steht kurz davor, die neue Nummer 1 in Akres Depot zu werden. Aus guten Gründen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
American Tower, CoStar, MasterCard, Moody's, VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Warren Buffett steht auf den unterschätzten Mehrwert von Aktienrückkäufen

"Einfallslos und langweilig" sind die nicht selten zu vernehmenden Einschätzungen, wenn Unternehmen Aktienrückkaufprogramme verkünden. Der Freie Cashflow solle doch lieber im eigenen Unternehmen investiert werden, in die Entwicklung neuer Produkte oder gezielt in Zukäufe. Und diese Sichtweise hat durchaus etwas für sich, sofern das Unternehmen etwas Sinnvolles mit dem Geld anstellt.

Nicht selten werden aber Zukäufe getätigt, die sich dann als Rohrkrepierer erweisen und unter dem Strich das Geld der Aktionäre vernichten. Oder so teuer sind, dass sie in absehbarer Zeit eigentlich keine Rendite einfahren können. Abschreckende Beispiele gibt es zuhauf, wie die Time Warner Übernahme durch AOL oder das Skype-Experiment von Ebay, die Pleite von Rupert Murdochs News Corp. mit MySpace oder die gescheiterte Rover-Übernahme durch BMW.

Wie man anhand dieser Beispiele sehen kann, fahren Aktionäre unter Umständen besser, wenn die liquiden Mittel des Unternehmens in die eigenen Aktien investiert werden, als irgendetwas Dummes mit dem Geld anzustellen. Doch auch Aktienrückkäufe sind kein Selbstgänger, die immer Mehrwert für Aktionäre schaffen. Es kommt eben drauf an...

Montag, 5. Oktober 2020

Kissigs Investor-Update Q3/20 mit Adobe, Amazon, American Tower, Apple, Energiekontor, Funkwerk, Hypoport, Microsoft, PayPal, SBF, Square

Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2020

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die vergangenen Monate zurück und berichte, was sich auf meiner Beobachtungsliste getan hat und stelle die TOP-Werte in meinem Investmentdepot vor. Des Weiteren beschäftige ich mich ggf. auch mal mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Nach dem Corona-Crash zum Ende des ersten Quartals kam es im Verlauf der zweiten zu einer V-förmigen Erholungsrallye an den Börsen. Im dritten Quartal setzte sich die Erholung fort, allerdings strauchelten viele der vermeintlichen Corona-Erholungs-Gewinner, weil es keine wirkliche Erholung gibt. Branchen wie Automobilbau und -zulieferer, Gastronomie, Bierproduktion, Luxusartikel, Events, Touristik liegen noch immer am Boden und die nun anstehende Grippezeit wird die ohnehin bereits wieder steigenden Coronazahlen noch weiter nach oben treiben.

Trotz der heftigen Korrektur im September waren im dritten Quartal erneut die Technologiewerte die Bestperformer, während sich viele andere Werte mit der Erholung noch schwer tun oder nahe ihren Tiefstständen herumdümpeln. Mit meinen Depotschwergewichten fühlte und fühle ich mich recht wohl, daher gibt es auch keine ganz großen Umwälzungen. Kleinere Überraschungen sind in meiner Top 10 allerdings schon dabei. Per Ende September waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Hypoport, Energiekontor, PayPal, Amazon, Microsoft, Square, Funkwerk, Apple, SBF, Adobe. Mit Energiekontor und Apple lediglich zwei neue Top-Werte. Dafür hat sich im hinteren Feld einiges mehr getan...

Börsenweisheit der Woche 40/2020

"Man findet nicht allzu viele perfekte Situationen. Oft ist eine Gelegenheit gerade deshalb eine Gelegenheit, weil die Bedingungen noch nicht perfekt sind. Mit zunehmender Erfahrung kann man das Gute, das großartig werden kann, besser identifizieren und verstehen, welche Schwächen überwindbar sind."
(Ian Cassel)

Freitag, 2. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Der zweitgrößte Aktionär von Sea Limited ist nun… Value Investor Frank Sands

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 108. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im 2. Quartal 2020 hielt Frank Sands 77 Werte im Portfolio im Gesamtwert von 41,3 Milliarden Dollar, darunter 6 neue; seine Turnover-Rate lag bei überschaubaren 8%. Die größte Auswirkung hatte das Wiederaufstocken bei Edwards Lifesciences, die Frank Sands im Vorquartal noch um mehr als ein Viertel reduziert hatte. Bei Sea Limited ließ es Sands zuletzt etwas ruhiger angehen; nachdem er in den Vorquartalen seine Position massiv aufgestockt hatte, kamen im zweiten Quartal "nur" noch einmal knapp 14% hinzu. Sands ist mit 5,71% inzwischen deren zweitgrößter Aktionär hinter Tencent mit 20%. In seinem Depot liegt Sea Ltd. nun mit knapp 7% auf dem zweiten Rang und sitzt damit Amazon direkt im Genick. Möglicherweise läuft es hier auf einen baldigen Führungswechsel hinaus. We will sea... ツ

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Edwards Lifesciences, Sea Ltd. befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Snowflake-IPO - Schmeißt Buffett seine Erfolgsprinzipien über Bord?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Mein Performance-Update für September 2020 zu Börsen, Depot, Wikis

Der September 2020 ist passé und es war wieder einmal ziemlich volatil. Zunächst lief er gut an mit weiteren Kursgewinnen, doch bereits nach einigen Tagen erfolgte eine heftige Korrektur, die alle Börsenindizes erfasste.

Vor allem die Techwerte, die zuvor die Rallye angeführt hatten, kamen zweistellig unter die Räder und auch Apple korrigierte mehr als 20%, nachdem die Aktie im Vorfeld des Aktiensplits um rund 30% zugelegt hatte.

Zeit für (m)eine kurze Rückschau auf die Indizes, meine Wikis und die Entwicklung meines Net Worth.

Dienstag, 29. September 2020

Hidden Champion Fidelity National Information Services: Viel mehr als nur WorldPay?!

Fidelity National Information Services
(FIS) ist hierzulande eher unbekannt, dabei ist es eines der führenden Serviceunternehmen der Finanzindustrie. Mit einem breiten Angebot unterschiedlichster Servicelösungen versorgt FIS Finanzdienstleister, große Genossenschaftsbanken und örtliche Banken mit technischen Lösungen und Support. Die Serviceleistungen von FIS decken sämtliche Geschäfts- und Angebotsbereiche einer Bank ab und machen Finanztransaktionen einfacher, schneller und sicherer.

FIS bietet Komplettlösungen, aber auch Einzelangebote, wie eBanking, Scheckeinzugsverfahren oder Informationsdienste und Services, die mit speziell entwickelten Programmen Teilbereiche des bankinternen Kerngeschäfts abdecken. Im Großkundensegment versorgt der Konzern seine Kunden mit Programmen zur Scheck- und Kreditkartenverifikation, technischen Lösungen zu Abrechnungsverfahren, elektronischen Services zur Kontrolle laufender Transaktionen und einem Service, der die Transaktionen der Banken im Clearing-Netzwerk überwacht.

Das Unternehmen ist der größte Anbieter von Eigentumsversicherungs- und Abwicklungsdienstleistungen in den USA und baut seinen führenden Marktanteil im Segment gewerblicher Immobilien weiter aus. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen strategische Investitionen in seine digitale Plattform getätigt, indem es die Programme WireSafe und startSafe erweitert hat. Darüber hinaus wurden die Kerntechnologien und -integrationen für das Titelproduktionssystem verbessert und die automatisierten Funktionen für Titel und Underwriting weiterentwickelt.

Allerdings verlässt sich FIS nicht alleine auf organisches Wachstum, sondern setzt seit jeher auch auf strategische Übernahmen...

Montag, 28. September 2020

HelloFresh ist mehr als nur ein Corona-Profiteur. Aber auch ein gutes Investment?

Am Geschäftsmodell von HelloFresh gab es immer Zweifel. Das Versenden von Kochboxen kam nicht richtig in Tritt, die Aussicht auf Gewinne rückte in immer weitere Ferne und der Kurs stürzte kräftig ab, als sich Großaktionär Rocket Internet rigoros von seinen Anteilen trennte. Doch das ist Schnee von gestern.

Denn Corona hat dem inzwischen in den MDAX aufgestiegenen Unternehmen ungeheuer Auftrieb verschafft. Die Menschen bleiben öfter zuhause und verzichten auf Restaurantbesuche; wenn auch nicht mehr zwangsweise, wie während des Lockdowns. Essenslieferungen stehen daher hoch im Kurs. Pizzen und Fast Food sind allerdings nicht jedermanns Geschmack und da die Lust der Deutschen am Kochen ungebremst ist, kann sich hier HelloFresh mit seinen Kochboxen immer besser etablieren. Denn es erspart das lästige Einkaufen, das dank Corona noch weiniger Spaß macht, als ohnehin schon, und die Lebensmittel kommen frisch und abgewogen ins Haus. Des Weiteren kommen nicht die Lebensmittel ins Haus, sondern damit verbunden auch abwechslungsreiche Rezepte und Tipps rund ums Kochen.

Doch wie nachhaltig ist die Entwicklung, kann das Unternehmen auch ohne Corona-Unterstützung erfolgreich sein und lohnt sich die Aktie als Investment?

Börsenweisheit der Woche 39/2020

"Am Tiefpunkt zu verkaufen und somit nicht an der anschließenden Erholung teilzunehmen - das ist die Hauptsünde des Investierens. Die Fähigkeit zum Durchhalten erfordert die konsequente Einhaltung eines gut durchdachten Investmentansatzes; Kontrolle über Emotionen und ein Portfolio, das Kurseinbrüche übersteht."
(Howard Marks)

Samstag, 26. September 2020

Zurück in der Spur... Nynomic und Ringmetall

Die beiden Hidden Champions Nynomic und Ringmetall haben mich längere Zeit begleitet, aber ich habe bei beiden vor einiger Zeit die Reißleine gezogen, weil mir die Entwicklung nicht mehr gefallen hat. Vor allem makroökonomische Entwicklungen waren es mit entsprechend negativem Impact auf die Unternehmen und meinen Investmentcase. 

Mit meiner Einschätzung lag ich nur bedingt richtig, die Ereignisse fanden zwar statt, aber die negativen Auswirkungen hielten sich in Grenzen. Und inzwischen haben sich bei beiden Unternehmen die schwärzesten Wolken verzogen, so dass mein ursprünglicher Investmentcase wieder "on track" ist. Und dem entsprechend fanden beide Werte den Weg zurück auf meine Beobachtungsliste...