Dienstag, 22. Oktober 2019

Warren Buffett weiß, was Anleger beim Investieren unbedingt vermeiden sollten

Warren Buffett, der wohl bekannteste und erfolgreichste Investor der Welt, macht aus seiner Investment-Philosophie kein Geheimnis. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway führt er nach diesen Prinzipien und versteht es immer wieder, auch schwierige Zusammenhänge leicht verständlich zu präsentieren.

Auf CNBC beantwortet er schon seit Jahren immer mal wieder mehrere Stunden lang Fragen von Anrufern und gibt dabei kluge Ratschläge, wie Anleger sich verhalten sollten - und was sie auf jeden Fall vermeiden sollten.

»Worauf es für die meisten Menschen beim Investieren ankommt, ist nicht, wie viel sie wissen, sondern wie realistisch sie definieren, was sie nicht wissen. Ein Investor muss nur ganz wenige Dinge richtig machen, solange er große Fehler vermeidet.«
(Warren Buffett)

Montag, 21. Oktober 2019

Börsenweisheit der Woche 42/2019

"Wenn man nicht sicher ist, dass man ein Geschäft versteht und man es nicht bewerten kann, ist das in Ordnung. Man kann nicht alles wissen und das ist auch in Ordnung. Das ist das Schöne am Investieren. Man muss nur ein paar Dinge im Laufe der Zeit gut machen, solange man nicht zu viele Fehler macht."
(Warren Buffett)

Sonntag, 20. Oktober 2019

Die 42. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Bausch Health, Steico, Wirecard

Die vergangene Börsenwoche brachte dem Deutschen Aktienindex DAX ein neues Jahreshoch, das er aber am Freitag nicht halten konnte. Und auch in den USA notieren die führenden Indizes Dow Jones und S&P 500 nur um wenige Prozentpunkte unterhalb ihrer vormaligen Allzeithochs.

Eigentlich sieht das nach Euphorie aus, doch davon ist wenig zu spüren. Immerhin gehen die Konjunkturindikatoren und Wirtschaftsdaten weiter in den Keller, so dass China mit nur noch 6% im dritten Quartal das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren aufweist und auch von politischer Seite gibt es keine positiven Impulse.

Auffällig ist, dass Deutschlands Börsenunternehmen immer öfter in das Visier von aktivistischen Investoren gerät, die sich einkaufen und dann das Management unter Druck setzen, die Unternehmen umzustrukturieren und/oder Teile zu verkaufen. Und auch die Zahl der Short-Attacken nimmt deutlich zu; Wirecard und Corestate Capital sind nur zwei Unternehmen, die es in der letzten Woche (wieder) erwischt hat. Bei einer Short-Attacke leihen sich Leerverkäufer Aktien und verkaufen diese am Markt, um im Anschluss mit einem negativen Bericht an die Öffentlichkeit gehen, wodurch se den Aktienkurs abstürzen lassen, wodurch den Leerverkäufern aus dem Kursabsturz große Gewinne entstehen, wenn sie ihre Short-Position dann viel günstiger wieder eindecken, um die geliehenen Aktien zurückgeben zu können. Wobei Wirecard fortgesetzt von der Financial Times mit Vorwürfen überzogen wird, die jede Verbindung zu Shortsellern katageorisch abstreitet, und bei Corestate reichte bereits die Meldung aus, dass der berüchtigte Shortseller Muddy Waters erstmals eine Leerverkaufsposition von mehr als 0,5% gemeldet hat. Short-Attacken im engeren Sinn liegen hier also nicht vor.

Aktivistische Investoren und Short-Attacken sind Vorgänge, die vor einigen Jahren in Deutschland noch undenkbar waren, als die hiesige Börsenlandschaft eine Trutzburg aus gegenseitigen Kapital- und Personenverflechtungen war, in die kein Außenstehender eindringen konnte. Diesen Schutz gibt es heute nicht mehr, aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb deutsche Unternehmen immer öfter ins Fadenkreuz geraten und ihre Aktienkurse taumeln...

Samstag, 19. Oktober 2019

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 18. Oktober 2019

Portfoliocheck: Chris Davis setzt auf digitales Lernen und ist jetzt größter Aktionär bei New Oriental Education

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 57. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen Familien geführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der „Owners Earnings“, das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Auch im zweiten Quartal ließ Chris Davis es weiterhin ruhig angehen und veränderte nur einige Aktienbestände. die Turnoverrate bei Davis Advisors lag bei lediglich 3 Prozent. Im Bestand befinden sich 132 Unternehmen, darunter 3 Neuaufnahmen. Im Portfolio von Davis Advisors liegen Finanzwerte mit 40,4 Prozent weiter unangefochten an der Spitze, gefolgt von Technologiewerten, die es auf 22,3 Prozent bringen.

Bei New Oriental Education [WKN: A0KFDH], dem führenden chinesischen Anbieter von Bildungsdienstleistungen, stockte Chris Davis weiter auf. Erstmals war Davis hier 2016 eingestiegen bei Kursen um die $40 und er hat seinen Anfangsbestand von 320.000 Anteilen auf inzwischen 11,12 Millionen Aktien immer weiter ausgebaut. Damit hält er nicht nur 7,02 Prozent aller Aktien von New Oriental Education, sondern er ist inzwischen auch deren mit Abstand größter Aktionär. Aus guten Gründen...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Verbilligen oder Verluste begrenzen? Peter Lynch weiß, wie man's richtig macht. Und wann...

Wenn Kurse fallen, stellt sich Anlegern die Frage, wie sie damit richtig umgehen sollten. Sollten sie ihre bestehende Position ausbauen, also den Einstandskurs verbilligen, oder lieber konsequent die Reißleine ziehen und die Verluste begrenzen?

Eine pauschale richtige Antwort gibt es auch in diesem Fall nicht, denn es kommt entscheidend auf die jeweilige Situation an. Beide Verhaltensweisen können genau das Richtige sein. Es kommt daher darauf an, dass Anleger sich nicht von Angst oder Gier treiben lassen, sondern möglichst emotionslos analysieren, ob ein Nachkauf oder ein Verkauf die positivere Auswirkung auf ihre Gesamtrendite hat.

»Du wirst Deine Ergebnisse nicht verbessern, indem du die Blumen ausreißt und das Unkraut gießt.«
(Peter Lynch)

Peter Lynch, der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre, hat hier eine sehr passende Metapher gewählt, um Anlegern eine erste wichtige Entscheidungshilfe zu geben. Aber natürlich steckt noch etwas mehr dahinter...

Montag, 14. Oktober 2019

Börsenweisheit der Woche 41/2019

"Die Leute reden gern über neue Technologien und Innovationen, weil das Spaß macht. Demografische Daten machen keinen Spaß. Aber sie werden für das gesamtwirtschaftliche Wachstum genauso wichtig sein, wenn nicht sogar wichtiger, wie die meisten Innovationen in den kommenden Jahrzehnten."
(Morgan Housel)

Sonntag, 13. Oktober 2019

Die 41. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit eBay, Grenke, McCormick

Nach zwei Wochen Pause kommentiere ich heute wieder die Ereignisse der vorausgegangenen Börsenwoche. Noch immer treiben uns die gleichen Themen um wie am Jahresanfang: die US-Handelskriege, vor allem mit China, der auch daraus resultierende globale Wirtschaftsabschwung und der Brexit.

Doch während die konjunkturelle Eintrübung in vollem Gange ist und weltweit zu Zinssenkungen führt, gab es hinsichtlich der Handelskriege und beim Brexit bisher nur heiße Luft, was die Lösungsvorschläge anging, und negative Entwicklungen im Realen. Die Börsen spiegeln dieses emotionale Hin- und Her beinahe perfekt mit ihrem heftigen Auf und Nieder wider.

Doch nun gibt es - mal wieder - Hoffnungen auf ein gutes Ende, sowohl beim US-China-Handelskrieg als auch beim Brexit. Und mit gutem Ende meine ich nicht ein gutes Ende im engeren Sinne, sondern das Abwenden einer Vollkatastrophe, wie sich als Alternative lange Zeit abzeichnete. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Börse, die Unternehmen und die Aktienkurse...

Freitag, 11. Oktober 2019

Portfoliocheck: Auch Value-Ikone Jeremy Grantham setzt jetzt auf Technologiewerte. Und stockt bei eBay auf...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 56. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt. Grantham ist überzeugt davon, dass Vermögensanlagen immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren, da im Kapitalismus überdurchschnittliche Gewinnmargen zwangsläufig Wettbewerber anziehen, so dass diese Margen durch die zunehmende Konkurrenz unter Druck geraten. Folgerichtig ist er auf der Kaufseite, wenn sie unter ihrem Mittelwert notieren und er verkauft, wenn Assets vom Markt deutlich über dem Mittelwert bepreist werden.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt 2007 und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Jeremy Grantham, als er sich 2017 vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Die Depotschwergewichte von Jeremy Grantham sind daher inzwischen die Technologie-Giganten Microsoft, Apple und Oracle. Daneben setzte er im zweiten Quartal 2019 auch auf ein Wiedererstarken des Gesundheitssektors. Und auf die aussichtsreiche Sondersituation bei der unter Druck stehenden Handelsplattform eBay - aus mehreren Gründen...

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Disclaimer
Ebay und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

PNE: Übernahmeangebot von Morgan Stanley Infrastructure Partners zielt auf ein Delisting

Nun ist es also offiziell: Morgan Stanley Infrastructure Partners hat nach der bisher unverbindlichen Absichtserklärung, ggf. PNE komplett übernehmen zu wollen, jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und ein verbindliches Angebot für die ausstehenden Aktien abgegeben.

Nachdem man die Bücher von PNE intensiv geprüft hat, liegt die Offerte mit €4,00 deutlich über der ursprünglich genannten Bandbreite von €3,50 bis €3,80, aber das ist noch nicht alles...

Montag, 7. Oktober 2019

Mein Investor-Update mit Alphabet, Amazon, American Tower, eBay, Funkwerk, Hypoport, MasterCard, Microsoft, PayPal, Wirecard

Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2019

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und wie sich diese ggf. auf meine Beobachtungsliste und auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Per Ende September waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Microsoft, Hypoport, MasterCard, Wirecard, Amazon, Funkwerk, American Tower, PayPal, Alphabet und eBay. Neben der neuen Nummer Eins gab es einige Veränderungen, die nicht alleine auf die heftigen Schwankungen der Börsenkurse zurückzuführen sind; immerhin sechs Werte lagen auch vor drei Monaten in den Top 10...

Börsenweisheit der Woche 40/2019

"Nicht die Unternehmensgewinne beeinflussen den Gesamtmarkt, es sind die Notenbanken. Und deshalb konzentriere ich mich auf die Zentralbanken und auf die Entwicklung der Liquidität, während die meisten Leute auf die Gewinne und konventionelle Kennzahlen blicken. Aber es ist die Liquidität, die die Märkte bewegt."
(Stanley Druckenmiller)

Sonntag, 6. Oktober 2019

Das Geheimnis hinter der Erfolgsformel. Oder... wie funktioniert Value Investing (heute)?

Billig kaufen, teuer verkaufen. Ende der Lektion. So einfach ist das Prinzip das Value Investings. Und natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn die Schwierigkeit liegt gerade darin zu erkennen, wann und ob eine Aktie günstig ist. Oder ob sie doch eher nur aussieht und sich später als Value Trap entpuppt.

Also geben wir dem Ganzen etwas mehr Futter... Als Urvater des Value Investing gilt Benjamin Graham, ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendäre Investor, dessen 1934 erschienenes Buch "Security Analysis" noch heute als die „Bibel des Value Investing" gilt. Es beeinflusste neben Warren Buffett auch weitere Börsenlegenden wie John TempletonPhilip A. Fisher und Peter Lynch.

Streng genommen ist Value Investing eine Anlagestrategie, bei der Kauf- und Verkaufsentscheidungen für Wertpapiere ausschließlich unter Bezug auf deren realwirtschaftlichen Gegenwert, den so genannten inneren Wert, getroffen werden. Dieser wird durch eine sog. Fundamentalanalyse ermittelt. Der innere Wert wird dann mit den aktuellen Börsenkursen verglichen und so gezielt zeitweilige Ineffizienzen der Finanzmärkte bei der Preisbildung ausgenutzt: liegt der Aktienkurs unterhalb des inneren Werts, wird die Aktie gekauft und gegebenenfalls bei Aktienkursen deutlich oberhalb des inneren Werts wieder verkauft.

Freitag, 4. Oktober 2019

Portfoliocheck: Verläuft Daniel Loebs zweite Attacke auf Sony (noch) erfolgreicher?

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 55. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Im zweiten Quartal hat Dan Loeb eine ganze Reihe seiner Positionen geschlossen. So hat er nach der Aufspaltung von DowDuPont in drei einzelne Unternehmen deren Nachfolger aus seinem Depot verbannt. Ebenso hat er Constellation Brands und American Express restlos aussortiert, nachdem er hier im ersten Quartal bereits jeweils rund die Hälfte seiner Position verkauft hatte. Und auch Celgene, die sich in der Übernahme durch Bristol-Myers Squibb befinden, stieß er ab. Loeb sieht hier wohl das restliche Upsidepotenzial als begrenzt an.

Der Unterhaltungskonzern Sony ist mit einem Anteil von knapp einem Prozent kein Schwergewicht in Daniel Loebs Portfolio und trotzdem ist es eine besondere Beziehung, die Loeb mit den Japanern verbindet. Denn Loeb ist hier bereits zum zweiten Mal an Bord, um den Konzern zu tiefgreifenden Veränderungen zu zwingen. Mit ganz neuen Argumenten und neuer Stoßrichtung...

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Donnerstag, 3. Oktober 2019

Gordon Gekko warnt: "Beherrsche deine Emotionen. Sonst verlierst du den Kopf". Und Geld...

Emotionen bestimmen unser Leben, beinahe auf jedes Ereignis reagieren wir emotional und handeln oft instinktiv. Und das ist genau der Grund, weshalb wir so viele Fehlentscheidungen treffen, zumindest an der Börse. Denn was die Evolution für das menschliche Miteinander so sinnvoll eingerichtet hat, verleitet uns dazu, in bei Börsengeschäften genau das Falsche zu tun, wenn es drauf ankommt. Und zwar immer und immer wieder, weil wir instinktiv handeln, ohne nachzudenken...

Montag, 30. September 2019

Börsenweisheit der Woche 39/2019

"Gegen den Strom zu schwimmen ist deshalb so schwer, weil einem so viele entgegenkommen."
(Henry Ford)

Samstag, 28. September 2019

WeWork-Fiasko lässt die Börse beben - mit Folgen für Großaktionär Softbank Group. Aber auch für Blackstone, KKR, DIC Asset und Godewind?

Der innovative Bürovermieter WeWork wurde vor einiger Zeit mit $47 Mrd. bewertet in der letzten Finanzierungsrunde, bei der auch Großaktionär Softbank Group für weitere $2 Mrd. noch einmal kräftig aufgestockt hat; vor allem über seinen Vision Funds 1. Inzwischen sollte WeWork längst an die Börse gebracht worden sein, um frische Mittel für die Expansion einzusammeln. Doch bekanntlich scheiterten die Pläne grandios, denn die Anleger waren nicht bereit, für den Bürovermieter die Bewertungsmultiplen einer Software-Company zu akzeptieren. Dem Vernehmen nach sank die angedachte IPO-Bewertung immer weiter auf zuletzt gerade mal noch $10 Mrd. - was für ein Immobilienunternehmen noch immer üppig ist. Zumal wenn dieses Milliardenverluste erwirtschaftet, die fast so hoch sind wie sein Umsatz.

Zuletzt überschlugen sich die Ereignisse, weil WeWorks Gründer und CEO Adam Neumann seinen Chefposten räumen musste und der Börsengang abgesagt wurde. Neumann gab zugleich seine Stimmrechtsmehrheit auf, die aufgrund ihrer Mehrfachgewichtung für weiteren Unmut gesorgt hatten; künftig werden seine "Gründer-Aktien" nicht mehr das zehnfache Stimmrecht haben, sondern nur noch das dreifache, wodurch Neumann nicht mehr die Mehrheit der Stimmrechte innehat. WeWork soll künftig gemeinsam vom bisherigen Finanzchef Artie Minson und Verwaltungsratsmitglied Sebastian Gunningham geführt werden; Neumann behält einen Platz im Verwaltungsrat, aber ohne Management-Funktion.

Und die beiden neuen Chefs machen gleich Nägel mit Köpfen: sie haben die Expansionspläne massiv zusammengestrichen und trimmen WeWork auf Rentabilität. Was dazu führt, dass WeWork die Anmietung neuer Locations mit sofortiger Wirkung gestoppt hat, wie die Financial Times berichtet. Dabei war WeWork in letzter Zeit der größte Anmieter gewerblicher Flächen in Metropolen wie z.B. New York und London - und zuletzt auch in Deutschland massiv aktiv. Das dürfte Folgen haben...

Donnerstag, 26. September 2019

Portfoliocheck: Mit Richèmont setzt Tom Russo auf den Luxus von Cartier und IWC. Und auf Alibaba...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 54. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Auch im zweiten Quartal 2019 war Tom Russo nur wenig aktiv und hat sein Depot kaum umgeschichtet; er setzt weiter auf die Schwächen und Vorlieben der Menschen: Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen. Dabei ist er fast immer voll investiert und setzt auf einige wenige ausgesuchte Aktien. Der Schweizer Luxusgüterkonzern Compagnie Finaniciere Richèmont SA konzentriert sich auf die vier Segmente Schmuck, Uhren, Accessoires und Mode und Tom Russo investierte hier erstmals 2011. Die größte Herausforderung sieht er durch Amazon und Alibaba - wie treffend, dass Richèmont mit den Chinesen eine Partnerschaft eingegangen ist...

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Disclaimer
Amazon befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 25. September 2019

Benjamin Graham wertet Dividenden als Qualitätsmerkmal. Das ist aber längst nicht alles...

In Zeiten niedriger Zinsen für Spareinlagen und Anleihen gehen Anlegern  die Alternativen aus. Immer wieder wird dazu geraten, auf Dividenden starke Aktien zu setzen, um so eine attraktive Verzinsung zu erzielen. „Dividenden sind der neue Zins“ ist gar zu einem geflügelten Werbespruch geworden.

Benjamin Graham erkannte eine langfristige und  zuverlässige Dividendenzahlung sogar als ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Auswahl von geeigneten Aktieninvestitionen.

»Einer der überzeugendsten Tests hoher Qualität von Firmen ist eine ununterbrochene Historie von Dividenden, die sehr viele Jahre zurückreicht.«
(Benjamin Graham)

Doch die Dividendenrendite alleine ist kein Qualitätsmerkmal; auch hier kommt es darauf an, genauer hinzusehen und sich die richtigen Gedanken zu machen, bevor man investiert. Denn hohe Dividendenrenditen können auch unschöne und ggf. teure Begleiterscheinungen haben...

Montag, 23. September 2019

Börsenweisheit der Woche 38/2019

"Spekulanten mögen unschädlich sein wie Luftblasen auf einem steten Strom der Unternehmungslust. Aber die Lage wird ernst, wenn die Unternehmungslust zur Luftblase in einem Strudel der Spekulation wird."
(John Maynard Keynes)

Sonntag, 22. September 2019

Die 38. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Adobe, Corning, Opera, Wirecard, Zalando

In der vergangenen Börsenwoche konnten die großen Börsenindizes ihre Vorwochenstände nicht verteidigen und notierten allesamt schwächer. Was die US-Aktien angeht, war das abzusehen, jedenfalls statistisch. Denn in den Wochen, in denen die FED über ihre Zinssätze entscheidet, notieren US-Aktien traditionell etwas leichter. Auf der anderen Seite folgte in der Vergangenheit auf die zweite Zinssenkung der US-Notenbank durchschnittlich eine Rallye von über 20% bei den US-Aktien.

Behält die Statistik Recht, könnte sich der letzte Freitag in einigen Wochen also als idealer Einstiegszeitpunkt erweisen bzw. erwiesen haben - auch wenn das heute natürlich nicht unbedingt so aussieht, denn es sprechen ja auch Gründe gegen weiter steigende Kurse. Was diese nicht davon abhält, langfristig immer höher zu steigen, wie ein Blick auf einen Langfristchart zeigt.

Wenn das Börsenbarometer steigt, heißt das nichts anderes, als dass die Aktienkurse steigen - allerdings nicht von jeder Aktie und auch nicht gleichmäßig verteilt. Zuletzt hatten sich zyklische Werte etwas von ihren Tiefständen erholt und sich eindrucksvoll zurück gemeldet. Ob dies nur ein Strohfeuer ist, oder sich eine Trendwende im Konjunkturzyklus anbahnt, bleibt abzuwarten. Die ersten Frühindikatoren senden jedenfalls ermutigende Signale aus...

Freitag, 20. September 2019

Portfoliocheck: Verliert jetzt auch Warren Buffett das Vertrauen in Kraft Heinz?

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 53. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Die Performance dieses wohl weltbesten Investors ist atemberaubend; er legte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hin. In dieser Höhe und über eine solch langen Zeitraum ist das fast unerreicht.

Im zweiten Quartal hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert und lediglich moderat bei Bank of America, US Bancorp. und Amazon aufgestockt. Viel interessanter ist aber, was (noch?) nicht passiert ist und das betrifft Buffetts aktuell wohl lausigstes Investment Kraft Heinz Co., wo Finanzinvestor 3G als zweitgrößte Aktionär und Buffett-Partner zuletzt massiv Aktien verkauft hat. Wegweisend auch für Buffett?

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Disclaimer
Amazon und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 19. September 2019

Microsoft macht Anleger glücklich: Dividendenerhöhung, Aktienrückkäufe, gute Geschäfte

Microsoft ist ab und zu mal das wertvollste Unternehmen der Welt, gemessen an der Börsenkapitalisierung. Die liegt über der magischen Schallmauer von einer Billion Dollar und dafür gibt es reichlich Gründe: neben den hervorragend laufen Geschäften, vor allem bei Windows, Office und der Cloudsparte Azure hat Mircosoft gerade mitgeteilt, dass die Quartalsdividende um 11% angehoben wird auf dann $0,51 je Aktie und darüber hinaus ein neues Aktienrückkaufprogramm startet im Volumen von $40 Mrd. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs könnte Microsoft damit rund 4% seiner Aktien erwerben und einziehen. Die entscheidende Frage ist, ob Microsoft sich das leisten kann - und sollte...