Dienstag, 20. August 2019

Buffetts bester Rat? Mach es einfach statt kompliziert, suche nachvollziehbare Geschäftsmodelle, die Bestand haben werden!

Value Investoren können weitgehend ohne komplizierte mathematische Formeln auskommen, indem die Anhänger des Wert orientierten Investierens einfach auf den gesunden Menschenverstand setzen. Und auf Geduld.

Je einfacher und langweiliger das Geschäftsmodell ist, desto interessanter ist es grundsätzlich für Value Investoren. Man kauft Anteile an soliden Unternehmen, die von ehrlichen und fähigen Leuten geführt werden und das zu einem Kurs, der unterhalb des fairen Wertes liegt, also das Gewinnpotenzial des Unternehmens (noch) nicht widerspiegelt...

Montag, 19. August 2019

Softbank Group im News-Flash. Und (fast) alle sind positiv. Aber der Kurs...

Der japanische Venture Capital-Spezialist Softbank Group ist zurzeit täglich in den Schlagzeilen und anders als bei vielen Click-Bait-Hülsen dreht es sich ganz überwiegend um relevante Informationen zum Unternehmern oder seinen Beteiligungen. Bzw. denen aus seinen beiden mehr als 100 Mrd. Dollar schweren Venture Capital Fonds, den sog. Vision Funds 1 und 2.

Dem Kurs sieht man die Nachrichtenflut momentan nicht wirklich an, der muss dem starken Anstieg seit Jahresanfang Tribut zollen und natürlich dem US-China-Handelskrieg und den schwächelnden Konjunkturdaten rund um den Globus. Aber Aktienkurs und Unternehmensentwicklung gehen nicht immer Hand in Hand, sondern können sich auch eine ganze Weile entgegengesetzt entwickeln. Was entweder Chance oder Risiken birgt für Anleger...

Börsenweisheit der Woche 33/2019

"Ein Mann, der sowohl Geld ausgibt als auch Geld spart, ist der zufriedenste Mann, denn er hat beide Vergnügen."
(Samuel Johnson)

Sonntag, 18. August 2019

Die 33. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Cisco, Intuit, Wirecard

Heftige Schwankungen bleiben den Börsen wohl erhalten; die Nerven liegen blank und die Stimmung trübt sich weiter ein. Die Konjunkturdaten stimmen wenig froh und wir Menschen neigen dazu, aktuelle Gegebenheiten in die Zukunft fortzuschreiben.

Donald Trump beherrschte zur Abwechslung mal nicht die Schlagzeilen, auch wenn Ende der Woche die Börsen zu einer Erleichterungsrallye ansetzten, nachdem der Donaldissimo twitterte, er erwarte, dass die Chinesen einen Deal machen wollten. Ansonsten haben wir viel mehr über Greta erfahren, als wir jemals wissen wollten. Aber der Showdown steht bevor, denn Greta ist nun per Segelschiff auf dem Weg zum Don. Das wird bestimmt toll...

Samstag, 17. August 2019

Mobilität der Zukunft: Weshalb ich nicht auf Wasserstoff setze. Noch nicht...

Wie wird die Antriebstechnologie der Zukunft aussehen? Eine Zeit lang schien der Elektro-Motor die Nase vorn zu haben, doch zuletzt witterten die Anhänger von mit Wasserstoff betriebenen Antrieben wieder Morgenluft und auch die Anhänger der "typischen" Verbrennungsmotoren mit Benzin- oder Dieselantrieb suchen nach Unterstützung. Für die Autohersteller ein Problem, denn kaum einer kann es sich leisten, langfristig so viele verschiedene Antriebsarten in Produktion zu halten und auch noch für alle Modelle. Und auch die Zulieferer wissen nicht, auf welchen Trend sie setzen und sich einrichten sollen, genauso wenig die Tankstellen-Ketten und/oder Anbieter von E-Ladesäulen (zu denen auch Stadtwerke und Energiekonzerne gehören).

Ich habe mal wieder "einfach gedacht" und mir ein paar Gedanken gemacht zu dem Thema - um es vorweg zu nehmen: ich weiß nicht, welcher Antrieb sich durchsetzen wird. Aber ich kann trotzdem Schlüsse ziehen, auf welchen Trend ich als Anleger und Investor nicht setzen werde. Zumindest noch nicht, denn wie John Maynard Keynes uns lehrte: "Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung". Und im "Spiel der Antrieb" ändert sich die Faktenlage beinahe täglich. Nun ja, zumindest die Stimmungslage...

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 16. August 2019

Crash-Szenario "Hindenburg-Omen"? Führ mich zum Schotter!

Es gibt schon skurrile Börsenmuster, die für Kauf- oder Verkaufentscheidungen herhalten müssen. Eines davon ist das sog. "Hindenburg-Omen", das aus fünf teilweise komplizierten charttechnischen Bedingungen besteht. Und an dieser Stelle kann der konsequente Value Investor sich bereits entspannt zurücklehnen, da er ja aufgrund fundamentaler Daten in Unternehmen investiert und nicht wegen zufälliger Kurven(ver)wirrungen des Aktienkurses.

Das Auftreten des Hindenburg-Omens - und es geistert die letzten Tage wieder einmal durch die Medien - soll eine Phase deutlicher Kursabschläge hervorsagen und es hat interessante Treffer zu verzeichnen. So tauchte es vor den Crashs 1987 und 2007/2008 teilweise mehrfach auf und daraus speist sich sein Nimbus. Allerdings ist es keine besonders seltene Erscheinung und wer sich stets auf diesen ominösen Propheten verlassen hat, hat einige langanhaltende Hausse-Phasen verpasst - so im August 2010 oder im Juni 2012. Ärgerlich und teuer, wenn man diese Phasen steigender Kurse nur vom Spielfeldrand aus betrachten konnte...

Donnerstag, 15. August 2019

Peter Lynch rät: Teile Aktien in Kategorien ein, um sie richtig bewerten zu können

Wer sein Geld in Unternehmen investieren will, möchte (Kurs-) Gewinne erzielen. Dies gelingt zumeist nur, wenn das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet und zwar dauerhaft. Bei der Betrachtung der Gewinne kennt man allerdings nur die Vergangenheit, während die zukünftigen Aussichten/Erträge geschätzt werden müssen. Das macht die Bewertung schwierig.

Um diese Einschätzung erfolgreich vornehmen zu können, schlägt Peter Lynch in seinem lesenswerten Bestseller "Der Börse einen Schritt voraus" (hier zu meiner Kurzrezension) deren Einteilung in sechs Kategorien vor.

»Unterteile Aktien in Kategorien und bewerte sie entsprechend. Wenn du Aktien in Kategorien teilst, weißt du besser, was du von ihnen erwarten kannst.«
(Peter Lynch)

Mittwoch, 14. August 2019

Gastartikel: Über den Boulevard in den Papierkorb - Ein Essay über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse

Heute betreten wir Neuland, denn zum ersten Mal veröffentliche ich auf diesem Blog einen Gastartikel. Er stammt nicht aus meiner Feder und für den Inhalt ist alleine der Autor Stephan Gemke verantwortlich. Da ich die grundsätzliche kritische Richtung des Essays teile, musste ich nicht lange überlegen, diesen Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen und hier(mit) eine konstruktive Diskussion anzustoßen.

Nachdem Stephan Gemke bei High-Growth-Investing seinen Skalierungsfaktor vorstellte, widmet er sich hier dem Börsen- und Finanzjournalismus in Deutschland. Dieser sei in einem beklagenswerten Zustand und ein Ausbruch aus dem Gefangenen-Dilemma könne am ehesten bzw. am nachhaltigsten gelingen mit Paid-Content. Aber lest selbst...

Kurzübersicht

  • Finanz-/Börsenpresse ist in der Hand weniger Anbieter
  • Nahezu keine eigenständigen und aufwendigen Analysen, schon gar nicht zu Fundamentaldaten
  • Zu viel (Kurs-) Spekulation und Sensationsstil, zu wenig Sachlichkeit
  • Leser sind die Ware, nicht die Kunden
  • Freemium-Modell gescheitert
  • Es braucht endlich Zahlungsbereitschaft auf beiden Seiten

Dienstag, 13. August 2019

Genworth Financial: Weshalb der 12. Anlauf im Übernahmepoker jetzt (relativ) sicher 25% Rendite einbringen wird

Der US-Versicherungskonzern Genworth Financial ist Lesern meines Blogs nicht ganz unbekannt: ich hatte die ausgebombten Aktien Anfang 2016 als Turnaround-Spekulation billig eingesammelt und mich kurze Zeit später über eine annähernde Kursverdreifachung gefreut. Dann funkte mir eine Übernahmevereinbarung dazwischen, denn China Oceanwide wollte Genworth Financial übernehmen und das fand auch die Zustimmung des Genworth Financial-Vorstands - obwohl die Übernahmeprämie mit 5% äußerst mickrig ausfiel.

Das war 2017 und seitdem tat sich... nichts. Oder fast nichts. Die letzten Genehmigungen stehen noch immer aus und zwar die aus Kanada und China. Oceanwide und Genworth haben soeben die sage und schreibe zwölfte (!) Verlängerung ihrer Übernahmevereinbarung unterzeichnet; die soll nun bis 31.12.2019 endgültig abgeschlossen sein.

Also wieder man Murmeltiertage bei Genworth Financial, doch dieses Mal könnte alles ganz anders kommen. Wirklich...

Montag, 12. August 2019

Börsenweisheit der Woche 32/2019

"Wir brauchen mehr Macher, weniger Beobachter."
(Joe Kaeser)

Sonntag, 11. August 2019

Die 32. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Aurelius, Ebay, IAC InterActiveCorp., Match Group, MercadoLibre, Scherzer & Co.

Die Börsen waren auch in der letzten Woche wieder sehr volatil und werden maßgeblich von Twitter beherrscht. Nicht auf Unternehmensebene, sondern weil "POTUS" dort sein Unwesen treibt und eine politische Salve nach der anderen abfeuert. Und - man erstaune - der Rest der Welt reagiert auf Trump, so dass dieser mit seinem Aktionismus und Radikalismus nicht seine gewünschten Ziele erreicht. Es hat schon seinen Grund, weshalb er ständig neues Spitzenpersonal braucht, denn wer nicht sklavisch die Trump-Meinung vertritt, muss gehen. Was dazu führt, dass Trump nur das zu hören bekommt, was er hören will. Da "The Don" aber nun mal leider der Präsident der USA ist, ist sein verengter Tunnelblick nicht folgenlos und wird immer mehr Grund zu Sorge. Was auch die Aktienmärkte belastet.

Samstag, 10. August 2019

Am Scheideweg: Steht eBay vor seinem Nadella-Moment?

"3, 2, 1... meins" lautete der Werbeslogan des Internet-Auktionshauses eBay und seit Kurzem gilt er auch (wieder) für mich, denn ich habe nach fast 20 Jahren wieder eBay-Aktien gekauft.

Das Unternehmen hat die "New Economy" überlebt und sich längst vom einstigen Erfolgsmodell des Online-Flohmarkts für Privatleute verabschiedet. Klar, auch dieses Thema bedient man noch, aber eigentlich bereits seit Einführung des "Sofort Kaufen"-Buttons wurde eBay zu einer Verkaufsplattform für professionelle Händler. Das machte eBay schnell profitabel, aber der ursprüngliche Charme blieb dabei auf der Strecke. Und später auch das Gespür für die relevanten Trends, denn der überaus erfolgreiche Bezahldienst PayPal gehörte einst zum Unternehmen und man war viele Jahre lang bei Südamerikas aufstrebendem Online-Marktplatz MercadoLibre beteiligt - bis man seine Anteile 2016 für $1.05 Mrd. verkaufte und damit die anschließende Wertsteigerung um weitere $4 Mrd. verpasste.

Schaut man auf die aktuellen Börsenbewertungen, bringt es PayPal auf $123 Mrd., MercadoLibre auf $49 Mrd. und eBay lediglich auf $37 Mrd. Dabei steht auch die eBay-Aktie auf Allzeithoch, doch der Blick auf die Bewertungen zeigt, dass eBay nicht (mehr) wie ein Wachstumsunternehmen bepreist wird, sondern wie ein ein Value Investment. Zu Recht! Ein KGV von 14 klingt nicht zu billig für ein Unternehmen, das seit drei Jahren kein Umsatzwachstum mehr erzielt. Doch es gibt Hoffnung auf bessere Zeiten und die beruhen nicht nur auf den Gewinnsteigerungen und üppigen Aktienrückkäufen. Nein, es geht einmal mehr darum, dass Ebay weitere Töchter und Sparten abspalten könnte und dadurch für die Aktionäre eine fette Rendite winken könnte. Und für eBay selbst wieder erfolgreichere Zeiten dank einer neuen Strategie...

Donnerstag, 8. August 2019

Portfoliocheck: Bei Pharmagroßhändler McKesson kauft Seth Klarman gerne ein

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 47. Portfoliocheck schaue ich Seth Klarman über die Schulter. Der Deep Value Investor kauft gerne Unternehmen, die von der Börse verschmäht und daher zu Rabattpreisen angeboten werden. Er investiert gerne mit großer Sicherheitsmarge und fährt mit diesem auf Benjamin Graham fußenden Ansatz seit Jahrzehnten mit durchschnittlich 19% herausragende Renditen ein.

Kräftig aufgestockt hat er seinen Aktienbestand beim Pharmagroßhändler McKesson, der mit mehr als 78.000 Mitarbeitern weltweit zu den größten Unternehmen zählt und 2018 mehr als 208 Mrd. Dollar umsetzte. Der anhaltende Kostendruck und die Unsicherheiten über mögliche anstehende Reformen im US-Gesundheitswesen belasten den Kurs schon länger. Aber nicht (mehr) die Ergebnisse. Und Seth Klarmann wittert seine Chance auf ein Comeback...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Montag, 5. August 2019

Warren Buffett rät Anlegern zum Diversifizieren. Aber nicht zu sehr...

Die Börse lebt von Extremen, Langeweile und Ruhe sind ihr zuwider. Und damit befriedigt sie die Bedürfnisse des Menschen nach Abwechslung, nach Aufregung - und seine Gier. Investoren sollten sich bei ihren Investmententscheidungen dieser Gefühle entledigen und sie vielmehr für ihre eigenen Vorteile nutzen. Denn wenn Panik herrscht, werden auch die besten Aktien zu Ausverkaufspreisen auf den Markt geworfen und wenn Gier vorherrscht, erzielen auch Ramsch-Titel ungeahnte Preise.

»Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent.«
(John Maynard Keynes)

Die Börse ist alles, nur nicht rational. Und da Übertreibungen auch lange anhalten können, sind sie auch dazu geeignet, Anlegers Geldbörse stark zu schrumpfen. Daher ist es wichtig, seine Anlagen zu streuen, um das Risiko eines Totalverlusts zu verringern. Denn man sollte nicht zuerst nach den Chancen sehen, sondern zuvorderst die Risiken bedenken.

Börsenweisheit der Woche 31/2019

"Der Reichtum gleicht dem Seewasser: je mehr man davon trinkt, umso durstiger wird man."
(Arthur Schopenhauer)

Sonntag, 4. August 2019

Die 31. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit DIC Asset, Gesco, Grenke, Shopify

Während die US-Berichtssaison auf Hochtouren lief und die eine oder andere Überraschung mit sich brachte, übernahm wieder die Politik das Zepter - Donald Trump trat eine neue Strafzollaktion gegen China los und damit stürzte er die Börsen in ein Jammertal.

"Politische Börsen haben kurze Beine" lautet ein bekanntes Börsenzitat und es hat nichts an Aktualität oder Gültigkeit eingebüßt. Das gilt umso mehr in Zeiten, in denen wichtige Politiker wie "The Don" via Twitter im Stakkatostil ihre Meinungen in den Äther ballern und damit Bewegungen an den Märkten auslösen können. In beide Richtungen. Und es ist nicht so, dass Trump sich dessen nicht bewusst wäre und einfach nur unbedarft jegliche Konvention über Bord wirft, die jahrzehntelang die US-Politik ein Stück weit berechenbar(er) gemacht hat. Nein, Trump weiß um die Wirkungen und Auswirkungen seiner Tweets und er genießt sie geradezu, die anscheinende Allmacht, dass alle Welt an seinen Lippen hängt. Es ist das gleiche Spiel wie das Hofhalten eines mittelalterlichen Despoten - oder eines Mafia-Bosses, wenn man denn Mario Puzos Beschreibungen folgt. Trump liebt dieses Allmachtsgehabe mehr als die Wirkung, die er damit erzielt. Das sah man deutlich, als er die Einigung der EU und der USA bzgl. des künftigen US-Rindfleischexports bekanntgab und am Rande einen (schlechten) Scherz über Strafzölle machte, die er trotzdem noch über die europäischen Autoimporte in die USA verhängen könnte. Ganz im Stil eines Sonnenkönigs. Die Welt und in ihrem Gefolge die Wirtschaft und die Börsen haben darunter zu leiden, doch der Donaldissimo verfolgt damit eine offensichtliche Strategie...

Freitag, 2. August 2019

Portfoliocheck: Tiger Cup Anderas Halvorsen setzt lieber auf "Lateinamerikas Amazon" MercadoLibre

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 46. Portfoliocheck schaue ich erstmals Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. Tiger Cups, den Tigerwelpen. Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen ROI von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 10% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Im ersten Quartal hat Andreas Halvorsen Im ersten Quartal hat Andreas Halvorsen sein Portfolio ordentlich durcheinander gewirbelt und brachte es auf eine Turnoverrate von stattlichen 26%. Dabei baute er vor allem bei einigen Platzhirschen ab, wie Amazon, Alibaba und VISA und setzt stattdessen auf deren agilere Konkurrenten, wie JD.com und... MercadoLibre.

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

DIC Asset muss die Prognosen anpassen. War ja klar...

Der Super-Juli brachte nicht nur Hitzerekorde, sondern auch bei DIC Asset, dem Spezialisten für Gewerbeimmobilien, laufen die Geschäfte auf vollen Touren.

Anfang Juli konnte man den Vollzug der Übernahme der GEG German Estate Group verkünden, die nun vollständig zu Umsatz, Gewinn und FFO des DIC-Konzern beitragen wird. Dabei wurde am Rande auch mitgeteilt, dass die GEG zwei weitere lukrative Objekte an Land gezogen hat: das Palazzo Fiorentino in Frankfurt-Sachsenhausen und die Fashion Mall Munich in der Parkstadt Schwabing in München.

Die GEG-Übernahme wirkt sich sehr deutlich und positiv auf die Bilanz der DIC Asset AG aus und folgerichtig musste das Unternehmen nun seine bisherigen Jahresprognosen überarbeiten. Eigentlich keine große Überraschung...

Dienstag, 30. Juli 2019

Ist Grenke noch auf Kurs? Neugeschäft läuft besser als erwartet, doch die Gewinne leiden...

Leasingspezialist Grenke gab bekannt, dass man beim Neugeschäft anstelle der bisher erwarteten 14% Zuwachs im laufenden Jahr nun wohl eher mit 16% bis 19% rechne. Das zeigt, dass das Geschäftsmodell funktioniert und das Wachstum auch ins angrenzende europäische Ausland und die USA Früchte trägt.

Dass der Kurs kräftig abschmiert und die Aktie auf knapp 80 Euro drückt, liegt an den gleichzeitig gesenkten Gewinnerwartungen. Denn nachdem Grenke im Vorjahr 131 Mio. Euro verdient hatte, ging man bisher von 147 bis 156 Mio. Euro Gewinn aus. Doch nun ruderte man etwas zurück und schraubte die eigenen Erwartungen auf 138 bis 148 Mio. Euro runter. Moderat, was man vom fünfzehnprozentigen Kurseinbruch nicht gerade behaupten kann...

Montag, 29. Juli 2019

Börsenweisheit der Woche 30/2019

"Beim Investieren bist du gut, wenn du in sechs von zehn Fällen richtig liegst. Du wirst niemals in neun von zehn Fällen Recht haben."
(Peter Lynch)

Sonntag, 28. Juli 2019

Die 29. und 30. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Klookschieterei mit Amazon, Jungheinrich, Kion, PayPal, Ringmetall, Shopify

Die letzten beiden Börsenwochen sind geprägt von der US-Berichtssaison und verliefen ziemlich gegensätzlich. Während es in der 28. Kalenderwoche deutlich runter ging mit den Kursen, konnten die Börsen in der 29. Börsenwoche wieder durchstarten und marktierten am Ende neue Allzeithöchststände. Dabei hatten nicht alle Schwergewichte die Erwartungen schlagen können und die Politik war auch wieder einmal keine große Hilfe. Dennoch muss ich an dieser Stelle nochmals Ken Fisher lobend erwähnen, der bereits Ende Mai vorhergesagt hatte, dass sich politisch in den USA und in Europa wenig bewegen würde und dass dies eine gute Zeit für die Aktienkurse sein würde. Mit neuen Führern in der EU (Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin) und Großbritannien (Boris Johnson als Premier) könnte sich die Zeit der politischen Lethargie allerdings langsam dem Ende zuneigen. Schade eigentlich...

Freitag, 26. Juli 2019

Softbank Group in Jubelstimmung: Vision Funds 2 mit 108 Mrd. Dollar platziert und Okay für Fusion von Sprint und T-Mobile US

Die Softbank Group hat heute gleich doppelt was zu feiern. Schon am frühen Morgen konnte man bekanntgeben, dass der neue Venture Capital Fonds Vision Funds 2.0 mit 108 Mrd. Dollar starten wird und am Nachmittag bekam man die Genehmigung für die Fusion der US-Telefon-Tochter Sprint mit T-Mobile US. Zwar unter einigen Auflagen, aber im dritten Anlauf kam man nun endlich über die Ziellinie. Für Aktionäre der Softbank Group ist das ein Grund zu feiern. Nicht nur wegen des vier prozentigen Kursanstiegs, sondern wegen der positiven Aussichten...