Donnerstag, 5. Dezember 2019

Portfoliocheck: General Electric setzt Stanley Druckenmiller unter Strom

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 64. Portfoliocheck geht es um Stanley Druckenmiller. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als George Soros' rechte Hand 1992 die Bank of England und das britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren kein einziges Jahr mit Verlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Auch im dritten Quartal 2019 hat er sein Portfolio wieder erheblich umgekrempelt und kam auf eine Turnoverrate von 29%, wobei er auch seine Cash-Quote erhöhte. Daher bleibt Microsoft [WKN: 870747] seine mit Abstand größte Position und konstant bei 21,6% Depotanteil - obwohl er fast ein Viertel seiner Anteile verkauft hat. Unter den nun noch 43 Werten finden sich gleich 13 neue Aktien - darunter Shopify [WKN: A14TJP]. Und dann hat Druckenmiller seine Wette auf einen erfolgreichen Turnaround bei General Electric [WKN: 851144] deutlich erhöht. Aus guten Gründen!?

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Disclaimer
General Electric, Microsoft und Shopify befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

MasterCard-Aktionäre im Glück: mehr Gewinn, mehr Dividende, mehr Aktienrückkäufe

Der Zahlungsdienstleister MasterCard [WKN: A0F602] hat neulich mal wieder beeindruckende Quartalszahlen veröffentlicht und nun kommen diese Erfolge auch wieder direkt den Aktionären zugute.

Im dritten Quartal waren die Erlöse um 15% auf $4,5 Mrd. gesteigert worden und der Gewinn legte im Jahresvergleich um 11% $2,1 Mrd. zu, umgerechnet rund €1,9 Mrd. Dank dieser Rekordwerte kann es sich MasterCard leisten, seine Aktionäre weiter zu verwöhnen, und zu wird nun die Quartalsdividende um gute 21% auf $0,40 je Aktie angehoben (bisher $0,33). Aber auch bei den Aktienrückkäufen will Mastercard nochmals eine Schippe drauflegen...

Dienstag, 3. Dezember 2019

Mein Lese-Tipp: "Das Tao des Warren Buffett" von Mary Buffett und David Clark

Mary Buffett hat gemeinsam mit dem Rechtsanwalt und Fondsmanager David Clark ein weiteres Buch über ihren früheren Schwiegervater geschrieben, den legendären Value-Investor Warren Buffett. Doch in diesem Buch dreht es sich nicht um Strategien oder die Bewertung von Investments; stattdessen haben die beiden Autoren eine Sammlung unterschiedlichster Zitate Warren Buffetts zusammengetragen und diese anhand von exemplarischen Beispielen aus dessen Leben angereichert.

Ich bin ja ein großer Freund von Börsenweisheiten, wie regelmäßige Leser meines Blog bestimmt schon mitbekommen haben. Denn durch die oftmals pointierte Zuspitzung eines komplizierten Sachverhalts auf eine kurze, schlüssige Logik, kann die eigentliche Botschaft noch eingänglicher vermittelt werden.
»Ein guter Spruch ist wie die Wahrheit eines ganzen Buches in einem Satz.«
(Theodor Fontane)
Gerade Warren Buffett hat dies zur Perfektion erhoben, da er seine Lehren vorlebt...

Montag, 2. Dezember 2019

Börsenweisheit der Woche 48/2019

"Investiere niemals, niemals in die Gegenwart! Es spielt keine Rolle was ein Unternehmen verdient oder was es verdient hat. Stell dir die Situation in 18 Monaten vor, denn was immer dann sein wird, dort wird der Kurs sein, nicht da, wo er heute ist. Du musst in die Zukunft schauen, denn wenn du in die Gegenwart investierst, kommst du unter die Räder."
(Stanley Druckenmiller)

Sonntag, 1. Dezember 2019

Peter Lynch warnt: Market Timing ist eine totale Zeitverschwendung und kostet Rendite!

Schaut man sich die Charts des Dow Jones oder des DAX über einen langen Zeitraum an, dann sieht man einen eigentlich immerwährenden Anstieg. Zwischen drin gibt es mal Rücksetzer, die aber auf die lange Sicht kaum ins Gewicht fallen. Aus heutiger Sicht, wohlgemerkt, denn die Kurseinbrüche waren zu ihrer Zeit bisweilen dramatisch. 1929 mit annähernd 90 Prozent oder 1987 mit einem Verlust von mehr als 22 Prozent an nur einem einzigen Tag. Als Muster zeichnet sich das Bild, dass es eher gemächlich nach oben geht und dann fast regelmäßig eine panikartige Missstimmung auftritt mit entsprechenden emotional getriebenen Kursmassakern. Und auf ein solches warten Anleger derzeit weltweit, denn seit dem letzten Tiefpunkt während der Finanzkrise stiegen die Aktienbörsen weltweit stark an. Bis heute. Wobei gerne übersehen wird, dass es auch in diesem Zeitraum heftige Korrekturen gab, wie beispielsweise 2011, als es fast 40 Prozent abwärts ging. Jedenfalls vorübergehend, auch dank des billigen Geldes der Notenbanken.

Anfang 2016 und Ende 2018 gab es ebenfalls heftige Einbrüche und erkennen wir sehen als roten Faden, dass die Volatilität der Märkte grundsätzlich zugenommen hat, also dass die Kursausschläge extremer werden, in beide Richtungen. In Deutschland gibt es den VDAX, der die Volatilität misst. Und wenn wir diesen betrachten, so weist er - erstaunlicherweise - seit Monaten ein niedriges Niveau auf, ist geradezu entspannt. Von kurzen Ausreißern nach oben einmal abgesehen. Und das, wo weltweit Krisen toben: Trump, US-China-Handelskrieg, Strafzölle, Automobilkrise, Brexit-Querelen, Euro-Zerreißprobe. Doch die Börsianer blieben entspannt - wenn sie schlau waren…

Samstag, 30. November 2019

Match Group ist die am meisten geshortete Aktie im Russel 1000. Zeit für Panikattacken?

Die Match Group [WKN: A1424N] ist der führende Anbieter von Dating-Plattformen und -Apps. Man hat knapp 45 im Bestand, darunter 20 Eigengründungen, während 25 zugekauft wurden. Zu den bekanntesten gehören Zu den Angeboten gehören heute neben Match.com, OKCupid, Plenty of Fish, neu.de, LoveScout24 und Tinder. Relativ frisch an Bord ist Hinge, eine App, die als „Anti-Tinder“ gilt, da sie nicht auf Seitensprünge spezialisiert ist, sondern sich ganz klar für dauerhafte Partnerschaften positioniert hat. Und dieser Trend zur Spezialisierung trägt weitere Blüten. So gibt es BlackPeopleMeet für Afroamerikaner, Chispa für Latinos oder OurTime für Menschen ab 50.

In einem aktuellen Artikel über die 30 am stärksten geshorteten Aktien im Russel 1000-Index führt Andreas Haslinger auf aktien-mag.de die Match Group mit einer Short Interest-Rate von 58,8% auf und Anleger sollten sich schon Gedanken machen, was dies für Folgen haben kann - und wird...

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 29. November 2019

Mein Lese-Tipp: "So macht es Warren Buffett. 24 einfache Anlagestrategien des weltweit erfolgreichsten Value Investors" von James Pardoe

In seinem Werk "So macht es Warren Buffett" stellt James Pardoe 24 einfache Anlagestrategien des weltweit erfolgreichsten Value Investors vor und erläutert diese ausführlich. Und zwar auf eine eingängige Weise, dass sie für jeden verständlich sind, insbesondere auch für Neulinge in der Materie des Investierens und Bewertens von Unternehmen.

Pardoes Schreibstil ist umgänglich und kommt das ganze Buch über weitgehend ohne Fachchinesisch aus. Und ohne Zahlen! Auf Kennzahlen oder Bilanzen wird nur sehr allgemein eingegangen, was auf den ersten Blick verwundert. Doch erklärt sich dies aus der Absicht des Autors, das besondere Augenmerk auf die Strategie des Value Investings zu legen und anhand von Warren Buffetts Herangehensweise das Verständnis für diesen Investmentansatz beim Leser zu verankern. Zu diesem Zweck werden zentrale Kernbotschaften öfter wiederholt, ohne dass dies störend wirken würde. Wie ein Mantra, das Mantra des Value Investings.

Mein Fazit: ein einfaches aber sehr effektives Handlungskonzept, das auch für Anfänger leicht verständlich ist. Pflichtlektüre!

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Titel: "So macht es Warren Buffett"
Autor: James Pardoe
Seiten: 167, Gebundene Ausgabe
Verlag: Linde, Wien
1. Auflage (Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3709303478
Neupreis: 19,90 Euro

Gastartikel: Und weiter geht's... über den Boulevard in den Papierkorb - Eine Fortsetzung des Essays über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse

Vor einigen Wochen betrat dieses Blog Neuland, denn zum ersten Mal veröffentliche ich hier einen Gastartikel, der nicht aus meiner Feder stammte.

Heute findet der Artikel "Über den Boulevard in den Papierkorb - Ein Essay über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse" seine Fortsetzung und erneut ist für den Inhalt alleine der Autor Stephan Gemke verantwortlich.

Hierin widmet er sich insbesondere der medialen Berichterstattung zu Wirecard und greift erneut die Frage nach "Paid Content" auf bzw. den zunehmenden Anspruchsdenken, alles jederzeit zu bekommen und einfordern zu können. Und das - selbstverständlich - immer kostenlos. Ein Plädoyer im Sinne von "darf sich Leistung auch wieder lohnen?" und gegen die in unserer Konsumgeilgesellschaft immer weiter um sich greifende "Geiz-dich-dumm-Mentalität".

Da ich die grundsätzliche kritische Richtung des Essays teile, musste ich nicht lange überlegen, diesen Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen und hier(mit) die konstruktive Diskussion weiterzuführen.

Portfoliocheck: Occidental Petroleum ist Buffetts jüngster Kauf und irgendwie auch seine älteste Aktienliebe

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 63. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Warren Buffetts Performance ist atemberaubend. Er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20 Prozent pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. „Das Orakel von Omaha“, wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im dritten Quartal hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway [WKN: A0YJQ2] nur wenige Aktienpositionen verändert und nur zwei neue Positionen aufgenommen. Zum einen Restoration Hardware, ein Einrichtungshaus der gehobenen Preiskategorie und zum anderen Occidental Petroleum [WKN: 851921]. Was auf den ersten Blick als eine Kompensation für sein auslaufendes Phillips 66-Engagement [WKN: A1JWQU] aussehen könnte, offenbart auf den zweiten Blick einige interessante Aspekte - und ein 77 Jahre zurückliegendes "Kindheitstrauma" Buffetts...

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Disclaimer
Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 27. November 2019

Verisk Analytics macht mit gut kalkulierten Risiken anderer die besten Geschäfte

Verisk Analytics [WKN: A0YA2M] ist ein Vorreiter der digitalen Revolution. Insurance Services Office Inc., wie das Unternehmen damals hieß, wurde 1971 als Non-Profit-Organisation von einer Vereinigung von Versicherern gegründet. Ziel war die Aufbereitung statistischer Daten für versicherungsmathematische Auswertungen und die Entwicklung von Analyse-Software für die Versicherungswirtschaft. Das war vor 40 Jahren eine ganz andere Herausforderung als heute, denn Daten waren damals zwar verfügbar, aber sie wurden nicht zentral in einer Datenbank gespeichert, sondern in irgendwelchen endlosen Computerlisten abgelegt. Zumeist in staubigen Keller- und Lagerräumen. Jedes Unternehmen hatte seinen eigenen Datenbestand und sein eigenes Ablagesystem und auch eine individuellen Herangehensweise, was es mit seinen Daten anfing.

Inzwischen arbeiten wir mit PCs, Notebooks, Tablets und Daten werden über Cloud-Anwendungen gespeichert, abgerufen und zur Verfügung gestellt. Und die exponenziell wachsenden Datenmengen müssen analysiert werden, was immer häufiger durch Künstliche Intelligenz geschieht. Versik Analytics als Spezialist für die Datenanalyse für Versicherungen ist hier in einer Vorreiterrolle und einer fast einzigartigen Marktstellung. Klingt interessant? Aber natürlich...

Mein Lese-Tipp: "Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht" von Jason Zweig

Jason Zweig ist einer der renommiertesten Finanz- und Wirtschaftsjournalist der USA und erlangte durch Buchveröffentlichungen zu den Themen Value Investing, Verhaltens- und Neuroökonomie weltweit Bekanntheit. Und natürlich mit seiner regelmäßigen Kolumne für das Wall Street Journal.

Dieses Buch ist der Hammer und absolut lesenswert! Auch wenn der reißerische Obertitel "Gier" der deutschen Ausgabe eher abschreckend wirkt - er ist alleine der Gier des Verlags geschuldet; wer darüber hinwegsehen kann, wird mit einem Buch der Extraklasse zum Thema Behavioral Finance belohnt.

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Denn das Buch erläutert ausführlich, weshalb wir keine guten und schon gar keine besseren Anleger sind, warum wir die dummen Fehler begehen, die wir rational immer ausschließen würden. "Neuroökonomie" nennt sich das noch recht neue Forschungsgebiet, bei dem Wissenschaftler dem Zusammenhang zwischen unserem Gehirn und unserem (überwiegend schlechten) Umgang mit Geld und Geldanlagen nachgehen. Und was uns Statistiken und Erfahrung schon gelehrt hat, wird schonungslos belegt: wir Menschen und unser Gehirn sind nicht für die Finanzmärkte geschaffen. Wir können uns nur schlecht Fehler ein gestehen und daher halten wir zu lange an den falschen Aktien fest. Andererseits neigen wir zu Selbstüberschätzung und wenn wir denn ein paar Erfolge vorzuweisen haben, schreiben wir das unserem außergewöhnlichen Können zu und halten uns schnell für unfehlbar. Mit oft fatalen Auswirkungen bei unseren Börseninvestments.

Dienstag, 26. November 2019

HSBC verdoppelt Kursziel: Steht DIC Asset jetzt vor einer kompletten Neubewertung?

Die britische Investmentbank HSBC hat die Aktien des Gewerbeimmobilien-Spezialisten DIC Asset [WKN: A1X3XX] von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von €11 auf €20 Euro annähernd verdoppelt.

Diese Kurszielverdopplung ist für sich alleine schon bemerkenswert, aber die Begründung sollte allen zu denken geben, die das Unternehmen bisher eher stiefmütterlich behandelt und als reinen Bestandshalter von Immobilien (ab-)klassifiziert haben. Denn Analyst Thomas Martin ließ nicht nur deutlich erhöhte Schätzungen für das operative Ergebnis bzw. die FFO (Funds from Operations) aufgrund der Übernahme der German Estate Group in sein Bewertungsmodell einfließen, sondern er bewertet in seinem Studien-Update erstmals separat das Geschäft mit Immobilienfonds für institutionelle Investoren ("Institutional Business") - und das alleine ergäbe einen zusätzlichen Wertbeitrag von €6 je Aktie.

Dies könnte der Auftakt zu der längst fälligen Neubewertung der DIC Asset-Aktie an der Börse sein, denn erstmals hat ein Analyst das wachstumsstarke und hoch profitable Fondsgeschäft mit seinen stetigen Erträgen in seine Bewertung mit einbezogen, während es bisher niemand auf dem Radar gehabt hat. Ich freue mich hierüber insofern, als dass ich genau auf diesen Umstand schon länger hinweise und er ja auch ein Teil meines Investmentcases für die DIC Asset ist. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch andere Analysten diesen Aspekt aufgreifen und ihre Wertansätze deutlich erhöhen werden (müssen). Eine Neubewertung der Aktie ist eigentlich unvermeidlich - und die üppigen Insider-Käufe geben dem Kursauftrieb noch zusätzliche Nahrung...

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DIC Asset befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 25. November 2019

eBay mit Teilerfolg: StubHub-Verkauf bringt die ersten Milliarden ein

"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert". Was für ein blöder Spruch von einem blöden Charakter in einer blöden B-Serie. Aber nichtsdestotrotz stimmt er.

Bei eBay [WKN: 9165299] stimmt seit einiger Zeit nicht mehr wirklich viel, denn der einstige Internetpionier hat die Zeichen der Zeit verpennt und wird gnadenlos ausbeschleunigt von seinen Mitbewerbern; nicht nur hinsichtlich der Kursentwicklung, sondern vor allem im operativen Geschäft. Gerade Online-Gigant Amazon [WKN: 906866] lässt eBay immer weniger Raum zum Atmen. Deshalb haben sich einige aktivistische Investoren bei eBay eingekauft und drängen das Unternehmen, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren und vernachlässigte und vermeintlich unterbewertete Randaktivitäten Wert schöpfend zu verkaufen. Und dabei scheint eBay nun einen ansehnlichen Teilerfolg verzeichnen zu können, der Lust auf mehr macht. Viel mehr...

Ist die Exceet Group nach der Rekorddividende jetzt (noch) ein Schnäppchen?

Die in Luxemburg beheimatete exceet Group [WKN: A0YF5P] ist eine Beteiligungsgesellschaft. Ihr "Fokus ist das Halten von Beteiligungen in strukturell wachsenden Märkten, wie Gesundheit, Software und Technologie" und dabei "entwickelt und investiert exceet in bestehende Aktivitäten und beteiligt sich opportunistisch in neuen oder angrenzenden Geschäftsfeldern". Soweit die Selbstdarstellung und -wahrnehmung des Unternehmens, das 2006 gegründet und 2010 an die Börse geführt worden war.

Wer auf den Langfristchart blickt, sieht den enormen Absturz, der Mitte 2011 einsetzte, als sich alles gegen das Unternehmen wandte, aber auch den seit 2017 eingesetzten Turnaround. Der allerdings vor allem durch das Übernahmeangebot durch den heute bestimmenden Großaktionär Active Ownership (AOC) getrieben wurde und wird. Zählt man die Anteile von deren Investmentvehikel "White Elephant" und die von Klaus Röhrig, Gründungspartner von AOC und Vorsitzender des Exceet-Verwaltungsrats zusammen, liegt AOC inzwischen wohl deutlich über 70% der Anteile. Daneben gesellen sich weitere Großaktionäre, u.a. die zur Deutschen Balaton AG gehörende Heidelberger Beteiligungen AG, so dass der Streubesitz nur noch magere 13% ausmachen dürfte. "Markteng" ist der Nebenwert also allemal. Aber auch interessant?

Ist McDonald's nicht gerade jetzt ein Investment wert?

McDonald's [WKN: 856958] kennt wohl jeder, jedermann hat schon das knallgelbe M gesehen, dieses Firmenlogo, das Pommes nachempfunden ist und jeder hat schon vom Bic Mac oder McRib gehört. Warren Buffett ist einer der treusten Kunden; jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit kauft er bei Mc Donald's sein Frühstück - für exakt $3,17, Tag für Tag.

Nun erreichte mich diese Leserfrage von Marc B.: "Ich würde gerne wissen, warum Sie bisher nicht in McDonalds investiert sind? Eine solide Aktie, die sich doch gerade jetzt nach dem Rausschmiss des CEO und dem Kursrücksetzer zum (Nach-)Kauf empfehlen würde."

Wer meine Beobachtungsliste betrachtet, erkennt mit schnellem Blick, dass sich keine einzige Aktie aus dem Bereich Systemgastronomie darauf findet - und die berechtigte Frage ist, weshalb nicht...?

Börsenweisheit der Woche 47/2019

"Wenn sich die Story ändert und man anfängt, eine Position zu verkaufen, muss man konsequent bleiben. Sobald die Überzeugung weg ist, wenn das Vertrauen verloren ist, ist es weg. Verschwende keine mentale Energie, indem du Positionen hältst, an die du nicht glaubst. Schau nach dem Verkauf nicht mehr zurück. Blick nach vorne."
(Ian Cassel)

Sonntag, 24. November 2019

Turnaround-Spekulationen als Value Investment? Ernsthaft?

Spricht man an der Börse von einem Turnaround, hat man es mit einem Unternehmen zu tun, das in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Das kommt gar nicht so selten vor und Peter Lynch klassifiziert deshalb in seinem Klassiker "Der Börse einen Schritt voraus" Turnaround-Werte gar als eigene Aktienkategorie. Bei diesen wankenden Unternehmen hat sich der Aktienkurs zumeist entsprechend negativ entwickelt und ist entweder stetig oder plötzlich deutlich zurückgegangen. Die Unternehmen reagieren überwiegend mit den selben Maßnahmen darauf: Stilllegung von Fabriken, Freisetzung von Personal, Veräußerung von Randbereichen, radikale Kostenreduzierung, Konzentration auf das Kerngeschäft.

Wenn Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen und ihr Börsenkurs abstürzt, kann dies eine lukrative Chance für Anleger sein. Und zwar nicht nur für Spekulanten, die der Nervenkitzel reizt, sondern auch für langfristig orientierte Value-Investoren...

Samstag, 23. November 2019

Intuit: Endlich an Steuern richtig mitverdienen!

Intuit [WKN: 886053], ein führender Anbieter von Buchführungs- und Steuersoftware, hat Zahlen zum ersten Geschäftsquartal vorgelegt und die Erwartungen des Marktes zum fünften Mal in Folge deutlich übertroffen. Und der Kurs fiel fast 5%. Was war passiert? Der Ausblick auf das vierte Quartal war dem Markt zu verhalten, zu konservativ, und daher gab es einen kleinen Sell-off. Und das passiert nicht zum ersten Mal, denn Intuit prognostiziert regelmäßig eher zurückhaltend, um am Ende nicht zurückrudern zu müssen, sondern lieber überzuerfüllen. Mir gefällt das, das Unternehmen, die Art des Managements, das Business und die Aktie. Und die Aussichten sehen weiterhin prächtig aus, wenn man genauer hinsieht...

Blue Cap ohne Dr. Schubert? Kann das wirklich sein? Vielleicht...

Nach den Querelen mit dem Großaktionär PartnerFonds und dem Rausschmiss von deren CEO Oliver Kolbe war zuletzt wieder etwas Ruhe eingekehrt bei der Münchener Beteiligungsholding Blue Cap [WKN: A0JM2M]. Deren CEO und ehemaliger Großaktionär Dr. Hannspeter Schubert hatte zwar seinen Rückzug vom Amt des CEOs zum Jahresende 2019 erklärt, aber viele Aktionäre hatten gehofft, dass die vom neuen Aufsichtsrat eingeleitete Suche nach geeigneten Nachfolgern doch noch zu einem guten Ende führen würde. Das hat es nun, doch Dr. Schubert wird dem Vorstand ab 1.1.2020 nicht mehr angehören, so viel steht ab heute fest. Denn Blue Cap hat gleich drei neue Vorstände benannt. Doch damit muss das Kapital Dr. Schubert bei Blue Cap noch nicht beendet sein...

Freitag, 22. November 2019

Portfoliocheck: Brookfield Asset Management bewegt nun auch Chuck Akres Depot

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 62. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Auch im dritten Quartal hat Chuck Akre nur wenig in seinem Depot verändert; es dominieren mit einem Anteil von 47% die Finanzwerte vor Immobilienwerten mit 21,5% und zyklischen Konsumwerten mit 13%.

Nachdem Akre sich vor einiger Zeit bereits bei Finanzinvestor KKR & Co. eingekauft hatte, erwarb er in annähernd gleicher Größe nun Aktien von Brookfield Asset Management, die einen ganz besonderen Fokus auf Infrastrukturinvestments legen. Und das aus gutem Grund...

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KKR & Co. befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Großaktionär stockt bei DIC Asset auf und kündigt weitere Aktienkäufe an

Seit mehr als drei Jahren begleite ich den Spezialisten für Gewerbeimmobilien DIC Asset AG [WKN: A1X3XX] nun bereits und inkl. Dividenden stehen aktuell rund 85% Rendite zu Buche - vor einem halben Jahr waren es noch 15% und dazwischen liegen Welten, nicht nur was die Kursentwicklung angeht.

Mein ursprünglicher Investmentcase war, mich auf eine "lohnende Substanzwertspekulation" einzulassen, denn damals wie heute glänzt die DIC Asset-Aktie mit einem erheblichen Discount auf ihren Vermögenswert, den NAV. Bei allen operativen Fortschritten war es doch der unterjährige Kauf der GEG German Estate Group von der TTL Beteiligungs- und Grundbesitz AG [WKN: 750100], der die Entwicklung massiv beschleunigte und bei der DIC Asset inzwischen sogar zu einer Prognoseanhebung für das laufende Geschäftsjahr führte. Die TTL Beteiligung wiederum schüttete den Erlös aus dem GEG-Verkauf als üppige Sonderdividende an ihre Aktionäre aus und mit dem Rest des vielen Geldes geht sie seitdem auf Aktienkauf: vor allem bei der DIC Asset. Und dahinter steckt deren Großaktionär, der anscheinend noch Größeres vorhat...

Donnerstag, 21. November 2019

Jubiläum: Seit acht Jahren wird hier intelligent investiert

Vor genau acht Jahren, am 21.11.2011, habe ich das Blog "Intelligent investieren" ins Leben gerufen. Und ich habe es bisher (fast) keinen Tag lang bereut, denn ich schreibe über ein Thema, mit dem ich mich ohnehin viel befasse, weil es inzwischen mein Beruf ist: die Börse. Naja, eigentlich eher Berufung, denn es ist kein "Job", sondern es ist mir vor sechs Jahren gelungen, mein liebstes Hobby zu meinem Beruf machen zu können und daran habe ich nach wie vor viel Freude.
»Am Fließband stehen, das ist Arbeit. Was ich mache, ist Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund.«
(Karl Lagerfeld)
Besser als Karl Lagerfeld kann ich es gar nicht ausdrücken, wie ich das Börsengeschehen und meine Möglichkeit, mich "rund um die Uhr" damit zu beschäftigen, empfinde. Und dieses Blog ist zu einem ganz wichtigen Teil dessen geworden, was ich an positiven Assoziationen mit dem Börsengeschehen verbinde und dazu trage natürlich nicht allein bei, sondern dahinter steckt wesentlich mehr...