Samstag, 20. Oktober 2018

Beobachtungsliste

Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste.














»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also, Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Transaktionen auf meiner Beobachtungsliste
Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update
Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher in unregelmäßigen Abständen, wie die Entwicklungen bei den einzelnen Unternehmen sich in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 19. Oktober 2018

Templetons Tipps: Investiere in der Zeit des größten Pessimismus!

In der Zeit des größten Pessimismus zu investieren, ist leichter gesagt, als getan. Denn es bedeutet, sich alleine gegen den Markt zu stellen, gegen die allseits anerkannte Meinung und zwar in einer Phase, in der man selbst emotional von Zweifeln und (Existenz-) Ängsten geplagt ist. Aber nehmen wir mal an, wir sind als Anleger charakterlich gefestigt genug, das auszuhalten. Dann bleibt noch bzgl. des Rates von Templeton die Frage nach der Definition von "Größter". Oder ist das letztlich eher egal?

Den großen Börsencrash von 1929 habe ich nicht miterlebt, aber viel schlimmer kann es kaum kommen. 1987 war mein erster "aktiver" Börsencrash, nachdem ich gerade meine ersten Aktien gekauft hatte. 2000 habe ich voll mitbekommen. Voll im Sinne von voll investiert und voll verksackt. Als dann am 11. September 2001 die Flugzeuge in die beiden Türme des World Trade Centers in New York flogen, machte sich Weltuntergangsstimmung breit. Das könnte man als "größter Pessimismus" wohl durchgehen lassen. Und dann natürlich die Finanzkrise von 2008/09, als die Weltwirtschaft in einen Abgrund blickte. Das waren Börsencrashs, das waren Paniken, das waren die besten Gelegenheiten für "contrarian investors", für antizyklisch agierende Anleger. Doch auch wenn es sich "nur" um Marktkorrekturen handelt, wenn die Kurse also schnell und heftig mal um 10% einbrechen, fühlt sich das wie Endzeitstimmung an. So wie letzte Woche. Dabei sind solche recht häufigen Korrekturen keine Phasen "größten", aber doch schon großen Pessimismus. Und zumeist ebenfalls sehr lukrativ für Hartgesottene.

»Investiere in der Zeit des größten Pessimismus.«
(Sir John Templeton)

Zu jenen gehörte auch John Marks Templeton, der 1954 den Templeton Growth Fund gründete, einen der am Anlagevermögen gemessen weltweit größten Investmentfonds. Doch den Grundstein seines Vermögens legte er als junger Mann in der Hochphase der Weltwirtschaftskrise, als niemand mehr Aktien kaufen wollte. Außer ihm. Und dafür nahm er sogar Kredite auf...

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Portfoliocheck: Chuck Akre setzt auf Finanztitel. Wie Buffett, nur noch erfolgreicher. Und etwas anders...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das Aktien Magazin von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

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In meinem siebten Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger. "Chuck" Akre bescherte seinen Investoren in den letzten 29 Jahren überdurchschnittliche Renditen von 14,5% pro Jahr. In den letzten drei Jahren sprang sogar eine Rendite von 24,3% heraus - und das, obwohl sich kaum eine Technologieaktie im Depot des Ausnahmeinvestors befindet. Da fragt man sich, wie er das wohl angestellt hat...

Nun, Akre setzt mit der Hälfte seines Kapitals auf ausgesuchte Werte aus dem Finanzsektor. Sein Investmentstil weist viele Parallelen zu Buffett und Munger auf. Unter Anderem ist er erklärter Anhänger des "Focus Investing" und daher konzentriert er sich auf einige wenige Depotpositionen. Neben den beiden Zahlungsabwicklern MasterCard (WKN: A0F602) und Visa (WKN: A0NC7B) hat er auch die Ratingagentur Moody's (WKN: 915246) sowie die "Baby Berkshire" Markel Corp. (WKN: 885036) unter seinen Top-Positionen.

Besonderes Augenmerk verdient aber der Finanzinvestor KKR & Co. (WKN: A2LQV6), den Akre erst im ersten Quartal neu aufnahm und wo er die Position im zweiten Quartal verdoppelte. Da Akre stets sehr langfristig investiert, scheint er von KKR wirklich überzeugt zu sein. Zurecht...?!

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
KKR & Co. und MasterCard befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Profitieren Hornbach Baumarkt und Villeroy & Boch wirklich (noch) vom Bauboom?

Die Immobilienpreise klettern. Die Grundstückspreise klettern. Die Preise der Bauunternehmen klettern. Der Immobilienboom scheint kein Ende zu nehmen, jedenfalls in den Ballungszentren. Auf dem Land sieht das ganz anders aus. Und auch in den Metropolen gibt es - neben steigenden Mieten - eine Kehrseite: Verzögerungen. Nicht nur die kommunalen Auftraggeber mit ihren Schulanbauten, sondern auch immer öfter private Bauträger können ihre Projekte nicht mehr fristgerecht fertigstellen. Zu oft finden sie keine Handwerksbetriebe mehr oder wenn, dann nur zu horrenden Ausschreibungsergebnissen (bei den Kommunen). Wer diese hohen Priese nicht akzeptiert, bleibt auf seiner Planung oder seiner unfertigen Baustelle sitzen. Das kann sich natürlich kaum jemand leisten und so werden oft die (viel zu) hohen Preise zähneknirschend akzeptiert. Zu Lasten der ohnehin schrumpfenden Rendite.

Ein Schlaraffenland-Szenario für die Baubranche könnte man meinen. Doch nicht alle Anbieter profitieren wirklich. Auch bei Villeroy & Boch (WKN: 765723) und Hornbach Baumarkt (WKN: 608440) sollten Anleger vielleicht lieber zweimal hinsehen...

Montag, 15. Oktober 2018

Diesel? Benzin? Gas? Elektro? Egal! Delignit hat für alle Autos was zu bieten...

Die börsennotierte Delignit AG (WKN: A0MZ4B) ist ein Hersteller ökologischer, Laubholz basierter Produkte und Systemlösungen und mit seinen Produkten Zulieferer für die Automobil-, Bahn- und Luftfahrtindustrie. Kürzlich erst konnte die 76-prozentige Tochter der Industrieholding MBB SE (WKN: A0ETBQ) auch im Bereich Campingfahrzeuge einen ersten Fuß in die Tür bekommen und einen fetten langfristigen Auftrag an Land ziehen.

Delignit hängt stark von der Entwicklung im Automobilsektor ab und dortige Absatzschwierigkeiten können sich auch negativ auf die Geschäfte von Delignit auswirken. Allerdings kommen die Produkte von Delignit gerade dort zum Einsatz, wo es interessant wird: seit jeher versuchen die Automobilhersteller den Spritverbrauch zu senken. Erst aus ökonomischen Gründen; inzwischen auch, weil weniger Abgase weniger Schadstoffe bedeuten. Und noch einiges mehr...

Börsenweisheit der Woche 42/2018

"Beim Kauf sollte man romantisch, beim Verkauf realistisch sein. Und zwischendurch sollte man schlafen."
(André Kostolany)

Freitag, 12. Oktober 2018

Portfoliocheck: Bill Nygren kauft DXC. Und die kauften HP. Naja, teilweise...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das Aktien Magazin von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

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Bei meinem sechsten Portfoliocheck geht es um Bill Nygren, den Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren setzte in den letzten 12 Monaten vor allem auf Netflix (WKN: 552484) und HCA Healthcare (WKN: A1JFMW), die beeindruckende Gesamtrenditen von 106% bzw. 76% erzielten. Des Weiteren hat seine große Position in Apple (WKN: 865985) ihm ebenfalls satte Kursgewinne eingebracht.

Im dritten Quartal hat Bill Nygren kaum Depotveränderungen vorgenommen. Verkauft hat er keine einzige Position und neu hinzugekommen sind nur zwei Werte: neben dem US-Onlinebroker Charles Schwab (WKN: 874171) kaufte er DXC Technology Co. (WKN: A2DM8U), ein führendes IT-Dienstleistungsunternehmen, das durch die Fusion der Computer Sciences Corp. (CSC) und Hewlett Packard Enterprise (HPE) entstand. Nygren setzt hier auf einen erfolgreichen Turnaround durch das neue Management und vermutet eine deutliche Unterbewertung. Wenn er sich da mal nicht täuscht...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Vom Paladin aus dem unbeugsamen Dorf der Value Investoren und seiner Suche

Wir befinden uns im Jahre 2018 n.Chr. Ganz Deutschland ist von den Sparern besetzt... Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Value Investoren bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. „Graham and Doddsville“ heißt es nach Warren Buffett und heute lesen wir von einem seiner mächtigen Kämpfer, dem Paladin. Und seiner Suche nach… ja, nach was eigentlich?“

Der aufopferungsvolle Kampf der Gallier gegen einen schier übermächtigen Gegner ist legendär und kaum ein Kind dürfte die Geschichten von Asterix und Obelix nicht kennen. Und lieben. Ihre Kernbotschaft lautet, dass man nie aufgeben darf, dass man sich nicht der herrschenden Meinung oder den Gegebenheiten einfach unterordnen soll, dass man seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Vorstellungen umsetzen muss. Und das gilt nicht nur für unbeugsame Gallier, sondern in unserer Wirtschaftswelt auch für Aktieninvestoren...

Stunde der Value Investoren: Kurseinbrüche als Chance auf außerordentliche Kursgewinne!

Längere Zeit stiegen die Börsen schier unaufhaltsam an und das trotz der regelmäßigen "Schwarzen Schwäne", die wie trächtige Säue alle paar Monate durchs Dorf gejagt werden. Ob Ukraine-Konflikt, Brexit-Votum, Italien-Referendum oder die US-Wahl, bei allen Ereignissen wurden kräftige Kursverluste vorhergesagt - und wenn es welche gab, dann nur für kurze Zeit, bevor Anleger zurück in den Börsenmarkt strömten. Zu alternativlos erscheint der Aktienmarkt angesichts Negativzinsen zu sein.

Zuletzt hat sich die Lage aber eingetrübt, denn die Fed hebt stetig die Zinsen an und macht damit Geldanlagen wieder attraktiver im Verhältnis zu Aktien. Und auch wenn die US-Börsen erst vor wenigen tagen neue Allzeithochs erklimmen konnten, wurden diese Kursrekorde doch von immer weniger Aktien getragen. Andernorts, auch in Deutschland, ist bereits seit einigen Monaten eine Konsolidierungswelle zu erkennen mit teilweise deutlichen Kursabschlägen.

Den "bösen" September haben die Börsen einigermaßen unbeschadet überstanden, doch der Oktober zeigt sich von seiner ausgesprochen herbstlichen Seite - die Aktienkurse fallen wie Blätter im Wind. Und auch die zuvor so robusten US-Techwerte gehören nun zu den stark abverkauften Werten - doch dabei bieten sich auch Chancen für Hartgesottene, wie André Kostolany die Gegenspieler der Zittrigen nannte, die momentan das Börsengeschehen dominieren...

Mittwoch, 10. Oktober 2018

BOSE Überraschung: Kriegt Fielmann jetzt was auf die Ohren? Oder droht Schlimmeres?

Die Optikerkette Fielmann (WKN: 577220) hat schwer zu kämpfen in diesem Jahr; die Gewinnwarnung im Sommer war nicht die erste in den letzten beiden Jahren und hat dem Aktienkurs mächtig zugesetzt. Denn Fielmann scheint bisher keine Antwort auf die drängenden Zukunftsfragen gefunden zu haben. Im bisherigen Erfolgsmodell knirscht es zunehmend, denn der Trend geht immer stärker weg vom stationären Brillengeschäft hin zum Onlinebrillenversand.

Fielmann stemmt sich klar gegen den Onlinetrend und setzt stattdessen darauf, seine Kunden durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit auch weiterhin in seine Ladengeschäfte zu locken: mit Hörgeräten. Denn diese benötigen eine fachmännische Einstellung, um wirklich effektiv funktionieren zu können. Und nicht selten greifen Kunden gleich zu kombinierten Seh- und Hörhilfen. Fielmann setzt also nicht nur auf günstige Preise, sondern vor allem auf gute Beratung. Bei Hörgeräten ein Muss und damit die Trumpfkarte von Fielmann und elementarer Grundstein für die Zukunftsstrategie. Doch seit gestern könnte das alles Makulatur sein und zu einem BOSEn Erwachen führen...

Montag, 8. Oktober 2018

Aktienrückkaufprogramme: Positive Effekte mit Nebenwirkungen und Besonderheiten...

Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dem Vorstand grünes Licht geben, im genehmigten Umfang eigene Aktien kaufen zu können, und das Unternehmen dies dann umsetzt, spricht man von einem Aktienrückkauf. Dieser ist in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und oft wird ein Höchstkurs für die zurückzukaufenden Aktien vorgegeben. Und nach geltendem deutschem Recht darf eine Aktiengesellschaft nicht über mehr als 10% ihres eigenen Grundkapitals verfügen.

Anleger lieben Aktienrückkäufe
Aktienrückkaufprogramme sind bei Anlegern aufgrund ihrer positiven Nebenwirkungen in der Regel sehr beliebt, weil sie durch die zusätzliche Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens tendenziell zu steigenden Kursen derselben führen. Jedenfalls, wenn der faire Wert des Unternehmens oberhalb des aktuellen Aktienkurses notiert. Darüber hinaus repräsentiert nun jede andere Aktie einen höheren Anteil am Unternehmensgewinn, weil das Unternehmen ja keine Gewinne an sich selbst ausschüttet, und die Gewinn bezogenen Bewertungskennziffern sinken entsprechend, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Als direkte Folge steigt auch der faire Wert der Aktien.

Daher werden Aktienrückkäufe oft auch als Alternative zu Dividenden angesehen. Sie bleiben zunächst auch steuerfrei, bis die Aktien irgendwann verkauft werden und dann auf die erzielten Kursgewinne Kapitalertragsteuer anfällt.

»Keine andere Maßnahme nützt Aktionären so viel wie Aktienrückkäufe. Sofern das Unternehmen über ausreichend Liquidität für das operative Geschäft verfügt und die Aktie mit einem nennenswerten Abschlag auf den inneren Wert notiert - konservativ gerechnet.«
(Warren Buffett)

Ein paar Aspekte sind aber dennoch zu beachten, damit die Freude über Aktienrückkäufe nicht getrübt wird.

Börsenweisheit der Woche 41/2018

"Mache niemand anderen für deine Missgriffe und Fehler verantwortlich."
(Bernard Baruch)

Samstag, 6. Oktober 2018

Andere Ansichten zum (unerklärlichen) Kurs- und Geschäftsverlauf bei Corestate Capital

Der Immobilien-Asset Manager Corestate Capital (WKN: A141J3) kam vor anderthalb Jahren zu unter 18 Euro an die Börse und notiert mit aktuell 39 Euro über 100% im Plus. Rundum zufriedene Gesichter sollte man also bei den Anlegern erwarten, doch das Gegenteil ist der Fall. Denn Corestate notierte schon weit höher und der Jahreshöchstkurs lag bei rund 55 Euro. Seitdem hat die Aktie also etwa 30% eingebüßt. Und das ohne Gewinnwarnung, ohne Short-Attacke, ohne... irgendwie irgendwas. Also, was stimmt denn bloß nicht mit Corestate Capital?

Diese Frage stellt sich auch Dr. Helmut Fink von Verus Capital Partners und ist ihr in einem ausführlichen Report auf den Grund gegangen. Sehr lesenswert, allerdings mit einem - für mich nicht wirklich überraschendem - Ergebnis. Das ich teile (doppeldeutig, ich weiß ツ)...

▶ "Was ist bei Corestate Capital los?"

Disclaimer
Ich habe Corestate Capital auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Freitag, 5. Oktober 2018

Portfoliocheck: Tom Russo setzt auf Spirituosen. Und auf Buffetts Händchen...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das Aktien Magazin von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Kostenloses Probeexemplar des Aktien Magazins anfordern

Bei meinem fünften Portfoliocheck geht es um Tom Russo, der sich bei William "Bill" Ruane, einem Schüler Benjamin Grahams, seine ersten Sporen im Investmentgeschäft verdiente und in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von 15,2% für seine Investoren einfahren konnte. Dabei investiert er nach ganz klaren Grundsätzen, die ihn dennoch zu einem ganz besonderen Vertreter des Value Investings machen.

Tom Russo setzt auf Spirituosen, auf Luxusgüter, auf Bier - und auf Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2). Für Value Investoren ist Warren Buffetts Investmentkonglomerat ja eine sichere Bank; aber macht es sich Russo hier zu einfach, oder steckt doch mehr dahinter?

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

(K)ein Geheimnis: Das ist das einzige Wiki, in das ich investiere. Und es macht auf High-Tech Stock Picking...

In meinem Investor-Update zum Ende des dritten Quartals fand sich als meine drittgrößte Position im Depot ein - von mir bisher nicht näher bezeichnetes - Technologie-Wiki. Dieser Umstand fand viel größere Beachtung, als ich gedacht habe, und seitdem wird lebhaft darüber diskutiert, um welches Wiki es sich wohl handeln könnte.

Ich bin also in mich gegangen und hatte Kontakt mit dem Initiator des Wikis und als Ergebnis lest ihr hier den ersten und bisher einzigen Gastbeitrag in den sieben Jahren seit Bestehen dieses Blogs.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Grenke: Es läuft. Einfach, oder...?

Das Familienunternehmen Grenke ist ein Unternehmen, das fast immer unter dem Radar fliegt, denn das Businessmodell IT-Leasing klingt sowas von unsexy. Zu Unrecht - was das Business angeht, nicht den Sexappeal. ツ

Grenke (WKN: A161N3) habe ich viel zu spät entdeckt, die Story und die Kursrallye ist jahrelang an mir vorbei gegangen. Zu unsexy, ihr wisst schon... Dann gab es 2016 eine ausgedehnte Konsolidierungsphase und ich habe mir das Unternehmen endlich mal genauer angesehen - und mich dafür begeistert. Ein echtes Qualitätsunternehmen mit starkem ökonomischen Burggraben.

Mitte 2017 hat der Kurs dann die alten Höchststände hinter sich gelassen und ich habe den Wert hier im Blog vorgestellt als "relativ krisenfestes Wachstumsunternehmen" und mir die Aktien erstmals ins Depot gepackt. Eine Entscheidung, die ich nicht bereue, denn mein Investmentcase ist bisher voll aufgegangen - und auch der Kurs spielt erfreulicherweise mit. Diese Seite der Medaille gehört ja auch zu einem erfolgreichen Investment dazu. Eine positive Kursentwicklung basiert auf lange Sicht letztlich auf überzeugenden Geschäftszahlen. Die zum dritten Quartal hat Grenke soeben vorgelegt. Und die sind durchaus bemerkenswert...

Montag, 1. Oktober 2018

Mein Investor-Update mit Amazon, Blue Cap, IAC InterActiveCorp, MBB, Texas Pacific Land Trust, TTL Beteiligung, Apollo Investment, Ares Capital, Gladstone Capital, Gladstone Investment, Main Street Capital, PennantPark Investment und TPG Specialty Lending

Investor-Update zum 3. Quartal 2018
In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und gebe aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden. Des Weiteren berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und in meinem Dividendendepot.

Mein Investmentdepot
Die größten Positionen in meinem Investmentdepot sind Texas Pacific Land Trust (WKN: 985172), Amazon (WKN: 906866), ein Technologie-Wiki, Blue Cap (WKN: A0JM2M), IAC InterActiveCorp. (WKN: A0Q8BY), MBB (WKN: A0ETBQ) und TTL Beteiligung (WKN: 750100).

Mein Dividendendepot
In meinem Dividendendepot sind meine größten Positionen Gladstone Investment (GAIN; WKN: A0KES9), TPG Specialty Lending (TSLX; WKN: A1XF0Q), Ares Capital (ARCC; WKN A0DQY4), Main Street Capital (MAIN; WKN: WKN:A0X8Y3), PennantPark Investment (PNNT; WKN: A0MVG5), Gladstone Capital (GLAD; WKN: 797937) und Apollo Investment (AINV; WKN: A0CALX).

Um diese Unternehmen geht es heute. Und um einiges mehr...

Börsenweisheit der Woche 40/2018

"Um ein erfolgreicher Nebenwerteinvestor zu sein, braucht man keine hohe Risikotoleranz, sondern eine hohe Volatilitätstoleranz."
(Ian Cassel)

Sonntag, 30. September 2018

Was ist... eine Aktiendividende?

Aktiengesellschaften schütten oft einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dies erfolgt ganz überwiegend als Bardividende und der Aktionär erhält Geld auf sein Konto und er muss diese gegenüber dem Finanzamt versteuern; in Deutschland in der Regel über die sog. Abgeltungssteuer, eine spezielle Form der Kapitalertragsteuer.

Eine Alternative zur Bardividende ist die sog. Aktiendividende, bei der die Ausschüttung in Form neuer Aktien erfolgt. Der Aktionär erhält also Aktien anstelle der Bardividende - steuerlich ist auch diese Aktiendividende so zu behandeln wie die "normale" Bardividende. Deshalb erfolgt die Ausschüttung in der Art, dass der entsprechende die Steuer ausmachende Betrag als Bardividende deklariert - aber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt - und der verbleibende Rest als Aktiendividende in das Depot des Aktionärs gebucht wird. Der Aktionär hat nach der Dividendenzahlung also nicht mehr Geld auf dem Konto, aber mehr Aktien im Depot. Mit allen Rechten und Pflichten, die auch schon die alten Aktien gewährten, also insbesondere einem Anspruch auf den anteiligen Unternehmensgewinn.

Freitag, 28. September 2018

Portfoliocheck: Deshalb hat Seth Klarman jetzt AT&T im Depot

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das Aktien Magazin von Traderfox die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Kostenloses Probeexemplar des Aktien Magazins anfordern

Bei meinem vierten Portfoliocheck geht es um Seth Klarman, einen herausragenden Value Investor Graham'scher Schule, der sogar von Warren Buffett lobend erwähnt wird - und dennoch vielen Anlegern nicht bekannt ist. Zu Unrecht, denn seit Jahren erzielt er überragende Renditen. Durchschnittlich 19% pro Jahr, um genau zu sein, und das seit 1982.

Im zweiten Quartal hat Klarman vor allem im Medienbereich zugekauft und als eine seiner neusten größten Positionen findet sich auf einmal der Telekommunikationsriese AT&T (WKN: A0HL9Z) in seinem Portfolio wieder. Die Frage ist nur, wieso...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Donnerstag, 27. September 2018

Was ist... eine Berichtigungsaktie?

Berichtigungsaktien gibt ein Unternehmen an seine Aktionäre aus, wenn es eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vornimmt. Bei diesem "Aktiensplit" werden Rücklagen in Grundkapital umgewandelt und an die bisherigen Aktionäre im Verhältnis ihres Anteils am Grundkapital ausgegeben.

Bei diesem Vorgang ändern sich weder das Vermögen noch die Kapitalausstattung der Gesellschaft. Bilanzrechtlich handelt es sich um einen Passivtausch innerhalb des Eigenkapitals.

Für den Aktionär ändert sich an seiner Vermögensposition nichts: nach Ausgabe der Berichtigungsaktien hat er zwar mehr Aktien als zuvor, diese notieren aber niedriger, denn der Wert des Unternehmens hat sich ja nicht verändert, da - anders als bei einer "normalen" Kapitalerhöhung - ja kein frisches (zusätzliches) Geld in das Unternehmen geflossen ist. Der Aktienkurs passt sich also der neuen Aktienanzahl durch ein verringertes Kursniveau an.

Mittwoch, 26. September 2018

Weshalb Datagroup und TTL Beteiligung die Jahresprognosen anheben (müssen)...

Von Gewinnwarnungen spricht man, wenn Unternehmen mitteilen, dass sie ihre eigenen Prognosen verfehlen werden. Und dies hat zumeist deutliche Irritationen bei den Aktienkursen zufolge, da auf die Schlagzeile selbst reagiert wird, bevor auch nur ein Gedanke an den Inhalt verschwendet wird. Die Börsenhektik fordert ihren Tribut: Aktion vor Ratio.

Doch auch ein deutliches Übertreffen der bisherigen Prognosen ist eine Abweichung und somit eine Art Gewinnwarnung, jedenfalls im klassischen Sinn des Wortes. Denn das Unternehmen "warnt" den Kapitalmarkt ja vor (höheren) Gewinnen.

Beim IT-Spezialisten Datagroup (WKN: A0JC8S) und dem Gewerbe-Immobilienprofi TTL Beteiligung und Grundbesitz (WKN: 750100) können sich Anleger nun über genau solche Warnungen vor mehr Gewinn freuen. Und bei beiden war das durchaus absehbar...