Montag, 22. Juli 2019

Das Niedrigzinsniveau (ver-) führt auch Value-Ikone Jeremy Grantham zu Quality Investments

Jeremy Grantham ist eine Ikone des Value Investings und das nicht erst, seitdem er das Platzen dreier Aktienblasen korrekt vorhergesagt hat: die Blase am japanischen Aktien- und Immobilienmarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase 2001 sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt 2008 und die sich anschließende weltweite Kreditkrise. Anfang 2018 sagte er dann eine "scharfe Korrektur" innerhalb der nächsten 18 Monate voraus - und wir alle erinnern und wohl noch an das heftige Kursgewitter im Schlussquartal 2018. Man kann also sagen, dass Grantham schon ein besonders Gespür für Aktien und ihre Bewertung hat.

Während die Aktienkurse zu neuen Höchstständen stürmen, hat Grantham vor einiger Zeit die Grundlehren des Value Investings neu interpretiert, genauer gesagt das Prinzip von der Rückkehr zum Durchschnittswert. Dieses besagt, dass überdurchschnittliche Gewinnmargen zunehmend Konkurrenz anzieht, die dann diese Gewinnmargen reduziert. Entsprechendes gilt für Aktien: wenn Aktien deutlich unter oder erheblich über ihrem Durchschnittswert notieren, werden sie sich früher oder später wieder dort einfinden. Auf dieser Basis kann man eine Reihe von Parametern zum Maßstab machen, doch Value Investoren fokussieren sich vor allem auf die Unternehmensgewinne, weshalb das Kurs-Gewinn-Verhältnis eine so beliebte Kennzahl ist. Doch wenn nun die Parameter dauerhaft verschoben sind, sollte man sie dann nicht selbst neu justieren und sich dieser neuen Realität stellen?

Börsenweisheit der Woche 29/2019

"Aktien entwickeln sich selten innerhalb des von uns vorhergesagten Zeitrahmens, weshalb der Markt nur für Anleger funktioniert, die einen langfristigen Portfoliofokus haben."
(Ian Cassel)

Samstag, 20. Juli 2019

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste.




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 19. Juli 2019

Portfoliocheck: Die Kraft der Marken schwindet. Und Ken Fisher stößt Unilever und Procter & Gamble ab

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem vierundvierzigsten Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Er wähnt uns "in der letzten Phase eines Bullenmarktes" und sah den Crash Ende letzten Jahres als vorübergehende Übertreibung an. Fisher setzte auf die "Macht des V", also den schnellen, starken Wiederanstieg nach einem Ausverkauf - und lag damit goldrichtig.

Aber Ken Fisher redete nicht nur, er handelte auch entsprechend. Und so hat er auch im ersten Quartal 2019 vor allem weiter im Technologiebereich zugekauft, der inzwischen fast 24% seines Depots ausmacht. Insbesondere seine Positionen bei Adobe Systems und beim Cloud-Spezialisten SalesForce.com hat nochmals kräftig ausgebaut, während er defensive Konsumgüterhersteller fast völlig aus seinem Depot gefegt hat, wie Procter & Gamble und Unilever...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adobe Systems und Salesforce befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 18. Juli 2019

Weshalb Anleger solide Dividendenwerte eher nicht verschmähen sollten

An der Sinnhaftigkeit von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen Dividenden für elementar halten, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also komplett einbehalten, denn dadurch erhöhe sich der Wert des Unternehmens. Und folglich auch der Aktienkurs.

Einen ausführlichen Artikel zu Dividenden und Dividendenrendite habe ich hier verfasst, daher möchte ich jetzt auf zusätzliche Aspekte eingehen. Denn neben der Absicherung, die Dividenden für den Anleger darstellen (wenn es mit den Kurssteigerungen mal nicht so läuft, erhält man immerhin die Dividende), machen Dividendenausschüttungen auf langfristige Sicht rund 40% des Gesamtertrages eines Depots aus. Ein Aspekt, den man also nicht einfach ausblenden sollte...

Montag, 15. Juli 2019

Börsenweisheit der Woche 28/2019

"Die Zeit ist auf deiner Seite, wenn du Aktien herausragender Unternehmen besitzt."
(Peter Lynch)

Sonntag, 14. Juli 2019

Was ist... eine Garantiedividende?

Überschreitet ein Aktionär die Schwelle von 75 Prozent der Stimmrechte bei einem Unternehmen, kann er auf der Hauptversammlung wichtige Entscheidungen im Alleingang durchsetzen. So kann er zum Beispiel einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BuG) erzwingen, so dass die Tochtergesellschaft nunmehr alle ihre Gewinne an das Mutterunternehmen abführen muss, während im Gegenzug die Muttergesellschaft ggf. entstehende Verluste zu ihren Lasten zu tragen und in ihrer Bilanz auszuweisen hat.

Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre ergibt aus dem BuG der Nachteil, dass sie nicht mehr am Gewinn des Unternehmens beteiligt sind, obwohl sie noch dessen Anteile halten. Daher gibt es für die Minderheitsaktionäre als Ausgleich eine sog. Garantiedividende, die unabhängig vom Geschäftsverlauf gezahlt wird. Sollte die Zahlung aufgrund eines besonders schlechten Geschäftsverlaufs in einem Jahr doch einmal ausfallen müssen, ist sie im Folgejahr zusätzlich auszukehren.

Aktien mit Garantiedividende können für Anleger daher lukrativ sein, denn ihre Rendite ist quasi garantiert, denn wenn der Mehrheitsaktionär im Rahmen eines Übernahmeversuchs an seine Aktien gekommen ist, steht den Minderheitsaktionären weiterhin die Möglichkeit offen, zu dem damals angebotenen Preis ihre Aktien an den Mehrheitsgesellschafter zu verkaufen. Der Kurs ist daher nach unten gut abgesichert und die Aktien bieten eine ziemlich verlässlich kalkulierbare Rendite. Und falls der Mehrheitsaktionär weitere Aktien zukauft, um sich vielleicht sogar das ganze Unternehmen einzuverleiben, kann es am Ende auch auf einen Squeeze-out hinauslaufen - wobei dann nochmals die Kasse klingeln sollte...

Kissigs Klookschieterei: Die Börsenwoche 28/2019 im Rückspiegel mit Aumann, Deutsche Beteiligungs AG, Euromicron, Funkwerk, MBB

Eine durchwachsene Börsenwoche liegt hinter uns, die die Schere zwischen "armen" und "reichen" Aktien weiter auseinanderklaffen ließ. Zu den "armen" Aktien gehören die Konjunktur sensiblen Werte, denn diese spüren immer stärker die globalen Eintrübungen der Weltwirtschaft, die die Frühindikatoren ja bereits seit einigen Monaten anzeigen. Und das zweite Quartal ist so schlecht verlaufen, wie erwartet - teilweise sogar noch schlechter. Und in der Folge reduzieren die Unternehmen ihre Prognosen für das Gesamtjahr und die Analysten ihre Kursziele.

Hart getroffen werden viele deutsche Unternehmen, denn Deutschland ist Exportland und hat seine stärken im Maschinenbau, in der Automobilindustrie, in der Chemie. In der letzten Woche mussten nun sogar Flaggschiffe der deutschen Wirtschaft, wie BASF und Daimler Gewinnwarnungen aussprechen und auch im Mittelstand zeigen sich heftige Bremsspuren, wie Krones oder Aumann zeigten. Der DAX verlor dem entsprechend 2% im Wochenverlauf und auch der breite Markt schwächelt.

Ganz anders in Amerika, wo die Aussicht auf sinkende Zinsen und sprudelnde Unternehmensgewinne die Börsen auf neue Rekordhoch trieben. Erstmals schloss der Dow Jones über der Marke von 27.000 Punkten und der breiter angelegte S&P 500 beendete die Woche erstmals über 3.000 Zählern. Und diese unterschiedliche Entwicklung dürfte weiter anhalten, da sich die US-Wirtschaft in deutlich besserer Verfassung zeigt als die ökonomische Realität sich andernorts auf der Welt darstellt. Und weil die großen US-Technologie-Konzerne weiterhin enorme Cashflows generieren und dank der US-Steuerreform diese Gewinne relativ günstig in die USA holen können. Wo sie für ausgedehnte Aktienrückkäufe eingesetzt werden, was den Aktienmarkt zusätzlich befeuert...

Samstag, 13. Juli 2019

Sind Finanzderivate wirklich eine (gute) Alternative zu Direktinvestments in Aktien?

Wer eine Aktie kauft, beteiligt sich an einem Unternehmen, nimmt teil an dessen Entwicklung und partizipiert an den Kursgewinnen. Hinzu kommen oftmals üppige Dividendenzahlungen. Und setzt er auf die falschen Aktien, lernt er auf schmerzliche Art und Weise, wie man mit Kursverlusten umzugehen hat. Man sollte meinen, das sei Chance und Risiko genug und doch gibt es eine immer größer werdende Zahl von Finanzderivaten, mit denen man an den Börsen handeln kann. Bisweilen ganz losgelöst von sog. Basiswerten.

Ende der 1980er Jahre, als in Deutschland die Deutsche Terminbörse (DTB) ihre Arbeit aufnahm - und zwar mit einfachen Call- und Put-Optionen - gab es als spekulativere Anlagemöglichkeiten neben Aktien eigentlich nur Optionsscheine. Das waren Zusatzkupons, die an Aktienanleihen hingen und das Recht verbrieften, zu einem festgelegten Termin eine bestimmte Aktie zu einem bestimmten Basispreis zu erwerben. Diese Optionsscheine wurden dann separat an der Börse gehandelt und erhöhten Chancen und Risiken bezogen auf ein Investment in den jeweiligen Basiswert, da der Optionsschein zumeist zu einem Bruchteil des Aktienkurses notierte und somit jede Kursänderung prozentual viel stärkere Wirkung entfaltete. Denn eine Änderung um 1 Euro ist bezogen auf einen Kurs von 100 Euro nur 1% - notiert der entsprechende Optionsschein aber bei 10 Euro macht die Veränderung des Basiswertes um 1 Euro beim Optionsschein eine Veränderung von 10 auf 11 Euro und somit 10% aus. Der Hebel betrüge in diesem Beispiel also 10.

Schnell wurden Optionsscheine aber "zu langweilig" und es wurden weitere Derivate erfunden, von Covered Warrants bis hin zu Zertifikaten. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich an einem bestimmten Basiswert orientieren und festgelegte Eintrittsparameter haben, die ihren Kurs und letztlich die Abrechnung am Ende ihrer Laufzeit bestimmen. Dabei gibt es noch Sonderformen, wie z.B. Knock-out-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Discount-Zertifikate oder neuere Formen, wie zum Beispiel den Handel mit Binären Optionen, wo das Investieren durch eine Alles-oder-Nichts-Wette ersetzt wird...

Freitag, 12. Juli 2019

Funkwerk steigt bei Euromicron ein. Ein Deal mit Chancen und Nebenwirkungen...

Soso, "meine Neue" Funkwerk zieht also bei "meiner Ex" Euromicron ein. Als die Meldung über die Ticker geisterte, musste ich erstmal schlucken. Funkwerk ist meine erfolgreichste Turnaround-Spekulation und hat sich in den vergangenen Jahren dank neuem Management und neuer Strategie aus einem tiefen Tal der Tränen zurück auf den Erfolgsgipfel heraufgearbeitet. Und Euromicron steht für das genaue Gegenteil: ständige Zukäufe, Neuausrichtungen, Personalwechsel sind das Muster, nachdem das Unternehmen seit 20 Jahren zugrunde dilettiert wird.

Dabei hatte alles so verheißungsvoll angefangen, damals 1998 beim Börsengang an den Neuen Markt. Die Zukunft sah rosig aus und ich war dabei, als Erstzeichner und dann eine zeitlang als Aktionär. Und habe gut daran verdient - einer der wenigen wohl, denn Euromicron ging mit dem Neuen Markt baden und hat seitdem irgendwie nie richtig die Kurve gekriegt, trotz vieler Neustartversuche. Aber nun soll es klappen. Mit der Hilfe des neuen Ankeraktionärs Funkwerk. Ob das was wird...?

Portfoliocheck: CVS Health wird immer billiger. Und Primecap greift dankbar zu!

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem dreiundvierzigsten Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Primecap Management, die nicht nur drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen, sondern mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Damit erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,4% und hängten den S&P 500 um 2% pro Jahr ab.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Mit dem Gesundheitskonzern CVS Health setzt Primecap Management auf ein Unternehmen, das seit seinem Höchstkurs vor vier Jahren die Hälfte an Wert verloren hat und sich großen Herausforderungen gegenüber sieht, zu denen neben sich dem ohnehin verschärfenden Wettbewerb und dem erwarteten Einstieg von Amazon als Online-Konkurrent auch das Zusammenwachsen mit dem übernommenen Krankenversicherer Aetna gehört.

Die Risiken bei CVS sind bekannt und offensichtlich, die Chancen werden noch unterschätzt bzw. nicht gewürdigt. Primecap positioniert sich frühzeitig, um die sich auf mittlere und lange Sicht abzeichnenden überdurchschnittlichen Renditen einfahren zu können. Und genau für diese ist Primecap Management seit Jahrzehnten bekannt…

zum Artikel auf aktien-mag.de

Donnerstag, 11. Juli 2019

Aumanns Umsatz- und Gewinnwarnung lässt auch Großaktionär MBB (er-)zittern

Der Automobilzulieferer Aumann hat geliefert - leider die schlechten Ergebnisse, die zu erwarten waren. Und genau genommen sogar noch schlechtere.

Nachdem schon die Zahlen zum ersten Quartal 2019 ziemlich mies ausgefallen waren, hatte vor allem der erschreckend geringe Auftragseingang mich veranlasst, Aumann auszusortieren. Es war absehbar, dass mindestens auch das zweite Quartal enttäuschend verlaufen würde. Und jetzt kam es genau so, denn Aumann musste eine Umsatz- und Gewinnwarnung aussprechen und das trifft auch den mit 38% beteiligten Großaktionär MBB...

Deutsche Beteiligungs AG mit Schock in der Abendstunde

Die Deutsche Beteiligungs AG hat in dieser Woche gleich zwei Meldungen zu bieten. Mit dem Verkauf ihrer Tochter Infiana konnte sie ein positives Zeichen setzen, denn es gelang der DBAG nicht nur, ihr eingesetztes Kapital mehr als zu verdoppeln, sondern der Verkaufserlös erfolgte auch noch oberhalb des Bewertungsansatzes, mit dem Infiana Ende März in den Büchern stand, so dass hieraus ein zusätzlicher positiver Ergebnisbeitrag erzielt wird. Im Zuge der Verkaufsmeldung bestätigte die DBAG dann auch ihre Prognose für das Gesamtjahr. Und das ist die schlechte Nachricht, denn wie wir seit gestern Abend wissen, entpuppt sich diese zweite Aussage nur zwei Tage später (!) als Ente...

Dienstag, 9. Juli 2019

Buy & Hold: Geh den Weg des Warren Buffett und investiere erfolgreich(er)

Warren Buffett liebt und lebt das Prinzip des Buy & Hold, des Kaufens und Behaltens. Seine bevorzugte Anlagedauer sei für immer, hat er öffentlich verkündet. Und wenn man sich die größten Positionen in dem Portfolio seiner Investmentholding Berkshire Hathaway ansieht, so sind sie teilweise seit Jahren und Jahrzehnten unverändert: Wells Fargo, American Express, Coca Cola. Auch seine im lukrativen Duracell-Deal eingetauschten Procter & Gamble-Aktien hielt er weit mehr als zehn Jahre - sie resultierten aus seinem Einstieg bei Gillette, die dann später von P&G übernommen wurden.

Seine Einstellung zum langfristigen Investieren legt Buffett auch immer wieder in seinen Jahresberichten dar, die er den Berkshire-Aktionären und Anlegern weltweit zur Verfügung stellt. Zwei besonders bemerkenswerte Passagen aus Jahresberichten von Mitte der 1990er Jahre möchte ich heute mal aufgreifen und in Erinnerung rufen.

Montag, 8. Juli 2019

Portfoliocheck: Frank Sands geht jetzt bei Steuern steil - mit Intuit

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem zweiundvierzigsten Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben) sowie ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im zweiten Quartal hat vor allem bei Intuit Inc. zugeschlagen, einem führenden Hersteller von Steuer- und Buchführungssoftware. Der scheint zwar hoch bewertet zu sein, aber Sands setzt auf andere Qualitäten, die Intuit zu seinem schier unüberwindbaren Burggraben verhelfen und die zweistelligen Wachstumsraten noch attraktiver erscheinen lassen...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Börsenweisheit der Woche 27/2019

"Vergiss nie, dass Kredit auch Geld ist."
(Benjamin Franklin)

Sonntag, 7. Juli 2019

Kissigs Klookschieterei: Die Börsenwoche 27/2019 im Rückspiegel mit UET United Electronic Technology, WashTec

Die letzte Börsenwoche verlief relativ entspannt, zumal am Donnerstag in den USA der "Independance Day" gefeiert wurde und dem entsprechend die Weltleitbörse pausierte. Die Welt konnte sich also um sich selbst kümmern, da US-Präsident Trump vor allem damit beschäftigt war, eine große Militärparade abzuhalten und damit den aussöhnlichen Charakter der 4. Juli-Feierlichkeiten ad absurdum zu führen. Als er damit fertig war und am Freitag wieder ins (Twitter-) Geschehen eingriff, sackten die Börsen auch prompt deutlich ab. Denn der Donaldissimo feuerte eine Breitseite gegen die Währungspolitik fast jeder Nation, auch die der US-Notenbank, und das wurde als Androhung eines globalen Währungskriegs verstanden. In meiner Kindheit war immer James Bond zur Stelle, wenn sich irgendwo wieder jemand zum Welt-Diktator aufschwingen wollte. Aber der gute als Bond steuert momentan auf seine nächste Rente zu, da hat er wohl leider anderes zu tun. Aber auch Besseres...?

Samstag, 6. Juli 2019

Lese-Tipp: Gustave Le Bon an der Börse - "Psychologie der Massen für Aktionäre"

Emotionen bestimmen das Geschehen an den Börsen und lassen die Aktienkurse heftig schwanken und die "Behavioral Finance" ist die noch junge Disziplin, die sich genau hiermit auseinandersetzt.

Noch relativ neu am Büchermarkt ist das Werk "Gustave Le Bon an der Börse - Psychologie der Massen für Aktionäre" von Dr. Felix Johnson. Dabei handelt es sich um den übersetzten Originaltext von Gustave Le Bon aus dem Jahr 1865 mit Kommentierungen von Dr. Felix Johnson. Und diese setzen Le Bons wissenschaftliche Abhandlung in den Kontext der Finanzmärkte und bieten hierdurch einen direkten Mehrwert für Aktionäre, denn wir alle sind an der Börse der Psychologie der Massen ausgesetzt.

Das Werk von Gustave Le Bon über die Psychologie der Massen mit seinen bemerkenswerten Anmerkungen zur Verwendung als praktisches Handbuch für die Aktienanlage ist dafür eine ausgezeichnete Grundlage und bietet den idealen Einstieg in die Welt der „Behavioral Finance“.

▶ hier das Buch ordern

Dieses Buch hat allerdings für mich über das bloße Interesse als Anleger und Leser hinaus einen ganz persönlichen Touch, denn ich wurde gebeten, das Vorwort zu verfassen. Diese Anfrage empfand ich als große Ehre und bin dem Wunsch sehr gerne nachgekommen...

Freitag, 5. Juli 2019

Mit Tomra Systems dem Plastikmüll erfolgreich den Kampf ansagen

Tomra Systems ist in einem stark wachsenden Markt tätig, dem Sortieren. Klingt auf den ersten Blick nicht so spannend, ist es aber doch. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und zuvorderst sind die Norweger bekannt durch seine vielen Flaschen-Rückgabe-Automaten, die wir alle aus Einzelhandelsmärkten kennen. Recyling oder "Urban Mining" ist ein Megatrend in den Industrieländern, das hatte ich am Beispiel des führenden US-Entsorgungsunternehmens Waste Management mal ausführlich dargelegt ("Waste Management oder der Geruch des Geldes"). Neuer ist der weltweite Kampf gegen den Plastikmüll und Mikroplastik, den die EU bereits vor einem Jahr aufgenommen hat und der inzwischen immer mehr in unserem Bewusstsein landet - nicht zuletzt deshalb, weil immer mehr Länder Asiens die dorthin verschifften Müll- und Plastikberge nicht mehr annehmen und einfach wieder in die Herkunftsländer zurückschicken: zu uns. Mit der Folge, dass wir uns selbst um unseren Müll kümmern müssen, um das Sortieren, das Trennen, das Recyceln und am Ende das Verbrennen.

Das kostet viel Geld und steigende Müllgebühren sind zu keinem Zeitpunkt ein Wahlkampfschlager für Politiker. Eine positive Folge hieraus ist, dass zusammen mit der wachsenden Umwelt- und Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" die Initiative zum schonenderem Einsatz von Energie und Ressourcen und zur Müllvermeidung immer mehr Fahrt aufnimmt...

Donnerstag, 4. Juli 2019

Mein Investor-Update mit Amazon, Blue Cap, Funkwerk, Hypoport, Mastercard, MBB, Microsoft, PayPal, Softbank Group

Investor-Update zum Ende des 2. Quartals 2019

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und gebe aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben.

Darüber hinaus beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden. Des Weiteren berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und in meinem Dividendendepot.

Die größten Positionen in meinem Investmentdepot waren Ende März Hypoport, MasterCard, Amazon, Microsoft, PayPal, Funkwerk, Softbank Group, das High-Tech Stock Picking Wiki von Stefan Waldhauser und Blue Cap. Neben der neuen Nummer Eins gab es einige Veränderungen, die nicht alleine auf die heftigen Schwankungen der Börsenkurse zurückzuführen sind...