Mittwoch, 1. April 2020

Kissigs Investor-Update Q1/20 mit Adobe, Amazon, American Tower, Costco, DIC Asset, Hypoport, Intuit, MasterCard, MBB, Microsoft, Mutares, SBF, Stryker

Investor-Update zum Ende des 1. Quartals 2020

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und wie sich diese ggf. auf meine Beobachtungsliste und auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Dank des Corona-Crashs ist auch mein Depot ordentlich durcheinander gewirbelt worden und es gab so einige Verschiebungen in der Reihenfolge. Per Ende März waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Microsoft, MasterCard, Amazon, Adobe, American Tower, MBB, Costco, Intuit, SBF, Stryker. Neben der neuen Nummer Eins gab es einige Veränderungen, die nicht alleine auf die heftigen Schwankungen der Börsenkurse zurückzuführen sind; aber immerhin fünf Werte lagen auch vor drei Monaten schon in den Top 10...

Volatilität ist...

Volatilität ist... wenn der DAX morgens mit 2 Prozent im Minus startet und du dich entspannt zurücklehnst, weil es heute nach einem eher ruhigen Börsentag aussieht.

Dienstag, 31. März 2020

Good News bei... Eckert & Ziegler: Rekordgewinn, Dividendenerhöhung und ein Aktiensplit

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 800 Mitarbeitern zu den weltweit größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Als einer der Highflyer der letzten Jahre, der Anleger mit großen unternehmerischen Erfolgen und rasanten Kurssteigerungen verwöhnte, konnte sich auch das im deutschen Nebenwertesegment SDAX beheimatete Unternehmen dem durch die Corona-Panik ausgelösten Kursmassaker an den Börsen nicht entziehen. Was aber nicht bedeutet, dass es bei der EZAG nicht rund laufen würde. Ganz im Gegenteil, es gibt viel Gutes zu berichten...

Montag, 30. März 2020

Benjamin Graham rät: Kaufe nicht bloß Aktien, sondern erwirb Anteile an Unternehmen, um sie Dein ganzes Leben lang zu behalten

Erfolgreiche Value Investoren wie Benjamin Graham und Warren Buffet legen großen Wert auf die langfristige Ausrichtung der Geldanlage, das langfristige Investieren in Unternehmen. Damit setzen sie sich ganz bewusst ab von der Vielzahl an Anleger, die zunehmend Aktien als Roulette-Chips missbrauchen, als Spekulationsobjekte. Weshalb ist aber diese Unterscheidung in Investieren und Spekulieren so entscheidend?

Das liegt vor allem an der Psychologie und am Verhalten der Menschen, die von Natur aus wankelmütig sind. Wir neigen zu Stimmungsschwankungen und so empfinden viele Menschen Freude, wenn ihre Aktien steigen und sind gereizt, wenn die Kurse ihrer Aktien fallen. Doch wer den Börsenkurs zum (einzigen) Gradmesser macht, ob das getätigte Investment gut oder schlecht ist, kann nur scheitern. Jedenfalls als Investor, vielleicht nicht als Spieler. Und deshalb muss man sich von diesem Denken lösen; es wird einem sonst immer im Weg stehen und einen davon abhalten, nachhaltig und langfristig mit seinen Investments eine überragende Performance zu erzielen...

Börsenweisheit der Woche 13/2020

"Investiere in Aktien, nicht in den Aktienmarkt."
(Peter Lynch)

Sonntag, 29. März 2020

Kissigs Klookschieterei: Peak Corona oder wann wird's mal wieder richtig Hausse?

Das Corona-Virus hat die Börsen fest im Griff, denn eine solche Pandemie mit Social Distancing und dem Shutdown ganzer Volkswirtschaften hat von uns noch keiner erlebt. Die Situation erzeugt Angst und sorgt für große Verunsicherung - hier zeigen sich deutliche Parallelen zur Finanzkrise 2008/09, als ebenfalls große Zukunftsangst herrschte. Ansonsten ist die Situation ziemlich einzigartig und daher neigt man dazu zu sagen, diesmal sei alles anders. Doch das ist es nicht, niemals. Auch diesmal folgt die Krise einem eingespielten Muster und auch die Entwicklung der Börsenkurse tanzt zu diesem Rhythmus. Und ohne jetzt blasphemisch werden zu wollen, deutet vieles darauf hin, dass die Börsenkurse nach Ostern ihre Wiederauferstehung feiern werden...

Good News bei... MBB: Top 2019er Ergebnisse, Dividendenerhöhung, Aktienrückkauf, Insiderkäufe - und auch noch Akquisitionen im Blick

Die Inhaber geführte Industrieholding MBB hat schon seit längerer Zeit unter den Problemen bei der 38-prozentigen Tochter Aumann gelitten und das sieht man dem Kursverlauf auch deutlich an. Doch die beiden erfolgreichen Zukäufe im letzten Jahr von Vorwerk sowie Bohlen & Doyen könnten sich als "großer Wurf" für MBB erweisen und die jüngsten Meldungen aus dem Unternehmen sollten Musik in den Ohren der MBB-Aktionäre sein.

Samstag, 28. März 2020

Mein Gastbeitrag im Nebenwerte Magazin: DIC Asset, PNE und SBF bieten mehr Chancen als Risiken

Die Redaktion des Nebenwerte Magazins hat mich gefragt, ob ich im Rahmen ihrer Reihe "Interessante Werte" einen Gastbeitrag über aussichtsreiche Deutsche Nebenwerte verfassen würde. Da musste ich mich nicht lange bitten lassen und habe mir mit DIC Asset, PNE und SBF drei Unternehmen vorgeknöpft, bei denen in den letzten Tagen interessante Entwicklungen zu verzeichnen waren - und das nicht nur wegen der Einflüsse der Corona-Pandemie.

Im Zuge des Börsencrashs sind auch deren Aktienkurse unter die Räder gekommen, aber auf mittlere und lange Sicht dürften sich hier interessante Gelegenheiten bieten.

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 27. März 2020

Portfoliocheck: Mit Baidu setzt Mason Hawkins auf Chinas Online-Zukunft

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 80. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street. Und sein konträrer Ansatz zahlt sich auf lange Sicht aus für ihn und seine Investoren.

Im 4. Quartal 2019 hielt Mason Hawkins die Füße weiterhin eher still und kam auf eine bescheidene Turnoverrate von nur 5%. Mit General Electric und Park Hotels & Ressort REIT hat er zwei Unternehmen unter seinen Top-Werten, die von der Corona-Pandemie und den Gegenmaßnahmen, wie Social Distancing und Shutdown massiv negativ betroffen sind. Während die Krise in Europa und den USA noch Fahrt aufnimmt, verhält es sich in China, dem Ursprungsland des Virus, anders herum: dort beginnt langsam die Rückkehr zur Normalität, nachdem die Ansteckungszahlen dort praktisch zum Erliegen gekommen sind. Das kommt den Unternehmen zugute, wie man an der starken Erholung der chinesischen Aktienwerte sieht. Bei Baidu, die inzwischen den 18. Rang in Mason Hawkins Depot einnehmen, ist von der Kurserholung noch nicht so viel zu spüren, dabei dürfte "Chinas Google" zu den Profiteuren der Krise gehören.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Donnerstag, 26. März 2020

Buffett warnt: Wegen eines Kurseinbruchs gute Aktien zu verkaufen, ist gar nicht clever!

Warren Buffett ist der erfolgreichste Investor aller Zeiten, er steht seit mehr als 50 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway und hat bereits davor sehr erfolgreich Investment-Partnerships geleitet. Sein durchschnittlicher Vermögenszuwachs pro Jahr beträgt fast 20 Prozent. Und er ist einer drei reichsten Menschen der Welt.

Das kommt nicht von ungefähr, denn Buffett ist Value-Investor. Er sucht nicht nach Aktien, die schnell steigen, sondern nach Unternehmen, deren Aktien zu niedrigeren Kursen zu kaufen sind, als sie wert sind. Auch aus diesem Grund versucht er nicht, den Markt zu timen, die Börsenkurse vorherzusagen. Er schaut nicht einmal regelmäßig nach ihnen, sondern nutzt die Börse nur als Markt, an dem er Aktien kaufen und verkaufen kann. Nach ganz klar definierten Grundsätzen und nicht aufgrund makroökonomischer Überlegungen oder Börsenstimmungen.
»Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde. Ich suche Unternehmen, die ich verstehe und von deren Zukunftsaussichten ich überzeugt bin.«
(Warren Buffett)
Und so erklärt sich auch sein gutes Verhältnis zu Marktkorrekturen, denn während andere Anleger aus dem Markt heraus strömen, beginnt Buffett mit dem Kaufen. Er investiert in solide Unternehmen mit bewährtem Geschäftsmodell und gut prognostizierbaren Umsätzen und Gewinnen. Und vor allem Cashflows. Denn Buffett liebt Cashflows, aus denen speisen sich Dividenden und Aktienrückkäufe, die Buffett für eine entscheidende Komponente hält auf dem Weg des Anlegers zu Wohlstand und finanzieller Unabhängigkeit.

Mittwoch, 25. März 2020

Portfoliocheck: Mit Intuit setzt Frank Sands auf den Gewinner der Steuer-Digitalisierung

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 79. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im vierten Quartal 2019 gab es in Sands Depot nur geringe Veränderungen; die Turnoverrate lag bei überschaubaren 7%. Unter seinen Zukäufen findet sich auch erneut der Buchführungs- und Steuersoftware-Spezialist Intuit, der vor Kurzem für $7,1 Mrd. Credit Karma übernommen hat, eine Verbrauchertechnologieplattform mit mehr als 100 Millionen Mitgliedern in den USA, Kanada und Großbritannien. Und deren Finanzdaten sind ein echter Schatz, den Intuit nun heben möchte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Intuit befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Montag, 23. März 2020

André Kostolany lehrt uns: "Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld."

André Kostolany war ein erfolgreicher Börsenspekulant, Bonvivant und Autor und er wäre in diesem Monat 110 Jahre alt geworden. Zahlreiche Bücher hat er verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen.

Sein Buch "Kostolanys Börsenseminar" war das erste Buch, das ich jemals über das Thema Börse gelesen habe. Und ich habe nicht nur viel über die Börse gelernt, sondern dieses Buch hat mich auch mit dem Börsenfieber angesteckt, das bis heute nicht abgeflaut ist. Über eine seiner vielen Weisheiten möchte ich heute sprechen, denn es geht um Kursverluste, den Umgang mit ihnen und dass sie nicht etwa es Ungewöhnliches an der Börse sind, sondern einfach dazugehören...
»Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.«
(André Kostolany)

Börsenweisheit der Woche 12/2020

"In einem fallenden Markt kannst du mehr Aktien großartiger Unternehmen zu günstigen Preisen kaufen. Wenn du weißt, was du tust, wirst du in diesen Zeiträumen das meiste Geld verdienen. Merken wirst du es aber erst viel später."
(Shelby Davis)

Sonntag, 22. März 2020

General Electric und der neu entflammte Überlebenskampf

General Electric, Industrieikone und ehemals wertvollstes Unternehmen der Welt, ist seit Jahren im Sinkflug und steuerte auf die Pleite zu. Dann konnte man das Ruder herumreißen; unter dem neuen CEO Larry Culp begann eine Phase der Stabilisierung und ich wagte vor gut einem Jahr eine aussichtsreiche Turnaround-Spekulation. Doch die habe ich nun beendet, denn die Corona-Pandemie ändert die Spielregeln für die Wirtschaft, wobei angeschlagene Unternehmen mit schlechter Bilanzqualität, negativen Cashflows und hohe Schulden zu den Verlierern zählen werden - und nicht alle werden die Krise überstehen. Qualität sticht Renditechance und General Electric bleibt damit auf der Strecke...

Samstag, 21. März 2020

Weshalb Business Development Companies ganz besonders unter Corona leiden werden

Business Development Companies habe ich als Anlageklasse nun schon seit mehr als vier Jahren auf dem Schirm und so einige ausgesuchte BDCs auf meiner Beobachtungsliste. Bis zum Beginn der Trump'schen Handelskriege und der Wiederumkehr der US-Zinspolitik mit erneut sinkenden Zinsen  agierten die BDCs in ihrem eigenen Goldilocks-Umfeld aus robuster Konjunktur, niedrigen Steuern und moderat steigenden Zinsen. Doch diese besten aller Zeiten sind vorbei und die Corona-Pandemie wirft die Frage auf, wie schlimm es kommen kann und wird - und ob BDCs noch eine gute Anlageform darstellen oder ob sie inzwischen nicht ein zu schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen und zu den größten Verlierern der Krise gehören könnten...

Freitag, 20. März 2020

Charlie Munger kauft nur Unternehmen mit dauerhaften, starken Wettbewerbsvorteilen

Charlie Munger rät, nach Festungen Ausschau zu halten und dabei geht es ihm nicht wirklich um Stahlbeton und Investments in Bau, Steine, Erden. Vielmehr haben es ihm die Markteintrittshürden angetan, der ökonomische Burggraben (Moat), den Wettbewerber zu überwinden haben - und auch die eigenen Kunden, sollten sie sich vom Unternehmen trennen wollen. Es geht also um Wettbewerbsvorteile von Marken und Produkten, um Unternehmen, die ihren Markt beherrschen und die somit die Preissetzungsmacht haben.
»Wir versuchen, Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen zu einem günstigen oder zumindest fairen Preis zu kaufen.«
(Charlie Munger)
Unternehmen mit diesen Eigenschaften haben den großen Vorteil, dass ihre Produkte nicht einfach kopiert werden, dass Wettbewerber mit aggressiven Preissenkungen ihnen nicht einfach Marktanteile abnehmen können. Im Gegenteil: Burggraben-Unternehmen können in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld sogar ihre Preise erhöhen, ohne dass sie hierdurch Kunden verlieren. Weil sie eine Marke sind, die Marktmacht haben, ein Standing, weil sie ein Lebensgefühl vermitteln, dass den Kunden mehr bietet als ein Schnäppchenerlebnis in ihrer "Geiz-ist-geil-Mentalität".

Mittwoch, 18. März 2020

DIC Asset: Senkt Home Office (wirklich) die Nachfrage nach Büroimmobilien?

Home Office ist das Zaubermittel gegen die Pandemie und daher schicken die Unternehmen die Leute nach Hause, um von dort dezentral und isoliert von den Arbeitskollegen ihrer Arbeit nachzugehen. Das klappt nicht für jeden bereich, wie z.B. bei Supermärkten, Drogerien oder Apotheken, und auch nicht in jedem Fall, wo es theoretisch möglich wäre, weil technische Probleme zu meistern sind, über die man sich vorher keine wirklichen Gedanken gemacht hat. Dennoch funktioniert Home Office für viele Dienstleister ziemlich gut und dann könnte doch in Zukunft eine deutlich größerer Teil der Arbeiten von zuhause erledigt werden, was zwangsläufig zu reduzierten Büroflächen führen müsste. Und schaut man auf die Kurse der betreffenden Unternehmen, wie DIC Asset, scheint der Markt ein solches Szenario bereits kräftig einzupreisen. Zurecht?

Dienstag, 17. März 2020

Ken Fisher mahnt: Dividendenrenditen sind manchmal auch mit Vorsicht zu genießen

In Zeiten niedriger Zinsen gehen Anlegern langsam die Alternativen aus, wollen sie ihr Geld noch halbwegs rentierlich anlegen. Immer häufiger wird dazu geraten, auf dividendenstarke Aktien zu setzen, um so eine attraktive Verzinsung zu erzielen und den Negativzinsen auf dem Sparbuch zu entgegen. Doch so ganz ohne Risiko ist auch dieser Rat natürlich nicht und es gibt Einiges zu beachten, damit man auch sicher Freude an seinem Investment hat...

Portfoliocheck: Joel Greenblatt verdoppelt seinen Einsatz bei Campbell Soup, einem der Corona-Profiteure

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 78. Portfoliocheck blicke ich Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine „Börsenzauberformel“. Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.

Joel Greenblatts Gotham Capital ist breit diversifiziert und im 4. Quartal 2019 fanden sich 1.087 Positionen mit einem Gesamtwert von $5,45 Mrd. im Portfolio, darunter 216 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 26%. Mit Campbell Soup hat er seinen Einsatz bei einem Unternehmen verdoppelt, das einen erfolgreichen Turnaround hingelegt hat und zudem zu den größten Profiteuren der aktuellen Corona-Panik gehört - und womöglich auch darüber hinaus...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Montag, 16. März 2020

Wertpapierkredit: Vom Fluch und Segen eines gehebelten Depots

Ein Wertpapierkredit (auch Effekten-Lombardkredit benannt), ist eine besondere Form des  Kredits, denn seine Besicherung erfolgt durch die Wertpapiere in einem Depot - umgangssprachlich werden diese verpfändet. Die Höhe des Kreditrahmens errechnet sich hierbei an dem Kurswert der zugrunde liegenden Wertpapiere und schwankt daher. Zinsen fallen allerdings nur für den Betrag an, der auch als Kredit in Anspruch genommen wurde, nicht für den maximalen Höchstbetrag des eingeräumten Wertpapierkredits.

Zusätzlich verlangen Banken einen Abschlag auf diesen Kurswert als Risikopuffer für den Fall, dass die Wertpapierkurse fallen; somit soll sichergestellt werden, dass die Sicherheit für den Kreditbetrag ausreicht. Inländische Aktien werden z.B. mit 60% ihres Kurswertes angerechnet, ausländische Aktien mit 50%, Optionsscheine oder Derivate gar nicht.

Eine regelmäßige Tilgung des Wertpapierkredits erfolgt nicht, sondern die Summe wird bei Verkauf der Wertpapiere zurückgezahlt (oder durch Einzahlung von Cash in den Kredit); die Zinsen werden allerdings regelmäßig in Rechnung gestellt.

Der Charme eines Wertpapierkredits besteht in seiner Hebelwirkung - die wirkt allerdings in beide Richtungen und daher sollten sich Anleger vorab äußerst gründlich Gedanken über seine Verwendung machen. Und zwar vor allem über die Risiken, denn die Chancen sorgen für sich selbst...

Börsenweisheit der Woche 11/2020

"Langfristig werden die Aktienmärkte für gute Nachrichten sorgen. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte. Eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11497."
(Warren Buffett)