Freitag, 24. November 2017

Warren Buffett: Was Anleger unbedingt vermeiden sollten

Der wohl bekannteste und weltweit erfolgreichste Value-Investor Warren Buffett macht aus seiner Investment-Philosophie kein Geheimnis und er versteht es, auch schwierige Zusammenhänge leicht verständlich zu präsentieren.

Auf CNBC beantwortet er schon seit Jahren immer mal wieder mehrere Stunden lang Fragen von Anrufern und gibt dabei kluge Ratschläge, wie Anleger sich verhalten sollten - und was sie auf jeden Fall vermeiden müssen.

Fühle dich nicht schlecht, wenn der Aktienmarkt fällt
Buffett sagte, er habe am Freitagabend Aktien gekauft und am Montagmorgen habe er gesehen, diese seien deutlich gefallen. Das seien gute Nachrichten. Auf die Nachfrage, ob er weitere Aktien kaufen werde, antwortete Buffett: "Absolut".

»Die Börse ist nur der Marktplatz, die Wertschöpfung findet im Unternehmen statt.«
(Warren Buffett)

Ignoriere globale Großereignisse bei deinen Investmententscheidungen
Buffett sagte, selbst wenn ein Krieg unvermeidbar erscheine, kaufe er Aktien. Denn wenn eines sicher sei bei einem Krieg, dann dass das Geld an Wert verliere. Das sei in jedem Krieg so gewesen, an den er sich erinnern könne. Und das letzte, was man während eines Krieges besitzen möchte, sei Geld. Man wolle eine Farm haben, ein Apartmenthaus oder Wertpapiere. Werte.

Donnerstag, 23. November 2017

Zahlen & Mehr: Ernst Russ, JDC Group, MBB, m-u-t, Opera Software

In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.

Ernst Russ
Der Hamburger Asset Manager mit Schwerpunkt Schifffahrt kommt bei seinem Turnaround weiter voran und setzte neue und vor allem starke Akzente. Nachdem man sehr gute Zahlen präsentiert hatte und bei der noch relativ neuen Beteiligung Marenave durchgreift, machte zuletzt die Immobilientochter Assetando Real Estate GmbH positiv von sich reden. Die Assetando Real Estate fungiert als zentrale Immobilieneinheit der Ernst Russ AG und hat u. a. die Immobilienaktivitäten der HCI Capital AG, der König & Cie. Gruppe, der WestFonds Immobilien Anlagegesellschaft mbH sowie der Assetando Capital GmbH übernommen. Nachdem man zunächst eine dreigeschossige Immobilie in Magdeburg aus dem WestFonds-Bestand verkauft hatte, punktete man nun im Bereich des Sozialen Wohnungsbaus. Für 50 Mio. Euro verkaufte man ein Immobilienportfolio mit 208 Einheiten im Großraum Hamburg an den institutionellen Investor Industrie Wohnen.

Rekordjahr: Deutsche Beteiligungs AG reitet weiter auf der Erfolgswelle

Die Deutsche Beteiligungs AG hat heute vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 präsentiert, das am 30. September endete, und kann auf eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre der Unternehmensgeschichte zurückblicken.

Mit 90,4 Mio. Euro beim Konzernergebnis übertraf die DBAG dabei nochmals die erst im August angehobene Jahresprognose und das Vorjahresergebnis um 80%. Grundlage hierfür waren vor allem die sechs Unternehmensverkäufe, die zumeist überdurchschnittliche Ergebnisse eingespielt haben im langfristigen Vergleich. Gleichzeitig investierte man auf Rekordniveau und als Co-Investments flossen rund 63 Mio. Euro eigener Mittel in die bestehenden und neu aufgelegten Beteiligungsfonds. Diese Summe liegt um zwei Drittel über dem Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre.

Besonders erfolgreiche Exits...
Innerhalb weniger Monate wurden die Beteiligungen an FDG, Formel D, ProXES, Romaco (DBAG Fund V) und Schülerhilfe (DBAG Fund VI) veräußert und die DBAG erzielte hierbei einen durchschnittlichen Kapitalmultiplikator von 3,8 und somit deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt. Veräußert hat die DBAG auch ihre Anteile an Grohmann Engineering und damit die älteste und zugleich eine der erfolgreichsten Beteiligungen.

Mittwoch, 22. November 2017

Aurelius: Short, shorter, long! Auch dank Aussicht auf 10% Dividendenrendite...

Den Finanzinvestor Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA begleite ich nun schon seit vielen Jahren als Aktionär und hier im Blog. Bis Ende letzten Jahres war Aurelius gemessen an der Performance sogar der mit Abstand beste Wert auf meiner Empfehlungsliste - bis MBB dank des Aumann-Turbos mächtig aufholte und Aurelius das Opfer einer Short-Attacke wurde, woraufhin der Kurs sich fast halbierte. Das hatte nicht nur Auswirkungen auf das Ranking auf der Empfehlungsliste, sondern traf mich auch finanziell. Nicht nur, weil der Kurs einer meiner größten Depotpositionen massiv einbrach, sondern weil ich in der Folge durch Mehrmaliges Hin- und Hertraden unterm Strich noch zusätzlich Geld versenkt habe. Wer die Attacke stur ausgesessen hat, hat es viel besser gemacht!

Tja, mich hat mein persönliches Aurelius-Desaster glatte 8% Jahresrendite gekostet. Und damit war mein bis dahin erfolgreicher Jahresauftakt bereits im März total in die Grütze gefahren. Neben einiger Selbstkritik habe ich mir auch viele kritische, teilweise heftige, Kommentare anhören müssen zu meinem Verhalten. Und diese fast alle völlig zurecht, denn ich habe klassische Anfängerfehler gemacht, aber die im Profiumfang... Naja, inzwischen sind wir ein gutes Halbes Jahr weiter und nach aktuellem Stand steuere ich auf mein bestes Jahresergebnis in diesem Jahrtausend zu, jedenfalls in absoluten Zahlen gemessen. Besser ist eigentlich nur 1999 gelaufen, als ich die Biotech- und Internetwelle voll mitgenommen habe - den Absturz beim Platzen der Dotcom-Blase 2000 dann allerdings auch. Aber das ist eine andere Geschichte...

Dienstag, 21. November 2017

Jubiläum: seit sechs Jahren wird hier intelligent investiert

Heute vor sechs Jahren hatte ich die Idee, ein Blog zu starten und über das zu schreiben, was mich schon seit vielen Jahren, eher Jahrzehnten, fesselt: die Börse. Und zwar über die Art und Weise, wie man es richtig macht, wie man erfolgreich sein Vermögen an der Börse anlegt oder aber erst einmal eines aufbaut. Annähernd 30 Jahre Erfahrung und eine Menge an Fehlgriffen waren eine gute Basis, um mich mit anderen über das Thema auszutauschen und meine gewonnenen Erkenntnisse mit ihnen zu teilen. Im Grunde wusste ich nicht genau, was mich erwarten würde, denn wie schon Oscar Wilde anmerkte, es ist leichter über Geld zu schreiben, als welches zu machen.

Ich stürzte mich in das neue Projekt und gab ihm den Namen eines Buches, das mich sehr beeindruckt hatte: "Intelligent investieren". Benjamin Graham ist der Autor und es handelt vom Value Investing, dem Investieren in unterbewertete Assets, überwiegend Aktien.

Da ich eine Vorliebe für Zitate habe, startete ich am 21.11.2011 mit diesem Beitrag, einer Weisheit Benjamin Grahams, die auch ein Leitmotiv für dieses Blog sein sollte. Und bis heute ist.

»Man hat weder Recht noch Unrecht, weil andere derselben Meinung sind. Man hat Recht, weil die Fakten stimmen und die Überlegungen folgerichtig sind.«
(Benjamin Graham)

In diesem Blog geht es um Fakten, aber ihre Auslegung ist mindestens genauso wichtig, denn sie macht den Unterschied zwischen einem Gewinn und einem Verlust an der Börse. Der Theorie der effizienten Märkte, auch wenn sie mit einem Wirtschaftsnobelpreis geadelt wurde, konnte ich nie etwas abgewinnen. Sie klingt wie das allmächtige Schicksal, der Gedanke, dass alles bereits vorherbestimmt ist und man daher eigentlich keine Entscheidungen mehr selbständig zu treffen braucht. Willkommen in der Matrix - aber nicht mit mir. Ich folge hier Kant und benutze meinen eigenen Verstand.

Montag, 20. November 2017

Deutsche Rohstoff AG mit Gewinnwarnung: Katastrophe oder alles halb so wild?

Die Deutsche Rohstoff AG muss ihre Prognosen kappen und die Aktie reagiert nicht gut darauf. Die Anleger scheinen ein Déjà-vu zu erleben, hatte die DRAG doch auch für das letzte Jahr kurz vor Toresschluss ihre Jahresziele zusammenstreichen müssen.

Was ist passiert?
Nun, das dritte Quartal ist schlecht gelaufen und schloss mit einem Verlust ab. Naja, nicht wirklich, da man einen einmaligen positiven Steuereffekt erzielte, der das Quartalsergebnis knapp ins Plus beförderte. So erzielte der Deutsche Rohstoff-Konzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatz von 39,5 Mio. Euro (Q3: 7,4 Mio. Euro), während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nach 9 Monaten auf 29,1 Mio. Euro anstieg (Q3: 5,6 Mio. Euro). Das EBIT liegt bei 8,9 Mio. Euro und das Konzernergebnis bei 5,2 Mio. Euro, nachdem es zum Halbjahr bereits bei 5,0 Mio. Euro gelegen hatte.

Gewichtiger ist allerdings, dass man die Jahresprognose anpassen musste, weil einige Annahmen wohl zu optimistisch waren. So hat sich die Entwicklung des starken Dollars deutlich(er) in die Zahlen eingegraben, als gedacht, und über den Sommer lag der Ölpreis unter den Szenarien der DRAG. Des Weiteren hatte man Probleme bei der Förderung einiger Ölquellen und in Summe wirkt sich dies zu negativ aus. Folglich erwartet der Vorstand für 2017 nur noch einen Umsatz von rund 50 Mio. Euro (bisherige Prognose: 55-65 Mio. Euro) und ein EBITDA von 35-37 Mio. Euro (bisherige Prognose: 40 Mio. Euro).

Börsenweisheit der Woche 47/2017

"Das Spekulationsbedürfnis hängt mit diesem unerschütterlichen Optimismus aufs engste zusammen".
(John Kenneth Galbraith)

Sonntag, 19. November 2017

Investor-Update: 7C Solarparken, Capital Stage, Navigator Equity Solutions, Technotrans

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Nebenwerte bleiben volatil
Der Wochenverlauf hatte es erneut in sich und einige Nebenwerte waren bis zur Wochenmitte erheblich unter Druck. Dann wendete sich das Blatt, weil viele der "zittrigen Hände" aus dem Markt gespült wurden, teilweise auch durch das Reißen "dummer" Stopp-Loss-Marken, und das Geld auf dem Konto wurde am Donnerstag und Freitag wieder ein bisschen investiert. Ob sich die Aussichten und Werte der einzelnen Unternehmen im Wochenverlauf so stark geändert haben, wage ich mal zu bezweifeln. Für Stock-Picker bieten solche Ausverkäufe natürlich immer gute Gelegenheiten, manchmal auch bei Werten, die schon lange kräftig "aus dem Geld" waren und nun plötzlich wieder im Kaufterrain notieren. Hier muss man auch mal schnell zuschlagen.

Samstag, 18. November 2017

Empfehlungsliste

Performance seit Erstempfehlung inkl. Brutto-Dividenden. Das regelmäßige Update erfolgt jeweils zum Wochenende.














»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.«, riet Immanuel Kant. Also, Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass Ihr Euch Eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, Euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt Ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit Euch ins Gespräch kommen, von Euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Transaktionen auf meiner Empfehlungsliste
Auf der ▸Transaktionsliste finden Sie alle bisherigen Aufnahmen und Streichungen auf meiner Empfehlungsliste.

▶ Investor-Update
Die Empfehlungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher in unregelmäßigen Abständen, wie die Entwicklungen bei den einzelnen Unternehmen sich in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 17. November 2017

Corestate Capital vs. Patrizia: Wer punktet im Duell der Immobilien-Asset-Manager?

Corestate Capital und Patrizia Immobilien sind zwei börsennotierte Immobilien-Asset-Manager, die beide eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des sehr zersplitterten Marktes spielen. Im letzten Jahr wäre ein direkter Vergleich fast noch undenkbar gewesen, waren doch die Größenverhältnisse sehr weit auseinander. So hatte Patrizia rund 20 Mrd. Euro Assets under Management (AuM), während Corestate mit rund 2,5 Mrd. Euro AuM seine Börsenreise begann. Doch Corestate holte mit Riesenschritten auf und wird dank der Übernahmen der Hannover Leasing, der Helvetic Financial Services und der ATOS Capital zum Jahresende 2017 etwa 22 Mrd. AuM betreuen, während Patrizia insbesondere durch die Übernahme von TRIUVA, dem IVG-Immobilienfonds-Manager, dann knapp 30 Mrd. AuM erreichen wird. Angesichts des neuen Kräfteverhältnisses ist absehbar, dass sich beide künftig öfter bei weiteren Übernahmen als Konkurrenten gegenüberstehen dürften. Scheint also ein guter Zeitpunkt zu sein, nach einem Favoriten Ausschau zu halten...

Donnerstag, 16. November 2017

Zahlen & Mehr: Cisco Systems, MPC Capital, Ringmetall, VTG

In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.

Cisco Systems
Der Netzwerkgigant scheint die Trendwende zu schaffen. Nach einer Serie von Quartalen mit zurückgehenden Umsatzerlösen musste Cisco für das abgelaufene Quartal zwar noch einmal ein Minus von 1,7% verkünden, aber gleichzeitig hob das Unternehmen die Guidance für das aktuelle zweite Geschäftsquartal an. Demnach sollen die Umsätze zwischen 1% und 3% zulegen. An den Gewinnen war sowieso wenig(er) auszusetzen gewesen, denn die hatte Cisco trotz sinkender Umsätze um 3% auf 2,4 Mrd. Dollar steigern können.

Meine Einschätzung
Cisco Systems befindet sich mitten im Wandel weg von seinem Hardware-Kerngeschäft Router und Switches hin zu Softwarelösungen, cloudbasierten Anwendungen und Cybersecurity. Bisher hatten die neuen Geschäftsfelder die Umsatzrückgänge im Stammgeschäft nicht kompensieren können, doch nun scheint sich der Trend umzukehren und der Strategieschwenk auszuzahlen. Dabei setzt Cisco neben der bewährten Strategie der gezielten Zukäufe auch zunehmend auf Kooperationen, wie zuletzt mit dem Suchmaschinengiganten Google (Alphabet).

Cisco Systems sollte seine Erholung weiter fortsetzen und zunehmend wieder stärkere Umsatz- und Ergebniszahlen vorlegen können. Sollte die Steuerreform in den USA tatsächlich kommen und es eine Art Amnestie für im Ausland liegende Cashbestände geben, wird es für Cisco hier einen indirekten Geldregen geben in Form gesparter Steuern.

Mittwoch, 15. November 2017

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 3. Quartal 2017?

Value Investor Warren Buffett, das "Orakel von Omaha", musste für seine Investmentholding Berkshire Hathaway wieder das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen. In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen.

Veränderungen im 3. Quartal 2017
Im abgelaufenen Quartal gab es nur wenige, aber dafür bemerkenswerte Veränderungen an Buffetts Positionen.

BDC-Earnings-Report Q3/17: Main Street Capital

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

▶ Main Street Capital (MAIN)
Vor den Ergebnissen von MAIN kann man sich nur ehrfurchtsvoll verneigen. In Q317  lag das NII mit $0,64 um stolze $0,07 über den ohnehin hohen Erwartungen und das TII wurde auf Jahressicht um 11,1% auf $51,78 Mio. gesteigert. Auch damit toppte man um $0,77 Mio. die Markterwartungen. Der NAV stieg zum Ende Q317 um $0,92 je Aktie auf $23,02. Das ist verglichen mit dem Stand am 31. Dezember 2016 ein Anstieg um 4,2% bzw. 5,4% unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich ausgekehrten halbjährlichen Sonderausschüttung.

Dienstag, 14. November 2017

BDC-Earnings-Report Q3/17: Gladstone Investment

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

▶ Gladstone Investment (GAIN)
Saustarke Zahlen präsentierte GAIN. In Q317 wurde ein NII von $0,18 erzielt und damit die Erwartungen um 1 Cent übertroffen. Das Total Investment Income (TII) wurde im Vergleich zum Vorjahr um 11,5% gesteigert und erreichte $13,3 Mio.; $0,81 Mio. über den Erwartungen.

Montag, 13. November 2017

BDC-Earnings-Report Q3/17: KCAP Financial

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

KCAP Financial (KCAP)
KCAP konnte Zahlen vorlegen, die weniger schlecht ausfielen als zu befürchten war. In Q317 lag das NII bei $2,5 Mio. bzw. $0,07 je Aktie, verglichen mit $2,6 Mio. bzw. $0,07 je Aktie per Ende Juni 2017. Weniger erfreulich ist der weitere Werteverzehr beim NAV. Dieser lag per Ende September bei $4,95 je Aktie, während er Ende Juni mit $5,10 noch 3% höher lag. Linear aufs Jahr hochgerechnet ergäbe sich ein NAV-Verlust von 12%, was den Großteil der Dividendenrendite kompensieren würde! Aber genau das ist bei KCAP ja seit Jahren das Problem.

Börsenweisheit der Woche 46/2017

"Bullenmärkte lassen jedermann clever aussehen".
(Tobias Levkovich)

Sonntag, 12. November 2017

Investor-Update: Deutsche Beteiligungs AG, DEWB, MBB, Polytec, Steico, Technotrans

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Schwierige Woche für Nebenwerte
In den letzten Tagen gab es eher fallende Kurse, insbesondere in Deutschland, So verlor der DAX rund 3%, während die Wall Street sich nur moderat niedriger aus der Woche schleppte. Händler führten das auf zunehmende Sorgen wegen der US-Steuerreform bzw. deren möglichem Ausbleiben zurück, allerdings ist das auch nur ein nachträglicher Erklärungsversuch für etwas, das nicht unbedingt erklärbar ist. Abgesehen davon, dass nach einer unerwarteten Rallye eben auch mal durchgeschnauft wird. Wirklich "passiert" ist in der letzten Woche nichts. Oh, doch... Trump weilt in Asien und hat dort die Beteiligung der USA an großen Wirtschafts- und Freihandelszonen aufgekündigt, weil er die USA darin massiv benachteiligt sieht. Er will stattdessen lieber mit "freundlichen" Nationen bilaterale Wirtschaftsabkommen schließen. Was im Ergebnis bedeutet, dass die USA zunehmend als Organisator und Schrittmacher der Weltwirtschaft ausfällt und China in diese Rolle schlüpfen wird. Einerseits aus eigenem Antrieb und Interesse und andererseits aufgrund der kurzsichtigen, isolationistischen Trump-Politik. Sein Nachfolger wird einen Scherbenhaufen zusammenkehren müssen...

Samstag, 11. November 2017

Andere Ansichten: Goldene Zeiten für Stock-Picker dank neuer Kapitalmarktregelungen?

Ab Januar 2018 gilt die neue EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II und sie bringt auch für Analysten und das Aktien-Research einschneidende Änderungen mit sich. The Motley Fool zeigt in einem lesenswerten Beitrag das bisherige Procedere auf, wonach Research seitens der Fondsmanager und Unternehmen selten bezahlt wird, sondern die Brokerhäuser damit die Handelsaktivität ihrer Kunden in die Höhe treiben wollen, um indirekt an den hieraus erzielten Spesen und Gebühren zu verdienen. Die EU wolle diesem Gebaren ein Ende bereiten und künftig müsse Research bezahlt werden - ein Wechsel von der Sell-Side zur Buy-Side. Und das dürfte zu erheblichen Veränderungen, auch für Anleger, führen. Und dabei auch zu neuen, besseren Renditechancen für Stock-Picker, während Otto-Normalanleger her zusätzlich in die Arme von ETFs getrieben werden dürfte.

Freitag, 10. November 2017

BDC-Earnings-Report Q3/17: Hercules Capital

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

Hercules Capital (HTGC)
HTGC hat durchwachsene Zahlen präsentiert. In Q317 lag das NII mit $0,29 im Rahmen den Erwartungen, während das Total Investment Income (TII) mit $45,87 Mio. im Jahresvergleich um 1,7% gesteigert werden konnte, aber um $0,27 Mio. unterhalb der Erwartungen lag.

BDC-Earnings-Report Q3/17: Goldman Sachs BDC

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

Goldman Sachs BDC (GSBD)
GSBD konnte mit seine Zahlen erneut positiv überraschen. In Q317 erzielte man ein NII von $0,47 und lag damit um $0,01 über den Erwartungen, während das EPS bei $0,45 lag. Das Total Interest Income lag mit $34,41 Mio. um 1,4% über dem Vorjahreswert und um $1,2 Mio. über den Erwartungen.