Mittwoch, 20. Juni 2018

Warum Anleger solide Dividendenwerte lieber nicht verschmähen sollten

An der Sinnhaftigkeit von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen meinen, Dividenden seien wichtig, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also vollständig einbehalten - denn dadurch würde sich der Wert des Unternehmens und somit auch der Aktienkurs erhöhen.

Einen ausführlichen Artikel zu Dividenden und Dividendenrendite habe ich hier verfasst, daher möchte ich jetzt auf zusätzliche Aspekte eingehen. Denn neben der Absicherung, die Dividenden für den Anleger darstellen (wenn es mit den Kurssteigerungen mal nicht so läuft, erhält man immerhin die Dividende), machen Dividendenausschüttungen auf langfristige Sicht rund 40% des Gesamtertrages eines Depots aus.

Montag, 18. Juni 2018

Gesco kaufen? Echt jetzt? Echt jetzt!

Ich habe ja ein Faible für Beteiligungsgesellschaften, denn sie ermöglichen es Otto Normalbürger, sich am Motor des Wirtschaftswunders zu beteiligen, am Deutschen Mittelstand. Jedes Land auf der Erde beneidet uns Deutsche um unseren breit aufgestellten und erfolgreichen Mittelstand und wer reich werden möchte, sollte sich hier möglichst stark engagieren. Über die vielen an der Börse gelisteten Beteiligungsgesellschaften ist dies ohne Schwierigkeiten möglich und auf meiner Empfehlungsliste finden sich eine ganze Reihe der Erfolgreichsten, wie 3U Holding (WKN: 516790), Aurelius (WKN: A0JK2A), Blue Cap (WKN: A0JM2M), Deutsche Beteiligung (WKN: A1TNUT), GBK Beteiligungen (WKN: 585090), KAP Beteiligung (WKN: 620840), MAX Automation (WKN: A2DA58), MBB (WKN: A0ETBQ), m-u-t (WKN: A0MSN1; bald Nynomic) oder Ringmetall (WKN: 690100). Und nun auch Gesco (WKN: A1K020), die ich aus guten Gründen bisher immer verschmäht hatte. Bis jetzt...

Börsenweisheit der Woche 25/2018

"Mein Ansatz funktioniert nicht, weil er zutreffende Prognosen macht, sondern weil er mir erlaubt, falsche Prognosen wieder zu korrigieren."
(George Soros)

Sonntag, 17. Juni 2018

Sind Finanzderivate eine (gute) Alternative zu Direktinvestments in Aktien?

Wer eine Aktie kauft, beteiligt sich an einem Unternehmen, nimmt teil an dessen Entwicklung und partizipiert an den Kursgewinnen. Darüber hinaus kann er oftmals auch üppige Dividendenzahlungen vereinnahmen. Und setzt er auf die falschen Aktien, lernt er auf schmerzliche Art und Weise, wie man mit Kursverlusten umzugehen hat. Man sollte meinen, das sei Chance und Risiko genug und doch gibt es eine immer größer werdende Zahl von Finanzderivaten, mit denen man an den Börsen handeln kann. Bisweilen ganz losgelöst von sog. Basiswerten.

Ende der 1980er Jahre, als in Deutschland die Deutsche Terminbörse (DTB) ihre Arbeit aufnahm - und zwar mit einfachen Call- und Put-Optionen - gab es als spekulativere Anlagemöglichkeiten neben Aktien eigentlich nur Optionsscheine. Das waren Zusatzkupons, die an Aktienanleihen hingen und das Recht verbrieften, zu einem festgelegten Termin eine bestimmte Aktie zu einem bestimmten Basispreis zu erwerben. Diese Optionsscheine wurden dann separat an der Börse gehandelt und erhöhten Chancen und Risiken bezogen auf ein Investment in den jeweiligen Basiswert, da der Optionsschein zumeist zu einem Bruchteil des Aktienkurses notierte und somit jede Kursänderung prozentual viel stärkere Wirkung entfaltete. Denn eine Änderung um 1 Euro ist bezogen auf einen Kurs von 100 Euro nur 1% - notiert der entsprechende Optionsschein aber bei 10 Euro macht die Veränderung des Basiswertes um 1 Euro beim Optionsschein eine Veränderung von 10 auf 11 Euro und somit 10% aus. Der Hebel betrüge in diesem Beispiel also 10.

Schnell wurden Optionsscheine aber "zu langweilig" und es wurden weitere Derivate erfunden, von Covered Warrants bis hin zu Zertifikaten. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich an einem bestimmten Basiswert orientieren und festgelegte Eintrittsparameter haben, die ihren Kurs und letztlich die Abrechnung am Ende ihrer Laufzeit bestimmen. Dabei gibt es noch Sonderformen, wie z.B. Knock-out-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Discout-Zertifikate oder ganz neue Formen, wie zum Beispiel den Handel mit Binären Optionen, wo es nur Alles oder Nichts als Ergebnis gibt.

Samstag, 16. Juni 2018

Empfehlungsliste

Performance seit Erstempfehlung inkl. Brutto-Dividenden.














»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also, Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass Ihr Euch Eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, Euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt Ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit Euch ins Gespräch kommen, von Euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Transaktionen auf meiner Empfehlungsliste
Auf der Transaktionsliste finden Sie alle bisherigen Aufnahmen und Streichungen auf meiner Empfehlungsliste.

▶ Investor-Update
Die Empfehlungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher in unregelmäßigen Abständen, wie die Entwicklungen bei den einzelnen Unternehmen sich in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 15. Juni 2018

Einfach gedacht: Bei Rocket Internet den Euro für 70 Cents kaufen...

Als Value Investor leidet man an der Börse mitunter emotional stärker als andere Anleger. Man ist nämlich öfter als "Contrarian Investor" unterwegs, als derjenige, der gegen den Strom schwimmt. Und das ist nicht einfach, denn wir Menschen verhalten uns lieber so, dass uns andere zustimmen. Was an der Börse manchmal, in starken Trends, eine gute Investmentstrategie sein kann, meistens aber aber nicht. Weil man den Entwicklungen - und den Kursen - oft nur hinterher läuft und der Letzte ist, der noch bei der Party auftaucht. Und der zahlt bekanntlich am Ende die Zeche für alle...

Value Investoren leben also damit, dass sie "ganz offensichtliche" gute Investmentgelegenheiten finden, die vom Markt sträflich ignoriert werden. Und nachdem sie diese gekauft haben, ignoriert der Markt sie weiterhin. Und dann ereilt einen der nagende Stachel des Zweifels. Denn wenn so klar ist, dass man etwas mit 50% Abschlag auf seinen Wert kaufen kann, dann müssten es doch alle tun und der Preis/Kurs entsprechend steigen. Und im Umkehrschluss müsste dieses Unterlassen dann doch wohl bedeuten, dass die anderen schlauer sind und man selbst falsch liegt. Also liegt der Markt auch beim MDAX-Wert Rocket Internet (WKN: A12UKK) richtig und nur ich irre mich. Oder etwa nicht?

Donnerstag, 14. Juni 2018

Peter Lynch mahnt: "Verliebe dich nie in eine Aktie. Bleibe immer aufgeschlossen!"

Menschen neigen zu selektiver Wahrnehmung; sie gewichten Argumente, die ihre eigene Meinung stützen als jene, die dem eigenen Standpunkt widersprechen. Man nennt das auch "Confirmation Bias" oder Bestätigungsfehler.

Doch da uns Benjamin Graham schon lehrte, vor allem unser Kapital zu erhalten, also an die Risiken zu denken, muss sich ein Anleger dieser eigenen Schwäche bewusst sein, wenn er langfristig Erfolg haben möchte.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Blue Cap: Party gecrasht - oder dreht Dr. Schubert die Musik gerade erst richtig auf?

Hammermeldung gestern Abend nach Börsenschluss: Dr. Hannspeter Schubert, Großaktionär und CEO der Blue Cap AG, verkauft den Großteil seiner Blue Cap-Aktien! Und er Aktienkurs bricht ein um deutlich mehr als 10%.

Das ist nachvollziehbar, denn Dr. Schubert ist der Macher hinter dem Erfolg von Blue Cap (WKN: A0JM2M) und wenn er verkauft, sollte man das auch tun. Und wenn er das Unternehmen verlässt, dann sollte man das auch tun. So scheinen jedenfalls die nervösen Anleger zu denken, die ihre Aktien unreflektiert auf den Markt schmeißen. Denn wer sich die Meldung genau(er) ansieht erkennt, dass diese beiden Annahmen so gar nicht zutreffen und wenn man einen Schritt weiter denkt, sich hier ganz andere Möglichkeiten ergeben...

Montag, 11. Juni 2018

Durchbruch? CFIUS genehmigt Genworth Financial-Übernahme durch China Oceanwide!

Die Übernahme des angeschlagenen US-Versicherungskonzerns Genworth Financial Inc. (GNW, WKN: A0CA8M) durch China Oceanwide zieht sich schon rund anderthalb Jahre hin und beide haben vor einigen Wochen den bereits vierten Anlauf unternommen, die Genehmigung des Deals durch das CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) zu erhalten. Und die ist nun erfolgt, wenn auch unter Auflagen.

Das CFIUS sieht keine ungelösten Bedenken mehr hinsichtlich der Nationalen Sicherheit in Bezug auf die geplante Transaktion. Dies dürften die beiden Unternehmen auch dadurch erreicht haben, dass sie eine Erweiterung ihres Übernahmevertrags vereinbart hatten, nach der Genworth Financial einen US-amerikanischen Drittanbieter für die Verwaltung und den Schutz der persönlichen Daten der US-amerikanischen Versicherungsnehmer von Genworth Financial einsetzt. Das CFIUS hatte zuvor mehrfach Bedenken geäußert, dass diese Daten an ein chinesisches Unternehmen gehen könnten.

Mit der Genehmigung durch das CFIUS haben beide Partner die Übernahme noch nicht in trockenen Tüchern, aber sie haben die wohl höchste Hürde endlich aus dem Weg geräumt. Für Anleger kann sich dies nun als schneller Geldsegen erweisen...

Börsenweisheit der Woche 24/2018

"Das Risiko, in Aktien zu investieren, ist auf lange Sicht viel niedriger, als nicht in Aktien investiert zu sein."
(Michael C. Kissig)

Samstag, 9. Juni 2018

Einfach gedacht: Ist denn die PEH Wertpapier AG nicht(s) mehr wert?

Nachdem der Asset Manager PEH Wertpapier (WKN: 620140) seine Zahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt hatte und erneut seine eigenen Prognosen teilweise deutlich übertreffen konnte, brachte mich diese operative Stärke und der angekündigte Börsengangs der 100-prozentigen Fintech-Tochter capsensixx AG zu dem Schluss, dass bei PEH Wertpapier in nächster Zeit eine Neubewertung anstehen könnte.

Nun wurde man konkreter und hat die Bedingungen für das IPO veröffentlicht. Demnach wird die Preisspanne für den Börsengang der capsensixx AG auf 16 bis 19 Euro je Aktie festgelegt, was einem Unternehmenswert der capsensixx AG vor der Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs (Pre-Money) von 49,6 bis 58,9 Mio. Euro entspräche. Die Billigung des Wertpapierprospekts durch die BaFin wird am 11. Juni erwartet, danach werden die Details zum Börsengang veröffentlicht. Und nun nimmt die Frage nach der (Neu-) Bewertung richtig Fahrt auf...

Freitag, 8. Juni 2018

Einfach gedacht: Rocket Internet und das Warten auf den nächsten großen Wurf...

Die Startup-Schmiede und Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet (WKN: A12UKK) steht zuletzt öfter in der Kritik, weil man immer größere Cash-Berge anhäuft und nicht den Eindruck vermittelt, grandiose neue Investmentideen zu haben.

Mag so sein, oder auch nicht. Im Grunde kann es mir als Aktionär von Rocket Internet auch echt egal sein! Denn Oliver Samwer und das Rocket-Führungsteam machen doch einen tollen Job. Sie haben vor Jahren Clone erfolgreicher Online-Businessmodell am laufenden Band hochgezogen und verkaufen diese seit Jahren einfach ab. Zuletzt mehrfach an den chinesischen Internetgiganten Alibaba (WKN: A117ME), aber auch Anteile von Delivery Hero (WKN: A2E4K4) an die südafrikanischen Internetbeteiligungsgesellschaft Naspers (WKN: 906614). Des Weiteren hat man sich nach dem erfolgreiche IPO bei HelloFresh (WKN: A16140) zwischenzeitlich von weiteren Anteilen getrennt - bei gestiegenen Aktienkursen - und steuert auf das nächste IPO bei der Tochter Home24 (WKN: A14KEB) sowie in Australien bei Marley Spoon zu. Doch ein bisschen mehr steckt natürlich schon dahinter...

Texas Pacific Land Trust: Gelddruckmaschine oder ölgetriebene Spekulationsblase?

Der Texas Pacific Land Trust (TPL; WKN: 985172) ist ein weitgehend unbekanntes Unternehmen aus dem Süden der USA. Ich hatte es erst im Mai auf meine Empfehlungsliste genommen und es wurde seitdem mehrfach der Wunsch an mich heran getragen, das Unternehmen ausführlicher vorzustellen. Es gibt nämlich nur wenig Informationen und kaum/keine Analystenberichte und das Unternehmen scheint hoch bewertet und damit wohl auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv für Anleger.

Wirft man einen Blick auf die Kursentwicklung, wird dieser Eindruck noch verstärkt: jahrzehntelang kaum Kursbewegungen, aber seit 2010 eine Steigerung um rund 2.500%. Nach einem Zwischenhoch im Jahr 2014 bei rund 200 Dollar gab es in der kurzen Ölkrise Anfang 2016 eine Kurshalbierung auf 100 Dollar, doch seitdem kennt der Kurs kein Halten mehr und schraubte sich bis auf aktuell 700 Dollar hoch. Ins Jahr gestartet war der Kurs bei 450 Dollar und da Texas Pacific Land Trust nur ein Grundbesitzer ist mit großen Flächen an staubigem Wüstensand, kann es sich ja nur um eine hochexplosive Spekulationsblase handeln...

Donnerstag, 7. Juni 2018

Weshalb ich bei Marenave jetzt sofort die Reißleine ziehe...

Marenave (WKN: A0H1GY) habe ich seit Anfang des Jahres als Turnaround-Spekulation auf meiner Empfehlungsliste, weil ich auf die Wiederauferstehung als Schifffahrtsgesellschaft unter Führung des Hamburger Asset Managers Ernst Russ (WKN: A16107) gesetzt habe. Wohl wissend, dass es mit dem Einstieg der Deutschen Balaton (WKN: 550820) und einem konträren Konzept (Unternehmensbeteiligungen) durchaus Knatsch geben würde. Aber meine Überlegung war, dass es evtl. zu einer gütlichen Einigung käme und der eine den anderen auszahlt.

Soweit ist alles glatt gelaufen, aber nun schlingert Marenave doch auf eine noch unruhigere See zu. Denn Ernst Russ hat sich zurückgezogen und die Deutsche Balaton hat mit einem Anteil von mehr als 50% jetzt das alleinige Sagen. Die Wiederauferstehung als Schiffsbeteiligungsgesellschaft ist damit vom Tisch. Das ist schon seit Wochen bekannt und man hätte bereits seit einiger Zeit die Konsequenzen ziehen können. Habe ich aber nicht getan, weil ich auf die Hauptversammlung gewartet habe und auf die Vorstellung der konkrete(re)n Pläne für Marenave durch den neuen Mehrheitseigentümer. Doch es kam... nichts. Und das hat Konsequenzen...

Mittwoch, 6. Juni 2018

Einfach gedacht: Warum Angestellte unbedingt Aktien haben sollten...

Die Deutschen setzten auf Erwerbsarbeit und auf Sparbuchzinsen. Angesichts von Negativzinsen ist das Sparbuch offensichtlich eine ganz miese Idee, aber es spricht nichts dagegen, für Geld zu arbeiten. Es kommt eben darauf an, was man dann mit diesem Geld anstellt. Und das macht einen großen Unterschied.

Einfach gedacht bekommen Arbeiter und Angestellte für ihre Erwerbstätigkeit einen Lohn/Gehalt, aber das ist weniger, als sie erarbeitet haben. Denn ein Teil des von ihnen erwirtschafteten Ertrags fließt an das Unternehmen, das sie beschäftigt. Für die meisten Deutschen ist hier schon das Ende des Geldes erreicht. Leider. Doch andere sind etwas cleverer...

Dienstag, 5. Juni 2018

Warren Buffett rät: "Kaufe keine Aktien, beteilige dich an einem Unternehmen. Spekuliere nicht, investiere!"

Im weiteren Sinne kauft man mit dem Erwerb einer Aktie ein Unternehmen - jedenfalls einen Teil davon. Weshalb legen Value Investoren wie Warren Buffett auf diese Unterscheidung dann so viel Wert?

Das liegt an der Psychologie und am Verhalten der Menschen, die von Natur aus wankelmütig sind. Wir neigen zu Stimmungsschwankungen und so empfinden viele Menschen Freude, wenn ihre Aktien steigen und sind gereizt, wenn die Börsenkurse ihrer Aktien fallen. Doch wer den Börsenkurs zum (einzigen) Gradmesser macht, ob das getätigte Investment gut oder schlecht ist, kann nur scheitern. Jedenfalls als Investor, vielleicht nicht als Spieler.

»Kaufe keine Aktien, beteilige dich an einem Unternehmen. Spekuliere nicht, investiere!«
(Warren Buffett)

Man muss sich von diesem Denken lösen, denn es wird einem ansonsten immer im Weg sein und einen davon abhalten, nachhaltig und langfristig mit seinen Investments eine wirklich gute Performance zu erzielen.

Montag, 4. Juni 2018

Börsenweisheit der Woche 23/2018

"Niemand kauft eine Farm auf Basis der Überlegung, ob es im nächsten Jahr regnen wird oder nicht. Man kauft sie, weil man sie für eine gute Investition über 10 oder 20 Jahre hält."
(Warren Buffett)

Sonntag, 3. Juni 2018

Investor-Update: Amazon, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, Gladstone Investment, Goldman Sachs BDC, MBB, Navigator Equity, Technotrans, Texas Pacific Land Trust, UeT

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Neben meinen fünf größten Positionen Navigator Equity Solutions (WKN: A1CUJD), Blue Cap (WKN: A0JM2M), Texas Pacific Land Trust (WKN: 985172) MBB (WKN: A0ETBQ) und Amazon (WKN: 906866) geht es heute um die Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7), PEH Wertpapier (WKN: 620140), UeT United Electornic Technology (WKN: A0LBKW) sowie die BDCs Gladstone Investment (GAIN; WKN: A0KES9) und Goldman Sachs BDC (GSBD; WKN: A14P76).

Donnerstag, 31. Mai 2018

Investieren ist... wie das Pflanzen eines Baumes!

Investieren ist wie einen Baum zu pflanzen: man pflanzt und anfangs muss man sich ein bisschen drum kümmern, vielleicht düngen, ab und zu mal gießen. Dann der erste Spross, die Freude ist groß! Niemand würde doch jetzt das Bäumchen ausreißen, oder?

Man lässt ihn wachsen, bei Sonne, Sturm und Schnee. Ab und zu schaut man ihn sich mal an, erfreut sich an seinem Wachstum, bisweilen erstaunt darüber, wie groß er schon geworden ist. Man lässt ihn wachsen und manchmal denkt man sich, man könnte ihn fällen, Platz schaffen für einen anderen Baum. Oder das Holz verkaufen und damit Profite einstreichen. Wirklich?

Mittwoch, 30. Mai 2018

Bayer darf endlich Monsanto übernehmen. And the winner is... Warren Buffett!

Der deutsche Chemie- und Agrargigant Bayer (WKN: BAY001) versucht seit fast zwei Jahren, den US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto (WKN: 578919) zu übernehmen. Diese Übernahme erkauft man sich mit erheblichen Zugeständnissen und wird einige Teilbereiche verkaufen müssen, unter anderem wohl an BASF (WKN: BASF11). Darüber hinaus hat Monsanto keinen guten Ruf und auch der von Bayer leidet zunehmend.

Heute kam nun die Genehmigung seitens der US-Behörden und Bayer dürfte am Ziel sein. Bayer hat die Finanzierung für seine Barofferte inzwischen geklärt und allen Monsanto-Aktionären winkt nun die Barabfindung von 128 Dollar je Aktie. Und hier kommt Warren Buffett und seine seine Investmentholding Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ins Spiel...

Dienstag, 29. Mai 2018

PEH Wertpapier legt vor. Und vielleicht gleich nochmal stark nach...

Der Asset Manager PEH Wertpapier (WKN: 620140) hat seine Zahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt und konnte seine eigenen Prognosen teilweise deutlich übertreffen. Nachdem bereits das dritte Quartal sowie das Gesamtergebnis 2017 hervorragende operative Werte aufwies, kann man hier von einem Trend sprechen.

Dessen ungeachtet fliegt die Aktie weitgehend unter dem Radar der Anleger und fristet an der Börse eher ein Schattendasein. Zu Unrecht, wie ich finde. Und mit dem angekündigten Börsengang der Tochter capsensixx AG könnte sich PEH Wertpapier nicht nur ins Bewusstsein der Börsianer drängen, sondern auch in neue Dimensionen vordringen. Doch eins nach dem anderen...

Montag, 28. Mai 2018

Deutsche Beteiligungs AG: Rechtfertigt ihr ganz besonderes Mojo einen Premiumaufschlag?

Ins Unternehmensleben gestartet ist die Deutsche Beteiligungs AG (WKN: A1TNUT) als klassische Beteiligungsgesellschaft. Das SDAX-Mitglied, bei dem mit knapp 20 Prozent die Drogerie-Familie Rossmann an Bord ist, ist kein Sanierungsspezialist, kein Finanzinvestor, sondern legt den Fokus auf Bestandsauf- und ausbau. Man unterscheidet sich hier also ganz deutlich von Aurelius (WKN: A0JK2A) oder Blue Cap (WKN: A0JM2M) und ist vom Ansatz her eher mit der KAP Beteiligungs-AG (WKN: 620840), MAX Automation (WKN: A2DA58), MBB (WKN: A0ETBQ) oder Indus Holding (WKN: 620010) zu vergleichen.

Und doch ist die DBAG ganz anders. Denn vor einigen Jahren gab es einen Schwenk in der Geschäftspolitik, als man vom klassischen eigenen Beteiligungsgeschäft zum Asset-Management überging. Seitdem legt man Beteiligungsfonds auf, in die private und institutionelle Investoren Geld einbringen können, ohne sich direkt an der DBAG selbst als Aktionäre beteiligen zu müssen. Dieses Konstrukt macht die DBAG einzigartig und bietet allen Beteiligten zusätzliche Chancen. Und für die DBAG ergibt sich hieraus "ihr ganz besonderes Mojo". Aber rechtfertigt dieser ganz besondere Zauber auch einen Premiumaufschlag auf den NAV, den Buchwert?